{"id":106610,"date":"2018-06-25T11:00:12","date_gmt":"2018-06-25T11:00:12","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2018\/06\/babel-07-2018fr\/"},"modified":"2023-08-23T23:02:02","modified_gmt":"2023-08-23T21:02:02","slug":"bildung-der-schweiz-babel-07-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2018\/06\/bildung-der-schweiz-babel-07-2018\/","title":{"rendered":"Wie weiter nach der obligatorischen Schule?"},"content":{"rendered":"<p>Vor der Modernisierung der Erhebungen im Bildungsbereich und der Einf\u00fchrung der 13-stelligen AHV-Nummer war das Wissen \u00fcber die Bildungsverl\u00e4ufe in der Schweiz nur bruchst\u00fcckhaft vorhanden. Es beschr\u00e4nkte sich h\u00e4ufig auf wenige Kantone oder beruhte auf begrenzten Stichproben. Beispielsweise war nicht genau bekannt, wie viele Menschen keine nachobligatorische Ausbildung absolvieren \u2013 obwohl dies sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene ein strategischer Indikator ist. Das Programm \u00abL\u00e4ngsschnittanalysen im Bildungsbereich\u00bb (Labb) des Bundesamtes f\u00fcr Statistik (BFS) erm\u00f6glicht nun eine kontinuierliche, detaillierte Nachverfolgung der Bildungsverl\u00e4ufe nach der obligatorischen Schule und liefert damit wertvolle Informationen f\u00fcr die politischen Entscheidungstr\u00e4ger (siehe <em>Kasten<\/em>).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIm Jahr 2015 lag die Quote der Erstabschl\u00fcsse auf der Sekundarstufe II bis zum 25. Altersjahr bei 90,9 Prozent \u2013 und befand sich damit etwa 10 Prozentpunkte \u00fcber dem OECD-Durchschnitt. Bei den Erstabschl\u00fcssen handelte es sich haupts\u00e4chlich um eidgen\u00f6ssische Berufsatteste (EBA), eidgen\u00f6ssische F\u00e4higkeitszeugnisse (EFZ), Fachmittelschulausweise sowie gymnasiale Maturit\u00e4ten. Umgekehrt verf\u00fcgten 9,1 Prozent der Jugendlichen in der Schweiz lediglich \u00fcber einen obligatorischen Schulabschluss. Da sie ohne zus\u00e4tzlichen Abschluss ins Erwerbsleben eintreten, erf\u00fcllen sie die Mindestanforderungen f\u00fcr eine nachhaltige und erfolgreiche Integration in die Wirtschaft und die Gesellschaft des Landes nicht. Das politische Ziel ist eine Quote von 95 Prozent.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Abschlussquote der Frauen (93%) liegt 4 Prozentpunkte h\u00f6her als jene der M\u00e4nner (siehe <em>Abbildung 1<\/em>). Grosse Unterschiede bestehen auch je nach Migrationsstatus. W\u00e4hrend sich die Abschlussquote der im Inland geborenen Schweizer auf 94 Prozent bel\u00e4uft, liegt sie bei den in der Schweiz geborenen Ausl\u00e4ndern 8 Prozentpunkte tiefer.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBetrachtet man die Abschlussquoten nach Wohnbezirk, sticht nebst der r\u00e4umlichen Komplexit\u00e4t des Indikators eine starke Stadt-Land-Dynamik ins Auge (siehe <em>Abbildung 2<\/em>). So sind die Quoten in den Bezirken mit den Zentren Lausanne, Genf, Basel, Luzern, Lugano, Z\u00fcrich und Biel mit Werten zwischen 80 und 87 Prozent relativ tief.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 1: Erstabschluss-Quote auf Sekundarstufe II bis zum 25. Altersjahr (nach Geschlecht, Migrationsstatus und Sprachregion; 2015)<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='babel_de_1'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#babel_de_1').highcharts({\n       chart: {\n        type: 'column'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n    xAxis: {\n        categories: [\"Total (N=77347)\", \"M\u00e4nner\", \"Frauen\", \"Im Inland geborene Schweizer\", \"In der Schweiz geborene Ausl\u00e4nder\",\"Im Ausland geborene Schweizer\", \"Im Ausland geborene Ausl\u00e4nder\", \"Deutschschweiz\", \"Westschweiz\",\"Italienischsprachige Schweiz\"]\n    },\n    yAxis: {\n        min: 0,\n        title: {\n            text: ''\n        },\n     labels: {\n            format: '{value} %'\n        },\n    },\n    \n    tooltip: {\n        headerFormat: '<b>{point.x}<\/b><br\/>',\n        pointFormat: '{series.name}: {point.y}%<br\/>Total: {point.stackTotal}%'\n    },\n    plotOptions: {\n        column: {\n            stacking: 'normal',\n            \n        }\n    },\n    series: [{\n        name: 'Berufliche Grundbildung',\n        data: [65.2,69.1,61.1,66.6,71.5,54.7,50.3,71.8,48.6,56.7]\n    }, {\n        name: 'Allgemeinbildung (z. 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Auch zwischen der West- und der Deutschschweiz gibt es Differenzen. So treten in der Westschweiz \u2013 innerhalb von zwei Jahren \u2013 weniger Jugendliche in die Sekundarstufe II ein (92%) als in der Deutschschweiz (95%).<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Analyse der Verl\u00e4ufe auf Sekundarstufe II zeigt zweierlei.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Erstens vergr\u00f6ssern sich die Unterschiede, die zum Zeitpunkt des obligatorischen Schulabschlusses vorliegen, bei allen analysierten Aspekten.\u00a0Zweitens variieren die Erfolgsquoten beim Abschluss der Sekundarstufe II st\u00e4rker, wenn nur die gradlinigen Bildungsverl\u00e4ufe betrachtet werden. Beispielsweise erlangen Jugendliche mit Schweizer Staatsangeh\u00f6rigkeit nicht nur h\u00e4ufiger, sondern auch schneller einen Abschluss auf Sekundarstufe II.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Integration in den Arbeitsmarkt<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEin weiterer Bereich, der bisher auf nationaler Ebene kaum n\u00e4her untersucht wurde, betrifft die \u00dcberg\u00e4nge nach dem Erwerb eines Abschlusses auf Sekundarstufe II. In einer neuen BFS-Studie wird ersichtlich, dass Jugendliche mit Maturit\u00e4tsabschluss (gymnasiale, Berufs- oder Fachmaturit\u00e4t) ihre Ausbildung sehr h\u00e4ufig auf Terti\u00e4rstufe fortsetzen.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Sie zeigt auch, dass sich Personen mit beruflicher Grundbildung sehr gut in den Arbeitsmarkt integrieren. So finden 85 Prozent der Personen mit einem eidgen\u00f6ssischen F\u00e4higkeitszeugnis (EFZ) innerhalb von drei Monaten nach ihrem Abschluss eine erste Anstellung, und 46 Prozent bleiben in ihrem Lehrbetrieb. Allerdings dauert die erste Anstellung f\u00fcr nahezu die H\u00e4lfte dieser Jugendlichen weniger als ein Jahr. Gem\u00e4ss der Studie waren 19 Prozent innerhalb der 30 Monate nach dem Erwerb ihres Abschlusses mindestens einmal als erwerbslos registriert und hatten demzufolge Schwierigkeiten bei der beruflichen Eingliederung. Besonders ausgepr\u00e4gt ist dieses Ph\u00e4nomen in der italienischsprachigen (38%) und der franz\u00f6sischsprachigen Schweiz (28%) \u2013 w\u00e4hrend der Anteil in der Deutschschweiz (17%) deutlich geringer ist. In den meisten F\u00e4llen handelt es sich um eine kurzfristige Arbeitslosigkeit von insgesamt maximal einem halben Jahr.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEin weiterer Aspekt, der in der Schweiz bislang kaum untersucht wurde, ist die ausgepr\u00e4gte Dynamik zwischen Ausbildung und Erwerb nach einem Abschluss auf Sekundarstufe II. So zeigt sich, dass sich Ausbildung und Erwerbst\u00e4tigkeit nach dem Abschluss eines eidgen\u00f6ssischen F\u00e4higkeitszeugnisses w\u00e4hrend mehrerer Jahre \u00fcberlappen: Viele Jugendliche treten sofort ins Erwerbsleben ein, wobei ein Viertel innerhalb der folgenden drei Jahre ins Bildungssystem zur\u00fcckkehrt, um eine Berufsmaturit\u00e4t, ein Hochschulstudium oder eine zweite Berufslehre zu absolvieren.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 3: Bildungs\u00fcberg\u00e4nge von Personen, die 2012 ein eidgen\u00f6ssisches F\u00e4higkeitszeugnis (EFZ) erworben haben<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<a href=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2018\/06\/Babel_DE_3.png\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-79122\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2018\/06\/Babel_DE_3.png\" alt=\"\" width=\"2362\" height=\"1316\" \/><\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: BFS \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBei Personen, die ein eidgen\u00f6ssisches F\u00e4higkeitszeugnis erworben haben, sind die Bildungs\u00fcberg\u00e4nge w\u00e4hrend der analysierten 42 Monate nach dem Abschluss komplex (siehe <em>Abbildung 3<\/em>). Insbesondere l\u00e4sst sich feststellen, dass 66 Prozent der Personen, die 6 Monate nach ihrem Abschluss zun\u00e4chst weder erwerbst\u00e4tig noch in Ausbildung waren, ein Jahr sp\u00e4ter wieder arbeiteten. Ausserdem sind starke Wechselwirkungen zwischen Erwerb und Ausbildung ersichtlich. So kehrten 11 Prozent der Personen, die 6 Monate nach ihrem Abschluss erwerbst\u00e4tig waren, 12 Monate sp\u00e4ter wieder ins Bildungssystem zur\u00fcck. Dass die \u00dcberlappung von Erwerb und Ausbildung auch zwischen dem 30. und dem 42. Monat weiterhin stark bleibt, zeigt, dass der Bildungs\u00fcbergang nach der Sekundarstufe II oft nicht vollst\u00e4ndig abgeschlossen ist.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAbschliessend l\u00e4sst sich sagen: Dank dem Programm Labb kann ein detaillierteres, facettenreicheres Bild der Bildungsverl\u00e4ufe in der Schweiz gezeichnet werden als bisher. Nun liegt es an der Forschung, die beobachteten Unterschiede zu erkl\u00e4ren und m\u00f6gliche Verbesserungsans\u00e4tze zu erarbeiten. Da dies nur mit neuen Daten m\u00f6glich ist, k\u00f6nnten die Labb-Ergebnisse beispielsweise systematisch mit jenen aus nationalen oder internationalen Erhebungen verkn\u00fcpft werden.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Gaillard et al. (2016).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Lagan\u00e0 und Babel (2018).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Strubi et al. 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Altersjahr auf 90,9 Prozent. Damit liegt die Schweiz 10 Prozentpunkte \u00fcber dem OECD-Durchschnitt. Die Analyse der \u00dcberg\u00e4nge nach der obligatorischen Schule sowie der Bildungsverl\u00e4ufe auf Sekundarstufe II zeigt, dass die Unterschiede im Zeitverlauf gr\u00f6sser werden. So setzen Jugendliche mit einem Maturit\u00e4tsabschluss (gymnasiale, Berufs- oder Fachmaturit\u00e4t) ihre Ausbildung meist auf der Terti\u00e4rstufe fort. 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