{"id":106659,"date":"2018-06-25T10:30:14","date_gmt":"2018-06-25T10:30:14","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2018\/06\/zandonella-07-2018fr\/"},"modified":"2023-08-23T23:01:58","modified_gmt":"2023-08-23T21:01:58","slug":"homeoffice-vor-der-bergkulisse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2018\/06\/homeoffice-vor-der-bergkulisse\/","title":{"rendered":"Homeoffice vor der Bergkulisse"},"content":{"rendered":"<p>Die Digitalisierung ist aktuell in aller Munde: Reisebuchungen im Internet, automatisierte Herstellungsprozesse in der Industrie oder mobiles Arbeiten \u2013 ganz unterschiedliche Alltagsbereiche, Branchen und T\u00e4tigkeiten sind davon tangiert. Die Chancen und Risiken, die mit dieser Transformation einhergehen, unterscheiden sich je nach Region aber erheblich.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBei der Besch\u00e4ftigung und der st\u00e4ndigen Wohnbev\u00f6lkerung zeigt sich f\u00fcr die letzten Jahre: St\u00e4dte und Agglomerationen haben sich im Vergleich zur Gesamtschweiz \u00fcberdurchschnittlich entwickelt. Sie verf\u00fcgen \u00fcber wichtige Standortvorteile in Bezug auf hoch qualifizierte Arbeitskr\u00e4fte, bei der N\u00e4he zu Bildungs- und Forschungsinstitutionen, bei Innovationen und teils auch bei der Lebensqualit\u00e4t. Es ist wenig wahrscheinlich, dass dies die Digitalisierung grundlegend \u00e4ndern wird. Was bedeutet das f\u00fcr die \u00fcbrigen Regionen?&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nMit der Neuen Regionalpolitik (NRP), einem F\u00f6rderinstrument des Bundes, werden Berggebiete, l\u00e4ndliche Regionen und Grenzregionen wirtschaftlich gest\u00e4rkt (siehe <em>Kasten 1<\/em>). Doch wie wirkt sich die Digitalisierung auf diese Zielregionen aus? Welche Aspekte der Digitalisierung sind f\u00fcr die Zielgebiete und Akteure der NRP besonders relevant? Und wie kann die NRP die Regionen beim digitalen Strukturwandel unterst\u00fctzen?&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAngesichts der Herausforderungen durch die Digitalisierung hat das Ressort Regional- und Raumordnungspolitik des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft (Seco) beim Forschungsunternehmen Infras eine Studie in Auftrag gegeben. In dieser Studie<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> wurden die Auswirkungen der Digitalisierung auf die vier f\u00fcr die NRP relevanten Raumtypen (Agglomerationen und \u00fcbrige st\u00e4dtische Gemeinden, periurbaner l\u00e4ndlicher Raum, alpine Tourismuszentren, peripherer l\u00e4ndlicher Raum) untersucht und Empfehlungen formuliert.&#13;<\/p>\n<h2>F\u00fcnf Herausforderungen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nInsgesamt kann sich die Digitalisierung ganz unterschiedlich auswirken: Einerseits k\u00f6nnen Automatisierungen zu einem Verlust von Arbeitspl\u00e4tzen f\u00fchren, andererseits k\u00f6nnen ausl\u00e4ndische Ferieng\u00e4ste \u00fcber Plattformen zus\u00e4tzliche \u00dcbernachtungen buchen, oder mobilere und standortunabh\u00e4ngige Arbeitsformen k\u00f6nnen einen Wohnort beleben. Wie sich diese Wirkungen manifestieren, h\u00e4ngt von den Voraussetzungen in den einzelnen Regionen ab. F\u00fcr die Zielregionen der NRP sieht die Studie grunds\u00e4tzlich f\u00fcnf zentrale Herausforderungen (siehe <em>Abbildung<\/em>):&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&nbsp;&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>Neue Vertriebskan\u00e4le: Die digitalen Marktpl\u00e4tze der Plattform\u00f6konomie wie etwa Booking.com sind f\u00fcr Anbieter und Nutzer von \u00fcberall auf der Welt erreichbar. Das bringt den Konsumenten mehr Wahlm\u00f6glichkeiten und den Unternehmen eine gr\u00f6ssere Anzahl potenzieller Kunden. Die Transaktionen \u00fcber Plattformen generieren zudem grosse Mengen an Daten, die wiederum wirtschaftlich verwendbar sind.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Verst\u00e4rkte Vernetzung: Die st\u00e4rkere Vernetzung von Produktionseinheiten, verschiedenen Stufen der Wertsch\u00f6pfung und Konsum- oder Investitionsg\u00fctern durch das Internet der Dinge kann die Effizienz steigern und f\u00fchrt zu neuen Gesch\u00e4ftsmodellen. Immer wichtiger wird auch die raum\u00fcbergreifende Vernetzung zwischen Unternehmen sowie mit Forschungseinrichtungen und Beh\u00f6rden.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Weiterf\u00fchrende Automatisierungen: Sie k\u00f6nnen in der Industrie, in der Landwirtschaft und in Dienstleistungsbranchen Produktivit\u00e4tsfortschritte erzielen. Automatisierungen in Unternehmen sind allerdings oft kapitalintensiv.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Ver\u00e4nderungen des Arbeitsmarktes: Neue Arbeitsformen wie \u00abCoworking Spaces\u00bb und flexible Rekrutierungsm\u00f6glichkeiten \u00fcber Plattformen wie Gigme.ch ver\u00e4ndern die Nachfrage- und Angebotsstrukturen auf dem Arbeitsmarkt. Arbeitsprozesse werden in Zukunft noch intensiver auf Wissen basieren.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Entr\u00e4umlichung: Die Digitalisierung senkt die Transaktionskosten und kann dazu f\u00fchren, dass R\u00e4ume und Distanzen anders wahrgenommen werden. Der physische Standort eines Unternehmens wird weniger wichtig, der Raum wird vermehrt durch Netzwerke gepr\u00e4gt. Das erleichtert dezentrale Arbeitsformen wie Homeoffice.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;<br \/>\n&nbsp;&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Herausforderungen der Digitalisierung f\u00fcr die NRP-Zielregionen<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<a href=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2018\/05\/Bildschirmfoto-2018-05-31-um-10.15.27.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-79219\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2018\/05\/Bildschirmfoto-2018-05-31-um-10.15.27.png\" alt=\"\" width=\"2366\" height=\"388\" \/><\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Infras (2018)<\/span>&#13;<\/p>\n<h2>Chancen und Risiken f\u00fcr den l\u00e4ndlichen Raum<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nChancen bieten sich den Zielregionen der NRP durch die neuen Vertriebskan\u00e4le und zus\u00e4tzlichen Vernetzungsm\u00f6glichkeiten. Dank der leichteren Vernetzung mit Unternehmen und Hochschulen k\u00f6nnen vor allem Akteure in den peripheren Gebieten einfacher die f\u00fcr sie notwendigen Kompetenzen erlernen. Indem in der Region verf\u00fcgbare Daten digitalisiert und zug\u00e4nglich gemacht werden, ergeben sich zus\u00e4tzliche Potenziale f\u00fcr neue Gesch\u00e4ftsmodelle und neue Wertsch\u00f6pfungsquellen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn den peripheren Gebieten manifestieren sich gleichzeitig auch die gr\u00f6ssten Risiken. Gemeint ist die Verf\u00fcgbarkeit von qualifizierten Arbeitskr\u00e4ften: Denn die Unternehmen m\u00fcssen selber \u00fcber digitales Know-how verf\u00fcgen. Dazu m\u00fcssen gut und hoch qualifizierte Personen in der Region verf\u00fcgbar sein, und die Regionen m\u00fcssen als Standort attraktiv genug sein, um im Wettbewerb um Fachkr\u00e4fte und innovative Unternehmen mithalten zu k\u00f6nnen. Besonders deutlich zeigen sich die Chancen und Risiken in den alpinen Tourismuszentren. Mit den neuen Vertriebskan\u00e4len im Internet \u2013 beispielsweise die Buchungsplattformen der einzelnen Tourismusdestinationen \u2013 r\u00fccken die Anbieter n\u00e4her an die Ferieng\u00e4ste und erzielen eine gr\u00f6ssere Reichweite. Allerdings steigt damit auch der Konkurrenzdruck.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie digitalisierten und ortsunabh\u00e4ngigen Angebote fordern die NRP zudem auf einer weiteren Ebene heraus: Buchungen \u00fcber internationale Tourismusplattformen wie etwa Airbnb vermindern die lokale Wertsch\u00f6pfung. Generell wird es immer schwieriger, die Unternehmenswertsch\u00f6pfung einer Region zuzuordnen.&#13;<\/p>\n<h2>Schwerpunktthema Digitalisierung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie NRP bringt gute Voraussetzungen mit, um die Regionen k\u00fcnftig bei der Bew\u00e4ltigung des digitalen Strukturwandels zu unterst\u00fctzen. Das zeigt das Beispiel von \u00abMia Engiadina\u00bb (siehe <em>Kasten 2<\/em>), wo die NRP bereits heute ein Projekt mit engerem Bezug zur Digitalisierung f\u00f6rdert.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Die NRP ist aber auch konzeptionell herausgefordert. Ihr Fokus auf die Wettbewerbsf\u00e4higkeit und die Innovationsdynamik der Regionen gewinnt mit der Digitalisierung weiter an Bedeutung. Das gilt insbesondere f\u00fcr die regionalen Innovationssysteme, welche kleine und mittlere Unternehmen bei der Optimierung ihrer\u00a0Innovationsprozesse in gr\u00f6sseren, \u00fcberkantonalen Wirtschaftsr\u00e4umen unterst\u00fctzen. Beispiele daf\u00fcr sind Agire in der S\u00fcdschweiz und \u00abZentralschweiz innovativ\u00bb in der Innerschweiz. Gleichzeitig wirft der digitale Wandel die Frage auf, ob die strikte Fokussierung der NRP auf Projekte mit Wertsch\u00f6pfung und Exportleistungen aus einer Region hinaus noch zeitgem\u00e4ss ist, wenn sich die Wertsch\u00f6pfung mit der Digitalisierung immer weniger lokalisieren l\u00e4sst und wenn Arbeiten und Wohnen wie beim Homeoffice verschmelzen. Die Studie kommt deshalb zum Schluss, dass Bund, Kantone und Regionen folgende acht Empfehlungen beachten sollten:&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&nbsp;&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>Digitalisierung als Schwerpunktthema aufnehmen: Um die Digitalisierung noch sichtbarer zu machen, sollte sie explizit Eingang finden in die Strategie \u00abStandortf\u00f6rderung des Bundes\u00bb und das NRP-Mehrjahresprogramm; entweder als priorit\u00e4r zu f\u00f6rderndes Querschnittsthema oder explizit als neuer F\u00f6rderschwerpunkt.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Exportorientierte Wertsch\u00f6pfungssysteme breiter andenken: Die NRP soll die aktuell im Fokus stehenden Wertsch\u00f6pfungssysteme <em>Industrie<\/em> und <em>Tourismus<\/em> k\u00fcnftig breiter andenken und auslegen. Neben direkten Wertsch\u00f6pfungseffekten von Unternehmen vor Ort sollten auch die indirekten Effekte ber\u00fccksichtigt werden, beispielsweise durch lokales Arbeiten f\u00fcr nicht standortgebundene Unternehmen und Projekte.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Kooperationen intensivieren: Die NRP soll Projekte noch h\u00f6her gewichten, die mehrere Regionen oder Kantone einschliessen und insbesondere Kooperationen zwischen St\u00e4dten und l\u00e4ndlichen Regionen f\u00f6rdern.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Zielgruppen sensibilisieren: Die Instrumente und Gef\u00e4sse der NRP sollten vermehrt genutzt werden, um die Akteure in den NRP-Zielregionen f\u00fcr Herausforderungen und L\u00f6sungsans\u00e4tze bei der digitalen Transformation zu sensibilisieren.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Digitalisierungspotenziale in der Verwaltung nutzen: Die NRP sollte Digitalisierungsprojekte an der Schnittstelle zwischen \u00f6ffentlichen und privaten Akteuren verst\u00e4rkt anstossen und f\u00f6rdern.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Bessere Erschliessung mit Hochbreitbandnetzen pr\u00fcfen: Das Seco soll Instrumente und Massnahmen pr\u00fcfen, die zu einer besseren und schnelleren Erschliessung der NRP-Zielregionen mit Hochbreitbandnetzen f\u00fchren. Zudem soll es Bedarf, Kosten und Zweckm\u00e4ssigkeit beurteilen.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Regionale Datenplattformen f\u00f6rdern: Der Aufbau und die Nutzung der lokalen und regionalen Daten und Datenplattformen sollen verst\u00e4rkt unterst\u00fctzt werden.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Angebot an gut qualifizierten Arbeitskr\u00e4ften verbessern: Die NRP soll Projekte f\u00fcr eine verbesserte Aus- und Weiterbildung und einen verbesserten Zugang zu gut qualifizierten Arbeitskr\u00e4ften, insbesondere im Kontext der Digitalisierung, unterst\u00fctzen.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;<br \/>\n&nbsp;&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDas Ressort Regional- und Raumordnungspolitik des Seco l\u00e4sst die Erkenntnisse sowie Empfehlungen der Studie in seine Arbeiten einfliessen. Es wird das Thema Digitalisierung in der Botschaft zur Standortf\u00f6rderung ber\u00fccksichtigen. Im Rahmen der NRP soll zum Beispiel ein Fokus auf die F\u00f6rderung von Digitalisierungsprojekten gelegt und die Regionen und Unternehmen st\u00e4rker f\u00fcr die Herausforderungen und L\u00f6sungsans\u00e4tze der digitalen Transformation sensibilisiert werden.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Infras (2018). Digitalisierung und Neue Regionalpolitik, Studie im Auftrag des Seco. Zandonella, R., von Stokar, T., Angst, V., Peter M., Petry, C., in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Reinhard Riedl (Berner Fachhochschule), Z\u00fcrich, 15. M\u00e4rz 2018. <a href=\"https:\/\/www.seco.admin.ch\/seco\/de\/home\/Publikationen_Dienstleistungen\/Publikationen_und_Formulare\/Standortforderung\/studien\/digitalisierung_und_NRP.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Vollst\u00e4ndige Studie<\/a> verf\u00fcgbar auf Seco.admin.ch.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Weitere Projekte finden sich in der Studie (vgl. Infras 2018) und auf www.regiosuisse.ch.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Digitalisierung ist aktuell in aller Munde: Reisebuchungen im Internet, automatisierte Herstellungsprozesse in der Industrie oder mobiles Arbeiten \u2013 ganz unterschiedliche Alltagsbereiche, Branchen und T\u00e4tigkeiten sind davon tangiert. 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Eine Studie zeigt, wie Bund und Kantone mit der Neuen Regionalpolitik die Chancen der Digitalisierung besser nutzen k\u00f6nnen. Beispielsweise um l\u00e4ndliche Gebiete f\u00fcr Fachkr\u00e4fte wieder attraktiver zu machen.","post_hero_image_description":"Standortunabh\u00e4ngige, digitale Arbeitsformen helfen l\u00e4ndliche Gebiete wiederzubeleben. Blick auf den Kirchturm von Comologno im Onsernonetal.","post_hero_image_description_copyright_de":"Keystone","post_hero_image_description_copyright_fr":"Keystone","post_references_literature":"","post_kasten":[{"kasten_title":"Kasten 1: Die Neue Regionalpolitik","kasten_box":"Die Neue Regionalpolitik (NRP) ist Teil der Standortf\u00f6rderung des Bundes und seit 2008 in Kraft. Sie ist ein F\u00f6rderinstrument des Bundes zur wirtschaftlichen St\u00e4rkung der Berggebiete, der weiteren l\u00e4ndlichen R\u00e4ume und der Grenzregionen. Die NRP soll in diesen R\u00e4umen die Wettbewerbsf\u00e4higkeit und die Wertsch\u00f6pfung erh\u00f6hen und so Arbeitspl\u00e4tze schaffen und erhalten. Dadurch soll eine dezentrale Besiedlung unterst\u00fctzt und regionale Disparit\u00e4ten abgebaut werden. Der Bund setzt die NRP mit den Kantonen partnerschaftlich um. Der Hauptpfeiler des Instruments ist die Projektf\u00f6rderung, aktuell mit den Schwerpunkten <em>Industrie<\/em> und <em>Tourismus<\/em>. Auf Basis von kantonalen Umsetzungsprogrammen werden geeignete Projekte und Initiativen durch den Bund und mindestens zu gleichen Teilen durch die Kantone finanziell unterst\u00fctzt. Ein weiterer Pfeiler der NRP ist die Netzwerkstelle Regionalentwicklung <a href=\"https:\/\/regiosuisse.ch\/\">Regiosuisse<\/a>. Diese vernetzt mit ihrer Wissensplattform die Akteure der NRP und bietet Weiterbildungen an. F\u00fcr die Periode 2016\u20132023 stellt der Bund j\u00e4hrlich rund 40 Millionen Franken bereit. Hinzu kommen rund 50 Millionen Franken pro Jahr, die in Form von Darlehen vergeben werden k\u00f6nnen."},{"kasten_title":"Kasten 2: Fallbeispiel \u00abMia Engiadina\u00bb","kasten_box":"Die Neue Regionalpolitik (NRP) erm\u00f6glicht bereits heute Projekte rund um die Digitalisierung. Ein Beispiel ist das im Jahr 2015 lancierte Projekt \u00abMia Engiadina\u00bb. Das Projekt will den Umstand nutzen, dass k\u00fcnftig 85 Prozent der Geb\u00e4ude im Engadin an ein Glasfasernetz angeschlossen werden sollen. Die Konzeptionsphase des Projektes wurde mit NRP-Geldern unterst\u00fctzt. Im August 2016 er\u00f6ffnete in Scuol der erste \u00abMountain Hub\u00bb. Solche leistungsf\u00e4higen \u00abHubs\u00bb sollen im ganzen Engadin entstehen und M\u00f6glichkeiten f\u00fcr \u00abCoworking\u00bb und den Austausch mit anderen Akteuren schaffen. Mit diesem Leuchtturmprojekt sollen die Akteure in der Region f\u00fcr die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung sensibilisiert werden. Ebenso sollen die \u00abMountain Hubs\u00bb als vernetzte R\u00fcckzugsorte dienen, welche G\u00e4ste und Unternehmen inspirieren. Angestrebt werden damit unter anderem Kooperationen mit IT-Unternehmen, um etwa neue Arbeitsmodelle zu entwickeln, die der Region frische Impulse vermitteln."}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":106662,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":106666,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"78476","post_abstract":"Automatisierung, mobiles Arbeiten, Reisebuchungen im Internet: Der digitale Wandel wird aktuell in der \u00d6ffentlichkeit intensiv diskutiert. Wie wirkt sich die Digitalisierung auf Branchen und Unternehmen im l\u00e4ndlichen Raum aus? Und wie kann die Neue Regionalpolitik (NRP) des Bundes die Regionen beim digitalen Strukturwandel unterst\u00fctzen? Der vorliegende Artikel fasst die Ergebnisse einer Studie zusammen, welche die Chancen und Risiken der Digitalisierung f\u00fcr einzelne Raumtypen analysiert hat. Die Studie zeigt, dass l\u00e4ndliche Regionen insbesondere bei der Fachkr\u00e4ftesuche herausgefordert sind. Die Autoren empfehlen deshalb, die Digitalisierung als Schwerpunkt in die NRP aufzunehmen und dadurch sichtbarer zu machen. 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