{"id":106752,"date":"2018-06-22T11:00:16","date_gmt":"2018-06-22T11:00:16","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2018\/06\/wolter-07-2018fr\/"},"modified":"2023-08-23T23:02:15","modified_gmt":"2023-08-23T21:02:15","slug":"bildung-der-schweiz-wolter-07-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2018\/06\/bildung-der-schweiz-wolter-07-2018\/","title":{"rendered":"Bildungssystem Schweiz: Pr\u00e4dikat gut, mit Verbesserungspotenzial"},"content":{"rendered":"<p>Im Juni ist der dritte nationale Bildungsbericht erschienen.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Erstellt hat ihn die Schweizerische Koordinationsstelle f\u00fcr Bildungsforschung (SKBF) im Auftrag von Bund und Kantonen. Anhand von \u00fcber 500 bildungspolitischen Fragen beschreibt und evaluiert der Bericht das gesamte schweizerische Bildungswesen von der Vorschule bis zur Erwachsenenbildung. Dar\u00fcber hinaus gibt er Rechenschaft dar\u00fcber, wie gut die auf den vorherigen Bildungsberichten basierenden bildungspolitischen Ziele von Bund und Kantonen erf\u00fcllt wurden. Einschr\u00e4nkend muss man sagen: Eine absolute Bewertung eines Bildungswesens vorzunehmen, ist unm\u00f6glich, selbst internationale Vergleiche beziehen sich jeweils nur auf Ausschnitte in Bezug auf Kompetenzen, Bildungsstufen und -typen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEine M\u00f6glichkeit, die Leistungsf\u00e4higkeit eines Bildungswesens zu bewerten, ergibt sich indirekt aus der Einkommensh\u00f6he und der Einkommensverteilung in einer Volkswirtschaft. Denn Bildung schafft Humankapital, und Humankapital steigert die individuelle Produktivit\u00e4t \u2013 was zu einem h\u00f6heren Einkommen f\u00fchren sollte. Auch wenn Kompetenzen nicht in allen L\u00e4ndern gleich hoch entsch\u00e4digt werden und Kompetenzunterschiede nicht in allen L\u00e4ndern die genau gleichen Lohnunterschiede generieren, so zeigt sich \u00fcberall, dass mehr Kompetenzen \u2013 und zwar tats\u00e4chlich als Kompetenzen gemessen und nicht mit Bildungsjahren approximiert \u2013 zu h\u00f6heren Einkommen f\u00fchren.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWenn also ein Bildungswesen leistungsf\u00e4hig ist, sollten nicht nur die durchschnittlichen L\u00f6hne hoch, sondern auch relativ gleich verteilt sein. Letzteres w\u00e4re ein Zeichen daf\u00fcr, dass m\u00f6glichst viele Personen ihr Bildungspotenzial aussch\u00f6pfen k\u00f6nnen \u2013 und nicht nur eine schmale Elite. Vor diesem Hintergrund ist es nicht prim\u00e4r das im internationalen Vergleich hohe Pro-Kopf-Einkommen der Schweiz, welches dem hiesigen Bildungswesen ein gutes Zeugnis ausstellt, sondern vor allem der Umstand, dass die Schweiz in Bezug auf Einkommensgleichheit der erzielten Arbeitseinkommen vor Steuern und Transfers im OECD-Vergleich den drittbesten Wert aufweist: In den anderen L\u00e4ndern muss die durch eine stark unterschiedliche Kompetenzverteilung in der Bev\u00f6lkerung generierte Einkommensungleichheit nachtr\u00e4glich durch Steuern und Transfers ausgeglichen werden, damit diese Staaten \u00e4hnliche Werte erzielen. Diese Umverteilung der Einkommen ist in der Schweiz dank eines guten Bildungswesens viel weniger notwendig.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Nicht monet\u00e4re Bildungsertr\u00e4ge<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nZu Recht kann man nun einwenden, dass Bildung nicht nur dem Zweck dient, am Arbeitsmarkt gefragt zu sein und ein m\u00f6glichst hohes Einkommen zu erzielen. Nimmt man nicht monet\u00e4re Outcomes wie die Lebenszufriedenheit oder das subjektive Gesundheitsempfinden, bei denen allerdings der kausale Bezug zwischen Bildung und Outcome trotz hoher Korrelationen nicht immer ganz klar ist, lassen sich ganz \u00e4hnliche Bilder erkennen. Im Vergleich zu den Nachbarl\u00e4ndern schneidet die Schweiz auch hier gut ab, wie der Bildungsbericht zeigt. So ist in der Schweiz der Anteil der Personen, die einen guten subjektiven Gesundheitszustand vermelden, nach Ber\u00fccksichtigung des Einflusses des Alters, des Geschlechts, des Zivilstandes und des Einkommens bei Personen mit einem terti\u00e4ren Bildungsabschluss rund 20 Prozentpunkte h\u00f6her als bei Personen mit einem h\u00f6chsten Bildungsabschluss auf der Sekundarstufe II. Letztere wiederum haben einen um 20 Prozentpunkte h\u00f6heren Wert als Personen, die lediglich die obligatorische Schulzeit absolviert haben. In \u00d6sterreich hingegen betragen die bildungsstufenabh\u00e4ngigen Unterschiede jeweils 40 Prozentpunkte. Mit anderen Worten: Wenn Bildung tats\u00e4chlich kausal zu mehr Lebenszufriedenheit und besserer Gesundheit f\u00fchrt, dann schafft es das Schweizer Bildungswesen anscheinend besser, allen Menschen die daf\u00fcr notwendigen Kompetenzen zu vermitteln, als dies beispielsweise in \u00d6sterreich der Fall ist.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Zu viele verz\u00f6gerte \u00dcbertritte<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nWenn man sich nun vergleichsweise zu den Besten z\u00e4hlen darf, heisst dies nicht zwangsl\u00e4ufig, dass man deswegen kein Verbesserungspotenzial mehr aufweist. Aus Platzgr\u00fcnden werden hier nur zwei spezifische Punkte erw\u00e4hnt. Beim ersten handelt es sich um die im letzten Vierteljahrhundert deutlich gesunkene Zahl der Direkt\u00fcbertritte nach der obligatorischen Schulzeit in zertifizierende Ausbildungen der Sekundarstufe II wie die Berufslehre, eine Fachmittelschule oder das Gymnasium. W\u00e4hrend man den R\u00fcckgang der direkten \u00dcbertritte in die Berufslehren in den Neunzigerjahren noch mit der schlechten Konjunktur begr\u00fcnden konnte, sind sowohl die seither weiter sinkenden Direkt\u00fcbertritte als auch die stagnierenden Direkt\u00fcbertritte in allgemeinbildende Ausbildungen nicht mehr mit Konjunktureffekten erkl\u00e4rbar. Im Jahr 1990 traten noch \u00fcber 80 Prozent der Schulabg\u00e4nger direkt in eine nachobligatorische Ausbildung \u00fcber. 25 Jahre sp\u00e4ter erreicht dieser Wert noch knapp 70 Prozent. Von den 30 Prozent, die den \u00dcbertritt verz\u00f6gern, w\u00e4hlt rund ein Drittel eine als schulisch anerkannte Zwischenl\u00f6sung. Die \u00fcbrigen zwei Drittel gehen sehr heterogene Wege, die von Auslandsaufenthalten, Au-pair-Stages bis hin zu direkten Eintritten in den Arbeitsmarkt reichen.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Zwischenl\u00f6sungen wenig wirksam<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie bislang vorliegende Forschung zeigt vier wichtige Befunde. Erstens: Jene, die keine schulische Zwischenl\u00f6sung w\u00e4hlen, ob anerkannt oder nicht, weisen im Durchschnitt eine geringere Wahrscheinlichkeit auf, \u00fcberhaupt einen nachobligatorischen Bildungsabschluss zu schaffen. Zweitens: Wer eine schulische Zwischenl\u00f6sung w\u00e4hlt, f\u00e4hrt im Durchschnitt nicht schlechter, aber auch nicht besser als jemand, der direkt eine Ausbildung ansteuert. Der einzige Unterschied ist, dass Erstere ihre Ausbildungszeit verl\u00e4ngert haben. Drittens: Der verz\u00f6gerte \u00dcbertritt manifestiert sich bei jenen, die keine schulische Zwischenl\u00f6sung w\u00e4hlen, schon sehr fr\u00fch, d. h. weit vor dem Zeitpunkt des \u00dcbertrittes, in einer passiven Erwartungshaltung der betroffenen Jugendlichen. Und viertens: Bei einem grossen Teil der Jugendlichen mit Migrationshintergrund, die Zwischenl\u00f6sungen ansteuern, ist dies nicht mit schulischen Defiziten erkl\u00e4rbar, sondern mit unterschiedlichen Pr\u00e4ferenzen, beispielsweise f\u00fcr allgemeinbildende Ausbildungen anstelle einer Berufsbildung.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZu den verz\u00f6gerten \u00dcbertritten muss man schliesslich noch die durch Fehlentscheidungen, Mangel an Informationen oder institutionelle Schw\u00e4chen verursachten Unterbr\u00fcche gleich zu Beginn der nachobligatorischen Ausbildung z\u00e4hlen, die sich in Repetitionen von Schuljahren, Lehrabbr\u00fcchen oder Wechseln des Bildungstyps unter Verlust von Bildungsjahren manifestieren.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nF\u00fchrt man sich die hohen privaten, fiskalischen und sozialen Kosten vor Augen, die unn\u00f6tige Verz\u00f6gerungen in der Bildungslaufbahn mit sich bringen, muss sich die Bildungspolitik fragen, wie viele dieser Verz\u00f6gerungen und tempor\u00e4ren oder endg\u00fcltigen Misserfolge durch geeignete Massnahmen vermeidbar w\u00e4ren. Diese Frage stellt sich nicht zuletzt schon deshalb, weil das bildungspolitische Ziel einer Abschlussquote auf der Sekundarstufe II von 95 Prozent noch nicht erreicht ist und besonders f\u00fcr Menschen mit einem Migrationshintergrund nach wie vor in weiter Ferne liegt (siehe <em>Abbildung 1<\/em>). Sowohl die grossen Unterschiede in den Bildungsverl\u00e4ufen als auch jene in den Erfolgsquoten zwischen den einzelnen Kantonen weisen darauf hin, dass ein betr\u00e4chtliches und realistisches Optimierungspotenzial besteht.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 1: Abschlussquoten der Sekundarstufe II von Schweizern und Ausl\u00e4ndern <\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='07-2018_Wolter_Abb1_de'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#07-2018_Wolter_Abb1_de').highcharts({\n    chart: {\n        type: 'column'\n    },\n\n    title: {\n        text: ' '\n    },\n credits: {\n        enabled: false\n    },legend: {\n\nenabled: false\n\n},\n    xAxis: {\n        categories: ['Alle 25-J\u00e4hrigen','Schweizer (im Inland geboren)','In der Schweiz geborene Ausl\u00e4nder','Im Ausland geborene Ausl\u00e4nder']\n    },\n\n    yAxis: {\n        stackLabels: {\n            enabled: false\n        }\n    , labels: {\n                format: '{value}%' \/\/ nacht, dass auf der Y-Achse das Prozentzeichen angezeigt wird. 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Hier wurde schon im Bildungsbericht 2010 Handlungsbedarf konstatiert, und das Ziel 4 der Bildungspolitischen Erkl\u00e4rung von 2015 fordert, Massnahmen zu definieren, \u00abdie zur Reduktion der Anzahl Studienabbr\u00fcche an den Universit\u00e4ten beitragen\u00bb. Dies ist bis heute nicht geschehen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Zahl der endg\u00fcltigen Studienabbr\u00fcche an den Universit\u00e4ten hat sich in der Zwischenzeit nicht merklich reduziert: Rund ein Viertel der Bachelorstudierenden hat acht Jahre nach Studienbeginn keinen Abschluss. Bei der Interpretation dieser Zahl muss man den Umstand ber\u00fccksichtigen, dass nur knapp 80 Prozent der Gymnasiasten, die selbst nur 20 Prozent einer Alterskohorte sind, nach der Maturit\u00e4t an einer Universit\u00e4t ein Studium beginnen. Folglich m\u00fcsste man das Schweizer Universit\u00e4tswesen am ehesten mit ausl\u00e4ndischen Universit\u00e4ten vergleichen, die einen h\u00f6chst selektiven und restriktiven Zugang pflegen. Solche Universit\u00e4ten haben aber in der Regel Abbruchquoten im tiefen einstelligen Prozentbereich, nicht von einem Viertel.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Maturit\u00e4t garantiert keinen Studienerfolg<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAllerdings ist der Vergleich nicht ganz richtig, weil im Fall von selektiven Universit\u00e4ten die Institutionen selbst entscheiden k\u00f6nnen, wer bei ihnen studieren darf, w\u00e4hrend Schweizer Universit\u00e4ten alle Bewerber aufnehmen m\u00fcssen, die \u00fcber ein Maturit\u00e4tszeugnis verf\u00fcgen. Es kann also aus verschiedensten Gr\u00fcnden sein, dass ein System, welches die Zulassung zum Studium restriktiv handhabt, nicht die gleichen Ergebnisse produziert wie eines, in dem die Hochschulen diese Selektion vornehmen. Welche dieser potenziellen Gr\u00fcnde den Unterschied erkl\u00e4ren, kann man derzeit aufgrund der mangelhaften Erforschung dieser Frage nicht sagen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDenkbar ist, dass die Gymnasien, nicht generell, aber doch individuell, Studierf\u00e4higkeit bescheinigen, wo diese nicht gegeben ist. Im Bildungsbericht wird auf eine detaillierte Analyse der Studienanf\u00e4ngerkohorte 2014 an der Universit\u00e4t Bern verwiesen, die zeigt, dass Studierende mit Maturit\u00e4tsnotendurchschnitten von 4 bis 4,4 im Vergleich zu solchen mit Durchschnittsnoten von 5 bis 6 schon im ersten Studienjahr ein Drittel\u00a0 ECTS-Punkte weniger erwarben. Zus\u00e4tzlich haben sich rund doppelt so viele nach dem ersten Jahr wieder exmatrikuliert oder haben das Studienfach gewechselt (siehe <em>Abbildung 2<\/em>). Dies scheint den Schluss zuzulassen, dass Maturit\u00e4ten vergeben werden, bei denen die Erfolgswahrscheinlichkeit eingeschr\u00e4nkt ist. Das Zeugnis alleine stellt somit keine Garantie f\u00fcr einen Studienerfolg dar.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 2: Studierende an der Universit\u00e4t Bern nach Notendurchschnitt im Maturit\u00e4tszeugnis: Status im dritten Semester (Studienbeginn 2014)<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='07-2018_Wolter_Abb2_de'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#07-2018_Wolter_Abb2_de').highcharts({\n\n    chart: {\n        type: 'bar'\n    },\n    title: {\n        text: ' '\n    },\n    credits: {enabled: false},\n    xAxis: {\n        categories: ['Note 4 bis 4,4', 'Note 4,5 bis 4,9', 'Note 5 bis 6']\n    },\n    yAxis: {\n        min: 0,\n        title: {\n            text: ' '\n        }\n    },\n    legend: {\n        reversed: true\n    },\n    \n    tooltip: {\n        pointFormat: '<span style=\"color:{series.color}\">{series.name}<\/span>: <b>{point.y} %<\/b>',\n        shared: false\n    },\n    plotOptions: {\n        bar: {\n            stacking: 'percent'\n        }\n    },\n    series: [{\n        name: 'Exmatrikuliert (von Universit\u00e4t Bern)',\n        data: [10.00,11.63,6.03], color: '#23318a'\n    },{\n        name: 'Anderes Studienfach',\n        data: [20.00,6.98,10.05], color: '#ee7452'\n    } ,{\n        name: 'Gleiches Studienfach',\n        data: [70.00,81.40,83.92], color: '#88c0d3'\n    }]\n});\n});\n\n\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Universit\u00e4t Bern, BFS und SKBF; Berechnungen SKBF \/ Die Volkswirtschaft&#13;<br \/>\n<\/span>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Viele Empfehlungen noch nicht umgesetzt<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Bildungsberichterstattung ist eine kontinuierliche Aufgabe im Rahmen des Bildungsmonitorings. Der nun zum dritten Mal ver\u00f6ffentlichte Bildungsbericht zeigt deutlich, dass es diese Kontinuit\u00e4t bei der Beobachtung der Entwicklungen im Bildungswesen braucht, da einmal auf der Basis von Befunden gemachte Empfehlungen und Zielsetzungen in der Regel l\u00e4nger als vier Jahre brauchen, um umgesetzt zu werden. Noch l\u00e4nger dauert es, bis Wirkung erzielt wird.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBildungsberichte sollten auf der ersten Stufe des Monitorings in der Lage sein, Probleme zu diagnostizieren. Auf der zweiten Stufe sollten die kausalen Gr\u00fcnde f\u00fcr die diagnostizierten Probleme benennt werden k\u00f6nnen,\u00a0damit in einer dritten Stufe die Tauglichkeit der ergriffenen Massnahmen beurteilt werden kann. Auch wenn nach acht Jahren gewisse Fortschritte im Monitoring zu verzeichnen sind, ist nicht zuletzt aufgrund der Komplexit\u00e4t der Aufgabe und der st\u00e4ndigen Weiterentwicklung des Systems in den meisten F\u00e4llen die erste Stufe noch nicht \u00fcberschritten worden. Die Konsequenz daraus ist nicht, dass das Monitoring deswegen \u00fcberfl\u00fcssig w\u00e4re, sondern vielmehr, dass die Investitionen in das Monitoring noch deutlich verst\u00e4rkt werden m\u00fcssten. Denn ohne genaue Diagnose gibt es nur zuf\u00e4llig eine richtige Behandlung.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Der Bericht ist am 21. Juni 2018 erschienen und kann unter <a href=\"http:\/\/www.skbf-csre.ch\/de\/bildungsmonitoring\/bildungsbericht-2018\/\">www.bildungsbericht.ch<\/a> bezogen werden.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Juni ist der dritte nationale Bildungsbericht erschienen. Erstellt hat ihn die Schweizerische Koordinationsstelle f\u00fcr Bildungsforschung (SKBF) im Auftrag von Bund und Kantonen. Anhand von \u00fcber 500 bildungspolitischen Fragen beschreibt und evaluiert der Bericht das gesamte schweizerische Bildungswesen von der Vorschule bis zur Erwachsenenbildung. 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Gleichzeitig bildet er selbst wieder die Grundlage f\u00fcr neue und adaptierte bildungspolitische Zielsetzungen. Der Bericht behandelt \u00fcber 500 verschiedene bildungspolitische Fragen, wobei es durchaus Optimierungspotenzial gibt. Handlungsbedarf gibt es beispielsweise beim \u00dcbertritt von der obligatorischen Schule in den nachobligatorischen Bildungsbereich sowie bei den Erfolgs- beziehungsweise Misserfolgsquoten an den Universit\u00e4ten.","magazine_issue":"20180701","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":[4127,0],"korrektor":4139,"planned_publication_date":"20180626","original_files":null,"external_release_for_author":"20180531","external_release_for_author_time":"23:30:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/5ae71145925ff"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/106752"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3061"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=106752"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/106752\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":126198,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/106752\/revisions\/126198"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4127"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3061"}],"acf:post":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/156972"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/156233"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/22388"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=106752"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=106752"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=106752"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=106752"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=106752"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=106752"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}