{"id":107208,"date":"2018-04-17T10:30:22","date_gmt":"2018-04-17T10:30:22","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2018\/04\/lischka-2018-05fr\/"},"modified":"2023-08-23T23:03:07","modified_gmt":"2023-08-23T21:03:07","slug":"lischka-05-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2018\/04\/lischka-05-2018\/","title":{"rendered":"Schwierige Voraussetzungen f\u00fcr innovative Journalismus-Start-ups"},"content":{"rendered":"<p>Soziotechnische und \u00f6konomische Ver\u00e4nderungen stellen den Journalismus seit einiger Zeit vor erschwerte Wettbewerbs- und Finanzierungsbedingungen. Oft wird die Situation des Journalismus als krisenhaft oder gar apokalyptisch beschrieben. In ihr liegt jedoch auch eine sch\u00f6pferische Energie. Denn die prek\u00e4re Lage gilt als Beschleuniger f\u00fcr Neugr\u00fcndungen von sogenannten journalistischen Pure Playern. Damit sind Medienprodukte gemeint, die nicht mehr gedruckt werden, sondern lediglich online erscheinen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Digitaltechnologie und eine breite Internetnutzung der Bev\u00f6lkerung sind daf\u00fcr wichtige Voraussetzungen, da sie zun\u00e4chst einmal Markteintrittsbarrieren f\u00fcr Neugr\u00fcndungen im digitalen Journalismus senken. Gleichwohl ist ein Markteintritt noch mit erheblichem Aufwand und versunkenen Kosten verbunden. So kostet das Programmieren einer technischen Infrastruktur f\u00fcr ein journalistisches Online-Start-up ein betr\u00e4chtliches Budget, noch bevor das erste Wort publiziert ist. Umso wichtiger sind da Initiativen wie Wepublish.media von Hansi Voigt, Olaf Kunz und Fran\u00e7ois R\u00fcf in der Schweiz, die zum Ziel haben, solche Infrastrukturen open-source zu entwickeln und gratis zur Verf\u00fcgung zu stellen.&#13;<\/p>\n<h2>\u00abMediapart\u00bb macht es vor<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nUnternehmerischer Journalismus versucht eine Antwort auf die finanziellen Probleme im traditionellen Journalismus zu geben, dem ein funktionierendes Erl\u00f6smodell fehlt. Experimente mit neuen Formen von Medienprodukten und Erl\u00f6smodellen gibt es schon seit einigen Jahren. Eine der ersten erfolgreichen journalistischen Neugr\u00fcndungen in Westeuropa war die Internetzeitung \u00abMediapart\u00bb in Frankreich. Sie wurde 2008 von Laurent Mauduit, einem ehemaligen Mitarbeiter der Tageszeitung \u00abLe Monde\u00bb, mitgegr\u00fcndet.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Die Motivation dahinter war es, investigativen Journalismus f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit zu machen und sich nicht nach Werbekunden zu richten, die eine bestimmte Zielgruppe vor Augen haben. \u00abMediapart\u00bb verzichtet bewusst auf Einnahmen von Werbetreibenden und betont dies als ihr Alleinstellungsmerkmal. Stattdessen sind Abonnements die Erl\u00f6squelle. Mit diesem Erl\u00f6smodell ist die Zeitung seit 2011 profitabel \u2013 entgegen den damaligen Erwartungen der Branche. Mittlerweile gibt es in mehreren L\u00e4ndern solche Onlineprodukte, die auf Abonnements setzen, ganz auf Werbeeinnahmen verzichten und ein \u00e4hnliches Verst\u00e4ndnis von Journalismus haben. In den Niederlanden existiert seit 2013 die News-Website \u00abDeCorrespondent\u00bb erfolgreich. In der Schweiz ist Anfang 2018 das teils durch Crowdfunding finanzierte Magazin \u00abRepublik\u00bb online gegangen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAuch wenn diese Gr\u00fcndungen von einem traditionellen Journalismusverst\u00e4ndnis gepr\u00e4gt sind, unterscheiden sie sich doch deutlich von traditionellen Nachrichtenorganisationen. Neugr\u00fcndungen sind schlank und horizontal organisiert und haben kleine Teams. Die Gr\u00fcndungsmitglieder, die h\u00e4ufig einen journalistischen Hintergrund haben, \u00fcbernehmen neben der Inhaltsentwicklung auch eine Unternehmer- und Eigent\u00fcmerrolle. Damit ist die traditionelle Trennung zwischen Redaktion und Management oft aufgehoben und stellt eine erste Konfliktquelle f\u00fcr das journalistische Rollenverst\u00e4ndnis dar. Zudem sind die journalistischen Jungunternehmer nun f\u00fcr alle Stufen der Wertsch\u00f6pfungskette und f\u00fcr alle Bereiche des Gesch\u00e4ftsmodells verantwortlich. Dazu braucht es besondere F\u00e4higkeiten wie Kreativit\u00e4t, Innovationsf\u00e4higkeit, Risikobereitschaft sowie betriebswirtschaftliche Kenntnisse und Managementf\u00e4higkeiten. Wie eine Umfrage zeigt, wird insbesondere die Notwendigkeit von F\u00fchrungsf\u00e4higkeiten und betriebswirtschaftlichen Kenntnissen von Journalismusstudierenden \u2013 den potenziellen Gr\u00fcndungsmitgliedern zuk\u00fcnftiger Start-ups \u2013 untersch\u00e4tzt.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2>Gr\u00fcnde f\u00fcr das Scheitern<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nOft gilt es schon als Erfolg, wenn ein Jungunternehmen \u00fcberhaupt einige Zeit \u00fcberleben kann, wie eine Untersuchung von journalistischen Unternehmensneugr\u00fcndungen in Deutschland, Frankreich und Italien erl\u00e4utert.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Eine Interviewstudie mit journalistischen Jungunternehmern aus Deutschland weist auf diverse Ursachen hin, weshalb Journalismus-Start-ups scheitern<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a>: Die Gr\u00fcndungsmitglieder untersch\u00e4tzen die Vielseitigkeit ihres T\u00e4tigkeitsfelds, Rollenkonflikte zwischen redaktionellen und Managementaufgaben k\u00f6nnen nicht gel\u00f6st werden, oder man orientiert sich zu wenig an den Usern. Schwierigkeiten k\u00f6nnen auch auftreten, wenn die Gr\u00fcndungsteams zu homogen sind, zu wenige Beziehungen und Kontakte haben oder wenn die Unternehmung unterfinanziert ist.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nStart-ups sitzen neben diesen Herausforderungen zwischen mehreren St\u00fchlen. Einerseits sind sie kaum abh\u00e4ngig von bestehenden Denkmustern in der Branche und k\u00f6nnen als Onlinemedien v\u00f6llig unvorbelastet von einer Printvergangenheit beginnen. Sie k\u00f6nnen ihre Innovationsf\u00e4higkeit, ihre Experimentierfreude und ihre Zukunftsorientierung zu ihrem Vorteil nutzen. So entwickeln Start-ups ihr Gesch\u00e4ftsmodell und ihren potenziellen Wettbewerbsvorteil oft auf Grundlage ihrer technologischen \u00dcberlegenheit, durch die ein Zusatznutzen f\u00fcr User entstehen soll.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> Im Gegensatz dazu stehen traditionelle Medienunternehmen mit Printvergangenheit zun\u00e4chst oft vor erheblichen Herausforderungen beim organisationalen Wandel.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> Inzwischen haben Experimentierfreude und Innovationsprojekte auch bei vielen traditionellen Nachrichtenorganisationen Einzug gehalten, was diese aber teilweise von ihrer strategischen Weiterentwicklung ablenkt.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a> Andererseits haben traditionelle Nachrichtenorganisationen aber mindestens einen Vorteil gegen\u00fcber Neugr\u00fcndungen: ihren etablierten Status im Medienmarkt. Jungunternehmen m\u00fcssen sich eine Reputation als legitime und glaubw\u00fcrdige Chronisten erst erarbeiten, sich dabei aber gleichzeitig von etablierten Medienmarken differenzieren.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZudem gestaltet sich die Suche nach einem langfristig funktionierenden Erl\u00f6smodell f\u00fcr reichweitenstarke Onlinemedien wie \u00abMashable\u00bb, \u00abBuzzFeed\u00bb und \u00abVice\u00bb auch Jahre nach ihrer Gr\u00fcndung als schwierig.<a href=\"#footnote_8\" id=\"footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor\">[8]<\/a> Die Werbeeinnahmen reichen f\u00fcr diese englischsprachigen Gratisangebote nicht aus, um profitabel zu sein. Wie sollten \u00e4hnliche Vorhaben erst in der Schweiz mit einem viel kleineren Marktpotenzial gelingen?&#13;<\/p>\n<h2>Start-ups f\u00f6rdern \u2013 Medienvielfalt erhalten<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nJournalistische Neugr\u00fcndungen sind sowohl f\u00fcr die Branche als auch das ganze Mediensystem wichtig. Denn Start-ups sind Vorreiter und Agenten des Wandels in einer Branche. Sie setzen Innovationskr\u00e4fte frei, die zum Wachstumsmotor in einer Branche werden k\u00f6nnen. Sie zeigen auf, welche neuen Erl\u00f6smodelle m\u00f6glich sind, wie Technologie eingesetzt werden kann und wo m\u00f6gliche Nischen liegen. Sie k\u00f6nnten gar Strukturver\u00e4nderungen initiieren. Allerdings zeigt eine Studie zu den Geschlechterverh\u00e4ltnissen in spanischen Journalismus-Start-ups<a href=\"#footnote_9\" id=\"footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor\">[9]<\/a>, dass Leitungsfunktionen von Start-ups ausschliesslich m\u00e4nnlich besetzt sind und erst auf Ebene der Ressortleitung h\u00e4ufiger Frauen als M\u00e4nner anzutreffen sind. Zudem werden auch Nachrichten h\u00e4ufiger von M\u00e4nnern als von Frauen verfasst.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nNicht zuletzt leisten journalistische Start-ups einen Beitrag zu mehr Medienvielfalt, die in einer von Sparrunden gepr\u00e4gten Verlagslandschaft wertvoll f\u00fcr eine Demokratie ist. Daher sollte einem Mediensystem daran gelegen sein, die Gr\u00fcndung von Start-ups zu unterst\u00fctzen und Rahmenbedingungen zu schaffen, welche die Ursachen f\u00fcr ihr Scheitern minimieren. Dazu gibt es mehrere M\u00f6glichkeiten: etwa R\u00e4ume f\u00fcr Aktivit\u00e4ten in der Kreativindustrie schaffen, in denen Innovationen entwickelt werden k\u00f6nnen<a href=\"#footnote_10\" id=\"footnote-anchor_10\" class=\"inline-footnote__anchor\">[10]<\/a>, oder Finanzierungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Open-Source-Initiativen bereitstellen. Dennoch: Im vergleichsweise kleinen Medienmarkt Schweiz werden die wenigsten Neugr\u00fcndungen letztendlich rentabel arbeiten k\u00f6nnen. So w\u00fcrde eine Medienf\u00f6rderung f\u00fcr journalistische Start-ups eine Bereicherung darstellen, da sie die eine oder andere Neugr\u00fcndung vor einem zu fr\u00fchen Aus bewahren k\u00f6nnte.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Wagemans et al. (2016).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Casero-Ripoll\u00e9s et al. (2016).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Bruno und Nielsen (2012).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Buschow (2018).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Calson und Usher (2015).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Z. B. Lischka (2018).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">K\u00fcng (2017).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_8\" class=\"footnote--item\">Bilton (2017).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_9\" class=\"footnote--item\">Mart\u00ednez-Garc\u00eda (2016).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_10\" class=\"footnote--item\">Siehe etwa Hitters und Richards (2002) zum Kreativraum \u00abWesterngasfabriek\u00bb in Amsterdam.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_10\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Soziotechnische und \u00f6konomische Ver\u00e4nderungen stellen den Journalismus seit einiger Zeit vor erschwerte Wettbewerbs- und Finanzierungsbedingungen. 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Journalistic Online Start-ups in Western Europe.<\/a> Oxford: Reuters Institute for the Study of Journalism (RISJ challenges).<\/li>&#13;\n \t<li>Buschow, Christopher (2018). Die Neuordnung des Journalismus. Eine Studie zur Gr\u00fcndung neuer Medienorganisationen. Wiesbaden, Germany: Springer VS.<\/li>&#13;\n \t<li>Carlson, M. und N. Usher (2016). News Startups as Agents of Innovation. In: <em>Digital Journalism<\/em> 4(5), S. 563\u2013581. DOI: 10.1080\/21670811.2015.1076344.<\/li>&#13;\n \t<li>Casero-Ripoll\u00e9s, Andreu; Izquierdo-Castillo, Jessica und Hugo Dom\u00e9nech-Fabregat (2016). The Journalists of the Future Meet Entrepreneurial Journalism. In: <em>Journalism Practice <\/em>10 (2), S. 286\u2013303. DOI: 10.1080\/17512786.2015.1123108.<\/li>&#13;\n \t<li>Hitters, Erik und Greg Richards (2002). The Creation and Management of Cultural Clusters. In: <em>Creativity &amp; Innovation Management <\/em>11 (4), S. 234\u2013247. 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DOI: 10.4185\/RLCS-2016-1103en.<\/li>&#13;\n \t<li>Wagemans, Andrea; Witschge, Tamara und Mark Deuze (2016). Ideology as Resource in Entrepreneurial Journalism. In: <em>Journalism Practice <\/em>10 (2), S. 160\u2013177. DOI: 10.1080\/17512786.2015.1124732.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":107211,"main_focus":[156261,156992],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":107215,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"76549","post_abstract":"Unternehmensneugr\u00fcndungen im Journalismus sind ein Ergebnis erschwerter Rahmenbedingungen im Zeitalter der Digitalisierung. Denn in vielen L\u00e4ndern hat der R\u00fcckgang der Werbeerl\u00f6se f\u00fcr traditionelle Nachrichtenorganisationen zu erheblichen Sparmassnahmen und Entlassungsrunden gef\u00fchrt. Dadurch ist eine Reihe von journalistischen Start-ups entstanden \u2013 und inzwischen oft wieder verschwunden. Dieser Artikel beschreibt die Besonderheiten und Herausforderungen von unternehmerischem Journalismus, seine Innovationsleistung f\u00fcr die Branche sowie seinen gesellschaftlichen Wert. Ein kleiner Medienmarkt wie die Schweiz mit vergleichsweise geringem Publikumspotenzial erschwert die Situation f\u00fcr Neugr\u00fcndungen jedoch zus\u00e4tzlich. Es gibt bereits erste Initiativen, welche die Rahmenbedingungen f\u00fcr journalistische Neugr\u00fcndungen vereinfachen wollen. 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