{"id":107307,"date":"2018-03-26T11:00:31","date_gmt":"2018-03-26T11:00:31","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2018\/03\/meyer-langhart-10-2017\/"},"modified":"2023-08-23T23:03:03","modified_gmt":"2023-08-23T21:03:03","slug":"meyer-langhart-10-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2018\/03\/meyer-langhart-10-2017\/","title":{"rendered":"Der hohe Preis daf\u00fcr, ein bisschen anders zu sein"},"content":{"rendered":"<p>Im Jahr 2010 hat die Schweiz unilateral das Cassis-de-Dijon-Prinzip eingef\u00fchrt: Produkte, die den technischen Vorschriften der EU entsprechen und dort rechtm\u00e4ssig in Verkehr sind, d\u00fcrfen seither auch in der Schweiz ohne vorg\u00e4ngige Kontrollen frei zirkulieren.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Ausnahmen sind m\u00f6glich, wenn ein \u00fcberwiegendes \u00f6ffentliches Interesse vorliegt \u2013 Beispiele f\u00fcr Sonderregelungen sind Lebensmittel, energieintensive Haushaltsger\u00e4te, aber auch Holzprodukte wie M\u00f6bel.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIndem hier die inl\u00e4ndische Gesetzgebung der EU-Gesetzgebung \u00fcbergeordnet ist, sollen sch\u00e4dliche Informationsasymmetrien entsch\u00e4rft \u2013 etwa bez\u00fcglich Sicherheit oder Qualit\u00e4t \u2013 oder negative externe Effekte wie beispielsweise CO<sub>2<\/sub>-Emissionen und Luftverschmutzung reduziert werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie abweichenden Vorschriften in der Schweiz, auf deren Basis die Ausnahmen vom Cassis-de-Dijon-Prinzip beschlossen werden, bringen aber auch volkswirtschaftliche Kosten mit sich. Teilweise fallen fixe Kosten durch spezifische Investitionen an, indem etwa eine K\u00fchlschrank-Sonderserie mit h\u00f6herer Energieeffizienz entwickelt werden muss. Zudem entstehen auch wiederkehrende Kosten wie etwa die zus\u00e4tzliche Etikettierung bei Lebensmitteln.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDiese Regelungen beeinflussen die Marktsituation in der Schweiz. Denn: Wird ein Produkt vom Cassis-de-Dijon-Prinzip ausgenommen, stellt sich f\u00fcr einen EU-Hersteller die Frage, ob er \u00fcberhaupt noch in die Schweiz exportieren und den strengeren Vorschriften nachkommen will. Nur wenn der Markt genug Ertragspotenzial verspricht, wird er dies tun. Kann er die Zusatzkosten auf Vertriebspartner und Endverbraucher abw\u00e4lzen, manifestiert sich dies direkt in steigenden Preisen. Verzichtet er hingegen auf den Export in die Schweiz, sinkt die Produktvielfalt. Beides tangiert den Wettbewerb in der Schweiz direkt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDas Institut f\u00fcr Wirtschaftsstudien Basel (IWSB) hat in Zusammenarbeit mit dem St. Galler Wirtschaftsprofessor Reto F\u00f6llmi sowie Markus Saurer von Markus Saurer Industrie\u00f6konomie erstmals Preis- und Mengeneffekte sowie die Auswirkungen auf Produktvielfalt und Wettbewerbsintensit\u00e4t dieser Ausnahmen untersucht.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Auftraggeber ist das Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco). In der Studie wurden unter anderem Lebensmittel sowie Haushaltsger\u00e4te untersucht.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> Im Produktbereich \u00abLebensmittel\u00bb musste gegen\u00fcber dem Bereich \u00abHaushaltsger\u00e4te\u00bb aufgrund der hohen Regulierungsdichte und der daraus resultierenden Komplexit\u00e4t auf eine quantitative Sch\u00e4tzung der Preis- und Wettbewerbseffekte verzichtet werden. Stattdessen wurden in zus\u00e4tzlichen Interviews Branchenvertreter befragt.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Bewilligungspflicht f\u00fcr Lebensmittel<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nBei den Nahrungsmitteln existieren einerseits explizite Ausnahmen. So m\u00fcssen beispielsweise in der Schweiz alkoholische S\u00fcssgetr\u00e4nke nebst der Angabe des Alkoholgehalts in Volumenprozent zus\u00e4tzlich mit \u00abAlkoholhaltiges S\u00fcssgetr\u00e4nk\u00bb gekennzeichnet sein, w\u00e4hrend in der EU eine Angabe des Alkoholgehalts ausreicht. Auch bei der unbeabsichtigten Vermischung von Allergenen wird in der Schweiz ein entsprechender Hinweis wie zum Beispiel \u00abKann Spuren von N\u00fcssen enthalten\u00bb verlangt, w\u00e4hrend in der EU nur die absichtlich zugesetzten Allergene einer Deklarationspflicht unterstehen. Anderseits besteht eine allgemeine Bewilligungspflicht f\u00fcr s\u00e4mtliche EU-Lebensmittel, welche die Schweizer Vorschriften nicht vollst\u00e4ndig erf\u00fcllen und hier in Verkehr gebracht werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEin Beispiel f\u00fcr die allgemeine Bewilligungspflicht ist geriebener Mozzarella aus Deutschland: Damit dieser nicht zusammenklebt, wird dem Mozzarella (maximal 3 Prozent) Kartoffel- oder Maisst\u00e4rke zugef\u00fchrt. Da K\u00e4se in der Schweiz jedoch keine weiteren Stoffe enthalten darf, wurde die Einfuhr bewilligungspflichtig, obwohl der K\u00e4se bereits rechtm\u00e4ssig in Deutschland in Verkehr war. Das Bundesamt f\u00fcr Lebensmittelsicherheit und Veterin\u00e4rwesen (BLV) bewilligte den geriebenen Mozzarella schliesslich nach deutschem Recht \u2013 trotz den abweichenden Schweizer Vorschriften.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Importe erschwert<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Bewilligungspflicht und die Pflicht zur Angabe des Herstellungslands sowie zur Produktbeschreibung in einer Landessprache verhindern eine starke Importkonkurrenz. Ein d\u00e4mpfender Effekt auf die Preise, welcher aufgrund eines intensiveren Wettbewerbs ausgel\u00f6st wird, kann somit kaum entstehen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nNachdem das Bewilligungsverfahren zu Beginn rege genutzt worden ist, beurteilt das BLV seit 2014 j\u00e4hrlich lediglich noch rund zehn Gesuche (siehe <em>Abbildung 1<\/em>). Diese bescheidene Nutzung k\u00f6nnte das Resultat eines geringen Bedarfs f\u00fcr neue Produkte sein oder auch in der Tatsache begr\u00fcndet liegen, dass viele neue Produkte aus der EU die nationalen Normen f\u00fcr die Inverkehrbringung in der Schweiz bereits erf\u00fcllen.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 1 Bewilligungsverfahren bei Lebensmitteln (2010 bis 2016)<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='Meyer_Lanz_Langhart_1_de'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#Meyer_Lanz_Langhart_1_de').highcharts({\n\n chart: {\n        type: 'column'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n\n    xAxis: {\n        categories: ['2010', '2011', '2012', '2013', '2014','2015', '2016']\n    },\n    yAxis: {\n        min: 0,\n        title: {\n            text: 'Anzahl Entscheide'\n        }\n      \n    },\n        stackLabels: {\n            enabled: false,\n           \n        },\n    tooltip: {\n        headerFormat: '<b>{point.x}<\/b><br\/>',\n        pointFormat: '{series.name}: {point.y}'\n    },\n    plotOptions: {\n stackLabels: {\n            enabled: false,\n           \n        },\n        column: {\n            stacking: 'normal',\n            dataLabels: {\n                enabled: false\n            },\n          \n        }\n    },\n\n\nlegend: {\n        reversed: true\n    },\n\n\n\n    series: [   {\n        name: 'Zur\u00fcckgezogen',\n        data: [5,23,5,17,7,9,5], \ncolor: '#ee7452',\n    },{\n        name: 'Nicht eingetreten',\n        data: [2,11,1,5,2,null,1],\ncolor: '#ae097f',\n    },\n    {\n        name: 'Abgewiesen',\n        data: [14,12,6,2,2,null,1],\ncolor: '#e84066',\n    },\n    {\n        name: 'Allgemeinverf\u00fcgung erteilt',\n        data: [19,13,14,7,null,2,1],\ncolor: '#37a932'\n    },\n   ]\n});\n});\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: BLV \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Interviews mit Branchenvertretern haben zudem gezeigt, dass die direkten und indirekten Kosten des Bewilligungsprozesses markant und ein wichtiger Entscheidungsfaktor sind. Neuartige Nahrungsmittel werden von den Detailh\u00e4ndlern oft zuerst in Pilotm\u00e4rkten getestet. Wenn daf\u00fcr zus\u00e4tzliche Bewilligungen n\u00f6tig sind, wird auf solche Tests verzichtet. Damit entgeht den Schweizer Konsumenten eventuell die M\u00f6glichkeit, den Nutzen neuer Produkte zu entdecken.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Haushaltsger\u00e4te: Teure Ausnahmen<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nBei vielen Haushaltsger\u00e4ten sind die schweizerischen Anforderungen an die Energieeffizienz weitgehend deckungsgleich mit den EU-Normen. So k\u00f6nnen beispielsweise Geschirrsp\u00fcler oder Fernseher aus Deutschland problemlos in der Schweiz verkauft werden. Die Schweiz hat jedoch strengere Energieeffizienzvorschriften sowohl bei einigen energieintensiven Haushaltsger\u00e4ten wie Elektroback\u00f6fen, den sogenannten Weisswaren wie K\u00fchlschr\u00e4nke, Tiefk\u00fchler oder W\u00e4schetrockner als auch bei der Heimelektronik in Form von Set-Top-Boxen. Zudem ben\u00f6tigen hierzulande auch Kaffeemaschinen eine Energieetikette. Dies ist in der EU derzeit (noch) nicht der Fall.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDen kleinen Abweichungen stehen hohe Kosten gegen\u00fcber. Laut Experten beeinflussen die Ausnahmen die Produktvielfalt indirekt. Demnach bringen Weisswarenhersteller mitunter Produktinnovationen auf den EU-Markt, welche die strengeren Schweizer Effizienzvorschriften nicht unbedingt erf\u00fcllen. Somit m\u00fcssen sie sich entscheiden, Sonderserien f\u00fcr die Schweiz zu produzieren oder aber den Markt nicht zu beliefern. In welche Richtung der Entscheid f\u00e4llt, h\u00e4ngt, wie eingangs erw\u00e4hnt, von den erwarteten Zusatzkosten und vom Zusatzertragspotenzial ab. Angesichts des kleinen Schweizer Marktes d\u00fcrfte dieses Erfolgskalk\u00fcl oft zuungunsten unseres Landes ausfallen. Tendenziell st\u00fctzen Auswertungen von Zolldaten die These, dass die Produktvielfalt und damit auch der Wettbewerb unter den Ausnahmen leiden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie starre Fokussierung auf die Energieeffizienz verdr\u00e4ngt auch bestehende Technologien, die in der EU immer noch gefragt sind, wie etwa die deutlich preiswerteren Kondensationstrockner. Zudem werden Innovationen verhindert, welche f\u00fcr den Konsumenten zwar grosse qualitative Fortschritte bedeuten, jedoch etwas mehr Energie verbrauchen. Branchenexperten bezweifeln denn auch, ob den Cassis-de-Dijon-Ausnahmen \u00fcberhaupt ein positiver Effekt zugesprochen werden kann, da die zus\u00e4tzlich erzielten Energieeinsparungen ohnehin marginal sein d\u00fcrften.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEine quantitative Sch\u00e4tzung des Effekts der Ausnahmeregelung zeigt: Im Vergleich zu \u00e4hnlichen Ger\u00e4ten, welche gem\u00e4ss dem Cassis-de-Dijon-Prinzip in die Schweiz gebracht werden d\u00fcrfen, sind die untersuchten Weisswaren im Durchschnitt 13,5 Prozent teurer. Bei den Set-Top-Boxen l\u00e4sst sich dieser Effekt allerdings nicht nachweisen, was teilweise auf den kurzen Beobachtungszeitraum und das Untersuchungsdesign zur\u00fcckzuf\u00fchren ist.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Die Konsumenten bezahlen den Aufpreis<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nSelbstverst\u00e4ndlich sind die qualitativen und quantitativen Analysen mit Unsicherheiten verbunden. Zudem stellen die erw\u00e4hnten Ausnahmen vom Cassis-de-Dijon-Prinzip nur einen relativ kleinen Baustein der Handelsschranken dar, der vor allem im Lebensmittelbereich von massiven tarif\u00e4ren H\u00fcrden \u00fcberschattet wird. Aufgrund dessen darf man nicht der Illusion unterliegen, dass ein Verzicht auf die Ausnahmen die Hochpreisinsel Schweiz ausmerzen w\u00fcrde.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDennoch l\u00e4sst sich festhalten: Die Ausnahmen vom Cassis-de-Dijon-Prinzip haben wohl weder bei den Lebensmitteln noch bei den Weisswaren einen volkswirtschaftlichen Nutzen f\u00fcr die Schweiz gebracht. Vielmehr entstehen dadurch substanzielle Kosten (siehe <em>Abbildung 2<\/em>).&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 2 Summarische Wirkungseinsch\u00e4tzung der Cassis-de-Dijon-Ausnahmeregelung bei Lebensmitteln und Haushaltsger\u00e4ten<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<a href=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2018\/03\/Abb2_Meyer-Lanz_Langhart_DE.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-77453\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2018\/03\/Abb2_Meyer-Lanz_Langhart_DE.png\" alt=\"\" width=\"1858\" height=\"1444\" \/><\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDer Nutzen ist darum gering, weil die Angleichung der Rechtssysteme zwischen der Schweiz und der EU weit fortgeschritten ist und der \u00abSwiss Finish\u00bb beispielsweise den Konsumenten kaum besser, sondern einfach etwas anders sch\u00fctzt. Aufgrund der Tatsache, dass die Harmonisierung ungehindert fortschreitet, werden die Ausnahmen ohnehin eines Tages obsolet werden. Den Preis f\u00fcr die Abweichungen bezahlt bis dahin vornehmlich der Schweizer Konsument.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Genaue Definition siehe Art. 16a THG.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Der Bundesrat hat am 20. Dezember 2017 <a href=\"https:\/\/www.seco.admin.ch\/seco\/de\/home\/seco\/nsb-news.msg-id-69321.html\">beschlossen<\/a>, die Abweichungen der Schweizer Regelungen bez\u00fcglich Energieeffizienz von Haushaltsger\u00e4ten, alkoholischer S\u00fcssgetr\u00e4nke und zur Deklaration von Holz und Holzprodukten zu beseitigen. Zudem wurde eine Vereinfachung des Bewilligungssystems f\u00fcr Lebensmittel, die gem\u00e4ss dem Cassis-de-Dijon-Prinzip in der Schweiz in Verkehr gebracht werden, in die Vernehmlassung geschickt, welche bis am 23. M\u00e4rz 2018 dauerte.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">IWSB \u2013 Institut f\u00fcr Wirtschaftsstudien Basel (2017), <a href=\"https:\/\/www.seco.admin.ch\/seco\/de\/home\/wirtschaftslage---wirtschaftspolitik\/wirschaftspolitik\/Wettbewerbspolitik\/importerleichterungen.html\">Volkswirtschaftliche Kosten ausgew\u00e4hlter Ausnahmen des Cassis-de-Dijon-Prinzips<\/a>, Studie im Auftrag des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Ebenfalls untersucht wurden Holzprodukte; siehe dazu auch den Beitrag von Peter Moser und Andreas Nicklisch, HTW Chur, in dieser Ausgabe.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Jahr 2010 hat die Schweiz unilateral das Cassis-de-Dijon-Prinzip eingef\u00fchrt: Produkte, die den technischen Vorschriften der EU entsprechen und dort rechtm\u00e4ssig in Verkehr sind, d\u00fcrfen seither auch in der Schweiz ohne vorg\u00e4ngige Kontrollen frei zirkulieren. 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F\u00fcr die Branchen der Lebensmittel und Haushaltswaren hat das Institut f\u00fcr Wirtschaftsstudien Basel (IWSB) zusammen mit dem St. Galler Wirtschaftsprofessor Reto F\u00f6llmi und dem Industrie\u00f6konomen Markus Saurer in einer Studie untersucht, welche Auswirkungen eine Aufhebung der branchenspezifischen Ausnahmen br\u00e4chte. Mittels quantitativer Analysen und Experteninterviews zeigen die Autoren, dass die Fixkosten f\u00fcr die Entwicklung einer Schweiz-spezifischen L\u00f6sung sowie die erh\u00f6hten laufenden Aufwendungen f\u00fcr die Etikettierung substanziell sind und die Produktvielfalt sowie den Wettbewerb negativ beeintr\u00e4chtigen. 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