{"id":107418,"date":"2018-03-26T10:30:20","date_gmt":"2018-03-26T10:30:20","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2018\/03\/buchs-buchmann-fr\/"},"modified":"2023-08-23T23:03:16","modified_gmt":"2023-08-23T21:03:16","slug":"buchs-buchmann-04-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2018\/03\/buchs-buchmann-04-2018\/","title":{"rendered":"Mismatch auf dem Arbeitsmarkt"},"content":{"rendered":"<p>Arbeitslose und offene Stellen finden in der Schweiz immer weniger zueinander: Seit 2009 stieg sowohl die Zahl der Vakanzen als auch diejenige der arbeitslosen Personen. Im Auftrag des Ausgleichsfonds der Arbeitslosenversicherung haben wir untersucht, ob es Anzeichen f\u00fcr einen zunehmenden arbeitsmarktlichen \u00abMismatch\u00bb gibt.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Den Mismatch betrachten wir bez\u00fcglich zweier Kategorien: Wenn das Missverh\u00e4ltnis daher stammt, dass die beruflichen Qualifikationen der Arbeitssuchenden nicht zu den gesuchten Stellenprofilen passen, besteht ein beruflicher Mismatch. Wenn hingen die Stellensuchenden nicht in jenen Regionen wohnen, in denen es offene Stellen hat, und die r\u00e4umliche Distanz nicht \u00fcberwunden werden kann, tritt ein regionaler Mismatch auf.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKonkret analysierten wir, ob das Niveau der beiden Mismatch-Typen zwischen 2006 und 2014 gestiegen ist. Dabei interessierte, ob gewisse Gruppen von Arbeitslosen einem gr\u00f6sseren Mismatch gegen\u00fcberstehen als andere. Die Resultate leisten einen wichtigen Beitrag zum Verst\u00e4ndnis dar\u00fcber, inwiefern eine mangelnde \u00dcbereinstimmung zwischen Vakanzen und Arbeitslosen im Schweizer Arbeitsmarkt problematisch sein k\u00f6nnte.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nUm den Mismatch valide zu messen, haben wir m\u00f6glichst angemessene Teilarbeitsm\u00e4rkte spezifiziert (siehe <em>Kasten<\/em>): Regionale Teilarbeitsm\u00e4rkte sind am besten anhand der 16 Arbeitsmarktregionen des Bundesamts f\u00fcr Statistik (BFS) und mit Durchl\u00e4ssigkeiten zwischen den Regionen definiert. Der geografische Suchradius von Arbeitslosen in der Schweiz ist somit relativ gross. Ein Pendeln zwischen Wohn- und Arbeitsort oder ein Wohnortswechsel zugunsten einer neuen Arbeitsstelle \u00fcber diese Arbeitsmarktregionen hinaus scheinen verbreitet zu sein.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBerufliche Teilarbeitsm\u00e4rkte sind am besten durch die sogenannten Zweisteller-Berufe der BFS-Kategorien unter Ber\u00fccksichtigung von Durchl\u00e4ssigkeiten zwischen den Berufsgruppen definiert. Zweisteller-Berufe sind relativ breite Berufsfelder.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Zudem scheint ein Wechsel \u00fcber die Berufsgrenzen hinaus m\u00f6glich zu sein: Stellensuchende finden manchmal in einem Berufsfeld eine Stelle, das verschieden ist von jenem, in dem sie vor ihrer Arbeitslosigkeit t\u00e4tig waren.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Beruflicher Mismatch leicht h\u00f6her<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie validierten Spezifikationen von regionalen und beruflichen Teilarbeitsm\u00e4rkten lieferten die Grundlage, erstmals f\u00fcr die Schweiz das Niveau und den Trend des arbeitsmarktlichen Mismatch zuverl\u00e4ssig zu berechnen. Wie sich zeigt, schwankt der regionale Mismatch im Zeitraum von 2006 bis 2014 zwischen 7 und 10 Prozent (siehe <em>Abbildung 1<\/em>). Das Niveau des beruflichen Mismatch ist mit Schwankungen zwischen 8 und 12 Prozent etwas h\u00f6her. Im internationalen Vergleich ist der arbeitsmarktliche Mismatch insgesamt aber gering. In Deutschland ist er beispielsweise rund dreimal so hoch.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Dabei muss beachtet werden, dass internationale Vergleiche schwierig sind, da sich die Zahl der Teilarbeitsm\u00e4rkte von Land zu Land unterscheidet.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEntgegen unseren Erwartungen hat der Mismatch in der Schweiz zwischen 2006 und 2014 nicht zugenommen. Es l\u00e4sst sich also kein l\u00e4ngerfristiger Trend ausmachen: Weder ein regionaler noch ein beruflicher Mismatch ist daf\u00fcr verantwortlich, dass Arbeitslose und Vakanzen in der Schweiz im gegebenen Zeitraum weniger zueinandergefunden haben.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDas Niveau des regionalen Mismatch d\u00fcrfte dabei nicht zuletzt dank der gut ausgebauten Verkehrsinfrastruktur in der Schweiz tief geblieben sein. Dass der berufliche Mismatch ebenfalls nicht angestiegen ist, bedeutet, dass die Arbeitskr\u00e4fte ihre beruflichen Qualifikationen der sich wandelnden Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt anpassen konnten. Dies ist f\u00fcr die Schweiz, wo das berufliche Bildungssystem eine starke Rolle spielt, ein wichtiger und erfreulicher Befund.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 1: Regionaler und beruflicher Mismatch in der Schweiz (2006\u20132014)<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='buchs_buchmann_de_1'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#buchs_buchmann_de_1').highcharts({\n            title: {\n        text: ''\n    },\n\n   \n\n    yAxis: {\n        title: {\n            text: 'Mismatch (Jackman-Index)'\n        }\n    },\n   \n    plotOptions: {\n        series: {\n marker: {\n                    enabled: false\n                },\n            label: {\n                connectorAllowed: false\n            },\n            pointStart: 2006\n        }\n    },\n\n    series: [{\n        name: 'Regionaler Mismatch',\n        data: [0.06, 0.076, 0.09, 0.067, 0.068, 0.072, 0.08, 0.093, 0.085],\n    }, {\n        name: 'Beruflicher Mismatch',\n        data: [0.106, 0.109, 0.11, 0.112, 0.095, 0.092, 0.12, 0.113, 0.109], \n    },],\n});\n});\n\n\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Der verwendete Mismatch-Index (Jackman und Roper, 1987) misst den auf einen Mismatch zur\u00fcckzuf\u00fchrenden Anteil der Arbeitslosen. Er zeigt, wie stark die Verteilung von Arbeitslosen von jener der Vakanzen abweicht. Bei einem totalen Mismatch (Indexwert = 1) sind alle Arbeitslosen anderen Teilarbeitsm\u00e4rkten zugeordnet als die Vakanzen. Stimmen die Eigenschaften von Arbeitslosen und Vakanzen genau \u00fcberein, gibt es keinen Mismatch (0).<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Avam, SMM, Sake; siehe Buchs und Buchmann (2017) \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Jobs f\u00fcr Hochqualifizierte sind in der Stadt<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAngebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt haben sich bez\u00fcglich Ausbildungsniveau in den vergangenen Jahren gewandelt. Insbesondere stieg auf beiden Seiten die Bedeutung eines h\u00f6heren Ausbildungsabschlusses. Somit k\u00f6nnten einzelne Bildungsgruppen zunehmend von einem regionalen und vor allem beruflichen Mismatch betroffen sein.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 2: Regionaler Mismatch nach Bildungsgruppen (2006\u20132014)<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='buchs_buchmann_de_2'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#buchs_buchmann_de_2').highcharts({\n          title: {\n        text: ''\n    },\n\n   \n\n    yAxis: {\n        title: {\n            text: 'Mismatch (Jackman-Index)'\n        }\n    },\n   \n    plotOptions: {\n        series: {\nmarker: {enabled: false},\n            label: {\n                connectorAllowed: false\n            },\n            pointStart: 2006\n        }\n    },\n\n    series: [{\n        name: 'Keine \u00fcberobligatorische Ausbildung',\n        data: [0.053,0.086,0.058,0.044,0.047,0.061,0.061,0.073,0.056],\n    }, {\n        name: 'Berufliche Grundbildung',\n        data: [0.033,0.031,0.041,0.033,0.038,0.037,0.034,0.033,0.038], \n    },{\n        name: 'H\u00f6here Berufsbildung',\n        data: [0.055,0.057,0.065,0.056,0.047,0.059,0.072,0.051,0.049], \n    },{\n        name: 'Hochschule',\n        data: [0.101,0.100,0.111,0.110,0.071,0.101,0.106,0.111,0.116],\ncolor: '#23318a' \n    },],\n});\n});\n\n\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Zu Jackman-Index siehe Erkl\u00e4rungen bei <em>Abbildung 1<\/em>.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Avam, SMM, Sake; siehe Buchs und Buchmann (2017) \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDen geringsten regionalen Mismatch weisen interessanterweise Personen mit einer beruflichen Grundbildung und solche mit einer h\u00f6heren Berufsbildung auf (siehe <em>Abbildung 2<\/em>). Leicht erh\u00f6ht ist der regionale Mismatch hingegen bei Personen, die keine \u00fcberobligatorische Ausbildung abgeschlossen haben. Diese Bildungsgruppe ist am st\u00e4rksten von konjunkturellen Schwankungen betroffen: Bei einer regionalen Wirtschaftsflaute werden Personen ohne Ausbildung h\u00e4ufig zuerst entlassen. Falls dann Unternehmen in anderen Regionen gleichzeitig neue Stellen f\u00fcr diese Gruppe schaffen, steigt der regionale Mismatch.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAm st\u00e4rksten vom regionalen Mismatch sind Hochschulabsolventen betroffen. Dies hat mit einem geografischen Faktor bei Angebot und Nachfrage tun: W\u00e4hrend sich die Nachfrage nach hoch qualifizierten Arbeitskr\u00e4ften auf die wirtschaftlichen und administrativen Zentren konzentriert, sind arbeitslose Personen aus dieser Gruppe gleichm\u00e4ssiger \u00fcber die Regionen verteilt. Allerdings d\u00fcrften Hochqualifizierte aufgrund der hohen Ausbildungsinvestitionen mehr als andere Bildungsgruppen bereit sein, einen langen Arbeitsweg in Kauf zu nehmen. Insofern \u00fcbersch\u00e4tzen unsere Analysen wom\u00f6glich den regionalen Mismatch bei dieser Gruppe leicht.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Berufsbildungssystem funktioniert<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nWie beim regionalen Mismatch ist auch der berufliche Mismatch am geringsten bei Personen mit einer beruflichen Grundbildung und einer h\u00f6heren Berufsbildung (siehe <em>Abbildung 3<\/em>). Ihre beruflichen Qualifikationen passen am besten zu den nachgefragten Berufsprofilen. Mit anderen Worten: Das berufliche Bildungssystem ist weitgehend in der Lage, jene Qualifikationen bereitzustellen, die auf dem Arbeitsmarkt ben\u00f6tigt werden. Zudem k\u00f6nnen die vermittelten Qualifikationen anscheinend auch zwischen den Berufen transferiert werden, oder sie erlauben es den Stellensuchenden zumindest, sich der wandelnden beruflichen Nachfrage anzupassen.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 3: Beruflicher Mismatch nach Bildungsgruppen (2006\u20132014)<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='buchs_buchmann_de_3'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#buchs_buchmann_de_3').highcharts({\n               title: {\n        text: ''\n    },\n\n   \n\n    yAxis: {\n        title: {\n            text: 'Mismatch (Jackman-Index)'\n        }\n    },\n   \n    plotOptions: {\n        series: {\nmarker: {enabled: false},\n            label: {\n                connectorAllowed: false\n            },\n            pointStart: 2006\n        }\n    },\n\n    series: [{\n        name: 'Keine \u00fcberobligatorische Ausbildung',\n        data: [0.213,0.175,0.197,0.225,0.195,0.194,0.196,0.216,0.201],\n    }, {\n        name: 'Berufliche Grundbildung',\n        data: [0.087,0.085,0.096,0.101,0.084,0.088,0.108,0.108,0.106], \n    },{\n        name: 'H\u00f6here Berufsbildung',\n        data: [0.070,0.085,0.083,0.070,0.071,0.073,0.092,0.097,0.095], \n    },{\n        name: 'Hochschule',\n        data: [0.195,0.180,0.173,0.149,0.122,0.122,0.138,0.130,0.138],\ncolor: '#23318a'\n    },],\n});\n});\n\n\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Zu Jackman-Index siehe Erkl\u00e4rungen bei <em>Abbildung 1<\/em>.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Avam, SMM, Sake; siehe Buchs und Buchmann (2017) \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nRelativ gross ist der berufliche Mismatch bei Stellensuchenden ohne \u00fcberobligatorische Ausbildung, und dieser ist auch st\u00e4rker von wirtschaftlichen Schwankungen gepr\u00e4gt als bei Personen mit einer beruflichen Ausbildung. Vermutlich werden in einer Rezession viele Stellen dieser Bildungsgruppe abgebaut. Die bei einem Aufschwung neu geschaffenen Stellen d\u00fcrften aber aufgrund struktureller Ver\u00e4nderungen h\u00e4ufig in anderen Berufsfeldern angesiedelt sein als die abgebauten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBemerkenswert ist die Entwicklung bei den Hochschulabsolventen: Zu Beginn der Analyseperiode im Jahr 2006 wichen die Berufsprofile dieser Gruppe noch \u00fcberdurchschnittlich stark von den am Arbeitsmarkt nachgefragten Qualifikationen ab. Acht Jahre sp\u00e4ter ist der berufliche Mismatch wesentlich tiefer. Diese Entwicklung k\u00f6nnte mit dem Aufkommen von im Vergleich zu Universit\u00e4ten meist st\u00e4rker auf die Bed\u00fcrfnisse des Arbeitsmarkts ausgerichteten Fachhochschulen zusammenh\u00e4ngen. Auch Verschiebungen von Angebot und Nachfrage in Richtung Terti\u00e4rbildung d\u00fcrften zu diesem Ergebnis beigetragen haben.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nInsgesamt zeigt die Studie, dass sich das Ausmass des arbeitsmarktlichen Mismatch nach Bildungsgruppen unterscheidet. Insgesamt ist der regionale und berufliche Mismatch aber nicht f\u00fcr die gleichzeitige Zunahme von Arbeitslosenzahlen und offenen Stellen verantwortlich. Die Ursachen liegen somit anderswo. Beispielsweise k\u00f6nnte ein Missverh\u00e4ltnis zwischen Angebot und Nachfrage deshalb entstanden sein, weil Firmen vermehrt Personen mit einer IT-Qualifikation suchen oder\u00a0weil immer mehr Arbeitnehmende Teilzeit arbeiten wollen. Oder die Unternehmen haben immer h\u00f6here Anspr\u00fcche an neues Personal. Um diese und andere m\u00f6gliche Ursachen zu eruieren, braucht es weitere Forschung.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Wir danken Debra Hevenstone f\u00fcr ihre wertvollen Beitr\u00e4ge zur Konzeption dieser Studie und den hier pr\u00e4sentierten Analysen.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Sogenannte Zweisteller-Berufe der <a href=\"https:\/\/www.bfs.admin.ch\/bfs\/de\/home\/statistiken\/arbeit-erwerb\/nomenclaturen\/sbn2000.html\">Schweizerischen Berufsnomenklatur 2000<\/a>.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Bauer und Gartner (2014).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Arbeitslose und offene Stellen finden in der Schweiz immer weniger zueinander: Seit 2009 stieg sowohl die Zahl der Vakanzen als auch diejenige der arbeitslosen Personen. 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Oxford Bulletin of Economics and Statistics, 49(1): 9\u201336.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":[{"kasten_title":"Definition der Teilarbeitsm\u00e4rkte","kasten_box":"Damit wir den Mismatch nicht unter- oder \u00fcbersch\u00e4tzen, haben wir m\u00f6glichst angemessene Teilarbeitsm\u00e4rkte definiert. Daf\u00fcr braucht es erstens geeignete Daten mit detaillierten Angaben zu den Eigenschaften der verf\u00fcgbaren Vakanzen und den Merkmalen der Arbeitslosen. Zweitens muss beruhend auf diesen Daten die geeignete Gr\u00f6sse von beruflichen und regionalen Teilarbeitsm\u00e4rkten definiert und drittens die Durchl\u00e4ssigkeit zwischen diesen Teilarbeitsm\u00e4rkten angemessen ber\u00fccksichtigt werden. Gut verf\u00fcgbar sind normalerweise Mikrodaten aufseiten der arbeitslosen Personen, wie sie in der Schweiz mit den Daten der <em>Arbeitsvermittlung und Arbeitsmarktstatistik (Avam)<\/em> vorliegen. Weit problematischer f\u00fcr die Berechnung des arbeitsmarktlichen Mismatch war bisher jedoch die Datenlage seitens der offenen Stellen, weil Daten mit detaillierten Angaben zu den Vakanzen auf Mikroebene fehlten. Der <em>Stellenmarkt-Monitor Schweiz (SMM)<\/em> erhebt genau solche Daten, womit auf Basis der SMM- und Avam-Daten erstmals m\u00f6glichst angemessene Spezifizierungen von Teilarbeitsm\u00e4rkten eruiert und somit der Mismatch valide gemessen werden kann."}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":107421,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":107425,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"76476","post_abstract":"Seit 2009 gibt es in der Schweiz gleichzeitig immer mehr offene Stellen und Arbeitslose. Dies k\u00f6nnte auf eine mangelnde \u00dcbereinstimmung zwischen der Zusammensetzung von Vakanzen und derjenigen von Arbeitslosen hinweisen. Mit den Daten des Stellenmarkt-Monitors Schweiz (SMM) konnten das Niveau und der Trend des regionalen und des beruflichen Mismatch zwischen 2006 und 2014 erstmals zuverl\u00e4ssig gemessen werden. Die Resultate zeigen, dass das Mismatch-Niveau im untersuchten Zeitraum nicht angestiegen ist. Im internationalen Vergleich ist das Niveau in der Schweiz zudem tief. Arbeitslose Personen mit einer beruflichen Grundbildung oder einer h\u00f6heren Berufsbildung sind am schw\u00e4chsten vom regionalen und beruflichen Mismatch betroffen. Ihre beruflichen Qualifikationen passen gut zu den auf dem Arbeitsmarkt nachgefragten. 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