{"id":107436,"date":"2018-03-22T10:30:47","date_gmt":"2018-03-22T10:30:47","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2018\/03\/blumer-hauser2018-4fr\/"},"modified":"2023-08-23T23:03:10","modified_gmt":"2023-08-23T21:03:10","slug":"blumer-hauser-04-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2018\/03\/blumer-hauser-04-2018\/","title":{"rendered":"Unternehmen profitieren von Whistleblowern"},"content":{"rendered":"<p>Hinweise von Mitarbeitenden und Kunden spielen eine zentrale Rolle bei der Pr\u00e4vention und Bek\u00e4mpfung von Fehlverhalten in Unternehmen.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Weltweit richten immer mehr Firmen interne Meldestellen f\u00fcr Whistleblower ein. Damit wollen sie Missst\u00e4nde und wirtschaftskriminelle Handlungen wie Veruntreuung, Internetkriminalit\u00e4t, Verletzung geistigen Eigentums, Korruption, Geldw\u00e4scherei und wettbewerbswidrige Absprachen fr\u00fchzeitig aufdecken. Nicht zuletzt soll so verhindert werden, dass Meldungen an die \u00d6ffentlichkeit gelangen und Imagesch\u00e4den anrichten. Im Gegensatz zu Firmen in L\u00e4ndern wie Frankreich oder den USA sind Unternehmen in der Schweiz nicht verpflichtet, ein internes Meldeverfahren einzurichten (siehe <em>Kasten<\/em>).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIm Rahmen eines von der Schweizerischen Agentur f\u00fcr Innovationsf\u00f6rderung Innosuisse (ehemals KTI) gef\u00f6rderten Projektes hat die Hochschule f\u00fcr Technik und Wirtschaft (HTW) Chur in Zusammenarbeit mit dem Z\u00fcrcher Anbieter von Whistleblower-Systemen Integrity Line eine Studie durchgef\u00fchrt, an der sich 364 Unternehmen aus der deutsch- und franz\u00f6sischsprachigen Schweiz beteiligt haben. Die Ergebnisse der repr\u00e4sentativen Umfrage zeigen: 2016 war ein Drittel der Grossunternehmen (250 und mehr Mitarbeitende) von illegalem oder unethischem Verhalten betroffen.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Bei den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU; bis 249 Mitarbeitende) betrug der Anteil 5 Prozent.&#13;<\/p>\n<h2>Vier Aussagen im Faktencheck<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nBasierend auf den Umfrageresultaten, wurden die folgenden vier h\u00e4ufig vorgebrachten Aussagen bez\u00fcglich Meldestellen auf ihren Wahrheitsgehalt hin \u00fcberpr\u00fcft:&#13;<\/p>\n<h3>Aussage 1: \u00abMeldestellen sind bei Schweizer Unternehmen eine Seltenheit\u00bb<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDiese Aussage stimmt zwar grunds\u00e4tzlich: Insgesamt haben 11 Prozent der befragten Unternehmen eine interne und\/oder eine externe Meldestelle implementiert. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede zwischen grossen und kleinen Firmen: W\u00e4hrend 70 Prozent der Grossunternehmen \u00fcber eine Meldestelle verf\u00fcgen, ist dies nur bei jedem zehnten KMU der Fall. Vertiefende Analysen deuten \u00fcberdies darauf hin, dass international t\u00e4tige und wachstumsorientierte Unternehmen \u00fcberdurchschnittlich h\u00e4ufig \u00fcber eine Meldestelle verf\u00fcgen.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a>&#13;<\/p>\n<h3>Aussage 2: \u00abMeldestellen werden mit Meldungen \u00fcberflutet\u00bb<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Studienresultate entkr\u00e4ften diese Bef\u00fcrchtung: 95 Prozent der Unternehmen, die \u00fcber eine Meldestelle verf\u00fcgen, haben im vergangenen Jahr keine Meldung erhalten (siehe <em>Abbildung 1<\/em>). Auch hier spielt die Zahl der Mitarbeitenden eine entscheidende Rolle: Knapp 70 Prozent der Grossunternehmen mit Meldestellen haben Meldungen erhalten (durchschnittlich 54 pro Betrieb). Bei den KMU sind lediglich bei 4 Prozent Meldungen eingegangen. Im Durchschnitt geht bei KMU-Meldestellen ungef\u00e4hr alle drei Jahre eine Meldung ein.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nUnternehmen m\u00fcssten sich somit vielmehr fragen, was sie tun k\u00f6nnen, um mehr Meldungen zu erhalten. Sinnvoll ist es, die Meldestelle m\u00f6glichst vielen Anspruchsgruppen zug\u00e4nglich zu machen \u2013 also nicht nur den Mitarbeitenden, sondern auch Kunden, Aktion\u00e4ren und Eigent\u00fcmern, Lieferanten, Konkurrenten und der breiten \u00d6ffentlichkeit. Diese Gruppen sollen dabei die Meldungen \u00fcber verschiedene Kan\u00e4le einreichen k\u00f6nnen. Beispiele daf\u00fcr sind der pers\u00f6nliche Besuch auf der Meldestelle, die Kontaktaufnahme \u00fcber E-Mail, Telefon, Brief und Fax, Internetplattformen, Hotlines, soziale Medien und spezialisierte Smartphone-Apps.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 1: Meldungseingang nach Unternehmensgr\u00f6sse<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<a href=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2018\/03\/Blumer_Hauser_1_DE.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-76606\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2018\/03\/Blumer_Hauser_1_DE.png\" alt=\"\" width=\"2896\" height=\"984\" \/><\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Basis sind die Unternehmen mit Meldestelle (hochgerechnet: 59\u2019186). Die Angaben beziehen sich auf das Jahr 2016.<\/span>&#13;<\/p>\n<h3>Aussage 3: \u00abMeldestellen sind ein wirksames Instrument, um Missst\u00e4nde aufzudecken\u00bb<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Literatur preist Meldestellen als effektive Massnahme zur Pr\u00e4vention und Aufdeckung von Fehlverhalten in Unternehmen. Ein oft ge\u00e4usserter Einwand aus der Praxis ist jedoch, die \u00fcberwiegende Mehrheit der Meldungen bestehe aus Nichtigkeiten; es lohne sich daher nicht, in eine Meldestelle zu investieren.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Studienergebnisse zeigen, dass 51 Prozent der eingehenden Meldungen relevant und gehaltvoll sind. Mit anderen Worten: \u00dcber die H\u00e4lfte der Meldungen spricht einen Compliance-relevanten Missstand oder ein Fehlverhalten an (siehe <em>Abbildung 2<\/em>). Demgegen\u00fcber erweisen sich 46 Prozent der Meldungen als nicht relevant. Darunter fallen all diejenigen Hinweise, die zwar ohne missbr\u00e4uchliche Absicht abgegeben werden, aber von ihrer Thematik bei der Meldestelle an der falschen Adresse sind. Beispiele daf\u00fcr sind Beschwerden bez\u00fcglich des F\u00fchrungsstils eines Vorgesetzten oder Hinweise auf technische Betriebsprobleme. Solche aus Compliance-Sicht nicht relevanten Meldungen erweisen sich f\u00fcr den Betrieb der Meldestelle in der Regel als unproblematisch und k\u00f6nnen mit begrenztem Aufwand an die zust\u00e4ndige Kontaktstelle (beispielsweise an die Personalabteilung oder den technischen Unterhalt) weitergeleitet werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWie k\u00f6nnen Unternehmen die Zahl der relevanten Meldungen erh\u00f6hen? Die vertiefenden Analysen zeigen auch hier: Je niederschwelliger eine Meldestelle konzipiert ist \u2013 breiter Adressatenkreis, viele Meldekan\u00e4le \u2013, desto h\u00f6her ist der Anteil relevanter Meldungen. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen Unternehmen den Anteil an relevanten Informationen steigern, indem sie offen und breit \u00fcber die Meldestelle kommunizieren. Es empfiehlt sich, auch \u00fcber die \u00f6ffentliche Firmenwebsite auf die Meldestelle aufmerksam zu machen.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 2: Relevante und missbr\u00e4uchliche Meldungen<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<a href=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2018\/03\/Blumer_Hauser_2_DE.png\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-76607 alignnone\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2018\/03\/Blumer_Hauser_2_DE.png\" alt=\"\" width=\"340\" height=\"340\" \/><\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Basis: n=4485 Meldungen.<\/span>&#13;<\/p>\n<h3>Aussage 4: \u00abMeldestellen werden f\u00fcr gezieltes Anschw\u00e4rzen missbraucht\u00bb<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDer wohl am h\u00e4ufigsten ge\u00e4usserte Vorbehalt gegen\u00fcber Meldestellen ist die Bef\u00fcrchtung, Whistleblower k\u00f6nnten das Instrument missbr\u00e4uchlich verwenden \u2013 etwa f\u00fcr falsche oder verleumderische Meldungen, die einzelnen Mitarbeitenden oder dem Unternehmen gezielt schaden sollen. Die Ergebnisse der Befragung zeigen jedoch: Nur 3 Prozent der Meldungen k\u00f6nnen als missbr\u00e4uchlich eingestuft werden. Somit f\u00f6rdert die Einrichtung einer Meldestelle keine \u00abKultur des Denunzierens\u00bb.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWie k\u00f6nnen Unternehmen die Zahl der missbr\u00e4uchlichen Meldungen verringern? Die statistischen Auswertungen zeigen, dass die Meldestelle weniger h\u00e4ufig missbraucht wird, wenn Unternehmen deutlich kommunizieren, dass und auf welche Weise die Whistleblower vor Repressalien gesch\u00fctzt werden. Es ist zu vermuten, dass dieser Schutz vor Repressalien als Qualit\u00e4tsmerkmal einer Meldestelle wirkt. Entgegen der weitverbreiteten Bef\u00fcrchtung f\u00fchrt die Zusicherung von Anonymit\u00e4t zu keinem Anstieg an missbr\u00e4uchlichen Meldungen: Mehr als die H\u00e4lfte der Grossunternehmen bietet ihren Hinweisgebenden die M\u00f6glichkeit, ihre Meldungen anonym einzureichen; bei den KMU ist dies bei gut einem Drittel der Fall.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Firmen sind der Politik voraus<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nW\u00e4hrend in der Schweiz weiterhin um ein Whistleblowing-Gesetz gerungen wird, haben die Unternehmen in den vergangenen Jahren bereits konkrete Schritte unternommen. Mit \u00fcber der H\u00e4lfte relevanter Meldungen und nur einem geringen Anteil missbr\u00e4uchlicher Meldungen erweisen sich Meldestellen f\u00fcr Unternehmen als ein effektives Instrument zur Aufdeckung und Pr\u00e4vention von Missst\u00e4nden. Dar\u00fcber hinaus werden viele der gegen Meldestellen ge\u00e4usserten Bedenken in der unternehmerischen Praxis nicht best\u00e4tigt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDamit das Instrument seine Wirksamkeit noch besser entfalten kann, w\u00e4re es w\u00fcnschenswert, dass die seit nunmehr 15 Jahren laufenden gesetzgeberischen Bem\u00fchungen zeitnah abgeschlossen w\u00fcrden. Dies w\u00fcrde sowohl f\u00fcr die Unternehmen als auch die potenziellen Whistleblower die Rechtssicherheit erh\u00f6hen. Wichtig ist hierbei, dass eine L\u00f6sung gefunden wird, die auch f\u00fcr KMU umsetzbar ist.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">ACFE (2016) und PWC (2017).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Blumer et al. (2017).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Als wachstumsorientiert werden Unternehmen definiert, die, gemessen an ihrer Umsatzentwicklung, in den letzten zwei Jahren gewachsen sind und auch f\u00fcr die kommenden zw\u00f6lf Monate Wachstum erwarten.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hinweise von Mitarbeitenden und Kunden spielen eine zentrale Rolle bei der Pr\u00e4vention und Bek\u00e4mpfung von Fehlverhalten in Unternehmen. Weltweit richten immer mehr Firmen interne Meldestellen f\u00fcr Whistleblower ein. 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(2017). <a href=\"https:\/\/whistleblowingreport.ch\/\">Whistleblowing Report 2018<\/a>, Meldestellen in Schweizer Unternehmen, Chur.<\/li>&#13;\n \t<li>PWC (2017). <a href=\"https:\/\/www.pwc.com\/gx\/en\/services\/advisory\/forensics\/economic-crime-survey.html\">Global Economic Crime Survey 2016.<\/a><\/li>&#13;\n \t<li>Schweizer Parlament (2013). <a href=\"https:\/\/www.parlament.ch\/de\/ratsbetrieb\/suche-curia-vista\/geschaeft?AffairId=20130094\">Entwurf zur \u00c4nderung des Art. 321a OR. Schutz bei Meldung von Unrechtm\u00e4ssigkeiten am Arbeitsplatz<\/a>, Nr. 13.094, 20.November 2013.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":[{"kasten_title":"Schutz bei Meldung von Missst\u00e4nden am Arbeitsplatz","kasten_box":"In einigen Staaten sind gewisse Unternehmen gesetzlich dazu verpflichtet, interne Meldestellen anzubieten \u2013 so zum Beispiel in Frankreich durch das Anti-Korruptions-Gesetz <em>Loi Sapin II<\/em> oder in den USA durch den <em>Sarbanes Oxley Act<\/em>. Grossbritannien kennt zwar keine gesetzliche Pflicht zur Einf\u00fchrung einer Meldestelle in Unternehmen, nimmt jedoch beim Schutz von Hinweisgebenden eine Vorreiterrolle ein. Der <em>Public Interest Disclosure Act<\/em> aus dem Jahr 1998 sch\u00fctzt Whistleblower vor Diskriminierung und K\u00fcndigung und unterst\u00fctzt durch eine Stufenregelung insbesondere internes Melden.&#13;\n&#13;\nIn der Schweiz besteht derzeit weder auf gesetzlicher noch auf selbstregulatorischer Basis eine explizite Pflicht zur Errichtung eines internen Meldeverfahrens. Mit der <em>Teilrevision des Obligationenrechts<\/em> (Schutz bei Meldung von Missst\u00e4nden am Arbeitsplatz, Art. 321a OR) zeichnet sich jedoch eine klare Tendenz in Richtung st\u00e4rkerer Regulierung ab. Vorgesehen ist ein dreistufiges Kaskadenprinzip, wonach Arbeitnehmende verpflichtet sind, Unregelm\u00e4ssigkeiten am Arbeitsplatz zuerst intern zu melden. Nur wenn keine unabh\u00e4ngige Meldestelle und keine internen Richtlinien vorhanden sind, d\u00fcrfen sie sich an die Beh\u00f6rde wenden. Eine Meldung an die \u00d6ffentlichkeit ist nur m\u00f6glich, wenn die Beh\u00f6rde den Hinweisgeber nicht innerhalb von 14 Tagen \u00fcber das weitere Vorgehen informiert (siehe Schweizer Parlament, 2013)."}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":107439,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":107443,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"76470","post_abstract":"W\u00e4hrend in einigen L\u00e4ndern f\u00fcr gewisse Unternehmen eine gesetzliche Pflicht besteht, interne Meldestellen anzubieten, ist das Gesetzgebungsverfahren in der Schweiz seit Jahren h\u00e4ngig. Jedes zehnte Schweizer Unternehmen verf\u00fcgt \u00fcber eine Meldestelle, wobei das Instrument bei Grossunternehmen (70 Prozent) bereits zum Standard geh\u00f6rt. Mit einem Anteil von 51 Prozent gehaltvoller Meldungen, die auf einen Compliance-relevanten Missstand hinweisen, und nur 3 Prozent missbr\u00e4uchlicher Meldungen erweisen sich Meldestellen als effektives Instrument zur Pr\u00e4vention und Aufdeckung von Fehlverhalten in Unternehmen. Damit Meldestellen noch besser bei Wirtschaftskriminalit\u00e4t greifen k\u00f6nnen, ist die Politik gefordert, gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die sowohl f\u00fcr die Unternehmen als auch die Whistleblower Rechtssicherheit bewirken.","magazine_issue":"04-2018","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":[4127,0],"korrektor":4139,"planned_publication_date":"20180327","original_files":null,"external_release_for_author":"20180307","external_release_for_author_time":"22:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/5a8152213190a"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/107436"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4647"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=107436"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/107436\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":126254,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/107436\/revisions\/126254"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4127"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3405"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4647"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/23168"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=107436"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=107436"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=107436"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=107436"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=107436"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=107436"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}