{"id":107462,"date":"2018-03-20T09:20:12","date_gmt":"2018-03-20T09:20:12","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2018\/03\/tendances-conjoncturelles-printemps-2018\/"},"modified":"2024-11-14T07:38:19","modified_gmt":"2024-11-14T06:38:19","slug":"konjunkturtendenzen-fruehjahr-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2018\/03\/konjunkturtendenzen-fruehjahr-2018\/","title":{"rendered":"Konjunkturtendenzen Fr\u00fchjahr 2018"},"content":{"rendered":"<h2>Weltwirtschaft<\/h2>\n<p>Obwohl die Konjunkturentwicklung im 4.\u00a0Quartal in vielen Industriel\u00e4ndern nicht mehr ganz an das Vorquartal ankn\u00fcpfen konnte, blieb das Wachstum insbesondere im Euroraum \u00fcberdurchschnittlich und breit \u00fcber die Mitgliedsl\u00e4nder abgest\u00fctzt. In den grossen Schwellenl\u00e4ndern ist die Situation heterogener: W\u00e4hrend sich China und Indien dynamisch entwickelten, liess das Tempo in Brasilien und Russland seit der Jahresmitte nach.<\/p>\n<p>Insgesamt wuchs die Weltwirtschaft 2017 so stark wie seit sechs Jahren nicht mehr. Die kr\u00e4ftige globale Nachfrage und insbesondere die erstarkte Investitionst\u00e4tigkeit st\u00fctzten den globalen Handel bis zuletzt. Die g\u00fcnstige Konjunkturlage macht sich zunehmend auch an den Arbeitsm\u00e4rkten bemerkbar.<\/p>\n<p>Am aktuellen Rand legen die Fr\u00fchindikatoren nahe, dass sich schwungvolle Entwicklung fortsetzt. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnten wirtschaftspolitische Massnahmen dem Wachstum zus\u00e4tzlich Schub verleihen. Die Expertengruppe Konjunkturprognosen des Bundes hat ihre Erwartungen an die weltwirtschaftliche Entwicklung in den kommenden Quartalen leicht nach oben korrigiert.<\/p>\n<h2>Wirtschaftslage Schweiz<\/h2>\n<p>Die Konjunkturlage in der Schweiz ist so gut wie seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses Anfang\u00a02015 nicht mehr. Der Aufschwung hat im zweiten Halbjahr\u00a02017 zunehmend an Dynamik und an Breite gewonnen. Im 4.\u00a0Quartal\u00a02017 wuchs das BIP um 0,6\u00a0% gegen\u00fcber dem Vorquartal. Neben der Industrie sorgen die binnenorientierten Dienstleistungsbranchen vermehrt f\u00fcr Impulse. Auf der Verwendungsseite des BIP zeigt sich insgesamt ebenfalls eine solide Entwicklung. Zudem kommen vom Arbeitsmarkt deutlich positive Signale. Die Arbeitslosigkeit ist bereits seit Mitte 2016 r\u00fcckl\u00e4ufig, und im zweiten Halbjahr 2017 ist die Besch\u00e4ftigung ebenfalls sp\u00fcrbar gewachsen. Die g\u00e4ngigen Stimmungsindikatoren (z.B. Konsumentenstimmung, PMI und KOF-Barometer) deuten darauf hin, dass sich die schwungvolle Entwicklung der Schweizer Wirtschaft im laufenden Jahr fortsetzt.<\/p>\n<h2>Konjunkturprognose<\/h2>\n<p>Die Expertengruppe des Bundes erwartet eine Fortsetzung der schwungvollen Konjunkturerholung und prognostiziert f\u00fcr 2018 ein kr\u00e4ftiges BIP-Wachstum von 2,4\u00a0%. Die lebhafte Auslandkonjunktur st\u00fctzt den Aussenhandel, und das g\u00fcnstige Investitionsumfeld stimuliert die Inlandnachfrage. Im Zuge einer graduellen Verlangsamung der Weltwirtschaft wird f\u00fcr die Schweiz 2019 noch ein solides BIP-Wachstum von 2,0\u00a0% prognostiziert.<\/p>\n<p>Die gute Weltkonjunktur kurbelt international die Nachfrage nach Schweizer Produkten an und st\u00fctzt damit den Aussenhandel. Die Exporte d\u00fcrften in den kommenden Quartalen robust und auf breiter Basis wachsen, insbesondere falls der Schweizerfranken nicht unter Aufwertungsdruck ger\u00e4t. Die weltwirtschaftlichen Impulse kurbeln nachgelagert auch die Inlandnachfrage an. Im Einklang mit dem internationalen Umfeld sollte sich die positive Dynamik der Ausr\u00fcstungsinvestitionen im Prognosehorizont fortsetzen. Auch der Konsum sollte moderat wachsen<\/p>\n<p>Mit der g\u00fcnstigen Konjunkturentwicklung geht eine weitere Aufhellung am Arbeitsmarkt einher. Die Expertengruppe prognostiziert eine sp\u00fcrbare Zunahme der Besch\u00e4ftigung (1,3\u00a0% 2018 sowie 1,0\u00a0% 2019) und einen weiteren R\u00fcckgang der Arbeitslosigkeit (2,9\u00a0% 2018 sowie 2,8\u00a0% 2019). Die Teuerung sollte moderat auf 0,6\u00a0% im laufenden Jahr und auf 0,7\u00a0% im Jahr 2019 ansteigen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weltwirtschaft Obwohl die Konjunkturentwicklung im 4.\u00a0Quartal in vielen Industriel\u00e4ndern nicht mehr ganz an das Vorquartal ankn\u00fcpfen konnte, blieb das Wachstum insbesondere im Euroraum \u00fcberdurchschnittlich und breit \u00fcber die Mitgliedsl\u00e4nder abgest\u00fctzt. 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