{"id":107816,"date":"2017-12-21T11:00:05","date_gmt":"2017-12-21T11:00:05","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2017\/12\/nathani-01-02-2018fr\/"},"modified":"2023-08-23T23:03:54","modified_gmt":"2023-08-23T21:03:54","slug":"nathani-01-02-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2017\/12\/nathani-01-02-2018\/","title":{"rendered":"Wissensintensive Branchen schaffen Stellen"},"content":{"rendered":"<p>Wie in den meisten Industriestaaten ist der Arbeitsmarkt auch in der Schweiz durch einen Strukturwandel hin zur Dienstleistungsgesellschaft gepr\u00e4gt. Angesichts der raschen Fortschritte im Zuge der Digitalisierung \u2013 beispielsweise bei der k\u00fcnstlichen Intelligenz, bei Big Data oder in der Robotik \u2013 wird intensiv diskutiert, ob in Zukunft ein erheblicher Teil der Arbeit durch Maschinen ausgef\u00fchrt werden k\u00f6nnte und welche Auswirkungen dies auf den Arbeitsmarkt h\u00e4tte.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nVor diesem Hintergrund haben wir im Auftrag des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft (Seco) untersucht, wie der Strukturwandel im Schweizer Arbeitsmarkt zwischen 1996 und 2015 verlaufen ist.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Die Ergebnisse basieren auf L\u00e4ngsschnittanalysen diverser Besch\u00e4ftigungsstatistiken, auf der Schweizerischen Arbeitskr\u00e4fteerhebung (Sake), auf einer Komponentenzerlegung zur Analyse der Einflussfaktoren sowie auf Literaturrecherchen und Unternehmensfallstudien.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Dienstleistungssektor w\u00e4chst&#13;<br \/>\n<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nZwischen 1996 und 2015 ist die Besch\u00e4ftigung in der Schweiz um 19 Prozent auf knapp 4 Millionen Vollzeit\u00e4quivalente gestiegen, wobei das Wachstum ausschliesslich auf den Dienstleistungssektor zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. W\u00e4hrend der Industriesektor die Zahl der Besch\u00e4ftigten knapp halten konnte, verzeichnete der Prim\u00e4rsektor einen R\u00fcckgang von 30 Prozent.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIm Jahr 2015 stellte der Dienstleistungssektor fast drei Viertel aller Besch\u00e4ftigten. Seit Mitte der Neunzigerjahre haben einerseits staatsnahe Branchen wie das Gesundheits- und Sozialwesen, das Bildungswesen und die \u00f6ffentliche Verwaltung ihre Besch\u00e4ftigung deutlich ausgeweitet. Andererseits legten auch die wissensintensiven Dienstleistungsbranchen stark zu (siehe <em>Abbildung 1<\/em>). Einige Branchen wie die IT-Dienstleistungen profitierten dabei direkt von der Digitalisierung.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 1: Besch\u00e4ftigungsentwicklung nach Technologieorientierung und Wissensintensit\u00e4t (1996\u20132015)<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='nathani_Rieser_Hellmueller_1_de'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#nathani_Rieser_Hellmueller_1_de').highcharts({\n   title: {\n        text: ''\n    },\n\n   \n\n    yAxis: {\n        title: {\n            text: 'Index (1996=100)'\n        }\n    },\n    \n\n    plotOptions: {\n        series: {\n         marker: {\n                enabled: false\n            },\n            label: {\n                connectorAllowed: false\n            },\n            pointStart: 1996\n        }\n    },\n\n    series: [{\n        name: 'Verarbeitendes Gewerbe: Lowtech',\n        data: [100,96,93,91,91,90,88,85,84,83,82,83,84,82,80,80,79,78,78,78 ],\ncolor: '#88c0d3'\n    }, {\n        name: 'Verarbeitendes Gewerbe: Mediumtech',\n        data: [100,97,96,96,96,98,94,92,90,90,93,96,98,94,93,93,93,91,91,89 ],\ncolor: '#0074be'\n    }, {\n        name: 'Verarbeitendes Gewerbe: Hightech',\n        data: [100,99,101,105,111,118,118,116,118,123,131,140,149,146,146,151,152,153,157,159 ],\ncolor: '#23318a'\n    }, {\n        name: 'Dienstleistungen: nicht wissensintensiv',\n        data: [100,99,99,100,101,102,102,100,100,100,101,103,107,106,105,105,106,107,107,108 ],\ncolor: '#ee7452'\n    }, {\n        name: 'Dienstleistungen: wissensintensiv',\n        data: [100,101,103,106,111,115,117,117,118,119,123,128,132,134,136,139,144,149,151,154 ],\ncolor: '#e84066'\n    }],\n\n    responsive: {\n        rules: [{\n            condition: {\n                maxWidth: 500\n            },\n            chartOptions: {\n                legend: {\n                    layout: 'horizontal',\n                    align: 'center',\n                    verticalAlign: 'bottom'\n                }\n            }\n        }]\n    }\n\n});\n});\n\n\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: BFS: BESTA, BZ, STATENT; Berechnung: R\u00fctter Soceco \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIm Vergleich zur \u00fcbrigen OECD sticht in der Schweiz die konstante Entwicklung des Industriesektors positiv hervor. Innerhalb dieses Sektors wuchs die Besch\u00e4ftigung seit 1996 im Baugewerbe, w\u00e4hrend sie im verarbeitenden Gewerbe zur\u00fcckging. Besonders ausgepr\u00e4gt war der R\u00fcckgang in Lowtech-Branchen wie der Textil- und Bekleidungsindustrie oder der Holz-, Papier- und Druckindustrie. In Hightech-Branchen wie der Pharmaindustrie und der Sparte \u00abElektronik, Optik, Uhren\u00bb stieg die Zahl der Stellen hingegen.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Anforderungsniveau steigt<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDer Strukturwandel zeigt sich auch bei den Berufen. So nahm der Besch\u00e4ftigungsanteil von Berufen mit hohen Anforderungsniveaus seit Mitte der Neunzigerjahre deutlich zu, w\u00e4hrend er bei Berufen mit mittleren Anforderungen sank und bei Berufen mit geringen Anforderungen konstant blieb.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Mit den Anforderungen stieg auch die Qualifikation: Der Anteil der hoch qualifizierten Arbeitskr\u00e4fte hat deutlich zugenommen, w\u00e4hrend er bei gering und mittel qualifizierten gesunken ist.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDiese Trends sind grunds\u00e4tzlich auch in den einzelnen Branchen zu beobachten. Allerdings gibt es eine grosse Bandbreite zwischen Branchen mit geringen Ver\u00e4nderungen \u2013 wie beispielsweise dem Baugewerbe \u2013 und solchen mit erheblichen brancheninternen Verschiebungen wie dem Finanzsektor. Der starke R\u00fcckgang von B\u00fcrokr\u00e4ften kann direkt mit der Computerisierung in Verbindung gebracht werden. Auch beim R\u00fcckgang der handwerklichen und maschinennahen Berufe spielten wahrscheinlich der technische Wandel, insbesondere die Automatisierung, sowie in kleinerem Ausmass auch die Globalisierung eine Rolle.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nUm den direkten Beitrag des technischen Wandels besser zu erfassen, haben wir die Berufe gem\u00e4ss ihrer Routineintensit\u00e4t klassifiziert. Zu den Routinet\u00e4tigkeiten z\u00e4hlen Aufgaben, die einem vorgegebenen Ablauf folgen und deshalb besser f\u00fcr Maschinen kodifizierbar sind.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Analyse zeigt: In Berufen mit einer hohen Routineintensit\u00e4t hat sich die Besch\u00e4ftigung in den beiden letzten Jahrzehnten unterdurchschnittlich entwickelt. Ihr Anteil an der Gesamtbesch\u00e4ftigung sank von 36 Prozent im Jahr 1996 auf 24 Prozent im Jahr 2015. Stark zugenommen hat hingegen der Anteil der Besch\u00e4ftigten in hoch qualifizierten Berufen mit geringer Routineintensit\u00e4t, bei denen \u00fcberwiegend analytische oder interaktive T\u00e4tigkeiten ausge\u00fcbt werden. Ihr Anteil stieg von 38 Prozent auf 50 Prozent. Bei eher gering qualifizierten Berufen mit geringer Routineintensit\u00e4t wie beispielsweise Geb\u00e4udeelektrikern und Kellnern, bei denen manuelle oder serviceorientierte T\u00e4tigkeiten charakteristisch sind, stagnierte der Besch\u00e4ftigungsanteil bei 26 Prozent.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Niveau-, Struktur- und Brancheneffekte<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nHinweise auf m\u00f6gliche Ursachen dieser Entwicklungen gibt eine sogenannte Komponentenzerlegung. Dazu haben wir die Ver\u00e4nderung der Besch\u00e4ftigung zwischen 1997 und 2014 zu den drei Faktorgruppen Niveaueffekte, branchen\u00fcbergreifende Struktureffekte und brancheninterne Effekte zusammengefasst.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Niveaueffekte beinhalten das Wachstum der Bev\u00f6lkerung und der G\u00fcternachfrage pro Kopf. Branchen\u00fcbergreifende Struktureffekte umfassen die Ver\u00e4nderung der Zusammensetzung der in der Volkswirtschaft nachgefragten G\u00fcter, der Importanteile in den einzelnen G\u00fctergruppen und der Wertsch\u00f6pfungstiefe der Branchen. Zu den brancheninternen Effekten geh\u00f6ren schliesslich die Ver\u00e4nderung der Arbeitsproduktivit\u00e4t sowie die der Besch\u00e4ftigungsanteile von Berufsgruppen mit unterschiedlichem Routineprofil innerhalb der Branchen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBei den Niveaueffekten zeigt sich, dass diese in allen untersuchten Berufsgruppen die Besch\u00e4ftigung gesteigert haben, wobei das Nachfragewachstum pro Kopf wichtiger war als das Bev\u00f6lkerungswachstum (siehe <em>Abbildung 2<\/em>). Die verschiedenen branchen\u00fcbergreifenden Struktureffekte waren hingegen in allen Gruppen besch\u00e4ftigungsmindernd. Dies gilt besonders stark f\u00fcr manuelle Routineberufe. Ausschlaggebend war dabei vor allem, dass sich die G\u00fcternachfrage zu Produkten verschoben hat, f\u00fcr die weniger manuelle Routinet\u00e4tigkeiten ben\u00f6tigt werden. Die gestiegene Arbeitsproduktivit\u00e4t hat naturgem\u00e4ss zu einem Besch\u00e4ftigungsr\u00fcckgang in allen Gruppen gef\u00fchrt \u2013 besonders ausgepr\u00e4gt war dieser in Routineberufen und serviceorientierten Nichtroutineberufen. Bei den brancheninternen Effekten zeigten sich ausserdem deutliche Verlagerungen von routineintensiven Berufen zu interaktiven Berufen mit geringer Routineintensit\u00e4t.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 2: Besch\u00e4ftigungsver\u00e4nderung nach Einflussfaktoren und T\u00e4tigkeitsprofil (1997\u2013<\/strong>2014)<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='nathani_Rieser_Hellmueller_2_de'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#nathani_Rieser_Hellmueller_2_de').highcharts({\n chart: {\n        type: 'column'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n    xAxis: {\n        categories: ['Gesamtver\u00e4nderung', 'Bev\u00f6lkerung (Niveaueffekte)', 'G\u00fcternachfrage (Niveaueffekte)', 'Struktureffekte', 'Arbeitsproduktivit\u00e4t<br>(brancheninterne Effekte)','T\u00e4tigkeitsanteil (brancheninterne Effekte)'],\n         title: {\n        text: 'T\u00e4tigkeitsprofil der Berufe'\n    },\n        \n    },\n    yAxis: {\n       title: {\n        text: 'Besch\u00e4ftigte (in 1000 Vollzeit\u00e4quivalenten)'\n    },\n    },\n    credits: {\n        enabled: false\n    },\n    series: [{\n        name: 'Nicht-Routine: analytisch (z. 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Wegen der gestiegenen Arbeitsproduktivit\u00e4t ist die Zahl der Besch\u00e4ftigten in dieser Gruppe um 19\u2019000 gesunken.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: BFS, Sake; Berechnung R\u00fctter Soceco<\/span>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Technischer Wandel als Haupttreiber<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nInsgesamt hat die Besch\u00e4ftigung zwischen 1997 und 2014 deutlich zugenommen, und zwar auch wenn man das Bev\u00f6lkerungswachstum ausklammert. Allerdings w\u00e4re die Besch\u00e4ftigung bei den Routineberufen ohne den Bev\u00f6lkerungsanstieg deutlich st\u00e4rker zur\u00fcckgegangen. Wichtige Treiber f\u00fcr die oben beschriebenen Entwicklungen waren der technische Wandel, insbesondere die Digitalisierung und die Automatisierung, sowie in geringerem Umfang die Globalisierung und die Ver\u00e4nderungen der G\u00fcternachfrage infolge des demografischen Wandels und ver\u00e4nderter Konsumpr\u00e4ferenzen. Der technische Wandel und die Globalisierung wirken dabei \u00fcber verschiedene Einflusskan\u00e4le. So f\u00fchrt der technische Wandel zu einer Abnahme von routineintensiven Berufen, da solche T\u00e4tigkeiten von Maschinen \u00fcbernommen werden. Gleichzeitig nehmen Nichtroutineberufe zu, da hier die Technologien erg\u00e4nzend wirken.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\u00dcber die Steigerung der Arbeitsproduktivit\u00e4t und die Verlagerung von arbeitsintensiven T\u00e4tigkeiten ins Ausland wirken der technische Wandel und die Globalisierung einerseits zwar besch\u00e4ftigungssenkend. Andererseits sorgen sie indirekt aber f\u00fcr besch\u00e4ftigungssteigernde Wachstumsimpulse. Denn sowohl die Steigerung der Arbeitsproduktivit\u00e4t infolge des technischen Wandels als auch das Offshoring im Rahmen der Globalisierung f\u00fchren zu einer besseren Wettbewerbsf\u00e4higkeit von Schweizer Unternehmen und zu steigenden Realeinkommen der privaten Haushalte. Dadurch w\u00e4chst die Wirtschaft.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nInsgesamt verlief der Strukturwandel mit einer Geschwindigkeit, die eine Anpassung durch Unternehmen und Arbeitskr\u00e4fte m\u00f6glich machte. Zudem erfolgte der Strukturwandel bei wachsender Bev\u00f6lkerung und Wirtschaft, was die Bew\u00e4ltigung ebenfalls erleichterte, da der R\u00fcckgang von Branchen, Berufen und Qualifikationen im wachsenden Umfeld abgefedert wurde.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZur erfolgreichen Bew\u00e4ltigung des Strukturwandels hat unter anderem das sehr gute Aus- und Weiterbildungssystem beigetragen, indem es die Qualifikationsstruktur der Arbeitskr\u00e4fte verbesserte. Hilfreich waren zudem die Innovationskraft und die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Schweizer Unternehmen sowie die guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die Bew\u00e4ltigung des Strukturwandels wurde auch dadurch erleichtert, dass die berufliche Mobilit\u00e4t zwischen Branchen und zwischen Berufen relativ ausgepr\u00e4gt ist. Allerdings bleibt der Fachkr\u00e4ftemangel, insbesondere in technischen und naturwissenschaftlichen Berufen, im Management und im Gesundheits- und Sozialwesen, eine anhaltende Herausforderung f\u00fcr Wirtschaft und Politik.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Nathani et al. (2017).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Vgl. auch Bouchiba-Schaer und Weber (2017).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie in den meisten Industriestaaten ist der Arbeitsmarkt auch in der Schweiz durch einen Strukturwandel hin zur Dienstleistungsgesellschaft gepr\u00e4gt. 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Ursachen und Auswirkungen des Strukturwandels im Schweizer Arbeitsmarkt, <a href=\"https:\/\/www.seco.admin.ch\/seco\/de\/home\/Publikationen_Dienstleistungen\/Publikationen_und_Formulare\/Arbeit\/Arbeitsmarkt.html\">Schlussbericht an das Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft<\/a>.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":107819,"main_focus":[156289,157012],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":107823,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"74315","post_abstract":"Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um die Auswirkungen der Digitalisierung und Automatisierung auf die Besch\u00e4ftigung in der Schweiz hat das Forschungsunternehmen R\u00fctter Soceco im Auftrag des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft (Seco) untersucht, wie der Strukturwandel in den letzten zwanzig Jahren verlaufen ist, welches die wesentlichen Treiber waren und welche Auswirkungen dies auf den Arbeitsmarkt hatte. Die Studienergebnisse zeigen, dass sich sowohl die Branchenstruktur als auch Qualifikation und berufliche T\u00e4tigkeiten der Besch\u00e4ftigten stark ver\u00e4ndert haben. Der Anteil der Besch\u00e4ftigten mit hoher Qualifikation und T\u00e4tigkeiten mit geringer Routineintensit\u00e4t ist deutlich gewachsen. Die wesentlichen Ursachen waren der technische Wandel und in geringerem Umfang Globalisierung und Ver\u00e4nderungen der G\u00fcternachfrage. Infolge eines sehr guten Bildungssystems, eines flexiblen und durchl\u00e4ssigen Arbeitsmarktes und des Zugangs zu spezialisierten Arbeitskr\u00e4ften im Ausland konnte die Schweiz die Folgen des Strukturwandels insgesamt gut bew\u00e4ltigen.","magazine_issue":"20180201","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":[4127,0],"korrektor":4139,"planned_publication_date":"20171222","original_files":null,"external_release_for_author":"20171128","external_release_for_author_time":"23:30:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/59fb3f25eb7c1"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/107816"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4123"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=107816"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/107816\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":126286,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/107816\/revisions\/126286"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4127"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4124"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4634"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4123"}],"acf:post":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/157012"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/156289"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/23608"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=107816"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=107816"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=107816"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=107816"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=107816"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=107816"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}