{"id":107842,"date":"2017-12-21T10:59:55","date_gmt":"2017-12-21T10:59:55","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2017\/12\/mure-01-02-2018fr\/"},"modified":"2023-08-23T23:03:47","modified_gmt":"2023-08-23T21:03:47","slug":"mure-01-02-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2017\/12\/mure-01-02-2018\/","title":{"rendered":"Das Bildungssystem entwickelt sich mit der Digitalisierung"},"content":{"rendered":"<p>Die digitalen Technologien stellen das Bildungssystem auf die Probe: Die Kompetenzen der Bev\u00f6lkerung m\u00fcssen kontinuierlich weiterentwickelt werden, wenn die Schweiz bei der Entwicklung und der Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnik (ICT) weiterhin zu den leistungsf\u00e4higsten L\u00e4ndern geh\u00f6ren will. Vor diesem Hintergrund hat der Bundesrat am 5.\u00a0Juli\u00a02017 den vom Eidgen\u00f6ssischen Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) erarbeiteten \u00abAktionsplan Digitalisierung im BFI-Bereich in den Jahren 2019 und 2020\u00bb zur Kenntnis genommen. Wie der Bericht zeigt, ist es bisher dank des differenzierten, komplement\u00e4ren und durchl\u00e4ssigen Bildungssystems gelungen, die Herausforderungen des digitalen Wandels erfolgreich zu bew\u00e4ltigen und die Anforderungen des Arbeitsmarktes zu erf\u00fcllen. Diese Anstrengungen sollten fortgesetzt und intensiviert werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Digitalisierung ver\u00e4ndert die vom Arbeitsmarkt nachgefragten Kompetenzen und Qualifikationen. In praktisch allen Branchen sind vermehrt digitale Skills verlangt \u2013 gleichzeitig entstehen vollkommen neue Berufe. Die am Arbeitsmarkt angebotenen Qualifikationen sollten auch in Zukunft m\u00f6glichst gut auf die Nachfrage abgestimmt sein.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Herausforderung besteht darin, dass Kinder, Jugendliche und Erwachsene ICT- und Querschnittkompetenzen erwerben, um erfolgreich am wirtschaftlichen wie auch am sozialen, politischen und kulturellen Leben teilhaben zu k\u00f6nnen. Sehr wichtig ist auch die Sensibilisierung f\u00fcr die Risiken im Zusammenhang mit der Nutzung der neuen Technologien. Das Bildungssystem sollte diese Kompetenzen alters- und zielgruppenad\u00e4quat auf allen Bildungsstufen und in allen Bildungsg\u00e4ngen vermitteln.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIm internationalen Vergleich schneiden die Schweizer ICT-Fachkr\u00e4fte sowohl in Bezug auf das Angebot als auch auf ihre Qualifikation gut ab. Allerdings deutet eine steigende Nachfrage auf einen zunehmenden Fachkr\u00e4ftemangel hin. Hier muss das Bildungssystem mithelfen, den ben\u00f6tigten Nachwuchs zu sichern. Entscheidend ist, das Interesse der Kinder und Jugendlichen an den sogenannten Mint-F\u00e4chern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) fr\u00fch genug zu wecken. Dabei braucht es aber nicht nur ICT-Spezialisten, denn die Digitalisierung wirkt sich auf fast alle Berufe aus.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDer Berufsbildung ist es bisher dank dem engen Bezug zum Arbeitsmarkt gelungen, den digitalen Wandel zu bew\u00e4ltigen. Die St\u00e4rke des Systems liegt darin, dass die Wirtschaft die erforderlichen Kompetenzen f\u00fcr einen Beruf definiert und kontinuierlich weiterentwickelt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEine zentrale Rolle spielt auch die Weiterbildung. Seit dem Inkrafttreten des Weiterbildungsgesetzes Anfang\u00a02017 kann der Bund k\u00fcnftig die Eigeninitiative von Privatpersonen unterst\u00fctzen \u2013 etwa im Bereich der F\u00f6rderung der Grundkompetenzen. Im November 2017 hat der Bundesrat zudem Massnahmen verabschiedet, mit denen die Kompetenzen gering qualifizierter und insbesondere \u00e4lterer Arbeitnehmender gef\u00f6rdert werden sollen.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Vorteile der Digitalisierung aussch\u00f6pfen<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Digitalisierung ver\u00e4ndert den Kontext des Lehrens und Lernens von Grund auf. Die digitalen Medien bieten den Lernenden vielf\u00e4ltige Entwicklungsm\u00f6glichkeiten. Um die Vorteile der ICT bestm\u00f6glich zu nutzen, braucht es gute Rahmenbedingungen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Schweizer Schulen sind in digitaler Hinsicht gut ausger\u00fcstet. Aber die vorhandene Infrastruktur k\u00f6nnte noch besser genutzt werden: Es gen\u00fcgt heute nicht mehr, Ger\u00e4te zur Verf\u00fcgung zu stellen und einen Internetanschluss einzurichten. Zwingend sind auch eine stabile, schnelle und sichere Verbindung sowie der garantierte Zugang zu digitalen Diensten. Ausserdem m\u00fcssen die Lehr- und Lernressourcen an die Herausforderungen der Digitalisierung angepasst sein. Schliesslich gilt es auch die Lehrpersonen zu schulen, damit sie \u00fcber die notwendigen Kompetenzen verf\u00fcgen. All dies setzt eine verst\u00e4rkte Koordination zwischen den verschiedenen Bildungsstufen und den beteiligten Akteuren voraus.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Pers\u00f6nliche Daten sch\u00fctzen<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nW\u00e4hrend des Lehr- und Lernprozesses wird eine enorme Datenmenge produziert. Lehrpersonen, Schulleiter, Beh\u00f6rden, aber auch Forscher sollten darauf Zugriff haben, um etwa die Lehrmethoden und die Lernbegleitung stetig zu verbessern. Mit den digitalen Daten sind jedoch auch Sicherheits- und Datenschutzrisiken verbunden. So k\u00f6nnten Daten etwa v\u00f6llig unbemerkt abgezweigt oder manipuliert werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBesonders gross ist die Gefahr, wenn Software und Server pers\u00f6nliche Daten zur Identifikation der Nutzer verlangen. Hier muss der Datenschutz wasserdicht sein: Pers\u00f6nliche Daten m\u00fcssen sowohl bei der Erhebung, der Bearbeitung, der Nutzung als auch bei der Aufbewahrung sicher und vor Missbrauch gesch\u00fctzt sein.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die digitalen Technologien stellen das Bildungssystem auf die Probe: Die Kompetenzen der Bev\u00f6lkerung m\u00fcssen kontinuierlich weiterentwickelt werden, wenn die Schweiz bei der Entwicklung und der Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnik (ICT) weiterhin zu den leistungsf\u00e4higsten L\u00e4ndern geh\u00f6ren will. 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Indem das Bildungssystem rasch auf solche Ver\u00e4nderungen reagiert, nutzt es die damit verbundenen Chancen. Gleichzeitig sorgt es daf\u00fcr, dass auch in Zukunft gen\u00fcgend Fachkr\u00e4fte bereitstehen. Auch wenn die Schweiz aktuell \u00fcber eine grosse Anzahl ICT-Spezialisten verf\u00fcgt, zeichnet sich zunehmend ein Fachkr\u00e4ftemangel ab. Das Bildungssystem hat hierbei einen doppelten Auftrag zu erf\u00fcllen: Es muss einerseits die erforderlichen Fachleute ausbilden und andererseits aktuelle Bildungsangebote bereitstellen. Um vermehrt von den Vorteilen der Digitalisierung in den Bereichen Lehren und Lernen zu profitieren, m\u00fcssen gute Rahmenbedingungen bestehen. IT-Daten m\u00fcssen f\u00fcr die Fachleute zug\u00e4nglich sein, gleichzeitig aber vor externen Zugriffen gesch\u00fctzt werden.","magazine_issue":"20180201","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":[4127,0],"korrektor":4139,"planned_publication_date":"20171222","original_files":null,"external_release_for_author":"20171205","external_release_for_author_time":"23:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/5a0d4324d7395"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/107842"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4631"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=107842"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/107842\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":126288,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/107842\/revisions\/126288"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4127"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4287"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4631"}],"acf:post":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/157012"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/156289"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/23638"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=107842"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=107842"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=107842"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=107842"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=107842"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=107842"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}