{"id":108261,"date":"2017-10-24T08:36:06","date_gmt":"2017-10-24T08:36:06","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2017\/10\/foellmi-11-2017fr\/"},"modified":"2023-08-23T23:04:40","modified_gmt":"2023-08-23T21:04:40","slug":"foellmi-11-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2017\/10\/foellmi-11-2017\/","title":{"rendered":"Weiter Weg zum Liberalisierungserfolg bei imperfekten Kreditm\u00e4rkten"},"content":{"rendered":"<p>Internationaler Handel tr\u00e4gt in vielen L\u00e4ndern bedeutend zu Produktivit\u00e4t, Wachstum und Wohlstand bei. Die vorteilhaften Auswirkungen des internationalen Handels entfalten sich dabei auf unterschiedliche Weise. Beispielsweise steht den Haushalten dank des internationalen Handels eine breitere Palette von Konsumg\u00fctern zur Verf\u00fcgung. Der freie Export und Import von G\u00fctern gestattet die effiziente Spezialisierung auf Sektoren, in denen ein komparativer Vorteil gegen\u00fcber anderen Volkswirtschaften besteht. Heimische Unternehmen k\u00f6nnen dank der Offenheit einen gr\u00f6sseren Markt bedienen und daher zu tieferen Kosten produzieren.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nSchliesslich zeigt die j\u00fcngste Forschung, dass der mit dem Handel einhergehende Konkurrenzdruck dazu f\u00fchrt, dass knappe Ressourcen wie Arbeit und Kapital verst\u00e4rkt dort eingesetzt werden, wo die Produktivit\u00e4t hoch ist. Der Wettbewerbsdruck zwingt Unternehmen zudem, konsequent Produktivit\u00e4tssteigerungen anzustreben.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Diese vorteilhaften Auswirkungen des internationalen Handels d\u00fcrften vielen Bewohnern der Schweiz aus eigener Erfahrung gel\u00e4ufig sein. Selbstverst\u00e4ndlich sind sie aber nicht auf die Schweiz beschr\u00e4nkt. Wie die empirische Forschung zeigt, k\u00f6nnen sie in vielen anderen reichen L\u00e4ndern beobachtet werden.&#13;<\/p>\n<h2>Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4nder<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Situation in Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4ndern pr\u00e4sentiert sich jedoch weniger eindeutig. Die meisten dieser L\u00e4nder sind heute in einem viel gr\u00f6sseren Ausmass in die Weltwirtschaft integriert, als dies noch in den fr\u00fchen Neunzigerjahren der Fall war. Dani Rodrik, ein f\u00fchrender Entwicklungs- und Handels\u00f6konom, weist aber schon seit geraumer Zeit darauf hin, dass die Erfahrungen der Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4nder mit Handelsliberalisierungen sehr unterschiedlich ausgefallen sind.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> W\u00e4hrend in vielen asiatischen \u00d6konomien die Integration in die Weltwirtschaft mit starken Produktivit\u00e4tszuw\u00e4chsen einhergegangen ist, haben insbesondere arme L\u00e4nder in Afrika und Lateinamerika weniger profitiert. In diesen L\u00e4ndern findet die Reallokation \u2013 also die Umschichtung von Arbeit und Kapital hin zu produktiveren Sektoren und Unternehmen \u2013 kaum statt. In einigen F\u00e4llen scheint diese allokative Effizienz \u00fcber den Zeitraum der Liberalisierung gar gefallen zu sein.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDiese Beobachtungen f\u00fchren zu offensichtlichen Fragen. Wieso kommt der positive Reallokationseffekt in gewissen L\u00e4ndern nicht zum Tragen? Welche Faktoren beeinflussen, ob eine st\u00e4rkere Integration in die Weltwirtschaft die allokative Effizienz erh\u00f6ht oder vermindert? Was muss getan werden, damit ein wichtiger Teil der vorteilhaften Auswirkungen des internationalen Handels nicht auf OECD-L\u00e4nder und Schwellenl\u00e4nder in Asien beschr\u00e4nkt bleibt? Die wissenschaftliche Forschung ist dabei, Antworten auf diese komplexen Fragen zu liefern. Ein gemeinsames Forschungsprojekt unsererseits tr\u00e4gt dazu bei.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Wir studieren die Rolle schlecht funktionierender Kreditm\u00e4rkte. Uns interessiert, wie sich eine Handelsliberalisierung \u2013 und der mit ihr einhergehende Anstieg des Konkurrenzdrucks \u2013 auf die Zuteilung von Kapital auf Sektoren und Firmen auswirkt, wenn die Kreditm\u00e4rkte ihre Funktion nur unzul\u00e4nglich erf\u00fcllen. Eine theoretische Analyse ist hierf\u00fcr unabdingbar, bildet sie doch die Grundlage f\u00fcr empirische Studien und die Herleitung von Handlungsoptionen.&#13;<\/p>\n<h2>Kreditm\u00e4rkte funktionieren oft nicht richtig<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDer Fokus auf imperfekte Kreditm\u00e4rkte ist naheliegend. Die oben erw\u00e4hnte Erkenntnis, dass versch\u00e4rfter Konkurrenzdruck die Effizienz erh\u00f6ht, beruht auf der Voraussetzung, dass der Kreditmarkt \u2013 vereinfacht: das Bankensystem eines Landes \u2013 \u00abfunktioniert\u00bb. Von einem funktionierenden Kreditmarkt spricht man, wenn die vorhandenen Ersparnisse mehrheitlich den produktivsten Firmen und Unternehmen mit erfolgversprechenden Gesch\u00e4ftsideen zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Dies mag in der Schweiz und anderen reichen L\u00e4ndern der Fall sein.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Realit\u00e4t in armen L\u00e4ndern sieht aber oft anders aus. Dort haben insbesondere kleinere Firmen kaum gen\u00fcgend Zugang zu Fremdkapital, auch wenn sie relativ produktiv sind oder erfolgversprechende Ideen in der Pipeline haben. Als Grundlage f\u00fcr die Kreditvergabe dienen oft nicht so sehr die Kriterien Produktivit\u00e4t und Potenzial, sondern das Ausmass an Sicherheiten, die einer Kreditvereinbarung zugrunde liegen. Dies geschieht nat\u00fcrlich nicht von ungef\u00e4hr. Es widerspiegelt die Tatsache, dass in vielen armen L\u00e4ndern die gerichtliche Durchsetzung unbesicherter Kreditvertr\u00e4ge f\u00fcr die Gl\u00e4ubiger enorm zeitintensiv und teuer ist. Sicherheiten und langj\u00e4hrige Beziehungen spielen daher eine herausragende Rolle, und so fliesst das Kapital zu Unternehmen, die solches vorweisen k\u00f6nnen \u2013 auch dann, wenn diese nicht sehr produktiv sind und nur ein geringes Potenzial aufweisen.&#13;<\/p>\n<h2>N\u00e4her an der Realit\u00e4t modellieren<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Annahme gut funktionierender Kreditm\u00e4rkte ist also im Falle armer Entwicklungsl\u00e4nder in Afrika und Lateinamerika zweifellos zu weit von der Realit\u00e4t entfernt. Unsere theoretische Analyse geht deshalb von imperfekten Kreditm\u00e4rkten aus. Wie immer, wenn wir vom Bild perfekt funktionierender M\u00e4rkte abweichen, stellt sich die Frage, welche Form diese Abweichungen annehmen sollen. In unserem Fall: Welches sind zentrale, weitverbreitete Aspekte real existierender Kreditm\u00e4rkte in armen L\u00e4ndern? Wir folgen einem Ansatz, der zwei wichtige Implikationen hat. Erstens wird der Zugang eines Unternehmens zu Krediten haupts\u00e4chlich von dessen Eigenkapitalausstattung bestimmt; dies ist konsistent mit der Beobachtung, dass Sicherheiten in den Kreditm\u00e4rkten armer L\u00e4nder eine herausragende Rolle spielen. Zweitens erhalten Unternehmen mit mehr Gewinnpotenzial h\u00f6here Kredite. Diese zweite Implikation f\u00fchrt dazu, dass ein Anstieg der Kreditkosten den Zugang zu Fremdkapital erschwert \u2013 insbesondere f\u00fcr kleine Unternehmen, da deren Gewinne stark von den Kreditkosten abh\u00e4ngen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nUnser theoretischer Rahmen kombiniert diese Modellierung des Kreditmarkts mit weiteren Annahmen, die plausibel und in der Literatur weitverbreitet sind. So nehmen wir an, dass die Ausstattungen der Unternehmen mit Eigenkapital ungleich verteilt sind und dass produktivere Technologien einen h\u00f6heren Kapitaleinsatz erfordern. Auch gestehen wir den Unternehmen einen beschr\u00e4nkten Preissetzungsspielraum zu. Handelsbarrieren nehmen die Form von Kosten an, die beim Import von G\u00fctern anfallen und den Preis ausl\u00e4ndischer G\u00fcter im Inland verteuern. Eine Liberalisierungsrunde bedeutet in diesem Rahmen eine beschr\u00e4nkte Reduktion dieser Handelskosten \u2013 und damit eine Verringerung des Preissetzungsspielraums der heimischen Unternehmen. Kurz: Eine Liberalisierung f\u00fchrt zu einem Anstieg des Konkurrenzdrucks.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nMithilfe dieses Modellrahmens untersuchen wir, wie sich eine Abfolge von Liberalisierungsrunden auf die Effizienz der Kapitalallokation und den Wohlstand auswirkt. Ist es m\u00f6glich, dass \u2013 wie in einigen armen L\u00e4ndern beobachtet \u2013 eine beschr\u00e4nkte Reduktion der Handelskosten die Effizienz der Kapitalallokation nicht verbessert, sondern gar vermindert? Falls ja, welche Mechanismen sind daf\u00fcr verantwortlich? Und: Was w\u00fcrde dies f\u00fcr den Wohlstand des durchschnittlichen Haushalts bedeuten?&#13;<\/p>\n<h2>Die Effizienz kann abnehmen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nWir stellen tats\u00e4chlich fest, dass eine beschr\u00e4nkte Reduktion der Handelskosten die Effizienz der Kapitalallokation verschlechtern kann. Dies ist ein Resultat, das in einem vergleichbaren Modell mit perfekt funktionierenden Kreditm\u00e4rkten nicht auftreten k\u00f6nnte; in einem solchen w\u00fcrde die allokative Effizienz immer ansteigen. Das Resultat zeigt, wie zentral die Annahme perfekt funktionierender Kreditm\u00e4rkte ist. Wie kommt es aber zustande? Betrachten wir zuerst eine Situation mit relativ hohen Handelskosten, wo die inl\u00e4ndische \u00d6konomie in nur geringem Masse in die Weltwirtschaft integriert ist. Unter diesen Umst\u00e4nden haben inl\u00e4ndische Firmen einen grossen Preissetzungsspielraum. Dies bedeutet, dass sie relativ hohe Preise setzen k\u00f6nnen, ohne dass die Nachfrage wegen steigender Importe kollabiert. Unternehmen mit geringer Eigenkapitalausstattung \u2013 typischerweise kleine Unternehmen \u2013 tun dies auch. Sie haben nur geringen Zugang zu Krediten und sind daher in ihrer Produktionskapazit\u00e4t eingeschr\u00e4nkt. Diese Einschr\u00e4nkung veranlasst sie, h\u00f6here Preise zu setzen, als sie dies bei besserem Zugang t\u00e4ten. Kommt es nun zu einer Liberalisierungsrunde, verringert sich dieser Preissetzungsspielraum. Die kleinen Unternehmen m\u00fcssen die Preise senken, um die Kunden nicht an die ausl\u00e4ndische Konkurrenz zu verlieren. Aber nicht nur dies. Um die besseren M\u00f6glichkeiten des Exports ins Ausland zu nutzen, erh\u00f6hen grosse Unternehmen ihre Kapitalnachfrage, was zu einem Anstieg der Kreditkosten f\u00fchrt. F\u00fcr kleinere Unternehmen bedeutet dies, dass ihre Gewinnmargen gleichzeitig von zwei Seiten unter Druck kommen: tieferen Preisen und h\u00f6heren Kreditkosten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDiese Reduktion der Gewinnmargen hat Konsequenzen f\u00fcr den Zugang zu Krediten. Letzterer verschlechtert sich weiter\u2014f\u00fcr einige kleinere Unternehmen so stark, dass sie die relativ grossen Investitionen in hoch produktive Fertigungstechniken nicht mehr stemmen k\u00f6nnen und gezwungen sind, mit weniger produktivem Equipment zu arbeiten. Somit erh\u00f6ht sich die Gesamtzahl der kleineren Unternehmen mit tiefer Produktivit\u00e4t. W\u00e4hrenddessen fahren die grossen und produktiven Unternehmen ihre Investitionen hoch, um Exportm\u00e4rkte st\u00e4rker zu bedienen. Wir nennen diese Ver\u00e4nderung in der Produktionsstruktur des Inlands den \u00abPolarisierungseffekt\u00bb. Wenn die Anzahl der kleineren Firmen, die neu mit geringer Produktivit\u00e4t arbeiten, gen\u00fcgend gross ist, kommt es zu besagter Verringerung der allokativen Effizienz. Dieser Effekt kann so stark sein, dass trotz den tieferen Preisen f\u00fcr manche G\u00fcter die Wohlfahrt der Haushalte letztlich f\u00e4llt. Doch selbst in einer Situation mit imperfekten Kreditm\u00e4rkten zeitigt verst\u00e4rkter Handel irgendwann positive Effekte. Wird mit einer Abfolge von Liberalisierungsschritten die vollst\u00e4ndige Integration in die Weltwirtschaft erreicht, verbessert sich die allokative Effizienz klar. Dies deshalb, weil der starke Konkurrenzdruck auf dem Weltmarkt kleine Unternehmen mit tiefer Produktivit\u00e4t zum Aufgeben zwingt. Ausgehend von einem hohen Anfangsniveau, f\u00fchrt eine kleine Reduktion der Handelskosten zu einem R\u00fcckgang der Effizienz und damit der Wohlfahrt. Werden die Kosten aber sehr stark abgebaut, resultiert am Ende eine Verbesserung (siehe <em>Abbildung<\/em>).&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Zusammenhang zwischen Handelskosten und Wohlfahrt in L\u00e4ndern mit imperfekten Kreditm\u00e4rkten<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2017\/09\/Bildschirmfoto-2017-09-25-um-10.40.01.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-73237 size-medium\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2017\/09\/Bildschirmfoto-2017-09-25-um-10.40.01-361x600.png\" alt=\"\" width=\"361\" height=\"600\" \/><\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: F\u00f6llmi und Oechslin (2017) \/ Die Volkswirtschaft&#13;<br \/>\n<\/span>&#13;<\/p>\n<h2>Lokale Umst\u00e4nde beachten<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nWelche Schl\u00fcsse ziehen wir aus diesen Ergebnissen? Sicherlich unterst\u00fctzen sie die Einsicht, dass die Effekte konkreter \u00f6konomischer Reformen \u2013 hier: einer st\u00e4rkeren Integration in den Weltmarkt \u2013 kontextspezifisch, also abh\u00e4ngig von den konkreten Rahmenbedingungen sind. Einfach gesagt: Was f\u00fcr die Schweiz bestens funktioniert, muss in Afrika s\u00fcdlich der Sahara nicht notwendigerweise in gleichem Ausmass erfolgreich sein (und umgekehrt). \u00d6konomische Reformen sollten daher nicht gem\u00e4ss einer universellen Schablone angegangen werden, sondern m\u00fcssen lokale Gegebenheiten ber\u00fccksichtigen und wom\u00f6glich kontextspezifische Begleitmassnahmen beinhalten. Falls der von uns identifizierte Mechanismus von empirischer Relevanz sein sollte, welche Gestalt k\u00f6nnten solche Begleitmassnahmen in Entwicklungsl\u00e4ndern sinnvollerweise annehmen?&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEine kurzfristig praktikable Massnahme w\u00e4re, Liberalisierungsrunden mit der Einf\u00fchrung von sogenannten Subsidized-credit Schemes f\u00fcr kleinere und mittelgrosse Unternehmen einhergehen zu lassen. Solche subventionierten Kredite w\u00fcrden einen sprunghaften Anstieg der Kreditkosten f\u00fcr diese Unternehmen abfedern und so mithelfen, eine abrupte Verschlechterung des Zugangs zum Kreditmarkt abzuwenden. Ein solcher Fokus auf Massnahmen zugunsten kleinerer und mittelgrosser Unternehmen ist relativ neu, befasst sich doch ein grosser Teil der Literatur zu internationalem Handel und imperfekten Kreditm\u00e4rkten mit spezifischen Problemen grosser, exportorientierter Unternehmen. Aus einer l\u00e4ngerfristigen Perspektive sind f\u00fcr den Erfolg von Handelsliberalisierungen in Entwicklungsl\u00e4ndern institutionelle Reformen hilfreich, die das Funktionieren der privaten Kreditwirtschaft f\u00fcr einen breiten Teil der Wirtschaft unterst\u00fctzen. Dazu geh\u00f6ren Reformen des Gerichtswesens, die die M\u00f6glichkeit schaffen, Kreditvereinbarungen zwischen privaten Parteien rasch und kosteng\u00fcnstig durchzusetzen.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Siehe z. B. Pavcnik (2002) sowie Melitz und Ottaviano (2008).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">McMillan, Rodrik und Verduzco-Gallo (2014).\u00a0&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">F\u00f6llmi und Oechslin (2017).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Internationaler Handel tr\u00e4gt in vielen L\u00e4ndern bedeutend zu Produktivit\u00e4t, Wachstum und Wohlstand bei. Die vorteilhaften Auswirkungen des internationalen Handels entfalten sich dabei auf unterschiedliche Weise. 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Eine Erkl\u00e4rung bieten nicht funktionierende Kapitalm\u00e4rkte.","post_hero_image_description":"In vielen Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4ndern haben Kleinproduzenten kaum Zugang zu Fremdkapital. Teppichweber in Peru.","post_hero_image_description_copyright_de":"Keystone","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"<ul>&#13;\n \t<li>F\u00f6llmi, Reto und Manuel Oechslin (2017). Harmful Pro-Competitive Effects of Trade in Presence of Credit Market Frictions, Working Paper, Universit\u00e4ten St. Gallen und Luzern.<\/li>&#13;\n \t<li>McMillan, Margaret, Rodrik, Dani und Inigo Verduzco-Gallo (2014). Globalization, Structural Change, and Productivity Growth, with an Update on Africa, in: World Development 63, S. 11-32.<\/li>&#13;\n \t<li>Melitz, Marc und Giancarlo Ottaviano (2008). Market Size, Trade, and Productivity, in: Review of Economic Studies 75, S. 295-316.<\/li>&#13;\n \t<li>Pavcnik, Nina (2002). Trade Liberalization, Exit, and Productivity Improvements: Evidence from Chilean Plants, in: Review of Economic Studies 69, S. 245-276.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":108264,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":108268,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"72664","post_abstract":"Entwicklungsl\u00e4nder sind heute in einem viel gr\u00f6sseren Ausmass in die Weltwirtschaft integriert als noch vor 30 Jahren. 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