{"id":108295,"date":"2017-10-24T08:36:05","date_gmt":"2017-10-24T08:36:05","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2017\/10\/busch-11-2017fr\/"},"modified":"2025-06-16T10:59:26","modified_gmt":"2025-06-16T08:59:26","slug":"busch-11-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2017\/10\/busch-11-2017\/","title":{"rendered":"Investitionsschw\u00e4che in der Schweiz?"},"content":{"rendered":"<p>Das Produktionspotenzial \u2013 und damit das langfristige Wachstum \u2013 einer Volkswirtschaft wird bestimmt durch die H\u00f6he des Kapitalstocks, durch das verf\u00fcgbare Arbeitsvolumen und dessen Qualit\u00e4t sowie durch die eingesetzten Produktions&shy;techniken. Investitionen sind dabei von zentraler Bedeutung: Sie erh\u00f6hen einerseits direkt den Kapitalstock, wenn beispielsweise eine Maschine angeschafft wird. Andererseits f\u00fchren Investitionen in Forschung und Entwicklung zu Innovation und Produktivit\u00e4ts&shy;steigerungen.<\/p>\n<p>Wird zu wenig investiert, f\u00fchrt dies folglich l\u00e4ngerfristig zu einem tieferen Wachstumspotenzial. Doch sowohl theoretisch als auch empirisch ist es schwierig, zu bestimmen, wie hoch die gesamtwirtschaftlich \u00aboptimalen\u00bb Investitionen sind.<\/p>\n<p>In der \u00f6ffentlichen Debatte wird oft die nominale Investitionsquote \u2013 also das Verh\u00e4ltnis der Bruttoanlageinvestitionen (Bau- und Ausr\u00fcstungsinvestitionen) zum Bruttoinlandprodukt (BIP) \u2013 f\u00fcr die Argumentation einer Investitionsschw\u00e4che herangezogen: Diese weist seit den Achtzigerjahren, wie in vielen anderen L\u00e4ndern, auch in der Schweiz einen negativen Trend auf. Eine solche nominale Betrachtung ist jedoch mit Vorsicht zu geniessen, denn die Preise der Investitionsg\u00fcter \u2013 insbesondere von Computer-Hard- und -Software \u2013 gehen im Vergleich zu den Konsumg\u00fcterpreisen seit l\u00e4ngerer Zeit bei steigender Qualit\u00e4t zur\u00fcck. Damit sinkt nominal der Anteil, welcher aus Preis und Menge berechnet wird, auch wenn real ein gleich hoher Anteil investiert wird; beispielsweise gleich viele Maschinen im Vergleich zu Konsumg\u00fctern.<\/p>\n<p>Ein geeigneteres Bild liefert die reale Investitionsquote. Mit einem Anteil von durchschnittlich knapp 24 Prozent der Bruttoanlageinvestition am BIP zwischen 1995 bis 2016 ist diese in der Schweiz im internationalen Vergleich sehr hoch (siehe <em>Abbildung 1<\/em>). Im Gegensatz zur nominalen Reihe weist die reale Investitionsquote f\u00fcr die letzten 20 Jahre zudem keine strukturelle Abnahme auf.<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 1: Bruttoanlageinvestitionen ausgew\u00e4hlter L\u00e4nder (real, in&nbsp;% des BIP, 1995\u20132016)<\/strong><\/h3>\n<div class=\"legacy_chart_custom\"><div class='chart chart--normal' id='busch_Nussbaumer_Wegmueller_1_de'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#busch_Nussbaumer_Wegmueller_1_de').highcharts({\n chart: {\n        type: 'line'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n  \n    xAxis: {\n        categories: ['1995', '1996', '1997', '1998', '1999', '2000', '2001', '2002', '2003', '2004', '2005', '2006', '2007', '2008', '2009', '2010', '2011', '2012', '2013', '2014', '2015', '2016', '2017']\n    },\n       tooltip: {\n    headerFormat: '<b>{series.name}<\/b><br>',\n            pointFormat: '{point.x}'+ ':  ' + '{point.y}' + '%' \n            \n        },\n\n\n\/\/------->\n enabled: true blendet Punkte ein, enabled: false blendet Punkte aus <-------\/\/\n\n\n\n\n\n\n  plotOptions: {\n            series: {\n            pointStart: 1995\n        }, line: {\n                marker: {\n                    enabled: false\n                }\n            }\n        },\n    yAxis: {\n        title: {\n            text: ''\n        },\n         labels: {\n                format: '{value}%' \/\/ nacht, dass auf der Y-Achse das Prozentzeichen angezeigt wird. 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Wie bei einem Auto, das Reparaturen ben\u00f6tigt und mit der Zeit ersetzt wird, muss auch eine Volkswirtschaft den Kapitalstock erneuern. Die Wertminderungen (Abschreibungen) m\u00fcssen durch Investitionen ersetzt werden und werden somit den Bruttoinvestitionen zugeschlagen.<\/p>\n<p>Bei der realen Nettoinvestitionsquote liegt die Schweiz international nur im Durchschnitt (siehe <em>Abbildung 2<\/em>). Dies ist auf hohe Abschreibungen zur\u00fcckzuf\u00fchren, weil die Schweiz \u00fcber einen grossen Kapitalstock verf\u00fcgt. Zudem fliessen rund zwei Drittel der gesamten Investitionen in Ausr\u00fcstungen. Davon bestehen wiederum 40 Prozent aus immateriellen Investitionsg\u00fctern wie beispielsweise Forschung und Entwicklung (F&amp;E) oder Software.<\/p>\n<p>Solche Investitionen wirken sich zwar besonders positiv auf die Produktivit\u00e4t aus und sind zu begr\u00fcssen. Allerdings verlieren sie relativ schnell an Wert und m\u00fcssen deshalb nach kurzer Zeit abgeschrieben werden. Dies f\u00fchrt zur paradoxen Entwicklung, dass \u2013 entgegen dem Trend bei den Investitionen \u2013 der Anteil der Bauinvestitionen am nicht finanziellen Kapitalstock zulasten der Ausr\u00fcstungen zugenommen hat.<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 2: Nettoanlageinvestitionen ausgew\u00e4hlter L\u00e4nder (real, in&nbsp;% des BIP, 1995\u20132016)<\/strong><\/h3>\n<div class=\"legacy_chart_custom\"><div class='chart chart--normal' id='busch_Nussbaumer_Wegmueller_2_de'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#busch_Nussbaumer_Wegmueller_2_de').highcharts({\n\n  chart: {\n        type: 'line'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n  \n    xAxis: {\n        categories: ['1995', '1996', '1997', '1998', '1999', '2000', '2001', '2002', '2003', '2004', '2005', '2006', '2007', '2008', '2009', '2010', '2011', '2012', '2013', '2014', '2015', '2016', '2017']\n    },\n           tooltip: {\n    headerFormat: '<b>{series.name}<\/b><br>',\n            pointFormat: '{point.x}'+ ':  ' + '{point.y}' + '%' \n            \n        },\n\n\n\/\/------->\n enabled: true blendet Punkte ein, enabled: false blendet Punkte aus <-------\/\/\n\n\n\n\n\n\n  plotOptions: {\n            series: {\n            pointStart: 1995\n        }, line: {\n                marker: {\n                    enabled: false\n                }\n            }\n        },\n    yAxis: {\n        title: {\n            text: ''\n        },\n         labels: {\n                format: '{value}%' \/\/ nacht, dass auf der Y-Achse das Prozentzeichen angezeigt wird. 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Dies bedeutet, dass der Kapitalstock nicht mehr gleich stark ansteigt wie noch in den Neunzigerjahren. Seit dem Ausbruch der Finanzkrise 2007 verharrt die Quote zudem unter dem langj\u00e4hrigen Durchschnitt \u2013 namentlich weil die Netto-Ausr\u00fcstungsinvestitionen sich mit der Frankenaufwertung schwach entwickelten und zeitweise sogar negativ ausfielen. Entsprechend nimmt die Kapitalintensit\u00e4t der Produktion in der Schweiz im internationalen Vergleich seit geraumer Zeit nur wenig zu; der reale Kapitalstock pro Arbeitsstunde stagnierte gar in der Zeit zwischen 2002 und 2013.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a><\/p>\n<h2><strong>Die Goldene Regel<\/strong><\/h2>\n<p>Investitionen sind dadurch wohlfahrtserh\u00f6hend, dass ein Teil des heutigen Einkommens nicht konsumiert, sondern gespart und in Produktionsanlagen investiert wird. Dadurch erm\u00f6glichen sie in Zukunft ein h\u00f6heres Konsumniveau. Entsprechend implizieren sowohl eine Investitionsquote von 0 Prozent am BIP als auch eine Quote von 100 Prozent den vollst\u00e4ndigen Verzicht auf Konsum in Zukunft oder heute. Folglich besteht irgendwo dazwischen eine optimale Investitionsquote, welche den Konsum insgesamt (das heisst heute und in Zukunft) maximiert. In der \u00d6konomie spricht man von der \u00abGoldenen Regel\u00bb.<\/p>\n<p>Vereinfacht sollte gem\u00e4ss der Goldenen Regel so lange mehr investiert werden, bis der zus\u00e4tzliche Ertrag des Kapitals (der mit steigender Investitionsquote abnimmt) der Summe aus Abschreibungsquote und Wachstumsrate (technischer Fortschritt und Bev\u00f6lkerungswachstum) entspricht. Denn \u00fcber diesem Optimum f\u00fchren h\u00f6here Investitionen nur noch zu geringen Produktionsgewinnen, was die zus\u00e4tzlich notwendigen Abschreibungen auf dem Kapitalstock nicht zu decken vermag. Bei einer unter dem Optimum liegenden Investitionsquote bedingt eine Erh\u00f6hung der Investitionen ein Abw\u00e4gen, wie der Konsumverzicht heute gegen\u00fcber dem Konsumgewinn in Zukunft gewertet wird.<\/p>\n<p>Verschiedene Gr\u00fcnde k\u00f6nnen dazu beitragen, dass eine Volkswirtschaft das optimale Niveau nicht automatisch erreicht. Beispielsweise, weil den zuk\u00fcnftigen Generationen zu wenig Beachtung geschenkt wird oder weil der aus den Investitionen resultierende Nutzen nebst der investierenden Firma auch anderen Unternehmen zugutekommt (zum Beispiel sogenannte Wissens-Spill-over aus der Forschung).<\/p>\n<h2><strong>Empirische \u00dcberpr\u00fcfung schwierig<\/strong><\/h2>\n<p>So zentral das Konzept der Goldenen Regel theoretisch ist, so schwierig ist seine empirische \u00dcberpr\u00fcfung. Entsprechend kommen Studien zu unterschiedlichen Ergebnissen f\u00fcr die Schweiz.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Vereinfacht gesagt, sollten die Ertr\u00e4ge aus dem Kapitalstock langfristig ausreichen, um diesen konstant zu halten. Mit anderen Worten: Der Kapitalstock sollte proportional zum langfristigen Wachstum der Gesamtwirtschaft, welches aus technischem Fortschritt, Humankapitalzunahme und Bev\u00f6lkerungswachstum bestimmt wird, bleiben. Der Kapitalstock befindet sich somit nahe dem optimalen Niveau, wenn die Kapitalrendite im langfristigen Durchschnitt der Wachstumsrate der Gesamtwirtschaft entspricht.<\/p>\n<p>Neuere Berechnungen im Auftrag des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft (Seco) zur gesamtwirtschaftlichen Kapitalrendite geben Hinweise auf diesen Zusammenhang: Im Mittelwert der Jahre 1997 bis 2010 lagen die Wachstumsrate und die Kapitalertr\u00e4ge relativ nah zusammen (siehe <em>Abbildung 3<\/em>). Dies deutet weder auf einen deutlich zu tiefen Kapitalstock noch auf eine starke \u00dcberakkumulation von Kapital hin \u2013 trotz hohem Kapitalstock, der grunds\u00e4tzlich zu tieferen Kapitalrenditen f\u00fchrt.<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 3: BIP-Wachstumsrate und Kapitalrendite (1997\u20132011)<br \/>\n<\/strong><\/h3>\n<div class=\"legacy_chart_custom\"><div class='chart chart--normal' id='busch_Nussbaumer_Wegmueller_3_de'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#busch_Nussbaumer_Wegmueller_3_de').highcharts({\n chart: {\n        type: 'line'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n  \n    xAxis: {\n        categories: ['1997', '1998', '1999', '2000', '2001', '2002', '2003', '2004', '2005', '2006', '2007', '2008', '2009', '2010']\n    },\n           tooltip: {\n    headerFormat: '<b>{series.name}<\/b><br>',\n            pointFormat: '{point.x}'+ ':  ' + '{point.y}' + '%' \n            \n        },\n\n\n\/\/------->\n enabled: true blendet Punkte ein, enabled: false blendet Punkte aus <-------\/\/\n\n\n\n\n\n\n  plotOptions: {\n            series: {\n            pointStart: 1997\n        }, line: {\n                marker: {\n                    enabled: false\n                }\n            }\n        },\n    yAxis: {\n        title: {\n            text: ''\n        },\n         labels: {\n                format: '{value}%' \/\/ nacht, dass auf der Y-Achse das Prozentzeichen angezeigt wird. 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(2013), vgl. auch Knolle (2014).<\/span><\/p>\n<p><span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: BFS, Dembinski et al. (2013) \/ Die Volkswirtschaft<\/span><\/p>\n<h2><strong>Dienstleistungsgesellschaft und Demografie<\/strong><\/h2>\n<p>Aufgrund von strukturellen Ver\u00e4nderungen kann sich die optimale Investitionsquote \u00fcber die Zeit verschieben. Der in den meisten fortgeschrittenen Volkswirtschaften zu beobachtende R\u00fcckgang der Nettoinvestitionsquote k\u00f6nnte ein Hinweis darauf sein. In diesem Fall k\u00f6nnte eine \u00abk\u00fcnstliche\u00bb Erh\u00f6hung der Gesamtinvestitionen im Hinblick auf die Wohlfahrt sogar kontraproduktiv sein.<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt solcher Erkl\u00e4rungen stehen der Wandel zur Dienstleistungsgesellschaft und die demografische Alterung. Wenn der Anteil Personen im erwerbsf\u00e4higen Alter abnimmt, sinken tendenziell auch das Potenzialwachstum und die Investitionsrenditen. Die Zunahme des Dienstleistungssektors wiederum k\u00f6nnte sich negativ auf die Investitionsquote auswirken, da sich dieser im Schnitt durch eine geringere Kapitalintensit\u00e4t auszeichnet.<\/p>\n<p>Mit dem Wandel hin zu einer Dienstleistungsgesellschaft ist auch eine \u00c4nderung der Investitionsstruktur verbunden, welche statistisch nur unzureichend erfasst wird: Zwar werden F&amp;E-Ausgaben oder Software als Investitionen ber\u00fccksichtigt, andere Formen nicht physischer Investitionen wie in Mitarbeiterausbildung oder bessere Prozesse jedoch nicht. Gem\u00e4ss Sch\u00e4tzungen sind solche Investitionen in Wissen und Information in den USA bereits doppelt so hoch wie die klassischen Investitionen in Maschinen oder Bauten.<\/p>\n<p>\u00c4hnliches gilt auch f\u00fcr Investitionen in Bildung und Humankapital insgesamt, welche aus Wachstumssicht wichtige Investitionen darstellen, aber nur zum Teil als solche verbucht werden. Damit wird die volkswirtschaftlich relevante Investitionsquote untersch\u00e4tzt. Auch die Frage einer Schw\u00e4che \u00f6ffentlicher Investitionen m\u00fcsste unter diesem Blickwinkel neu beurteilt werden.<\/p>\n<h2><strong>Immer weniger Firmen investieren in F&amp;E<\/strong><\/h2>\n<p>Bei einer Betrachtung der Gesamtinvestitionsquote wird schliesslich auch die Struktur der Investitionen vernachl\u00e4ssigt. So kommt etwa den Investitionen in F&amp;E eine besondere Bedeutung zu, da sie in der langen Frist zentral sind f\u00fcr Innovation und technischen Fortschritt und damit die Produktivit\u00e4tsentwicklung. Diesbez\u00fcglich ist in der Schweiz zwar seit Mitte der Neunzigerjahre der Anteil von F&amp;E am BIP gestiegen (siehe <em>Abbildung 4<\/em>). Allerdings verteilt sich der Zuwachs auf immer weniger Firmen. Im gleichen Zeitraum hat sich der Anteil der Firmen mit Forschung, Entwicklung und Innovationen etwa halbiert.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Was dies f\u00fcr das langfristige Wachstumspotenzial bedeutet, bed\u00fcrfte einer vertiefteren Abkl\u00e4rung.<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 4: Forschung, Entwicklung und Innovation in der Schweiz (1996\u20132015)<\/strong><\/h3>\n<div class=\"legacy_chart_custom\"><div class='chart chart--normal' id='busch_Nussbaumer_Wegmueller_4_de'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#busch_Nussbaumer_Wegmueller_4_de').highcharts({\n chart: {\n        zoomType: 'xy'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n    \n    xAxis: [{\n        categories: ['1996', '1999', '2002', '2005', '2008', '2011', '2013',  '2015'],\n        crosshair: true\n    }],\n    yAxis: [{ \/\/ Primary yAxis\n        labels: {\n            format: '{value}%',\n           \n        },\nmax:2.8,  min: 0,\n        title: {\n            text: 'Anteil am BIP',\n            \n        },\n\n    }, { \/\/ Secondary yAxis\n        title: {\n            text: 'Anteil Firmen',\n            \n        },\n\n\n       labels: {\n            format: '{value}%',\n\n            \n        },\n        opposite: true,\n min: 0,\n            max: 70,\n  tickInterval: 10\n    }],\n \n\n    tooltip: {\n        pointFormat: '{series.name}: {point.y}',\n        valueSuffix: '%',\n      \n            \n        },\n\n\n\/\/------->\n enabled: true blendet Punkte ein, enabled: false blendet Punkte aus <-------\/\/\n\n\n\n\n\n\n  plotOptions: {\n       line: {\n                marker: {\n                    enabled: false\n                }\n            }\n        },\n    \n    series: [{\n        name: 'Anteil Firmen mit F&E (rechte Skala)',\n        type: 'line',\n        color:'#88c0d3',\n        yAxis: 1,\n        data: [46.0,26.4,28.9,22.3,20.6,20.0,17.3,13.1],\n        \n\n    },{\n        name: 'Anteil Firmen mit Innovation (rechte Skala)',\n         color:'#0074be',\n        type: 'line',\n        yAxis: 1,\n        data: [63.9,59.3,58.9,46.2,44.9,39.5,39.8,33.6],\n        \n\n    }, {\n        name: 'F&E-Ausgaben (Privatwirtschaft) in&nbsp;% des BIP (linke Skala)',\n         color:'#d2d803',\n            dashStyle: 'shortdot',\n        type: 'line',\n        data: [1.73,1.73,1.72,1.97,2.01,2.1,2.29,2.45],\n       \n    }]\n});\n});\n\n\n\n<\/script>\n<\/div>\n<p><span class=\"text__legend\">Anmerkung: Fehlende Werte f\u00fcr F&amp;E-Ausgaben interpoliert.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: BFS, KOF-Innovationserhebung \/ Die Volkswirtschaft<\/span><em><br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Die Betrachtung zeigt, dass eine Fokussierung auf die Investitionsquote nicht ausreicht, um die Diagnose einer Investitionsschw\u00e4che zu stellen. Auch mit einem angemesseneren theoretischen Konzept ist die \u00abOptimalit\u00e4t\u00bb der Investitionsquote jedoch nur schwer zu bestimmen. Zu beachten ist insbesondere, dass die Struktur der Investitionen und des Kapitalstocks \u2013 und nicht prim\u00e4r deren H\u00f6he \u2013 ausschlaggebend ist f\u00fcr die Wirkung auf das Wirtschaftswachstum. Zu ber\u00fccksichtigen w\u00e4ren \u00fcberdies zahlreiche weitere Faktoren wie die hohe Sparquote der Schweiz, welche mit erheblichen Investitionen im Ausland einhergeht.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Vgl. J\u00e4ger et al. (2015).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Vgl. Geerolf (2013) oder Knolle (2013).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Vgl.<a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch2017\/10\/arvanitis-11-2017\/\"> Beitrag<\/a> von Arvanitis et al. (KOF) in dieser Ausgabe.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Produktionspotenzial \u2013 und damit das langfristige Wachstum \u2013 einer Volkswirtschaft wird bestimmt durch die H\u00f6he des Kapitalstocks, durch das verf\u00fcgbare Arbeitsvolumen und dessen Qualit\u00e4t sowie durch die eingesetzten Produktions&shy;techniken. Investitionen sind dabei von zentraler Bedeutung: Sie erh\u00f6hen einerseits direkt den Kapitalstock, wenn beispielsweise eine Maschine angeschafft wird. 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Endogenous Growth Theory, MIT Press.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;\r\n<ul>\r\n \t<li style=\"list-style-type: none;\">\r\n<ul>\r\n \t<li>Dembinski, Paul, Hannah Soissons, Evelyn Kohler und Alain Schoenenberger (2013). Productivit\u00e9 et rentabilit\u00e9 du capital physique et financier. Seco Strukturberichterstattung Nr. 50\/5.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;\r\n<ul>\r\n \t<li style=\"list-style-type: none;\">\r\n<ul>\r\n \t<li>Geerolf, Fran\u00e7ois (2013). Reassessing Dynamic Efficiency, unver\u00f6ffentlicht.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;\r\n<ul>\r\n \t<li style=\"list-style-type: none;\">\r\n<ul>\r\n \t<li>Griliches, Zvi (1992). The Search for R&amp;D Spillovers, Scandinavian Journal of Economics, vol. 94(0): 29\u201347.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;\r\n<ul>\r\n \t<li style=\"list-style-type: none;\">\r\n<ul>\r\n \t<li>J\u00e4ger, Philipp, Svetlana Rujin, Torsten Schmidt und Reto F\u00f6llmi (2015). <a href=\"https:\/\/www.seco.admin.ch\/seco\/de\/home\/Publikationen_Dienstleistungen\/Publikationen_und_Formulare\/Strukturwandel_Wachstum\/Wachstum\/der-zusammenhang-zwischen-dem-technischen-fortschritt--der-inves.html\">Der Zusammenhang zwischen dem technischen Fortschritt, der Investitionst\u00e4tigkeit und der Produktivit\u00e4ts\u00adentwicklung, Strukturberichterstattung Nr. 54\/4.<\/a> Studie im Auftrag des Seco.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;\r\n<ul>\r\n \t<li style=\"list-style-type: none;\">\r\n<ul>\r\n \t<li>Jarrett, Peter und C\u00e9line Letremy (2008). The Significance of Switzerland\u2019s Enormous Current-Account Surplus, OECD Economics Department Working Papers.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;\r\n<ul>\r\n \t<li style=\"list-style-type: none;\">\r\n<ul>\r\n \t<li>Knolle, Julia (2014). An Empirical Comparison of Interest and Growth Rates, MPRA Paper 59520.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;\r\n<ul>\r\n \t<li style=\"list-style-type: none;\">\r\n<ul>\r\n \t<li>OECD (2013). <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/sti\/inno\/newsourcesofgrowthknowledge-basedcapital.htm\">New Sources of Growth: Knowledge-based Capital \u2013 Key Analysis and Policy Conclusions<\/a>.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;\r\n<ul>\r\n \t<li style=\"list-style-type: none;\">\r\n<ul>\r\n \t<li>OECD (2015). <a href=\"https:\/\/www.oecd.org\/eco\/outlook\/Economic-Outlook-97-Lifting-investment-for-higher-sustainable-growth.pdf\">OECD Economic Outlook \u2013 Chapter 3 Lifting Investment for Higher Sustainable Growth<\/a>.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"Die Preise von Investitionsg\u00fctern wie Computern sind in den letzten Jahren gesunken.","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":108298,"main_focus":"","serie_email":"","frontpage_slider_bild":211257,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"72765","post_abstract":"Im Zuge der Finanz- und Schuldenkrise wurde weltweit seit 2008 ein substanzieller R\u00fcckgang der Investitionst\u00e4tigkeit registriert. 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