{"id":108465,"date":"2017-10-24T08:36:03","date_gmt":"2017-10-24T08:36:03","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2017\/10\/kaiser-11-2017fr\/"},"modified":"2023-08-23T23:05:21","modified_gmt":"2023-08-23T21:05:21","slug":"kaiser-11-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2017\/10\/kaiser-11-2017\/","title":{"rendered":"Starker Franken hemmt Investitionen und Innovation"},"content":{"rendered":"<p>W\u00e4hrungsschwankungen beeinflussen Ums\u00e4tze und Gewinne von international ausgerichteten Firmen. In Zeiten wirtschaftlicher Turbulenzen im Ausland wertet sich der Franken teilweise deutlich auf, da er von den Finanzm\u00e4rkten als \u00absicherer Hafen\u00bb wahrgenommen wird. Besonders heftig gewann er Anfang 2015 an Wert, als die Schweizerische Nationalbank (SNB) die Kursuntergrenze zum Euro \u00fcberraschend aufhob: Der reale Wechselkurs stieg um rund 15 Prozent.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWie wirken sich solche Wechselkursschwankungen auf die Innovations- und Investitionst\u00e4tigkeiten von Schweizer Unternehmen aus? Im Auftrag des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft (Seco) haben wir m\u00f6gliche Zusammenh\u00e4nge untersucht.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Dabei betrachteten wir auch die Auswirkungen auf die Produktivit\u00e4t \u2013 langfristig ist wom\u00f6glich das Wirtschaftswachstum der Schweiz betroffen.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Wer mehr exportiert als importiert, geh\u00f6rt zu den Verlierern <\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nWechselkursaufwertungen treffen die Unternehmen \u00e4usserst unterschiedlich. Besonders belastend ist eine Frankenaufwertung f\u00fcr jene Firmen, die einen grossen Anteil der Ertr\u00e4ge im Ausland erzielen. Eine Aufwertung beeinflusst aber auch Firmen, die ihre Produkte und Dienstleistungen nur im Inland absetzen. Denn einerseits dr\u00e4ngen ausl\u00e4ndische Konkurrenten vermehrt auf den inl\u00e4ndischen Markt, und andererseits kaufen Konsumenten h\u00e4ufiger im Ausland ein. Diese Zunahme an Importkonkurrenz sp\u00fcren vor allem der grenznahe Detailhandel und Zulieferbetriebe.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEs gibt aber auch einen dritten, gegenl\u00e4ufigen Effekt: Wenn sich der Franken aufwertet, verg\u00fcnstigen sich die Kosten von importierten G\u00fctern und Dienstleistungen. Dies senkt die Produktionskosten von Firmen, die einen Grossteil ihrer Vorleistungen aus dem Ausland beziehen.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWie stark eine Aufwertung die Gewinne einer Firma \u2013 und damit m\u00f6glicherweise ihre Innovations- und Investitionst\u00e4tigkeit \u2013 beeintr\u00e4chtigt, h\u00e4ngt somit entscheidend von der sogenannten Nettoexponiertheit gegen\u00fcber dem Ausland ab: dem Unterschied zwischen Exportanteil und Importanteil am Umsatz. Mit anderen Worten: Wer mehr exportiert als importiert, geh\u00f6rt zu den wahrscheinlichen Verlierern einer Aufwertung.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Exponierte Firmen fahren Investitionen herunter<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nF\u00fcr unsere Analyse zu den Auswirkungen des Frankenschocks haben wir Firmen, bei denen die Exportanteile \u00fcberwiegen, mit allen anderen verglichen. Anschliessend sch\u00e4tzten wir mithilfe der sogenannten Difference-in-Differences-Methode, wie sich die Investitionen dieser exportabh\u00e4ngigen Firmen entwickelt h\u00e4tten, wenn der Frankenschock nicht stattgefunden h\u00e4tte. Die Annahme dabei ist, dass sich die Investitionen in den beiden Gruppen ohne Frankenschock gleich ver\u00e4ndert h\u00e4tten (siehe <em>Abbildung<\/em>). Als Datengrundlage dienten die KOF-Investitionserhebungen zwischen Herbst 2011 und Fr\u00fchling 2017 \u2013 eine repr\u00e4sentative Stichprobe von rund 5000 Unternehmen des sekund\u00e4ren und des terti\u00e4ren Sektors.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a>&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Durchschnittliche Investitionen nach Unternehmenstyp (2012\u20132016)<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='kaiser_siegenthaler_Abb_1_de'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#kaiser_siegenthaler_Abb_1_de').highcharts({\nchart: {\n        type: 'line'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n   \n    xAxis: {\n        categories: ['2012', '2013', '2014', '2015', '2016'],\n        plotLines: [{\n            color: 'black',\n            dashStyle: 'dot',\n            width: 2,\n            value: 2.55,\n label: {\ntext: 'Aufhebung Euro-Mindestkurs',\nrotation: 0,\n                y: 15,\n          \n        },\n                    }],\n\n  \n\n    },\n    yAxis: {\n        title: {\n            text: 'Investitionen (normalisiert)'\n        },\nmax: 0.1,\nmin: -0.15\n    },\n    plotOptions: {\n        line: {\n            dataLabels: {\n                enabled: false\n            },\n             series: {\n            colorByPoint: true\n        },\n            enableMouseTracking: false\n        }\n    },\n    series: [{\n        name: 'Firmen mit positiver Nettoexponiertheit',\n        data: [0.0706,0.0659,0.0871,-0.1293,-0.0985],\ncolor:  \t'#d2d803',\n       \n\n\n\n    }, {\n        name: 'Firmen mit negativer Nettoexponiertheit',\n        data: [0.0596,0.023,0.0179,-0.0512,-0.0453]\n    }]\n});\n});\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Dargestellt ist die durchschnittliche Entwicklung der realisierten logarithmierten Bau- und Ausr\u00fcstungsinvestitionen in Abh\u00e4ngigkeit der Nettoexponiertheit einer Firma. Zur besseren Vergleichbarkeit der Reihen wurden die Daten normalisiert. Dazu wurde zun\u00e4chst f\u00fcr jede Firma die H\u00f6he der durchschnittlichen Investitionen \u00fcber die betrachtete Zeitperiode berechnet und dieser Durchschnitt dann von jeder Beobachtung abgezogen.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: KOF-Investitionserhebungen \/ Die Volkswirtschaft&#13;<br \/>\n<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Analyse zeigt: Zwischen 2012 und 2014, als die meisten realen Wechselkurse wegen der Untergrenze praktisch konstant waren, entwickelten sich die durchschnittlichen Investitionen bei beiden Unternehmenstypen zun\u00e4chst \u00e4hnlich. Im Jahr des Frankenschocks hingegen nahmen die Investitionen von Firmen mit positiver Nettoexponiertheit sprunghaft ab \u2013 eine Entwicklung, die in den restlichen Firmen nicht beobachtet wird. Auf Basis dieser Beobachtungen sch\u00e4tzen wir, dass der Frankenschock die Investitionen von Firmen mit positiver Nettoexponiertheit 2015 und 2016 im Durchschnitt um rund 12 bis 15 Prozent senkte.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nExponierte Firmen fuhren sowohl die Investitionen in Bau und Ausr\u00fcstung wie auch in Forschung und Entwicklung (F&amp;E) zur\u00fcck. Stark betroffen waren insbesondere mittlere und grosse Investitionsprojekte kleiner und mittelgrosser Firmen. Der Hauptgrund daf\u00fcr scheint der Mangel an finanziellen Mitteln f\u00fcr Investitionen zu sein. Bei grossen und international t\u00e4tigen Industrieunternehmen bewirkte der Frankenschock zudem eine verst\u00e4rkte Verlagerung der Investitionst\u00e4tigkeit ins Ausland.&#13;<\/p>\n<h2><strong>F&amp;E-Ausgaben reagieren empfindlich<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIn einem weiteren Schritt haben wir Daten der KOF-Innovationsumfrage der Jahre 1995&shy; bis 2015 analysiert, wobei die Stichproben je nach Analyse zwischen 600 und 1500 Industrieunternehmen umfassten.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> Hier zeigte sich, dass ein Grossteil der F&amp;E-treibenden Firmen in der Schweiz eine positive Nettoexponiertheit aufweist. Da die Frankenaufwertung deren Ertr\u00e4ge dr\u00fcckte, zeigen unsere Sch\u00e4tzungen, dass diese Firmen die F&amp;E-Ausgaben erheblich reduzierten (siehe <em>Tabelle<\/em>). Unternehmen mit einer durchschnittlichen Nettoexponiertheit senken ihre F&amp;E-Ausgaben beispielsweise um 17 Prozent, wenn sich der Franken um 10 Prozent aufwertet. Das heisst: Das Wachstum der F&amp;E-Ausgaben in der Schweiz w\u00e4re in den letzten Jahren h\u00f6her ausgefallen, wenn der Frankenschock nicht stattgefunden h\u00e4tte.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Wechselkurselastizit\u00e4ten f\u00fcr durchschnittlich exponierte Firmen<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<\/p>\n<table>&#13;<\/p>\n<tbody>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"122\"><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"122\"><strong>F&amp;E-Ausgaben<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"129\"><strong>Kostenreduktion (ja\/nein)<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"122\"><strong>Produktivit\u00e4t (TFP)<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"122\"><strong>Realer effektiver Wechselkurs <\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"122\">\u20131,725<sup>a <\/sup>(0,823)<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"129\">0,013<sup>b <\/sup>(0,003)<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"122\">\u20130,228<sup>a <\/sup>(0,088)<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tbody>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/table>\n<p>&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\"><sup>a<\/sup>Signifikanzniveau\u00a0 p&lt;0,05<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\"><sup>b<\/sup>Signifikanzniveau\u00a0 p&lt;0,01<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Die Tabelle zeigt die Elastizit\u00e4ten zwischen dem real effektiven Wechselkurs und den drei firmenspezifischen abh\u00e4ngigen Variablen F&amp;E-Ausgaben, Kostenreduktionen und Multifaktorproduktivit\u00e4t (TFP). Die gezeigten Elastizit\u00e4ten gelten f\u00fcr Firmen mit einer durchschnittlichen Nettoexponiertheit. Robuste Standardfehler sind in Klammern angegeben.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Lesehilfe: Eine Aufwertung von 1 Prozent f\u00fchrt im Durchschnitt zu einer Reduktion der F&amp;E-Ausgaben von 1,7 Prozent, zu einer um 1,3 Prozentpunkte h\u00f6heren Wahrscheinlichkeit von Kostenreduktionen und zu einer Abnahme der Multifaktorproduktivit\u00e4t um \u20130,23 Prozent.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Kaiser et al. (2017), KOF-Innovationsumfragen.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nW\u00e4hrend der negative Aufwertungseffekt bei international exponierten, F&amp;E-intensiven Firmen besonders stark auftrat, gab es auch gewisse Firmensegmente, die ihre F&amp;E-Ausgaben sogar leicht erh\u00f6hten. Dazu geh\u00f6ren einerseits Unternehmen mit betr\u00e4chtlichen finanziellen Ressourcen und hohen Gewinnmargen und andererseits kleinere, F&amp;E-intensive \u00abNischenfirmen\u00bb, die weniger stark international exponiert sind und relativ geringem Preiswettbewerb ausgesetzt sind. Haben diese Nischenfirmen freie Kapazit\u00e4ten, scheint eine Aufwertung aufgrund des gestiegenen Wettbewerbsdrucks zus\u00e4tzliche F&amp;E-Ausgaben auszul\u00f6sen.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Die Produktivit\u00e4t sinkt \u2013 kurzfristig<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIn weiteren Analysen stellten wir einen positiven Effekt von Aufwertungen auf das \u00abKostenbewusstsein\u00bb der Firmen fest. Bei einer Aufwertung um 10 Prozent steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Firmen durch die Einf\u00fchrung von innovativen Produktionstechnologien Kosteneinsparungen vornehmen (siehe <em>Tabelle<\/em>).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWie sich Aufwertungen langfristig auf die Produktivit\u00e4t auswirken, bleibt unklar. Der Grund: W\u00e4hrend niedrigere F&amp;E-Ausgaben die Produktivit\u00e4t mittelfristig verringern, erh\u00f6hen Kosteneinsparungen die Produktivit\u00e4t tendenziell. Empirisch zeigt sich aber zumindest in der kurzen Frist ein negativer Einfluss: Eine Aufwertung um 10 Prozent verringert die Arbeitsproduktivit\u00e4t (Wertsch\u00f6pfung pro Vollzeit\u00e4quivalent) der Unternehmen im Schnitt um 1,3 Prozent und die Multifaktorproduktivit\u00e4t um 2,3 Prozent.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Standortattraktivit\u00e4t leidet<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nInsgesamt zeigen unsere Untersuchungen, dass Frankenaufwertungen sowohl Investitionen wie auch F&amp;E-Ausgaben in exponierten Firmen kurzfristig stark belasten. Mittelfristig d\u00fcrfte die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der betroffenen Firmen darunter leiden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDer negative Effekt von Aufwertungen auf F&amp;E-Ausgaben zeigt sich vor allem bei grossen, international exponierten Firmen. Da dieses Firmensegment von besonderer volkswirtschaftlicher Bedeutung ist, k\u00f6nnten l\u00e4ngere Aufwertungsphasen somit die Attraktivit\u00e4t des Standorts Schweiz beeintr\u00e4chtigen. Da insbesondere das verarbeitende Gewerbe \u00fcberdurchschnittlich exponiert ist, d\u00fcrften l\u00e4ngere Aufwertungsphasen zudem die Deindustrialisierung beschleunigen.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Kaiser et al. (2017).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Vgl. Beitrag von Egger, Shinghal und Schwarzer in dieser Ausgabe.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\"><a href=\"https:\/\/www.kof.ethz.ch\/umfragen\/strukturumfragen\/kof-innovatiosumfrage.html\">Abrufbar<\/a> unter Kof.ethz.ch&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\"><a href=\"https:\/\/www.kof.ethz.ch\/umfragen\/strukturumfragen\/kof-innovatiosumfrage.html\">Abrufbar<\/a> unter Kof.ethz.ch&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrungsschwankungen beeinflussen Ums\u00e4tze und Gewinne von international ausgerichteten Firmen. 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Volkswirtschaftliche Beratung und der KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Z\u00fcrich hat im Auftrag des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft (Seco) untersucht, ob und allenfalls inwieweit sich Ver\u00e4nderungen im realen Wechselkurs des Frankens auch auf das Innovations- und Investitionsverhalten von Unternehmen auswirken. Die empirischen Analysen zeigen, dass eine Aufwertung die Ausgaben f\u00fcr Investitionen und Forschung und Entwicklung (F&amp;E) reduziert und die Produktivit\u00e4t der Firmen kurzfristig beeintr\u00e4chtigt. 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