{"id":108499,"date":"2017-10-24T08:36:03","date_gmt":"2017-10-24T08:36:03","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2017\/10\/drydale-11-2017\/"},"modified":"2023-08-23T23:04:59","modified_gmt":"2023-08-23T21:04:59","slug":"drysdale-11-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2017\/10\/drysdale-11-2017\/","title":{"rendered":"Zehn Jahre im Dienste der Exporteure"},"content":{"rendered":"<p>Die staatliche Schweizerische Exportrisikoversicherung (Serv) kann im Jahr 2017 auf eine \u00fcber zehnj\u00e4hrige T\u00e4tigkeit im Dienste der schweizerischen Exporteure zur\u00fcckblicken. Die Serv strebt die Schaffung und Erhaltung von Arbeitspl\u00e4tzen in der Schweiz und die Erleichterung der Teilnahme der schweizerischen Exportwirtschaft am internationalen Wettbewerb an.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Dazu bietet sie Versicherungen und Garantien an, die Schweizer Exportunternehmen Schutz vor Zahlungsausfall bieten und die Exportfinanzierung erleichtern (siehe <em>Kasten 1<\/em>). \u00a0Die Erreichung dieser Oberziele ist in einem dynamischen, globalen Wettbewerbsumfeld eine st\u00e4ndige Herausforderung. Es ist deshalb ein guter Moment, um zuerst auf die wichtigsten globalen Entwicklungen, inklusive Standardsetzung der offiziellen Exportfinanzierung in den letzten Jahren, zur\u00fcckzuschauen und anschliessend einige Herausforderungen und Entwicklungen zu reflektieren.&#13;<\/p>\n<h2>Die Schweiz unterst\u00fctzt st\u00e4rkere Standards<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie internationale Standardsetzung bei den Exportkrediten nahm vor rund 50 Jahren ihren Anfang. Der sogenannte OECD-Konsensus<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> ist auf eine dynamische Marktumgebung abgestimmt und f\u00f6rdert die Transparenz und die Berechenbarkeit der offiziellen staatlichen Exportkreditagenturen (Export Credit Agencies: ECA). Der Konsensus soll unter den Mitgliedern gleich lange Spiesse schaffen und die Subsidiarit\u00e4t gegen\u00fcber privaten Anbietern f\u00f6rdern.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAls Nischenanbieter arbeiten ECA insbesondere in der langfristigen Infrastruktur-Exportfinanzierung, wo die Sektorabkommen des OECD-Konsensus massgebend sind. F\u00fcr die Serv steht vor allem das Schienenverkehrsabkommen im Vordergrund.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Die Schweiz unterst\u00fctzt neben der Weiterentwicklung des Konsensus auch st\u00e4rkere Standards im Umwelt- und Sozialbereich.&#13;<\/p>\n<h2>Konkurrenz aus China und Russland<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nVor zwanzig Jahren waren die OECD-L\u00e4nder im staatlichen Exportfinanzierungsgesch\u00e4ft noch unter sich. Heute bieten auch viele Nicht-OECD-L\u00e4nder offizielle Exportfinanzierungen an. So etwa Brasilien bei Transportfl\u00fcgen, Russland im Nuklearenergiesektor und China im Energie- sowie im Transportsektor. F\u00fcr die OECD-Mitglieder stellen sie starke Konkurrenten im langfristigen Transport- und Energieinfrastrukturgesch\u00e4ft dar. Brasilien nimmt aktiv am OECD-Flugzeugsektorabkommen teil und h\u00e4lt sich an die Auflagen des Konsensus. Allerdings werfen Chinas Exportfinanzierungsprogramme im Allgemeinen und die Exportfinanzierung Russlands bei der Nuklearenergie Fragen auf. Es gibt aber auch OECD-L\u00e4nder, welche kredit\u00e4hnliche Finanzierungen anbieten, bei welchen nicht klar ist, ob diese nicht auch unter die Richtlinien des Konsensus fallen sollten.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDer OECD-Konsensus ist ein sogenanntes Gentlemen&#8217;s Agreement und deshalb auf die Transparenz und Kooperation der einzelnen Mitglieder angewiesen.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> Einige unregulierte Programme fallen jedoch nicht unter den Konsensus: OECD-L\u00e4nder wie Japan und S\u00fcdkorea nutzen vorwiegend solche Programme, die dazu dienen, mit den chinesischen Exportfinanzierungsprogrammen zu konkurrieren.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie im Jahre 2011 eingesetzte Internationale Arbeitsgruppe f\u00fcr Exportkredite (IWG) hat zur Aufgabe die neuen Akteure einzubinden. Neben den OECD-L\u00e4ndern geh\u00f6ren auch die wichtigsten neuen Konkurrenten wie Brasilien, China und Russland zu den Teilnehmern. Die Schweiz nimmt an den IWG-Verhandlungen aktiv teil mit dem Ziel, ein Nachfolge-Arrangement mit einem breiteren Teilnehmerkreis zu schaffen. Aufgrund der unterschiedlichen Interessenlagen sowie der Heterogenit\u00e4t der Exportfinanzierungssysteme handelt es sich dabei allerdings um ein l\u00e4ngerfristiges Unterfangen. Das Ziel ist es, \u00e4hnlich wie beim Konsensus auch in der IWG einen neuen Standard auszuhandeln, welcher die Transparenz f\u00f6rdert.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Finanz- und Wirtschaftskrise<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Finanzkrise f\u00fchrte 2007 zu einem Systemschock, durch den die kommerziellen Banken bei der Exportfinanzierung zur\u00fcckhaltender geworden sind. In den vergangenen Jahren ist es f\u00fcr KMU schwieriger geworden, kleinere Transaktionen \u2013 sogenannte kleine Tickets \u2013 durch die Banken finanzieren zu lassen. Eine Risikoanalyse eines kleinen Gesch\u00e4fts kann aufwendig sein. Neben den kleineren sind aber auch die grossen Exporttransaktionen betroffen. Die neue Bankenregulierung unter Basel III mit dem Fokus auf Liquidit\u00e4t und Verschuldungsobergrenzen hat auch den Druck auf die kommerziellen Banken, die langfristigen Bilanzaktiva zu reduzieren, erh\u00f6ht. Hiervon waren insbesondere die Grossgesch\u00e4fte im Infrastrukturbereich betroffen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nUm den Druck zu vermindern, haben einzelne Banken angefangen, anstatt die Exportfinanzierung in den eigenen B\u00fcchern zu f\u00fchren, ihre diesbez\u00fcglichen Forderungen im Sekund\u00e4rmarkt zu platzieren. Die staatliche amerikanische Export-Import-Bank (US-Exim) gew\u00e4hrt 100 Prozent Exportfinanzierungsdeckung, was die Weiterplatzierung erleichtert. Im US-Sekund\u00e4rmarkt entsprechend aktiv ist die private Exportfinanzierungsunternehmung Pefco.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> In Europa, wo die Deckungss\u00e4tze der ECA in der Regel tiefer als 100 Prozent sind, ist es f\u00fcr die kommerziellen Banken schwieriger, ihre Kredite im Sekund\u00e4rmarkt zu platzieren. Einige europ\u00e4ische ECA haben deshalb ihr Angebot um die direkte Exportfinanzierung oder die Liquidit\u00e4tsunterst\u00fctzung erg\u00e4nzt (siehe <em>Tabelle<\/em>).&#13;<\/p>\n<h2>Der Bundesrat reagiert<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAuch der Bundesrat hat rasch auf die Herausforderungen der Finanz- und Wirtschaftskrise reagiert, indem er ein Stabilisierungsprogramm lancierte, welches es auch der Serv erlaubte, zeitlich limitiert drei neue Produkte anzubieten: Bondgarantien, Fabrikationskreditversicherungen und Refinanzierungsgarantien. Diese Produkte wurden Anfang 2016 ins ordentliche Recht \u00fcbergef\u00fchrt. Ziel war es, mit der Ausweitung der Produktpalette die internationale Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Serv selber auch insk\u00fcnftig zu gew\u00e4hrleisten.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Produktangebot der Exportkreditanstalten nach L\u00e4ndern<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-09-18-um-15.55.37.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-73082\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-09-18-um-15.55.37.png\" alt=\"\" width=\"3166\" height=\"2020\" \/><\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Drysdale und Gisiger<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Serv-Produktpalette erleichtert die Exportfinanzierung der Banken in wichtigen Marktnischen zugunsten der Exporteure. Im Gegensatz zu vielen ECA in Europa bietet die Serv keine direkte Finanzierung und keine Investitionsrisikoversicherung an. Mit der Erweiterung der Produktpalette konnte die private Exportfinanzierung durch den Finanzmarkt in der Schweiz jedoch gezielt unterst\u00fctzt werden. Ziel war es, die Zur\u00fcckhaltung der Banken bei kleineren Transaktionen anzugehen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDank der Einf\u00fchrung der Liquidit\u00e4tsprodukte verzeichnet die Serv eine st\u00e4rkere Nachfrage seitens kleiner und mittleren Unternehmen (KMU).\u00a0 KMU bilden den R\u00fcckgrat der inl\u00e4ndischen Besch\u00e4ftigung.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a> Dies ist einer der Gr\u00fcnde, wieso ECA einschliesslich der Serv vermehrt in Informationstechnologien investieren mit dem mittelfristigen Ziel, die operativen Kosten f\u00fcr KMU-Dienstleistungen zu senken. Dazu geh\u00f6rt auch das von der Serv entwickelte webbasierte Antragsportal inklusive Pr\u00e4mienkalkulator.&#13;<\/p>\n<h2>Flexiblere Wertsch\u00f6pfungskriterien<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nOffizielle Exportkredite sind traditionell ein Instrument zur Schaffung und Erhaltung von Arbeitspl\u00e4tzen und damit zur F\u00f6rderung der inl\u00e4ndischen Wertsch\u00f6pfung. Deshalb haben staatliche ECA fr\u00fcher vor allem Exporte mit einem hohen nationalen Wertsch\u00f6pfungsanteil unterst\u00fctzt. In den letzten Jahrzehnten avancierten globale Wertsch\u00f6pfungsketten zum wichtigen Merkmal des Welthandels. Der starke R\u00fcckgang der Transport- und Kommunikationskosten erlaubt es Firmen heute, ihre eigenen globalen Wertsch\u00f6pfungsketten aufzubauen. Dabei h\u00e4ngt der Exporterfolg auch stark von der F\u00e4higkeit ab, ausl\u00e4ndische Zulieferungen bzw. Vorleistungen sicherzustellen (\u00abimport sourcing\u00bb). Ein Indiz dieser l\u00e4ngerfristigen Entwicklung ist der steigende ausl\u00e4ndische Wertsch\u00f6pfungsanteil bei globalen Exporten (siehe <em>Abbildung<\/em>).&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Anteil der ausl\u00e4ndischen Wertsch\u00f6pfung bei globalen Exporten (1995\u20132014)<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='Drysdale_Gisiger_1_de_17'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#Drysdale_Gisiger_1_de_17').highcharts({\n  \nchart: {\n        type: 'line'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n   \n    xAxis: {\n        categories: ['1995', '1996', '1997', '1998', '1999', '2000', '2001', '2002', '2003', '2004', '2005', '2006', '2007', '2008', '2009', '2010', '2011', '2012', '2013', '2014']\n    },\n    yAxis: {\n        title: {\n            text: ''\n        },\n        labels: {\n            formatter: function () {\n                return this.value + '%';\n            }\n        }\n    },\n tooltip: {\n        headerFormat: '<b>{series.name}<\/b><br\/>',\n        pointFormat: '{point.y}%'\n    },\n    plotOptions: {\n        series: {\n            marker: {\n                enabled: false\n            }\n        }\n    },\n   \n    series: [{\n        name: 'Anteil der ausl\u00e4ndischen Wertsch\u00f6pfung',\n        data: [17.9, 18.3, 18.9, 19.3, 19.8, 21.5, 21.3, 20.9, 21.4, 22.2, 22.8, 23.8, 24.1, 24.2, 22.2, 23.5, 24.4, 24.7, 24.6, 24.6],\n                showInLegend: false\n\n\n      \n    } ]\n});\n});\n\n\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: OECD<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn den letzten zehn Jahren konnte bei vielen ECA in OECD-L\u00e4ndern eine zunehmende Flexibilisierung der nationalen Wertsch\u00f6pfungskriterien beobachtet werden. Die ECA-Wertsch\u00f6pfungskriterien sind international nicht standardisiert, und es gibt daher zwischen den L\u00e4ndern teilweise grosse Unterschiede (siehe <em>Kasten 2<\/em>).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn Abstimmung mit der Teilrevision des Exportrisikoversicherungsgesetzes (SERVG) hat auch der Bundesrat 2015 eine Teilrevision der Serv-Verordnung genehmigt, welche unter anderem die Ausnahmeregelung zur 50-prozentigen schweizerischen Wertsch\u00f6pfungsanforderung pr\u00e4zisierte<a href=\"#footnote_8\" id=\"footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor\">[8]<\/a> und so der Serv mehr Flexibilit\u00e4t einr\u00e4umte, um ihre Kunden zu unterst\u00fctzen. Damit hat auch die Schweiz pragmatisch auf die Herausforderung der Ausweitung globaler Wertsch\u00f6pfungsketten reagiert.&#13;<\/p>\n<h2>Internationale Transparenz ist zentral<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIn ihren ersten zehn Jahren konnte die Serv ihre Kapitalbasis erfolgreich ausbauen, was den Exporteuren zugutekommt. Damit die Serv auch weiterhin wettbewerbsf\u00e4hige Dienstleistungen anbieten kann, m\u00fcssen Produktangebot und Wertsch\u00f6pfungskriterien in anderen L\u00e4ndern im Auge behalten werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEs ist heute schwierig, abzusch\u00e4tzen, wie sich die ECA-Dienstleistungen und die internationalen Standards in der offiziellen Exportfinanzierung in den n\u00e4chsten zehn Jahren weiterentwickeln. Um einen fairen Wettbewerb gew\u00e4hrleisten zu k\u00f6nnen, wird die F\u00f6rderung der Transparenz massgebend sein. Doch hinsichtlich der grossen Systemunterschiede bei der offiziellen Exportfinanzierung stellt dies eine Herausforderung dar. Trotz dem schwierigen Marktumfeld hat die Serv durch gezielte Anpassungen bisher ihre Wettbewerbsf\u00e4higkeit erhalten k\u00f6nnen.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">SERVG Art. 5&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Am ersten Gipfel der G-6-L\u00e4nder 1975 wurde vereinbart, dass es internationale Regeln brauche, um m\u00f6gliche Marktverzerrungen durch die offizielle Exportkreditvergabe zu vermeiden.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Die Sektorabkommen des OECD-Konsensus: Kernkraftwerke, Kohlekraftwerke, Schiffe, Zivilflugzeuge, Schienenverkehr und Projekte in den Bereichen erneuerbare Energien, Klimaschutz und -anpassung sowie Wasser.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\"><a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/tad\/xcred\/arrangement.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00dcbersicht des Arrangements<\/a> auf Englisch unter Oecd.org.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Als sogenanntes Gentlemen\u2019s Agreement ist es \u2013 mit Ausnahme der EU, wo es Gesetz ist \u2013 nur \u00fcber die Mechanismen der Welthandelsorganisation (WTO) einklagbar.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Die Pefco ist ein Gemeinschaftswerk der kommerziellen Banken, Industrie- sowie Finanzdienstleistungsunternehmen in den USA.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Siehe <a href=\"https:\/\/www.seco.admin.ch\/dam\/seco\/de\/dokumente\/Standortfoerderung\/Exportf%C3%B6rderung_Standortpromotion\/Exportrisikoversicherung\/SERV\/Strategische%20Ziele%20des%20Bundesrates%20f%C3%BCr%20die%20SERV%202016-2019.pdf.download.pdf\/Strategische%20Ziele%20des%20Bundesrates%20f%C3%BCr%20die%20SERV%20f%C3%BCr%20die%20Periode%202016-2019.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Strategische Ziele des Bundesrats f\u00fcr die SERV f\u00fcr die Periode 2016\u20132019<\/a>, Kapitel 1.3, Zugang der KMU zu den Exportfinanzierungsinstrumenten f\u00f6rdern. Online unter Seco.admin.ch.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_8\" class=\"footnote--item\">Siehe <a href=\"https:\/\/www.newsd.admin.ch\/newsd\/message\/attachments\/39862.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Erl\u00e4uterungen zur \u00c4nderung der SERV-V<\/a>, Juni 2015. Online unter Admin.ch.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die staatliche Schweizerische Exportrisikoversicherung (Serv) kann im Jahr 2017 auf eine \u00fcber zehnj\u00e4hrige T\u00e4tigkeit im Dienste der schweizerischen Exporteure zur\u00fcckblicken. Die Serv strebt die Schaffung und Erhaltung von Arbeitspl\u00e4tzen in der Schweiz und die Erleichterung der Teilnahme der schweizerischen Exportwirtschaft am internationalen Wettbewerb an. 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Die L\u00f6sungen der Serv tragen dazu bei, dass Unternehmen einfacher g\u00fcnstige Kredite oder eine h\u00f6here Kreditlimite erhalten, und helfen ihnen damit, beim Export ihre Liquidit\u00e4t zu wahren.&#13;\n&#13;\nDie Serv versichert Exporte, welche private Versicherer nicht oder nur unzureichend abdecken. Ihre Angebote stehen jedem Unternehmen offen, das seinen Sitz in der Schweiz hat. Es gelten keine Mindestgr\u00f6ssen beim Auftragsvolumen, das versicherte Exportgesch\u00e4ft muss jedoch einen bestimmten schweizerischen Wertsch\u00f6pfungsanteil enthalten.&#13;\n&#13;\nDie Serv ist eine \u00f6ffentlich-rechtliche Anstalt des Bundes. Der Bundesrat beaufsichtigt die Serv, w\u00e4hlt den Verwaltungsrat und definiert die strategischen Ziele f\u00fcr jeweils vier Jahre. Sie arbeitet als Organisation eigenwirtschaftlich und erhebt dazu risikogerechte Pr\u00e4mien.&#13;\n&#13;\nAm 1. 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Es gibt F\u00e4lle, in denen Exporte sogenannter nationaler Champions mit geringen nationalen Wertsch\u00f6pfungsauflagen von ECA in Deckung genommen werden.&#13;\n&#13;\n<em>Wirtschaftliche Notwendigkeit:<\/em> Die grossen, asiatischen Volkswirtschaften sind alle bedeutende Importeure von Rohstoffen. Die Sicherheit der Energieversorgung geniesst hohe Priorit\u00e4t. 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In der Schweiz \u00fcbernimmt diese Aufgabe die Schweizerische Exportrisikoversicherung (Serv), die 2007 gegr\u00fcndet wurde. In der Finanz- und Wirtschaftskrise wurde ab 2009 ihre Produktpalette erweitert, doch es zeigt sich, dass andere europ\u00e4ische L\u00e4nder noch viel weiter gingen. Weltweit haben zudem viele Staaten ihre nationalen Wertsch\u00f6pfungskriterien flexibilisiert. Auch der Bundesrat hat darauf reagiert, indem er die Ausnahmeregelung zur 50-prozentigen schweizerischen Wertsch\u00f6pfungsanforderung pr\u00e4zisierte. 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