{"id":108644,"date":"2017-09-25T11:45:51","date_gmt":"2017-09-25T11:45:51","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2017\/09\/godel-10-2017fr\/"},"modified":"2023-08-23T23:04:49","modified_gmt":"2023-08-23T21:04:49","slug":"godel-10-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2017\/09\/godel-10-2017\/","title":{"rendered":"Wachstumsfreundliche Unternehmensbesteuerung: Reformpotenzial ist vorhanden"},"content":{"rendered":"<p>Eine effiziente und damit wachstumsfreundliche Unternehmensbesteuerung orientiert sich an den Besteuerungsprinzipien der Allgemeinheit der Steuer und der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsf\u00e4higkeit sowie an der Finanzierungs- und Rechtsformneutralit\u00e4t. Mit anderen Worten: Entscheide zur Finanzierung und zur Rechtsform eines Unternehmens sollten in erster Linie auf betriebswirtschaftlichen Abw\u00e4gungen \u2013 und nicht auf steuerlichen \u00dcberlegungen \u2013 fussen. Das schweizerische Steuersystem verletzt diese Bedingungen jedoch bisweilen.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZun\u00e4chst zur Finanzierungsneutralit\u00e4t: Der steuerliche Anreiz zur Fremdfinanzierung verletzt die sogenannte Kapitalstrukturneutralit\u00e4t, weil bei der Gewinnsteuer die Fremdkapitalzinsen, nicht aber die kalkulatorischen Eigenkapitalzinsen steuerlich abzugsf\u00e4hig sind. Auch die \u00abGewinnverwendungsneutralit\u00e4t\u00bb wird nicht gewahrt \u2013 da die Besteuerung der ausgesch\u00fctteten und der einbehaltenen Gewinne stark voneinander abweicht.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKonkret verstossen die relativ hohe Belastung von Gewinnen im Streubesitz und die beg\u00fcnstigte Besteuerung der Selbstfinanzierung gegen den Grundsatz der Kapitalstrukturneutralit\u00e4t: Unternehmen erhalten einen Anreiz, Gewinne einzubehalten statt auszusch\u00fctten \u2013 unabh\u00e4ngig davon, ob sie diese betriebswirtschaftlich ben\u00f6tigen oder nicht. Das ist ineffizient, da dadurch die wachstumsf\u00f6rdernde Aufgabe des Kapitalmarktes, die verf\u00fcgbaren Investitionsmittel auf die gewinntr\u00e4chtigsten Unternehmen und damit auf die rentabelsten Investitionsprojekte zu lenken, teilweise ausser Kraft gesetzt wird.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nNebst der Finanzierungsneutralit\u00e4t wird auch die Rechtsformneutralit\u00e4t verletzt, da Kapitalgesellschaften und Personenunternehmen unterschiedlich behandelt werden. Ob die Besteuerung die Anteilseigner von Kapitalgesellschaften effektiv beg\u00fcnstigt oder benachteiligt, h\u00e4ngt dabei vom Aussch\u00fcttungsverhalten, von Massnahmen zur Milderung der wirtschaftlichen Doppelbelastung und von der H\u00f6he der Gewinn- und Einkommenssteuer ab.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Steuer auf dem Eigenkapital zehrt an der Substanz<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAus \u00f6konomischer Perspektive gilt es zudem substanzzehrende Steuern grunds\u00e4tzlich zu vermeiden. Ein Beispiel daf\u00fcr sind Steuern auf dem Eigenkapital: In der Schweiz m\u00fcssen juristische Personen wie Aktiengesellschaften, Genossenschaften, Vereine und Stiftungen ihr Eigenkapital auf Kantons- und Gemeindeebene grunds\u00e4tzlich versteuern.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Auf Bundesebene wurde die substanzzehrende Kapitalbesteuerung bereits Ende der Neunzigerjahre im Zuge der Unternehmenssteuerreform I abgeschafft.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKapitalsteuern belasten insbesondere kapitalintensive Unternehmen und wirken sich negativ auf die Liquidit\u00e4t der Unternehmen aus. Steuern auf dem Eigenkapital werden denn auch in den meisten OECD-L\u00e4ndern nicht erhoben beziehungsweise wurden abgeschafft. Die OECD empfiehlt der Schweiz die Abschaffung dieser Steuerart.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nF\u00fcr profitable Unternehmen wird paradoxerweise die Steuerbelastung gemildert, da den Kantonen die M\u00f6glichkeit offensteht, die Gewinnsteuer an die Kapitalsteuer anzurechnen. Konkret ist dies in den Kantonen Aargau, Appenzell Innerrhoden, Basel-Landschaft, Bern, Neuenburg, Solothurn, St. Gallen, Thurgau, Waadt und mit Einschr\u00e4nkungen auch im Kanton Genf der Fall (siehe <em>Abbildung<\/em>). Damit bilden die Kapitalsteuern eine eigentliche \u00abVerluststeuer\u00bb, die nur bei Verlusten f\u00e4llig wird. Zwar steht die Anrechnung auch rasch wachsenden Jungunternehmen offen, faktisch l\u00e4uft sie aber meist ins Leere, da sie im fr\u00fchen Stadium oft noch keine Gewinne erwirtschaften und damit die Kapitalsteuer leisten m\u00fcssen.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Einfache Ans\u00e4tze der Kapitalsteuer f\u00fcr juristische Personen<\/strong><strong> nach Kantonen (2017)<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='godel_schwarz_10_17_de'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#godel_schwarz_10_17_de').highcharts({\n chart: {\n        type: 'column'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n   \n    xAxis: {\n        categories: [\n           'BS',\n'GR',\n'NE',\n'VS',\n'UR',\n'GL',\n'OW',\n'GE',\n'FR',\n'TI',\n'AG',\n'BL',\n'SH',\n'SO',\n'JU',\n'ZH',\n'AI',\n'LU',\n'ZG',\n'SZ',\n'BE',\n'TG',\n'VD',\n'SG',\n'AR',\n'NW'\n        ],\n        crosshair: true\n    },\n    yAxis: {\n        title: {\n            text: ''\n        },\n          labels: {\n            formatter: function () {\n                return this.value + '\u2030';\n            }\n        }\n    },\n    tooltip: {\n            valueSuffix: '\u2030'\n        },\n    series: [ {\n        name: 'Gewinnsteuer kann nicht angerechnet werden',\n        data: [5.25,2.50,null,2.50,2.40,2.00,2.00,null,1.60,1.50,null,null,1.00,null,0.75,0.75,null,0.50,0.50,0.40,null,null,null,null,0.10,0.10]\n\n    }, {\n        name: 'Gewinnsteuer wird an Kapitalsteuer angerechnet',\n        data: [null,null,2.50,null,null,null,null,null,null,null,1.25,1.00,null,0.80,null,null,0.50,null,null,null,0.30,0.30,0.30,0.20,null,null]\n\n    }, {\n        name: 'Kapitalsteuer wird von Gewinnsteuer abgezogen; Reduktion kann 8500 Franken nicht \u00fcberschreiten.',\n        data: [null,null,null,null,null,null,null,1.80,null,null,null,null,null,null,null,null,null,null,null,null,null,null,null,null,null,null]\n\n    }]\n});\n});\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: ESTV \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDer Bundesrat hat den Handlungsbedarf erkannt: Bereits 2008 schlug er im Vorfeld der Beratungen zur im letzten Februar von Volk und St\u00e4nden abgelehnten Unternehmenssteuerreform III vor, dass die Kantone auf die Erhebung derselben verzichten k\u00f6nnen.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> Dieser Vorschlag fand wenig Anklang, da bei einer Abschaffung der Kapitalsteuer ohne gleichzeitige Erh\u00f6hung der Gewinnsteuer in einzelnen Kantonen hohe Mindereinnahmen resultieren w\u00fcrden \u2013 weshalb der Bundesrat auf diese Massnahme verzichtete.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Verm\u00f6genssteuern machen Start-ups zu schaffen<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAuch die bei Privatpersonen erhobene Verm\u00f6genssteuer kann das Unternehmenswachstum negativ beeinflussen. Die ebenfalls in der Kompetenz der Kantone<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> liegende Verm\u00f6genssteuer gab in letzter Zeit wegen Bewertungsmethoden zu reden. Gleichzeitig ist aber die tiefer liegende Problematik dieser Steuerart nicht aus den Augen zu verlieren.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDas Steuerharmonisierungsgesetz sieht die Bewertung des Verm\u00f6gens zum Verkehrswert vor. Der Ertragswert kann dabei angemessen ber\u00fccksichtigt werden. Bei der Bewertung des Verm\u00f6gens steht den Kantonen ein gewisser Spielraum zu. Bei nicht b\u00f6rsenkotierten Unternehmen steht die Bewertung der Beteiligungspapiere im Vordergrund, da oftmals keine Transaktionspreise zur Ermittlung des Verkehrswertes vorliegen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBei Start-ups kann dies beispielsweise dazu f\u00fchren, dass die Bemessungsgrundlage zur Begleichung der Verm\u00f6genssteuer nach einer Finanzierungsrunde deutlich steigt und die Anteilseigner eine Steuerzahlung zu leisten haben, welche ihr Einkommen \u00fcbersteigt. Sieben Kantone \u2013 Aargau, Basel-Stadt, Bern, Genf, Luzern, Waadt und Wallis \u2013 kennen eine Belastungsobergrenze bei der Verm\u00f6genssteuer, die dieses Problem entsch\u00e4rfen kann.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nMit der Weisung \u00fcber die Bewertung von Wertpapieren und Guthaben f\u00fcr die Verm\u00f6genssteuer vom 1. November 2016<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> versucht beispielsweise der Kanton Z\u00fcrich dieser Problematik Rechnung zu tragen. Dabei wird auf den Substanzwert abgestellt, bis repr\u00e4sentative Gesch\u00e4ftsergebnisse vorliegen. Investorenpreise kommen erst nach der Aufbauphase zum Zug.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nSowohl bei der Kapital- als auch bei der Verm\u00f6genssteuer ist der Bundesrat grunds\u00e4tzlich der Meinung: Eine Verlagerung weg von diesen substanzzehrenden Steuern sollte in Betracht gezogen werden.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a> Allerdings g\u00e4lte es bei einer Verlagerung hin zur verst\u00e4rkten Ertragsbesteuerung die \u00f6konomischen Auswirkungen auf die Volkswirtschaft und die finanziellen Auswirkungen auf die \u00f6ffentliche Hand vorg\u00e4ngig eingehend zu pr\u00fcfen. Der Bundesrat w\u00e4re bei gegebenem parlamentarischem Auftrag bereit, eine solche Pr\u00fcfung vorzunehmen, wie er im Bericht \u00fcber rasch wachsende Jungunternehmen vom vergangenen M\u00e4rz schreibt.<a href=\"#footnote_8\" id=\"footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor\">[8]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Gewinnsteuern: Abbau progressiver Tarife<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIm Unterschied zu Kapital- und Verm\u00f6genssteuern belasten Gewinnsteuern die unternehmerische Substanz nicht. Allerdings k\u00f6nnen progressive Tarife unerw\u00fcnschte Anreize setzen, wie zum Beispiel die Aufspaltung eines Unternehmens in kleinere Einheiten. Im Sinne einer oben skizzierten Steuerpolitik sind solche Anreize deshalb abzubauen bzw. zu vermeiden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie kantonalen Gesetze sehen wie auf Bundesebene eine Gewinnsteuer vor. Aktuell wenden siebzehn Kantone wie der Bund einen proportionalen Steuertarif an, acht verwenden einen progressiven Tarif, und ein Kanton besteuert nach der Ertragsintensit\u00e4t.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Verlustabz\u00fcge: Zeitliche Befristung aufheben<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nProblematisch ist aus \u00f6konomischer Perspektive auch die zeitliche Beschr\u00e4nkung der Verlustabz\u00fcge. Derzeit k\u00f6nnen Verluste nur aus sieben der Steuerperiode vorangegangenen Gesch\u00e4ftsjahren abgezogen werden. Bleiben danach noch Verlustvortr\u00e4ge \u00fcbrig, verfallen sie. Dies kann bei einer l\u00e4nger anhaltenden Verlustphase zu \u00dcberbesteuerungen f\u00fchren.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZudem werden Unternehmen, die einmalig einen sehr hohen Verlust generieren, und Unternehmen, die \u00fcber die verschiedenen Steuerperioden kleinere Verluste generieren, steuerlich ungleichbehandelt. Gerade bei forschungsbasierten, rasch wachsenden Jungunternehmen dauert es oft mehr als sieben Jahre, bis steuerbare Gewinne ausgewiesen werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIm Rahmen der Vernehmlassungsvorlage zur Unternehmenssteuerreform III hatte der Bundesrat die Aufhebung der zeitlichen Beschr\u00e4nkung der Verlustverrechnung zur Diskussion gestellt, kombiniert mit einer Mindestbesteuerung des Jahresgewinns. Dadurch w\u00fcrde dem Prinzip einer investitionsneutralen Besteuerung verst\u00e4rkt Rechnung getragen. Da der Vorschlag in der Vernehmlassung abgelehnt wurde, hat der Bundesrat in der Botschaft auf \u00c4nderungen bei der Verlustverrechnung verzichtet.<a href=\"#footnote_9\" id=\"footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor\">[9]<\/a> Er steht aber einer unbeschr\u00e4nkten Verlustverrechnung f\u00fcr alle Unternehmen in Verbindung mit einer Mindestbesteuerung im Rahmen einer zuk\u00fcnftigen Steuerrevision offen gegen\u00fcber, wie er in seinem Bericht vom M\u00e4rz schreibt.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Ern\u00fcchternde Erfahrungen mit Sonderregelungen <\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nVorsicht ist bei Sonderregelungen geboten \u2013 dies lehren die Erfahrungen auf Bundesebene mit dem Bundesgesetz \u00fcber Risikokapitalgesellschaften. Das Gesetz, welches unter anderem die Befreiung von der Eidgen\u00f6ssischen Emissionsabgabe f\u00fcr Risikokapitalgesellschaften vorsah und Privatinvestoren den teilweisen steuerlichen Abzug ihrer Investitionen erlaubte, zeitigte\u00a0nicht die gew\u00fcnschten Ergebnisse beziehungsweise stiess auf \u00e4usserst geringes Interesse.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAuch der Einf\u00fchrung eines Investitionsabzuges auf Bundesebene steht der Bundesrat skeptisch gegen\u00fcber: Angesichts der im internationalen Vergleich insgesamt moderaten Besteuerung von Investoren \u2013 einschliesslich \u00abBusiness Angels\u00bb \u2013 sieht er keinen Handlungsbedarf. Nicht zuletzt gilt es dem Grundsatz der Allgemeinheit einer Steuer Sorge zu tragen. Sonderregelungen f\u00fcr einzelne Unternehmenstypen f\u00fchren zu Rechtsungleichheiten, Abgrenzungsschwierigkeiten und Rechtsunsicherheit und sind wenn m\u00f6glich zu vermeiden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAbschliessend kann man sagen: Um sich einer wachstumsfreundlichen Unternehmensbesteuerung weiter anzun\u00e4hern, bergen insbesondere die kantonale Kapitalsteuer, die kantonale Verm\u00f6genssteuer, die progressiven kantonalen Gewinnsteuern und die zeitliche Befristung des Verlustvortrags viel Reformpotenzial. Diese Komponenten des Steuersystems stellen f\u00fcr rasch wachsende Jungunternehmen wie auch f\u00fcr wachsende kleine und mittlere Unternehmen (KMU) eine aus \u00f6konomischer Perspektive unerw\u00fcnschte Belastung dar.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDer Bundesrat hat im Bericht vom M\u00e4rz 2017 \u00fcber rasch wachsende Jungunternehmen erkannt, dass die Finanzierung f\u00fcr Start-ups eine Herausforderung bleibt.<a href=\"#footnote_10\" id=\"footnote-anchor_10\" class=\"inline-footnote__anchor\">[10]<\/a> Dabei ist aber auch anzuerkennen: Die Realisierung des hier beschriebenen Verbesserungspotenzials zugunsten volkswirtschaftlicher Gewinne kommt einer herkulischen Aufgabe gleich, da die skizzierten Reformelemente mit einem Wandel der Steuerstruktur und des f\u00f6deralen Gef\u00fcges einhergehen w\u00fcrden.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Vgl. EFD (2005), Kapitel 1.7.3.1 S. 4768 ff.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Art. 2, Abs. 1 StHG.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Vgl. OECD (2013), S. 75&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">EFD (2013), S. 46.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Art. 3 BV.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Finanzdirektion des Kantons Z\u00fcrich (2016).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Bundesrat (2013), S. 14.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_8\" class=\"footnote--item\">Bundesrat (2017), S. 47 und S. 54.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_9\" class=\"footnote--item\">Bundesrat (2015).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_10\" class=\"footnote--item\">Bundesrat (2017).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_10\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine effiziente und damit wachstumsfreundliche Unternehmensbesteuerung orientiert sich an den Besteuerungsprinzipien der Allgemeinheit der Steuer und der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsf\u00e4higkeit sowie an der Finanzierungs- und Rechtsformneutralit\u00e4t. 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M\u00e4rz 2017.<\/li>&#13;\n \t<li>EFD (2005). <a href=\"http:\/\/www.admin.ch\/ch\/d\/ff\/2005\/4733.pdf\">Botschaft zum Bundesgesetz \u00fcber die Verbesserung der steuerlichen Rahmenbedingungen f\u00fcr unternehmerische T\u00e4tigkeiten und Investitionen (Unternehmenssteuerreformgesetz II) vom 22. Juni 2005<\/a>.<\/li>&#13;\n \t<li>EFD (2013). Massnahmen zur St\u00e4rkung der steuerlichen Wettbewerbsf\u00e4higkeit (Unternehmenssteuerreform III). Bericht des Steuerungsorgans zuhanden des EFD, Bern, 11. Dezember 2013.<\/li>&#13;\n \t<li>Finanzdirektion des Kantons Z\u00fcrich (2016). Bessere Bedingungen f\u00fcr Start-ups, Medienmitteilung vom 1. November 2016.<\/li>&#13;\n \t<li>OECD (2013), 2013 Economic Review \u2013 Switzerland, Paris.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":108647,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":108651,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"68456","post_abstract":"Die Schweiz verf\u00fcgt \u00fcber attraktive Steuern f\u00fcr Unternehmen: Die Gesamtbesteuerung ist verglichen mit anderen hoch entwickelten Industriel\u00e4ndern moderat. Trotzdem muss das Steuersystem laufend \u00fcberpr\u00fcft und bei Bedarf angepasst und verbessert werden. Auf dem Weg zu einer wachstumsfreundlichen Unternehmensbesteuerung bergen die Kapitalsteuer, die Verm\u00f6genssteuer, die progressiven kantonalen Gewinnsteuern und die zeitliche Befristung des Verlustvortrags viel Reformpotenzial, da sie insbesondere f\u00fcr rasch wachsende Unternehmen wie auch f\u00fcr kleine und mittlere Unternehmen (KMU) eine aus \u00f6konomischer Sicht unerw\u00fcnschte Belastung darstellen. Reformen zugunsten einer wachstumsfreundlichen Unternehmensbesteuerung d\u00fcrften allerdings mit einem sp\u00fcrbaren Wandel der Steuerstruktur und des f\u00f6deralen Gef\u00fcges einhergehen, sodass die Umsetzung eines solchen Vorhabens einen langen Atem erfordert.","magazine_issue":"10\/2017","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":[4127,0],"korrektor":4139,"planned_publication_date":"20170926","original_files":[{"file":108659},{"file":108663}],"external_release_for_author":"20170831","external_release_for_author_time":"19:30:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/58de0147293bd"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/108644"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3637"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=108644"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/108644\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":126346,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/108644\/revisions\/126346"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4127"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4535"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3637"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/24538"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=108644"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=108644"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=108644"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=108644"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=108644"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=108644"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}