{"id":108720,"date":"2017-09-25T11:45:50","date_gmt":"2017-09-25T11:45:50","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2017\/09\/tomka-10-2017fr\/"},"modified":"2023-08-23T23:05:08","modified_gmt":"2023-08-23T21:05:08","slug":"tomka-10-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2017\/09\/tomka-10-2017\/","title":{"rendered":"Financial Stability Board untersucht R\u00fcckgang des Korrespondenzbankengesch\u00e4fts"},"content":{"rendered":"<p>Immer mehr Banken tendieren dazu, bestehende Beziehungen mit anderen Banken einzuschr\u00e4nken oder zu beenden oder keine neuen mehr abzuschliessen. Diese sogenannten Korrespondenzbankenbeziehungen sind Teil der Grundlage des globalen Zahlungssystems, da die meisten internationalen Geldtransfers \u00fcber sie erfolgen. Solche Ver\u00e4nderungen im Korrespondenzbanksystem k\u00f6nnten somit Folgen f\u00fcr die Finanzstabilit\u00e4t haben.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAls Korrespondenzbank werden im Allgemeinen Banken bezeichnet, die Leistungen f\u00fcr eine andere Bank erbringen. Korrespondenzbanken stellen in erster Linie Geld\u00fcberweisungen in Drittw\u00e4hrungen an eine Bank im Ausland sicher. Ein Beispiel: Ein Schweizer Industrieunternehmen verkauft eine Werkzeugmaschine an einen Kunden im Ausland. Wenn beide Parteien kein Konto bei der gleichen Bank haben, muss die Kaufpreiszahlung \u00fcber das globale Bankensystem \u00fcbermittelt werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWenn die Bank des Verk\u00e4ufers und die Bank des K\u00e4ufers eine direkte Korrespondenzbankenbeziehung (das heisst gegenseitige Konten) unterhalten, kann die \u00dcberweisung direkt abgewickelt werden. Wenn eine solche direkte Beziehung fehlt, wird die \u00dcberweisung \u00fcber mehrere dazwischengeschaltete Banken \u00fcbermittelt. Dies kann dazu f\u00fchren, dass die Kaufpreiszahlung durch eine Kette von Korrespondenzbanken fliessen muss, um vom K\u00e4ufer an den Verk\u00e4ufer zu gelangen. Werden diese Beziehungen beendet, wird die Kaufpreiszahlung erschwert und im Extremfall verunm\u00f6glicht.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie verschiedenen Faktoren, die Banken dazu bringen, diese Beziehungen einzuschr\u00e4nken oder zu beenden, sind eng miteinander verflochten. Aufl\u00f6sungen erfolgen haupts\u00e4chlich aus gesch\u00e4ftlichen Gr\u00fcnden wie beispielsweise eine geringe Rentabilit\u00e4t, doch auch das Risikomanagement spielt eine wichtige Rolle, da die Kosten f\u00fcr die Fortf\u00fchrung der Gesch\u00e4ftsbeziehungen wesentlich von der Einhaltung der Sorgfaltspflichten abh\u00e4ngen. Weitere entscheidende Faktoren sind unklare Anforderungen in der Bek\u00e4mpfung von Geldw\u00e4scherei und Terrorismusfinanzierung sowie die Gefahr von Reputationssch\u00e4den, falls zum Beispiel Verbindungen zu kriminellen Netzwerken bekannt werden.<strong>&#13;<br \/>\n<\/strong>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Auch Industriel\u00e4nder betroffen<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEin im Juli ver\u00f6ffentlichter Bericht des Financial Stability Board (FSB) zeigt, dass die Zahl der Beziehungen der aktiven Korrespondenzbanken in allen Weltregionen zwischen 2011 und 2016 um durchschnittlich 6 Prozent gesunken ist. Besonders ausgepr\u00e4gt war der R\u00fcckgang bei den Transaktionen in Euro und Dollar (je minus 15\u00a0Prozent).<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nUnter diesem Trend leiden sowohl kleine Volkswirtschaften, einschliesslich Industriel\u00e4nder, die aufgrund beschr\u00e4nkter Transaktionsvolumina keine ausreichende Rentabilit\u00e4t bieten, als auch Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4nder. Zu Letzteren z\u00e4hlen namentlich solche, die \u00fcber eine als ungen\u00fcgend wahrgenommene Bankenaufsicht oder ein mangelhaftes Risikomanagement im Bereich der Bek\u00e4mpfung von Geldw\u00e4scherei und der Terrorismusfinanzierung verf\u00fcgen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn der Schweiz gingen die Korrespondenzbankenbeziehungen um ungef\u00e4hr 15\u00a0Prozent zur\u00fcck \u2013 damit pr\u00e4sentiert sich das Bild \u00e4hnlich wie im \u00fcbrigen Westeuropa. Dieser Wert ist jedoch nicht alarmierend, da die Schweizer Banken weiterhin \u00fcber ein ausgedehntes Netz von Korrespondenzbankenbeziehungen verf\u00fcgen.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Konzentrationsprozesse im Gange<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nTrotz der geringeren Anzahl aktiver Korrespondenzbanken hat die Zahl der zwischen Banken abgewickelten Geld\u00fcberweisungen international nicht abgenommen, sondern ist seit 2011 sogar gestiegen (siehe <em>Abbildung 1<\/em>). Der Gesamtwert der Zahlungsnachrichten blieb in diesem Zeitraum hingegen stabil.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 1: Anzahl Zahlungsnachrichten (Payment Messages), Gesamtwert und Zahl der aktiven Korrespondenten (2011\u20132016)&#13;<br \/>\n<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2017\/09\/Tomka_Abb_1_DE.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-72911\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2017\/09\/Tomka_Abb_1_DE.png\" alt=\"\" width=\"1490\" height=\"670\" \/><\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Monatsdaten, Quartalsmittel.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Swift Watch, Banque Nationale de Belgique; FSB (2017b): 28 \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIm FSB-Bericht wird die Zunahme der Nachrichtenzahl mit gleichzeitiger Abnahme der Zahl der Beziehungen damit erkl\u00e4rt, dass zum einen die Intermediationsketten l\u00e4nger geworden sind. Das heisst, die Anzahl der zwischen der ersten und der letzten Bank dazwischengeschalteten Finanzinstitute hat zugenommen. Zum anderen hat sich das Korrespondenzbankengesch\u00e4ft aufgrund der Abnahme der Korrespondenzbankenbeziehungen st\u00e4rker konzentriert. Dies erh\u00f6ht die Abh\u00e4ngigkeit einzelner Banken von wenigen Korrespondenzbankenbeziehungen (siehe <em>Abbildung 2<\/em>) und bewirkt strukturelle Ver\u00e4nderungen, die die Stabilit\u00e4t des Systems bedrohen k\u00f6nnten.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 2: Abh\u00e4ngigkeit von Korrespondenzbanken (Juni 2016)<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2017\/09\/Tomka_Abb_2_DE.png\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-72913\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2017\/09\/Tomka_Abb_2_DE.png\" alt=\"\" width=\"1492\" height=\"658\" \/><\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Banken, die f\u00fcr \u00fcber 75\u00a0Prozent des Werts ihrer internationalen Zahlungen von zwei oder weniger Korrespondenzbanken abh\u00e4ngen, werden hier als \u00ababh\u00e4ngig\u00bb gekennzeichnet. Antworten von 311 Banken; nicht ber\u00fccksichtigt sind Banken, die keine Angaben zu ihrer Gr\u00f6sse gemacht haben. <\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: FSB (2017b): 37 \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie dargestellte Problematik beunruhigt die internationale Gemeinschaft: einerseits, weil dadurch gewisse Geldfl\u00fcsse in weniger transparente oder zweifelhafte Kan\u00e4le gelenkt werden k\u00f6nnten, und andererseits, weil solche strukturellen Ver\u00e4nderungen Banken oder L\u00e4nder von den Clearingsystemen in Euro oder Dollar isolieren oder diese stark von anderen Finanzintermedi\u00e4ren abh\u00e4ngig machen k\u00f6nnten. Vom Trend, weniger Bankverbindungen zu er\u00f6ffnen oder weiterzuf\u00fchren, sind nebst Korrespondenzbanken auch Geld\u00fcbermittlungsdienstleister wie Western Union und Money Gram betroffen (siehe <em>Kasten<\/em>), die bei den f\u00fcr Entwicklungsl\u00e4nder wichtigen Geld\u00fcberweisungen von Migranten eine zentrale Rolle spielen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAngesichts dieser Entwicklungen haben die G-20-L\u00e4nder das FSB beauftragt, zus\u00e4tzlich zu den Korrespondenzbankenbeziehungen auch den Zugang von Geld\u00fcbermittlungsdienstleistern zum Bankensystem zu untersuchen und Vorschl\u00e4ge zur Erg\u00e4nzung der Massnahmen anderer internationaler Organisationen vorzulegen.\u00a0Vertreter von rund 15 L\u00e4ndern, darunter die Schweiz, des Internationalen W\u00e4hrungsfonds, der Weltbank und von Organisationen wie der Financial Action Task Force (FATF) sowie des Basler Ausschusses f\u00fcr Bankenaufsicht bilden eine Koordinationsgruppe (Correspondent Banking Coordination Group), die sich mit dem R\u00fcckgang von Korrespondenzbankenbeziehungen und dem Zugang von Geld\u00fcbermittlungsdienstleistern zum Bankensystem befasst und L\u00f6sungen erarbeiten will. Die Schweiz leitet diese Koordinationsgruppe und spielt in der komplexen, globalen Debatte eine aktive Rolle.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Know Your Customer<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie FSB-Studie zeigt: Eine umfassende L\u00f6sung muss auf mehreren Ebenen ansetzen. So lassen sich die hohen Kosten und die regulatorischen Unsicherheiten der Korrespondenzbankenbeziehungen beispielsweise durch klarere regulatorische Erwartungen in Bezug auf Compliance-Mindeststandards und technische Massnahmen zur Vereinfachung der Compliance-Prozesse reduzieren. Parallel dazu ist ein f\u00fcr die Finanzintermedi\u00e4re g\u00fcnstiger Rahmen zu schaffen, etwa indem L\u00e4nder, die am meisten vom De-Risking betroffen sind, bei der St\u00e4rkung ihres Aufsichtsrahmens unterst\u00fctzt werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Empfehlungen der Financial Action Task Force zur Bek\u00e4mpfung von Geldw\u00e4scherei und Terrorismusfinanzierung basieren auf einem Ansatz, der sich auf das Management der Risiken einer Gesch\u00e4ftsbeziehung st\u00fctzt. Unter dem Prinzip \u00abKnow Your Customer\u00bb \u2013 in diesem Fall ist damit die jeweilige Korrespondenzbank als Kundin gemeint \u2013 sind Massnahmen zur Bek\u00e4mpfung der Finanzkriminalit\u00e4t festgelegt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWeil die internationalen Standards nicht einheitlich interpretiert werden und die regulatorischen Erwartungen nationaler Beh\u00f6rden unklar sind, hat die FATF zur Ausr\u00e4umung dieser Unsicherheiten auf internationaler Ebene eine neue Richtlinie publiziert, die einen klareren Rahmen f\u00fcr den risikobasierten Ansatz schaffen soll.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Mit einem \u00e4hnlichen Ziel hat der Basler Ausschuss seine diesbez\u00fcglichen Leitlinien revidiert.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBeide Gremien kommen in diesen Publikationen unter anderem zum Schluss: W\u00e4hrend der \u00abKnow Your Customer\u00bb-Grundsatz zwingend ist, ist das dar\u00fcber hinausgehende Prinzip \u00abKnow Your Customer\u2019s Customer\u00bb in den internationalen Standards nicht vorgesehen. Solche und weitere Schlussfolgerungen sollten nun in den nationalen Regulierungen umgesetzt werden. Die internationalen Foren werden diese Umsetzung weiterverfolgen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nParallel dazu k\u00f6nnte die Einf\u00fchrung von Instrumenten, die zu tieferen Compliance-Kosten beitragen, die Situation deutlich verbessern. So empfiehlt das Committee on Payments and Market Infrastructures beispielsweise, dass Korrespondenzbanken verst\u00e4rkt Datenbanken mit \u00abKnow Your Customer\u00bb-Informationen (sogenannten KYC Utilities) \u00fcber ihre Korrespondenzbanken nutzen k\u00f6nnen.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> Damit diese gemeinsamen Datenbanken n\u00fctzlich und zuverl\u00e4ssig sind, ist jedoch eine gewisse Standardisierung der Informationen und der Anforderungen auf globaler Ebene erforderlich.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nUnd: Mit Blick auf die Erhaltung von Korrespondenzbankenbeziehungen mit Banken, die in als risikoreicher wahrgenommenen Regionen aktiv sind, ist es zentral, dass die jeweiligen nationalen Aufsichtsanforderungen sowohl den einschl\u00e4gigen internationalen Standards entsprechen als auch g\u00fcnstige Rahmenbedingungen schaffen. F\u00fcr die am meisten vom De-Risking betroffenen Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4nder erscheinen deshalb Projekte als hilfreich, die fachliche Unterst\u00fctzung beim Aufbau entsprechender Kompetenzen bieten. Im Hinblick auf ein m\u00f6glichst gezieltes Angebot an technischer Hilfe hat die Correspondent Banking Coordination Group einen Mechanismus zur Koordination internationaler Organisationen und nationaler Beh\u00f6rden geschaffen.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Weitere Arbeiten n\u00f6tig <\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nF\u00fcr eine Beurteilung der bisher getroffenen Massnahmen ist es derzeit noch zu fr\u00fch, auch wenn klarere Regulierungen und eine St\u00e4rkung der nationalen Rahmenbedingungen dazu beitragen, das Umfeld f\u00fcr Korrespondenzbankenbeziehungen zu verbessern. Im \u00dcbrigen gilt es insk\u00fcnftig zu beobachten, ob die strukturellen Ver\u00e4nderungen auf globaler Ebene ein kritisches Ausmass erreichen, inwieweit sie die Finanzstabilit\u00e4t gef\u00e4hrden und ob die Integrit\u00e4t des Finanzsystems auch im Lichte der l\u00e4ngeren Intermediationsketten gew\u00e4hrleistet bleibt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Correspondent Banking Coordination Group versucht, einen Rahmen f\u00fcr die regelm\u00e4ssige Beobachtung der Entwicklungen im Korrespondenzbankenbereich zu etablieren. Dieser basiert auf einer Datenbank des global t\u00e4tigen Zahlungsnachrichtendienstleisters Swift und erm\u00f6glicht es, die Entwicklungen in diesem Bereich zu verfolgen. Abschliessend ist anzuf\u00fcgen, dass die Schweiz zwar bisher von den r\u00fcckl\u00e4ufigen Korrespondenzbankenbeziehungen nicht stark betroffen ist. Dennoch ist es wichtig, die Situation \u2013 insbesondere der kleinen und mittelgrossen Banken, die im Ausland wenig aktiv sind \u2013 zu beobachten.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">FSB (2017b); an der Umfrage haben \u00fcber 300 Banken teilgenommen, die in fast 50 L\u00e4ndern t\u00e4tig sind.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Siehe FSB (2017a).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">FATF (2016).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">BCBS (2017).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">CPMI (2016).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer mehr Banken tendieren dazu, bestehende Beziehungen mit anderen Banken einzuschr\u00e4nken oder zu beenden oder keine neuen mehr abzuschliessen. 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Guidelines. <a href=\"http:\/\/www.bis.org\/bcbs\/publ\/d405.pdf\">Sound Management of Risks Related to Money Laundering and Financing of Terrorism<\/a> (Revision von Anhang II \u00fcber Korrespondenzbankgesch\u00e4fte), Juni 2017.<\/li>&#13;\n \t<li>CPMI (2016). <a href=\"http:\/\/www.bis.org\/cpmi\/publ\/d147.pdf\">Correspondent Banking<\/a>, Juli 2016.<\/li>&#13;\n \t<li>FATF (2016). <a href=\"http:\/\/www.fatf-gafi.org\/publications\/fatfrecommendations\/documents\/correspondent-banking-services.html\">FATF Guidance: Correspondent Banking Services<\/a>, Oktober 2016.<\/li>&#13;\n \t<li>FSB (2017a). <a href=\"http:\/\/www.fsb.org\/2017\/07\/fsb-action-plan-to-assess-and-address-the-decline-in-correspondent-banking-progress-report-to-g20-summit-of-july-2017\/\">FSB Action Plan to Assess and Address the Decline in Correspondent Banking: Progress Report to G20 Summit of July 2017<\/a>, 4. Juli 2017.<\/li>&#13;\n \t<li>FSB (2017b). <a href=\"http:\/\/www.fsb.org\/wp-content\/uploads\/P040717-4.pdf\">FSB Correspondent Banking Data Report<\/a>, 4. Juli 2017.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":[{"kasten_title":"Schwieriges Umfeld \u2013 auch f\u00fcr Geld\u00fcbermittlungsdienstleister","kasten_box":"Neben Banken sind auch Geld\u00fcbermittlungsdienstleister wie <em>Western Union<\/em> und <em>Money Gram<\/em> mit Schwierigkeiten aufgrund des De-Risking konfrontiert, sowohl was die Weiterf\u00fchrung ihrer bestehenden Bankkonten als auch die Er\u00f6ffnung neuer Konten betrifft.<sup>a<\/sup> Der Grund: Diese Branche wird als ein wenig transparenter Markt wahrgenommen, der deshalb anf\u00e4llig f\u00fcr Geldw\u00e4scherei und andere Finanzdelikte ist. Gewisse Banken halten den Markt deshalb f\u00fcr hoch riskant und tendieren dazu, ihre Beziehungen mit Geld\u00fcbermittlungsdienstleistern zu beenden \u2013 statt die damit verbundenen Risiken zu evaluieren und zu steuern. Diese Firmen sind jedoch wichtig \u2013 zum Beispiel f\u00fcr \u00dcberweisungen von Migranten an Angeh\u00f6rige im Herkunftsland \u2013, und gewisse Weltregionen sind stark von den Geld\u00fcberweisungen ihrer Diaspora abh\u00e4ngig. In der Schweiz wurde 2014 der \u00fcber diese Kan\u00e4le ins Ausland \u00fcberwiesene Geldbetrag von der Schweizerischen Nationalbank auf 6,9 Milliarden Franken gesch\u00e4tzt.<sup>b<\/sup> Die <em>Correspondent Banking Coordination Group (CBCG)<\/em> des Financial Stability Board (FSB) hat sich 2017 verpflichtet, diesen Aspekt in ihre Arbeit einzubeziehen und den Dialog zwischen Banken und Geld\u00fcbermittlungsdienstleistern zu f\u00f6rdern. Damit sich die Bedingungen f\u00fcr den Sektor verbessern, ist es wichtig, dass diese Arbeiten erg\u00e4nzend zu den bereits laufenden Massnahmen erfolgen und international koordiniert werden.&#13;\n&#13;\n<span class=\"text__quelle--kasten\"><sup>a<\/sup>FSB (2017a): 2.<\/span>&#13;\n&#13;\n<span class=\"text__quelle--kasten\"><sup>b<\/sup>BFS (2016).<\/span>"}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":108723,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":108727,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"71783","post_abstract":"Seit mehreren Jahren besteht im Korrespondenzbankengesch\u00e4ft ein Trend zum \u00abDe-Risking\u00bb: Um Risiken zu minimieren, tendieren viele Banken dazu, die Beziehungen zu Korrespondenzbanken ganz abzubrechen. 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Vergangenes Jahr hat das FSB eine hochrangige Koordinationsgruppe eingesetzt, welche von der Schweiz geleitet wird.","magazine_issue":"10\/2017","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":[4127,0],"korrektor":4139,"planned_publication_date":"20170926","original_files":[{"file":108735}],"external_release_for_author":"20170831","external_release_for_author_time":"23:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/5976f1e4d4eb7"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/108720"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4593"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=108720"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/108720\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":126350,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/108720\/revisions\/126350"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4127"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4593"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/24622"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=108720"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=108720"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=108720"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=108720"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=108720"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=108720"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}