{"id":108737,"date":"2017-09-25T11:45:50","date_gmt":"2017-09-25T11:45:50","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2017\/09\/zarin-10-2017fr\/"},"modified":"2023-08-23T23:05:38","modified_gmt":"2023-08-23T21:05:38","slug":"zarin-10-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2017\/09\/zarin-10-2017\/","title":{"rendered":"\u00d6ffentliche Forstbetriebe: Potenzial f\u00fcr Effizienzsteigerungen"},"content":{"rendered":"<p>Seit 1991 schreiben die \u00f6ffentlichen Forstbetriebe in der Schweiz insgesamt rote Zahlen bei der Holzproduktion und Nebent\u00e4tigkeiten wie Dienstleitungen oder Sachg\u00fcterproduktion: Im Jahr 2014 resultierte bei der \u00abGesamtnutzung\u00bb ein Minus von 50 Millionen Franken. Bei der Holzproduktion betr\u00e4gt das Defizit sogar 189 Millionen, wobei es grosse Unterschiede zwischen den vier untersuchten Forstzonen Jura, Mittelland, Voralpen und Alpen gibt. \u00dcbersch\u00fcsse wurden einzig in den Voralpen erzielt.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAngesichts dieser Zahlen dr\u00e4ngt sich eine Analyse zur technischen Ineffizienz auf, woran die Holzproduktion zu leiden scheint. Dabei gilt es zu beachten, dass der Wald nebst der Holzproduktion weitere Funktionen wie Schutz, Erholung, Natur und Landschaft erf\u00fcllt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWelches sind die Gr\u00fcnde f\u00fcr Ineffizienzen? Und: Mit welchen Strategien k\u00f6nnen die Forstbetriebe ihre Ergebnisse verbessern? Ein vom Schweizerischen Nationalfonds finanziertes Forschungsprojekt \u00abRessource Holz\u00bb (NFP 66) sucht Antworten auf diese Fragen. In einer Studie der Universit\u00e4t Neuenburg wurde versucht, den Grad an technischer Effizienz der \u00f6ffentlichen Forstbetriebe in der Schweiz zu bestimmen und die daf\u00fcr relevanten Faktoren in Erfahrung zu bringen.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZur Berechnung der technischen Effizienz der \u00f6ffentlichen Forstbetriebe wurde eine sogenannte parameterfreie Methode verwendet (siehe <em>Kasten<\/em>). Betrachtet werden ein Produkt (die Holzproduktion in Kubikmetern) und die vier Faktoren Arbeit (Personal des Forstbetriebs in Stunden), Kapital (forstwirtschaftliche Fahrzeuge in Maschinenstunden), Drittleistungen (Subunternehmen, in Franken) und administrative Kosten im Zusammenhang mit der Holzproduktion (in Franken). Angesichts der Heterogenit\u00e4t der Betriebe hinsichtlich ihrer Gr\u00f6sse sind entsprechend unterschiedliche Ertr\u00e4ge zu erwarten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Daten stammen aus der Beobachtungsstichprobe \u00abForstwirtschaftliches Testbetriebsnetz der Schweiz\u00bb, welche der Verband der Waldeigent\u00fcmer, Waldschweiz, zuhanden des Bundesamtes f\u00fcr Statistik (BFS) zusammengetragen hat. Untersucht wurde der Zeitraum 2007 bis 2014. F\u00fcr eine gute Vergleichbarkeit zwischen den Jahren und den Betrieben wurden vier ausgeglichene Panels f\u00fcr die vier Forstzonen gezogen: Im Jura gab es 264 Beobachtungen, im Mittelland 384, in den Voralpen 192 und in den Alpen 200.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Heterogene Ineffizienz<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEine Auswertung der untersuchten Forstzonen zeigt: Im Jahr 2007 betrug die durchschnittliche Effizienz der \u00f6ffentlichen Forstbetriebe im Jura 75,2\u00a0Prozent. Ab 2010 fiel sie unter die 70-Prozent-Marke, wo sie die n\u00e4chsten vier Jahre verharrte. Auch im Mittelland lag die Effizienz im Jahr 2007 zun\u00e4chst noch \u00fcber 70\u00a0Prozent, anschliessend lag sie ebenfalls unter diesem Niveau.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn den Voralpen belief sich die durchschnittliche Effizienz zu Beginn der Untersuchungsperiode auf 75,9\u00a0Prozent. Im Jahr 2010 sank sie kurz unter 70\u00a0Prozent, um ein Jahr sp\u00e4ter auf \u00fcber 77\u00a0Prozent anzusteigen. Anschliessend sank der Wert bis auf rund 70\u00a0Prozent.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn den Alpen betrug die durchschnittliche Effizienz zu Beginn 50,0\u00a0Prozent. Nach einem R\u00fcckgang im Jahr 2009 n\u00e4herte sich der Wert zwei Jahre sp\u00e4ter der 60-Prozent-Marke. In den letzten drei Jahren blieb er \u00fcber 55\u00a0Prozent.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie relativ niedrigen Effizienzwerte \u2013 insbesondere in den Alpen \u2013 weisen auf ein bedeutendes Verbesserungspotenzial hin. Der hohe Anteil der Betriebe mit sehr niedrigen Durchschnittswerten best\u00e4tigt diese Vermutung (siehe <em>Abbildung<\/em>).&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Technische Effizienz nach Forstzone (Durchschnittswerte 2007\u20132014)<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='mack_zarin_1_de'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#mack_zarin_1_de').highcharts({\n chart: {\n        type: 'column'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n    \n    xAxis: {\n        categories: [\n            '0 bis 10', '11 bis 20', '21 bis 30', '31 bis 40', '41 bis 50', '51 bis 60', '61 bis 70', '71 bis 80', '81 bis 90', '91 bis 99,9', '100'\n        ],\n        crosshair: true,\n        title: {\n            text: \"Effizienzgrad (nach Dezilen)\"\n        }\n    },\n    yAxis: {\n        min: 0,\n        title: {\n            text: \"Anteil Betriebe pro Zone\"\n        },\n         labels: {\n                format: '{value} %'\n            }\n    },\n    tooltip: {\n            valueSuffix: ' %'\n        },\n    plotOptions: {\n        column: {\n            pointPadding: 0.2,\n            borderWidth: 0\n        }\n    },\n    series: [{\n        name: 'Jura',\n        data: [0,0,3,6,15,20,10,8,6,5,26]\n\n    }, {\n        name: 'Mittelland',\n        data: [0,\t0,\t2,\t10,\t21,\t17,\t13,\t11,\t9,3,\t14]\n\n    }, {\n        name: 'Voralpen',\n        data: [0,\t0,\t1,\t3,\t20,15,\t14,\t16,8,8,16]\n\n    }, {\n        name: 'Alpen',\n        data: [0,\t10,\t20,\t16,\t13,\t5,\t3,\t6,\t3,2,23]\n\n    }]\n});\n});\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Dargestellt ist der durchschnittliche Effizienzgrad pro Forstzone nach Dezilen. So weisen beispielsweise 10 Prozent der \u00f6ffentlichen Forstbetriebe in den Alpen eine (tiefe) Effizienz zwischen 11 und 20 Prozent auf. Eine 100-prozentige Effizienz erreichen 23 Prozent der Betriebe dieser Gruppe.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Mack, Zarin \/ Die Volkswirtschaft <\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEine detailliertere Analyse, welche die technisch effizienten Betriebe (\u00abBenchmarks\u00bb) mit den \u00fcbrigen Betrieben vergleicht, zeigt erwartungsgem\u00e4ss: Effiziente Betriebe ben\u00f6tigen im Durchschnitt weniger Arbeit und Maschinenstunden. Ausserdem sind ihre Verwaltungskosten niedriger. Effiziente Betriebe erhalten im Allgemeinen auch am wenigsten Subventionen. Hier reichen die Werte jedoch nicht aus, um einen Kausalzusammenhang herzustellen bzw. dessen Richtung zu bestimmen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIneffiziente Betriebe, auf der anderen Seite, kaufen mehr Drittleistungen von Subunternehmen. Zudem sind ihre Investitionskosten hoch. Dies mag \u00fcberraschen, ist aber damit zu erkl\u00e4ren, dass nicht alle Investitionen der technischen Effizienz dienen und sich die Wirkung \u00fcber den analysierten Zeitraum hinaus erstrecken kann. Effiziente Betriebe haben schliesslich relativ kleine Produktionsfl\u00e4chen in Schutzw\u00e4ldern, daf\u00fcr sind die Produktionsfl\u00e4chen in Natur- und Landschaftsw\u00e4ldern (ausser in den Voralpen) gr\u00f6sser.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nSchliesslich wurde der Zusammenhang zwischen der technischen Effizienz der Betriebe und ihrem Diversifikationsgrad untersucht. Letzterer wird durch den Anteil der Holzproduktion am Gesamtumsatz definiert (siehe <em>Tabelle<\/em>). Hier zeigt sich: Ein Betrieb ist im Allgemeinen umso weniger effizient, je diversifizierter er ist. Dies spricht f\u00fcr eine st\u00e4rkere Spezialisierung auf die Holzproduktion.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn den Zonen Mittelland und Voralpen sind wenig oder schwach diversifizierte Betriebe im Durchschnitt weniger defizit\u00e4r als stark diversifizierte Betriebe. Im Gegenteil: Sie erwirtschaften in der Holzproduktion oder auch als Gesamtbetrieb sogar \u00dcbersch\u00fcsse. In den Zonen Jura und Alpen ist die Situation hingegen weniger eindeutig.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Diversifikationsgrad, technische Effizienz und Rentabilit\u00e4t der Betriebe in vier Forstzonen<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<\/p>\n<table width=\"498\">&#13;<\/p>\n<tbody>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\"><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\"><strong>Anteil der Holzproduktion am Gesamtumsatz<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\"><strong>Anteil der Holzproduktion am Total der Betriebe (in&nbsp;%)<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\"><strong>Durchschnittliche Effizienz (in&nbsp;%)<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\"><strong>Ergebnis pro produktive Hektare (in Fr.)<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\"><strong>Ergebnis pro Kubikmeter (in Fr.)<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td>Jura<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>\u226580%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">23,1<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">82,5<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">\u201382,4<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">\u201313,0<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>\u226550% bis &lt;80%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">57,6<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">64,6<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">\u201348,3<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">\u20137,5<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>\u226530% bis &lt;50%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">18,2<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">69,8<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">\u2013158,3<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">\u201324,4<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>&lt;30%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">1,1<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">69,8<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">\u201358,8<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">\u20137,9<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td>Mittelland<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>\u226580%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">9,1<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">87,9<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">138,8<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">10,7<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>\u226550% bis &lt;80%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">51,0<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">64,0<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">\u201332,9<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">\u20133,6<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>\u226530% bis &lt;50%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">31,3<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">60,9<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">\u2013136,6<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">\u201315,6<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>&lt;30%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">8,6<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">57,2<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">\u2013261,8<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">\u201342,6<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td>Voralpen<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>\u226580%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">10,9<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">88,8<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">40,4<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">4,7<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>\u226550% bis &lt;80%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">55,7<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">71,4<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">37,6<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">6,6<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>\u226530% bis &lt;50%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">16,7<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">64,3<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">\u201364,7<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">\u201311,7<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>&lt;30%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">16,7<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">64,1<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">\u2013106,3<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">\u201328,0<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td>Alpen<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>\u226580%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">18,5<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">70,5<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">\u201316,7<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">\u20136,2<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>\u226550% bis &lt;80%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">44,0<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">51,2<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">\u201358,8<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">\u201319,4<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>\u226530% bis &lt;50%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">32,5<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">48,9<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">\u201313,8<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">\u20134,5<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>&lt;30%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">5,0<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">63,2<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">\u201327,3<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">\u201312,5<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tbody>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/table>\n<p>&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">\u00a0Quelle: Mack, Zarin \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Wo besteht Potenzial?<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nZusammenfassend zeigt diese Analyse, dass es m\u00f6glich ist, die relative Effizienz der Forstbetriebe zu steigern \u2013 namentlich durch Einsparungen bei den Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital sowie den Verwaltungskosten. Allerdings ist die beobachtete Ineffizienz nicht unbedingt die Folge einer ung\u00fcnstigen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung, sondern h\u00e4ngt auch von nicht kontrollierbaren externen Bedingungen wie Topografie oder Klima ab.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nNichtsdestotrotz besteht ein reales Verbesserungspotenzial. Denkbar w\u00e4re eine Reform des Subventionierungssystems, um Bem\u00fchungen nach mehr Effizienz zu f\u00f6rdern. So k\u00f6nnten die Betriebe insbesondere motiviert werden, sich st\u00e4rker auf die Holzproduktion zu spezialisieren.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Bundesamt f\u00fcr Umwelt (2015), Jahrbuch Wald und Holz 2015, Bern.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Zarin-Nejadan M. und Baranzini A. (2016), Understanding the Wood Market: Between Provisioning and Multi-Functionality, rapport final, Universit\u00e4t Neuenburg und HEG-Gen\u00e8ve. Siehe auch Mack A. (2015), Une analyse non param\u00e9trique de l\u2019efficience technique des exploitations foresti\u00e8res suisses, Zeitschrift f\u00fcr Forstwesen, 166(2): 97\u2013103.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit 1991 schreiben die \u00f6ffentlichen Forstbetriebe in der Schweiz insgesamt rote Zahlen bei der Holzproduktion und Nebent\u00e4tigkeiten wie Dienstleitungen oder Sachg\u00fcterproduktion: Im Jahr 2014 resultierte bei der \u00abGesamtnutzung\u00bb ein Minus von 50 Millionen Franken. 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In allen Regionen besteht jedoch ein reales Verbesserungspotenzial.","post_hero_image_description":"Grosser Aufwand, um einen Baum zu f\u00e4llen: In vielen \u00f6ffentlichen Forstbetrieben kann die Effizienz verbessert werden.","post_hero_image_description_copyright_de":"Keystone","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"","post_kasten":[{"kasten_title":"Data-Envelopment-Analysis-Methode","kasten_box":"Die <em>Data Envelopment Analysis (DEA)<\/em> ist eine parameterfreie Methode zur Messung der technischen Effizienz von Produktionseinheiten (hier Forstbetriebe), wenn mehrere Produkte (\u00abOutputs\u00bb) und Faktoren (\u00abInputs\u00bb) vorhanden sind. Die Analyse beruht auf einem mathematischen Optimierungsprogramm und weist gegen\u00fcber parametrischen Methoden den Vorteil auf, dass weniger robuste Hypothesen erforderlich sind. Die DEA identifiziert Produktionseinheiten an der \u00abProduktionsgrenze\u00bb, welche als \u00abBenchmarks\u00bb f\u00fcr die Effizienz dienen, d. h. als Vergleichspunkte f\u00fcr alle Einheiten (bei gleichbleibenden Produkten oder Faktoren). 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