{"id":108775,"date":"2017-09-25T11:45:49","date_gmt":"2017-09-25T11:45:49","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2017\/09\/ammann-10-2017fr\/"},"modified":"2023-08-23T23:05:05","modified_gmt":"2023-08-23T21:05:05","slug":"ammann-10-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2017\/09\/ammann-10-2017\/","title":{"rendered":"Gut gef\u00fchrte Pensionskassen weisen h\u00f6here Performance aus"},"content":{"rendered":"<p>Mit \u00fcber vier Millionen aktiv Versicherten und knapp 2000 Pensionskassen unterh\u00e4lt die Schweiz eines der gr\u00f6ssten Systeme der beruflichen Vorsorge Europas. So war das Gesamtverm\u00f6gen aller Pensionskassen Ende 2016 mit \u00fcber 800 Milliarden Franken gr\u00f6sser als das Bruttoinlandprodukt (BIP). Angesichts dieser Summe sind professionelle Managementstrukturen und Prozesse bei den Pensionskassen von volkwirtschaftlicher Bedeutung, da Vorsorgeeinrichtungen mit Schw\u00e4chen in den Governancestrukturen betr\u00e4chtliche Risiken f\u00fcr Versicherte, Rentner und Finanzm\u00e4rkte verursachen k\u00f6nnen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nUm dieses systemische Risiko einzud\u00e4mmen, hat der Gesetzgeber verschiedene Massnahmen ergriffen, die auf die Verbesserung der Governancequalit\u00e4t von Pensionskassen abzielen \u2013 so traten 2011 beispielsweise neue Bestimmungen zu Transparenz und Interessenkonflikten in Kraft. Zus\u00e4tzlich f\u00f6rdert der Schweizerische Pensionskassenverband (Asip) seit Jahren selbst-regulatorische Ans\u00e4tze, unter anderen im Rahmen einer \u00abGovernance-Charta\u00bb.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGovernance geht allerdings \u00fcber rein regulatorische Anforderungen hinaus und ist umfassender zu verstehen. Schl\u00fcsselaspekte sind die Organisations- und F\u00fchrungsstrukturen, Anreizsysteme f\u00fcr das Management, Planungs- und Strategieprozesse sowie Investment- und Risikomanagementprozesse.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Empirische Studie anhand von umfangreicher Stichprobe<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIn einer Studie haben die Autoren untersucht, inwiefern Governancearchitekturen mit der realisierten Anlageperformance zusammenh\u00e4ngen.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Empirische Untersuchungen zum Zusammenhang zwischen Governance und Performance in der Altersvorsorge sind heute immer noch rar. Besser untersucht ist der Unternehmenssektor, wo die Evidenz einen positiven Zusammenhang zwischen guter Governance und Unternehmensperformance und -bewertung findet.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn den bisherigen Studien zu Pensionskassen wurde die Governancequalit\u00e4t oft auf subjektive Weise gemessen, beispielsweise basierend auf Selbstwahrnehmungen oder Meinungen von Pensionsfondsmanagern und Stiftungsr\u00e4ten. Im Gegensatz dazu untersuchten die Autoren den Zusammenhang zwischen Governancestrukturen, Anlageperformance und Verm\u00f6gensallokation f\u00fcr eine Stichprobe von 139 Schweizer Pensionskassen, wobei die Messung der Governancequalit\u00e4t ausschliesslich auf objektiv nachpr\u00fcfbaren Kriterien beruht. Da historische Performancedaten sowie detaillierte Daten zu Governancestrukturen von beruflichen Vorsorgeeinrichtungen der zweiten S\u00e4ule in der Schweiz nicht in ausreichend detaillierter Form \u00f6ffentlich verf\u00fcgbar sind, wurden diese Informationen mithilfe eines standardisierten Fragebogens erhoben. Der verwendete Datensatz enth\u00e4lt Daten von 139 Pensionskassen mit einem Kassenverm\u00f6gen von \u00fcber 260 Milliarden Schweizer Franken per Ende 2012 \u2013 was 43 Prozent des gesamten Schweizer Pensionskassenverm\u00f6gens entsprach.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Index bildet Governance ab<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nUm die Governancestrukturen der Kassen m\u00f6glichst objektiv zu messen, entwickelten die Autoren den Governanceindex \u00abSwiss Pension Fund Score\u00bb (G-Score), welcher wiederum aus sechs Subindizes besteht (siehe <em>Kasten<\/em>). Obwohl einige der Komponenten des G-Score aus Governanceperspektive vorteilhaft erscheinen, werden diese weder als absolut erachtet, noch wird behauptet, dass Schweizer Pensionsfonds diese notwendigerweise erf\u00fcllen sollen, um ihre Governancequalit\u00e4t zu verbessern. Es wird daher keine Aussage dar\u00fcber getroffen, wie eine optimale Governancestruktur einer Pensionskasse aussieht oder aussehen sollte. Tats\u00e4chlich werden einige Elemente des Scoring-Modells aufgrund von widerspr\u00fcchlicher empirischer Evidenz kontrovers diskutiert \u2013 wie zum Beispiel die Anwendung taktischer Verm\u00f6gensallokation oder die performanceabh\u00e4ngige Verg\u00fctung von Stiftungsr\u00e4ten. Die Studie nimmt solche Elemente lediglich als praktische Referenzpunkte zur Hand, um einen m\u00f6glichen Zusammenhang zwischen Governance, Performance und Verm\u00f6gensallokation zu untersuchen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Analysen zeigen, dass Pensionskassen-Governance positiv mit der durchschnittlichen Anlageperformance der befragten Kassen in den Jahren 2010 bis 2012 korreliert. Diejenigen Pensionskassen, die im h\u00f6chsten Governancequartil lagen, erzielten eine um 1 Prozent h\u00f6here durchschnittliche \u00dcberschussrendite und Benchmark-Outperformance als diejenigen, die sich im niedrigsten Quartil befanden (siehe <em>Tabelle<\/em>).&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Quartil-Analyse<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<\/p>\n<table width=\"0\">&#13;<\/p>\n<tbody>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"93\"><strong>Performance-Metrik<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 93px; text-align: center; vertical-align: middle;\" width=\"93\"><strong>1. Quartil<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"93\"><strong>2. Quartil<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"93\"><strong>3. Quartil<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"93\"><strong>4. Quartil<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"81\"><strong>Differenz Q1 &#8211; Q2<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"152\">Durchschnittliche \u00dcberschussrendite der Jahre 2010 bis 2012<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 93px; text-align: center; vertical-align: middle;\" width=\"93\">2,65%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 93px; text-align: center; vertical-align: middle;\" width=\"93\">2,21%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 93px; text-align: center; vertical-align: middle;\" width=\"93\">1,81%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 93px; text-align: center; vertical-align: middle;\" width=\"93\">1,62%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 93px; text-align: center; vertical-align: middle;\" width=\"81\">\u00a0+1,02<sup>a<\/sup><\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"152\">Durchschnittliche Abweichung zur passiven Benchmark der Jahre 2010 bis 2012<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 93px; text-align: center; vertical-align: middle;\" width=\"93\">\u20130,36%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 93px; text-align: center; vertical-align: middle;\" width=\"93\">\u20130,83%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 93px; text-align: center; vertical-align: middle;\" width=\"93\">\u20131,20%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 93px; text-align: center; vertical-align: middle;\" width=\"93\">\u20131,33%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 93px; text-align: center; vertical-align: middle;\" width=\"81\">\u00a0+0,97<sup>a<\/sup><\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"152\">Durchschnittliche Abweichung zur Benchmark, die von den Pensionskassen selbst angegeben wurde<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 93px; text-align: center; vertical-align: middle;\" width=\"93\">\u20130,31%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 93px; text-align: center; vertical-align: middle;\" width=\"93\">\u20130,60%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 93px; text-align: center; vertical-align: middle;\" width=\"93\">\u20130,88%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 93px; text-align: center; vertical-align: middle;\" width=\"93\">\u20131,06%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 93px; text-align: center; vertical-align: middle;\" width=\"81\">\u00a0+0,75<sup>b<\/sup><\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"152\">Sharpe Ratio<sup>c<\/sup> der Pensionskassen:<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 93px; text-align: center; vertical-align: middle;\" width=\"93\">0,376<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 93px; text-align: center; vertical-align: middle;\" width=\"93\">0,299<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 93px; text-align: center; vertical-align: middle;\" width=\"93\">0,295<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 93px; text-align: center; vertical-align: middle;\" width=\"93\">0,271<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 93px; text-align: center; vertical-align: middle;\" width=\"81\">\u00a0+0,105<sup>b<\/sup><\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tbody>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/table>\n<p>&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\"><sup>a<\/sup>1-Prozent-Signifikanzniveau\u00a0<sup> b<\/sup>5-Prozent-Signifikanzniveau <sup>c<\/sup>Kennzahl f\u00fcr das Verh\u00e4ltnis zwischen \u00dcberrendite und Risiko einer Geldanlage&#13;<br \/>\n<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Die Tabelle zeigt den arithmetischen Durchschnitt der vier analysierten Performancemetriken pro Quartil. In der rechten Spalte ist die Differenz zwischen dem Quartil mit den besten Governancewerten (1. Quartil) und dem Quartil mit den schlechtesten Governancewerten (4. Quartil) abgebildet.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Ammann und Ehmann (2017)<\/span>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Rendite h\u00e4ngt mit Risikomanagement zusammen<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nVor allem die Subkategorien Zielsetzung und Anlagestrategie sowie Risikomanagement zeigen eine signifikant positive Korrelation zur durchschnittlichen Rohrendite. Ebenfalls einen signifikant positiven Effekt zeigt sich bei der Kassengr\u00f6sse: Gr\u00f6ssere Pensionskassen in der Stichprobe haben eine h\u00f6here durchschnittliche \u00dcberschussrendite \u00fcber die Jahre 2010 bis 2012 ausgewiesen als kleinere. Einen Teil der h\u00f6heren Rendite erzielen sie dabei durch ein h\u00f6heres Risiko-Exposure, indem sie beispielsweise einen gr\u00f6sseren Anteil ihres Verm\u00f6gens in alternative Investments, Aktien und Fremdw\u00e4hrungen investieren als kleinere Kassen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nPensionskassen-Governance ist f\u00fcr alle vier analysierten Performancemasse relevant (siehe <em>Tabelle<\/em>). So erzielten Pensionskassen mit einer guten Governance h\u00f6here \u00dcberschussrenditen sowie kleinere negative Abweichungen zu ihrer Benchmark als Kassen mit tiefen Governancewerten. Auch die Analyse der von den Pensionskassen angegebenen individuellen Benchmarks zeigt \u00e4hnliche Ergebnisse. Das Bestimmtheitsmass des Regressionsmodells ist hier jedoch relativ niedrig, was eine Indikation f\u00fcr suboptimal definierte individuelle Benchmarks der Kassen ist. F\u00fcr die Sharpe Ratio \u2013 die Kennzahl f\u00fcr das Verh\u00e4ltnis zwischen \u00dcberrendite und Risiko einer Geldanlage \u2013 findet die Studie ebenfalls einen signifikant positiven Koeffizienten f\u00fcr die Variable G-Score.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Analyse der Verm\u00f6gensallokation zeigt hingegen keinen signifikanten Zusammenhang zwischen der Governance und den Allokationsentscheiden. Entscheide bez\u00fcglich der Verm\u00f6gensallokation scheinen eher mit institutionellen Faktoren wie der Kassengr\u00f6sse oder der Rechtsform verbunden zu sein als mit Governancestrukturen.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Externe Berater beeinflussen Performance<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEine detailliertere Analyse der Subindizes zeigt einen \u00f6konomisch und statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen der regelm\u00e4ssigen Anwesenheit von externen Beratern an Anlagestrategie-Sitzungen und der Performance auf: Diese ist um durchschnittlich einen halben Prozentpunkt h\u00f6her, wenn der externe Berater grunds\u00e4tzlich an den Anlagestrategie-Sitzungen teilnimmt. Umgekehrt haben diejenigen Pensionskassen, welche angaben, \u00abTaktische Asset Allokation\u00bb zu betreiben, eine geringere Performance als die Kassen, welche gem\u00e4ss Umfrage auf diese Praktik verzichten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nF\u00fcr Stiftungsr\u00e4te von Pensionskassen stellt sich die Frage, inwiefern ein Investment in gute Governancestrukturen sinnvoll f\u00fcr Versicherte im Sinne von verbesserter Anlageperformance sein k\u00f6nnte. Die Studie zeigt, dass zumindest statistisch f\u00fcr die Jahre 2010 bis 2012 ein Zusammenhang zwischen beiden Faktoren besteht.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEs ist jedoch wichtig, zu erw\u00e4hnen, dass keine Aussage \u00fcber die Kausalit\u00e4t zul\u00e4ssig ist. Denn: Obwohl es m\u00f6glich und plausibel ist, dass eine gute Governance zu einer besseren Anlageperformance f\u00fchrt, k\u00f6nnte die Kausalkette auch umgekehrt sein. Das heisst, Pensionskassen mit guter Performance k\u00f6nnten bessere Governancestrukturen installieren, weil sie m\u00f6glicherweise mehr finanziellen Spielraum haben. Oder es k\u00f6nnte sein, dass es ein allgemeines Qualit\u00e4tsmerkmal f\u00fcr Pensionskassen gibt, welches sowohl mit besserer Governance einhergeht als auch zu einer h\u00f6heren Anlageperformance f\u00fchrt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZeitgem\u00e4sse Governancestrukturen sind f\u00fcr die Versicherten von Pensionskassen vorteilhaft. Viele Kassen werden deshalb weiter an ihrer Governance arbeiten. Dabei sollte nicht nur die formale Erf\u00fcllung von erw\u00fcnschten Anforderungen angestrebt werden, sondern vor allem die materielle Verbesserung der Governance zugunsten der Versicherten im Vordergrund stehen.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\"><a href=\"http:\/\/www.asip.ch\/wissen\/hintergruende\/die-asip-charta\/\">Asip-Charta<\/a>, Asip.ch&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Ammann und Ehmann (2017).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit \u00fcber vier Millionen aktiv Versicherten und knapp 2000 Pensionskassen unterh\u00e4lt die Schweiz eines der gr\u00f6ssten Systeme der beruflichen Vorsorge Europas. 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Diese sechs Governancebereiche sind ihrerseits in insgesamt 60 Kriterien unterteilt. Um zu untersuchen, inwiefern Governance mit Anlageperformance und Verm\u00f6gensallokation korreliert, wurden multivariate Regressionsanalysen eingesetzt, bei denen vier verschiedene, in der Portfoliomanagementpraxis g\u00e4ngige Performancemasse als abh\u00e4ngige Variablen dienten. 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Die Autoren untersuchten 139 Pensionskassen in Bezug auf interne Governancemechanismen, Investmentperformance, Verm\u00f6gensverwaltungskosten, Risikodeckung und Verm\u00f6gensallokation. Pensionskassen mit einer guten Governance wiesen in den Jahren 2010 bis 2012 eine h\u00f6here j\u00e4hrliche Anlagerendite aus als solche mit einer relativ schlechten Governance. 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