{"id":108929,"date":"2017-09-21T17:15:54","date_gmt":"2017-09-21T17:15:54","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2017\/09\/tendances-conjoncturelles-automne-2017\/"},"modified":"2024-11-14T07:38:39","modified_gmt":"2024-11-14T06:38:39","slug":"konjunkturtendenzen-herbst-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2017\/09\/konjunkturtendenzen-herbst-2017\/","title":{"rendered":"Konjunkturtendenzen Herbst 2017"},"content":{"rendered":"<h2>Weltwirtschaft<\/h2>\n<p>Der Weltkonjunktur hat sich zuletzt gefestigt. Sowohl von den meisten Industriel\u00e4ndern als auch von den grossen Schwellenl\u00e4ndern kommen positive Signale.<\/p>\n<p>In den USA und in Japan hat das Wachstumstempo im 2. Quartal sp\u00fcrbar angezogen. Im Euroraum und insbesondere in Deutschland hat sich die lebhafte und breit abgest\u00fctzte Expansion der Vorquartale fortgesetzt. Dagegen rapportiert das Vereinigte K\u00f6nigreich f\u00fcr die ersten ersten zwei Quartale 2017 nur moderate BIP-Wachstumsraten.<\/p>\n<p>In China hat sich das Wachstum im 2. Quartal solide fortgesetzt. Indien ist vorl\u00e4ufig hinter den Wachstumserwartungen zur\u00fcckgeblieben. In China und in Russland zieht die Wirtschaftsaktivit\u00e4t nach einer l\u00e4ngeren Schw\u00e4chephase wieder an.<\/p>\n<p>Die verf\u00fcgbaren Fr\u00fchindikatoren deuten auf eine Fortsetzung des weltwirtschaftlichen Aufschwungs in den kommenden Quartalen hin. Die Expertengruppe Konjunkturprognosen des Bundes hat ihre Erwartungen an die Weltwirtschaftliche Entwicklung in den Jahren 2017 und 2018 leicht nach oben korrigiert.<\/p>\n<h2>Wirtschaftslage Schweiz<\/h2>\n<p>Die Schweizer Wirtschaft findet nur allm\u00e4hlich zur\u00fcck zu einem dynamischen Wachstumskurs. In der ersten Jahresh\u00e4lfte 2017 blieb das BIP-Wachstum hinter den Erwartungen zur\u00fcck, nachdem das Schlussquartal 2016 bereits leicht negativ ausgefallen war. Zwar setzte sich im verarbeitenden Gewerbe sowie im Gastgewerbe die Erholung vom Tief der letzten Jahre fort. Dem steht aber eine schwache Entwicklung in den meisten anderen Dienstleistungsbranchen gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>Die Abschw\u00e4chung des BIP-Wachstums zum Jahreswechsel 2016\/17 wird allerdings durch einen Sondereffekt in der Branche \u00ab&nbsp;Unterhaltung und \u00fcbrige Dienstleistungen&nbsp;\u00bb akzentuiert, der die revidierten BIP-Daten zum Jahreswechsel nach unten dr\u00fcckt. Sieht man davon ab, zeigen die BIP-Zahlen nach wie vor, dass sich die moderate Konjunkturerholung fortsetzt.<\/p>\n<h2>Konjunkturprognose<\/h2>\n<p>Aufgrund des erw\u00e4hnten Basiseffektes, und des unerwartet schwachen 2.\u00a0Quartals\u00a02017 senkt die Expertengruppe des Bundes ihre BIP-Prognose f\u00fcr das Jahr\u00a02017 von 1,4\u00a0% (Prognose von Juni) auf nunmehr 0,9\u00a0%.<\/p>\n<p>Die Fr\u00fchindikatoren lassen in n\u00e4chster Zukunft eine deutliche Wachstumsbeschleunigung erwarten. Positive Impulse kommen namentlich von der mittlerweile gefestigten Weltkonjunktur. Dementsprechend erwartet die Expertengruppe, dass die Wirtschaftsaktivit\u00e4t in der Schweiz im Verlauf der kommenden Quartale ebenfalls deutlich anzieht. F\u00fcr 2018 wird ein solides BIP-Wachstum in H\u00f6he von 2,0\u00a0% prognostiziert (Prognose von Juni: 1,9\u00a0%).<\/p>\n<p>Im Zuge der Wachstumsbeschleunigung wird sich die Lage am Arbeitsmarkt aufhellen. Die Expertengruppe prognostiziert, dass die Besch\u00e4ftigung, nach mehreren Quartalen mit einer schwachen Dynamik, wieder deutlich wachsen wird (2017: +0,3&nbsp;%, 2018: +0,8&nbsp;%).Gleichzeitig sollte die Arbeitslosigkeit weiter zur\u00fcckgehen, so dass 2017 eine Arbeitslosenquote in H\u00f6he von 3,2\u00a0% und 2018 von 3,0\u00a0% (jeweiliger Jahresdurchschnitt) zu erwarten ist.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weltwirtschaft Der Weltkonjunktur hat sich zuletzt gefestigt. Sowohl von den meisten Industriel\u00e4ndern als auch von den grossen Schwellenl\u00e4ndern kommen positive Signale. In den USA und in Japan hat das Wachstumstempo im 2. Quartal sp\u00fcrbar angezogen. Im Euroraum und insbesondere in Deutschland hat sich die lebhafte und breit abgest\u00fctzte Expansion der Vorquartale fortgesetzt. 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