{"id":109257,"date":"2017-07-25T15:01:44","date_gmt":"2017-07-25T15:01:44","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2017\/07\/gersbach-08-09-2017fr\/"},"modified":"2023-08-23T23:05:31","modified_gmt":"2023-08-23T21:05:31","slug":"gersbach-08-09-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2017\/07\/gersbach-08-09-2017\/","title":{"rendered":"Bargeld abschaffen macht wenig Sinn"},"content":{"rendered":"<p>Soll das Bargeld abgeschafft werden? Mit dieser Frage hat sich der Wissenschaftliche Beirat beim deutschen Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie unter anderem im Gutachten \u00abZur Diskussion um Bargeld und die Null-Zins-Politik der Zentralbank\u00bb vom 9. Februar 2017 befasst.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nMeist f\u00fchren die Abschaffungsbef\u00fcrworter drei Hauptargumente auf. Das erste betrifft die Kosten des Zahlungsverkehrs \u2013 demnach sind elektronische Zahlungsmittel g\u00fcnstiger als Bargeld. Zweitens sollen mit der Abschaffung von Bargeld illegale Aktivit\u00e4ten und Schattenwirtschaft st\u00e4rker einged\u00e4mmt werden. Und drittens w\u00fcrde die Zentralbank an Handlungsspielraum gewinnen, da die Anleger bei Negativzinsen nicht mehr auf Bargeld ausweichen k\u00f6nnten. Der Beirat h\u00e4lt keines dieser Argumente f\u00fcr \u00fcberzeugend.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Bed\u00fcrfnisse der Konsumenten beachten<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nHinsichtlich der Kosten von Geldwesen und Zahlungsverkehr warnt der Beirat vor einer von der Faszination mit neuen Entwicklungen getriebenen Industriepolitik. Statt nur auf die Kosten zu achten, sollten auch die W\u00fcnsche der Betroffenen ber\u00fccksichtigt werden. Denn bei der Entscheidung, ob ein staatlicher Eingriff angebracht ist oder nicht, kommt es letztlich nicht darauf an, ob elektronische Zahlungen billiger \u2013 oder moderner \u2013 sind als Barzahlungen, und auch nicht darauf, ob Schweden bei der Verdr\u00e4ngung von Bargeld weiter ist als Deutschland oder die Schweiz, sondern es kommt darauf an, ob im Zusammenspiel von Bev\u00f6lkerung, Unternehmen und Banken ein erhebliches Marktversagen vorliegt oder nicht. Und das ist nicht der Fall.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGewiss gibt es auch bei den Zahlungssystemen Netzwerkeffekte, sodass die Kosten einer Transaktion umso kleiner sind, je mehr Personen oder Institutionen sich an einem System beteiligen. Jedoch unterscheiden sich diese Effekte nicht wesentlich von den Netzwerkeffekten und anderen externen Effekten in anderen Wirtschaftszweigen, wo wir davon ausgehen, dass die Koordination unter den Anbietern ausreicht, ein m\u00f6gliches Marktversagen auf ein akzeptables Mass zu reduzieren. Eine derartige Koordination findet auch bei Zahlungsmitteln und Zahlungssystemen statt. Es ist allenfalls vor der M\u00f6glichkeit zu warnen, dass die bestehenden Anbieter, zum Beispiel die Banken, die Koordinationsmechanismen dazu nutzen, den Zutritt neuer Anbieter mit neuen Technologien zu behindern: Hier ist die Wettbewerbspolitik und nicht die Zentralbank gefordert.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAus Sicht der Nutzer bietet Bargeld durchaus Vorteile: Zahlungen sind endg\u00fcltig, anonym und h\u00e4ngen nicht von Dritten oder von der Technik und der Stromversorgung ab. Da diese Vorteile etwaige Kostennachteile zumindest wieder ausgleichen d\u00fcrften, wie die empirische Literatur nahelegt, droht eine staatlich betriebene Verdr\u00e4ngung des Bargelds die Wohlfahrt zu mindern. In diesem Zusammenhang ist zu ber\u00fccksichtigen, dass nicht jede technische Entwicklung am Ende auch wirtschaftlich sinnvoll ist. Vielmehr k\u00f6nnen industriepolitisch motivierte Eingriffe zur F\u00f6rderung bestimmter Entwicklungen sehr teuer sein.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Staatspolitische Bedeutung<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIm Geldwesen ist der Staat selbst als Marktteilnehmer engagiert, da er f\u00fcr sich selbst, beziehungsweise f\u00fcr die Zentralbank, ein Monopol f\u00fcr die Bargeldausgabe beansprucht. Dieses Monopol bringt einen Versorgungsauftrag mit sich \u2013 wobei vor allem die W\u00fcnsche und Bed\u00fcrfnisse der Nutzer von Bargeld zu ber\u00fccksichtigen sind. Die Produktionskosten sollten dabei nur eine geringe Rolle spielen, denn bei fast allen M\u00fcnzen und Noten machen sie nur einen Bruchteil des Nennwerts aus. Im Gegenteil: Der Geldsch\u00f6pfungsgewinn, eine Folge des Geldsch\u00f6pfungsmonopols, ist sehr gross.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEinige der Vorz\u00fcge von Bargeld sind \u00fcber den unmittelbaren Nutzen f\u00fcr die Verbraucher hinaus von staatspolitischer Bedeutung. Insbesondere die Anonymit\u00e4t des Bargelds dient dem verfassungsrechtlich gebotenen Schutz der informationellen Selbstbestimmung der B\u00fcrger. Demgegen\u00fcber sollte auch die Erw\u00e4gung zur\u00fcckstehen, dass illegale Aktivit\u00e4ten h\u00e4ufig mit Bartransaktionen einhergehen. Versuche zur Bek\u00e4mpfung der Schattenwirtschaft und der Kriminalit\u00e4t durch eine drastische Erschwerung der Verwendung oder gar Abschaffung des Bargelds sind daher unverh\u00e4ltnism\u00e4ssig und im \u00dcbrigen nur bedingt wirksam.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn diesem Sinn wendet sich der Beirat gegen die vom deutschen Finanzministerium ins Gespr\u00e4ch gebrachte Einf\u00fchrung einer Obergrenze f\u00fcr Bartransaktionen. Auch wenn Bartransaktionen \u00fcber f\u00fcnf- oder sechsstellige Betr\u00e4ge tats\u00e4chlich vor allem im Zusammenhang mit Schattenwirtschaft und Kriminalit\u00e4t stattfinden, ist zu bef\u00fcrchten, dass eine Obergrenze vor allem normale B\u00fcrger und normale Aktivit\u00e4ten betrifft. Der Grund: Kriminelle Akteure k\u00f6nnen sich der \u00dcberwachung leichter entziehen, indem sie alternative Zahlungsmethoden aufbauen. Der Eingriff in die Freiheit normaler B\u00fcrger erscheint deshalb als unverh\u00e4ltnism\u00e4ssig.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDagegen h\u00e4lt der Beirat es f\u00fcr legitim, wenn bei der Entscheidung \u00fcber die Abschaffung von grossen Scheinen wie beispielsweise der 500-Euro-Note ber\u00fccksichtigt wird, dass solche Scheine besonders h\u00e4ufig f\u00fcr Transaktionen zweifelhafter Legalit\u00e4t verwandt werden. Hier geht es nicht um Grundsatzfragen, sondern um Ermessensentscheidungen. Allerdings k\u00f6nnen die normalen Zahlungsprozesse erheblich beeintr\u00e4chtigt werden, wenn der Wert f\u00fcr die maximale Denomination von Noten allzu niedrig angesetzt wird. Das widerspr\u00e4che dem Versorgungsauftrag der Zentralbank. F\u00fcr die normale Nutzung macht es aber kaum einen Unterschied, ob die maximale Denomination 500 oder 200 Euro betr\u00e4gt. Eine maximale Denomination von 10 oder 20 Euro w\u00e4re hingegen problematisch.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Gef\u00e4hrliche Null-Zins-Politik<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nSchliesslich beurteilt der Beirat die geldpolitische Begr\u00fcndung f\u00fcr eine Abschaffung oder Erschwerung der Verwendung von Bargeld ebenfalls als problematisch. Zwar ist richtig, dass die Existenz von Bargeld die Zentralbank daran hindert, Zinss\u00e4tze deutlich unter null durchzusetzen. Die von etlichen Makro\u00f6konomen vertretene Vorstellung, diese Grenze sei willk\u00fcrlich und es w\u00e4re gut, wenn die Zentralbank die Zinsen deutlich unter null senken k\u00f6nnte, ist jedoch falsch. Denn in diesen Diskussionen wird die Bedeutung des Zinssatzes f\u00fcr das Finanzsystem vernachl\u00e4ssigt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAus Sicht des Finanzsystems sind Zinss\u00e4tze von null, oder gar negative Zinss\u00e4tze, aus zwei Gr\u00fcnden fragw\u00fcrdig. Zum einen ist bei solchen Zinss\u00e4tzen f\u00fcr viele Verm\u00f6gensanlagen der sogenannte Fundamentalwert nicht mehr definiert. Dieser ist bereits bei sehr niedrigen positiven Zinss\u00e4tzen sehr hoch, mit grosser Unsicherheit behaftet und anf\u00e4llig gegen\u00fcber kleinsten Zins\u00e4nderungen. Angesichts der aktuellen Zinssituation verliert damit ein massgebliches Instrument der Portfolio-Analyse an Aussagekraft, und die Allokation der Ersparnisse der Volkswirtschaft auf verschiedene m\u00f6gliche Verwendungen ist mit grossen Fehlerrisiken behaftet. Zum anderen k\u00f6nnen viele Finanzinstitutionen \u2013 beispielsweise Versicherungen \u2013 bei sehr niedrigen Zinss\u00e4tzen keine Gewinne mehr erzielen oder ihre Verpflichtungen nicht mehr erf\u00fcllen. Hinzu kommen die mit einer Zinswende verbundenen Risiken f\u00fcr Institute, die \u00abFristentransformation\u00bb betreiben \u2013 also wenn Banken langfristige Kredite mit kurzfristigen Einlagen finanzieren.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Geldpolitik der EZB, mit welcher sie seit 2014 die Kreditvergabe ankurbeln und damit die Wirtschaftst\u00e4tigkeit beleben will, tr\u00e4gt den genannten Risiken nicht angemessen Rechnung. Denn die damit verbundene Belastung des Finanzsektors birgt das Risiko, dass die Sanierung dieses Sektors nicht vorankommt beziehungsweise gewisse Probleme sich durch den Druck auf die Gewinnm\u00f6glichkeiten der Banken noch weiter versch\u00e4rfen. Je l\u00e4nger eine solche Null-Zins-Politik andauert, desto gr\u00f6sser sind die Gefahren f\u00fcr den Finanzsektor, da die Best\u00e4nde an neuen Krediten mit niedrigen Zinss\u00e4tzen und langer Zinsbindung st\u00e4ndig wachsen.&#13;<\/p>\n<h2>Datenschutzprobleme<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEin weiterer grunds\u00e4tzlicher Punkt wird ebenfalls oft vernachl\u00e4ssigt: Wenn Bargeld als eine jedermann zug\u00e4ngliche Form des Zentralbankgeldes abgeschafft wird, so ist nicht mehr klar, was eigentlich der Inhalt von auf Geldbetr\u00e4gen lautenden Schuldvertr\u00e4gen ist. Worin besteht die Verpflichtung eines Schuldners, etwa einer Gesch\u00e4ftsbank gegen\u00fcber einem Kunden, wenn es den Gegenstand der Schuld als physisches Objekt nicht mehr gibt?&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nMan k\u00f6nnte in diesem Zusammenhang den Begriff der Geldschuld umdeuten, sodass \u00abGeld\u00bb sich auf Guthaben bei der Zentralbank beziehen w\u00fcrde. Derzeit haben jedoch die meisten nat\u00fcrlichen und juristischen Personen keinen Zugang zu Zentralbankeinlagen. Dies k\u00f6nnte man nat\u00fcrlich \u00e4ndern. Allerdings w\u00fcrde dies gravierende Datenschutzprobleme aufwerfen, da sich der Zahlungsverkehr insgesamt bei der Zentralbank konzentrierte und diese dadurch einen Einblick in s\u00e4mtliche Transaktionen einer Person erhielte.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBel\u00e4sst man es bei der Abschaffung von Bargeld hingegen dabei, dass die meisten nat\u00fcrlichen und juristischen Personen keinen Zugang zu Zentralbankeinlagen haben, so wandelt sich die Schuld der Gesch\u00e4ftsbank gegen\u00fcber dem Kunden von der Verpflichtung zur Auslieferung von Bargeld in eine Verpflichtung zu einer wunschgem\u00e4ssen \u00dcberweisung auf andere Konten bei Gesch\u00e4ftsbanken. Damit entfiele aber die M\u00f6glichkeit, Mittel aus dem Gesch\u00e4ftsbankensystem insgesamt abzuziehen. Bei Zweifeln an der Bonit\u00e4t der eigenen Bank k\u00f6nnte man die Mittel auf andere Banken \u00fcbertragen, h\u00e4tte dann allerdings keine M\u00f6glichkeit mehr, sich gegen\u00fcber Solvenzproblemen des Banksystems zu sch\u00fctzen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZwar w\u00e4re dadurch die Gefahr eines systemweiten Bank-Runs gebannt. Diese Gefahr w\u00fcrde jedoch ersetzt durch drohende Solvenzprobleme, die am Ende durch staatliche Einrichtungen zum Schutz der Einleger zu beheben w\u00e4ren. Denn: In solch einem bargeldlosen System w\u00e4re die Position der Banken sowohl gegen\u00fcber ihren Kunden als auch gegen\u00fcber dem Staat gest\u00e4rkt, wodurch alsbald politischer Druck entst\u00fcnde, die Bankeinlagen insgesamt von Staates wegen zu garantieren. Letztlich m\u00fcsste also der Staat die Risiken der Kredite und anderer Anlagen der Banken tragen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZusammenfassend ist festzuhalten: Die f\u00fcr eine staatlich betriebene Abschaffung des Bargelds vorgebrachten Argumente \u00fcberzeugen bei genauer Betrachtung nicht. Vielmehr bringt eine bargeldfreie Wirtschaft neue Risiken mit sich.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Der vorliegende Artikel basiert auf diesem Gutachten. Die beiden Autoren sind Mitglieder der Arbeitsgruppe, die das Dokument verfasst hat.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Soll das Bargeld abgeschafft werden? Mit dieser Frage hat sich der Wissenschaftliche Beirat beim deutschen Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie unter anderem im Gutachten \u00abZur Diskussion um Bargeld und die Null-Zins-Politik der Zentralbank\u00bb vom 9. Februar 2017 befasst.&#13; &#13; Meist f\u00fchren die Abschaffungsbef\u00fcrworter drei Hauptargumente auf. Das erste betrifft die Kosten des Zahlungsverkehrs \u2013 demnach [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":4577,"featured_media":25219,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"ep_exclude_from_search":false,"footnotes":""},"post__type":[69,66],"post_opinion":[],"post_serie":[],"post_content_category":[97],"post_content_subject":[],"acf":{"seco_author":4577,"seco_co_author":[4204,0],"author_override":"","seco_author_post_ocupation_year":"","seco_author_post_occupation_de":"Professor f\u00fcr Makro\u00f6konomie, Innovation und Politik, ETH Z\u00fcrich; Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats beim deutschen Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie und Mitverfasser des Bargeld-Gutachtens","seco_author_post_occupation_fr":"Professeur de macro\u00e9conomique, d\u2019innovation et de politique \u00e0 l\u2019EPFZ ; pr\u00e9sident du comit\u00e9 consultatif du minist\u00e8re allemand de l\u2019\u00c9conomie et de l\u2019\u00c9nergie ; coauteur de l\u2019expertise sur l\u2019argent liquide","seco_co_authors_post_ocupation":[{"seco_co_author":4204,"seco_co_author_post_occupation_year":"","seco_co_author_post_occupation_de":"Direktor am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsg\u00fctern; Professor f\u00fcr Volkswirtschaft an der Universit\u00e4t Bonn; federf\u00fchrend in der Arbeitsgruppe zum Bargeld-Gutachten","seco_co_author_post_occupation_fr":"Directeur de l\u2019Institut Max Planck de recherche sur les biens collectifs ; professeur d\u2019\u00e9conomie \u00e0 l\u2019universit\u00e9 de Bonn ; responsable du groupe de travail charg\u00e9 de l\u2019expertise sur l\u2019argent liquide au sein du comit\u00e9 consultatif du minist\u00e8re allemand de l\u2019\u00c9conomie et de l\u2019\u00c9nergie"}],"short_title":"Bargeld abschaffen macht wenig Sinn","post_lead":"Kosten, Kriminalit\u00e4t und Zinspolitik: Das Bargeld ist an mehreren Fronten unter Beschuss. Ein Gutachten zuhanden der deutschen Regierung zeigt nun: Der Schaden, den eine Bargeldabschaffung anrichtet, w\u00e4re gross.","post_hero_image_description":"Grosse Scheine werden h\u00e4ufig f\u00fcr Transaktionen zweifelhafter Legalit\u00e4t eingesetzt. Soll also die Tausendernote abgeschafft werden?","post_hero_image_description_copyright_de":"Alamy","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":109260,"main_focus":[156332,157043],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":109264,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"70629","post_abstract":"Der Wissenschaftliche Beirat beim deutschen Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie hat sich in einem Gutachten von Anfang Jahr mit dem in Wissenschaft und Politik weltweit diskutierten Vorschlag befasst, durch staatliche Massnahmen das Bargeld abzuschaffen oder seine Nutzung drastisch einzuschr\u00e4nken. Der Beirat er\u00f6rtert die oftmals vorgebrachten Argumente f\u00fcr eine Abschaffung des Bargelds \u2013 Kostenreduktion durch Einsatz elektronischer Technik, Eind\u00e4mmung illegaler Aktivit\u00e4ten und der Schattenwirtschaft und Eliminierung der k\u00fcnstlichen Null-Zins-Grenze f\u00fcr Zentralbanken. Diese Argumente verm\u00f6gen allesamt nicht zu \u00fcberzeugen, da Bargeldzahlungen beispielsweise einem Kundenbed\u00fcrfnis entsprechen und die Abschaffung des Bargeldes keine gute Antwort auf die Null-Zins-Politik der EZB ist. Stattdessen birgt eine bargeldfreie Wirtschaft neue Risiken. Deshalb empfiehlt es sich, das Bargeld weiterhin beizubehalten.","magazine_issue":"20170908","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":[4127,0],"korrektor":4139,"planned_publication_date":"20170726","original_files":[{"file":109272}],"external_release_for_author":"20170703","external_release_for_author_time":"22:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/59397c2d7aa95"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/109257"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4577"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=109257"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/109257\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":126383,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/109257\/revisions\/126383"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4127"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4204"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4577"}],"acf:post":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/157043"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/156332"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/25219"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=109257"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=109257"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=109257"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=109257"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=109257"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=109257"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}