{"id":109274,"date":"2017-07-25T14:55:42","date_gmt":"2017-07-25T14:55:42","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2017\/07\/zurbruegg-08-09-2017fr\/"},"modified":"2023-08-23T23:05:35","modified_gmt":"2023-08-23T21:05:35","slug":"zurbruegg-08-08-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2017\/07\/zurbruegg-08-08-2017\/","title":{"rendered":"Bargeld bleibt gefragt"},"content":{"rendered":"<p>Die zunehmende Digitalisierung des Alltags macht sich auch im Zahlungsverkehr bemerkbar. Virtuelle W\u00e4hrungen wie Bitcoin oder bargeldlose Zahlverfahren wie das Bezahlen mittels Smartphone sind Beispiele dieser Entwicklung. Vor diesem Hintergrund mag es anachronistisch erscheinen, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) im April 2016 mit der Emission einer neuen Banknotenserie begann (siehe <em>Kasten<\/em>).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWarum steckt die SNB trotz den Entwicklungen im Bereich des bargeldlosen Zahlungsverkehrs weiterhin viele Ressourcen ins traditionelle Bargeld? Kurz zusammengefasst: Sie erf\u00fcllt damit einen der Auftr\u00e4ge des Gesetzgebers. Gleichzeitig besteht weiterhin eine rege Nachfrage nach Bargeld. Die SNB wird diesem Bed\u00fcrfnis Rechnung tragen, solange es vorhanden ist.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Der gesetzliche Auftrag der SNB<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDer Gesetzgeber ist unmissverst\u00e4ndlich: Die SNB hat den Auftrag, die Bargeldversorgung in der Schweiz zu gew\u00e4hrleisten.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Dabei hat sie sich nach den Bed\u00fcrfnissen des Zahlungsverkehrs zu richten.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Grundlage f\u00fcr die Erf\u00fcllung dieses Auftrags ist, dass die SNB Banknoten zur Verf\u00fcgung stellt, die das Vertrauen der Bev\u00f6lkerung geniessen. F\u00fcr ein hohes Vertrauen ist die F\u00e4lschungssicherheit der Noten zentral.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Schweizer Banknoten weisen im internationalen Vergleich eine der tiefsten F\u00e4lschungsquoten auf. Im Laufe des Lebenszyklus einer Banknotenserie nimmt die Wahrscheinlichkeit aber unweigerlich zu, dass eine Note gef\u00e4lscht werden kann. F\u00fcr einen gr\u00f6sstm\u00f6glichen Schutz vor F\u00e4lschungen sind darum kontinuierliche Weiterentwicklungen der Noten unabdingbar. Dies betrifft sowohl die eingesetzte Technologie als auch das Design. Die Noten der j\u00fcngsten Serie zeigen das exemplarisch. Sie bieten eine Kombination aus modernster Sicherheitstechnologie und anspruchsvoller Gestaltung. Die SNB misst der Bereitstellung qualitativ hochwertiger Banknoten also eine grosse Bedeutung zu.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie SNB hat aber auch den Auftrag, das Funktionieren der bargeldlosen Zahlungssysteme zu erleichtern und zu sichern.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Ein jederzeit reibungslos und fehlerfrei funktionierendes System zur Abwicklung bargeldloser Zahlungen spielt f\u00fcr eine effiziente Wirtschaft eine ebenso zentrale Rolle wie vertrauensw\u00fcrdiges Bargeld. Der Auftrag widerspiegelt sich beispielsweise darin, dass die SNB als Systemmanagerin des Zahlungssystems Swiss Interbank Clearing (SIC) fungiert, wor\u00fcber ein Grossteil der bargeldlosen Frankenzahlungen in der Schweiz abgewickelt wird. Die SNB versorgt dieses System mit Liquidit\u00e4t, bestimmt die Funktionalit\u00e4ten und Abwicklungsregeln und legt den Teilnehmerkreis fest.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Nachfrage des Publikums<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nBar oder elektronisch bezahlen? Die SNB steht dieser Frage neutral gegen\u00fcber. Indem sie ihre gesetzlichen Auftr\u00e4ge erf\u00fcllt, schafft sie die Voraussetzungen, dass das Publikum im Einzelfall das bevorzugte Zahlungsmittel w\u00e4hlen kann.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWelches Zahlungsmittel w\u00e4hlt das Publikum? Ein Blick in die Vergangenheit zeigt: Nach der Gr\u00fcndung der SNB im Jahr 1907 ist der Bargeldumlauf in Franken relativ zur Wirtschaftsleistung bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs angestiegen (siehe <em>Abbildung 1<\/em>). Dahinter verbirgt sich zun\u00e4chst die zunehmende Verdr\u00e4ngung von Metallm\u00fcnzen durch Banknoten in den Anfangsjahren der SNB. Sp\u00e4ter erkl\u00e4ren vor allem allgemeine kriegsbedingte Unsicherheiten, die Deflation Anfang der Zwanzigerjahre und die Weltwirtschaftskrise der Dreissigerjahre die steigende Notennachfrage.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 1: Verh\u00e4ltnis zwischen Notenumlauf und nominalem BIP in der Schweiz (1907\u20132016)<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='zurbruegg_1_de'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#zurbruegg_1_de').highcharts({\n     chart: {\n        type: 'line'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n    \n    xAxis: {\n        categories: ['1907', '1908', '1909', '1910', '1911', '1912', '1913', '1914', '1915', '1916', '1917', '1918', '1919', '1920', '1921', '1922', '1923', '1924', '1925', '1926', '1927', '1928', '1929', '1930', '1931', '1932', '1933', '1934', '1935', '1936', '1937', '1938', '1939', '1940', '1941', '1942', '1943', '1944', '1945', '1946', '1947', '1948', '1949', '1950', '1951', '1952', '1953', '1954', '1955', '1956', '1957', '1958', '1959', '1960', '1961', '1962', '1963', '1964', '1965', '1966', '1967', '1968', '1969', '1970', '1971', '1972', '1973', '1974', '1975', '1976', '1977', '1978', '1979', '1980', '1981', '1982', '1983', '1984', '1985', '1986', '1987', '1988', '1989', '1990', '1991', '1992', '1993', '1994', '1995', '1996', '1997', '1998', '1999', '2000', '2001', '2002', '2003', '2004', '2005', '2006', '2007', '2008', '2009', '2010', '2011', '2012', '2013', '2014', '2015', '2016']\n    },\n    yAxis: {\n        title: {\n            text: ''\n        },\n        labels: {\n            formatter: function () {\n                return this.value + '%';\n            }\n        }\n    }, tooltip: {\n        valueSuffix: '%'\n    },\n    plotOptions: {\n        line: {\n            dataLabels: {\n                enabled: false\n            }\n        }\n    },\n    series: [{\n        name: 'Notenumlauf \/ nominales BIP',\n        data: [4.41,5.63,6.84,7.35,7.34,7.62,7.24,10.83,9.32,8.9,9.73,11.31,10.58,10.07,11.74,13.62,12.4,10.26,9.41,9.4,9.29,8.77,8.89,9.58,15.69,17.42,16.39,15.72,15.31,16.55,15.58,17.78,20.4,21.54,20.16,21.06,22.62,25.35,25.45,23.95,22.82,23.09,23.24,22.53,21.72,21.36,20.78,20.29,19.17,18.79,18.03,18.06,17.66,17.35,17.22,17.26,16.67,16.18,15.61,15.41,15.23,15.17,14.55,13.67,13.14,13.48,13.3,13.03,12.91,13.15,13.23,14.03,14.17,10.95,10.27,9.77,9.78,9.36,8.96,8.67,8.63,8.47,8.03,7.26,7.1,6.96,6.91,6.87,6.84,6.95,6.99,6.93,7.1,6.9,7.05,7.51,7.55,7.42,7.32,7.1,6.81,6.91,7.72,7.77,7.96,8.77,9.39,9.73,10.43,11.1],\n        showInLegend: false\n\n    }]\n});\n \n});\n\n\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">SNB, BFS \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDer R\u00fcckgang seit den Sechzigerjahren widerspiegelt haupts\u00e4chlich rasante technologische Fortschritte im Bankensektor. Zu dieser Zeit verbreiteten sich Magnetb\u00e4nder als Datenspeicher. Diese erm\u00f6glichten eine einfachere, schnellere und kompaktere Erfassung und \u00dcbermittlung von Finanztransaktionen. Damit konnten die Kosten von Bankkonten sowie der Abwicklung des Zahlungsverkehrs erheblich reduziert werden. Es wurde f\u00fcr breite Bev\u00f6lkerungskreise praktikabel, Bankkonten zu er\u00f6ffnen. Arbeitgeber begannen, die L\u00f6hne vermehrt aufs Konto zu \u00fcberweisen und nicht mehr bar auszuh\u00e4ndigen. Der unmittelbare Bargeldbedarf nahm dementsprechend ab.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Bargeldnachfrage steigt nach 2008&#13;<br \/>\n<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nSeit Beginn der Neunzigerjahre hat sich die Bargeldnachfrage auf einem stabilen Niveau eingependelt \u2013 dies trotz der zunehmenden Verbreitung von elektronischen Kartenleseger\u00e4ten, die es erm\u00f6glichen, allt\u00e4gliche Eink\u00e4ufe per Kredit- oder Debitkarte abzuwickeln. Seit 2008 ist sogar ein deutlicher Anstieg der Bargeldnachfrage zu verzeichnen. Wie lassen sich diese Entwicklungen erkl\u00e4ren?&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDer Anstieg seit 2008 steht im Zusammenhang mit der globalen Finanzkrise, ihren langwierigen Nachwirkungen und der Rolle des Bargelds als Wertaufbewahrungsmittel. Die Krise f\u00fchrte zeitweise zu erh\u00f6hter Unsicherheit \u00fcber die Stabilit\u00e4t der Banken. In der Folge setzte das Publikum vermehrt auf Bargeld, um einen Teil seiner Ersparnisse ausserhalb des Bankensystems zu halten (siehe <em>Abbildung 2<\/em>). Dies gilt insbesondere f\u00fcr den Herbst 2008, als weltweit verschiedene Banken in Schieflage gerieten, und f\u00fcr die Periode zwischen Ende 2011 und Mitte 2012, als die Schuldenkrise im Euroraum zu Verunsicherung an den Finanzm\u00e4rkten f\u00fchrte.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie gegenw\u00e4rtig erh\u00f6hte Nachfrage nach Bargeld ist zudem auch darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass Geld auf einem Transaktionskonto zurzeit kaum Zinsen abwirft und die Opportunit\u00e4tskosten der Bargeldhaltung dementsprechend tief sind. In der Schweiz akzentuierte die Einf\u00fchrung des Negativzinses im Januar 2015 diese Situation. Entsprechend nahm das Wachstum der Bargeldnachfrage vor\u00fcbergehend etwas zu.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 2: Banknotenumlauf: Wachstumsraten im Jahresvergleich<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='zurbruegg_2_de'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#zurbruegg_2_de').highcharts({\n   chart: {\n        type: 'spline'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n    \n    xAxis: {\n        type: 'datetime',\n        dateTimeLabelFormats: { \/\/ don't display the dummy year\n               year:\"%Y\"\n\n        },\n        \n    },\n    yAxis: {\n        title: {\n            text: ''\n        },\n        min: 0,\n        labels: {\n            formatter: function () {\n                return this.value + '%';\n            }\n        }\n       \n    },\n    \n    tooltip: {\n        headerFormat: '<b>{series.name}<\/b><br>',\n        pointFormat: '{point.x:%e. %b}: {point.y:.2f}%'\n    },\n\n    plotOptions: {\n        spline: {\n            marker: {\n                enabled: false\n            }\n        }\n    },\n\n    series: [{\n        name: 'Banknotenumlauf',\n        \/\/ Define the data points. 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Note\n        \/\/ that in JavaScript, months start at 0 for January, 1 for February etc.\n        data: [\n            [Date.UTC(2006, 1, 1),3.3],\n[Date.UTC(2006, 2, 1),3.43],\n[Date.UTC(2006, 3, 1),2.66],\n[Date.UTC(2006, 4, 1),3.67],\n[Date.UTC(2006, 5, 1),3.38],\n[Date.UTC(2006, 6, 1),1.77],\n[Date.UTC(2006, 7, 1),2.37],\n[Date.UTC(2006, 8, 1),1.93],\n[Date.UTC(2006, 9, 1),2.53],\n[Date.UTC(2006, 10, 1),2.33],\n[Date.UTC(2006, 11, 1),1.86],\n[Date.UTC(2006, 12, 1),4.39],\n[Date.UTC(2007, 1, 1),1.88],\n[Date.UTC(2007, 2, 1),2.09],\n[Date.UTC(2007, 3, 1),1.72],\n[Date.UTC(2007, 4, 1),2.26],\n[Date.UTC(2007, 5, 1),2.32],\n[Date.UTC(2007, 6, 1),2.65],\n[Date.UTC(2007, 7, 1),1.85],\n[Date.UTC(2007, 8, 1),1.71],\n[Date.UTC(2007, 9, 1),1.71],\n[Date.UTC(2007, 10, 1),2.27],\n[Date.UTC(2007, 11, 1),2.11],\n[Date.UTC(2007, 12, 1),2.49],\n[Date.UTC(2008, 1, 1),2.85],\n[Date.UTC(2008, 2, 1),2.95],\n[Date.UTC(2008, 3, 1),4.1],\n[Date.UTC(2008, 4, 1),4.42],\n[Date.UTC(2008, 5, 1),3.8],\n[Date.UTC(2008, 6, 1),3.77],\n[Date.UTC(2008, 7, 1),4.86],\n[Date.UTC(2008, 8, 1),4.42],\n[Date.UTC(2008, 9, 1),5.87],\n[Date.UTC(2008, 10, 1),13.71],\n[Date.UTC(2008, 11, 1),12.71],\n[Date.UTC(2008, 12, 1),11.08],\n[Date.UTC(2009, 1, 1),11.48],\n[Date.UTC(2009, 2, 1),12.85],\n[Date.UTC(2009, 3, 1),11.79],\n[Date.UTC(2009, 4, 1),12.04],\n[Date.UTC(2009, 5, 1),11.55],\n[Date.UTC(2009, 6, 1),11.45],\n[Date.UTC(2009, 7, 1),10.44],\n[Date.UTC(2009, 8, 1),11],\n[Date.UTC(2009, 9, 1),9.93],\n[Date.UTC(2009, 10, 1),1.98],\n[Date.UTC(2009, 11, 1),2.78],\n[Date.UTC(2009, 12, 1),1.64],\n[Date.UTC(2010, 1, 1),3.61],\n[Date.UTC(2010, 2, 1),2.12],\n[Date.UTC(2010, 3, 1),4.53],\n[Date.UTC(2010, 4, 1),1.93],\n[Date.UTC(2010, 5, 1),4.97],\n[Date.UTC(2010, 6, 1),4.51],\n[Date.UTC(2010, 7, 1),4.38],\n[Date.UTC(2010, 8, 1),5.17],\n[Date.UTC(2010, 9, 1),4.38],\n[Date.UTC(2010, 10, 1),4.07],\n[Date.UTC(2010, 11, 1),4.64],\n[Date.UTC(2010, 12, 1),3.07],\n[Date.UTC(2011, 1, 1),4.6],\n[Date.UTC(2011, 2, 1),4.32],\n[Date.UTC(2011, 3, 1),2.28],\n[Date.UTC(2011, 4, 1),4.17],\n[Date.UTC(2011, 5, 1),2.56],\n[Date.UTC(2011, 6, 1),3.01],\n[Date.UTC(2011, 7, 1),3.2],\n[Date.UTC(2011, 8, 1),3.77],\n[Date.UTC(2011, 9, 1),5.02],\n[Date.UTC(2011, 10, 1),7.11],\n[Date.UTC(2011, 11, 1),7.9],\n[Date.UTC(2011, 12, 1),8.22],\n[Date.UTC(2012, 1, 1),9.07],\n[Date.UTC(2012, 2, 1),10.23],\n[Date.UTC(2012, 3, 1),9.77],\n[Date.UTC(2012, 4, 1),10.02],\n[Date.UTC(2012, 5, 1),10.76],\n[Date.UTC(2012, 6, 1),11.84],\n[Date.UTC(2012, 7, 1),13.22],\n[Date.UTC(2012, 8, 1),13.35],\n[Date.UTC(2012, 9, 1),12.53],\n[Date.UTC(2012, 10, 1),11.54],\n[Date.UTC(2012, 11, 1),11.07],\n[Date.UTC(2012, 12, 1),10.9],\n[Date.UTC(2013, 1, 1),9.95],\n[Date.UTC(2013, 2, 1),9.58],\n[Date.UTC(2013, 3, 1),9.91],\n[Date.UTC(2013, 4, 1),10.02],\n[Date.UTC(2013, 5, 1),9.97],\n[Date.UTC(2013, 6, 1),9.37],\n[Date.UTC(2013, 7, 1),8.96],\n[Date.UTC(2013, 8, 1),8.02],\n[Date.UTC(2013, 9, 1),7.41],\n[Date.UTC(2013, 10, 1),6.76],\n[Date.UTC(2013, 11, 1),6.2],\n[Date.UTC(2013, 12, 1),6.42],\n[Date.UTC(2014, 1, 1),6.14],\n[Date.UTC(2014, 2, 1),6.16],\n[Date.UTC(2014, 3, 1),5.48],\n[Date.UTC(2014, 4, 1),5.77],\n[Date.UTC(2014, 5, 1),5.12],\n[Date.UTC(2014, 6, 1),4.86],\n[Date.UTC(2014, 7, 1),4.42],\n[Date.UTC(2014, 8, 1),4.64],\n[Date.UTC(2014, 9, 1),5.16],\n[Date.UTC(2014, 10, 1),4.15],\n[Date.UTC(2014, 11, 1),4.07],\n[Date.UTC(2014, 12, 1),2.78],\n[Date.UTC(2015, 1, 1),4.89],\n[Date.UTC(2015, 2, 1),6.09],\n[Date.UTC(2015, 3, 1),7.28],\n[Date.UTC(2015, 4, 1),7.17],\n[Date.UTC(2015, 5, 1),7.17],\n[Date.UTC(2015, 6, 1),7.43],\n[Date.UTC(2015, 7, 1),7.3],\n[Date.UTC(2015, 8, 1),8.34],\n[Date.UTC(2015, 9, 1),8.4],\n[Date.UTC(2015, 10, 1),9.79],\n[Date.UTC(2015, 11, 1),9.01],\n[Date.UTC(2015, 12, 1),7.82],\n[Date.UTC(2016, 1, 1),8.65],\n[Date.UTC(2016, 2, 1),7.39],\n[Date.UTC(2016, 3, 1),6.87],\n[Date.UTC(2016, 4, 1),6.68],\n[Date.UTC(2016, 5, 1),7.54],\n[Date.UTC(2016, 6, 1),6.49],\n[Date.UTC(2016, 7, 1),7.5],\n[Date.UTC(2016, 8, 1),6.63],\n[Date.UTC(2016, 9, 1),6.6],\n[Date.UTC(2016, 10, 1),6.28],\n[Date.UTC(2016, 11, 1),7.68],\n[Date.UTC(2016, 12, 1),7.14],\n[Date.UTC(2017, 1, 1),7.02],\n[Date.UTC(2017, 2, 1),6.63],\n[Date.UTC(2017, 3, 1),6.58],\n[Date.UTC(2017, 4, 1),6.39],\n[Date.UTC(2017, 5, 1),5.62]\n        ]\n    } ]\n});\n});\n\n\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">SNB \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Cash im Alltag stark verbreitet<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie insgesamt stabile Bargeldnachfrage seit Anfang der Neunzigerjahre l\u00e4sst sich allerdings nicht alleine mit der Nutzung von Bargeld als Wertaufbewahrungsmittel erkl\u00e4ren. Bargeld wird auch heute noch oft und gerne zu Zahlungszwecken verwendet, beispielsweise zur Begleichung von Rechnungen am Postschalter oder f\u00fcr die Bezahlung von allt\u00e4glichen Besorgungen im Detailhandel. Ein Indiz f\u00fcr Letzteres ist, dass auch das Verh\u00e4ltnis zwischen dem Umlauf der Zehner- und der Zwanzigernote \u2013 den zwei kleinsten Nennwerten \u2013 und der Wirtschaftsleistung seit den Neunzigerjahren in etwa konstant geblieben ist (siehe <em>Abbildung 3<\/em>).&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 3: Verh\u00e4ltnis zwischen Umlauf der Zehner- und der Zwanzigernoten und nominalem BIP<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='zurbruegg_3_de'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#zurbruegg_3_de').highcharts({\n   chart: {\n        type: 'line'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n    \n    xAxis: {\n        categories: ['1980', '1981', '1982', '1983', '1984', '1985', '1986', '1987', '1988', '1989', '1990', '1991', '1992', '1993', '1994', '1995', '1996', '1997', '1998', '1999', '2000', '2001', '2002', '2003', '2004', '2005', '2006', '2007', '2008', '2009', '2010', '2011', '2012', '2013', '2014', '2015', '2016']\n    },\n    yAxis: {\n        title: {\n            text: ''\n        },\n       minTickInterval: 0.1,\n\n        labels: {\n            formatter: function () {\n                return this.value + '%';\n            }\n        }\n    },\n    tooltip: {\n        valueSuffix: '%'\n    },\n    plotOptions: {\n     line: {\n         marker: {\n                enabled: false\n            }, }\n        \n    },\n    series: [{\n        name: 'Zehnernote',\ncolor: '#d2d803',\n        data: [0.2054,0.1996,0.1911,0.1908,0.1829,0.1777,0.175,0.1725,0.1665,0.1589,0.1503,0.1473,0.1469,0.1469,0.1472,0.1473,0.1466,0.1444,0.1371,0.1361,0.1254,0.1211,0.1223,0.1221,0.1197,0.117,0.1123,0.1081,0.1066,0.1106,0.1096,0.1096,0.1113,0.1117,0.1121,0.1139,0.1149]\n    },\n    {\n        name: 'Zwanzigernote',\ncolor: '#e84066',\n        data: [0.3688,0.3513,0.3397,0.3364,0.3213,0.3098,0.3015,0.2979,0.2892,0.2776,0.2617,0.2566,0.2558,0.2568,0.2566,0.2574,0.2603,0.2562,0.2523,0.2522,0.2382,0.2394,0.2459,0.2495,0.246,0.2418,0.2375,0.2318,0.2299,0.2401,0.2389,0.2411,0.2481,0.2514,0.2513,0.2563,0.2588]\n    }]\n});\n});\n\n\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nSNB \/ Die Volkswirtschaft&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie bis heute anhaltende Bedeutung von Bargeld im Zahlungsverkehr mag auf den ersten Blick erstaunen. Sie kann jedoch plausibel erkl\u00e4rt werden. So nutzen wir Bargeld im Alltag manchmal aus ganz pers\u00f6nlichen Gr\u00fcnden, beispielsweise aus Gewohnheit oder Bequemlichkeit, wegen fehlender Technik-Affinit\u00e4t oder f\u00fcr eine effektivere \u00abBudgetkontrolle\u00bb. Die Nutzung von Bargeld ist also auch auf individuelle Vorlieben zur\u00fcckzuf\u00fchren und hat eine psychologische Komponente.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Zuverl\u00e4ssigkeit und Datenschutz<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nWie wird sich die Nachfrage nach Bargeld in Zukunft entwickeln? Die Vorlieben der Menschen k\u00f6nnen sich \u00e4ndern. Auch werden die M\u00f6glichkeiten und die Akzeptanz bargeldloser Zahlungsmittel \u00fcber die Zeit weiter zunehmen. Eine vollst\u00e4ndige Verdr\u00e4ngung des Bargelds scheint jedoch unwahrscheinlich, denn bares und nicht bares Geld sind unvollkommene Substitute: Bargeld hat Eigenschaften, die bargeldlose Zahlungsmittel nicht gleichermassen aufweisen k\u00f6nnen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie beiden Geldtypen unterscheiden sich zun\u00e4chst bei der Zuverl\u00e4ssigkeit: Bargeldzahlungen sind weniger stark von einer funktionierenden technischen Infrastruktur abh\u00e4ngig. Zudem sind sie vor fehlerhaften Verbuchungen gefeit.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEin weiteres Plus ist der Datenschutz. Bargeld bietet Gew\u00e4hr, dass die Zahlungs- und Verm\u00f6gensinformationen vor unbefugter Einsicht und Missbrauch gesch\u00fctzt sind und die finanzielle Privatsph\u00e4re gew\u00e4hrleistet ist. Dies gilt im Normalfall zwar auch f\u00fcr bargeldlose Anwendungen. In deren Sicherheit wird von den Anbietern viel investiert, und die existierenden Systeme sind grunds\u00e4tzlich als sicher einzustufen. Die Verf\u00fcgbarkeit von Bargeld erlaubt es aber jedem Einzelnen, stets selbst dar\u00fcber zu entscheiden, als wie sicher er diese erachtet und welchem Akteur er welche Informationen \u00fcberlassen m\u00f6chte.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nNeben bargeldlosen Zahlungsmitteln bleibt Bargeld somit f\u00fcr eine effiziente Wirtschaft weiterhin bedeutsam. Bare und unbare Zahlungsmittel erg\u00e4nzen sich und stiften im Zusammenspiel einen bedeutenden Nutzen f\u00fcr das Publikum. Es gibt plausible Argumente daf\u00fcr, warum Bargeld trotz tiefgreifenden technologischen Entwicklungen weiterhin rege nachgefragt wird. Eine Nachfrage nach Bargeld wird daher auch in absehbarer Zukunft bestehen bleiben. Um die Nachfrage gem\u00e4ss Gesetzesauftrag zu befriedigen, wird die SNB auch k\u00fcnftig f\u00e4lschungssichere und qualitativ hochstehende Banknoten ausgeben.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">NBG Art. 5 Absatz 2 Ziffer b.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">WZG Art. 7 Absatz 1.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">NBG Art. 5 Absatz 2 Ziffer c.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Der Betrieb des SIC-Systems erfolgt im Auftrag der SNB durch die SIX Interbank Clearing AG.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die zunehmende Digitalisierung des Alltags macht sich auch im Zahlungsverkehr bemerkbar. Virtuelle W\u00e4hrungen wie Bitcoin oder bargeldlose Zahlverfahren wie das Bezahlen mittels Smartphone sind Beispiele dieser Entwicklung. Vor diesem Hintergrund mag es anachronistisch erscheinen, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) im April 2016 mit der Emission einer neuen Banknotenserie begann (siehe Kasten).&#13; &#13; Warum steckt die [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":3318,"featured_media":25238,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"ep_exclude_from_search":false,"footnotes":""},"post__type":[69,66],"post_opinion":[],"post_serie":[],"post_content_category":[97,213],"post_content_subject":[],"acf":{"seco_author":3318,"seco_co_author":null,"author_override":"","seco_author_post_ocupation_year":"","seco_author_post_occupation_de":"Dr. rer. pol., Vizepr\u00e4sident des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Bern","seco_author_post_occupation_fr":"Vice-pr\u00e9sident de la direction g\u00e9n\u00e9rale, Banque nationale suisse (BNS), Berne","seco_co_authors_post_ocupation":null,"short_title":"Bargeld bleibt gefragt","post_lead":"In der Schweiz wird weiterhin h\u00e4ufig bar bezahlt. Die Nationalbank stellt vertrauensw\u00fcrdige Banknoten zur Verf\u00fcgung. Die Wahl zwischen baren und elektronischen Zahlungsmitteln \u00fcberl\u00e4sst sie dabei dem Publikum.","post_hero_image_description":"Komplexe Angelegenheit: Produktion der F\u00fcnfzigernote.","post_hero_image_description_copyright_de":"SNB","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"","post_kasten":[{"kasten_title":"Die neue Banknotenserie","kasten_box":"Im April 2016 konnte die SNB mit der F\u00fcnfzigernote die erste St\u00fcckelung der <em>neunten Banknotenserie<\/em> ausgeben. Im vergangenen Mai folgte die Zwanzigernote. Die Emission der ganzen Serie soll 2019 abgeschlossen sein. Das Ziel der SNB ist es, mit den neuen Banknoten ein technologisch hochstehendes und sicheres Zahlungsmittel zur Verf\u00fcgung zu stellen, in das die Bev\u00f6lkerung auch in Zukunft Vertrauen haben kann.&#13;\n&#13;\nDie neue Serie wird auch eine <em>Tausendernote<\/em> umfassen. Diese wird als effizientes Zahlungsmittel f\u00fcr grosse Betr\u00e4ge und als Wertaufbewahrungsmittel weiterhin gut genutzt. Zudem gibt es gem\u00e4ss Bundesrat keine Hinweise, dass sie besonders f\u00fcr kriminelle Aktivit\u00e4ten genutzt wird.&#13;\n&#13;\nGem\u00e4ss aktueller Gesetzgebung k\u00f6nnen alte Banknoten nach ihrem R\u00fcckruf noch w\u00e4hrend 20 Jahren bei der SNB <em>umgetauscht<\/em> werden; danach werden sie wertlos. Im Einvernehmen mit der Nationalbank hat der Bundesrat unl\u00e4ngst eine Gesetzes\u00e4nderung angestossen, damit alte Noten ihren Wert unbefristet behalten \u2013 wie es in den wichtigsten Industriel\u00e4ndern bereits \u00fcbliche Praxis ist."}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":109277,"main_focus":[156332,157043],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":109281,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"70322","post_abstract":"Die Digitalisierung verleiht dem bargeldlosen Zahlungsverkehr Schwung. Gleichwohl begann die Schweizerische Nationalbank (SNB) im April 2016 mit der Emission einer neuen Banknotenserie. Die SNB erf\u00fcllt damit den gesetzlichen Auftrag, die Bargeldversorgung in der Schweiz zu gew\u00e4hrleisten. Um der Bev\u00f6lkerung vertrauensw\u00fcrdige Banknoten mit gr\u00f6sstm\u00f6glichem Schutz vor F\u00e4lschungen zur Verf\u00fcgung zu stellen, sind kontinuierliche Weiterentwicklungen unerl\u00e4sslich. Zugleich hat die SNB den Auftrag, das Funktionieren der bargeldlosen Zahlungssysteme zu erleichtern und zu sichern. Indem sie beide Auftr\u00e4ge erf\u00fcllt, schafft die SNB die Voraussetzungen, dass das Publikum jeweils das bevorzugte Zahlungsmittel w\u00e4hlen kann. 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