{"id":109296,"date":"2017-07-25T14:30:16","date_gmt":"2017-07-25T14:30:16","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2017\/07\/orga-08-09-2017\/"},"modified":"2023-08-23T23:05:41","modified_gmt":"2023-08-23T21:05:41","slug":"orga-08-09-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2017\/07\/orga-08-09-2017\/","title":{"rendered":"Die Schweiz bei der Weltbank"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2017\/07\/19_Orga_DE.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-71503\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2017\/07\/19_Orga_DE.jpg\" alt=\"\" width=\"4658\" height=\"2211\" \/><\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Weltbank und der Internationale W\u00e4hrungsfonds (IWF) wurden 1944 im amerikanischen Bretton Woods gegr\u00fcndet. Zusammen bilden sie die Bretton-Woods-Institutionen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIhr Auftrag war es, nach dem Zweiten Weltkrieg den Wiederaufbau Europas voranzutreiben und stabile W\u00e4hrungen zu schaffen. Im Laufe der Zeit weitete sich das T\u00e4tigkeitsfeld der Weltbank auf Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4nder aus. Heute besteht sie aus f\u00fcnf Unterorganisationen, die zusammen die Weltbankgruppe bilden (siehe <i>Abbildung 1<\/i>).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Weltbankgruppe wie auch der IWF sind Sonderorganisationen der Vereinten Nationen und bestehen aus 189 Mitgliedsl\u00e4ndern. Ihr Hauptsitz ist in Washington D.C.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDas Hauptziel der Weltbankgruppe ist die Bek\u00e4mpfung der weltweiten Armut und Ungleichheit. Bis ins Jahr 2030 soll die extreme Armut auf 3 Prozent reduziert und der Wohlstand der \u00e4rmsten 40 Prozent der Bev\u00f6lkerung erh\u00f6ht werden. Die Weltbankgruppe unterst\u00fctzt Entwicklungsl\u00e4nder in nahezu jedem Arbeitsbereich, indem sie ihnen g\u00fcnstige Kredite gew\u00e4hrt und technische Hilfe anbietet. Sie verpflichtet j\u00e4hrlich rund 60 Milliarden Dollar und tr\u00e4gt so als eine der weltweit gr\u00f6ssten Geldgeberinnen f\u00fcr Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit zur Erreichung der internationalen Entwicklungsziele bei (siehe <i>Abbildung 2<\/i>).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Weltbankgruppe ist eine der wichtigsten Akteure der internationalen Entwicklungspolitik. Seit ihrer Gr\u00fcndung hat sie sich von einer Finanzierungsinstitution zunehmend zu einer Wissensorganisation entwickelt. Ihre Relevanz beruht heute nicht mehr allein auf der finanziellen Unterst\u00fctzung, sondern auch auf der Vermittlung und dem Aufbau von Know-how in den Entwicklungsl\u00e4ndern.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nOberstes Aufsichts- und Gestaltungsorgan der Weltbankgruppe ist der Gouverneursrat, der zweimal j\u00e4hrlich tagt und \u00fcber die strategische Ausrichtung der Organisation entscheidet. Darin wird die Schweiz vom Vorsteher des Eidgen\u00f6ssischen Departements f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung, Johann N. Schneider-Ammann, vertreten. F\u00fcr das Tagesgesch\u00e4ft, zu welchem etwa Kreditvergaben, Finanzfragen und Projekte geh\u00f6ren, ist das Exekutivdirektorium, bestehend aus dem Pr\u00e4sidenten Jim Yong Kim und 25 Exekutivdirektoren, zust\u00e4ndig. Die gr\u00f6ssten Aktion\u00e4re stellen jeweils einen eigenen Direktor \u2013 derzeit sind das die USA, Japan, China, Deutschland, Grossbritannien und Frankreich. Die anderen Direktoren vertreten die restlichen Mitglieder, die sich zu Stimmrechtsgruppen zusammenschliessen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Schweiz ist seit 1992 Aktion\u00e4rin der Weltbankgruppe. Mit rund 700 Millionen Franken Beitrag an die IDA , dem Fonds f\u00fcr die \u00e4rmsten L\u00e4nder, ist die Schweiz neuntgr\u00f6sste Geldgeberin und damit eine gewichtige Partnerin der Weltbankgruppe. Sie unterst\u00fctzt zudem durch Kofinanzierungen ausgew\u00e4hlte Entwicklungsprojekte der Organisation. Die bedeutende Rolle der Schweiz innerhalb der WBG widerspiegelt sich auch in der Leitung einer der 25 Stimmrechtsgruppen, zu der nebst der Schweiz die acht L\u00e4nder Aserbaidschan, Kasachstan, Kirgisische Republik, Polen, Serbien, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan geh\u00f6ren. Der Einsitz in den Verwaltungsgremien erlaubt es der Schweiz, aktiv den Kurs der Weltbankgruppe mitzubestimmen, und gibt ihr hohe Visibilit\u00e4t.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#13; &#13; Die Weltbank und der Internationale W\u00e4hrungsfonds (IWF) wurden 1944 im amerikanischen Bretton Woods gegr\u00fcndet. Zusammen bilden sie die Bretton-Woods-Institutionen.&#13; &#13; Ihr Auftrag war es, nach dem Zweiten Weltkrieg den Wiederaufbau Europas voranzutreiben und stabile W\u00e4hrungen zu schaffen. Im Laufe der Zeit weitete sich das T\u00e4tigkeitsfeld der Weltbank auf Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4nder aus. 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