{"id":109727,"date":"2017-05-23T15:53:07","date_gmt":"2017-05-23T15:53:07","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2017\/05\/huerzeler-06-2017fr\/"},"modified":"2023-08-23T23:06:07","modified_gmt":"2023-08-23T21:06:07","slug":"huerzeler-06-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2017\/05\/huerzeler-06-2017\/","title":{"rendered":"Verdichtet bauen ist g\u00fcnstiger"},"content":{"rendered":"<p>Die Raumplanung verlangt immer nachdr\u00fccklicher, verdichtet und an gut erschlossenen Lagen zu bauen. Was bedeutet diese sogenannte Siedlungsentwicklung nach innen f\u00fcr die Kosten von Bau, Betrieb und Unterhalt der Infrastrukturen? Ist die Verdichtung dank geringerer Distanzen und gr\u00f6sserer Volumen auch volkswirtschaftlich von Vorteil, oder \u00fcberwiegen die Mehrkosten aufgrund von komplexeren Bausituationen und h\u00f6heren Anforderungen an die Kapazit\u00e4ten?&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEbenso interessiert, wie es um die verursachergerechte Anlastung der Kosten von Wasser- und Stromversorgung, Abwasserentsorgung sowie Strasseninfrastrukturen steht. Profitieren Personen, die auf gr\u00f6sserer Fl\u00e4che und peripher wohnen, von einer Quersubventionierung seitens der Stadtbewohnenden? Diese Fragen hat das Berner Forschungs- und Beratungsb\u00fcro Ecoplan im Auftrag des Bundesamtes f\u00fcr Raumentwicklung (ARE) untersucht.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Verschiedene Orts- und Siedlungstypen<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIn der Studie wurde der sogenannte Normkostenansatz<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> verwendet und empirisch validiert. Der Ansatz unterscheidet vier Ortstypen und sechs verschiedene Siedlungstypen, welche von der Einfamilienhaussiedlung bis zum Hochhaus reichen (siehe <em>Abbildung 1<\/em>). Je nach Ortstyp dominieren in der Schweiz bestimmte Siedlungstypen, so wie es auch in der Realit\u00e4t zu beobachten ist. W\u00e4hrend in den St\u00e4dten Hochh\u00e4user und Wohnbl\u00f6cke mit drei oder mehr Etagen vorherrschend sind, pr\u00e4gen in den l\u00e4ndlichen Gemeinden Einfamilien- und Reiheneinfamilienh\u00e4user das Ortsbild.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 1: Ortstypen mit Anteilen der sechs Siedlungstypen, in&nbsp;%&#13;<br \/>\n<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2017\/05\/huerzeler_mueller_neu_DE.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-70008\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2017\/05\/huerzeler_mueller_neu_DE.png\" alt=\"\" width=\"2926\" height=\"772\" \/><\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nF\u00fcr jede dieser Kombinationen aus Siedlungs- und Ortstyp wurde ein Mengenger\u00fcst ermittelt. Dieses umfasst beispielsweisse die Anzahl Hausanschl\u00fcsse und die L\u00e4nge der Groberschliessung in Metern. Anschliessend wurde das Mengenger\u00fcst mit dem entsprechenden Wertger\u00fcst, das zum Beispiel die Kosten pro Hausanschluss oder pro Meter Groberschliessung in Franken erfasst, multipliziert. Daraus ergeben sich die Kosten der technischen Infrastruktur, differenziert nach Siedlungs- und Ortstyp. Die zugrunde liegenden Daten basieren auf Einsch\u00e4tzungen von Ingenieurb\u00fcros sowie empirischen Durchschnittswerten von Gemeinden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nF\u00fcr die \u00abinnere Erschliessung\u00bb ist der Siedlungstyp massgebend: Je dichter eine bestimmte Fl\u00e4che bebaut ist, desto geringer ist beispielsweise die notwendige Kanall\u00e4nge pro erschlossenen Einwohner. Demgegen\u00fcber ist f\u00fcr die \u00ab\u00e4ussere Erschliessung\u00bb \u2013 beziehungsweise f\u00fcr die Groberschliessung \u2013 der Ortstyp entscheidend. So weist eine l\u00e4ndliche Gemeinde beispielsweise mehr Kanall\u00e4nge pro Einwohner als eine Stadt auf, und aufgrund der geringeren Bev\u00f6lkerungszahl entstehen wegen fehlender Skaleneffekte h\u00f6here Pro-Kopf-Kosten. Andererseits sind die Laufmeterkosten f\u00fcr die Groberschliessung in den l\u00e4ndlichen Gemeinden aufgrund der geringen Komplexit\u00e4t der Baustellen tiefer als im st\u00e4dtischen Umfeld. F\u00fcr einen Meter Kanalisation zur Erschliessung eines Quartiers einer Landgemeinde m\u00fcssen beispielsweise durchschnittlich 1000 Franken investiert werden, w\u00e4hrend es im dicht bebauten st\u00e4dtischen Umfeld 3300 Franken sind.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn allen Infrastrukturbereichen wurden die Betriebs- und Unterhaltskosten sowie Investitionen, welche den Werterhalt mit einbeziehen, ber\u00fccksichtigt. Im Verkehrsbereich wird zus\u00e4tzlich die Problematik der Folgekosten betrachtet. Darunter sind einerseits die externen Kosten und Nutzen des privaten und \u00f6ffentlichen Personenverkehrs wie beispielsweise L\u00e4rm und Luftverschmutzung und andererseits die ungedeckten Kosten im \u00f6ffentlichen Verkehr (\u00d6V) aufgrund von Subventionen zu verstehen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBei den im Normkostenansatz verwendeten Werten handelt es sich um Durchschnittswerte f\u00fcr die dargestellten schweizerischen Siedlungs- und Ortstypen. Die genaue Situation von einzelnen real existierenden Gemeinden, beispielsweise mit ihrer spezifischen topografischen Situation, wird damit nicht wiedergegeben. Der Ansatz stellt aber f\u00fcr die Gemeinden einen guten Startpunkt dar, um siedlungsspezifische Infrastrukturkosten abzusch\u00e4tzen.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Dichte und Kosten h\u00e4ngen zusammen<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Resultate f\u00fcr die Siedlungstypen zeigen: Je dichter die Personen beieinander wohnen, umso tiefer sind die durchschnittlichen Pro-Kopf-Kosten f\u00fcr Abwasser, Wasser und Strom. W\u00e4hrend sie im Einfamilienhaus pro Person j\u00e4hrlich zwischen 1100 und 1400 Franken betragen, belaufen sie sich f\u00fcr eine Hochhausbewohnerin lediglich auf 350 bis 600 Franken pro Jahr (siehe <em>Abbildung 2<\/em>).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBei den Ortstypen zeigt sich, dass die Pro-Kopf-Kosten in den Landgemeinden generell etwas h\u00f6her sind. Da es im st\u00e4dtischen Umfeld zu den erw\u00e4hnten Skaleneffekten kommt, fallen dort die Pro-Kopf-Kosten leicht tiefer aus.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 2: Durchschnittliche Infrastrukturkosten unterschiedlicher Siedlungs- und Ortstypen, in Fr. pro Einwohner und Jahr<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2017\/05\/Huerzeler_Mueller_DE_2_neu_2_2_neu.png\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-69121 size-full\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2017\/05\/Huerzeler_Mueller_DE_2_neu_2_2_neu.png\" width=\"3290\" height=\"1680\" \/><\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie bedeutendsten Kosten entstehen jedoch bei der Mobilit\u00e4t, namentlich bei den Gemeindestrassen und den aus dem Personenverkehr entstehenden Folgekosten. In diesem Bereich sind die Unterschiede zwischen Stadt und Land ausgepr\u00e4gter als bei den Infrastrukturbereichen Abwasser, Wasser und Stromversorgung. Die Bewohner von gr\u00f6sseren Zentren verursachen mit durchschnittlich 1400 Franken pro Kopf j\u00e4hrlich deutlich weniger Mobilit\u00e4tskosten als die l\u00e4ndliche Bev\u00f6lkerung mit 2100 Franken pro Kopf. Das h\u00e4ngt damit zusammen, dass in dicht gebauten, zentralen Siedlungsgebieten die Wege zum Einkaufen, zum Arzt oder zum Fitnesszentrum k\u00fcrzer sind und diese Wege weniger oft mit dem Auto zur\u00fcckgelegt werden. Allerdings ben\u00fctzt die st\u00e4dtische Bev\u00f6lkerung h\u00e4ufiger den subventionierten \u00f6ffentlichen Verkehr. Dank einer guten Auslastung fallen die \u00d6V-Abgeltungen pro Kopf aber kleiner aus als in l\u00e4ndlichen Gebieten.&#13;<\/p>\n<h2><strong>L\u00fccken f\u00fcllen oder neu erschliessen?<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nNeben den Durchschnittskosten, die den aktuellen gebauten Zustand abbilden, interessiert aus raumplanerischer Sicht auch die Frage, wie viel zuk\u00fcnftige Siedlungsentwicklungen kosten. Von Interesse sind insbesondere die Grenzkosten von zwei Arten der Siedlungsentwicklung \u2013 das Auff\u00fcllen von L\u00fccken inmitten von bebauten Parzellen und die Neuerschliessung von Bauland am Siedlungsrand. In beiden F\u00e4llen kann ein Teil der Infrastruktur der bestehenden Siedlung mitbenutzt werden, der jedoch unterschiedlich gross ist.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDabei zeigt sich: Innerhalb desselben Ortstyps ist das Auff\u00fcllen von Baul\u00fccken immer g\u00fcnstiger als die Neuerschliessung am Siedlungsrand. Wenn sich jedoch die Frage stellt, in welchem Ortstyp eine Erweiterung stattfinden soll, so weisen die Berechnungen darauf hin, dass eine Neuerschliessung am Siedlungsrand eines Grosszentrums aus Infrastruktursicht kosteng\u00fcnstiger ist als das Auff\u00fcllen von Baul\u00fccken in einer l\u00e4ndlichen Gemeinde. Hauptgrund daf\u00fcr sind die hohen Pro-Kopf-Kosten der Mobilit\u00e4t im l\u00e4ndlichen Raum (siehe <em>Abbildung 2<\/em>).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nInsgesamt l\u00e4sst sich sagen, dass eine verdichtete und zentrale Bauweise nicht nur aus raumplanerischer Sicht sinnvoll ist, sondern auch die finanziellen Ressourcen schont.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Verursacherprinzip konsequent umsetzen<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nBei der Wasserversorgung sowie der Abwasserentsorgung gibt es <em>zwischen<\/em> den Einzugsgebieten der Wasseraufbereitung respektive der Abwasserreinigungsanlage keine Quersubventionierung. Allerdings haben beide Bereiche in der Vergangenheit von staatlichen Subventionierungen profitiert. Es ist davon auszugehen, dass die heutigen Geb\u00fchren f\u00fcr Wasser und Abwasser nicht ausreichen, um langfristig die notwendigen Erneuerungsinvestitionen zu t\u00e4tigen. Sollten in diesem Zusammenhang die Geb\u00fchren steigen, so empfehlen die entsprechenden Fachverb\u00e4nde, im Zuge dieser Erh\u00f6hungen die heute bestehenden Quersubventionierungen <em>innerhalb<\/em> der Einzugsgebiete von Mehrfamilienh\u00e4usern zu Einfamilienh\u00e4usern durch eine St\u00e4rkung der Grundgeb\u00fchr abzubauen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBei der Stromversorgung kommt es zwischen den Einzugsgebieten der Elektrizit\u00e4tsunternehmen ebenfalls zu keinen Quersubventionierungen. Aber auch dort liegt das Problem innerhalb des Einzugsgebietes. Aufgrund der gesetzlichen Vorgabe der harmonisierten Stromtarife tr\u00e4gt die Bev\u00f6lkerung der dicht besiedelten Gebiete mehr Kosten, als sie verursacht, w\u00e4hrend die Bewohner der teureren, weniger dicht besiedelten Gebiete nicht die gesamten von ihnen verursachten Kosten tragen. In der aktuellen Stromtarifdiskussion stehen siedlungsspezifische Kostenunterschiede nicht im Vordergrund, hingegen wird eine leistungsabh\u00e4ngige Stromtarifierung auch f\u00fcr die Haushalte diskutiert. Eine solche Tarifierung w\u00fcrde die siedlungsspezifischen Kostenunterschiede besser ber\u00fccksichtigen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAm ausgepr\u00e4gtesten ist die Quersubventionierung bei der Mobilit\u00e4t. Da die Gemeindestrassen \u00fcber allgemeine Steuergelder finanziert werden, findet hier eine Quersubventionierung von Steuerzahlenden zu Strassenben\u00fctzenden statt. Ebenso wenig werden die Folgekosten der Mobilit\u00e4t von den Verursachern berappt. Die externen Kosten gehen zulasten der Allgemeinheit, die Subventionierung des \u00d6V zulasten der Steuerzahlenden. Hier besteht der gr\u00f6sste Handlungsbedarf zur konsequenteren Umsetzung des Verursacherprinzips.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Technische Neuerungen bringen Ver\u00e4nderungen<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDurch technische Entwicklungen ver\u00e4ndern sich die Kosten der untersuchten Infrastrukturen. Im Bereich Abwasser sind einerseits Zentralisierungstendenzen feststellbar \u2013 unter anderem wegen h\u00f6herer Qualit\u00e4tsanspr\u00fcche an die Abwasserreinigungsanlagen. Andererseits werden Kleinkl\u00e4ranlagen vor Ort kosteng\u00fcnstiger und stellen so f\u00fcr dezentrale Siedlungsgebiete eine Alternative dar.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAuch bei der Wasserversorgung wird an dezentralen L\u00f6sungen geforscht. Allerdings werden aus Gr\u00fcnden der Versorgungssicherheit vielerorts zentrale L\u00f6sungen vorangetrieben. Im Personenverkehr stellt sich die Frage, ob autonomes Fahren und elektrische Fahrzeuge dezentrales Wohnen m\u00f6glicherweise attraktiver und kosteng\u00fcnstiger machen werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBei der Stromversorgung sind sowohl dezentrale als auch zentrale Siedlungsstrukturen vom technischen Fortschritt betroffen. In dezentralen Siedlungsstrukturen ist das Stromeigenproduktionspotenzial gr\u00f6sser, wobei dies mit entsprechenden Zusatzkosten f\u00fcr die Stromnetze einhergeht. In zentralen Siedlungsstrukturen d\u00fcrfte hingegen die intelligente Verbrauchssteuerung kosteng\u00fcnstiger umsetzbar sein. Diese Entwicklungen m\u00fcssen auch aus raumplanerischer Sicht eng verfolgt werden.<span style=\"color: #ff00ff;\">&#13;<br \/>\n<\/span><\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Ecoplan, B+S, Hunziker Betatech (2017).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Siehe Ecoplan (2000).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Raumplanung verlangt immer nachdr\u00fccklicher, verdichtet und an gut erschlossenen Lagen zu bauen. Was bedeutet diese sogenannte Siedlungsentwicklung nach innen f\u00fcr die Kosten von Bau, Betrieb und Unterhalt der Infrastrukturen? 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Siedlungsentwicklung und Infrastrukturkosten, Untersuchung im Auftrag von Bundesamt f\u00fcr Raumentwicklung, Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft, Amt f\u00fcr Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern, Bern.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":109730,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":109734,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"68449","post_abstract":"Was bedeutet die verst\u00e4rkte Forderung nach Siedlungsentwicklung nach innen f\u00fcr die Kosten der technischen Infrastrukturen? Eine Studie des Berner Forschungs- und Planungsunternehmens Ecoplan im Auftrag des Bundesamts f\u00fcr Raumentwicklung (ARE) kommt zum Schluss, dass die Infrastrukturkosten von Abwasserentsorgung, Strassen sowie Wasser- und Stromversorgung f\u00fcr ein Hochhausquartier pro Person zwei bis drei Mal tiefer sind als f\u00fcr eine Einfamilienhaussiedlung. Bei Siedlungserweiterungen d\u00fcrfte eine Neuerschliessung eines Gebietes am Rand eines st\u00e4dtischen Zentrums g\u00fcnstiger sein als Verdichtungen im l\u00e4ndlichen Raum. Das Verursacherprinzip wird bei der Abwasserentsorgung sowie der Wasser- und Stromversorgung nur teilweise umgesetzt, bei der Mobilit\u00e4t gar nicht. Dort fallen die betrachteten Kostenbereiche g\u00e4nzlich bei den Steuerzahlenden respektive der Allgemeinheit an. 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