{"id":109794,"date":"2017-05-23T15:53:06","date_gmt":"2017-05-23T15:53:06","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2017\/05\/scheidegger-07-2017fr\/"},"modified":"2023-08-23T23:06:12","modified_gmt":"2023-08-23T21:06:12","slug":"scheidegger-06-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2017\/05\/scheidegger-06-2017\/","title":{"rendered":"Ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr den Freihandel"},"content":{"rendered":"<p>W\u00fcrde man eine Volksinitiative zur Einf\u00fchrung einer Planwirtschaft lancieren, w\u00e4ren ihre Erfolgsaussichten wohl sehr begrenzt. Denn Demokratie und Marktwirtschaft sind in der Schweiz zwei unbestrittene Ordnungsprinzipien. Diesen Grundpfeilern des modernen Staates verdanken wir materiellen und immateriellen Wohlstand.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAnders sieht es derzeit offenbar beim Freihandel aus. Der internationale Waren-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehr wird f\u00fcr eine Vielzahl gesellschaftlicher Probleme verantwortlich gemacht. Dies ist aus \u00f6konomischer Sicht erstaunlich, nicht zuletzt, da \u00abFreihandel\u00bb nicht als Handel frei von jeglichen Regeln zu verstehen ist, sondern internationalen Spielregeln unterliegt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBei der Einsch\u00e4tzung des Stellenwertes des freien grenz\u00fcberschreitenden Handels schliessen sich die Reihen der \u00d6konomen weitgehend. Laut einer Expertenumfrage der von der University of Chicago getragenen Initiative on Global Markets (IGM) sehen 80 Prozent der befragten \u00d6konomen den Nutzen von Freihandelsabkommen f\u00fcr die USA best\u00e4tigt.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Umgekehrt sagt eine klare Mehrheit, die Behinderung des Handels durch Z\u00f6lle oder Importkontingente sei wohlfahrtsmindernd.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAuch \u00fcber die Wirkungskan\u00e4le von Freihandel herrscht weitgehende Einigkeit: Handel erh\u00f6ht den Wettbewerb und spornt die Unternehmen zu Effizienz und Innovation in der Herstellung von Waren und Dienstleistungen an.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Die Nutzung von Skaleneffekten, der Druck zu Spezialisierung sowie Technologietransfer st\u00e4rken die Konkurrenzf\u00e4higkeit.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nHandel st\u00e4rkt nicht nur den Exportsektor, sondern die Leistungsf\u00e4higkeit der gesamten Wirtschaft. Konkret: Er erschliesst nicht nur den Exportunternehmen neue Absatzm\u00e4rkte, sondern erweitert deren Beschaffungsm\u00e4rkte (\u00abSourcing\u00bb) und st\u00e4rkt die Wettbewerbsf\u00e4higkeit von Firmen \u2013 unabh\u00e4ngig davon, ob sich diese auf Weltm\u00e4rkte ausrichten oder im Heimmarkt als Zulieferer von Exportunternehmen positioniert sind. Konsumenten profitieren von einem Zugang zu einem diversifizierteren Angebot an Konsumg\u00fctern. Unternehmen haben eine gr\u00f6ssere Auswahl bei der Beschaffung von Kapitalg\u00fctern wie Werkzeugmaschinen, Zwischenprodukten wie IT-Chips und Vorleistungen wie Forschung und Entwicklung (F&amp;E).<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAuf dieser Grundlage haben sich seit den Neunzigerjahren die Wertsch\u00f6pfungsketten verst\u00e4rkt global aufgespalten. Innerhalb \u00abverketteter\u00bb Netzwerke verlagern international t\u00e4tige Firmen \u00fcber Outsourcing oder Offshoring (mindestens) Teile ihrer Beschaffung, F&amp;E-Aktivit\u00e4ten und\/oder Produktionsprozesse in L\u00e4nder mit entsprechenden Standortvorteilen. Analysen zeigen, dass die Integration in globale Wertsch\u00f6pfungsketten die Schweizer Produktion deutlich wettbewerbsf\u00e4higer gemacht hat.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> Abgesehen von tieferen Vorleistungspreisen und einer Steigerung der Produktivit\u00e4t mildern globale Wertsch\u00f6pfungsketten auch die Wirkung von Wechselkursschwankungen auf die Exportpreise und reduzieren damit das W\u00e4hrungsrisiko der Unternehmen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nHeute steht in der Fachdebatte die digitale Form der Internationalisierung im Vordergrund (siehe <em>Abbildung<\/em>). Seit knapp zwei Jahrzehnten werden vermehrt Daten, Informationen, Ideen und Know-how grenz\u00fcberschreitend ausgetauscht.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> Dieser digitalen Globalisierung wird ein grosses Potenzial als Treiber eines langfristigen Wirtschaftswachstums zugeschrieben.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> Dank elektronischer Plattformen k\u00f6nnen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gewissermassen \u00abvon zu Hause aus\u00bb ohne kostspielige physische Pr\u00e4senz in Auslandm\u00e4rkten globale Nischenm\u00e4rkte erschliessen. Zu dieser Form des grenz\u00fcberschreitenden Austausches geh\u00f6ren auch virtuelle Studien- und Lehrg\u00e4nge, welche weltweit unz\u00e4hligen Studenten Zugang zu guten Ausbildungen erm\u00f6glichen.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Wie Menschen 2016 von der Globalisierung betroffen sind&#13;<br \/>\n<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2017\/05\/Scheidegger_6_17_DE.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-69980\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2017\/05\/Scheidegger_6_17_DE.png\" alt=\"\" width=\"1982\" height=\"890\" \/><\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&nbsp;&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Facebook, AliResearch, US Department of Commerce, OEDC, World Bank, MGI, Berechnung: OECD (2016) \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Protektionismus: Doppelb\u00f6dige Begr\u00fcndung <\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAngesichts dieser Vorteile des Freihandels mag es verwundern, dass Protektionismus in zyklischer Regelm\u00e4ssigkeit die politische Oberhand gewinnt. Stand im Altertum mit der Erschliessung der Seidenstrasse oder der Gew\u00fcrzroute noch bewusst die F\u00f6rderung des Handels im Vordergrund, \u00e4nderte sich dies mit der irref\u00fchrenden merkantilistischen Logik des 16. Jahrhunderts, die besagt: Wer Wohlstand sucht, muss im Inland die wirtschaftliche Produktion maximieren, davon m\u00f6glichst viel im Ausland verkaufen und gleichzeitig die Importe von Konkurrenzprodukten hemmen. Das Arsenal protektionistischer Massnahmen besteht dabei aus Z\u00f6llen, Einfuhrverboten, Importquoten, Subventionen, staatlichen Monopole und nicht tarif\u00e4ren Importhemmnissen in mannigfaltiger Form.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDer deutsche \u00d6konom Friedrich List konterte sodann die bahnbrechende Erkenntnis David Ricardos zur Bedeutung der komparativen Vorteile im 19. Jahrhundert mit einer weiteren irref\u00fchrenden Gedankenf\u00fchrung: Freihandel kann vorteilhaft sein \u2013 aber nur, wenn die eigene Wirtschaft schon auf gen\u00fcgend starkem Fundament steht. Auch dieses sogenannte Infant-Industry-Argument t\u00f6nt verlockend: Aufkommende, \u00abjunge\u00bb und \u00abvielversprechende\u00bb Wirtschaftszweige m\u00fcssen so lange mittels Z\u00f6llen (sogenannter Erziehungszoll) gesch\u00fctzt werden, bis sie gegen\u00fcber der ausl\u00e4ndischen Konkurrenz gen\u00fcgend wettbewerbsf\u00e4hig sind.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn den 1980er-Jahren wurde mit einer vergleichbaren Gedankenf\u00fchrung der Grundstein f\u00fcr die \u00abstrategische\u00bb Handelspolitik gelegt. Dieser \u00f6konomische Ansatz geht von einer unvollst\u00e4ndigen Konkurrenz und Skaleneffekten in der Produktion aus. Entsprechend k\u00f6nnen staatliche Eingriffe als wohlfahrtssteigernd modelliert werden. Der konzeptionelle Leitgedanke zu \u00abAmerica First\u00bb wurde also lange vor dem letzten US-Wahlkampf erfunden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAbgesehen davon, dass der Staat gar nicht in der Lage ist, die \u00abvielversprechenden\u00bb Wirtschaftszweige ex ante zu identifizieren, sind diese theoretischen Erkl\u00e4rungsans\u00e4tze zugunsten einer lenkenden Handelspolitik auch zum Scheitern verurteilt, weil sie grundlegende Erkenntnisse der politischen \u00d6konomie ausklammern: Staatliche Interventionen stehen unter dem Einfluss von Interessengruppen, die direkt vom Importschutz profitieren. Deren Partikularinteressen sorgen daf\u00fcr, dass die Vorteile von Handelsbeschr\u00e4nkungen ihrer kleinen und politisch gut organisierten Gruppe zugutekommen \u2013 w\u00e4hrend die gesamtwirtschaftlichen Kosten auf die diffuse Masse der Kunden abgew\u00e4lzt werden. Deshalb ist es blau\u00e4ugig, zu denken, eine lenkende Handelspolitik k\u00f6nne zum Wohle der Gesamtwirtschaft ausgestaltet werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWarum meldet sich der Protektionismus trotz dieser langen Erfahrung in modernen Demokratien dennoch immer wieder zur\u00fcck? Zun\u00e4chst: Es geh\u00f6rt zum Wesen des Strukturwandels, dass der Verlust von Arbeitspl\u00e4tzen offensichtlich wahrnehmbar ist, w\u00e4hrend die l\u00e4ngerfristigen positiven Auswirkungen mit vielen Jahren Verz\u00f6gerung eintreten k\u00f6nnen. Dies dr\u00e4ngt die Politik in der kurzen und mittleren Frist oft dazu, protektionistischen Schutzforderungen nachzugeben. Andere Erkl\u00e4rungen verweisen auf den Umstand, dass die negativen Folgen des technologiegetriebenen Strukturwandels f\u00e4lschlicherweise dem Freihandel zugeschrieben werden.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a> W\u00e4hrend Handel nicht die Ursache des Strukturwandels ist, kann er ihn jedoch unter Umst\u00e4nden beschleunigen. Der US-\u00d6konom Bryan Caplan liefert einen weiteren interessanten Erkl\u00e4rungsansatz<a href=\"#footnote_8\" id=\"footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor\">[8]<\/a>: Erstens haben W\u00e4hler eine inh\u00e4rente Neigung, Freihandel als Wettrennen zu verstehen, bei dem das eigene Land ins Hintertreffen getrieben wird (\u00abanti-foreign bias\u00bb). Zweitens untersch\u00e4tzen Staatsb\u00fcrger die Bedeutung marktwirtschaftlicher Prinzipien als Treiber des Wohlstandes (\u00abanti-market bias\u00bb). Und drittens setzen sie Wohlstand mit der Anzahl (und dem Erhalt) von Arbeitspl\u00e4tzen gleich und nicht mit der Entwicklung von Wertsch\u00f6pfung (\u00abmake-work bias\u00bb). In dieser Logik ist es gut nachvollziehbar, dass merkantilistische Versprechen auch im 21. Jahrhundert attraktiv bleiben.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Zentrale nationale Handlungsfelder<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nTechnischer Fortschritt und internationale \u00d6ffnung einer Volkswirtschaft sind keine hinreichenden, jedoch notwendige Bedingungen f\u00fcr Wohlstand. Dies gilt umso mehr, wenn eine Volkswirtschaft, wie die Schweiz, \u00fcber einen kleinen Binnenmarkt verf\u00fcgt. Damit die Gewinne des Handels bei der Bev\u00f6lkerung ankommen, ist allerdings mehr n\u00f6tig. So bieten die im Vergleich zu 1989 nahezu stagnierenden realen Haushalteinkommen in den USA etwa nicht wegen, sondern trotz des internationalen G\u00fcteraustausches berechtigten Anlass zur Sorge.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nFolgerichtig fordern \u00d6konomen die nationale Politik auf, die wesentlichen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, die zur Wohlstandsf\u00f6rderung notwendig sind, in den Fokus zu r\u00fccken \u2013 statt das Augenmerk auf die Abschottung zu lenken.<a href=\"#footnote_9\" id=\"footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor\">[9]<\/a> Aus der Literatur lassen sich wichtige Handlungsfelder ableiten, welche Regierungen auch in Zukunft beachten m\u00fcssen. Dazu geh\u00f6ren einerseits ein qualitativ hochstehendes sowie arbeitsmarktnahes System der Aus- und Weiterbildung sowie flexible Arbeitsm\u00e4rkte zur raschen Eingliederung von Stellensuchenden. Anderseits z\u00e4hlt ein koh\u00e4rentes Steuer- und Sozialsystem dazu, welches nicht nur eine gezielte Umverteilung zugunsten armer Haushalte erlaubt, sondern auch negative Anreize bei der Arbeitsmarktpartizipation vermeidet.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZu guter Letzt ist ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr die Internationalisierung von Gesellschaft und Wirtschaft unvollst\u00e4ndig, wenn man die weltwirtschaftliche Integration auf den Beitrag zum Wirtschaftswachstum reduziert. Die Erschliessung ausl\u00e4ndischer M\u00e4rkte geht mit dem Austausch mit anderen Kulturen einher. Freihandel erweitert den Erkenntnisgewinn aus dem Umgang mit ausl\u00e4ndischen Partnern. Die Sicherung von Freihandel \u2013 \u00fcber das multilaterale Handelssystem der Welthandelsorganisation (WTO), \u00fcber bilaterale Handelsabkommen oder \u00fcber die internationale Entwicklungszusammenarbeit \u2013 ist letztlich auch deshalb von Bedeutung, weil sie grundlegenden Prinzipien von Demokratie und Marktwirtschaft folgt: dem Verzicht auf Willk\u00fcr und dem Gebot der Nichtdiskriminierung und Chancengleichheit.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">IGM Forum (2014); siehe auch Mankiw (2015) und IMF, World Bank Group, WTO (2017).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">OECD (2010); eine gute Literatur\u00fcbersicht geben Ahn et al. (2016).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">OECD (2011).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Nathani et al. (2014).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Baldwin, R. (2016).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Manyika et al. (2016).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">IMF, World Bank Group, WTO (2017).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_8\" class=\"footnote--item\">Caplan, B. (2007).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_9\" class=\"footnote--item\">OECD (2015).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00fcrde man eine Volksinitiative zur Einf\u00fchrung einer Planwirtschaft lancieren, w\u00e4ren ihre Erfolgsaussichten wohl sehr begrenzt. 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Reassessing the Productivity Gains form Trade Liberalization, IMF Working Paper WP\/16\/77.<\/li>&#13;\n \t<li>Baldwin, R. (2016). The Great Convergence \u2013 Information Technology and the New Globalization, The Belknap Press of Harvard University.<\/li>&#13;\n \t<li>Caplan, B. (2007). The Myth of the Rational Voter: Why Democracies Choose Bad Policies. Policy Analysis No. 594, Cato Institute.<\/li>&#13;\n \t<li>IGM Forum (2014). <a href=\"http:\/\/www.igmchicago.org\/surveys\/fast-track-authority\">Fast-Track Authority<\/a>, 11. November.<\/li>&#13;\n \t<li>IMF, World Bank Group, WTO (2017). <a href=\"http:\/\/www.imf.org\/en\/Publications\/Policy-Papers\/Issues\/2017\/04\/08\/making-trade-an-engine-of-growth-for-all\">Making Trade an Engine of Growth for All: The Case for Trade and for Policies to Facilitate Adjustment<\/a>.<\/li>&#13;\n \t<li>Mankiw, G. (2015). Economists Actually Agree on This: The Wisdom of Free Trade, New York Times, 25. April 25.<\/li>&#13;\n \t<li>Manyika, J., Lund, S., Bughin, J., Woetzel, J., Stamenov, K., Dhingra, D. (2016). Digital Gloablization: The New Area of Global Flows, McKinsey Global Institute, Washington.<\/li>&#13;\n \t<li>Nathani, C., Hellm\u00fcller, P., Peter, M., Bertschmann D., Iten R. (2014). Die volkswirtschaftliche Bedeutung der globalen Wertsch\u00f6pfungsketten f\u00fcr die Schweiz \u2013 Analysen auf Basis einer neuen Datengrundlage, Strukturberichterstattung Nr. 53\/1, Seco.<\/li>&#13;\n \t<li>OECD (2010). Seizing the Benefits of Trade for Employment and Growth, G-20 Summit Meeting Seoul, 11. bis 12. November.<\/li>&#13;\n \t<li>OECD (2011). Globalization, Comparative Advantages and the Changing Dynamics of Trade.<\/li>&#13;\n \t<li>OECD (2015). 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In der \u00d6konomie fristen solche \u00dcberzeugungen heute ein Schattendasein, denn die Vorteile, welche der internationale Handel bringt, \u00fcberwiegen klar. So ist beispielsweise unbestritten, dass der Freihandel den Wettbewerb und die Innovation erh\u00f6ht \u2013 was letztlich den Wohlstand f\u00f6rdert. 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