{"id":110014,"date":"2017-04-27T15:50:25","date_gmt":"2017-04-27T15:50:25","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2017\/04\/stern-05-2017fr\/"},"modified":"2023-08-23T23:06:23","modified_gmt":"2023-08-23T21:06:23","slug":"stern-05-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2017\/04\/stern-05-2017\/","title":{"rendered":"Ein Ausbau der familienpolitischen Massnahmen lohnt sich"},"content":{"rendered":"<p>Familienpolitische Themen wie die Einf\u00fchrung eines Elternurlaubs oder zus\u00e4tzliche Finanzierung f\u00fcr familienerg\u00e4nzende Betreuung werden derzeit politisch intensiv diskutiert. Als wissenschaftliche Grundlage f\u00fcr diese Diskussion hat das Z\u00fcrcher Beratungs- und Forschungsunternehmen Infras zusammen mit der Universit\u00e4t St. Gallen im Auftrag der Jacobs Foundation ein Whitepaper zu den Kosten und Nutzen einer \u00abPolitik der fr\u00fchen Kindheit\u00bb verfasst.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Politik der fr\u00fchen Kindheit hat zum Ziel, jedem Kind gleiche Chancen zu er\u00f6ffnen und alle Kinder in ihrer Entwicklung zu f\u00f6rdern. Dar\u00fcber hinaus soll sie zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf beitragen. Um diese Ziele zu erreichen, braucht es eine breite Palette von Leistungen der \u00f6ffentlichen Hand, von Unternehmen und weiteren Akteuren wie Stiftungen oder Vereinen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn der Studie wurden erstens die Betreuungs- und F\u00f6rderangebote f\u00fcr Kinder im Vorschulalter wie Kindertagesst\u00e4tten (Kitas), Tagesfamilien und Spielgruppen analysiert. Zweitens betrachteten wir Unterst\u00fctzungsmassnahmen f\u00fcr bestimmte Gruppen, insbesondere Programme zur Unterst\u00fctzung von Risikofamilien und Familien mit Migrationshintergrund. Und drittens besch\u00e4ftigten wir uns mit familienfreundlichen Arbeitsbedingungen wie flexiblen (Teilzeit)-Arbeitsmodellen und Elternurlaub.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Kosten in Milliardenh\u00f6he<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nGest\u00fctzt auf die f\u00fcr die Schweiz verf\u00fcgbaren Daten und die Auswertung von in- und ausl\u00e4ndischer Forschungsliteratur, wurden die Kosten und Nutzen verschiedener Massnahmen in diesen drei Bereichen grob abgesch\u00e4tzt. Im Jahr 2015 beliefen sich die Kosten der untersuchten Massnahmen auf sch\u00e4tzungsweise 2,7 Milliarden Franken. Der Bereich der Betreuungs- und F\u00f6rderangebote sowie die familienfreundlichen Arbeitsbedingungen machen je rund die H\u00e4lfte der ausgewiesenen Kosten aus. Die Unterst\u00fctzungsmassnahmen f\u00fcr Risikogruppen und andere fallen mit rund 1 Prozent kaum ins Gewicht.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAktuell besteht \u00fcberall noch Raum f\u00fcr weitere Entwicklung: Bei den Betreuungsangeboten besteht beispielsweise noch Potenzial, das Angebot auszubauen und auch die p\u00e4dagogische Qualit\u00e4t zu verbessern. Und bei den familienfreundlichen Arbeitsbedingungen erachten wir etwa die Einf\u00fchrung eines 24- bis 44-w\u00f6chigen Elternurlaubs als zielf\u00fchrend.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> W\u00fcrden die einzelnen Massnahmen gem\u00e4ss den in der Studie skizzierten Szenarien ausgebaut, stiegen die Kosten um 70 Prozent auf rund 4,6 Milliarden Franken pro Jahr (siehe <em>Abbildung<\/em>).&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>J\u00e4hrliche Gesamtkosten einer Politik der fr\u00fchen Kindheit (3 Szenarien; 2015)<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='stern_buetler_de_1'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#stern_buetler_de_1').highcharts({\n       chart: {\n        type: 'column'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n    xAxis: {\n        categories: ['Ist-Situation', 'Mittlerer Ausbau', 'Starker Ausbau']\n    },\n    yAxis: {\n        title: {\n            text: 'In Millionen Franken'\n        },\n        stackLabels: {\n            enabled: true,\n               formatter: function () {\n                return this.total + \" \";\n            }\n           \n        },\n          labels: {\n                format: ' {value}' \n            }\n    },\n \n    tooltip: {\n        headerFormat: '<b>{point.x}<\/b><br\/>',\n        pointFormat: '{series.name}: {point.y} Mio. 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Namentlich ist aufgrund der verf\u00fcgbaren empirischen Evidenz davon auszugehen, dass ein weiterer Ausbau des Betreuungsangebots die Arbeitsmarktpartizipation von Frauen wirksam erh\u00f6ht. Dies wiederum wirkt sich positiv auf die Unternehmen aus, welche in Zeiten des Fachkr\u00e4ftemangels einen direkten Nutzen aus dem gr\u00f6sseren inl\u00e4ndischen Arbeitskr\u00e4fteangebot ziehen. Auch die \u00f6ffentliche Hand profitiert dank zus\u00e4tzlicher Steuereinnahmen und Einsparungen im Bereich der sozialen Sicherheit.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nNeben dem direkten Nutzen wirken sich die untersuchten Betreuungs- und F\u00f6rderangebote auch auf die kognitiven und nicht kognitiven F\u00e4higkeiten der Kinder mehrheitlich positiv aus, wie verschiedene Studien zeigen. Die st\u00e4rkste Evidenz besteht dabei f\u00fcr Kinder aus sozial benachteiligten Familien: Indem Krippen und Spielgruppen diesen Kindern ein gutes Umfeld bieten und sie auf den Kindergarten vorbereiten, verbessern sich deren Bildungschancen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nSparpotenzial besteht hier relativ wenig, denn die Kosten eines Krippenplatzes in der Schweiz sind kaufkraftbereinigt nicht h\u00f6her als im benachbarten Ausland. Die L\u00f6hne des Betreuungspersonals als wichtigster Kostenfaktor sind im Vergleich zu anderen Berufsgruppen in der Schweiz eher tief.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Wichtige Determinanten der Vollkosten sind das Betreuungsverh\u00e4ltnis \u2013 das heisst die Anzahl Kinder pro Betreuungsperson \u2013 und der Anteil an qualifiziertem Personal.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGleichzeitig sind das Betreuungsverh\u00e4ltnis und der Anteil an qualifiziertem Personal ausschlaggebend f\u00fcr die Betreuungsqualit\u00e4t: Sie beeinflussen beispielsweise die M\u00f6glichkeiten des Personals, individuelle Bed\u00fcrfnisse der Kinder zu erkennen und zu ber\u00fccksichtigen. Zus\u00e4tzlich entscheidet das Betreuungsverh\u00e4ltnis \u00fcber die Zeit, welche f\u00fcr die individuelle Betreuung eines Kindes zur Verf\u00fcgung steht. Mit anderen Worten leidet bei diesbez\u00fcglichen Kosteneinsparungen die Qualit\u00e4t.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEine Studie des Berner Beratungs- und Forschungsunternehmens Ecoplan aus dem Jahr 2016 ortet ein moderates Optimierungspotenzial bei den Regulierungen in der Er\u00f6ffnungsphase einer Kinderkrippe. Allerdings d\u00fcrfte die Realisierung dieser Potenziale die laufenden Betriebskosten nur unwesentlich beeinflussen.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Grosser Nutzen f\u00fcr Risikofamilien<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nKinder aus sozial benachteiligten Familien nutzen Kitas oder Spielgruppen seltener, obwohl sie am st\u00e4rksten davon profitieren w\u00fcrden \u2013 wie verschiedene Studien zeigen. Gezielte Massnahmen zur Unterst\u00fctzung von Risikofamilien und Familien mit Migrationshintergrund sind deshalb ein weiterer wichtiger Pfeiler einer Politik der fr\u00fchen Kindheit. Im Rahmen von Hausbesuchsprogrammen beispielsweise k\u00f6nnen Eltern in der Erziehung gezielt unterst\u00fctzt und motiviert werden, ihr Kind in eine Kita oder eine Spielgruppe zu schicken. Mit vergleichsweise geringem Aufwand kann hier eine relativ grosse Wirkung erzielt werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIm Bereich der familienfreundlichen Arbeitsbedingungen entstehen den Unternehmen zwar Kosten f\u00fcr die Bereitstellung von flexiblen Teilzeitarbeitspl\u00e4tzen. Diese Kosten werden durch den direkten Effekt der vermehrten R\u00fcckkehr von M\u00fcttern an den Arbeitsplatz und den damit verbundenen Einsparungen bei der Personalwiederbeschaffung jedoch wieder aufgewogen. Deshalb fallen hier vor allem die Kosten des in den Ausbauszenarien ber\u00fccksichtigten Elternurlaubs ins Gewicht.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAufgrund ausl\u00e4ndischer Studien kann vermutet werden, dass sich der Elternurlaub tendenziell positiv auf die Arbeitsmarktpartizipation von M\u00fcttern auswirkt. Der Effekt h\u00e4ngt jedoch stark von der konkreten Ausgestaltung ab; zudem sind die ausl\u00e4ndischen Erfahrungen nur bedingt auf die Schweiz \u00fcbertragbar. Trotzdem ist anzunehmen, dass ein Ausbau der Elternzeit den Bedarf f\u00fcr familienerg\u00e4nzende Kinderbetreuung im ersten Lebensjahr leicht reduziert und somit im Bereich der Kitas etwas geringere Kosten anfallen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrunds\u00e4tzlich sind die beiden Handlungsfelder \u2013 Betreuungsangebote auf der einen und familienfreundliche Arbeitsbedingungen auf der anderen Seite \u2013 stark miteinander verzahnt. F\u00fcr das Gelingen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf braucht es beides: ein qualitativ hochstehendes familienerg\u00e4nzendes Betreuungsangebot und familienfreundliche Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz. Ohne Kitas und Spielgruppen ist eine erh\u00f6hte Arbeitsmarktpartizipation der Frauen kaum erreichbar \u2013 doch ein Ausbau der familienerg\u00e4nzenden Betreuung allein gen\u00fcgt nicht, denn die meisten Eltern wollen ihre Kinder nach wie vor zu einem grossen Teil selber betreuen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDurch die Summe der Humankapitaleffekte bei M\u00fcttern und Kindern st\u00e4rkt die Politik der fr\u00fchen Kindheit die Wettbewerbsf\u00e4higkeit und die Produktivit\u00e4t der Wirtschaft. Zudem tragen die untersuchten Massnahmen zu einer gerechteren Verteilung von Bildung und Einkommen und damit zur Armutspr\u00e4vention bei. Deshalb d\u00fcrften sich Investitionen in die Politik der fr\u00fchen Kindheit zumindest in der mittleren und l\u00e4ngeren Frist auszahlen. Um den Return on Investment genauer zu beziffern, w\u00e4ren allerdings zus\u00e4tzliche empirische Studien f\u00fcr die Schweiz n\u00f6tig \u2013 insbesondere zu den mittel- und l\u00e4ngerfristigen Wirkungen der Programme und Massnahmen.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Hohe Elternbeitr\u00e4ge setzen Fehlanreize<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEin betr\u00e4chtlicher Teil der Kosten der Politik der fr\u00fchen Kindheit wird heute von den privaten Haushalten getragen. Kitas, Spielgruppen und Tagesfamilien werden mehrheitlich \u00fcber Elternbeitr\u00e4ge finanziert \u2013 im Durchschnitt betr\u00e4gt der Elternanteil bei den Kitas je nach Kanton und Gemeinde rund zwei Drittel der Vollkosten; bei den Spielgruppen sind es sogar bis zu drei Viertel. Im internationalen Vergleich sind Schweizer Familien damit \u00fcberdurchschnittlich stark durch Ausgaben f\u00fcr die familienerg\u00e4nzende Betreuung belastet. Die in der Studie betrachteten Haushaltstypen geben bis zu ein Viertel ihres j\u00e4hrlichen Bruttoeinkommens f\u00fcr die Betreuung ihrer Kinder in einer subventionierten Kita aus. Bei einer nicht subventionierten Kita ist die Belastung je nach Einkommen sogar noch h\u00f6her; sie betr\u00e4gt bei Haushalten mit tiefen Einkommen bis zu 44 Prozent des Bruttoeinkommens. Die starke finanzielle Belastung f\u00fchrt wiederum zu geringen oder gar negativen Erwerbsanreizen: Zumindest in der kurzen Frist lohnt es sich f\u00fcr einen Haushalt nicht, dass beide Elternteile beruflich t\u00e4tig sind.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nVerschiedene Angebote der Politik der fr\u00fchen Kindheit werden via allgemeine Steuermittel mitfinanziert. Der gr\u00f6sste Ausgabenposten der \u00f6ffentlichen Hand ist die Mitfinanzierung der Betreuung in Kitas, Spielgruppen und Tagesfamilien. Dazu kommen die Ausgaben im Bereich der Unterst\u00fctzungsangebote f\u00fcr Risikofamilien und Familien mit Migrationshintergrund. Insgesamt sch\u00e4tzen wir die Ausgaben von Bund, Kantonen und Gemeinden f\u00fcr die Politik der fr\u00fchen Kindheit auf rund 600 Millionen Franken pro Jahr. Dies entspricht einem Wert von 0,1 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIm Vergleich mit anderen Industriestaaten sind die Ausgaben der \u00f6ffentlichen Hand relativ tief: Alleine die \u00f6ffentlichen Ausgaben f\u00fcr die familienerg\u00e4nzende Kinderbetreuung im Vorschulbereich belaufen sich im OECD-Schnitt auf 0,3 Prozent des BIP.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAuch die Arbeitgeber beteiligen sich an der Finanzierung der Politik der fr\u00fchen Kindheit, und zwar in dreierlei Hinsicht: erstens \u00fcber direkte Beitr\u00e4ge zur Finanzierung von Kitas und Tagesfamilien. Zweitens \u00fcber Arbeitgeberbeitr\u00e4ge an die Erwerbsersatzkasse und drittens \u00fcber die Bereitstellung von familienfreundlichen Teilzeitarbeitspl\u00e4tzen.&#13;<\/p>\n<h2><strong>\u00dcber die Finanzierung sprechen<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Kosten-Nutzen-Bilanz zeigt, dass die Politik der fr\u00fchen Kindheit betr\u00e4chtliche Investitionen erfordert, die aber mittel- und langfristig amortisiert werden. Die hohe finanzielle Belastung der Haushalte schr\u00e4nkt den Zugang f\u00fcr Familien mit geringem Einkommen zu den Betreuungsangeboten ein und stellt insbesondere ein Hindernis f\u00fcr die Integration von M\u00fcttern in den Arbeitsmarkt dar.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIm Gegensatz dazu sind die Ausgaben der \u00f6ffentlichen Hand f\u00fcr die Politik der fr\u00fchen Kindheit im internationalen Vergleich eher tief. Eine Diskussion \u00fcber die k\u00fcnftige Finanzierung der Politik der fr\u00fchen Kindheit scheint deshalb empfehlenswert.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Infras \/ Universit\u00e4t St. Gallen (2016).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Siehe auch Eidgen\u00f6ssische Koordinationskommission f\u00fcr Familienfragen (2010), <a href=\"https:\/\/www.ekff.admin.ch\/dokumentation\/elternzeit-elterngeld\/\">Elternzeit-Elterngeld. Ein Modellvorschlag der EKFF f\u00fcr die Schweiz.<\/a>&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Infras \/ Universit\u00e4t St. Gallen (2015).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">OECD Family Database (2012), OECD-33.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Familienpolitische Themen wie die Einf\u00fchrung eines Elternurlaubs oder zus\u00e4tzliche Finanzierung f\u00fcr familienerg\u00e4nzende Betreuung werden derzeit politisch intensiv diskutiert. 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Bundesamt f\u00fcr Sozialversicherungen (Hrsg).<\/li>&#13;\n \t<li>Infras \/ Universit\u00e4t St. Gallen (2016). <a href=\"http:\/\/jacobsfoundation.org\/de\/kosten-und-nutzen-einer-politik-der-fruehen-kindheit\/\">Whitepaper zu den Kosten und Nutzen einer Politik der fr\u00fchen Kindheit.<\/a> Jacobs Foundation.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":[{"kasten_title":"KMU-Handbuch Beruf und Familie","kasten_box":"Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie hat sich auf Arbeitgeberseite als zielf\u00fchrende Unternehmensstrategie etabliert und wird gesellschaftlich als zeitgem\u00e4sse Personalpolitik betrachtet. Auch Schweizer KMU fahren gut mit massgeschneiderten Strategien zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Um den Arbeitgebenden ein aktuelles Instrument zur Umsetzung zu bieten, hat das Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco) vergangenes Jahr das 2007 lancierte KMU-Handbuch \u00abBeruf und Familie\u00bb auf den neuesten Stand gebracht. Die Neuauflage als <a href=\"https:\/\/www.seco.admin.ch\/dam\/seco\/de\/dokumente\/Publikationen_Dienstleistungen\/Publikationen_Formulare\/Arbeit\/Arbeitsmarkt\/frauen_und_arbeitsmarkt\/KMU-Handbuch.pdf.download.pdf\/KMU-Handbuch_d.pdf\">interaktives PDF<\/a> b\u00fcndelt die aktuellsten Erkenntnisse zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die praktischen Informationen f\u00fcr die Betriebe wurden umfassend \u00fcberarbeitet. Praxisbeispiele aus der ganzen Schweiz zeigen, wie moderne Kommunikationstechnologien es deutlich vereinfachen, entsprechende Massnahmen umzusetzen.&#13;\n&#13;\n<span class=\"text__quelle--kasten\">PDF abrufbar unter <a href=\"https:\/\/www.seco.admin.ch\/seco\/de\/home\/Publikationen_Dienstleistungen\/Publikationen_und_Formulare\/Arbeit\/Arbeitsmarkt\/Frauen_Arbeitsmarkt\/kmu-handbuch--beruf-und-familie-.html\">Seco.admin.ch\/kmu-handbuch <\/a>\u00a0\/ Kontakt: <a href=\"mailto:dragan.ilic@seco.admin.ch\">dragan.ilic@seco.admin.ch<\/a><\/span>"}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":110017,"main_focus":[156382,157079],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":110021,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"68235","post_abstract":"Eine Studie des Beratungs- und Forschungsunternehmens Infras und der Universit\u00e4t St. Gallen zeigt: Die in der Schweiz verf\u00fcgbaren Angebote wie Kindertagesst\u00e4tten (Kitas) und Spielgruppen, spezifische F\u00f6rderangebote f\u00fcr Risikofamilien oder familienfreundliche Arbeitsbedingungen kosteten im Jahr 2015 sch\u00e4tzungsweise 2,7 Milliarden. Die Kosten verteilten sich ungef\u00e4hr je zur H\u00e4lfte auf Betreuungsangebote und familienfreundliche Arbeitsbedingungen; die spezifischen F\u00f6rderangebote kosteten 40 Millionen Franken. Da in allen Bereichen noch ein betr\u00e4chtliches Entwicklungspotenzial besteht, sind Investitionen im Umfang von fast 2 Milliarden pro Jahr n\u00f6tig. Eine Gegen\u00fcberstellung der Kosten von Ausbauszenarien mit dem erzielbaren Nutzen zeigt, dass sich diese Investitionen zumindest in der mittleren und l\u00e4ngeren Frist f\u00fcr die Schweiz lohnen. 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