{"id":110434,"date":"2017-03-23T14:58:22","date_gmt":"2017-03-23T14:58:22","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2017\/03\/weber-04-2017fr\/"},"modified":"2023-08-23T23:06:47","modified_gmt":"2023-08-23T21:06:47","slug":"weber-04-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2017\/03\/weber-04-2017\/","title":{"rendered":"St\u00e4ndig im Fluss: Der Schweizer Arbeitsmarkt"},"content":{"rendered":"<p>Der Schweizer Arbeitsmarkt weist im internationalen Vergleich sehr gute Werte aus: Im vierten Quartal 2016 lag die Erwerbslosenquote gem\u00e4ss ILO (f\u00fcr Definition siehe <em>Kasten<\/em>) saisonbereinigt bei 4,5 Prozent, was im europ\u00e4ischen Quervergleich und auch OECD-weit ein tiefer Wert ist. Gleichzeitig ist die Erwerbsquote der 15- bis 64-J\u00e4hrigen international mit 85 Prozent ausgesprochen hoch. Beide Indikatoren unterstreichen die hohe Integrationskraft des Arbeitsmarktes. Bezogen auf die Qualit\u00e4t der Besch\u00e4ftigungssituation erzielt das Land im internationalen Vergleich ebenfalls Spitzenwerte. Pluspunkte sind dabei die Besch\u00e4ftigungssicherheit sowie das Lohnniveau bei gleichzeitig relativ ausgewogener Lohnverteilung.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGerade bei j\u00fcngeren und \u00e4lteren Personen ist die Erwerbsbeteiligung \u00fcberdurchschnittlich hoch \u2013 zwei Bev\u00f6lkerungsgruppen, denen f\u00fcr die mittel- und langfristige Wirtschaftsentwicklung eine Schl\u00fcsselrolle zukommt. So gewinnen die zunehmend gut ausgebildeten \u00e4lteren Personen als Fachkr\u00e4fte an Bedeutung, da ihr Anteil demografiebedingt zunimmt. Ein erfolgreicher Arbeitsmarkteinstieg der Jugendlichen wiederum ist zentral, damit sie ihr in der Ausbildung erworbenes Wissen auf dem Arbeitsmarkt produktiv einbringen k\u00f6nnen. Dadurch entwickeln sie sich mittel- und langfristig zu gefragten Fachkr\u00e4ften.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Widerstandsf\u00e4hig in der Krise<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDas schwierige wirtschaftliche Umfeld nach der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2008 stellte die Anpassungsf\u00e4higkeit des Schweizer Arbeitsmarktes mehrfach auf die Probe. Die Rezession war auch in der Schweiz heftig, aber gl\u00fccklicherweise von kurzer Dauer. Nach einem kurzen Aufschwung im Jahr 2010 brach ein Jahr sp\u00e4ter die Eurokrise aus. Zus\u00e4tzlich zu den negativen Effekten auf die Konjunktur in Europa schlug sich diese in der Schweiz in einer starken Aufwertung des Frankens nieder.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBemerkenswert ist aus heutiger Sicht, dass sich der Arbeitsmarkt auch \u00fcber die letzten, wirtschaftlich schwierigeren Jahre hinweg als aufnahmef\u00e4hig erwies. So konnte die Arbeitsmarktbeteiligung \u00fcber die letzten Jahre stetig weiter gesteigert werden.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Zwar war das Besch\u00e4ftigungswachstum ged\u00e4mpft, insgesamt blieb es aber positiv, und auch die Qualit\u00e4t der Arbeitsverh\u00e4ltnisse hielt ihr hohes Niveau.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEtwas deutlicher traten die negativen Spuren der schwachen Wirtschaftsentwicklung bei der Arbeitslosigkeit hervor. Im Jahr 2009 stieg die Erwerbslosenquote gem\u00e4ss ILO um etwas mehr als einen Prozentpunkt auf knapp 5 Prozent an, und die vom Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco) ermittelte Arbeitslosenquote (Definition im <em>Kasten<\/em>) wuchs, ausgehend von 2,5 Prozent Mitte 2008, bis Ende 2009 auf knapp \u00fcber 4 Prozent. Beide Quoten erreichten damit Ende 2009 f\u00fcr Schweizer Verh\u00e4ltnisse ein hohes Niveau, wobei ein noch st\u00e4rkerer Anstieg durch den breiten Einsatz von Kurzarbeitsentsch\u00e4digung verhindert werden konnte. Mit dem darauf einsetzenden Aufschwung sanken Arbeits- und Erwerbslosigkeit zun\u00e4chst wieder, doch wurde diese positive Tendenz durch die Effekte der starken Frankenaufwertung bereits 2011 wieder gebrochen. Ende 2016 lagen beide Quoten nach wie vor \u00fcber ihrem langj\u00e4hrigen Mittelwert, und das tiefe Vorkrisen-Niveau wurde damit bislang noch nicht wieder erreicht.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Erfolgsfaktoren bleiben gewahrt<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nGr\u00fcnde f\u00fcr die Flexibilit\u00e4t des Arbeitsmarktes waren in der Vergangenheit das marktgesteuerte (duale) Bildungssystem, die aktive Wiedereingliederungspolitik der Arbeitslosenversicherung (ALV), ein im internationalen Vergleich moderater K\u00fcndigungsschutz sowie eine hohe Autonomie der Unternehmen und Branchen bei der Lohnfestsetzung.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWie sieht es heute aus? Ein Blick auf die erw\u00e4hnten Faktoren zeigt, dass der Kern des anpassungsf\u00e4higen Arbeitsmarktes \u00fcber die letzten Jahre intakt geblieben ist: Das duale Berufsbildungssystem \u00fcberstand die Weltwirtschaftskrise \u2013 so gab es beispielsweise keine Lehrstellenkrise wie in den Neunzigerjahren. Vielmehr \u00fcberstieg das Lehrstellenangebot in den letzten Jahren tendenziell die Nachfrage. Entsprechend robust zeigte sich auch der Arbeitsmarkt f\u00fcr Jugendliche in der Schweiz.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAuch die Aktivierungspolitik der ALV behielt ihren hohen Stellenwert, und die Anreize zur aktiven Stellensuche wurden mit der teilweisen Verk\u00fcrzung der maximalen Bezugsdauer im Rahmen der letzten Teilrevision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes ab 2011 tendenziell noch verst\u00e4rkt. Ebenfalls unver\u00e4ndert blieben das flexible Arbeitsvertragsrecht mit einem moderaten K\u00fcndigungsschutz und die Autonomie der Unternehmen und Branchen in der Lohnfestsetzung.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDa die Sozialpartner weiterhin konstruktiv zusammenarbeiteten, konnten offene Arbeitskonflikte weitgehend vermieden werden. Es gibt zudem keine Hinweise, wonach die im Zusammenhang mit der Personenfreiz\u00fcgigkeit eingef\u00fchrten flankierenden Massnahmen die Grundfunktion der sozialpartnerschaftlichen Lohnfindung beeintr\u00e4chtigt h\u00e4tten. Mit durchschnittlich 0,8 Prozent pro Jahr wuchsen die Nominall\u00f6hne in der Schweiz in den Jahren 2009 bis 2015 \u2013 der eher durchzogenen Wirtschaftsentwicklung entsprechend \u2013 relativ moderat.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nInsgesamt blieben die institutionellen Erfolgsfaktoren \u00fcber die letzten Jahre intakt, womit als Erkl\u00e4rung f\u00fcr die aktuell noch leicht erh\u00f6hte Erwerbslosenquote in der Schweiz vor allem die besonderen makro\u00f6konomischen Bedingungen in Betracht kommen. Dies legt auch ein Quervergleich mit Deutschland nahe, wo die Exportwirtschaft von einem schwachen Euro profitieren konnte: W\u00e4hrend die Erwerbslosenquote in der Schweiz ab 2011 leicht anstieg, bildete sie sich im n\u00f6rdlichen Nachbarland stetig zur\u00fcck. Im dritten Quartal 2015 unterschritt die Erwerbslosenquote Deutschlands sogar erstmals diejenige der Schweiz. Ende 2016 lag sie dann saisonbereinigt mit 3,9 Prozent um rund einen halben Prozentpunkt unter dem Schweizer Wert.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Eindr\u00fcckliche Dynamik im Arbeitsmarkt<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nWichtig f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis von Arbeitsmarktentwicklungen ist generell die Erkenntnis, dass dieser st\u00e4ndig in Bewegung ist. Zur Illustration: Anfang 2015 z\u00e4hlte der Schweizer Arbeitsmarkt knapp 5,2 Millionen Erwerbspersonen (siehe <em>Abbildung<\/em>). Im Verlauf des Jahres traten rund 300\u2019000 Personen aus der Schweiz und 160\u2019000 aus dem Ausland neu auf den Arbeitsmarkt, was 9 Prozent der Erwerbspersonen entspricht. Weitere 11 Prozent der Erwerbst\u00e4tigen wechselten im Verlauf des Jahres 2015 ihre Stelle entweder innerhalb des gleichen Unternehmens (3%) oder zwischen Unternehmen (8%). Rund ein F\u00fcnftel der Anfang 2015 bestehenden Stellen war somit am Ende des Jahres neu besetzt.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Zu- und Abg\u00e4nge von Erwerbspersonen (2015) und von Stellensuchenden (2016) <\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2017\/03\/Beni_Weber_DE_1_1.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-67363\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2017\/03\/Beni_Weber_DE_1_1.png\" alt=\"\" width=\"2056\" height=\"1074\" \/><\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Die Zahlen sind auf 1000 gerundet. Erwerbspersonen: Erwerbst\u00e4tige und Erwerbslose gem\u00e4ss ILO. Stellensuchende: alle Personen, die beim RAV zur Stellensuche gemeldet sind.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEine besonders hervorzuhebende Dynamik zeigt sich bei den Personen, die bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) zur Stellensuche gemeldet waren. Zwischen Anfang und Ende 2016 \u00e4nderte sich der Bestand an Stellensuchenden scheinbar nur marginal von 220\u2019000 auf 223\u2019000. Tats\u00e4chlich waren aber grosse Umw\u00e4lzungen zu verzeichnen. So meldeten sich im Verlauf des Jahres rund 323\u2019000 Personen neu bei den RAV zur Stellensuche, w\u00e4hrend sich fast ebenso viele \u2013 n\u00e4mlich 320\u2019000 \u2013 wieder abmeldeten. Lediglich 60\u2019000 der Stellensuchenden von Anfang 2016 waren das ganze Jahr 2016 bei den RAV eingeschrieben.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEin Blick auf die Monatszahlen unterstreicht diese Dynamik: W\u00e4hrend 2016 jeweils Ende Monat durchschnittlich 211\u2019000 Personen als stellensuchend gemeldet waren, zeigt der Jahresverlauf, dass tats\u00e4chlich mehr als doppelt so viele Personen (453\u2019000) mindestens in einem Monat bei einem RAV eingeschrieben waren.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Arbeitsmarktpolitik unterst\u00fctzt \u00dcberg\u00e4nge<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nWie die obigen Zahlen veranschaulichen, handelt es sich bei den Erwerbst\u00e4tigen, den Erwerbslosen sowie den beim RAV gemeldeten Stellensuchenden und Arbeitslosen nicht um fixe Best\u00e4nde. Vielmehr \u00e4ndern die meisten Menschen ihren Erwerbsstatus und\/oder ihre Stelle mehrmals im Erwerbsverlauf. Diese Ver\u00e4nderungen sind es letztlich auch, welche einen Arbeitsmarkt als Ganzes anpassungsf\u00e4hig machen \u2013 sei dies im konjunkturellen Verlauf oder auch im Hinblick auf l\u00e4ngerfristige strukturelle Ver\u00e4nderungen am Arbeitsmarkt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDieses Verst\u00e4ndnis liegt auch dem sogenannten Flexicurity-Ansatz zugrunde, wie er in der Schweiz praktiziert wird. Dieser Ansatz vereint Flexibilit\u00e4t und Sicherheit. Auf der einen Seite ist der K\u00fcndigungsschutz moderat ausgestaltet, und die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt wird durch die RAV mit einer aktivierenden Arbeitsmarktpolitik gef\u00f6rdert (\u00abflexibility\u00bb). Im Gegenzug werden unfreiwillige Unterbr\u00fcche zwischen zwei Arbeitsstellen mit dem Erwerbsersatz der ALV relativ gut abgesichert (\u00absecurity\u00bb).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Bewegungen zwischen den Arbeitsverh\u00e4ltnissen sind ein wichtiges Element im Arbeitsmarkt. Prim\u00e4res Ziel der Arbeitsmarktpolitik ist es deshalb nicht, bestehende Arbeitsverh\u00e4ltnisse zu bewahren, sondern \u00dcberg\u00e4nge zwischen verschiedenen Arbeitsverh\u00e4ltnissen zu erm\u00f6glichen und zu beg\u00fcnstigen. Dass diese Politik unter dem Strich die Arbeitsplatzsicherheit nicht gef\u00e4hrdet, sondern sich sogar positiv auf die Besch\u00e4ftigung auswirkt, zeigt die Positionierung der Schweiz in internationalen Rankings \u2013 sowohl was die Arbeitsmarktintegration als auch was die Qualit\u00e4t der Arbeitsbedingungen betrifft.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">OECD (2017), Job-Quality-Index.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Vgl. Weber (2016).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Vgl. Sheldon (2013) oder Weber (2014).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">F\u00fcr die Jahre 2008 bis 2014 zeigt der <a href=\"http:\/\/viz.kof.ethz.ch\/public\/yunemp\/\">KOF Youth Labour Market Index<\/a> f\u00fcr die Schweiz einen konstant hohen Wert.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Schweizer Arbeitsmarkt weist im internationalen Vergleich sehr gute Werte aus: Im vierten Quartal 2016 lag die Erwerbslosenquote gem\u00e4ss ILO (f\u00fcr Definition siehe Kasten) saisonbereinigt bei 4,5 Prozent, was im europ\u00e4ischen Quervergleich und auch OECD-weit ein tiefer Wert ist. Gleichzeitig ist die Erwerbsquote der 15- bis 64-J\u00e4hrigen international mit 85 Prozent ausgesprochen hoch. 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Erstere berechnet das Seco gest\u00fctzt auf die Zahl der bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) jeweils Ende Monat gemeldeten arbeitslosen Personen. Demgegen\u00fcber erhebt das Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS) die Erwerbslosenquote gem\u00e4ss den Vorgaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) einmal pro Quartal mit einer telefonischen Befragung. Dabei werden auch Personen erfasst, die erwerbslos und auf Stellensuche, aber nicht beim RAV gemeldet sind. Die ILO-Definition der Erwerbslosigkeit ist somit umfassender. Da sie jedoch auf einer Stichprobenerhebung basiert, weist sie eine statistische Unsch\u00e4rfe auf. Die Seco-Zahlen basieren auf einer Vollerhebung und sind h\u00e4ufiger verf\u00fcgbar, womit sie sich zur Konjunkturbeobachtung besser eignen. Um ein umfassendes Bild zu erhalten, sind, wenn m\u00f6glich, beide Gr\u00f6ssen zu betrachten."}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":110437,"main_focus":[156389,157084],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":110441,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"67230","post_abstract":"Die Anpassungsf\u00e4higkeit des Schweizer Arbeitsmarktes ist \u00fcber die letzten Jahre mehrfach auf die Probe gestellt worden. Die Finanz- und Wirtschaftskrise und die beiden Aufwertungsschocks im Zuge der Eurokrise verlangten von den Unternehmen viel ab. W\u00e4hrend die Arbeitsmarktbeteiligung gesteigert werden konnte und die Qualit\u00e4t der Arbeitsverh\u00e4ltnisse \u00fcber die letzten Jahre hoch blieb, sanken sowohl die Arbeitslosenquote als auch die im internationalen Vergleich verwendete Erwerbslosenquote gem\u00e4ss ILO bislang noch nicht auf das tiefe Vorkrisen-Niveau von 2008. Da die zentralen Erfolgsfaktoren der hohen Anpassungsf\u00e4higkeit Bestand hielten, sind die Chancen f\u00fcr eine weiter gehende Erholung jedoch intakt. Zentral hierf\u00fcr wie auch f\u00fcr die Bew\u00e4ltigung k\u00fcnftiger struktureller Ver\u00e4nderungen ist eine Arbeitsmarktpolitik, welche Ver\u00e4nderungen zul\u00e4sst und die Erwerbspersonen bei der Bew\u00e4ltigung von beruflichen \u00dcberg\u00e4ngen finanziell absichert und gezielt unterst\u00fctzt.","magazine_issue":"04-2017","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":[4127,0],"korrektor":4139,"planned_publication_date":"20170323","original_files":[{"file":110449}],"external_release_for_author":"20170228","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/58a56de6ece23"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/110434"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2704"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=110434"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/110434\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":126452,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/110434\/revisions\/126452"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4127"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2704"}],"acf:post":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/157084"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/156389"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/110443"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=110434"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=110434"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=110434"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=110434"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=110434"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=110434"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}