{"id":110820,"date":"2017-02-23T13:11:28","date_gmt":"2017-02-23T13:11:28","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2017\/02\/schlumpf-03-2017fr\/"},"modified":"2023-08-23T23:07:12","modified_gmt":"2023-08-23T21:07:12","slug":"schlumpf-03-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2017\/02\/schlumpf-03-2017\/","title":{"rendered":"Innovative Ans\u00e4tze f\u00fcr den touristischen Arbeitsmarkt"},"content":{"rendered":"<p>Der Tourismus ist schweizweit ein wichtiger Arbeitgeber. Rund 4,5 Prozent aller Besch\u00e4ftigten arbeiten in dieser Branche \u2013 was rund 170\u2019000 Vollzeitstellen entspricht. In touristischen Regionen liegt der prozentuale Anteil noch deutlich h\u00f6her.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAngesichts des oftmals schwierigen wirtschaftlichen Umfelds der Branche haben viele Tourismusbetriebe M\u00fche, geeignete Arbeitskr\u00e4fte zu finden und zu halten. Da die Qualifizierung der Mitarbeitenden, deren Motivation und Innovationskraft entscheidend f\u00fcr den Erfolg sind, f\u00e4llt dies im Tourismus, wo der Mensch im Zentrum steht, besonders stark ins Gewicht. Zudem sind die Arbeitskr\u00e4fte in der von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gepr\u00e4gten Branche doppelt gefordert: Einerseits werden aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung IT-Kompetenzen immer wichtiger, gleichzeitig lebt der Tourismus von den \u00abSoft Skills\u00bb der Mitarbeitenden. Beispielsweise von deren Freundlichkeit.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWie kann der touristische Arbeitsmarkt f\u00fcr Arbeitnehmer attraktiver gemacht werden? Mit dieser Frage befassen sich verschiedene Grundlagenberichte im Auftrag des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft (Seco). Anlass war das Tourismus-Forum Schweiz, welches sich im November 2016 mit dem Thema \u00abInnovation im touristischen Arbeitsmarkt\u00bb auseinandersetzte. Einerseits hat das Beratungs- und Forschungsunternehmen Ecoplan die Studie \u00abFacts and Figures zum Arbeitsmarkt im Tourismus\u00bb erstellt. Basierend darauf und aufgrund eines Expertenworkshops wurden vier Schwerpunkte zu m\u00f6glichen Verbesserungen im Arbeitsmarkt identifiziert. Das Beratungsunternehmen Daniel Fischer &amp; Partner erarbeitete die dazugeh\u00f6rigen Factsheets.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Uneinheitlicher Arbeitsmarkt<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nJe nach Region und Sektor unterscheiden sich die Gegebenheiten und die Herausforderungen. So haben alpine Tourismusregionen andere Arbeitsmarktverh\u00e4ltnisse als St\u00e4dte. Zudem verf\u00fcgen die Angestellten von Hotels \u00fcber einen anderen beruflichen Hintergrund als die Mitarbeitenden von Reiseb\u00fcros und Bergbahnen. W\u00e4hrend beispielsweise in der Hotellerie, in der Gastronomie und in den Reiseb\u00fcros \u00fcberdurchschnittlich viele Frauen und junge Leute arbeiten, sind die Angestellten des Passagierverkehrs m\u00e4nnerdominiert und vergleichsweise alt (siehe <em>Abbildungen 1 <\/em>und<em> 2<\/em>).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEine Auswertung nach Regionen zeigt beispielsweise f\u00fcr die Beherbergung, dass der Frauenanteil in den alpinen Tourismusregionen (inklusive \u00fcbriger Gebiete) mit 60 Prozent rund 10 Prozentpunkte h\u00f6her ist als in den St\u00e4dten mit internationalen Flugh\u00e4fen. Zudem zeigt sich, dass die Besch\u00e4ftigten in den St\u00e4dten deutlich j\u00fcnger sind. Beide Argumente k\u00f6nnen zumindest teilweise damit erkl\u00e4rt werden, dass der Tourismus gerade in St\u00e4dten f\u00fcr zahlreiche junge Personen \u2013 insbesondere Studierende \u2013 eine geeignete Nebenbesch\u00e4ftigungsm\u00f6glichkeit darstellt. Dieser \u00abPool\u00bb an flexiblen Arbeitskr\u00e4ften ist in alpinen Tourismusregionen weniger vorhanden.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 1: Anteil Besch\u00e4ftigte nach Geschlecht und Branchen (2009 bis 2015)<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='schlumpf_1_1_de'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    Highcharts.chart('schlumpf_1_1_de', {\n        chart: {\n            type: 'bar'\n        },\n        title: {\n            text: ''\n        },\n        xAxis: {\n            categories: ['Beherbergung', 'Verpflegung', 'Passagierverkehr', 'Reiseb\u00fcros', 'Alle Branchen']\n        },\n        yAxis: {\n            min: 0,\n            title: {\n                text: ''\n            },\n  labels: {\n                format: '{value}%' \/\/ nacht, dass auf der Y-Achse das Prozentzeichen angezeigt wird. 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Am meisten Ausl\u00e4nder arbeiten dabei in der Beherbergung \u2013 wo jeder zweite \u00fcber einen ausl\u00e4ndischen Pass verf\u00fcgt (siehe <em>Abbildungen 3 <\/em>und<em> 4<\/em>). Ebenfalls hoch ist der Ausl\u00e4nderanteil in der Verpflegung. Im touristischen Passagierverkehr und in den Reiseb\u00fcros ist der Anteil der ausl\u00e4ndischen Besch\u00e4ftigten derweil sogar tiefer als der Durchschnitt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEine Betrachtung \u00fcber die Zeit verdeutlicht allerdings, dass der hohe Anteil ausl\u00e4ndischer Besch\u00e4ftigter kein neues Ph\u00e4nomen ist. In der Gastronomie wuchs er von 41 Prozent 2003 auf 53 Prozent im Jahr 2015, und in der Beherbergung blieb er in diesem Zeitraum auf hohem Niveau konstant.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 3: Anteil Besch\u00e4ftigte nach Herkunft und Branchen (2009 bis 2015)<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='schlumpf_2_1_de'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    Highcharts.chart('schlumpf_2_1_de', {\n        chart: {\n            type: 'bar'\n        },\n        title: {\n            text: ''\n        },\n        xAxis: {\n            categories: ['Beherbergung', 'Verpflegung', 'Passagierverkehr', 'Reiseb\u00fcros', 'Alle Branchen']\n        },\n        yAxis: {\n            min: 0,\n            title: {\n                text: ''\n            },\n  labels: {\n                format: '{value}%' \/\/ nacht, dass auf der Y-Achse das Prozentzeichen angezeigt wird. 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Gr\u00fcnde sind die hohe Personalintensit\u00e4t, welche weniger Automatisierung als in anderen Branchen zul\u00e4sst, sowie die tiefe Kapazit\u00e4tsauslastung. Diese entsteht vor allem aufgrund saisonaler Nachfrageschwankungen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie tiefe Produktivit\u00e4t hat Konsequenzen f\u00fcr den Arbeitsmarkt. So werden in der Beherbergung und in der Gastronomie auf allen Stufen tiefe L\u00f6hne bezahlt (siehe <em>Abbildung 5<\/em>). Zwar steigt auch hier der Lohn mit der Kaderstufe an, jedoch in geringerem Ausmass als in anderen Branchen. Einzig der Detailhandel und das Baugewerbe weisen vergleichbare Lohnspannen auf. Im Weiteren liegt der Medianlohn des mittleren bis obersten Kaders in der Beherbergung und der Verpflegung nur leicht \u00fcber dem gesamtschweizerischen Medianlohn f\u00fcr Positionen ohne Kaderfunktion. Eine m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung f\u00fcr die geringe Lohnspanne zwischen Berufen mit und ohne Kaderfunktion d\u00fcrfte sein, dass die Mindestl\u00f6hne im Gastgewerbe sozialpartnerschaftlich festgelegt sind, wogegen die Kaderl\u00f6hne vollst\u00e4ndig dem Markt ausgesetzt sind.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 5: Monatlicher Bruttolohn (Median) nach beruflicher Stellung (2014)<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='schlumpf_3_de'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n Highcharts.setOptions({\n        lang: {\n            numericSymbols: [null]\n        }\n    });\n    Highcharts.chart('schlumpf_3_de', {\n       \n\n        chart: {\n            type: 'column'\n        },\n        title: {\n            text: ''\n        },\n       \n        xAxis: {\n            categories: [\n                'Alle Branchen',\n                'Gastgewerbe\/Beherbergung<br\/> und Gastronomie',\n                'Landverkehr, Schifffahrt, <br\/>Luftfahrt, Lagerei',\n                'Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen',\n                'Detailhandel',\n                'Finanz- und<br\/> Versicherungsdienstleistungen',\n                'Gesundheits- und Sozialwesen',\n                'Verarbeitendes Gewerbe\/<br\/> Herstellung von Waren',\n                'Baugewerbe'\n            ],\n            crosshair: true\n        },\n        yAxis: {\n            min: 0,\n            title: {\n                text: 'Monatlicher Bruttolohn (Median), in Fr.'\n            },\n        \n        },\n        tooltip: {\n            headerFormat: '<span style=\"font-size:10px\">{point.key}<\/span><table>',\n            pointFormat: '<tr><td style=\"color:{series.color};padding:0\">{series.name}: <\/td>' +\n                '<td style=\"padding:0\"><b>{point.y:.1f} Fr.<\/b><\/td><\/tr>',\n            footerFormat: '<\/table>',\n            shared: false,\n            useHTML: true\n        },\n     \n        series: [{\n            name: 'Total',\n            data: [6427,4332,6341,5345,4761,9208,6372,6293,6088]\n\n        }, {\n            name: 'Oberstes, oberes und mittleres Kader',\n            data: [10238,5985,9882,8471,7006,15590,9524,10260,8125],\n                        color: '#23318a'\n\n\n\n        }, {\n            name: 'Unteres Kader',\n            data: [8202,5010,8340,6778,6340,10615,7529,8023,7138],\n                        color: '#0074be'\n\n\n        }, {\n            name: 'Unterstes Kader',\n            data: [6873,4722,8089,5814,5692,8667,6525,6712,6531],\n                        color: '#88c0d3'\n\n\n        },\n        {\n            name: 'Ohne Kaderfunktion',\n            data: [5856,4110,6044,4986,4574,6857,6002,5830,5816],\n                        color: '#ffdd0c'\n\n\n        }]\n    });\n});\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">BFS, Ecoplan \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAuch nicht monet\u00e4re Faktoren belasten den Arbeitsmarkt im Tourismus: Die starke Saisonalit\u00e4t f\u00fchrt gerade im Alpenraum zu einer unterdurchschnittlichen Arbeitsplatzsicherheit und einem hohen Anteil an befristeten Arbeitsverh\u00e4ltnissen. Hinzu kommen unregelm\u00e4ssige Arbeitszeiten. So leisten die Besch\u00e4ftigten im Tourismussektor relativ h\u00e4ufig Wochenend- bzw. Abend- und Nachtarbeit, was die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben erschwert. Im Weiteren f\u00fchren kleingewerbliche Unternehmensstrukturen insbesondere im Bereich Gastronomie dazu, dass die Karrierem\u00f6glichkeiten eingeschr\u00e4nkt sind.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nVor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, welche Charakteristika zur Attraktivit\u00e4t des touristischen Arbeitsmarktes beitragen \u2013 denn dieser verf\u00fcgt durchaus \u00fcber positive Eigenschaften: Der Tourismus bietet weltweit einzigartige Arbeitsorte und erm\u00f6glicht es, dort zu arbeiten, wo andere Ferien machen. Daraus ergeben sich insbesondere f\u00fcr junge und flexible Arbeitskr\u00e4fte spannende M\u00f6glichkeiten. Zudem stehen wie bei kaum einer anderen Branche Emotionalit\u00e4t, Genuss und der Kontakt zu den Menschen im Fokus.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIm Weiteren vermittelt der Tourismus Kompetenzen, welche auch in anderen Branchen gefragt sind. Entsprechend ergeben sich vielf\u00e4ltige berufliche Entwicklungsm\u00f6glichkeiten, auch ausserhalb des Tourismus. Ein weiterer Vorteil der Branche ist, dass sie auch Arbeitspl\u00e4tze f\u00fcr Personen mit geringer Qualifikation und zur Integration von Erwerbst\u00e4tigen in den Arbeitsmarkt bietet.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAus volkswirtschaftlicher Perspektive darf ein Aspekt nicht vergessen werden: Im Alpenraum ist der Tourismus oftmals der wichtigste Arbeitgeber. Alternativen sind rar.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Kooperationen im Mitarbeiterbereich sind vielversprechend<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nInsgesamt \u00fcberwiegen somit in der Diskussion Themen, die die Tourismusbranche f\u00fcr Arbeitnehmer generell als wenig attraktiv erscheinen lassen. Branchenorganisationen wie Gastrosuisse oder Hotelleriesuisse unternehmen viel, um die positiven Aspekte des Tourismus als Arbeitgeber aufzuzeigen und seine Position im Wettbewerb um Arbeitskr\u00e4fte zu st\u00e4rken. Zu nennen sind hier beispielsweise \u00abPlease Disturb\u00bb, ein Infoevent rund um die Ausbildung in der Hotellerie und der Gastronomie, \u00abProgresso\u00bb, eine fachliche Weiterbildung f\u00fcr Mitarbeitende ohne gastgewerblichen Berufsabschluss in den Bereichen K\u00fcche, Service und Hauswirtschaft, oder der Landes-Gesamtarbeitsvertrag f\u00fcr das Gastgewerbe. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse des Tourismus-Forum Schweiz, dass weitere Bem\u00fchungen sinnvoll und notwendig sind.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEin erster erfolgversprechender L\u00f6sungsansatz sind Kooperationen im Mitarbeiterbereich. Von Effizienzvorteilen \u2013 sei es bei der Rekrutierung, der Weiterbildung oder allenfalls sogar beim Jobsharing \u2013 profitieren Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Dank solcher Kooperationen werden die Unternehmen durchl\u00e4ssiger \u2013 wodurch neue Laufbahnm\u00f6glichkeiten entstehen. Zudem k\u00f6nnen neue Jobprofile entstehen, gerade auch f\u00fcr Spezialisten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEin konkreter und erfolgversprechender Ansatz ist das von der Hochschule f\u00fcr Technik und Wirtschaft Chur koordinierte und vom Seco unterst\u00fctzte Mitarbeitersharing-Projekt \u00abIm Sommer am See, im Winter im Schnee\u00bb: Auf der Internetplattform <a href=\"http:\/\/enjoy-summer-winter.ch\/language\/de\/\">Enjoy-summer-winter.ch<\/a> arbeiten renommierte Hotel- und Gastronomiebetriebe aus Sommer- und Winterregionen \u2013 vorwiegend aus den Kantonen Graub\u00fcnden und Tessin \u2013 zusammen und bieten gemeinsam eine berufliche Ganzjahresperspektive. Damit wollen die Betriebe saisonalen Fachkr\u00e4ften eine ganzj\u00e4hrige Arbeitsstelle bieten und diese l\u00e4ngerfristig an ihre Unternehmen binden.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Leadership statt F\u00fchrung<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEin zweiter Ansatz ist das Themenfeld F\u00fchrungs- bzw. Unternehmenskultur. Da die Branche h\u00e4ufig als wertkonservativ gilt und die F\u00fchrungsstile als autorit\u00e4r und hierarchisch wahrgenommen werden, braucht es ein Umdenken von F\u00fchrung zu Leadership. So sollte nebst der G\u00e4steorientierung auch eine aktive Mitarbeiterorientierung ein wichtiges Thema der Unternehmensstrategie sein. Dies auch deshalb, da es, wie bereits erw\u00e4hnt, eine grosse Herausforderung ist, die Mitarbeiter zu halten. Angesichts des eingeschr\u00e4nkten Spielraums bei den L\u00f6hnen sollten die Akteure im Tourismus st\u00e4rker auf immaterielle Bindungsinstrumente \u2013 wie beispielsweise die Nutzung der betriebseigenen Infrastruktur \u2013 setzen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDrittens bieten sich mit der Digitalisierung neue M\u00f6glichkeiten f\u00fcr den touristischen Arbeitsmarkt. Die Leistungserbringer m\u00fcssen sich mit den Fragen auseinandersetzen, wie sie sich im Markt positionieren wollen und wie viel Technologie sie in ihrem Betrieb einsetzen wollen (Stichwort Roboter). Durch die technologischen Ver\u00e4nderungen sind die Anforderungen an die Mitarbeiter der Zukunft nicht mehr mit den heutigen Anforderungen vergleichbar.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDies hat auch Auswirkungen auf die Bed\u00fcrfnisse im Bereich der Aus- und Weiterbildung. Die Digitalisierung wird zudem das Rekrutierungsumfeld ver\u00e4ndern. Gefragt sind vermehrt Ans\u00e4tze zur Verst\u00e4rkung des \u00abEmployer Branding\u00bb. Die Branche muss noch gezielter auf Bildungsabg\u00e4nger und andere potenzielle Mitarbeiter zugehen und die eigenen St\u00e4rken und Vorteile bewusster vermarkten.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Dokumente zum <a href=\"https:\/\/www.seco.admin.ch\/seco\/de\/home\/Standortfoerderung\/Tourismuspolitik\/Tourismus_Forum_Schweiz\/Fuenftes_Tourismus_Forum_Schweiz.html\">Tourismus-Forum Schweiz 2016<\/a> unter Tourismusforumschweiz.ch&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Tourismus ist schweizweit ein wichtiger Arbeitgeber. Rund 4,5 Prozent aller Besch\u00e4ftigten arbeiten in dieser Branche \u2013 was rund 170\u2019000 Vollzeitstellen entspricht. 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