{"id":110870,"date":"2017-02-23T13:11:27","date_gmt":"2017-02-23T13:11:27","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2017\/02\/jud-3-2017fr\/"},"modified":"2023-08-23T23:07:39","modified_gmt":"2023-08-23T21:07:39","slug":"jud-03-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2017\/02\/jud-03-2017\/","title":{"rendered":"Arbeiten in der Wolke \u2013 wohin f\u00fchrt die Flexibilisierung der Arbeitswelt?"},"content":{"rendered":"<p>Der Arbeitsmarkt und die Arbeitsbedingungen haben sich in der j\u00fcngeren Vergangenheit bedeutend flexibilisiert, nicht zuletzt aufgrund der Digitalisierung.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Die Flexibilisierung erfolgte auf drei Ebenen: \u00f6rtlich, zeitlich sowie betrieblich-organisatorisch.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Dank Breitbandinternet, Netzwerktechnologien und mobilen Endger\u00e4ten k\u00f6nnen zahlreiche T\u00e4tigkeiten heute ortsflexibel durchgef\u00fchrt werden (\u00f6rtliche Flexibilit\u00e4t). Anstelle fester Pr\u00e4senzzeiten und Vollzeitanstellungen haben sich vermehrt Teilzeitmodelle, Jahres- oder Vertrauensarbeitszeit durchgesetzt (zeitliche Flexibilit\u00e4t). Auch die betriebliche Flexibilit\u00e4t, insbesondere das Outsourcing, wurde durch die digitalen Technologien erleichtert (betrieblich-organisatorische Flexibilit\u00e4t). Zu dieser Entwicklung geh\u00f6ren auch die neuen Gesch\u00e4ftsmodelle: \u00dcber Internetplattformen werden verschiedene Dienstleistungen angeboten und die Kunden direkt mit dem Dienstleistungserbringer zusammengef\u00fchrt. Die Rede ist von Crowdsourcing und Crowdworking.&#13;<\/p>\n<h2>Neue Arbeitsformen mit Crowdworking<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie \u00fcber Internet-Marktpl\u00e4tze vermittelten Dienstleistungen decken ein weites Spektrum wie IT-, Grafik-, Transport-, Beherbergungs- und Unterhaltsdienstleistungen ab. In den meisten F\u00e4llen sind es Einzelpersonen, die ihre Arbeitsleistung auf der Plattform anbieten und dort mit potenziellen Kunden verbunden werden. F\u00fcr die Kunden ergeben sich dadurch Vorteile in Form von sinkenden Transaktionskosten. F\u00fcr die Plattformbesch\u00e4ftigten entsteht in der Regel keine klassische Anstellung mit fixem Pensum, sondern sie leisten Eins\u00e4tze auf Abruf. Somit handelt es sich um eine Form von sogenannten atypischen Arbeitsverh\u00e4ltnissen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie damit verbundenen, ausgesprochen flexiblen Verdienstm\u00f6glichkeiten kommen jenen Arbeitskr\u00e4ften entgegen, die beispielsweise wegen ihrer Ausbildungssituation auf flexible Eins\u00e4tze ausserhalb der klassischen Arbeitszeiten angewiesen sind. Auch erhalten sie durch die Plattform Zugriff auf einen grossen potenziellen Kundenpool. Dadurch kann sich f\u00fcr sie die Wahrscheinlichkeit erh\u00f6hen, einen Auftrag zu erhalten. Dar\u00fcber hinaus bestehen bei solchen Arbeitsformen tiefere Eintrittsh\u00fcrden als im traditionellen Arbeitsmarkt.&#13;<\/p>\n<h2>Neue Formen f\u00fchren zu alten Fragen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAuf der anderen Seite wecken die neuen Besch\u00e4ftigungsformen Bef\u00fcrchtungen, wonach die Lohn- und Arbeitsbedingungen erodieren und somit eine zunehmende Prekarisierung einsetzt.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Im Kontext der Plattformbesch\u00e4ftigung hat insbesondere die Abgrenzung zwischen Selbstst\u00e4ndigkeit und Unselbstst\u00e4ndigkeit eine erh\u00f6hte Beachtung erhalten. Dabei ist diese Abgrenzungsfrage nicht neu. Diese Unterscheidung ist unter anderem im Arbeitsvertragsrecht und im Sozialversicherungsrecht relevant, weil dadurch hinsichtlich der sozialen Absicherung unterschiedliche Rechtsfolgen bestehen. Dabei sind auf Gesetzesstufe die Abgrenzungskriterien nicht definiert.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> Dies erm\u00f6glichte es den vollziehenden Beh\u00f6rden und Gerichten bisher, auf neue Konstellationen situationsgerecht und rasch zu reagieren, ohne dass aufwendige Gesetzesrevisionen notwendig waren. Bei neuen Situationen kann jedoch trotz der vergleichsweise raschen Kl\u00e4rung der Rechtslage eine tempor\u00e4re Rechtsunsicherheit entstehen. Dies ist aktuell der Fall. K\u00fcrzlich hat die Suva stellvertretend f\u00fcr die Sozialversicherung entschieden, dass mehrere Uber-Chauffeure als unselbstst\u00e4ndig einzustufen sind.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> Uber bestreitet diese Einsch\u00e4tzung.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> Der Ausgang des Rechtsstreites wird auch f\u00fcr andere Plattformen von Bedeutung sein.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2>J\u00fcngste Entwicklungen im Schweizer Arbeitsmarkt<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAktuell liegen f\u00fcr die Schweiz wie f\u00fcr die meisten anderen L\u00e4nder noch keine Datenerhebungen zur Plattformbesch\u00e4ftigung vor. F\u00fcr die USA wurde der Anteil der Arbeitnehmenden, welche Dienstleistungen \u00fcber eine Onlineplattform wie Uber oder Task Rabbit anbieten, f\u00fcr 2015 auf lediglich 0,5 Prozent der Erwerbst\u00e4tigen gesch\u00e4tzt. Verschiedene Indikatoren legen nahe, dass der Anteil der Plattformbesch\u00e4ftigung auch in der Schweiz noch sehr gering sein d\u00fcrfte. So ist das klassische Angestelltenverh\u00e4ltnis mit einem Anteil von 85 Prozent bis heute die dominierende Arbeitsform in der Schweiz (siehe <em>Abbildung<\/em>).<a href=\"#footnote_8\" id=\"footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor\">[8]<\/a> W\u00e4hrend auf unter sechs Monate befristete Arbeitsverh\u00e4ltnisse und Erwerbst\u00e4tige mit mehreren Arbeitsverh\u00e4ltnissen seit 2010 marginal zugenommen haben, haben Arbeit auf Abruf und Soloselbstst\u00e4ndigkeit \u2013 auch sie typische Merkmale von Crowdworking \u2013 tendenziell an Bedeutung eingeb\u00fcsst. Bei den Soloselbstst\u00e4ndigen handelt es sich um Selbstst\u00e4ndige ohne Angestellte.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Entwicklung der Anteile Erwerbst\u00e4tiger nach Arbeitsform (1991\u20132015) <\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='jud_huwiler_de_1'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    Highcharts.chart('jud_huwiler_de_1', {\n        chart: {\n            type: 'column'\n        },\n        title: {\n            text: ''\n        },\n        xAxis: {\n            categories: ['Angestellte', 'Befristet Angestellte <br\/>(< 6 Monate)', 'Soloselbstst\u00e4ndige', 'Arbeit auf Abruf', 'Erwerbst\u00e4tige mit mehreren Arbeitgebern']\n        },\n         yAxis: {  \n         title: {\n            text: ''\n        },\n         labels: {\n                format: '{value}%'\n            },\n        },\n         tooltip: {\n                      valueSuffix: '%'\n\n\n        },\n        credits: {\n            enabled: false\n        },\n        series: [{\n            name: '2005',\n            data: [83.1,1.9,8,6.4,6.5]\n        }, {\n            name: '2010',\n            data: [83.8,2,7.5,5.4,7.3]\n        }, {\n            name: '2016',\n            data: [84.9,2.5,6.7,5,7.7]\n        }]\n    });\n});\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Die Werte unter Arbeit auf Abruf entsprechen dem Jahresdurchschnitt 2015. Alle \u00fcbrigen Werte beziehen sich auf das 2. Quartal 2015.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">BFS, Sake \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGenerell ist \u00fcber die letzten Jahre keine Tendenz zur Zunahme von prek\u00e4ren Arbeitsverh\u00e4ltnissen, zu einem generellen Lohndruck oder zu einer deutlichen Expansion des Tieflohnbereichs f\u00fcr die Schweiz festzustellen.<a href=\"#footnote_9\" id=\"footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor\">[9]<\/a> Auch in einer umfassenden, qualitativen Beurteilung der Besch\u00e4ftigungssituation durch die OECD belegt die Schweiz international einen Spitzenplatz.<a href=\"#footnote_10\" id=\"footnote-anchor_10\" class=\"inline-footnote__anchor\">[10]<\/a> Die Frage, wie sich atypisch-prek\u00e4re Arbeitsformen \u00fcber die letzten Jahre entwickelt haben und welcher Bezug allenfalls zur Digitalisierung besteht, wird aktuell in einer Studie untersucht (siehe <em>Kasten<\/em>).&#13;<\/p>\n<h2>Zukunftsszenarien und Handlungsbedarf<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAktuell l\u00e4sst sich zur Frage der k\u00fcnftigen Entwicklung keine fundierte Prognose erstellen. Ob und allenfalls welche Plattformen sich durchsetzen, h\u00e4ngt von sehr unterschiedlichen Parametern ab. So spricht vieles daf\u00fcr, dass beispielsweise hochkomplexe Kernprozesse und die Bearbeitung heikler Daten innerhalb der Unternehmen verbleiben werden. \u00c4hnlich wie beim l\u00e4ngst etablierten Outsourcing bestehen auch hier betriebswirtschaftliche Schranken. F\u00fcr den langfristigen Erfolg der Dienstleistungsplattformen wiederum ist die Kundenbindung entscheidend. Die Dienstleistungsplattformen haben generell ein Interesse an leistungsf\u00e4higen und zufriedenen Mitarbeitern. Wie Beispiele aus Deutschland zeigen, kann es sich f\u00fcr Internetplattformen auszahlen, ihre Mitarbeitenden trotz h\u00f6herer Lohnkosten fest anzustellen.<a href=\"#footnote_11\" id=\"footnote-anchor_11\" class=\"inline-footnote__anchor\">[11]<\/a> Im \u00dcbrigen bieten die neuen Bewertungsm\u00f6glichkeiten im Internet nicht nur f\u00fcr Kunden, sondern auch f\u00fcr Arbeitskr\u00e4fte Chancen. Letztere k\u00f6nnen sich dadurch ein Bild \u00fcber die Arbeitsbedingungen der verschiedenen Plattformen machen. Anbieter mit attraktiven Arbeitsbedingungen erlangen dadurch einen Wettbewerbsvorteil. In L\u00e4ndern wie der Schweiz mit einem sehr hohen Besch\u00e4ftigungsniveau k\u00f6nnte sich das Interesse der Arbeitskr\u00e4fte an unattraktiven Arbeitsverh\u00e4ltnissen auf Dauer in Grenzen halten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nInwiefern ein rechtlicher oder sozialpolitischer Handlungsbedarf entsteht und die bestehenden Regulierungen angepasst werden m\u00fcssen, h\u00e4ngt massgeblich davon ab, wie weit die Flexibilisierung der Arbeitswelt zuk\u00fcnftig voranschreitet. Eine wichtige Rolle werden weiterhin die Akteure der Sozialpartnerschaft einnehmen \u2013 auch hier unter Umst\u00e4nden in neuen Formen. In Anlehnung an die Empfehlungen der OECD geht es aktuell f\u00fcr die Schweiz darum, die Datenlage zu den neuen Arbeitsformen zu verbessern. Auch im digitalen Zeitalter gilt als oberstes arbeitsmarkt- und sozialpolitisches Ziel, Rahmenbedingungen zu schaffen, welche die Nutzung von Chancen maximieren und Risiken minimieren.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Der vorliegende Artikel behandelt die ver\u00e4nderten Arbeitsbedingungen. Zur Besch\u00e4ftigungsentwicklung siehe Jud Huwiler, Ursina (2015). Das Ende der Arbeit? In: Die Volkswirtschaft, 10-2015.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Siehe Zentrum f\u00fcr Technologiefolgen-Absch\u00e4tzung (2016).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Siehe auch Eichhorst und Spermann (2015) sowie Bericht des Bundesrates (2017). Zur Abgrenzung zwischen atypischen und atypisch-prek\u00e4ren Arbeitsverh\u00e4ltnissen siehe Marti, Walker und Bertschy (2010).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Siehe Bericht des Bundesrates (2001).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Siehe P\u00e4rli (2016). Das Gutachten stellt auf verschiedene Indizien hinsichtlich Subordination und Unternehmerrisiko ab.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">In verschiedenen L\u00e4ndern, beispielsweise den USA und Grossbritannien, haben Gerichte erste Urteile zu Uber erlassen, die dem Unternehmen zumindest eine arbeitgeber\u00e4hnliche Funktion zuweisen.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Parallel zur juristischen Debatte sind j\u00fcngst verschiedene \u00f6konomische Analysen zur Frage Selbstst\u00e4ndigkeit\/Unselbstst\u00e4ndigkeit entstanden. Siehe dazu den Beitrag von Prof. Monika B\u00fctler in der \u00abNZZ am Sonntag\u00bb vom 12.6.2016 sowie Braun-Dubler und Meyer (2016).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_8\" class=\"footnote--item\">Der Anteil der Unselbstst\u00e4ndigerwerbenden nahm seit 2010 sogar leicht, um rund 1 Prozentpunkt, zu.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_9\" class=\"footnote--item\">Siehe Bericht des Bundesrates (2015).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_10\" class=\"footnote--item\">Siehe OECD (2014).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_10\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_11\" class=\"footnote--item\">Siehe \u00abFrankfurter Allgemeine Zeitung\u00bb vom 26.7.2016. Das Reinigungsportal My Clean, der Butlerservice Alfred oder Parcel haben durch das Insourcing zwar deutlich h\u00f6here Personalkosten. Gleichzeitig wurden diese Mehrkosten durch gestiegene Ums\u00e4tze jedoch mehr als kompensiert.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_11\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Arbeitsmarkt und die Arbeitsbedingungen haben sich in der j\u00fcngeren Vergangenheit bedeutend flexibilisiert, nicht zuletzt aufgrund der Digitalisierung. Die Flexibilisierung erfolgte auf drei Ebenen: \u00f6rtlich, zeitlich sowie betrieblich-organisatorisch. Dank Breitbandinternet, Netzwerktechnologien und mobilen Endger\u00e4ten k\u00f6nnen zahlreiche T\u00e4tigkeiten heute ortsflexibel durchgef\u00fchrt werden (\u00f6rtliche Flexibilit\u00e4t). 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Bericht \u00fcber die zentralen Rahmenbedingungen f\u00fcr die digitale Wirtschaft.<\/li>&#13;\n \t<li>Deloitte (2016). Die Sharing Economy in der Schweiz: mehr, weniger oder neue Regulierungen?<\/li>&#13;\n \t<li>Eichhorst, Werner und Alexander Spermann (2015). Sharing Economy \u2013 Chancen, Risiken und Gestaltungsoptionen f\u00fcr den Arbeitsmarkt.<\/li>&#13;\n \t<li>OECD (2014). How Good Is Your Job? Measuring and Assessing Job Quality, OECD Employment Outlook 2014, Chapter 3.<\/li>&#13;\n \t<li>P\u00e4rli, Kurt (2016). Arbeits- und sozialversicherungsrechtliche Fragen bei Uber-Taxifahrer\/innen, Gutachten im Auftrag der Unia, Uni Basel, Ziff.\u00a047.<\/li>&#13;\n \t<li>Walker, Philippe, Michael Marti und Kathrin Bertschy (2010). Entwicklung atypisch prek\u00e4rer Arbeitsverh\u00e4ltnisse.<\/li>&#13;\n \t<li>Zentrum f\u00fcr Technologiefolgen-Absch\u00e4tzung (2016). Flexible neue Arbeitswelt: Eine Bestandsaufnahme auf gesellschaftlicher und volkswirtschaftlicher Ebene, Hochschule Luzern und Fachhochschule Nordwestschweiz.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":[{"kasten_title":"Weitere Analysen zur Digitalisierung","kasten_box":"In seinem Bericht zu den Rahmenbedingungen der digitalen Wirtschaft vom 11. Januar 2017 legt der Bundesrat die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Besch\u00e4ftigung und die Arbeitsbedingungen dar. Im Rahmen der Beantwortung des Postulats 15.3854 \u00abAutomatisierung: Chancen und Risiken\u00bb wird der Bundesrat im Herbst 2017 weitere Fragen zu den Chancen und Risiken, beispielsweise zu den Herausforderungen f\u00fcr den Gesundheitsschutz und die Sozialversicherungen, vertiefen. In diesem Zusammenhang f\u00fchrt das Seco aktuell drei Studien zu folgenden Fragestellungen durch: Was sind die Treiber des Strukturwandels? Wie entwickeln sich die atypisch-prek\u00e4ren Arbeitsverh\u00e4ltnisse? 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In der Schweiz bleibt das unselbstst\u00e4ndige Angestelltenverh\u00e4ltnis \u00fcber die Zeit die klar dominierende Arbeitsform. Der Anteil Arbeitnehmer, der Dienste \u00fcber eine Onlineplattform anbietet, ist sowohl hierzulande wie auch im Ausland noch sehr klein. 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