{"id":110991,"date":"2016-12-21T16:08:25","date_gmt":"2016-12-21T16:08:25","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2016\/12\/delbiaggio-01-02-2017fr\/"},"modified":"2023-08-23T23:07:35","modified_gmt":"2023-08-23T21:07:35","slug":"delbiaggio-01-02-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2016\/12\/delbiaggio-01-02-2017\/","title":{"rendered":"Alleine im viel zu grossen Haus"},"content":{"rendered":"<p>In den letzten Jahrzehnten ist der Schweizer Wohnfl\u00e4chenkonsum \u00fcberproportional zum Bev\u00f6lkerungswachstum gestiegen: W\u00e4hrend 1980 jedem Einwohner im Schnitt noch 34 Quadratmeter Wohnraum gen\u00fcgten, waren es 2014 bereits 45 Quadratmeter pro Person.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Hinweise auf eine Verlangsamung dieses Trends sind zwar punktuell erkennbar \u2013 beispielsweise beim Altbestand in der Stadt Z\u00fcrich<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> \u2013, ein Ende der Zunahme ist aber vorerst nicht absehbar.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTreiber dieser Entwicklung sind einerseits demografische und gesellschaftliche Faktoren wie die Alters- und Haushaltsstruktur, die Wohnpr\u00e4ferenzen oder der zunehmende Wohlstand. Andererseits ist die zunehmende Wohnfl\u00e4che pro Kopf auch die Folge einer mangelhaften \u00dcbereinstimmung zwischen Konsum und Bedarf, wie eine Studie der Hochschule Luzern zeigt (siehe <em>Kasten<\/em>). So f\u00fchrt die Alterung der Bev\u00f6lkerung im Rahmen des demografischen Wandels beispielsweise dazu, dass immer mehr \u00e4ltere Menschen in grossen Familienwohnungen leben, auch nachdem die Kinder ausgezogen sind. Entsprechend wird der Wohnfl\u00e4chenkonsum \u00fcber den Lebenszyklus, insbesondere in der zweiten Lebensh\u00e4lfte, zu wenig dem Bedarf angepasst.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrunds\u00e4tzlich ist f\u00fcr die meisten ein Umzug in ein kleineres Wohnobjekt kein Thema, da sie unter den gegebenen Rah&shy;menbedingungen nicht empfinden, \u00fcber \u00abzu viel\u00bb Wohnraum zu verf\u00fcgen. Diese Haus&shy;halte w\u00e4ren allenfalls nur mit spezifischen Instrumenten wie Regulierungen oder Wohnfl\u00e4chenabgaben zu einem Umzug in ein kleineres Wohnobjekt zu bewegen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGleichzeitig gibt es aber auch Haushalte, welche die beanspruchte Wohnfl\u00e4che als \u00abzu gross\u00bb empfinden. Diese Haushalte w\u00fcrden einen Umzug in Betracht ziehen, falls die Vorteile daraus \u2013 zum Beispiel eine altersgerecht eingerichtete Wohnung \u2013 mit m\u00f6glichst wenig H\u00fcrden oder Nachteilen verbunden w\u00e4ren. F\u00fcr die Verlangsamung des wachsenden Wohnfl\u00e4chenverbrauchs ist es naheliegend, hier anzusetzen: einerseits, weil diese Haushalte am ehesten zum Verzicht auf Wohnfl\u00e4che bereit sind, und anderseits, weil damit die knappe Ressource Wohnfl\u00e4che volkswirtschaftlich effizienter verteilt werden kann.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBevor zielgerichtete Massnahmen ergriffen werden k\u00f6nnen, muss man ermitteln, wie viele und welche Haushalte ihren Wohnfl\u00e4chenkonsum als zu gross empfinden. Gem\u00e4ss dem Schweizer Haushalt-Panel (SHP) sch\u00e4tzten im Jahr 2014 fast 10 Prozent der Haushalte ihre beanspruchte Wohnfl\u00e4che als zu gross ein. Hochgerechnet auf alle Haushalte in der Schweiz, entspricht dies rund 350\u2019000 Haushalten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDiese Haushalte unterscheiden sich in Bezug auf eine Mehrheit von untersuchten Eigenschaften signifikant von jenen Haushalten, welche ihr Wohnobjekt nicht als zu gross ansehen. Unter anderem verf\u00fcgen erstere \u00fcber ein h\u00f6heres Einkommen, sind \u00e4lter, wohnen eher in einem Haus als in einer Wohnung, sind eher Wohneigent\u00fcmer als Mieter, wohnen g\u00fcnstiger und sind weniger im urbanen Raum anzutreffen als jene Haushalte, die ihr Wohnobjekt als nicht zu gross betrachten.&#13;<\/p>\n<h2>\u00c4ltere leben h\u00e4ufiger in zu grossen H\u00e4usern<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nInteressanterweise unterscheiden sich jedoch die Z\u00fcgelabsichten der Haushalte mit subjektiv gesehen zu viel Wohnraum nicht signifikant von denjenigen der restlichen Haushalte. Es stellt sich deshalb die Frage: Was sind die Faktoren, die zu dieser Diskrepanz zwischen Wohnfl\u00e4chenkonsum und -bedarf f\u00fchren?&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAnhand einer Regressionsanalyse<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> konnten die Faktoren identifiziert werden, welche die Wahrscheinlichkeit beeinflussen, dass jemand subjektiv gesehen zu viel Wohnfl\u00e4che konsumiert. Sie zeigt: Die H\u00f6he des \u00c4quivalenzeinkommens<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> ver\u00e4ndert die Wahrscheinlichkeit kaum, dass ein Haushalt sein Wohnobjekt als zu gross beurteilt. Das Alter stellt jedoch einen zentralen Einflussfaktor dar. So haben beispielsweise Haushalte mit einem \u00fcber 80-j\u00e4hrigen Haushaltsvorstand im Vergleich zu Haushalten mit einem unter 50-j\u00e4hrigen Haushaltsvorstand eine fast 4,5 Mal h\u00f6here Wahrscheinlichkeit, in einem subjektiv gesehen zu grossen Wohnobjekt zu leben.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEbenfalls eine wichtige Rolle spielt die Haushaltszusammensetzung: Familien und Paare ohne Kinder haben im Vergleich zu Einpersonenhaushalten eine rund halb so hohe Wahrscheinlichkeit, ihr Wohnobjekt als zu gross einzusch\u00e4tzen. Auch die Nationalit\u00e4t ist ein signifikanter Bestimmungsfaktor f\u00fcr die subjektive Einsch\u00e4tzung der Wohnobjektgr\u00f6sse: Bei einem Schweizer Haushaltsvorstand ist die Wahrscheinlichkeit fast eineinhalb Mal so hoch wie bei einem ausl\u00e4ndischen Haushaltsvorstand.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAufschlussreich ist auch der Unterschied Haus oder Wohnung: Bei H\u00e4usern ist die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr ein zu gross empfundenes Objekt 2,3 Mal so hoch wie bei Wohnungen. Auch der Umstand, ob jemand Eigent\u00fcmer des Wohnobjektes ist oder nicht, spielt eine wichtige Rolle und erh\u00f6ht die Wahrscheinlichkeit um den Faktor 1,6.&#13;<\/p>\n<h2>Uners\u00e4ttlich oder bescheiden?<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nBei der Realisierung von Wohnraumeinsparungen spielt auch der Zusammenhang zwischen dem subjektiven Wohnfl\u00e4chenbedarf und dem objektiven Wohnfl\u00e4chenkonsum eine zentrale Rolle. Hier ist die Einteilung der Haushalte in Privilegierte, Uners\u00e4ttliche, Bescheidene und Gen\u00fcgsame hilfreich. Die Privilegierten konsumieren \u00fcberdurchschnittlich viel Wohnraum und sind auch \u00fcberdurchschnittlich oft der Meinung, \u00fcber zu viel Wohnraum zu verf\u00fcgen. Die Uners\u00e4ttlichen haben zwar einen \u00fcberdurchschnittlichen Wohnraumkonsum, empfinden diesen jedoch unterdurchschnittlich oft als \u00abzu gross\u00bb. Die Bescheidenen: Sie haben einen unterdurchschnittlichen Wohnraumkonsum, subjektiv empfinden sie ihn aber \u00fcberdurchschnittlich oft als \u00abzu gross\u00bb. Schliesslich konsumieren die Gen\u00fcgsamen unterdurchschnittlich viel Wohnraum und sind auch unterdurchschnittlich oft der Meinung, \u00fcber zu viel Wohnraum zu verf\u00fcgen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAm meisten Sparpotenzial ist bei den Privilegierten vorhanden, da sie \u00fcberdurchschnittlich viel verbrauchen und sich dessen auch bewusst sind. Die Kategorie der Bescheidenen weist ebenfalls ein gewisses Optimierungspotenzial auf. Da diese Haushalte jedoch bereits unterdurchschnittlich konsumieren, ist das Einsparungspotenzial im Vergleich zu den Privilegierten tendenziell auch kleiner.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nSowohl die sieben Grossregionen (siehe <em>Abbildung 1<\/em>) als auch die Kantone (siehe <em>Abbildung 2<\/em>) erweisen sich bei der Gegen\u00fcberstellung von Wohnraumkonsum \u2013 gemessen an der Anzahl Zimmer pro Bewohner \u2013 und Wohnraumbedarf \u2013 gemessen am Anteil Haushalte mit zu viel Wohnraum \u2013 als ziemlich heterogen (die grauen Linien stellen die Durchschnittswerte dar).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Grossregionen Mittelland und Nordwestschweiz geh\u00f6ren zur Kategorie der Privilegierten und weisen somit \u00fcberdurchschnittlich viel Einsparungspotenzial auf. Am wenigsten Reduktionspotenzial ist in der Region Genfersee zu finden, w\u00e4hrend das Tessin als einzige Region mit einem \u00fcberdurchschnittlichen Anteil an Haushalten mit zu viel Wohnraum und einem unterdurchschnittlichen Konsum zur Kategorie der Bescheidenen geh\u00f6rt.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 1: Subjektiver Bedarf vs. objektiver Konsum (Grossregionen)<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"Delbiaggio_DE\"><\/div>\n<script>\n\n\n$(function () {\n    $('#Delbiaggio_DE').highcharts({\n        chart: {\n            \n \n        type: 'scatter', \/\/ macht Punkte statt bubbles\n            plotBorderWidth: 1,\n            zoomType: 'xy'\n        },\n\t\t\tcredits: {enabled: false}, \/\/ so wird die Quelle Highcharts.com ausgeblendet\n        legend: {\n            enabled: false\n        },\n\n        title: {\n            text: ''\n        },\n   \n\n        xAxis: {\n            gridLineWidth: 1,\n            title: {\n          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Wanzenried (2016) \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 2: Subjektiver Bedarf vs. objektiver Konsum (Kantone)<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"Delbiaggio_2_DE\"><\/div>\n<script>\n\n\n$(function () {\n    $('#Delbiaggio_2_DE').highcharts({\n        chart: {\n\n\n\n type: 'scatter', \/\/ macht Punkte statt bubbles\n            plotBorderWidth: 1,\n            zoomType: 'xy'\n        },\n\t\t\tcredits: {enabled: false}, \/\/ so wird die Quelle Highcharts.com ausgeblendet\n        legend: {\n            enabled: false\n        },\n\n        title: {\n            text: ''\n        },\n   \n\n        xAxis: {\n            gridLineWidth: 1,\n            title: {\n                text: 'Objektiver Konsum (Anzahl Zimmer pro Person)'\n            },\n            labels: {\n                format: '{value} '\n            },\n           plotLines: [{\n                color: 'grey',\n                dashStyle: 'spline', \/\/ 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(2016) \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<\/p>\n<h2>Gen\u00fcgsame Z\u00fcrcher<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAuf kantonaler Ebene ist besonders viel Reduktionspotenzial in den Kantonen Schaffhausen, Solothurn und Thurgau zu finden. Diese Kantone geh\u00f6ren zu den Privilegierten und weisen klar \u00fcberdurchschnittliche Werte sowohl bez\u00fcglich des Konsums als auch bez\u00fcglich des Bedarfs auf. Zu den Gen\u00fcgsamen mit wenig Reduktionspotenzial geh\u00f6ren insbesondere Zug, die Waadt, das Wallis und Z\u00fcrich. In der Kategorie der Bescheidenen bekommt das Tessin Gesellschaft beispielsweise von den Zentralschweizer Kantonen Uri, Obwalden und Nidwalden. St. Gallen und Schwyz dagegen geh\u00f6ren der Kategorie der Uners\u00e4ttlichen an mit viel Konsum, aber gleichzeitig vergleichsweise geringem Bewusstsein dar\u00fcber.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDiese Heterogenit\u00e4t wird auch im Rahmen einer Fallstudie f\u00fcr die Stadt Luzern best\u00e4tigt: Gem\u00e4ss den Hochrechnungen unter Einbezug der Daten aus der Geb\u00e4ude- und Wohnungsstatistik empfinden in der Stadt Luzern nur rund 6 Prozent der Haushalte ihr Wohnobjekt als zu gross, was unter dem Schweizer Durchschnitt von 10 Prozent liegt. Verschiedene Luzerner Quartiere geh\u00f6ren jedoch der Kategorie der Privilegierten an und weisen somit ein besonders hohes Sparpotenzial auf.&#13;<\/p>\n<h2>Fachstellen und Plattformen sinnvoll<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Ursachen f\u00fcr die mangelnde \u00dcbereinstimmung zwischen Konsum und Bedarf scheinen somit weniger beim Einkommen als vielmehr bei einer Reihe anderer Faktoren wie beispielsweise dem Alter, der Haushaltszusammensetzung oder der Eigentumsform zu liegen. Eine effiziente Lenkung der Wohnfl\u00e4chenverteilung m\u00fcsste daher weniger auf der finanziellen Ebene als vielmehr direkt bei diesen Faktoren ansetzen. Fachstellen, die \u00e4ltere Menschen bei der Suche nach einer neuen Wohnung unterst\u00fctzen, k\u00f6nnten beispielsweise zur Aussch\u00f6pfung des betr\u00e4chtlichen Sparpotenzials dieser Haushaltsgruppe beitragen. Auch lokal verankerte Wohnungstauschplattformen physischer oder virtueller Natur k\u00f6nnten helfen, effizientere Wohnfl\u00e4chenverteilungen auf Quartierebene zu realisieren. Schliesslich m\u00fcssten Gr\u00f6sse, Ausstattung und Grundriss des Wohnungsbestandes vermehrt an demografische Trends wie die Alterung der Gesellschaft oder die Zunahme der Anzahl Zweipersonenhaushalte angepasst werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">BFS (2014a und b).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Rey (2015).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Es wurde ein Logit-Modell verwendet, welches die subjektive Einsch\u00e4tzung der Wohnobjektgr\u00f6sse unter gleichzeitigem Einbezug aller relevanten beobachtbaren Determinanten der Wohnraumnachfrage erkl\u00e4rt.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Haushaltseinkommen gem\u00e4ss Skos-Skala auf einen Einpersonenhaushalt umgerechnet (\u00c4quivalenzgr\u00f6sse); zur Berechnung siehe Delbiaggio und Wanzenried (2016)&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den letzten Jahrzehnten ist der Schweizer Wohnfl\u00e4chenkonsum \u00fcberproportional zum Bev\u00f6lkerungswachstum gestiegen: W\u00e4hrend 1980 jedem Einwohner im Schnitt noch 34 Quadratmeter Wohnraum gen\u00fcgten, waren es 2014 bereits 45 Quadratmeter pro Person. Hinweise auf eine Verlangsamung dieses Trends sind zwar punktuell erkennbar \u2013 beispielsweise beim Altbestand in der Stadt Z\u00fcrich \u2013, ein Ende der Zunahme ist [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":3469,"featured_media":27137,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"ep_exclude_from_search":false,"footnotes":""},"post__type":[66],"post_opinion":[],"post_serie":[],"post_content_category":[],"post_content_subject":[230],"acf":{"seco_author":3469,"seco_co_author":[3470,0],"author_override":"","seco_author_post_ocupation_year":"","seco_author_post_occupation_de":"Dr. rer. pol., Dozentin im Bereich Volkswirtschaft und Regional\u00f6konomie am Institut f\u00fcr Betriebs- und Regional\u00f6konomie der Hochschule Luzern \u2013 Wirtschaft","seco_author_post_occupation_fr":"Charg\u00e9e de cours en \u00e9conomie politique et en \u00e9conomie r\u00e9gionale \u00e0 l\u2019Institut pour l\u2019\u00e9conomie d\u2019entreprise et r\u00e9gionale de la Haute \u00c9cole de Lucerne \u2013 \u00c9conomie","seco_co_authors_post_ocupation":[{"seco_co_author":3470,"seco_co_author_post_occupation_year":"","seco_co_author_post_occupation_de":"Professorin f\u00fcr Finanzwissenschaften, Fachhochschule Westschweiz (HES-SO), Leiterin Gruppe Finanzen, Governance und Nachhaltigkeit, Interdisziplin\u00e4res Institut f\u00fcr Unternehmensentwicklung (IIDE), Fachhochschule f\u00fcr Ingenieurwesen und Wirtschaft des Kantons Waadt (HEIG-VD), Yverdon-les-Bains","seco_co_author_post_occupation_fr":"Professeure de finance, Haute \u00e9cole sp\u00e9cialis\u00e9e de Suisse occidentale (HES-SO), responsable du Groupe Finances, gouvernance et durabilit\u00e9, Institut interdisciplinaire du d\u00e9veloppement de l\u2019entreprise (IIDE), Haute \u00e9cole d'ing\u00e9nierie et de gestion du Canton de Vaud (HEIG-VD), Yverdon-les-Bains"}],"short_title":"Alleine im viel zu grossen Haus","post_lead":"Fast zehn Prozent der Haushalte in der Schweiz sch\u00e4tzen ihr Wohnobjekt als zu gross ein, wie eine empirische Analyse der Hochschule Luzern zeigt. 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Wohnfl\u00e4chenkonsum und Wohnfl\u00e4chenbedarf, <a href=\"https:\/\/www.bwo.admin.ch\/bwo\/de\/home\/wohnungspolitik\/studien-und-publikationen\/wohnflaechenkonsum-und-wohnflaechenbedarf.html\">Studie<\/a> im Auftrag des Bundesamtes f\u00fcr Wohnungswesen BWO.<\/li>&#13;\n \t<li>Rey, U. (2015). Trendwende beim Wohnfl\u00e4chenkonsum. Medienmitteilung der Stadt Z\u00fc\u00adrich, Pr\u00e4sidialdepartement, vom 19.9.2015.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":[{"kasten_title":"Empirische Analyse basiert auf Telefoninterviews","kasten_box":"Die im Auftrag des Bundesamtes f\u00fcr Wohnungswesen (BWO) erstellte <em>empirische Analyse der Hochschule Luzern<\/em> (Delbiaggio und Wanzenried, 2016) basiert auf den Daten des <em>Schweizer Haushaltspanels (SHP)<\/em>. Es handelt sich um eine j\u00e4hrlich wiederholte Panelstudie, die eine repr\u00e4sentative Zufallsstichprobe von privaten Haushalten in der Schweiz begleitet und deren Mitglieder haupts\u00e4chlich telefonisch interviewt. In der vorliegenden Studie werden die Daten f\u00fcr das Jahr 2014 verwendet mit insgesamt 5841 Haushalten. F\u00fcr die Fallstudie \u00fcber die Stadt Luzern wird dieser Datensatz mit Daten aus der Geb\u00e4ude- und Wohnungsstatistik des Bundesamtes f\u00fcr Statistik (GWS) angereichert. 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Eine Studie der Hochschule Luzern zeigt: Faktoren wie Alter, Haushaltszusammensetzung oder Eigentumsform erh\u00f6hen die Wahrscheinlichkeit eines Haushaltes, \u00fcber subjektiv gesehen zu viel Wohnfl\u00e4che zu verf\u00fcgen. Beim Einkommen hingegen ist kein solcher Effekt feststellbar. Vor allem \u00e4ltere Menschen sch\u00e4tzen ihren Wohnfl\u00e4chenkonsum als \u00abzu gross\u00bb ein. Der Fokus der Studie lag auf der Untersuchung der Ursachen; Massnahmen wurden nur im Sinne eines Ausblicks skizziert. L\u00f6sungen k\u00f6nnten beispielsweise in Richtung Fachstellen gehen, welche Senioren bei der Wohnungssuche unterst\u00fctzen und so zur Aussch\u00f6pfung des betr\u00e4chtlichen Sparpotenzials beitragen.","magazine_issue":"20170201","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":[4127,0],"korrektor":4139,"planned_publication_date":"20161222","original_files":[{"file":111010},{"file":111014}],"external_release_for_author":"20161201","external_release_for_author_time":"23:30:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/58331804ac0e8"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/110991"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3469"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=110991"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/110991\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":126487,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/110991\/revisions\/126487"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4127"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3470"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3469"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/27137"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=110991"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=110991"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=110991"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=110991"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=110991"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=110991"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}