{"id":111084,"date":"2016-12-21T16:08:23","date_gmt":"2016-12-21T16:08:23","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2016\/12\/bermann-01-02-2017\/"},"modified":"2023-08-23T23:07:29","modified_gmt":"2023-08-23T21:07:29","slug":"bermann-01-02-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2016\/12\/bermann-01-02-2017\/","title":{"rendered":"Schweizer Jungunternehmer \u00fcberdurchschnittlich qualifiziert"},"content":{"rendered":"<p>Lohnt es sich, in der Schweiz eine Firma zu gr\u00fcnden, wenn man als Angestellter bereits gut verdient? In der \u00d6konomie bezeichnet man das Einkommen, das ein Unternehmensgr\u00fcnder alternativ in abh\u00e4ngiger Erwerbst\u00e4tigkeit verdienen k\u00f6nnte, als Opportunit\u00e4tskosten. Die Theorie besagt, dass ein negativer Zusammenhang zwischen Opportunit\u00e4tskosten und Gr\u00fcndungsaktivit\u00e4t besteht.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Das heisst: Je h\u00f6her das tats\u00e4chliche oder potenzielle Einkommen in abh\u00e4ngiger Erwerbst\u00e4tigkeit ist, desto weniger wird eine Person geneigt sein, diese Erwerbst\u00e4tigkeit aufzugeben und stattdessen eine selbstst\u00e4ndige T\u00e4tigkeit mit unsicheren Verdienstaussichten anzustreben.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEine Untersuchung im Auftrag des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft (Seco) zeigt f\u00fcr die Schweiz jedoch auf, dass dieser negative Zusammenhang so nicht stimmt.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Vielmehr kann von einem weitgehend positiven Zusammenhang ausgegangen werden. Das heisst, ein Anstieg der Opportunit\u00e4tskosten ist mit einer h\u00f6heren Gr\u00fcndungsneigung verbunden. Denn: Die h\u00f6chste Gr\u00fcndungsneigung weist die Personengruppe mit hohen Opportunit\u00e4tskosten auf.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie immer noch vergleichsweise guten Erwerbsm\u00f6glichkeiten von gering qualifizierten Besch\u00e4ftigten und das soziale Sicherungssystem sind vermutlich die Gr\u00fcnde daf\u00fcr, dass der negative Zusammenhang innerhalb der Schweiz nicht gilt. Denn nebst den Opportunit\u00e4tskosten wird die Gr\u00fcndungsneigung einer Person von einer Reihe weiterer Faktoren beeinflusst, die dem Effekt der Opportunit\u00e4tskosten zum Teil entgegenwirken k\u00f6nnen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nSo streben Firmengr\u00fcnder nicht nur aus monet\u00e4ren Gr\u00fcnden eine selbstst\u00e4ndige T\u00e4tigkeit an. Vielmehr steht h\u00e4ufig der Wunsch nach Unabh\u00e4ngigkeit und Selbstverwirklichung im Vordergrund.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Dieser Wunsch wird meist erst dann verfolgt, wenn schon ein gewisser Wohlstand erreicht ist.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZweitens nehmen nicht alle Menschen die gleichen Gesch\u00e4ftsm\u00f6glichkeiten wahr. Es bedarf immer bestimmter Kenntnisse und kognitiver F\u00e4higkeiten, um Gesch\u00e4ftsm\u00f6glichkeiten \u00fcberhaupt zu erkennen bzw. diese zu entwickeln.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> Ein h\u00f6herer Bildungsstand und mehr Erfahrungen (die \u00fcblicherweise mit hohen Opportunit\u00e4tskosten einhergehen) k\u00f6nnen daher auch zu einer hohen Gr\u00fcndungsneigung f\u00fchren.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nSchliesslich sind f\u00fcr bestimmte selbstst\u00e4ndige T\u00e4tigkeiten spezifische Bildungsabschl\u00fcsse notwendig. Dies gilt zum Beispiel f\u00fcr viele akademische selbstst\u00e4ndige T\u00e4tigkeiten, sogenannte freie Berufe, und auch f\u00fcr Handwerkst\u00e4tigkeiten.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Bildungsstand und Einkommen h\u00e4ngen zusammen<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDer Einfluss des Bildungsstandes auf die Gr\u00fcndungsneigung zeigt sich deutlich: Die h\u00f6chste Gr\u00fcndungsneigung findet sich f\u00fcr Personen mit einem terti\u00e4ren Bildungsabschluss (3,2%); bei Personen mit prim\u00e4rem Bildungsabschluss ist diese nur halb so hoch (1,6%). Der Grund hierf\u00fcr ist, dass Personen mit einem hohen Humankapital eher in der Lage sind, neue Gesch\u00e4ftsideen zu erkennen, und diese auch besser umsetzen k\u00f6nnen.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> Da Bildungsstand und Einkommen stark zusammenh\u00e4ngen, ergeben sich hierdurch auch Auswirkungen auf den Zusammenhang von Opportunit\u00e4tskosten und Gr\u00fcndungsneigung.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDer positive Einfluss von Bildungsstand und Humankapital wirkt dem negativen Einfluss der Opportunit\u00e4tskosten \u2013 hier als Haushaltseinkommen betrachtet \u2013 auf die Gr\u00fcndungsneigung entgegen. In der Summe \u00fcberwiegt sogar Ersteres: Die h\u00f6chste Gr\u00fcndungsneigung zeigt sich bei Personen mit einem hohen Haushaltseinkommen von \u00fcber 9000 Franken pro Monat. \u00dcber den gr\u00f6ssten Teil des Einkommensspektrums ist der Zusammenhang von Einkommen und Gr\u00fcndungsrate gleichgerichtet (siehe <em>Tabelle<\/em>).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nLediglich bei Personen mit einem niedrigen Einkommen zeigt sich diesbez\u00fcglich eine Abweichung, da auch diese Personen eine erh\u00f6hte Gr\u00fcndungsneigung aufweisen. Die Gr\u00fcndungsneigung von Frauen ist tiefer als jene von M\u00e4nnern, die grunds\u00e4tzliche Struktur ist allerdings gleich.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Anteil der Gr\u00fcnder in der Schweiz (nach Haushaltseinkommen und Geschlecht)<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<\/p>\n<table width=\"756\">&#13;<\/p>\n<tbody>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"414\"><strong>Monatliches Brutto-Haushaltseinkommen<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"106\"><strong>M\u00e4nner<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"118\"><strong>Frauen<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"118\"><strong>Total<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"414\">weniger als 3000 Franken<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"106\">3,1%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"118\">1,7%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"118\">2,3%<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"414\">3000 bis 6000 Franken<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"106\">2,1%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"118\">1,6%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"118\">1,8%<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"414\">6001 bis 9000 Franken<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"106\">2,8%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"118\">1,6%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"118\">2,2%<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"414\">\u00fcber 9000 Franken<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"106\">3,7%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"118\">2,1%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"118\">3,0%<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"414\"><strong>Total<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"106\"><strong>3,1%<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"118\"><strong>1,7%<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"118\"><strong>2,4%<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tbody>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/table>\n<p>&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Datengrundlage f\u00fcr die Tabelle ist n=24\u2019845.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Swisspeb (2015) \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nHochgerechnet auf ein 100-Prozent-Pensum, betragen die Opportunit\u00e4tskosten von Gr\u00fcndern durchschnittlich 8200 Franken pro Monat. Gr\u00fcnder sch\u00e4tzen also, dass sie als Angestellte mehr als der Durchschnitt verdienten. Auch dieser Befund deutet darauf hin, dass Gr\u00fcnder tendenziell Personen mit guten alternativen Erwerbsm\u00f6glichkeiten sind.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Mehr Unternehmensgr\u00fcndungen in Entwicklungsl\u00e4ndern <\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIm internationalen Vergleich best\u00e4tigt sich die Theorie zu den Opportunit\u00e4tskosten jedoch. So weisen beispielsweise die USA und fast alle Schwellen- und Entwicklungsl\u00e4nder h\u00f6here Gr\u00fcndungsquoten als die Schweiz auf. <a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> Mit zunehmendem Wohlstandsniveau (und damit zunehmenden Opportunit\u00e4tskosten) nimmt der Anteil der Personen, die eine Firma gr\u00fcnden, tendenziell ab. Der negative Zusammenhang l\u00e4sst sich folgendermassen erkl\u00e4ren: In Entwicklungsl\u00e4ndern haben viele Menschen nur geringe Erwerbsm\u00f6glichkeiten (und damit auch geringe Opportunit\u00e4tskosten), und eine Selbstst\u00e4ndigkeit ist h\u00e4ufig die einzige M\u00f6glichkeit, den Lebensunterhalt zu bestreiten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nMit zunehmendem wirtschaftlichem Wohlstand verbessern sich die Erwerbsm\u00f6glichkeiten, wodurch es immer mehr Menschen gibt, f\u00fcr die eine selbstst\u00e4ndige T\u00e4tigkeit unattraktiv ist. Zudem haben L\u00e4nder mit h\u00f6herem Pro-Kopf-Einkommen meist auch st\u00e4rker ausgebaute Sozialsysteme, die Menschen bis zu einem gewissen Grad auch im Falle einer Arbeitslosigkeit absichern, was die Opportunit\u00e4tskosten ebenfalls erh\u00f6ht und Gr\u00fcndungen aus der Not reduziert.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a> Insgesamt ergibt sich hierdurch ein negativer Zusammenhang von Wohlstandsniveau und Gr\u00fcndungsneigung.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Amit et al. (1995).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Bergmann (2016).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Amit et al. (2001); Carter et al. (2003).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Gr\u00e9goire und Shepherd (2012).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Gr\u00e9goire und Shepherd (2012); Dimov (2010).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Singer et al. (2015), S. 53.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Wennekers et al. (2005).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lohnt es sich, in der Schweiz eine Firma zu gr\u00fcnden, wenn man als Angestellter bereits gut verdient? In der \u00d6konomie bezeichnet man das Einkommen, das ein Unternehmensgr\u00fcnder alternativ in abh\u00e4ngiger Erwerbst\u00e4tigkeit verdienen k\u00f6nnte, als Opportunit\u00e4tskosten. Die Theorie besagt, dass ein negativer Zusammenhang zwischen Opportunit\u00e4tskosten und Gr\u00fcndungsaktivit\u00e4t besteht. 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Auftraggeber und Herausgeber: Seco, Direktion f\u00fcr Standortf\u00f6rderung, Bern.<\/li>&#13;\n \t<li>Carter, N. M., Gartner, W. B., Shaver, K. G., und Gatewood, E. J. (2003). The Career Reasons of Nascent Entrepreneurs. Journal of Business Venturing, 18(1), 13\u201339.<\/li>&#13;\n \t<li>Dimov, D. (2010). Nascent Entrepreneurs and Venture Emergence: Opportunity Confidence, Human Capital, and Early Planning. Journal of Management Studies, 47(6), 1123\u20131153.<\/li>&#13;\n \t<li>Gr\u00e9goire, D. A., und Shepherd, D. A. (2012). Technology-Market Combinations and the Identification of Entrepreneurial Opportunities: An Investigation of the Opportunity-Individual Nexus. Academy of Management Journal, 55(4), 753\u2013785.<\/li>&#13;\n \t<li>Singer, S., Amor\u00f3s, J. E., und Moska, D. (2015). Global Entrepreneurship Monitor. 2014 Global Report, London.<\/li>&#13;\n \t<li>Wennekers, S., van Stel, A., Thurik, R., und Reynolds, P. D. (2005). Nascent Entrepreneurship and the Level of Economic Development. Small Business Economics, 24(3), 293\u2013309.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":[{"kasten_title":"Grosse L\u00e4ngsschnittuntersuchung von Gr\u00fcndern in der Schweiz","kasten_box":"Die Analysen in diesem Beitrag beruhen auf Daten des <em>Swiss Panel of Emerging Businesses (Swisspeb)<\/em>, welches derzeit vom Schweizerischen Institut f\u00fcr Klein- und Mittelunternehmen der Universit\u00e4t St. Gallen (KMU-HSG) durchgef\u00fchrt wird. Das auf drei Jahre ausgelegte Projekt ist die erste grosse L\u00e4ngsschnittuntersuchung von Gr\u00fcndern in der Schweiz. Im Sommer und Herbst 2015 wurde in einer repr\u00e4sentativen Telefonbefragung von mehr als 28\u2019000 Personen ermittelt, dass insgesamt rund 2,4 Prozent aller Schweizer zwischen 18 und 65 Jahren derzeit versuchen, ein Unternehmen zu gr\u00fcnden. Insgesamt 300 dieser Gr\u00fcnder konnten f\u00fcr die ausf\u00fchrliche Folgebefragung gewonnen werden. Die Befragungen wurden vom Link-Institut f\u00fcr Marktforschung durchgef\u00fchrt. Aufgrund des methodischen Vorgehens k\u00f6nnen die Ergebnisse als repr\u00e4sentativ f\u00fcr die Schweiz angesehen werden. Finanziert wird das Projekt vom KMU-HSG und dem Grundlagenforschungsfonds der Universit\u00e4t St. Gallen. Die Opportunit\u00e4tskosten von Gr\u00fcndern wurden \u00fcber die beiden folgenden Fragen ermittelt:&#13;\n<ul>&#13;\n \t<li>Angenommen, Sie w\u00fcrden Ihr Gr\u00fcndungsvorhaben aufgeben und sich stattdessen einen neuen Job als Angestellter suchen. 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Theoretisch l\u00e4sst sich ein negativer Zusammenhang von Opportunit\u00e4tskosten und Gr\u00fcndungsneigung vermuten. Die Analysen von Heiko Bergmann von der Universit\u00e4t St. Gallen zeigen f\u00fcr die Schweiz jedoch einen positiven Zusammenhang auf. Dieser Befund l\u00e4sst sich damit erkl\u00e4ren, dass die Wahrnehmung und die Realisierung einer guten Gesch\u00e4ftsidee Wissen und F\u00e4higkeiten voraussetzen, die auch auf dem Arbeitsmarkt wertvoll sind. 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