{"id":111101,"date":"2016-12-21T16:08:23","date_gmt":"2016-12-21T16:08:23","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2016\/12\/walter-01-02-2017\/"},"modified":"2023-08-23T23:07:38","modified_gmt":"2023-08-23T21:07:38","slug":"walter-01-02-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2016\/12\/walter-01-02-2017\/","title":{"rendered":"Wachstumsstarke Unternehmen: Schweiz in der Spitzengruppe"},"content":{"rendered":"<p>Fehlt es der Schweiz an wachstumsstarken Unternehmungen? Diese Frage wird oft von der Politik gestellt \u2013 so auch 2013 in einem Postulat des Waadtl\u00e4nder FDP-Nationalrats Fathi Derder.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Das Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco) hat hierzu beim Beratungs- und Forschungsunternehmen Ecoplan eine Studie in Auftrag gegeben. <a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Diese zeigt: Die Schweiz kann im internationalen Vergleich bei den rasch wachsenden \u2013 jungen und bestehenden \u2013 Unternehmen mithalten. Pro Einwohner liegt die Zahl wachstumsstarker Unternehmen sogar deutlich \u00fcber den meisten Vergleichsl\u00e4ndern. Die These, dass die Schweiz \u00fcber wenig wachstumsstarke Unternehmen verf\u00fcgt und in diesem Bereich nur wenige Arbeitsstellen geschaffen werden, l\u00e4sst sich somit aufgrund der vorhandenen Daten nicht best\u00e4tigen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nF\u00fcr die Ecoplan-Studie wurden erstmalig verschiedene Daten des Bundesamtes f\u00fcr Statistik miteinander verkn\u00fcpft.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Wo es die relativ d\u00fcnne Datenbasis erlaubte, vergleicht der Bericht die Schweiz mit verschiedenen OECD-L\u00e4ndern. Insbesondere zu Start-ups sind aber kaum Daten vorhanden. Die statistischen Grundlagen f\u00fcr die hier behandelten Fragen werden sich aber dank der neuen Unternehmensstatistik Statent des Bundesamtes f\u00fcr Statistik (BFS) in den n\u00e4chsten Jahren wesentlich verbessern.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIm untersuchten Zeitraum 2007 bis 2013 blieb die Zahl der Neugr\u00fcndungen von Unternehmen in der Schweiz \u00fcber alle Sektoren relativ stabil und wich j\u00e4hrlich maximal 5 Prozent vom langj\u00e4hrigen Durchschnitt ab. \u00c4hnliche Entwicklungen zeigen sich in Belgien und den USA \u2013 wobei sich die absoluten Zahlen der Neugr\u00fcndungen kaum vergleichen lassen, weil die Daten unterschiedlich erhoben werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nNicht in allen Sektoren herrschte Aufbruchstimmung: W\u00e4hrend im Dienstleistungssektor tendenziell mehr Unternehmen gegr\u00fcndet wurden, verzeichneten die Industrie und der Bau nach der Wirtschaftskrise von 2008 eine klare Abnahme. Der Bausektor hat sich sp\u00e4ter rasch wieder erholt, in der Industrie dauert der R\u00fcckgang der Neugr\u00fcndungen jedoch an.&#13;<\/p>\n<h2>Neu gegr\u00fcndete Unternehmen sind z\u00e4h<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie \u00dcberlebenswahrscheinlichkeit der neu gegr\u00fcndeten Schweizer Unternehmen ist im internationalen Vergleich hoch: Von allen 2007 gegr\u00fcndeten Unternehmen sind f\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter knapp 60 Prozent noch aktiv. Von allen 18 OECD-Vergleichsl\u00e4ndern ist dieser Anteil nur in \u00d6sterreich, Belgien und Schweden h\u00f6her. Die \u00fcbrigen Nachbarl\u00e4nder befinden sich mit 40 bis 50 Prozent im internationalen Mittelfeld. Allerdings werden neu gegr\u00fcndete Unternehmen in der Schweiz \u00fcberdurchschnittlich oft innerhalb eines Jahres bereits wieder aufgegeben, was aber m\u00f6glicherweise auf die Erhebungsmethoden zur\u00fcckzuf\u00fchren ist.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Schweizer Wirtschaft ist im internationalen Vergleich stark von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gepr\u00e4gt. Vier von f\u00fcnf neu geschaffenen Stellen stammten von KMU, wo insgesamt 67 Prozent aller Besch\u00e4ftigten arbeiten. Zwischen 2011 und 2013 schufen KMU j\u00e4hrlich rund 19\u2019500 Stellen netto, 17\u2019000 davon im Dienstleistungssektor und 2500 in der Industrie. Sie schufen somit rund viermal so viele Stellen wie die Grossunternehmen<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> mit rund 5500 Stellen. Im Dienstleistungssektor entstanden dabei insgesamt rund f\u00fcnfmal so viele Stellen wie in der Industrie.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Wachstumsstarke Unternehmen in der Schweiz (2008 bis 2013)<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<\/p>\n<table width=\"709\">&#13;<\/p>\n<tbody>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td rowspan=\"2\" width=\"59\"><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td rowspan=\"2\" width=\"80\"><strong>Unternehmen ab zehn Besch\u00e4ftigen<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td rowspan=\"2\" width=\"96\"><strong>Besch\u00e4ftigte Total<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td colspan=\"2\" width=\"152\"><strong>Medium- und High-Growth-Enterprises<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td colspan=\"2\" width=\"160\"><strong>High-Growth-Enterprises<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td colspan=\"2\" width=\"162\"><strong>Gazellen (Unter- und Obergrenze)<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"69\"><strong>Anzahl Firmen<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\"><strong>Anzahl Besch\u00e4ftigte<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"75\"><strong>Anzahl Firmen<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"85\"><strong>Anzahl Besch\u00e4ftigte<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"67\"><strong>Anzahl Firmen<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"96\"><strong>Anzahl Besch\u00e4ftigte<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">2008<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"80\">44\u2019000<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"96\">2\u2019957\u2019400<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"69\">5500<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">397\u2019400<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"75\">1590<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"85\">139\u2019500<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"67\">79\u2013*<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"96\">5800\u2013*<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">2011<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"80\">49\u2019200<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"96\">3\u2019308\u2019500<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"69\">6300<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">374\u2019100<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"75\">1880<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"85\">146\u2019100<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"67\">78\u2013340<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"96\">3300\u201322\u2019100<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">2013<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"80\">49\u2019800<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"96\">3\u2019355\u2019700<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"69\">6100<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"83\">280\u2019700<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"75\">1820<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"85\">93\u2019400<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"67\">104\u2013463<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"96\">3800\u201319\u2019500<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tbody>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/table>\n<p>&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">* F\u00fcr 2008 kann keine Obergrenze ausgewiesen werden<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">\u00a0Quelle: Ecoplan (2016); Werte gerundet.<\/span>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Auf Augenh\u00f6he mit Israel, Deutschland und Schweden<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIn der Schweiz weisen rund 12 Prozent aller Firmen ab zehn Besch\u00e4ftigten im Dreijahresvergleich ein durchschnittliches j\u00e4hrliches Wachstum von \u00fcber 10 Prozent auf. Der Anteil solcher Medium- und High-Growth-Enterprises (siehe <em>Kasten<\/em>) ist \u00fcber die Jahre stabil. \u00c4hnliche Anteile von Medium- und High-Growth-Enterprises haben Israel, Deutschland, Schweden oder Grossbritannien mit Werten zwischen 11 und 15 Prozent.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBetrachtet man ausschliesslich die High-Growth-Enterprises, welche im Dreijahresschnitt mindestens 20 Prozent wachsen, ist die Situation in der Schweiz ebenfalls stabil. Mit einem Anteil von rund 3,5 Prozent aller Firmen ab zehn Besch\u00e4ftigten liegt die Schweiz in der N\u00e4he der international f\u00fchrenden Vergleichsstaaten Schweden, Grossbritannien und Israel, die Anteile zwischen 4,0 und 5,5 Prozent aufweisen. Vor allem in den Jahren nach der Wirtschaftskrise 2008 schneidet die Schweiz gut ab. Besonders hoch ist der Anteil der Schweizer High-Growth-Enterprises mit 4,5 Prozent im Dienstleistungssektor.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAufgrund fehlender Daten l\u00e4sst sich f\u00fcr die wachstumsstarken Jungunternehmen \u2013 High-Growth-Enterprises, welche j\u00fcnger als f\u00fcnf Jahre sind \u2013 nur eine Ober- und eine Untergrenze angeben. Die Anteile dieser sogenannten Gazellen liegen in der Schweiz zwischen 0,2 und 0,8 Prozent, was etwa 80 bis gut 400 Unternehmen entspricht. Verschiedene Anhaltspunkte \u2013 wie beispielsweise der L\u00e4ndervergleich bei den High-Growth-Enterprises \u2013 deuten darauf hin, dass der Anteil solcher Start-ups eher im Bereich der Obergrenze von 0,8 Prozent liegt. Zum Vergleich: Im Spitzenland Israel liegen die Gazellen anteilsm\u00e4ssig bei 0,9 Prozent.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDeutlich \u00fcber den meisten Vergleichsl\u00e4ndern liegt die Schweiz bei der Aufschl\u00fcsselung pro Einwohner.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> Auf 100\u2019000 Einwohner kommen in der Schweiz rund 400 High-Growth-Enterprises (siehe <em>Abbildung<\/em>). In Israel liegt dieser Wert bei rund 300 Unternehmen, in den USA bei knapp 150. Rund drei Viertel der wachstumsstarken Unternehmen stammen aus dem Dienstleistungssektor \u2013 in der Schweiz und auch international.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">A<strong>nzahl stark wachsender Unternehmen (\u00abHigh-Growth-Enterprises\u00bb) 2011 pro 1000 Einwohner <\/strong><strong>zwischen 20 und 64 Jahren<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"balmer_de\"><\/div>\n<script>\n$(function () {\n    $('#balmer_de').highcharts({\n        chart: {\n            type: 'column'\n        },\n        title: {\n            text: ''\n        },\n       \n        xAxis: {\n            categories: [                'Schweiz','Luxemburg','Israel','Frankreich','Portugal','USA','D\u00e4nemark','Slowenien','Italien','Spanien'\n            ]\n        },\n        yAxis: {\n            title: {\n                text: ''\n            }\n        },\n       \n      \n        series: [{\n            name: 'Alle Sektoren',\n            data: [0.38,0.29,0.27,0.27,0.18,0.14,0.13,0.11,0.11,0.10     ]\n\n        }, {\n            name: 'Industrie',\n            data: [0.05,0.02,0.03,0.04,0.04,0.02,0.02,0.03,0.03,0.02]\n\n        }, {\n            name: 'Bau',\n            data: [0.03,0.05,0.03,0.04,0.03,0.02,0.01,0.01,0.01,0.02]\n\n        }, {\n            name: 'Dienstleistungen',\n            data: [0.29,0.22,0.21,0.19,0.11,0.11,0.11,0.07,0.07,0.06]\n\n        }]\n    });\n});\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Ecoplan (2016), S. 57 \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Grossregionen Z\u00fcrich und Genfersee besonders wachstumsstark<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nInnerhalb der Schweiz befinden sich in den Grossregionen Z\u00fcrich und Genfersee \u00fcberdurchschnittlich viele wachstumsstarke Unternehmen. 2011 hatten 45 Prozent aller High-Growth-Enterprises ihren Standort in diesen beiden Grossregionen. Im Tessin hingegen ist der Anteil wachstumsstarker Unternehmen unterdurchschnittlich.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie wachstumsstarken Unternehmen sind wichtige Arbeitgeber: Rund 11 Prozent der Besch\u00e4ftigten arbeiten in Medium- und High-Growth-Enterprises, von ihnen gut 4 Prozent in High-Growth-Enterprises. Damit befindet sich die Schweiz gleichauf mit Schweden. Lediglich Grossbritannien und Israel schneiden rund 3 Prozentpunkte besser ab.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBei den High-Growth-Enterprises befindet sich die Schweiz in der Mitte der Vergleichsl\u00e4nder Israel, Neuseeland und Vereinigte Staaten, wobei die USA einen rund einen Prozentpunkt h\u00f6heren Besch\u00e4ftigtenanteil aufweisen. Pro Einwohner verzeichnen sie jedoch weniger als halb so viele High-Growth-Enterprises wie die Schweiz.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAuch beim Besch\u00e4ftigtenanteil punktet der Dienstleistungssektor \u2013 das gilt sowohl f\u00fcr Medium- und High-Growth-Enterprises wie auch f\u00fcr Gazellen. Die High-Growth-Enterprises des Dienstleistungssektors tragen beispielsweise insgesamt 5 Prozent zur Gesamtbesch\u00e4ftigung in diesem Sektor bei. Im Baugewerbe betr\u00e4gt der Anteil dieser Unternehmenskategorie 3 Prozent und im Industriesektor 2 Prozent.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nInnerhalb der Schweiz sind die Besch\u00e4ftigtenanteile von Medium- und High-Growth-Enterprises in den Grossr\u00e4umen Z\u00fcrich und Genfersee, aber auch in der Zentralschweiz \u00fcberdurchschnittlich. In diesen Regionen arbeiten 12 bis 13 Prozent der Besch\u00e4ftigten \u2013 also jeder achte Besch\u00e4ftigte \u2013 in wachstumsstarken Unternehmen. Bei den Gazellen schwingen die Grossregionen Z\u00fcrich und Genfersee, wo bis zu 1 Prozent der Besch\u00e4ftigten in solchen Jungunternehmen arbeitet, deutlich obenauf.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Postulat 13.4237 (F\u00fcr eine bessere Entwicklung innovativer Jungunternehmen).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Ecoplan (2016). <a href=\"https:\/\/www.seco.admin.ch\/dam\/seco\/de\/dokumente\/Standortfoerderung\/KMU-Politik\/Aktuell\/Studie_wachstumsstarke_Unternehmen.pdf\">Statistische Grundlagen zu Neugr\u00fcndungen und wachstumsstarken Unternehmen, Auswertungen f\u00fcr die Schweiz und internationaler Vergleich<\/a>.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Statistiken zur Unternehmensdemografie (Udemo), die Betriebsz\u00e4hlung (2005, 2008) und deren Nachfolgerin, die Unternehmensstatistik Statent. Diese wird ab 2011 j\u00e4hrlich erhoben, die Regeln f\u00fcr die Erfassung und Abgrenzung weichen aber von der Betriebsz\u00e4hlung ab, sodass Vergleiche schwierig sind.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Mehr als 250 Besch\u00e4ftige.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Die Abweichungen zur vorherigen Betrachtung (Anteil an alle Unternehmen) entstehen u. a. durch Unterschiede in der durchschnittlichen Unternehmensgr\u00f6sse und der Erwerbsquote.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fehlt es der Schweiz an wachstumsstarken Unternehmungen? 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Gem\u00e4ss der Definition von Eurostat und der Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) unterscheidet die Analyse drei Typen wachstumsstarker Unternehmen.<strong>&#13;\n<\/strong><em>Medium- und High-Growth-Enterprises<\/em> sind Unternehmen, deren Zahl der Besch\u00e4ftigten w\u00e4hrend dreier Jahre im Durchschnitt mindestens 10 Prozent pro Jahr gewachsen ist und die davor bereits zehn Besch\u00e4ftigte hatten. <em>High-Growth-Enterprises<\/em> unterscheiden sich lediglich dadurch, dass sie ein Besch\u00e4ftigungswachstum von mindestens 20 Prozent pro Jahr aufweisen. Die sogenannten <em>Gazellen<\/em> sind eine Unterkategorie der High-Growth-Enterprises: Sie d\u00fcrfen am Ende der dreij\u00e4hrigen Wachstumsperiode h\u00f6chstens f\u00fcnf Jahre alt sein. 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Pro Einwohner liegt die Zahl wachstumsstarker Unternehmen sogar deutlich \u00fcber den meisten Vergleichsl\u00e4ndern. Bei den durch solche Unternehmen geschaffenen Arbeitspl\u00e4tzen befindet sich die Schweiz, wo rund 11 Prozent der Besch\u00e4ftigten in sogenannten Medium- und High-Growth-Enterprises arbeiten, knapp hinter den international f\u00fchrenden Vergleichsl\u00e4ndern. 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