{"id":111185,"date":"2016-12-21T15:45:27","date_gmt":"2016-12-21T15:45:27","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2016\/12\/blank-01-02-2016-fr\/"},"modified":"2023-08-23T23:07:32","modified_gmt":"2023-08-23T21:07:32","slug":"blank-01-02-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2016\/12\/blank-01-02-2016\/","title":{"rendered":"\u00abViele potenzielle Investoren haben Hemmungen\u00bb"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Frau Baumann, Sie sind \u00abEuropean Business Angel of the Year 2014\u00bb. Was ist ein \u00abBusiness Angel\u00bb?<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nEin \u00abBusiness Angel\u00bb hat zwei Fl\u00fcgel. Er investiert in ein Jungunternehmen und erh\u00e4lt daf\u00fcr eine Beteiligung, beispielsweise in Form von Aktien. Und er unterst\u00fctzt den Aufbau dieses Unternehmens, indem er Kontakte vermittelt oder das Management unterst\u00fctzt. Mit unserer Erfahrung helfen wir Start-ups, ihr Potenzial auszusch\u00f6pfen, zu expandieren und ihre Produkte zu verkaufen. Diese T\u00e4tigkeit ist mit hohen Risiken verbunden. Es sollte nicht mehr als 2 bis 5 Prozent des Verm\u00f6gens so eingesetzt werden.&#13;<\/p>\n<h3><strong>Wie wird man \u00abBusiness Angel\u00bb?<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nAm Anfang werden im Sinne eines Lernprozesses am besten kleine Summen investiert. Daf\u00fcr gibt es Plattformen oder Netzwerke. Beispielsweise k\u00f6nnen Sie in unserem Netzwerk bereits ab 4000 Franken investieren. Sie werden von erfahrenen Leuten begleitet und erhalten durch Kurse die notwendigen theoretischen Grundlagen.&#13;<\/p>\n<h3><strong>Als Chefin von Go Beyond Early Stage Investing bieten Sie Leistungen f\u00fcr \u00abBusiness Angels\u00bb an. Beraten Sie auch andere Kategorien von Anlegern?<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nEs h\u00e4ngt auch davon ab, in welcher Entwicklungsphase sich das Start-up befindet: Die \u00abBusiness Angels\u00bb spielen ganz am Anfang eine Rolle. Danach \u00fcbernehmen h\u00e4ufig Risikokapitalinvestoren, die sogenannten Venture Capitalists. Zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt folgen dann Eigenkapitalanleger, also die \u00abPrivate Equity Investors\u00bb.&#13;<\/p>\n<h3><strong>Welchen Bedarf der \u00abBusiness Angels\u00bb decken Sie konkret?<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nWir haben drei verschiedene Ans\u00e4tze, je nachdem, ob sie Neulinge sind und ein Portfolio zusammenstellen m\u00f6chten oder ob sie \u00abDeal Leader\u00bb oder \u00abCoach\u00bb werden m\u00f6chten. Zum Beispiel k\u00f6nnen Neulinge f\u00fcr ein Jahr lang Mitglied einer Gruppe von zehn bis zwanzig Personen werden, die von einem \u00abCoach\u00bb gef\u00fchrt wird. Alle legen Geld gemeinsam an. Sie treffen dreissig bis vierzig Unternehmer \u2013 drei bis vier pro Monat \u2013 und lernen, diese zu bewerten. Bei allen Investments, die im Laufe dieses Jahres get\u00e4tigt werden, agiert einer der Teilnehmenden als \u00abDeal Leader\u00bb, der die Gruppe vertritt. Er ist Anlaufstelle f\u00fcr das Unternehmen und verfolgt dessen T\u00e4tigkeit.&#13;<\/p>\n<h3><strong>Ist diese Art von Investment gefragt?<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nJa. Immer mehr Leute wollen in Start-ups investieren. Die \u00abBusiness Angels\u00bb sind am besten positioniert, um ihnen dabei zu helfen. Interessierte merken schnell, dass solche Anlagen komplex sind und sie von den Erfahrungen anderer lernen m\u00fcssen. Mehr als 60 Prozent unserer Mitglieder belegen entsprechende Kurse. Bei den Frauen sind es sogar \u00fcber 80 Prozent.&#13;<\/p>\n<h3><strong>Gibt es viele Investorinnen?<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nNein. In der Schweiz sind lediglich 3 Prozent der \u00abBusiness Angels\u00bb Frauen, bei unseren Mitgliedern sind es \u00fcber 40 Prozent. Wir haben ein Umfeld geschaffen, das Investorinnen und Unternehmensgr\u00fcnderinnen anspricht.&#13;<\/p>\n<h3><strong>Sie sind auch Verantwortliche f\u00fcr Diversit\u00e4t bei der Kommission f\u00fcr Technologie und Innovation des Bundes. Inwiefern ist dieser Aspekt wichtig?<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nF\u00fcr die Innovation und das Unternehmertum ist es wichtig, dass ein bestimmter Sachverhalt aus mehreren Blickwinkeln betrachtet wird. Das ist ein Vorteil f\u00fcr das Unternehmen, selbst wenn es nicht immer einfach ist. Es ist erwiesen, dass die Leute in einem diversifizierten Umfeld bessere finanzielle Entscheide f\u00e4llen und sich wohler f\u00fchlen. Unser Netzwerk z\u00e4hlt Vertreter beider Geschlechter und aller Altersgruppen \u2013 zwischen 30 und 80 Jahren \u2013 mit sehr vielf\u00e4ltigen Lebensl\u00e4ufen. Diversit\u00e4t ist im Umgang mit starken Unternehmerpers\u00f6nlichkeiten n\u00fctzlich.&#13;<\/p>\n<h3><strong>Gehen Sie auf die Start-ups zu \u2013 oder kommen diese zu Ihnen?&#13;<br \/>\n<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nBeides. Unsere Mitglieder von Go Beyond k\u00f6nnen auf unserer Plattform und an monatlichen Treffen Jungunternehmen kennenlernen. Das sind nicht die einzigen Begegnungen. Es gibt \u00abDemo-Days\u00bb, das heisst Tage, an denen die Anleger Unternehmer treffen, die an einem Akzelerator-Programm oder einem Businessplan-Wettbewerb teilgenommen haben. Die Kommission f\u00fcr Technologie und Innovation spielt auch in diesem Bereich eine Rolle. Wir vermitteln auch Partnerschaften mit Hochschulen oder Anwaltskanzleien. Bekannt ist unsere Gruppe auch wegen ihrer Kurse f\u00fcr Unternehmer. Interessierte informieren sich so \u00fcber unsere Finanzierungsm\u00f6glichkeiten.&#13;<\/p>\n<h3><strong>Was ist Ihres Erachtens entscheidend f\u00fcr den Erfolg von Start-ups?<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDer wichtigste Aspekt ist der menschliche: das Individuum und das Team. Die Unternehmensgr\u00fcnder m\u00fcssen ihre Visionen, ihre Ausdauer und ihre Leidenschaft unter Beweis stellen und zeigen, dass sie mit bescheidenen Mitteln Ideen verwirklichen k\u00f6nnen. Das Produkt kommt danach: Ist die Technologie innovativ? Gibt es einen Markt daf\u00fcr? Die Finanzierung folgt an dritter Stelle: Wie viel ist das Unternehmen wert? Braucht es einen oder mehrere Anleger? Und welche Art von Beteiligung?&#13;<\/p>\n<h3><strong>Und auf der Seite der Investoren?<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDiese m\u00fcssen ein Portfolio aufbauen und verwalten, das sowohl die Risiken als auch die Erfolgschancen ber\u00fccksichtigt. Deshalb sollten sie in mindestens zehn bis zw\u00f6lf Unternehmen investieren. Es ist wichtig, den Kontakt mit den Unternehmen zu pflegen und in die, welche sich positiv entwickeln, weiter zu investieren.&#13;<\/p>\n<h3><strong>Mit welchen Renditen ist zu rechnen?<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Anlagerendite der Portfolios unserer Mitglieder betr\u00e4gt durchschnittlich 15 Prozent pro Jahr. Branchenstatistiken zeigen, dass von zehn Unternehmen vier \u00absterben\u00bb und die Investoren alles verlieren. Vier weitere werfen nur geringe Renditen ab. Wirklich rentabel sind nur zwei Investments. Deshalb m\u00fcssen Anleger ein Portfolio zusammenstellen und die Unternehmen begleiten \u2013 und es braucht eine Portion Gl\u00fcck. Wer h\u00e4tte voraussehen k\u00f6nnen, dass Uber innert f\u00fcnf Jahren 68 Milliarden Dollar wert ist?&#13;<\/p>\n<h3><strong>Aktuell sind die Zinss\u00e4tze niedrig. Wirkt dies als Motor f\u00fcr Investments?<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDas ist ein Faktor, viele potenzielle Investoren haben aber noch etwas Hemmungen, ihrem Bankberater zu sagen: \u00abIch m\u00f6chte Unternehmer treffen, meine eigenen Anlageentscheide f\u00e4llen. Bringen Sie mir bei, wie ich das mache, obwohl ich die Unternehmen nicht kenne.\u00bb&#13;<\/p>\n<h3><strong>Viele Start-ups oder Kleinunternehmen gehen in der Wachstumsphase ins Ausland, beispielsweise in die USA. K\u00f6nnen Sie dies best\u00e4tigen?<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDazu habe ich keine Zahlen. F\u00fcr mich h\u00e4ngt alles vom Start-up ab. Wenn es neue Technologien entwickelt, bietet die Schweiz ein ideales Umfeld. Es sind hier sehr viele Nationen vertreten, etwa an der ETH. Firmen k\u00f6nnen hier durchaus wachsen \u2013 vor allem durch das Internet \u2013 und sich auch aufkaufen lassen.&#13;<\/p>\n<h3><strong>Ist die Schweiz zu klein f\u00fcr neue Grossunternehmen?<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nSicher muss ein Unternehmen in der Schweiz aufgrund der geringen Gr\u00f6sse des Landes schnell an Export denken. Das ist ein Vorteil, da schweizerische Start-ups sofort Technologien und Produkte entwickeln, die weltweit verwendbar sind. Das Land ist ideal f\u00fcr innovative Unternehmen. Manchmal werden sie durch einen internationalen Konzern aufgekauft, was ihnen die erforderliche Reichweite verschafft. In diesem Fall m\u00fcssen sie ihren Standort nicht wechseln, denn diese Konzerne kennen die Schweiz sehr gut. Sie wissen, dass sie hier hervorragend qualifizierte Teams und neue Technologien finden.&#13;<\/p>\n<h3><strong>W\u00e4re es m\u00f6glich gewesen, dass Uber oder Facebook in der Schweiz entstanden w\u00e4ren?<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDas Umfeld in den USA ist nicht dasselbe. Dort ist es m\u00f6glich, Unternehmen zu gr\u00fcnden, die innert k\u00fcrzester Zeit ein oder zwei Milliarden wert sind. Das zieht gewisse Unternehmer an.&#13;<\/p>\n<h3><strong>Ist der Unternehmensgeist in der Schweiz derselbe wie in den USA oder anderswo?<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nUnsere Wirtschaftslandschaft besteht haupts\u00e4chlich aus KMU. Der Unternehmergeist ist solide und einer nachhaltigen Entwicklung f\u00f6rderlich. In den USA gibt es viel mehr Auf und Abs. Ich kenne jemanden, der mehrmals ein Verm\u00f6gen verdient und Konkurs gemacht hat: Das bedeutet f\u00fcr ihn Unternehmertum. Ein anderer musste sein 20-Millionen-Dollar-Haus verlassen und in eine winzige Wohnung ziehen \u2013 er hatte gerade noch genug zum Essen. In der Schweiz wird das Gesch\u00e4ft in kleinen Schritten vorangetrieben. Wir m\u00fcssen das Positive unserer Kultur bewahren.&#13;<\/p>\n<h3><strong>Finden Sie, dass es in der Schweiz zu wenig Risikokapital gibt?<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nJa. In der Schweiz k\u00f6nnten mehr als 300\u2019000 Personen zwischen 10\u2019000 und 200\u2019000 Franken investieren, um Jungunternehmen zu f\u00f6rdern. Aktuell tun dies vielleicht 3000 bis 4000 Personen. In anderen L\u00e4ndern sind das deutlich mehr. Die Fintech ist das erste Opfer dieses Finanzierungsdefizits. Es ist traurig, dass Fintech-Firmen teilweise ins Ausland abwandern m\u00fcssen, um f\u00fcr einen Wachstumsschritt die Finanzierungstranche von 2 Millionen zu finden. In dieser Branche spielen einige mit dem Gedanken, nach Grossbritannien zu gehen.&#13;<\/p>\n<h3><strong>Ein Teil der politischen Welt m\u00f6chte die Pensionskassen in die Finanzierung von Jungunternehmen einbinden.<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nF\u00fcr Start-ups sind die ersten 500\u2019000 Franken meistens kein Problem. Schwieriger ist dann der n\u00e4chste Finanzierungsschritt von 2 bis 5 Millionen Franken. F\u00fcr Risikokapitalinvestoren sind diese Betr\u00e4ge zu gering. Aber es ist auch sehr schwierig, diese Betr\u00e4ge bei \u00abBusiness Angels\u00bb in der Schweiz aufzutreiben. Ich habe diese Erfahrung selber gemacht: Obwohl sich mein Fintech-Unternehmen gut entwickelt hat und Gewinn erwirtschaftet, ist es nicht einfach, 2 Millionen Franken aufzutreiben. Bei Pensionskassen ist darauf zu achten, dass sie nicht zu schnell zu viel Geld auf den Markt werfen. Das muss langsam geschehen.&#13;<\/p>\n<h3><strong>Angedacht ist, dass Pensionskassen einen Fonds gezielt f\u00fcr Start-up-Finanzierungen \u00e4ufnen. Die Einlagen sind jedoch in erster Linie f\u00fcr Rentenzahlungen bestimmt.<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nIch bin einverstanden, f\u00fcr Start-ups mehr Finanzierungsm\u00f6glichkeiten zu schaffen. Wir sollten aber nichts erzwingen. Die Pensionskassen sind dazu da, die Renten zu sichern. Sie m\u00fcssen frei entscheiden k\u00f6nnen.&#13;<\/p>\n<h3><strong>Was halten Sie von staatlichen F\u00f6rdermassnahmen?<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nStaatliche Ko-Investitionsfonds funktionieren in vielen L\u00e4ndern gut, zum Beispiel in Deutschland und Grossbritannien. In der Schweiz gibt es nichts dergleichen. Eine h\u00e4ufige Form sind Matching-Fonds. Sie verfolgen \u00abBusiness Angels\u00bb und deren T\u00e4tigkeiten. Eine M\u00f6glichkeit f\u00fcr Pensionskassen k\u00f6nnte auch darin bestehen, in traditionelle Risikokapitalfonds f\u00fcr Start-ups zu investieren.&#13;<\/p>\n<h3><strong>Der Staat bietet auch Unterst\u00fctzung.<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nJa, f\u00fcr die Forschung und Entwicklung. In diesem Bereich sieht es gut aus, und es fehlt nicht an Unterst\u00fctzung. Die Kommission f\u00fcr Technologie und Innovation engagiert sich stark in der Ausbildung und der Begleitung von Start-ups und der Entwicklung des unternehmerischen Umfelds.&#13;<\/p>\n<h3><strong>Wie k\u00f6nnte der Staat Jungunternehmer ermutigen?<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nGrunds\u00e4tzlich soll es einfach sein, ein Unternehmen zu gr\u00fcnden, Produkte zu exportieren, Leute einzustellen und zu entlassen: Hier ist die Schweiz gut positioniert. Ausserdem m\u00fcssen wir internationales Know-how anziehen. Das Steuersystem ist so auszugestalten, dass es Unternehmer nicht abschreckt. Zu \u00fcberpr\u00fcfen ist in diesem Zusammenhang die Verm\u00f6genssteuer. Zudem m\u00fcssen Investoren \u2013 vor allem, wenn sie grosse Risiken in der Startphase eingehen \u2013 angemessene Unterst\u00fctzung und Schulungen in Anspruch nehmen k\u00f6nnen. Dies motiviert die Leute, zu investieren. Zuletzt ist es wichtig, die Profis zu unterst\u00fctzen \u2013 Banken, Unternehmen oder Anwaltskanzleien. Diese k\u00f6nnen die Start-ups enorm viel weiterbringen.&#13;<\/p>\n<h3><strong>Beg\u00fcnstigen unser Steuersystem und unsere Gesetzgebung wirklich Investitionen in der Schweiz?<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nIn gewissen L\u00e4ndern wie Grossbritannien werden Investitionen steuerlich stark beg\u00fcnstigt: Es sind mehr Abz\u00fcge m\u00f6glich als in der Schweiz. Dieser Faktor ist wichtig, damit die Zahl der \u00abBusiness Angels\u00bb \u2013 und damit verbunden die Unternehmensfinanzierungen \u2013 weiter steigt. Eine solche Gesetzgebung erleichtert auch die Schaffung von Netzwerken und Plattformen f\u00fcr Investments. In der Schweiz sollte beispielsweise die Gesetzgebung zur Beteiligungsfinanzierung revidiert werden. Wie in anderen L\u00e4ndern m\u00fcssen Kleinanleger angesprochen werden, die zusammenarbeiten und von erfahrenen Investoren lernen wollen. In der Fintech-Branche m\u00fcsste beispielsweise die Regulierung angepasst werden. Ansonsten wandern diese Firmen aus der Schweiz ab, wenn sie international expandieren wollen. Unser Land muss ein globales Finanzzentrum bleiben.&#13;<\/p>\n<h3><strong>Zum Schluss: K\u00f6nnten Sie uns einen besonders gl\u00fccklichen Fall Ihrer T\u00e4tigkeit als \u00abBusiness Angel\u00bb schildern? Ein Start-up, das Sie speziell gepr\u00e4gt hat? <\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nAm meisten sch\u00e4tze ich es, wenn ich zusammen mit anderen \u00abBusiness Angels\u00bb in ein Start-up investieren kann, das eine \u00fcberzeugende Innovation hervorgebracht und ein begeistertes Team hat. Wir helfen diesem Jungunternehmen dabei, sich weiterzuentwickeln, und im richtigen Moment verkaufen wir unsere Aktien mit einem sch\u00f6nen Mehrwert. So k\u00f6nnen wir weiter in andere Start-ups investieren. In der Schweiz sind Lemoptix und Sensima gute Erfolgsbeispiele.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frau Baumann, Sie sind \u00abEuropean Business Angel of the Year 2014\u00bb. Was ist ein \u00abBusiness Angel\u00bb? &#13; Ein \u00abBusiness Angel\u00bb hat zwei Fl\u00fcgel. Er investiert in ein Jungunternehmen und erh\u00e4lt daf\u00fcr eine Beteiligung, beispielsweise in Form von Aktien. 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