{"id":111558,"date":"2016-11-24T07:04:09","date_gmt":"2016-11-24T07:04:09","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2016\/11\/panizza-12-2016f\/"},"modified":"2023-08-23T23:07:58","modified_gmt":"2023-08-23T21:07:58","slug":"panizza-12-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2016\/11\/panizza-12-2016\/","title":{"rendered":"Mit einem Mechanismus die Staatsinsolvenzen bew\u00e4ltigen"},"content":{"rendered":"<p>Es ist beunruhigend: 15 Jahre nachdem der Internationale W\u00e4hrungsfonds (IWF) einen Mechanismus zur Umstrukturierung von Staatsschulden (Sovereign Debt Restructuring Mechanism, SDRM) vorgeschlagen hat, verf\u00fcgt die internationale Finanzarchitektur nach wie vor \u00fcber kein strukturiertes System f\u00fcr den Umgang mit Staatsschuldenkrisen.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> In den n\u00e4chsten zehn Jahren d\u00fcrften Staatsbankrotte deshalb vermehrt an der Tagesordnung sein.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEine Ursache daf\u00fcr ist die weltweite Finanzkrise: Die durchschnittliche \u00f6ffentliche Schuldenquote der Industriel\u00e4nder erh\u00f6hte sich von 72 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) im Jahr 2007 auf knapp 110 Prozent im laufenden Jahr. In den Schwellenl\u00e4ndern stieg die Staatsverschuldung von 35 auf 47 Prozent und in den einkommensschwachen Entwicklungsl\u00e4ndern von 31 auf 39 Prozent (siehe <em>Abbildung<\/em>). Dank der multilateralen Entschuldungsinitiativen (\u00abHeavily Indebted Poor Countries Initiative\u00bb und \u00abMultilateral Debt Relief Initiative\u00bb) war es beispielsweise den Subsahara-Staaten um die Jahrtausendwende noch gelungen, ihre hohe Auslandsverschuldung zu verringern. Doch auch in dieser Region erh\u00f6hten sich die Staatsschulden von 23 Prozent des BIP im Jahr 2007 auf 33 Prozent im Jahr 2016.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Schuldenquoten nach Industrie- und Entwicklungsl\u00e4ndern (in&nbsp;% des BIP)<span style=\"color: #ff00ff;\"><strong>&#13;<br \/>\n<\/strong><\/span><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"panizza_1_de\"><\/div>\n<script>\n\n$(function () {\n    $('#panizza_1_de').highcharts({\n        chart: {\n            type: 'column'\n        },\n        title: {\n            text: ''\n        },\n        xAxis: {\n            categories: ['Industriestaaten', 'Schwellenl\u00e4nder', 'L\u00e4nder mit niedrigem Einkommen', 'Subsahara-Afrika']\n        },\n        yAxis: {\ntitle: {\n            text: ''\n        },\n         labels: {\n                format: '{value}%'\n            }},\n        tooltip: {\n            valueSuffix: '%'\n        },\n        credits: {\n            enabled: false\n        },\n        series: [{\n            name: '2007',\n            data: [71.7, 35.2, 31.5, 23.6]\n        }, {\n            name: '2016',\n            data: [108.6, 47.3, 39.1, 33.3]\n        }]\n    });\n});\n\n\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: IWF, Berechnungen Panizza \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDass die durchschnittlichen Schuldenquoten in den Entwicklungsl\u00e4ndern im Vergleich zu den Industriestaaten auf einem tiefen Niveau liegen, sollte nicht zu Sorglosigkeit verleiten. Denn: Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4nder sind anf\u00e4llig f\u00fcr W\u00e4hrungsinkongruenzen, die dann entstehen, wenn L\u00e4nder ihre Schulden in Fremdw\u00e4hrungen aufnehmen m\u00fcssen und dadurch einem Wechselkursrisiko ausgesetzt sind.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Somit weisen Entwicklungsl\u00e4nder selbst mit Schuldenst\u00e4nden, die f\u00fcr Industriestaaten als unproblematisch gelten w\u00fcrden, erh\u00f6hte Risiken auf.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nW\u00e4hrend einkommensschwache L\u00e4nder noch vor wenigen Jahren f\u00fcr g\u00fcnstige Kredite auf multilaterale und bilaterale Geldgeber angewiesen waren, k\u00f6nnen sie ihre Staatsanleihen mittlerweile am Markt platzieren \u2013 wodurch die Risiken ebenfalls zugenommen haben. Denn: Kommerzielle Schuldtitel weisen k\u00fcrzere Laufzeiten und h\u00f6here Zinss\u00e4tze auf als traditionelle \u00f6ffentliche Kredite. In Subsahara-Afrika erh\u00f6hte sich beispielsweise das gesamte Emissionsvolumen von 1 Milliarde Dollar im Jahr 2011 auf weit \u00fcber 6 Milliarden im Jahr 2014. Vergangenes Jahr haben mindestens zw\u00f6lf Subsahara-Staaten ihre Gl\u00e4ubiger noch nicht bedient.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAuf eine \u00fcberm\u00e4ssige Kreditaufnahme folgt meist eine starke Zunahme von Kreditausf\u00e4llen: Dass es dieses Mal anders sein wird, ist eher unwahrscheinlich. Es stellt sich somit die Frage, was nach dem Kreditrausch geschehen wird: Werden die Staatsinsolvenzen des zweiten und des dritten Jahrzehnts dieses Jahrtausends so ungeordnet verlaufen wie die Staatsbankrotte der Neunzigerjahre und der fr\u00fchen Nullerjahre?&#13;<\/p>\n<h2><strong>Fehlende L\u00f6sungsmechanismen verst\u00e4rken Krisen<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDer Mangel an L\u00f6sungsmechanismen bei Staatsschuldenkrisen bringt vier Probleme mit sich. Erstens gibt es im Staatsschuldenmarkt keinen formellen Mechanismus zur Durchsetzung der sogenannten Seniorit\u00e4t \u2013 der Reihenfolge, in der Schulden im Falle eines Staatsbankrottes bedient werden. Dies f\u00fchrt zu einer Verw\u00e4sserung der Schulden: Wenn ein Land in Zahlungsschwierigkeiten ger\u00e4t, gibt es gewisse Anreize, neue Anleihen auszugeben, was den bestehenden Gl\u00e4ubigern schadet.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDas zweite Problem betrifft verz\u00f6gerte Kreditausf\u00e4lle. So versuchen die politischen Entscheidungstr\u00e4ger oft, die notwendigen Kreditausf\u00e4lle aufzuschieben \u2013 was zu einer Wertvernichtung f\u00fchrt: Jede Verl\u00e4ngerung einer Krise schw\u00e4cht die Zahlungsf\u00e4higkeit und -bereitschaft und schadet sowohl den Kreditgebern als auch den Schuldnern.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDrittens ist die Zwischenfinanzierung w\u00e4hrend der Umstrukturierungsphase oft mangelhaft. Um das Tagesgesch\u00e4ft weiterf\u00fchren zu k\u00f6nnen, sind solche externe Mittel jedoch entscheidend. Wenn also keine Zwischenfinanzierung verf\u00fcgbar ist, verst\u00e4rkt sich unter Umst\u00e4nden die Krise, und die Zahlungsf\u00e4higkeit nimmt weiter ab.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nSchliesslich gibt es das sogenannte Hold-out-Problem. Dieser Fall tritt ein, wenn einzelne Gl\u00e4ubiger einen Teilerlass der Schulden blockieren und stattdessen den ganzen ihnen zustehenden Betrag einfordern. Indem sie darauf spekulieren, dass andere Gl\u00e4ubiger ihre Forderungen reduzieren, verhindern sie eine f\u00fcr Schuldner wie auch Gl\u00e4ubiger grunds\u00e4tzlich sinnvolle Reduktion der Gesamtverschuldung.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Einw\u00e4nde von Kritikern widerlegt<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEinzelne Kritiker betrachten die erw\u00e4hnten Aspekte vorab als positiv und behaupten, diese f\u00f6rderten die Zahlungsbereitschaft. Sie sind zudem der Meinung, jeder Versuch, das System zu verbessern, erh\u00f6he letztlich die Kreditkosten und verschlimmere ganz allgemein die Situation. Solche Einw\u00e4nde beruhen nicht auf \u00fcberzeugenden empirischen Grundlagen.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> Vielmehr gibt es Hinweise darauf, dass vertragliche Neuerungen, welche die Restrukturierung von Staatsschulden erleichtern, keine negativen Auswirkungen auf die Kreditkosten haben. Im Gegenteil: M\u00f6glicherweise verringern vertragliche Neuerungen die Kosten der Kreditaufnahme sogar.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAuch das vorgebrachte Argument, die Einf\u00fchrung von kollektiven Handlungsklauseln mache einen Mechanismus zur Umstrukturierung von Staatsschulden \u00fcberfl\u00fcssig, ist fehlerhaft. Denn: Mit Umschuldungsklauseln kann im besten Fall das Hold-out-Problem angegangen werden \u2013 f\u00fcr die \u00fcbrigen Probleme taugt es hingegen nicht.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEin Bericht der Interamerikanischen Entwicklungsbank, der den Zusammenhang zwischen Kreditausf\u00e4llen und Wirtschaftskrisen beleuchtete, f\u00fchrte 2006 innerhalb der Bank zu einem Tumult. Der Grund: Die Autoren waren zum Schluss gekommen, dass die politisch Verantwortlichen Umschuldungsentscheide teilweise zu lange hinausz\u00f6gerten.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> F\u00fcr die Genehmigung des Berichts musste schliesslich eine ausserordentliche Sitzung des Verwaltungsrats einberufen werden. Was 2006 als Irrlehre galt, hat sich mittlerweile zu einer g\u00e4ngigen Meinung entwickelt: Umschuldungen werden meist in einem zu geringen Ausmass und zu sp\u00e4t vorgenommen.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Schl\u00fcsselrolle f\u00fcr den IWF<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIn einer typischen Staatsschuldenkrise fordern L\u00e4nder, die Schwierigkeiten mit der Verl\u00e4ngerung ihrer bestehenden Kredite haben, die Unterst\u00fctzung des Kreditgebers der letzten Instanz an. Normalerweise ist das der IWF, wobei dessen Hilfe teilweise mit Mitteln von anderen multilateralen und bilateralen Geldgebern erg\u00e4nzt wird. Oftmals l\u00e4uft es gut, und dank einer Teilfinanzierung und einigen Anpassungen erh\u00e4lt das betreffende Land wieder Zugang zum Markt \u2013 wie beispielsweise Brasilien 1999 und die T\u00fcrkei 2001. Manchmal verschlechtert sich die Lage jedoch, und das Land kann seine Schulden nicht mehr bedienen, beispielsweise Argentinien im Jahr 2001. Da die Parteien das IWF-Kreditprogramm st\u00e4ndig neu verhandeln, schieben sie schwierige Entscheidungen auf und spekulieren auf eine Schuldentilgung. Damit wird der Zeitpunkt der Abrechnung auf ineffiziente Weise verz\u00f6gert.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDaraus folgt: Verz\u00f6gerte Kreditausf\u00e4lle k\u00f6nnen nur mit der Entwicklung eines Systems vermieden werden, das Anreize gegen einen unn\u00f6tigen Aufschub enth\u00e4lt. Denn: Einen Kreditausfall zu verz\u00f6gern, wird ohne externe finanzielle Unterst\u00fctzung schwierig. Daher muss eine L\u00f6sung auf die Anreizstruktur des IWF fokussieren.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Verbindliche und realistische Abmachungen<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nMit einem transparenten Verfahren f\u00fcr das Ausl\u00f6sen des Umstrukturierungsprozesses k\u00f6nnte das Spekulieren auf eine Schuldentilgung beseitigt \u2013 oder zumindest eingeschr\u00e4nkt \u2013 werden: L\u00e4nder, die den IWF um Unterst\u00fctzung ersuchen, w\u00fcrden umgehend in Bezug auf ihr tragf\u00e4higes Schuldenniveau, ihre fiskalische Nachhaltigkeit und die Tragf\u00e4higkeit ihrer Auslandsverschuldung analysiert. Wenn sich herausstellt, dass ein Land ein Solvenzproblem hat, erh\u00e4lt es keine Unterst\u00fctzung. Dadurch wird es zu einer Umschuldung gezwungen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nFalls die Situation hingegen nachhaltig erscheint oder wenn zu erwarten ist, dass das Land mittelfristig eine nachhaltige Situation erreichen kann, erh\u00e4lt es die erforderliche Unterst\u00fctzung. Im Zusammenhang mit der finanziellen Unterst\u00fctzung werden landesspezifische Kriterien und Schwellenwerte festgelegt. Werden diese nicht eingehalten, wird die Unterst\u00fctzung umgehend eingestellt, und das Land wird de facto in die Zahlungsunf\u00e4higkeit gezwungen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDer vorgeschlagene Mechanismus unterscheidet sich in mindestens zwei Punkten von den derzeitigen Auflagen bei Staatsbankrotten. Erstens enthalten diese normalerweise eine Vielzahl von Indikatoren. Dieser Vorschlag hingegen umfasst nur eine kleine Zahl von leicht \u00fcberpr\u00fcfbaren Indikatoren. Zweitens beinhaltet der Vorschlag eine uneingeschr\u00e4nkte Verpflichtung: \u00dcberschreitet ein Land die vorg\u00e4ngig definierten Schwellenwerte, muss der IWF die Unterst\u00fctzung unter allen Umst\u00e4nden einstellen. Damit unterscheidet sich der Vorschlag vom gegenw\u00e4rtigen System, bei dem sich der internationale Kreditgeber der letzten Instanz nicht glaubhaft verpflichten kann, die finanzielle Unterst\u00fctzung einzustellen, wenn das Krisenland die Bedingungen des Kreditprogramms nicht erf\u00fcllt. Heute legt der IWF zu Beginn harte und m\u00f6glicherweise unrealistische Bedingungen fest, die im weiteren Verlauf neu verhandelt werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDemgegen\u00fcber diszipliniert ein System, in dem keine Neuverhandlungen m\u00f6glich sind, das Krisenland und zwingt den IWF, seine anf\u00e4ngliche Entscheidung sorgf\u00e4ltig zu pr\u00fcfen. Legt er zu strenge Bedingungen fest, wird das Kreditprogramm scheitern, und er wird seine Unterst\u00fctzung einstellen m\u00fcssen. Definiert der Kreditgeber stattdessen zu lockere Bedingungen, wird das Programm ebenfalls scheitern, und das Land wird den Marktzugang nicht wiedererlangen.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Ausnahmeklauseln f\u00fcr externe Schocks<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDas oben erl\u00e4uterte System l\u00e4sst sich nicht in Einklang mit unvorhersehbaren Ereignissen wie Naturkatastrophen oder grossen externen Schocks bringen. Doch sollten solche unvorhersehbaren Ereignisse zu einer unhaltbaren Verschuldung eines Landes f\u00fchren, w\u00e4re eine Umschuldung ohnehin die einzig gangbare L\u00f6sung.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWie ist bei einem externen Schock vorzugehen, der die Zahlungsf\u00e4higkeit nicht beeintr\u00e4chtigt, aber dazu f\u00fchrt, dass ein Schwellenwert des Programms nicht eingehalten werden kann? W\u00e4re der IWF in diesem Fall gezwungen, die finanzielle Unterst\u00fctzung einzustellen und damit m\u00f6glicherweise ein zahlungsf\u00e4higes Land in die Insolvenz zu dr\u00e4ngen? Solche Bedenken k\u00f6nnten ausger\u00e4umt werden, indem f\u00fcr den Kreditgeber Ausnahmeklauseln vorgesehen werden, die bei wirklich aussergew\u00f6hnlichen Ereignissen zur Anwendung gelangen. Eine noch bessere Alternative w\u00fcrde darin bestehen, die Verwendung von Versicherungs- und Eventualschuldinstrumenten zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Dieser Artikel st\u00fctzt sich auf das Working-Paper \u00abDo We Need a Mechanism for Solving Sovereign Debt Crises? A Rule-Based Discussion\u00bb, Ugo Panizza (2013).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Zu solchen W\u00e4hrungsinkongruenzen vgl. Eichengreen, Hausmann und Panizza (2007).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">World Bank (2015).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">F\u00fcr n\u00e4here Angaben siehe: Borensztein und Panizza (2009); Panizza, Sturzenegger und Zettelmeyer (2009), Gelpern et al. (2013).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Carletti et al. (2016).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Borensztein, Yeyati und Panizza (2006), S. 236.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Vgl. IMF (2013).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist beunruhigend: 15 Jahre nachdem der Internationale W\u00e4hrungsfonds (IWF) einen Mechanismus zur Umstrukturierung von Staatsschulden (Sovereign Debt Restructuring Mechanism, SDRM) vorgeschlagen hat, verf\u00fcgt die internationale Finanzarchitektur nach wie vor \u00fcber kein strukturiertes System f\u00fcr den Umgang mit Staatsschuldenkrisen. In den n\u00e4chsten zehn Jahren d\u00fcrften Staatsbankrotte deshalb vermehrt an der Tagesordnung sein.&#13; &#13; Eine Ursache [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":4476,"featured_media":27768,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"ep_exclude_from_search":false,"footnotes":""},"post__type":[69,66],"post_opinion":[],"post_serie":[],"post_content_category":[228],"post_content_subject":[],"acf":{"seco_author":4476,"seco_co_author":null,"author_override":"","seco_author_post_ocupation_year":"","seco_author_post_occupation_de":"Professor of Economics and Pictet Chair in Finance and Development, Department of International Economics, The Graduate Institute, Geneva","seco_author_post_occupation_fr":"Professeur d'\u00e9conomie internationale, Pictet Chair in Finance and Development, D\u00e9partement d\u2019\u00e9conomie internationale, Institut de hautes \u00e9tudes internationales et du d\u00e9veloppement, Gen\u00e8ve","seco_co_authors_post_ocupation":null,"short_title":"Mit einem Mechanismus die Staatsinsolvenzen bew\u00e4ltigen","post_lead":"Zur Bew\u00e4ltigung von Staatsschuldenkrisen braucht es einen Mechanismus auf internationaler Ebene. Im Zentrum k\u00f6nnte der IWF stehen.","post_hero_image_description":"Spielt bei der Umstrukturierung von Staatsschulden eine Schl\u00fcsselrolle: IWF-Chefin Christine Lagarde.","post_hero_image_description_copyright_de":"Keystone","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"<ul>&#13;\n \t<li>Borensztein, Eduardo (2006); Levy Yeyati und Ugo Panizza (2006). <a href=\"http:\/\/idbdocs.iadb.org\/wsdocs\/getdocument.aspx?docnum=1581016\">Living with Debt<\/a>, Inter-American Development Bank.<\/li>&#13;\n \t<li>Borensztein, Eduardo und Ugo Panizza (2009). The Costs of Sovereign Default, IMF Staff Papers 56(4): 683\u2013741.<\/li>&#13;\n \t<li>Carletti, Elena; Paolo Colla, Mitu Gulati und Steven Ongena (2016). The Price of Law: The Case of the Eurozone Collective Action Clauses. Duke Law School Public Law &amp; Legal Theory Series Nr. 2016-1.<\/li>&#13;\n \t<li>Eichengreen, Barry; Ricardo Hausmann und Ugo Panizza (2007). Currency Mismatches, Debt Intolerance, and the Original Sin: Why They Are Not the Same and Why It Matters, NBER Chapters, in: Capital Controls and Capital Flows in Emerging Economies: Policies, Practices and Consequences, Seiten 121\u2013170, National Bureau of Economic Research, Inc.<\/li>&#13;\n \t<li>Gelpern, Anna; Mitu Gulati, Ugo Panizza, Beatrice Weder di Mauro und Jeromin Zettelmeyer (2013). Revisiting Sovereign Bankruptcy, hrg. von der Brookings Institution, dritter Jahresbericht des Committee for International Economic Policy and Reform.<\/li>&#13;\n \t<li>IMF (2013). <a href=\"https:\/\/www.imf.org\/external\/np\/pp\/eng\/2013\/042613.pdf\">Sovereign Debt Restructurings\u2013Recent Developments and Implications for the Fund\u2019s Legal and Policy Framework<\/a>.<\/li>&#13;\n \t<li>Panizza, Ugo (2013). Do We Need a Mechanism for Solving Sovereign Debt Crises? A Rule-Based Discussion, IHEID Working Papers 03-2013, The Graduate Institute, Geneva.<\/li>&#13;\n \t<li>Panizza, Ugo; Federico Sturzenegger und Jeromin Zettelmeyer (2009). The Economics and Law of Sovereign Debt and Default, Journal of Economic Literature 47(3): 651\u201398.<\/li>&#13;\n \t<li>World Bank (2015). <a href=\"http:\/\/blogs.worldbank.org\/opendata\/sub-saharan-africa-s-sovereign-bond-issuance-boom\">Sub-Saharan Africa\u2019s sovereign bond issuance boom<\/a>, submitted by Rasiel Vellos on 16 December 2015.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":111561,"main_focus":[156431,157114],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":111565,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"62954","post_abstract":"Der internationalen Finanzarchitektur fehlt ein strukturierter Mechanismus f\u00fcr den Umgang mit Staatsschuldenkrisen. Die hier vorgeschlagene L\u00f6sung zielt auf die Anreizstruktur des internationalen Kreditgebers der letzten Instanz \u2013 den Internationalen W\u00e4hrungsfonds (IWF) \u2013 ab. Sie umfasst \u00fcberpr\u00fcfbare Indikatoren und verbindliche Abmachungen; Ausnahmeklauseln k\u00e4men einzig bei externen Schocks zum Zuge. Mit dem vorgeschlagenen Mechanismus k\u00f6nnte erstens die Verw\u00e4sserung der Schulden einged\u00e4mmt werden. Denn das aktuelle System bietet den Staaten Anreize, neue Schulden aufzunehmen. Zweitens k\u00f6nnte eine absichtliche Verz\u00f6gerung der Kreditausf\u00e4lle verhindert werden. Drittens w\u00fcrde der Mechanismus die Zwischenfinanzierung in einer Umstrukturierungsphase verbessern. Und schliesslich k\u00f6nnte man sogenannte Hold-outs, d. h. die Blockade durch einzelne Gl\u00e4ubiger, stoppen.","magazine_issue":"12-2016","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":[4127,0],"korrektor":4139,"planned_publication_date":"20161125","original_files":[{"file":111573},{"file":111577}],"external_release_for_author":"20161027","external_release_for_author_time":"23:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/5804a2ce1e35e"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/111558"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4476"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=111558"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/111558\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":126522,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/111558\/revisions\/126522"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4127"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4476"}],"acf:post":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/157114"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/156431"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/27768"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=111558"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=111558"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=111558"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=111558"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=111558"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=111558"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}