{"id":111629,"date":"2016-11-24T07:00:33","date_gmt":"2016-11-24T07:00:33","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2016\/11\/wehrle-12-2016-franz\/"},"modified":"2023-08-23T23:08:01","modified_gmt":"2023-08-23T21:08:01","slug":"wehrle-12-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2016\/11\/wehrle-12-2016\/","title":{"rendered":"Handlungsspielraum der Staaten ist eingeschr\u00e4nkt"},"content":{"rendered":"<p>Die weltweite Verschuldung hat einen H\u00f6chststand erreicht. Gem\u00e4ss dem Internationalen W\u00e4hrungsfonds (IWF) betr\u00e4gt die \u00f6ffentliche und private Verschuldung insgesamt rund 152 Billionen Dollar.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Sowohl in den Industriel\u00e4ndern als auch in Schwellen- und Entwicklungsl\u00e4ndern hat die Verschuldung in den letzten Jahren zugenommen (siehe <em>Abbildung<\/em>). Allerdings sind die Schwellen- und Entwicklungsl\u00e4nder von einer tieferen Basis gestartet.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Entwicklung der Bruttoverschuldung (in&nbsp;% des BIP)&#13;<br \/>\n<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"Wehrle_1_DE\"><\/div>\n<script>\n\n\n$(function () {\n    $('#Wehrle_1_DE').highcharts({\n        title: {\n            text: 'Industriel\u00e4nder'\n           \n        },\n        subtitle: {\n            text: ''\n          \n        },\n        xAxis: {\n            categories: ['2002','2003','2004','2005','2006','2007','2008','2009','2010','2011','2012','2013','2014','2015']\n        },\n        yAxis: {\n            title: {\n                text: ''\n            },\n            labels: {                \nformat: '{value}%'  \n},\n            plotLines: [{\n                value: 0,\n                width: 1,\n                color: '#808080'\n            }]\n        },\n        tooltip: {\n   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Dies h\u00e4ngt vor allem damit zusammen, dass das globale Wachstum seit der Krise im Vergleich zu vorherigen Krisen nicht richtig an Schwung gewinnen konnte und die Inflation in den letzten Jahren tief oder sogar negativ ausgefallen ist.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBei \u00e4rmeren L\u00e4ndern f\u00fchrten multilateral koordinierte Entschuldungsrunden um die Jahrtausendwende zwar zu einer deutlichen Reduktion der \u00f6ffentlichen Schuldenst\u00e4nde, weil ihnen bilaterale und multinationale Geldgeber in den beiden Initiativen \u00abHeavily Indebted Poor Countries\u00bb und \u00abMultilateral Debt Relief Initiative\u00bb einen Schuldenerlass gew\u00e4hrten. Eine Bestandsaufnahme von IWF und Weltbank zeigt jedoch: Die Schulden in diesen L\u00e4ndern steigen erneut.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Dies betrifft insbesondere sogenannte Frontier-M\u00e4rkte wie Ghana, Mosambik oder Senegal sowie Kleinstaaten wie den karibischen Inselstaat Dominica.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEin Grund f\u00fcr die Verschuldung ist der verbesserte Zugang zu den internationalen Kapitalm\u00e4rkten. Dadurch k\u00f6nnen sich Entwicklungsl\u00e4nder heute einfacher verschulden als fr\u00fcher. Weitere Gr\u00fcnde sind die besser entwickelten inl\u00e4ndischen M\u00e4rkte sowie das tiefe Zinsumfeld. Auch neue Gl\u00e4ubiger wie China spielen f\u00fcr diese Staaten eine wichtige Rolle.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Gef\u00e4hrliche Privatverschuldung <\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie hohe oder steigende \u00f6ffentliche Verschuldung g\u00e4be weniger Anlass zur Sorge, wenn die private Verschuldung in den Industrie- und Schwellenl\u00e4ndern tief w\u00e4re: Verschiedene Studien weisen darauf hin, dass ein Anstieg der privaten Verschuldung weitaus sch\u00e4dlicher f\u00fcr die Realwirtschaft sein kann als die h\u00f6here \u00f6ffentliche Verschuldung alleine. <a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Denn: Ein nicht nachhaltiger privater Schuldenstand kann Krisen ausl\u00f6sen. Hohe private Schulden versch\u00e4rfen zudem normale Konjunkturabschw\u00e4chungen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIm Krisenfall sind hoch verschuldete Kreditnehmer besonders gef\u00e4hrdet: Da sie entweder zahlungsunf\u00e4hig oder nicht mehr kreditw\u00fcrdig sind, m\u00fcssen sie ihren Konsum und ihre Investitionen drosseln sowie ihre Schulden abbauen \u2013 mit schwerwiegenden Auswirkungen auf die Wirtschaftsleistung.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWeltweit betr\u00e4gt der Anteil der privaten Schulden an der Gesamtverschuldung rund zwei Drittel. Dieser Wert wird vor allem von der privaten Verschuldung in den Industrie- und Schwellenl\u00e4ndern getrieben. In den Schwellenl\u00e4ndern ist insbesondere die Verschuldung von Unternehmen stark angestiegen. Der erh\u00f6hte Zugang von Unternehmen zu den internationalen Kapitalm\u00e4rkten bietet expandierenden Firmen einerseits Chancen, gleichzeitig birgt er jedoch auch Gefahren: Die Risiken nehmen zu, wenn die globalen Zinsen steigen oder die Schulden in Fremdw\u00e4hrung denominiert sind.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDas gleichzeitige Auftreten von hohen \u00f6ffentlichen und privaten Schulden in einer Vielzahl von L\u00e4ndern engt den Handlungsspielraum der Regierungen im Kampf gegen die Privatverschuldung ein: Sie k\u00f6nnen gezielte Fiskalstimuli nur beschr\u00e4nkt einsetzen, denn: Dadurch k\u00f6nnte die Tragf\u00e4higkeit der \u00f6ffentlichen Schulden gef\u00e4hrdet werden. Solche L\u00e4nder k\u00f6nnen den Empfehlungen des IWF, der im Krisenfall m\u00f6glichst rasche, zeitlich gut abgestimmte und gezielte Massnahmen empfiehlt, nicht mehr nachkommen. Dabei soll beispielsweise die Sanierung des Finanzsektors unmittelbar und vor gezielten haushaltspolitischen Massnahmen stattfinden (siehe auch <em>Kasten 1<\/em>).&#13;<\/p>\n<h2><strong>IWF stellt Bedingungen<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nGeht von einer Schuldenkrise ein starker Druck auf die Leistungsbilanz einer Volkswirtschaft aus, kann ein betroffenes Land den IWF um einen Kredit ersuchen. Der IWF verkn\u00fcpft den Kredit mit einem Reformprogramm, welches mit wirtschaftspolitischen Massnahmen und Strukturreformen die Nachhaltigkeit wiederherstellen soll. Zudem muss gew\u00e4hrleistet sein, dass die Schuldentragf\u00e4higkeit des Landes in der mittleren Frist gesichert ist, womit auch die IWF-Kredite zur\u00fcckbezahlt werden k\u00f6nnen. Bei Programmen in L\u00e4ndern mit niedrigen Einkommen gelten dabei klare Richtlinien zu \u00f6ffentlichen Verschuldungsobergrenzen. Diese h\u00e4ngen von der Risikokategorie aus der sogenannten Schuldentragf\u00e4higkeitsanalyse ab (siehe <em>Kasten 2<\/em>) sowie von der wahrgenommenen institutionellen Kapazit\u00e4t der \u00f6ffentlichen Finanzverwaltung.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIst das Ausmass der Krise \u2013 wie in Griechenland \u2013 derart gross, dass Sparmassnahmen zur Wiederherstellung der Schuldentragf\u00e4higkeit nicht ausreichend oder wirtschaftlich zumutbar sind, muss der IWF die Kreditgew\u00e4hrung von einer Restrukturierung der Staatsschulden abh\u00e4ngig machen. Das Ausmass einer solchen Restrukturierung richtet sich nach der Schuldentragf\u00e4higkeitsanalyse des IWF.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nPrivate und offizielle Gl\u00e4ubiger m\u00fcssen in schweren F\u00e4llen zu einschneidenden Reduktionen ihrer Forderungen einwilligen. Restrukturierungen k\u00f6nnen um zus\u00e4tzliche bilaterale Beitr\u00e4ge durch andere offizielle Gl\u00e4ubiger erg\u00e4nzt werden, um die Finanzierungsl\u00fccke zu schliessen. Dies war beispielsweise bei Griechenland und der Ukraine der Fall. Bei weniger gravierenden F\u00e4llen besteht die M\u00f6glichkeit eines \u00abReprofiling\u00bb, bei dem die Zahlungsfristen bestehender Schulden verl\u00e4ngert werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nUm die Unsicherheit auf den M\u00e4rkten und die Ansteckungsgefahren zu minimieren, ist in einer Schuldenkrise eine hinreichende und rasche L\u00f6sung zentral. Seit 2013 arbeitet der IWF deshalb intensiv an m\u00f6glichen Verbesserungen des Rahmens f\u00fcr die Restrukturierung von Staatsschulden. Im Fokus sind insbesondere sogenannte Hold-out-Gl\u00e4ubiger. Solche auf Hold-out-Strategien spezialisierte Fonds hatten beispielsweise Argentinien in den Jahren 2005 und 2010 eine Restrukturierung verweigert, indem sie den vollen Nennwert ihrer Schulden zur\u00fcckverlangten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEin Meilenstein im Kampf gegen solche Praktiken wurde 2014 mit der Ausarbeitung von Modell-Kollektivklauseln f\u00fcr \u00f6ffentliche Anleihevertr\u00e4ge durch den Branchenverband International Capital Market Association (ICMA) in Zusammenarbeit mit dem IWF erreicht. Diese ICMA-Modellklauseln definieren Prozeduren und Mehrheiten, um Restrukturierungen m\u00f6glichst gerecht und effizient zu gestalten und Hold-out-F\u00e4lle auszuschliessen. Mittlerweile sind solche Klauseln bei den meisten internationalen Neuemissionen von Staatsschulden enthalten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDieser vertragsbasierte Ansatz hat jedoch Grenzen, da der bereits bestehende Bestand an Staatsschulden noch keine Kollektivklauseln enth\u00e4lt. So k\u00f6nnen auf Hold-outs spezialisierte Fonds weiterhin gezielt Anleihen ohne Kollektivklauseln erwerben und ihr Recht auf vollumf\u00e4ngliche Auszahlung geltend machen.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Schweiz unterst\u00fctzt IWF-Ansatz<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nVorbeugen ist besser als Heilen: Angesichts der weltweiten Schuldenlage sollten Strukturreformen st\u00e4rker in den Vordergrund r\u00fccken. Damit k\u00f6nnten mittelfristig bessere institutionelle Voraussetzungen f\u00fcr nachhaltiges Wachstum geschaffen werden. Um den sparsamen und produktiven Umgang mit Staatseinnahmen zu f\u00f6rdern und Spielraum f\u00fcr schlechtere Zeiten aufzubauen, sind beispielsweise Haushaltsregeln wie die Schweizer Schuldenbremse sinnvoll.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nFinanzpolitische Stimulierungspakete wirken hingegen nur kurzfristig und stehen bereits hoch verschuldeten L\u00e4ndern kaum zur Verf\u00fcgung. Reformen zur nachhaltigen St\u00e4rkung von Wachstum und Widerstandsf\u00e4higkeit k\u00f6nnen sie deshalb nicht ersetzen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAus Sicht der Schweiz w\u00e4re eine weitere St\u00e4rkung des Rahmens f\u00fcr die Restrukturierung von Staatsschulden sinnvoll. Daher setzt sie sich im IWF und in Expertengruppen f\u00fcr weitere Arbeiten und Verfeinerungen des bestehenden vertraglich basierten Ansatzes ein.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">IWF (2016).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">IWF und Weltbank (2015).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">z. B. Batini, Melina und Villa (2016).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die weltweite Verschuldung hat einen H\u00f6chststand erreicht. Gem\u00e4ss dem Internationalen W\u00e4hrungsfonds (IWF) betr\u00e4gt die \u00f6ffentliche und private Verschuldung insgesamt rund 152 Billionen Dollar. Sowohl in den Industriel\u00e4ndern als auch in Schwellen- und Entwicklungsl\u00e4ndern hat die Verschuldung in den letzten Jahren zugenommen (siehe Abbildung). 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Der IWF kann ihnen helfen, aus Schuldenkrisen wieder herauszufinden. Am nachhaltigsten sind vorbeugende strukturelle Reformen, die das Wachstumspotenzial erh\u00f6hen.","post_hero_image_description":"Hunderte protestieren 2014 in Buenos Aires gegen einen amerikanischen \u00abGeierfonds\u00bb, welcher eine Restrukturierung der argentinischen Staatsschulden blockiert.","post_hero_image_description_copyright_de":"Keystone","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"<ul>&#13;\n \t<li>Abbas, S. A., Akitoby, B., Andritzky, J., Berger, H., Komatsuzaki, T. &amp; Tyson, J. (2013). Dealing with High Debt in an Era of Low Growth. IMF Staff Discussion Note, SDN\/13\/07.<\/li>&#13;\n \t<li>Batini, N., Melina, G. &amp; Villa, S. (2016). Fiscal Buffers, Private Debt, and Stagnation: The Good, the Bad and the Ugly. IMF Working Paper, WP\/16\/104.<\/li>&#13;\n \t<li>IWF (2015). The Fund\u2019s Lending Framework and Sovereign Debt \u2013 Further Considerations.<\/li>&#13;\n \t<li>IWF (2016). October 2016 Fiscal Monitor.<\/li>&#13;\n \t<li>IWF und Weltbank (2015). Public Debt Vulnerabilities in Low-Income Countries \u2013 The Evolving Landscape.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":[{"kasten_title":"Kasten 1: Wie werden Schulden tragf\u00e4hig gemacht?","kasten_box":"Massnahmen zur Verbesserung der Schuldentragf\u00e4higkeit lassen sich grunds\u00e4tzlich in zwei Kategorien einteilen:&#13;\n<ul>&#13;\n \t<li><strong>Makro\u00f6konomischer Ansatz (mehr Wachstum, mehr Inflation)<\/strong>: Mehr Wachstum erh\u00f6ht die R\u00fcckzahlungsf\u00e4higkeit langfristig. Schuldner profitieren in der Regel von einer h\u00f6heren Inflation, da die Inflation die reale Schuld und h\u00f6here Verm\u00f6genswerte die Nettoverschuldung reduzieren. Wachstum und moderate Inflation schaffen Spielraum zum Abbau der Schulden, ohne die Nachfrage \u00fcberm\u00e4ssig unter Druck zu stellen.<\/li>&#13;\n \t<li><strong>Bilanzansatz (R\u00fcckzahlungen, Restrukturierungen, Abschreibungen)<\/strong>: Falls der Schulden\u00fcberhang hoch ist, m\u00fcssen Massnahmen zur Entschuldung der Bilanzen getroffen werden. Insbesondere Restrukturierungen und Abschreibungen k\u00f6nnen schmerzhaft f\u00fcr Gl\u00e4ubiger und Unternehmen sein, da sie nicht mehr den vollen Nominalwert der Schuld erhalten.<\/li>&#13;\n<\/ul>"},{"kasten_title":"Kasten 2: Die Schuldentragf\u00e4higkeitsanalyse des IWF","kasten_box":"Mit der <em>Schuldentragf\u00e4higkeitsanalyse (Debt Sustainability Analysis)<\/em> verf\u00fcgt der IWF \u00fcber ein standardisiertes \u00dcberwachungsinstrument zur Bewertung der Schuldentragf\u00e4higkeit seiner Mitgliedsstaaten. Quantitative und qualitative Analysen sowie Stresstests vergleichen die H\u00f6he und die Zusammensetzung der Schulden mit makro\u00f6konomischen Kerngr\u00f6ssen und prognostizieren den Verlauf der Schulden in verschiedenen Szenarien. Die Ergebnisse werden mit bestimmten Grenzwerten verglichen. Basierend darauf werden insbesondere \u00e4rmere L\u00e4nder in Risikokategorien (bereits \u00fcberschuldet, hoch, mittel, tief) eingeteilt."}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":111632,"main_focus":[156431,157114],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":111636,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"62475","post_abstract":"Weltweit hat die \u00f6ffentliche und private Verschuldung zugenommen. Die geringeren haushaltspolitischen Spielr\u00e4ume erh\u00f6hen das Risiko f\u00fcr Verwerfungen. Programme des Internationalen W\u00e4hrungsfonds (IWF) sowie ein Rahmen f\u00fcr die Restrukturierung von Staatsschulden unterst\u00fctzen zwar den Ausweg aus Schuldenkrisen. Um Krisen zu verhindern, sind jedoch vor allem strukturelle Reformen notwendig, welche den effizienten Umgang mit Staatseinnahmen und eine Erh\u00f6hung des langfristigen Wachstumspotenzials erm\u00f6glichen. 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