{"id":111815,"date":"2016-10-24T16:14:02","date_gmt":"2016-10-24T16:14:02","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2016\/10\/friedli-borek-1-2016-franz\/"},"modified":"2023-08-23T23:08:18","modified_gmt":"2023-08-23T21:08:18","slug":"friedli-borek-11-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2016\/10\/friedli-borek-11-2016\/","title":{"rendered":"Altersvorsorge: Erste und zweite S\u00e4ule brauchen St\u00fctze"},"content":{"rendered":"<p>L\u00e4ngst gleicht die st\u00e4ndige Wohnbev\u00f6lkerung in der Schweiz keiner \u00abAlterspyramide\u00bb mehr, sondern vielmehr einem Pilz mit breiter Basis und weit ge\u00f6ffnetem Schirm (siehe <em>Abbildung 1<\/em>). Der Grund daf\u00fcr ist die starke Zunahme der Geburten nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 bis 1965. Da die Mehrheit dieser Babyboom-Generation in den n\u00e4chsten Jahren das Rentenalter erreicht, ver\u00e4ndert sich das Verh\u00e4ltnis der Rentner zu der beitragszahlenden Bev\u00f6lkerung: der sogenannte Altersquotient. W\u00e4hrend heute auf einen Rentner noch 3,0 Beitragszahler kommen, sind es im Jahr 2030 nur noch 2,4 Beitragszahler.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 1: Altersstruktur der st\u00e4ndigen Wohnbev\u00f6lkerung in der Schweiz im Jahr 2030<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"Freidli_Borek_de_1\"><\/div>\n<script>\n\n\/\/ Data gathered from http:\/\/populationpyramid.net\/germany\/2015\/\n$(function () {\nHighcharts.setOptions({\n       \n\n lang: {\n            numericSymbols: [' 000']\n        }\n\n    });\n\n    \/\/ Age categories\n    var categories = ['0-4', '5-9', '10-14', '15-19',\n            '20-24', '25-29', '30-34', '35-39', '40-44',\n            '45-49', '50-54', '55-59', '60-64', '65-69',\n            '70-74', '75-79', '80-84', '85-89', '90-94',\n            '95-99', '100 + '];\n            \n    $(document).ready(function () {\n    \n        $('#Freidli_Borek_de_1').highcharts({\n        \n            chart: {\n                type: 'bar'\n            },\n            title: {\n                text: ''\n            },\n            subtitle: {\n                text: ''\n            },\n            xAxis: [{\n                categories: categories,\n                reversed: false,\n                labels: {\n                    step: 1\n                }\n            }, { \/\/ mirror axis on right side\n                opposite: true,\n                reversed: false,\n                categories: categories,\n                linkedTo: 0,\n                labels: {\n                    step: 1\n                }\n            }],\n            yAxis: {\n                title: {\n                    text: null\n                },\n               \nstackLabels: {\n                enabled: false,\n                \n            }\n            \n            },\n\n       plotOptions: {    \n              \n                                  \n                      series: {\n                    stacking: 'normal',\n        \n                dataLabels: {\n                    enabled: false\n                }\n            }\n        },\n\n\n            tooltip: {\n                formatter: function () {\n                    return '<b>' + this.series.name + ', Alter ' + this.point.category + '<\/b><br\/>' +\n                        'Population: ' + Highcharts.numberFormat(Math.abs(this.point.y), 0);\n                }\n            },\n\n            series: [ {\n                name: 'M\u00e4nner',\n                data: [-237943,-243514,-242103,-239907,-246641,-266008,-308198,-337694,-348591,-340025,-318013,-308214,-317638,-299773,-241423,-184757,-145777,-93648,-39625,-12742]\n            },\n            {\n                name: 'Frauen',\n                data: [226626,231994,230671,227043,234370,257064,295935,324643,335735,328486,308192,298069,313954,302011,252603,206868,177491,127090,65245,25147]\n            },]\n        });\n    });\n\n});\n\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: BFS \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nInfolge der Wanderungsbewegungen der letzten Jahrzehnte wird zudem ab dem Jahr 2035 eine weitere Welle Rentner das Pensionsalter erreichen, weshalb der Altersquotient im Jahr 2045 wohl bei rund zwei Beitragszahlern pro Rentner liegen wird. Bei der ersten S\u00e4ule kommt hinzu: Die AHV-Rentner, welche im Ausland leben, sind nicht ber\u00fccksichtigt, da sie nicht zur st\u00e4ndigen Wohnbev\u00f6lkerung z\u00e4hlen. Diese Gruppe gewinnt jedoch stetig an Bedeutung und entspricht bereits einem Anteil von rund 14 Prozent der im Inland ausbezahlten AHV-Rentensumme.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDa immer weniger Beitragszahler vorhanden sind und immer mehr Renten ausbezahlt werden m\u00fcssen, entsteht eine Finanzierungsl\u00fccke, die ab 2020 immer gr\u00f6sser wird. Dadurch leert sich der AHV-Ausgleichsfonds bis 2030. Um das Rentenniveau zu erhalten und die Finanzierung der AHV trotz dieser demografischen Herausforderungen sicherzustellen, hat der Bundesrat 2014 die Reform der Altersvorsorge 2020 vorgelegt, welche gegenw\u00e4rtig im Parlament beraten wird. Das Volk wird voraussichtlich n\u00e4chstes Jahr dar\u00fcber abstimmen.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Lebenserwartung steigt<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDer Gesamtbetrag der zu bezahlenden Renten steigt aufgrund der h\u00f6heren Lebenserwartung. Bisher konnten die Mehrkosten durch die zweimalige Anhebung des Rentenalters der Frauen in den Jahren 2001 und 2004 sowie durch die 1999 in Kraft getretene Erh\u00f6hung des Mehrwertsteuersatzes aufgefangen werden. Ebenfalls stabilisierend wirkten ein gr\u00f6sseres Beitragsaufkommen aufgrund der wachsenden Arbeitsproduktivit\u00e4t und die Steigerung der Arbeitsmarktbeteiligung der Frauen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie vom Bundesrat vorgeschlagene Reform der Altersvorsorge 2020 tr\u00e4gt der l\u00e4ngeren Lebenserwartung Rechnung, indem das Referenzalter der Frauen demjenigen der M\u00e4nner angeglichen und der Mehrwertsteuersatz erneut zugunsten der AHV erh\u00f6ht wird. Zudem werden die versicherungsmathematischen K\u00fcrzungss\u00e4tze und Aufschubfaktoren f\u00fcr den flexiblen Altersr\u00fccktritt der gestiegenen Lebenserwartung angepasst.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Auswirkungen in der zweiten S\u00e4ule<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDer demografische Wandel wirkt sich auch auf die zweite S\u00e4ule aus. Wohlbekannt ist, dass aufgrund der steigenden Lebenserwartung das angesparte Kapital \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum aufgeteilt werden muss.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Etwas weniger Beachtung wird der Zunahme des Altersquotienten geschenkt, die dazu f\u00fchrt, dass die Rentenbez\u00fcger sowohl personenm\u00e4ssig als auch kapitalm\u00e4ssig st\u00e4rker ins Gewicht fallen werden. So wird beispielsweise das Vorsorgekapital der Rentner in Zukunft gr\u00f6sser sein als das Vorsorgekapital der Aktiven. In den letzten zehn Jahren entfielen rund 45 Prozent des Vorsorgekapitals auf die Rentner.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Bereits in zehn Jahren wird dieser Anteil auf 50 Prozent ansteigen, und im Jahr 2035 wird er bereits fast 55 Prozent betragen (siehe <em>Abbildung 2<\/em>).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDies wirkt sich einerseits auf die H\u00f6he der Rendite aus, welche die Pensionskassen auf ihren Kapitalanlagen erwirtschaften m\u00fcssen. Zurzeit muss das Vorsorgekapital der Rentner bei den meisten Pensionskassen h\u00f6her verzinst werden als das Vorsorgekapital der Aktiven. So wurden die Altersguthaben der Aktiven im Jahr 2015 im Durchschnitt mit 1,93 Prozent verzinst, w\u00e4hrend der technische Zinssatz, mit dessen Hilfe das notwendige Kapital zur Finanzierung der Verpflichtungen berechnet wird, durchschnittlich bei 2,75 Prozent lag.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Nimmt nun in einer solchen Situation der Anteil des Vorsorgekapitals der Rentner am gesamten Vorsorgekapital zu, erh\u00f6ht dies die notwendige Rendite, die erreicht werden muss, um die finanzielle Situation stabil zu halten.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 2: Vorsorgekapital der Aktiven und der Rentner (2005 bis 2045; in Fr. )<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"Freidli_Borek_de_2\"><\/div>\n<script>\n$(function () {\n    $('#Freidli_Borek_de_2').highcharts({\n        chart: {\n            type: 'column'\n        },\n        title: {\n            text: ''\n        },\n        xAxis: {\ntitle: {\n                text: ''\n            }, \n            categories: ['2005', '2010', '2014', '2020', '2025', '2030', '2035', '2040', '2045',]\n        },\n        yAxis: {\n            min: 0,\n            title: {\n                text: 'Milliarden Franken'\n            }, \n            stackLabels: {\n                enabled: false,\n                \n            }},\n           \n       \n       \n        tooltip: {\n            headerFormat: '<b>{point.x}<\/b><br\/>',\n            pointFormat: '{series.name}: {point.y} Milliarden Franken'\n        },\n        plotOptions: {\n            column: {\n                stacking: 'normal',\n               \n            }\n        },\n        series: [ {\n            name: 'Rentner',\n            data: [207,252,306,340,382,433,477,506,530]\n        },\n{\n            name: 'Aktive',\n            data: [258,322,369,385,394,395,397,399,400]\n        } ]\n    });\n});\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Dargestellt sind nur die direkten Auswirkungen der zuk\u00fcnftigen demografischen Entwicklung auf das Vorsorgekapital und die Zahlungsfl\u00fcsse in der zweiten S\u00e4ule. Alle anderen Faktoren wirtschaftlicher, institutioneller oder politischer Natur sind nicht ber\u00fccksichtigt worden. Die Werte stellen deshalb keine Prognosen dar, sondern dienen dazu, den (isolierten) Effekt des demografischen Wandels aufzuzeigen.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Pensionskassenstatistik (2005\u20132014), Berechnungen BSV \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAndererseits wird die Sanierung einer Pensionskasse in Unterdeckung umso schwieriger, je h\u00f6her der Anteil der Rentenbez\u00fcger ist. Da die Renten garantiert sind, k\u00f6nnen f\u00fcr Sanierungsmassnahmen wie beispielsweise eine tiefere Verzinsung der Altersguthaben oder die Erhebung von Sanierungsbeitr\u00e4gen nur die aktiven Versicherten herangezogen werden. F\u00fcr Pensionskassen mit einem hohen Rentneranteil ist es somit schwieriger, wieder aus einer Unterdeckung herauszukommen. Sie m\u00fcssen deshalb Unterdeckungen m\u00f6glichst vermeiden und k\u00f6nnen folglich weniger risikoreich investieren als eine \u00abjunge\u00bb Pensionskasse. Dies ist einer von mehreren Wirkungskan\u00e4len, wieso die demografische Alterung die Pensionskassen vor neue Herausforderungen stellen wird und insbesondere auch ihre Investitionsentscheidungen beeinflussen kann.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Negativer Cashflow ab 2045<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Zunahme des Anteils der Rentenbez\u00fcger wird auch den Cashflow, also die Differenz zwischen den Beitragseinnahmen und den Renten- bzw. Kapitalzahlungen, ver\u00e4ndern. Zurzeit ist der Cashflow \u00fcber alle Vorsorgeeinrichtungen betrachtet noch positiv: Die Beitr\u00e4ge \u00fcbersteigen die Auszahlungen um rund 17 Milliarden Franken pro Jahr. Dies hat auch damit zu tun, dass sich die berufliche Vorsorge immer noch in der Aufbauphase befindet. Erst im Jahr 2025 \u2013 also 40 Jahre nach der Einf\u00fchrung des BVG-Obligatoriums \u2013 wird der erste Jahrgang in Pension gehen, dessen BVG-Rente auf Basis eines vollst\u00e4ndigen Sparprozesses ab dem Alter von 25 Jahren berechnet wird. Unsere Projektionen zeigen: Der Cashflow nimmt in Zukunft stetig ab und wird ungef\u00e4hr im Jahr 2045 negativ (siehe <em>Abbildung 3<\/em>).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEin negativer Cashflow engt den Spielraum der Pensionskassen ein. Denn: Die Ausgaben k\u00f6nnen nicht aus den laufenden Einnahmen gedeckt werden, sondern m\u00fcssen teilweise auch aus dem Vorsorgeverm\u00f6gen bestritten werden. Dies zwingt die Pensionskassen dazu, vermehrt Liquidit\u00e4t zu halten, und beeinflusst damit ebenfalls die Anlagestrategie.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 3: Beitr\u00e4ge, Leistungen und Cashflow (2005 bis 2045)<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"Freidli_Borek_de_3\"><\/div>\n<script>\n$(function () {\n    $('#Freidli_Borek_de_3').highcharts({\n        chart: {\n            type: 'column'\n        },\n        title: {\n            text: ''\n        },\n        xAxis: {\n        title: {\n                text: ''\n            }, \n            categories: ['2005', '2010', '2014', '2020', '2025', '2030', '2035', '2040', '2045',]\n        },\n        yAxis: {\n            title: {\n                text: 'Milliarden Franken'\n            }, \n            stackLabels: {\n                enabled: false,\n                \n            }},\n           \n       \n       \n        tooltip: {\n            headerFormat: '<b>{point.x}<\/b><br\/>',\n            pointFormat: '{series.name}: {point.y} Milliarden Franken'\n        },\n        plotOptions: {\n            column: {\n                stacking: 'normal',\n               \n            }\n        },\n        series: [{\n            name: 'Beitr\u00e4ge und Einlagen',\ncolor: '#d2d803',\n            data: [ 34, 42, 51, 53, 54, 54, 54, 55, 55]\n        }, {\n            name: 'Renten- und Kapitalzahlungen',\ncolor: '#e84066',\n\n            data: [-24,-30,-33,-37,-42,-47,-51,-53,-55]\n        },\n        {\n            name: 'Cash-Flow (netto)',\ncolor: '#88c0d3',\n\n            type: 'line',\n            data: [ 9, 12, 17, 16, 12, 7, 4, 2, 0]\n        }]\n    });\n});\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Siehe Anmerkung in Abbildung 2.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Pensionskassenstatistik (2005\u20132014), Berechnungen BSV \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nF\u00fcr die zweite S\u00e4ule kann zusammenfassend festgehalten werden: Aufgrund der demografischen Entwicklungen und vor dem Hintergrund des aktuellen Tiefzinsumfelds wird die Situation zunehmend schwieriger. Um die finanzielle Stabilit\u00e4t der Pensionskassen zu sichern, ist es deshalb umso wichtiger, den Mindestumwandlungssatz an die wirtschaftlichen und demografischen Verh\u00e4ltnisse anzupassen, wie es die Vorlage Altersvorsorge 2020 vorsieht.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Vgl. Botschaft zur Reform Altersvorsorge 2020, Bundesrat, 2014; Grundlagen f\u00fcr die Berechnung der Altersvorsorge, T. Friedli und T. Borek, Die Volkswirtschaft, 9\/2013; Schweizer Pensionskassenstudie 2016, Swisscanto Vorsorge AG, 2016.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Pensionskassenstatistik 2005\u20132014, BFS.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Bericht finanzielle Lage der Vorsorgeeinrichtungen 2015, OAK BV, 2016.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>L\u00e4ngst gleicht die st\u00e4ndige Wohnbev\u00f6lkerung in der Schweiz keiner \u00abAlterspyramide\u00bb mehr, sondern vielmehr einem Pilz mit breiter Basis und weit ge\u00f6ffnetem Schirm (siehe Abbildung 1). 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Das Gelingen der Reform Altersvorsorge 2020 ist deshalb zentral.","post_hero_image_description":"Die junge Generation zahlt f\u00fcr die \u00e4ltere. 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Die demografische Entwicklung wird dazu f\u00fchren, dass die Anzahl Personen im Ruhestand st\u00e4rker w\u00e4chst als die erwerbst\u00e4tige Bev\u00f6lkerung: Kommen heute drei Erwerbst\u00e4tige auf eine Person im Ruhestand, werden es im Jahr 2045 nur mehr deren zwei sein. Dies wird die umlagefinanzierte AHV finanziell massiv belasten. Auch die kapitalfinanzierte zweite S\u00e4ule ist von diesen demografischen Umw\u00e4lzungen betroffen. 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