{"id":111896,"date":"2016-10-24T15:48:01","date_gmt":"2016-10-24T15:48:01","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2016\/10\/scheidegger-11-2016-franz\/"},"modified":"2023-08-23T23:08:45","modified_gmt":"2023-08-23T21:08:45","slug":"scheidegger-11-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2016\/10\/scheidegger-11-2016\/","title":{"rendered":"Alterung: \u00d6konomisches Bewusstsein statt Panik"},"content":{"rendered":"<p>Das Thema Demografie ist immer wieder f\u00fcr Schlagzeilen gut: \u00abDer Altersschock kommt erst\u00bb, \u00abDie ergraute Gesellschaft\u00bb oder \u00abSchleichende Vergreisung\u00bb. So titelten Schweizer Bl\u00e4tter in den letzten Jahren. Wie in den meisten Industriel\u00e4ndern ver\u00e4ndert sich die Bev\u00f6lkerungsstruktur auch in der Schweiz. Aufgrund verschiedener Faktoren wie stagnierender Geburtenzahlen, l\u00e4ngerer Lebenserwartung und \u00dcbergang der geburtenstarken Jahrg\u00e4nge in das Rentenalter ist absehbar, dass der Anteil der \u00fcber 65-j\u00e4hrigen Bewohner in den kommenden Jahrzehnten zunehmen wird.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nHeute leben in der Schweiz rund 1,5 Millionen \u00fcber 65-J\u00e4hrige. In 30\u00a0Jahren sind es vermutlich bereits 2,7 Millionen.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Der Anteil dieser Altersgruppe stiege somit von knapp 14 Prozent im Jahr 1980 auf gut 26 Prozent im Jahr 2045.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie akademische Forschung und internationale Organisationen wie die UNO oder die OECD verfolgen die demografische Entwicklung aufmerksam. Neben der theoretischen Modellierung und der differenzierten Datenanalyse besch\u00e4ftigen sich die Forscher vor allem mit Fragen zu den wirtschaftlichen, sozialen und soziologischen Auswirkungen einer alternden Gesellschaft. Oftmals dominieren in der Analyse eher pessimistische Schlussfolgerungen: Die Gesundheits- und Pflegekosten explodieren; die Finanzierung der Altersvorsorge wird schwieriger; das politische Wahl- und Abstimmungsverhalten wird konservativer (und ergo \u00abschlechter\u00bb).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nSolche Bedenken sind ohne Zweifel ernst zu nehmen. Dennoch pl\u00e4diere ich f\u00fcr einen wirtschaftspolitisch zwar nicht gelassenen, aber doch von Selbstbewusstsein gepr\u00e4gten Blick auf die Entwicklung der Demografie. Dabei stehen drei Fragen im Vordergrund: Wie k\u00f6nnte sich die demografische Entwicklung auf den langfristigen Trend des Wirtschaftswachstums auswirken? K\u00f6nnen \u00e4ltere Arbeitnehmer \u00fcberhaupt l\u00e4nger arbeiten, ohne junge vom Arbeitsmarkt zu verdr\u00e4ngen? Und: Wird die Schweiz mit der heute erwarteten Altersstruktur der Bev\u00f6lkerung in den 2030er-Jahren schlechtere Voraussetzungen zur Erhaltung des heutigen Wohlstandes haben?&#13;<\/p>\n<h2><strong>Demografie beeinflusst Wirtschaftswachstum nur indirekt<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIm Zusammenhang mit der demografischen Entwicklung wird immer wieder der Begriff \u00ab\u00dcberalterung\u00bb verwendet. Damit wird suggeriert, dass die Bev\u00f6lkerungsentwicklung zu einer Bev\u00f6lkerungsstruktur tendiert, bei der es zu viele alte Leute geben wird. Abgesehen davon, dass es sich bei dieser Beschreibung um eine negative Konnotation handelt, erfasst sie den Punkt aus \u00f6konomischer Sicht nur unvollst\u00e4ndig. Denn: Das langfristige Wirtschaftswachstum einer Volkswirtschaft basiert in erster Linie nicht auf der Altersstruktur, sondern h\u00e4ngt mit der Ver\u00e4nderung der Produktion von G\u00fctern und Dienstleistungen zusammen. So sind das Arbeitsvolumen (Anzahl der gesamtwirtschaftlich geleisteten Arbeitsstunden) sowie die Arbeitsproduktivit\u00e4t (Produktion pro geleistete Arbeitsstunde) die zwei entscheidenden Treiber der gesamtwirtschaftlichen Produktion \u2013 respektive des Bruttoinlandprodukts.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIndirekt beeinflussen die demografischen Verschiebungen das Arbeitsvolumen nat\u00fcrlich: Eine sinkende oder eine stagnierende Geburtenrate f\u00fchrt gekoppelt mit einer h\u00f6heren Lebenserwartung dazu, dass der Anteil der Erwerbst\u00e4tigen an der Gesamtbev\u00f6lkerung sinkt \u2013 was das Trendwachstum negativ beeinflusst.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nHinzu kommt: Arbeit ist nicht der alleinige Produktionsfaktor. So kann aus dem Blickwinkel der neoklassischen Wachstumstheorie ein verringertes Wachstum der Erwerbsbev\u00f6lkerung die Intensit\u00e4t des Kapitaleinsatzes in einer Volkswirtschaft erh\u00f6hen \u2013 was zu einem erh\u00f6hten Pro-Kopf-Einkommen f\u00fchren kann.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBei den Ersparnissen ist unklar, ob sie in einer alternden Gesellschaft gesamtwirtschaftlich konstant bleiben. Auf der einen Seite l\u00e4sst ein hoher Rentneranteil eine h\u00f6here Tendenz zum Ausgeben des Ersparten erwarten. Demgegen\u00fcber kann argumentiert werden, dass das Bewusstsein \u00fcber die demografischen Verschiebungen die Erwerbst\u00e4tigen zu einer h\u00f6heren Sparneigung veranlasst \u2013 im Wissen, dass sie w\u00e4hrend ihrer aktiven Erwerbszeit mehr Vorsorgekapital aufbauen m\u00fcssen. Dies kann sich \u2013 zusammen mit Kapitalimport \u2013 ebenfalls positiv auf die Kapitalbildung, die Arbeitsproduktivit\u00e4t und das Pro-Kopf-Einkommen auswirken.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEine alternde Bev\u00f6lkerung muss sich also langfristig nicht zwingend negativ auf die Entwicklung des Wohlstandes auswirken. Beim Wachstumstreiber Arbeitsvolumen sind letztlich die effektiven geleisteten Erwerbsjahre sowie die individuelle Wahl des Besch\u00e4ftigungsgrades entscheidend. Statt um die Altersstruktur geht es somit vielmehr um die positiven (respektive negativen) Anreize zur Erwerbst\u00e4tigkeit, welche nicht zuletzt \u00fcber die Ausgestaltung der staatlichen Altersvorsorge gesetzt werden. Ebenfalls wichtig ist in diesem Zusammenhang die Rolle des Kapitaldeckungsprinzips in der zweiten S\u00e4ule: Je mehr Vorsorgekapital die Erwerbst\u00e4tigen in ihren Erwerbsjahren aufbauen k\u00f6nnen, desto st\u00e4rker entlastet dies die Finanzierungsverpflichtung der Erwerbst\u00e4tigen im Rahmen der AHV.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Verdr\u00e4ngungsargument widerlegt<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nWas bringt ein h\u00f6heres Rentenalter? Gegner argumentieren oft, man k\u00f6nne die demografischen Verschiebungen nicht durch verl\u00e4ngerte Erwerbszeiten korrigieren, weil die \u00e4lteren Erwerbst\u00e4tigen sonst die j\u00fcngeren vom Arbeitsmarkt dr\u00e4ngten. Dieses Verdr\u00e4ngungsargument (\u00abWenn \u00e4ltere Arbeitnehmer fr\u00fcher in Pension gehen, gibt es mehr Arbeit f\u00fcr die j\u00fcngeren\u00bb) sticht vor allem in L\u00e4ndern, in denen die Jugendarbeitslosigkeit insbesondere seit der Finanz- und Eurokrise hoch ist und\/oder politische Argumente f\u00fcr Arbeitszeitverk\u00fcrzungen (respektive gegen die Erh\u00f6hung des formellen Rentenalters) gesucht werden. \u00d6konomisch l\u00e4sst sich diese These alleine anhand von zwei Bedingungen, welche die Behauptung voraussetzt, widerlegen.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nErstens setzt die Verdr\u00e4ngungsthese voraus, dass die Nachfrage nach Arbeit eine fixe Gr\u00f6sse ist. Diese Annahme ist falsch. Denn die Arbeitsnachfrage ist eine sogenannt abgeleitete Nachfrage, welche durch die Endnachfrage auf den G\u00fcterm\u00e4rkten getrieben ist. Wenn beispielsweise in der Automobilindustrie die Nachfrage nach innovativen Automobilen steigt, braucht es mehr Arbeitskr\u00e4fte. So gesehen kann es bei einem nachhaltigen Wirtschaftswachstum immer auch eine tendenziell steigende Nachfrage nach dem Produktionsfaktor Arbeit geben. Arbeit geht in langfristig wachsenden Volkswirtschaften nicht aus \u2013 vor allem nicht in personalintensiven Dienstleistungssektoren.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZweitens geht das Verdr\u00e4ngungsargument davon aus, dass \u00e4ltere Erwerbst\u00e4tige problemlos durch j\u00fcngere substituiert werden k\u00f6nnen. Auch diese Voraussetzung kann in Zweifel gezogen werden<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a>: J\u00fcngere Arbeitnehmer haben in der Regel den Vorteil einer zeitgem\u00e4ssen (Berufs-)Ausbildung, w\u00e4hrend \u00e4ltere Arbeitnehmer eine h\u00f6here Berufserfahrung in die Waagschale werfen. Diese Beobachtung spricht eher f\u00fcr eine Komplementarit\u00e4t zwischen j\u00fcngeren und \u00e4lteren Erwerbst\u00e4tigen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nSchliesslich stellen Studien fest: Eine h\u00f6here Besch\u00e4ftigung der \u00c4lteren geht Hand in Hand mit einer h\u00f6heren Besch\u00e4ftigung der Jungen.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> Diese optimistisch stimmende Erkenntnis gilt vor allem auch f\u00fcr die Schweiz: Die hohe Erwerbsquote der \u00fcber 55-J\u00e4hrigen ist im internationalen Vergleich ebenso beeindruckend wie die verh\u00e4ltnism\u00e4ssig tiefe Jugendarbeitslosigkeit.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Rezepte stehen bereit<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIst damit alles nur halb so schlimm? M\u00fcssen wir uns \u00fcber die demografischen Ver\u00e4nderungen keine Sorgen machen? Selbstverst\u00e4ndlich w\u00e4re das eine falsche Schlussfolgerung. Die demografischen Verschiebungen sind f\u00fcr alle betroffenen L\u00e4nder eine grosse Herausforderung. Insbesondere da in unseren Breitengraden nicht auf eine starke Zuwanderung j\u00fcngerer Arbeitnehmer gesetzt werden kann: Dieser Option sind in vielen europ\u00e4ischen Staaten ausl\u00e4nderpolitische Grenzen gesetzt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEntscheidend wird sein, dass die Treiber des Wirtschaftswachstums \u2013 die Entwicklung der Arbeitsproduktivit\u00e4t sowie eine hohe Erwerbsbeteiligung \u2013 auch in Zukunft ihre Impulse geben k\u00f6nnen. Dies ist grunds\u00e4tzlich m\u00f6glich. Denn: Die demografische Entwicklung ist kein Schicksalsurteil f\u00fcr das langfristige Wirtschaftswachstum.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEs kann mit einer gewissen Zuversicht davon ausgegangen werden, dass unsere Kinder und Enkel nicht zwingend schlechtere Voraussetzungen haben werden, um auch in den n\u00e4chsten Jahrzehnten einen hohen Wohlstand geniessen zu k\u00f6nnen: Die Schweizer Politik hat die n\u00f6tigen Ansatzpunkte erkannt. So setzt die im Sommer 2016 publizierte Wachstumspolitik des Bundesrates an der Analyse an, dass sich die Arbeitsproduktivit\u00e4t in den binnenwirtschaftlich orientierten Bereichen schw\u00e4cher als in vielen anderen L\u00e4ndern entwickelt \u2013 weshalb der Schl\u00fcssel f\u00fcr die k\u00fcnftige St\u00e4rkung der schweizerischen Volkswirtschaft bei binnenorientierten Sektoren wie der Landwirtschaft, dem Bau- und Gastgewerbe, den unternehmensbezogenen Dienstleistungen oder dem Gesundheitssektor liegt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGleichzeitig wird es wichtig sein, dass die hohe Erwerbsbeteiligung in der Schweiz erhalten oder gar ausgebaut wird. Die laufende parlamentarische Debatte um die Altersvorsorge 2020 diskutiert wesentliche Elemente, um der Tendenz zur (relativen) Fr\u00fchpensionierung entgegenzuwirken.&#13;<\/p>\n<h2><strong>B\u00fcrger haben es in der Hand<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nOb und allenfalls wie der demografische Wandel den Wohlstand eines Landes beeinflusst, h\u00e4ngt alles in allem von den k\u00fcnftigen wirtschafts-, bildungs-, arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Entscheidungen sowie von der tats\u00e4chlichen Verhaltensanpassung der Individuen auf entsprechende Reformen ab. Die aktuelle demografische Entwicklung ist also definitiv keine Schicksalsfrage. Die Politik sowie die B\u00fcrger k\u00f6nnen auch in Zukunft eigenst\u00e4ndig handeln.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nOffen bleibt allerdings, wie sich die anstehenden Verschiebungen in der Altersstruktur der Bev\u00f6lkerung auf das k\u00fcnftige Abstimmungsverhalten auswirken werden. Die Stimmbeteiligung in der Schweiz ist bei den 70-J\u00e4hrigen am h\u00f6chsten. Das Medianalter der Abstimmenden lag 2015 bei 56 Jahren \u2013 Tendenz steigend.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a> Sollten \u00e4ltere Menschen k\u00fcnftig eher konservativ und tendenziell weniger reformfreudig sein, w\u00e4re dies aus polit\u00f6konomischer Sicht tats\u00e4chlich keine gute Perspektive f\u00fcr demografiebezogene Entscheidungen, die auf die lange Bank geschoben werden.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Referenzszenario des Bundesamtes f\u00fcr Statistik: BFS (2015).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">OECD (2012).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Ronald Lee (2016).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">OECD (2013).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Kalwij, Kapteyn, de Vos (2010).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">OECD (2013).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Avenir Suisse (2016).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Thema Demografie ist immer wieder f\u00fcr Schlagzeilen gut: \u00abDer Altersschock kommt erst\u00bb, \u00abDie ergraute Gesellschaft\u00bb oder \u00abSchleichende Vergreisung\u00bb. 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Szenarien zur Bev\u00f6lkerungsentwicklung der Schweiz 2015\u20132045. Neuenburg, Juni 2015.<\/li>&#13;\n \t<li>OECD (2012). Looking to 2060: Long-Term Global Growth Perspectives. OECD Economic Policy Papers No. 3. Paris 2012.<\/li>&#13;\n \t<li>OECD (2013). OECD Employment Outlook. Paris, OECD.<\/li>&#13;\n \t<li>Kalwij, Adriaan, Arie Kapteyen, Klaas de Vos (2010). Retirement of Older Workers and Employment of the Young. In: De Economist 158, No.4, S. 342\u2013359.<\/li>&#13;\n \t<li>Lee, Ronald (2016). Macroeconomic, Aging and Growth. NBER Working Paper 22310, Cambridge.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":111899,"main_focus":[156445,157124],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":111903,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"61714","post_abstract":"Die demografische Entwicklung fordert die Industriel\u00e4nder: Stagnierende Geburten und eine l\u00e4ngere Lebenserwartung f\u00fchren zu mehr und zahlenm\u00e4ssig st\u00e4rkeren Kohorten von \u00fcber 60-J\u00e4hrigen \u2013 was oft als grosse Belastung f\u00fcr die wirtschaftliche Entwicklung angesehen wird. Diese Entwicklung ist aber keine Schicksalsfrage. 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