{"id":111940,"date":"2016-09-22T16:00:47","date_gmt":"2016-09-22T16:00:47","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2016\/09\/grossmann-10-2016-franz\/"},"modified":"2023-08-23T23:08:28","modified_gmt":"2023-08-23T21:08:28","slug":"die-maedchen-fuer-technik-begeistern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2016\/09\/die-maedchen-fuer-technik-begeistern\/","title":{"rendered":"Die M\u00e4dchen f\u00fcr Technik begeistern"},"content":{"rendered":"<p>Die Fachkr\u00e4fteinitiative des Bundes verfolgt verschiedene Ziele: So will sie das inl\u00e4ndische Arbeitsangebot ganz allgemein erh\u00f6hen.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Dazu sollen beispielsweise der Erwerb und die Anerkennung von berufsbildenden Abschl\u00fcssen erleichtert werden. Auch sollen die Arbeitsanreize f\u00fcr Frauen erh\u00f6ht werden und die Arbeitsmarktintegration von anerkannten Fl\u00fcchtlingen und von Menschen mit einer Behinderung vorangetrieben werden. Zudem zielt die Fachkr\u00e4fteinitiative auf flexiblere Pensionsregelungen, womit die Erwerbsbeteiligung \u00e4lterer Menschen gesteigert werden soll.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWeiter verlangt die Fachkr\u00e4fteinitiative mehr Effizienz im Gesundheitswesen. Deshalb sucht man nach L\u00f6sungen, um Leistungserbringer wie Spit\u00e4ler und Krankenkassen besser aufeinander abzustimmen \u2013 eine Massnahme, die auch ohne Mangel an Pflegekr\u00e4ften sinnvoll w\u00e4re. Schliesslich soll das Arbeitskr\u00e4ftepotenzial bei Ingenieuren, Informatikern, Technikern, Forschern und Pflegekr\u00e4ften gesteigert werden. Angesichts dieser vielf\u00e4ltigen Ziele fokussiert dieser Text auf Berufe, wo Fachkr\u00e4fte besonders gefragt sind.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Marktanreize gen\u00fcgen nicht <\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nUm das volkswirtschaftliche Problem zu verstehen, muss man sich fragen: Warum reichen derzeit die Marktanreize nicht aus, um eine volkswirtschaftlich optimale Bildungsstruktur zu erreichen? Antworten liefert die Wachstums- und Innovationsforschung. Demnach ber\u00fccksichtigen weder Individuen bei ihrer F\u00e4cherwahl noch Firmen \u2013 bei der Nachfrage nach Fachkr\u00e4ften \u2013, dass die Produktivit\u00e4t eines Industrie- oder eines Dienstleistungszweiges insgesamt ansteigt, wenn das Fachkr\u00e4fteangebot verbessert wird. Die Marktl\u00f6hne etwa von Ingenieuren, Informatikern oder Forschern spiegeln somit nicht in ausreichendem Masse ihren volkswirtschaftlichen Wert wider. Beispielsweise ber\u00fccksichtigt ein Maturand, der vor der Wahl steht, Informatik oder Jura zu studieren, nicht, dass ein grosses Angebot von Informatikern in einer Region zur verst\u00e4rkten Ansiedelung oder Gr\u00fcndung von Firmen f\u00fchrt, die Informatiker einsetzen, oder dass bereits ans\u00e4ssige Firmen ihre Forschungs- und Entwicklungs-Aktivit\u00e4ten (F&amp;E) ausweiten. Ebenso ber\u00fccksichtigen Unternehmen bei der Nachfrage nach Fachkr\u00e4ften nicht, dass ihre Innovationen von anderen genutzt und weiterentwickelt werden k\u00f6nnen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Evidenz hinsichtlich solch positiver Externalit\u00e4ten ist eindeutig, wie Studien f\u00fcr die USA zeigen: Wenn der Anteil der Immigranten mit Studienabschluss in den sogenannten Mint-F\u00e4chern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik um einen Prozentpunkt steigt, erh\u00f6hen sich die L\u00f6hne von heimischen Hochschulabsolventen um 8 bis 11 Prozent. Auch die L\u00f6hne von anderen heimischen Arbeitskr\u00e4ften steigen \u2013 in diesem Fall um 4 Prozent \u2013, und die Patentanmeldungen pro Kopf nehmen um erstaunliche 52 Prozent zu.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Grundlagenforschung gezielt f\u00f6rdern<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie L\u00fccke beim Angebot von Fachkr\u00e4ften zu quantifizieren, ist schwierig \u2013 auch wenn die bisherigen \u00dcberlegungen insgesamt auf starken Handlungsbedarf hindeuten. Daher werden nun die angedachten Massnahmen der Fachkr\u00e4fteinitiative unter dem Blickwinkel der Wirksamkeit diskutiert.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn der Schweiz ist die Zuwanderung insbesondere bei hochschulgebildeten Ingenieuren, Informatikern und Technikern \u00fcberdurchschnittlich: Hier gibt es viele offene Stellen, und die Arbeitslosenquote ist tief.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Deshalb sollte der Schwerpunkt auf der F\u00f6rderung der Hochschulausbildung liegen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEinige der vorgeschlagenen F\u00f6rdermassnahmen der Fachkr\u00e4fteinitiative richten sich explizit auf eine Steigerung des Angebots hochschulgebildeter Fachkr\u00e4fte im Bereich der mathematisch-technischen F\u00e4cher. So soll die Praxisorientierung der Mint-Studien im Hochschulbereich gest\u00e4rkt werden. Unter Praxisorientierung versteht man gemeinhin die Anwendbarkeit des Erlernten und nicht so sehr die L\u00f6sungskompetenz f\u00fcr in der Zukunft auftretende Probleme und auch nicht die F\u00f6rderung innovativer T\u00e4tigkeiten. Gerade das ist aber f\u00fcr die Wettbewerbsf\u00e4higkeit privater Unternehmen und der Hochschulen der Schl\u00fcssel.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEs braucht deshalb weitere Ans\u00e4tze: Der Bereich der Grundlagenforschung k\u00f6nnte beispielsweise durch eine attraktivere Ausgestaltung des akademischen Karrierewegs gef\u00f6rdert werden. Eine Massnahme w\u00e4re die Schaffung von mehr Assistenzprofessuren (\u00abTenure Track\u00bb). Vermehrte Anreize zur privaten F&amp;E-T\u00e4tigkeit im Bereich der patentierbaren Innovationen k\u00f6nnten durch F&amp;E-Subventionen f\u00fcr Firmen geschaffen werden. Dadurch w\u00fcrde die Nachfrage nach geeigneten Fachkr\u00e4ften steigen, was wiederum die L\u00f6hne f\u00fcr Forscher im Privatsektor erh\u00f6hen und somit verst\u00e4rkt Anreize f\u00fcr die Ausbildung in Mint-F\u00e4chern generieren w\u00fcrde.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKonkret k\u00f6nnte beispielsweise die verst\u00e4rkte Absetzbarkeit der F&amp;E-Kosten von der Unternehmenssteuerbasis erfolgen. Der abzusetzende Betrag sollte die tats\u00e4chlichen Kosten dabei \u00fcbersteigen.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> In der Schweiz werden private F&amp;E Ausgaben bislang jedoch nicht direkt subventioniert, ganz im Gegensatz etwa zum angels\u00e4chsischen Raum, zu Skandinavien oder zu S\u00fcdkorea.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Motivation der Frauen als Schl\u00fcssel<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEine durch F&amp;E-Subventionen induzierte Lohnerh\u00f6hung f\u00fcr technische Berufe w\u00fcrde insbesondere f\u00fcr m\u00e4nnliche Maturanden die Studienfachwahl zugunsten von Mint-F\u00e4chern erh\u00f6hen.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a> Frauen hingegen werden weniger durch pekuni\u00e4re Anreize als durch das Interesse am Fach per se motiviert. Allerdings wird in der Schule offensichtlich gerade bei M\u00e4dchen eher wenig Begeisterung f\u00fcr Mint-F\u00e4cher geweckt. So ist der Unterschied in der Motivation von 15-j\u00e4hrigen M\u00e4dchen f\u00fcr Mathematik im Vergleich zur Motivation von Knaben nirgendwo in der OECD so gross wie in der Schweiz.<a href=\"#footnote_8\" id=\"footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor\">[8]<\/a> Dies dr\u00fcckt sich deutlich in einem Geschlechtermissverh\u00e4ltnis an Hochschulen bei den Mint-Studierenden aus: Nicht einmal ein F\u00fcnftel der Studierenden der exakten Wissenschaften Mathematik, Informatik und Physik an Schweizer Universit\u00e4ten ist\u00a0weiblich.<a href=\"#footnote_9\" id=\"footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor\">[9]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAuch wenn sich in den exakten Wissenschaften, den Naturwissenschaften und den technischen Wissenschaften zusammengenommen die weibliche Studierendenquote an Schweizer Universit\u00e4ten in den letzten zehn Jahren von 16 Prozent auf 20 Prozent erh\u00f6ht hat, ist die m\u00e4nnliche Studierendenquote in Mint-F\u00e4chern mit 41 Prozent noch mehr als doppelt so hoch. An den Fachhochschulen sind sogar weniger als 10 Prozent der Studierenden in Technik- und IT-F\u00e4chern Frauen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDaher ist das in der Fachkr\u00e4fteinitiative betonte Ziel zu begr\u00fcssen, \u00fcber eine Internetplattform die Gestaltung des Unterrichts im Mint-Bereich spannender zu gestalten. US-Psychologen haben in einer Experimentalstudie<a href=\"#footnote_10\" id=\"footnote-anchor_10\" class=\"inline-footnote__anchor\">[10]<\/a> herausgefunden: Diejenigen Sch\u00fcler, die zu Beginn des Schuljahres geringe Erfolgserwartungen in den mathematischen und technischen F\u00e4chern hatten, k\u00f6nnen die Noten signifikant verbessern, wenn sie \u00fcber die Relevanz des Mint-Unterrichtsmaterials f\u00fcr ihr eigenes Leben nachdenken.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nInsgesamt ist zu hoffen, dass Lehrpl\u00e4ne als Konsequenz solcher Studien stark revidiert werden. Rollenvorbilder k\u00f6nnen ebenfalls einen wichtigen Einfluss auf die Studienfachwahl haben, was f\u00fcr eine verst\u00e4rkte Fokussierung auf weibliche Lehrkr\u00e4fte im Mint-Bereich spricht.<a href=\"#footnote_11\" id=\"footnote-anchor_11\" class=\"inline-footnote__anchor\">[11]<\/a> Dass in der Schweiz die mangelnde Motivation von M\u00e4dchen f\u00fcr diese F\u00e4cher das Kernproblem darstellt, ist bislang in der Bildungspolitik nicht ausreichend reflektiert worden.&#13;<\/p>\n<h2><strong>\u00c4rzte hat es genug<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Fachkr\u00e4ftediskussion entbrennt insbesondere auch im Gesundheitssektor. Das Krankenversicherungssystem und die Bedeutung der kantonalen Spit\u00e4ler beeinflussen die Lohnbildung f\u00fcr Fachkr\u00e4fte stark, sodass diese nicht mehr viel mit einem freien Arbeitsmarkt zu tun hat. Denn: Bei \u00c4rzten herrscht kein Mangel in dem Sinne, dass die Ausbildungsanreize und das Arbeitsangebot unzureichend w\u00e4ren. Im Gegenteil: Die Tarife f\u00fcr \u00e4rztliche Leistungen sind im internationalen Vergleich auch kaufkraftbereinigt im Durchschnitt hoch, sodass mehr Maturanden ein Medizinstudium aufnehmen m\u00f6chten, als zugelassen werden. Die von Zeit zu Zeit diskutierte Senkung der Zulassungsvoraussetzungen ist dabei aus Qualit\u00e4tssicherungsgr\u00fcnden nicht sinnvoll, zumal es gen\u00fcgend gute, zuwanderungswillige \u00c4rzte gibt, die gerne in der Schweiz eine Praxis er\u00f6ffnen w\u00fcrden. Allerdings ist die Er\u00f6ffnung \u00e4rztlicher Praxen nach wie vor streng reguliert.<a href=\"#footnote_12\" id=\"footnote-anchor_12\" class=\"inline-footnote__anchor\">[12]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBei den Pflegekr\u00e4ften ist die Lage anders. Hier k\u00f6nnten verst\u00e4rkte Besch\u00e4ftigungsanreize sinnvoll sein \u2013 etwa bessere Kinderbetreuungsangebote.<a href=\"#footnote_13\" id=\"footnote-anchor_13\" class=\"inline-footnote__anchor\">[13]<\/a> Zudem b\u00f6ten h\u00f6here L\u00f6hne f\u00fcr Pflegekr\u00e4fte etwa in kantonalen Spit\u00e4lern einen Anreiz, dass der Pflegeberuf \u00f6fter gew\u00e4hlt wird.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Zuwanderung ist essenziell<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Ausbildungsstruktur in der Schweiz in der genannten Weise zu \u00e4ndern und die Fr\u00fcchte zu ernten, erfordert viel Geduld. Es w\u00e4re deshalb viel zu optimistisch, anzunehmen, dass die Fachkr\u00e4fteinitiative die Abh\u00e4ngigkeit von ausl\u00e4ndischen Fachkr\u00e4ften schon mittelfristig reduzieren kann. Daher ist eine liberale Zuwanderungspolitik \u2013 trotz \u00abMasseneinwanderungsinitiative\u00bb \u2013 weiterhin unerl\u00e4sslich.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Schweiz ist in der gl\u00fccklichen Lage, ohne explizit selektive Einwanderungspolitik einen vergleichsweise hohen Anteil hervorragender Fachkr\u00e4fte unter den Zuwanderern anzuziehen. Darauf zu verzichten, w\u00e4re gegen jedes \u00f6konomische Eigeninteresse.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Der Autor dankt Martin Huber von der Universit\u00e4t Freiburg und Thomas M. Steger von der Universit\u00e4t Leipzig f\u00fcr die wertvollen Anregungen.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Peri, Shih und Sparber (2015) und Hunt und Gauthier-Loiselle (2010).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Seco (2014).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Grossmann (2007).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Grossmann, Steger und Trimborn (2016).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">OECD (2015), S. 170.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Grossmann, Osikominu und Osterfeld (2015).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_8\" class=\"footnote--item\">OECD (2007).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_9\" class=\"footnote--item\">BFS (2015).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_10\" class=\"footnote--item\">Hulleman und Harackiewicz (2009).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_10\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_11\" class=\"footnote--item\">Carrell, Page und West (2010).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_11\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_12\" class=\"footnote--item\">Fenazzi (2016).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_12\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_13\" class=\"footnote--item\">Vgl. dazu den Beitrag von Martin Huber (Universit\u00e4t Freiburg) in dieser Ausgabe.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_13\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Fachkr\u00e4fteinitiative des Bundes verfolgt verschiedene Ziele: So will sie das inl\u00e4ndische Arbeitsangebot ganz allgemein erh\u00f6hen. 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How to Promote R&amp;D-based Growth? Public Education Expenditure on Scientists and Engineers versus R&amp;D-Subsidies, Journal of Macroeconomics 29, 891\u2013911.<\/li>&#13;\n \t<li>Fenazzi, Sonia (2016). <a href=\"http:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/gesundheitspolitik_eroeffnung-neuer-arztpraxen-in-der-schweiz-bleibt-schwierig\/42232050#\" target=\"_blank\">Er\u00f6ffnung neuer Arztpraxen in der Schweiz bleibt schwierig<\/a>, Swissinfo.ch.<\/li>&#13;\n \t<li>Grossmann, Volker, Aderonke Osikominu und Marius Osterfeld (2015). Are Sociocultural Factors Important for Studying a Science University Major, IZA Discussion Paper No. 9415.<\/li>&#13;\n \t<li>Grossmann, Volker, Thomas M. Steger and Timo Trimborn (2016). Quantifying Optimal Growth Policy, Journal of Public Economic Theory 18, 451\u2013485.<\/li>&#13;\n \t<li>Hulleman, Chris S. und Judith M. Harackiewicz (2009). Promoting Interest and Performance in High School Science Classes, Science 326, 1410\u20131412.<\/li>&#13;\n \t<li>Hunt, Jennifer und Marjolaine Gauthier-Loiselle (2010). How Much Does Immigration Boost Innovation?, American Economic Journal: Macroeconomics 2, 31\u201356.<\/li>&#13;\n \t<li>OECD (2007). Education at a Glance, Paris.<\/li>&#13;\n \t<li>OECD (2015). OECD Science, Technology and Industry Scoreboard 2015, Paris.<\/li>&#13;\n \t<li>Peri, Giovanni, Kevin Shih und Chad Sparber (2015). STEM Workers, H-1B Visas, and Productivity in US Cities, Journal of Labor Economics 33, 225\u2013255.<\/li>&#13;\n \t<li>Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (2014). Fachkr\u00e4ftemangel in der Schweiz \u2013 Ein Indikatorensystem zur Beurteilung der Fachkr\u00e4ftenachfrage in verschiedenen Berufsfeldern, Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft (Seco), 23. April 2014.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":111943,"main_focus":[156467,157140],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":111947,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"60633","post_abstract":"Die Fachkr\u00e4fteinitiative des Bundes zielt neben allgemeinen Massnahmen zur Aussch\u00f6pfung des Potenzials qualifizierter Arbeitskr\u00e4fte auf die Knappheit in besonders wachstumsrelevanten Berufen wie Ingenieure, Informatiker, Techniker und Forscher sowie auf Pflegekr\u00e4fte ab. Subventionen f\u00fcr Forschung und Entwicklung sowie die Erh\u00f6hung der L\u00f6hne f\u00fcr Pflegekr\u00e4fte in staatlichen Gesundheitseinrichtungen w\u00e4ren sinnvoll zur Verbesserung der Ausbildungsstruktur. Bildungspolitische Massnahmen zur Lenkung der Hochschulausbildung zugunsten mathematisch-technischer F\u00e4cher sind angedacht, sie sind jedoch l\u00e4ngst nicht ausreichend, da sie das Kernproblem der mangelnden Motivation von Sch\u00fclerinnen und jungen Frauen f\u00fcr diese F\u00e4cher nicht spezifisch adressieren. Auf die Bildungsstruktur abzielende Massnahmen sind der strukturelle Schl\u00fcssel zur Bek\u00e4mpfung des Fachkr\u00e4ftemangels. 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