{"id":112073,"date":"2016-09-22T15:48:32","date_gmt":"2016-09-22T15:48:32","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2016\/09\/toebben\/"},"modified":"2023-08-23T23:08:29","modified_gmt":"2023-08-23T21:08:29","slug":"toebben-10-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2016\/09\/toebben-10-2016\/","title":{"rendered":"\u00abUns fehlt eine Generation\u00bb"},"content":{"rendered":"<h3>Herr T\u00f6bben, Sie haben urspr\u00fcnglich Heizungs-, L\u00fcftungs- und Klimaingenieur am damaligen Technikum Luzern gelernt. War es schwierig, danach eine Stelle zu finden?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nNein, das war schon damals eine Traumsituation. Wir waren Anfang der Neunzigerjahre drei Absolventen aus der Region Bern. Zusammen schalteten wir ein Inserat in der \u00abBerner Zeitung\u00bb und im \u00abBund\u00bb \u2013 worauf wir \u00fcber hundert Jobangebote erhielten.&#13;<\/p>\n<h3>In Ihrer Firma Eicher und Pauli arbeiten nebst Ingenieuren vor allem Heizungs-, L\u00fcftungs- oder Klimaplaner, welche \u00fcber einen Lehrabschluss verf\u00fcgen. Inwiefern sp\u00fcren Sie den Fachkr\u00e4ftemangel?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nWir sind stark betroffen. Es fehlt auf dem Markt an Abg\u00e4ngern, die wissen, wie man komplexe Heiz- und L\u00fcftungssysteme plant und installiert. Besonders gefragt sind Fachkr\u00e4fte, die sich zu Ingenieuren weitergebildet haben und \u00fcber Berufserfahrung verf\u00fcgen.&#13;<\/p>\n<h3>Ist die ganze Branche betroffen?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nJa. Wir sind da sogar noch im Vorteil: Denn Eicher und Pauli hat in den vergangenen sieben Jahren f\u00fcnf Mal den \u00abWatt d\u2019Or\u00bb, den Preis des Bundes f\u00fcr innovative Energieprojekte, gewonnen. Beispielsweise f\u00fcr das Rechenzentrum der Swisscom in Bern, welches nur noch mit Aussenluft und Regenwasser gek\u00fchlt wird. Das ist Werbung f\u00fcr uns. Potenzielle Mitarbeiter sehen das und sagen: \u00abDie machen coole Sachen.\u00bb&#13;<\/p>\n<h3>Das ist Arbeitgeber-Branding<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nGenau. Das tragen wir knallhart nach aussen.&#13;<\/p>\n<h3>Auf Ihrer Website sind 30 Stellen ausgeschrieben \u2013 das ist \u00fcber ein Sechstel der Belegschaft. Wie kommt das?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDas hat mit unserem starken Wachstum zu tun \u2013 wir k\u00f6nnen l\u00e4ngst nicht alle Auftr\u00e4ge annehmen. In dieser Situation wollen wir qualitativ wachsen und suchen die entsprechenden Fachkr\u00e4fte. Das ist Fischen im leeren Teich: Je mehr Angelruten wir reinhalten, desto h\u00f6her ist die Chance, jemanden an Land zu ziehen. Deshalb schalten wir so viele Inserate. Daneben machen wir gezielt Marketing, um Mitarbeiter zu finden. Auf unserer Homepage haben wir extra einen Werbefilm geschaltet. Man k\u00f6nnte sagen: Die Akquisition von Mitarbeitenden, die in unser Team passen, ist fast wichtiger als die Akquisition von Auftr\u00e4gen.&#13;<\/p>\n<h3>Wie schaffen Sie es, dass die Ingenieure nicht zur Konkurrenz gehen?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nWir kontaktieren Kollegen, die wir schon kennen, oder wir platzieren Inserate im Internet. Abwerbeversuche \u00fcber Netzwerke wie Xing oder Linkedin machen wir hingegen nicht. Wir haben zudem ganz klar das Credo: Einen Headhunter, der aktiv bei der Konkurrenz Leute abwirbt, setzen wir nicht ein.&#13;<\/p>\n<h3>Andere machen das?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nJa. Solche Headhunters haben unverfroren jeden unserer Mitarbeiter angerufen. Darauf mussten wir die direkten Telefonnummern von der Firmen-Homepage nehmen \u2013 unsere Leute hatten schon fast Kratzspuren am R\u00fccken. Als Team hat uns das zum Gl\u00fcck zusammengeschweisst. Nach den Anrufen kam einer nach dem andern zu mir und sagte: \u00abDu, ich habe einen komischen Anruf erhalten.\u00bb Solche R\u00fcckmeldungen zeugen von Vertrauen und sind ein sch\u00f6nes Zeichen f\u00fcr mich als Arbeitgeber.&#13;<\/p>\n<h3>Aber Abg\u00e4nge haben Sie schon? Es sagt ja nicht jeder: nein danke.<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nJa klar, aber unsere Fluktuation ist bescheiden.&#13;<\/p>\n<h3>Rekrutieren Sie auch Arbeitnehmer im Ausland, beispielsweise Deutsche?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nEher nicht. Grenznah \u2013 in Liestal \u2013 haben wir einige deutsche Mitarbeiter. F\u00fcr Anlagen im Dampf- und Spezialanlagengebiet k\u00f6nnen wir sie gut einsetzen. Was die Haustechnik und die Planung angeht, brauchen wir aber in der Schweiz Ausgebildete. Den deutschen Ingenieuren fehlt das Wissen von Schweizer Normen, Gepflogenheiten und Planungsabl\u00e4ufen. Das Minergie-Label kennen sie beispielsweise nicht. Hinzu kommt: Je tiefer wir ins Landesinnere gehen, desto weniger sind deutsche Mitarbeiter akzeptiert. Die m\u00fcssen dann ph\u00e4nomenal gut sein, um sich behaupten zu k\u00f6nnen.&#13;<\/p>\n<h3>Das m\u00fcssen Sie erkl\u00e4ren: Von wem sind Deutsche schlecht akzeptiert?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nVom Umfeld: vom Architekten, vom Planungsteam oder vom Auftraggeber. In Gstaad beispielsweise hat man lieber einen Projektleiter, der Schweizerdeutsch spricht. Von Genf weiss ich hingegen, dass da einige Franzosen arbeiten. Dort sind wir aber nicht t\u00e4tig.&#13;<\/p>\n<h3>Inwiefern k\u00f6dern Sie die Mitarbeiter mit h\u00f6heren L\u00f6hnen?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDa sind wir zur\u00fcckhaltend, denn das w\u00fcrde den Druck auf die jungen Mitarbeiter nur unn\u00f6tig erh\u00f6hen. Wir sehen bei jedem Projekt, ob es sich auszahlt oder nicht. Statt mehr Lohn m\u00fcssen die Jungen vielmehr die Chance haben, Praxiserfahrung zu sammeln. Anschliessend steigt der Lohn automatisch. Ich f\u00fchrte schon Bewerbungsgespr\u00e4che mit Projektleitern, die eine Lohnvorstellung hatten, welche an mein Sal\u00e4r herankommt. Da beenden wir die Diskussion jeweils sofort.&#13;<\/p>\n<h3>Wenn nicht mit L\u00f6hnen: Wie binden Sie die Mitarbeitenden an das Unternehmen?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nAuf Kaderstufe haben wir Mitarbeiteraktien eingef\u00fchrt, die Firma geh\u00f6rt nur Mitarbeitern. Wir bekommen h\u00e4ufig knackige \u00dcbernahmeofferten \u2013 aber dagegen sind wir immun.&#13;<\/p>\n<h3>Von wem zum Beispiel?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nVon Energieversorgern und Totalunternehmungen. Gerade die Energiekonzerne sind im Moment auf Einkaufstour in unserer Branche.&#13;<\/p>\n<h3>Was machen Sie sonst noch, damit die Mitarbeiter bleiben?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nWir bieten ihnen viele sogenannte Fringe Benefits: Bei uns gibt es die Jahresarbeitszeit, und wir unterst\u00fctzen l\u00e4ngere Ferien. Das muss drinliegen \u2013 ich mache das selber auch. Dann schauen wir, dass die Arbeitspl\u00e4tze gut eingerichtet sind und sich die Mitarbeitenden wohlf\u00fchlen. Etwa, indem wir Fr\u00fcchte und Kaffee zur Verf\u00fcgung stellen. Ausserdem organisieren wir Events. An unserem 30-Jahr-Firmenjubil\u00e4um spielte beispielsweise die Schweizer Band 77 Bombay Street.&#13;<\/p>\n<h3>Kann man bei Ihnen Teilzeit arbeiten?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDa sind wir absolut zug\u00e4nglich. Rund ein Drittel unserer Mitarbeiter arbeitet Teilzeit. Das ist sogar auf oberster Kaderebene m\u00f6glich \u2013 dort liegt das Mindestpensum aber bei 80 Prozent.&#13;<\/p>\n<h3>Hat auch ein \u00e4lterer Mitarbeiter, der sich bei Ihnen bewirbt, eine Chance?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nAuf jeden Fall. Ich hatte vor Jahren ein pr\u00e4gendes Erlebnis. Bei meiner damaligen Firma stellte ich einen 63-J\u00e4hrigen an. Er war die Perle im B\u00fcro und konnte den Jungen viel mitgeben. So einen nehme ich wieder.&#13;<\/p>\n<h3>Der Einbezug von \u00e4lteren Mitarbeitern ist ein wichtiger Pfeiler der Fachkr\u00e4fteinitiative des Bundes. Haben Sie von dieser Initiative geh\u00f6rt?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nNein. Davon habe ich erst erfahren, als ich mich auf dieses Gespr\u00e4ch vorbereitete. Unser Berufsbild habe ich auf der entsprechenden Internetseite nicht gefunden.&#13;<\/p>\n<h3>F\u00fcr Ihre Branche ist die Wirkung also bescheiden?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDer Bund h\u00e4tte uns zumindest informieren sollen, dass er eine solche Initiative lanciert. Wir waren schon so lange alleine unterwegs, nun gehen wir den Weg selbstst\u00e4ndig weiter. Der Markt hat schon reagiert \u2013 der war schneller als der Bund.&#13;<\/p>\n<h3>Was erwarten Sie vom Staat?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nEr muss mithelfen, das Ausbildungsniveau hoch zu halten. Leider ist das Schulsystem viel zu stark kostengetrieben. Dieses Denken f\u00fchrt dazu, dass Kurse nicht durchgef\u00fchrt werden, wenn sich zu wenige Studenten einschreiben. Ich stimme da dem ETH-Pr\u00e4sidenten Lino Guzella zu, der sagt, man solle nicht an falschen Ort sparen. Nur wenn wir auch in den Ingenieursberufen ein elit\u00e4reres Denken aufbauen, gelingt es uns, die Topsch\u00fcler, die heute h\u00e4ufig andere F\u00e4cher w\u00e4hlen, f\u00fcr unsere Branche zu gewinnen.&#13;<\/p>\n<h3>Meinen Sie Betriebswirtschafter und Juristen?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nJa. Die wollen sich die Finger nicht schmutzig machen \u2013 und studieren deshalb Wirtschaft oder Rechtswissenschaften. In diesen Disziplinen hat es heute viel zu viele Abg\u00e4nger, die dann keinen Job finden. Auf eine Juristenstelle bewerben sich bis zu 100 Absolventen. Die Berufsaussichten als Heizungs-, L\u00fcftungs- und Klimaingenieur\u00a0scheinen mir da viel besser. Ein Fachhochschulabsolvent aus Luzern kann mit dem Finger schnipsen und hat eine Anstellung.&#13;<\/p>\n<h3>Wer als Heizungs-, L\u00fcftungs- und Klimaingenieur in Luzern abschliesst, hat bei Ihnen also die besten Aussichten auf einen Job?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDiese Grundausbildung f\u00fcr Ingenieure b\u00fcrgt derzeit in der Deutschschweiz als einzige f\u00fcr Qualit\u00e4t in unserer Branche. Wir sind schon froh, wenn wir nur einen der Absolventen gewinnen. Deshalb laden wir die Abg\u00e4nger auch zu unseren Firmenevents ein.&#13;<\/p>\n<h3>Wie viele Abg\u00e4nger aus Luzern sind das?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDen Heizungs-L\u00fcftungs-Klima-Studiengang schliessen in diesem Jahr 28 Absolventen ab, die Tendenz ist zum Gl\u00fcck seit geraumer Zeit steigend. Bis vor Kurzem hatte man aber massive Probleme, \u00fcberhaupt Studenten zu finden. Und diesen Knick merken wir noch heute: Uns fehlt eine Generation.&#13;<\/p>\n<h3>Wie ist das zu verstehen?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDas hat mit der Fachhochschul-Reform und dem Bologna-Prozess Ende der Neunzigerjahre zu tun. Pl\u00f6tzlich war die Lehre als Heizungs-, L\u00fcftungs- und Klimaplaner nicht mehr attraktiv. Immer mehr Schulabg\u00e4nger w\u00e4hlten den gymnasialen Weg. Das hatte sp\u00e4ter zur Folge, dass sich nur wenige Lehrlinge zu Ingenieuren weiterbildeten. Weshalb es heute an Ingenieuren im Alter zwischen 30 und 40 Jahren mangelt. Unerfreulicherweise sank auch das Ausbildungsniveau.&#13;<\/p>\n<h3>Was ist schiefgelaufen?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDer Stellenwert der Lehre wurde zerschlagen. Eine Zeit lang haben die Berufsberater den Beruf L\u00fcftungsplaner nicht einmal mehr vorgestellt. Als sich niemand mehr auf die freien Lehrstellen beworben hat, haben wir als Firma begonnen, im Raum Bern die Schulen selber anzuschreiben.&#13;<\/p>\n<h3>Machen Sie das immer noch?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nNein, die Situation hat sich zum Gl\u00fcck teilweise entspannt. Die Berufsverb\u00e4nde unterst\u00fctzen uns und schalten beispielsweise im Fernsehen Werbung f\u00fcr eine Lehre als Geb\u00e4udetechnikplaner.&#13;<\/p>\n<h3>Wie kann man den Ruf der Lehre als Geb\u00e4udetechnikplaner besser machen?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nIndem wir selber Lehrlinge ausbilden, tragen wir dazu bei. Wichtig ist: Die Ausbildungsqualit\u00e4t muss hoch bleiben. Dann steigt auch das Ansehen wieder. Wir d\u00fcrfen nicht aus Mangel an guten Fachleuten das Niveau senken. Auch dann nicht, wenn es nicht gen\u00fcgend Anmeldungen f\u00fcr die Schulen hat. An der Berner Fachhochschule hatten sich vor Jahren nur f\u00fcnf Studenten angemeldet. Da es sechs gebraucht h\u00e4tte, fand der Kurs nicht statt, und der ganze Studiengang musste nach mehreren erfolgreichen Jahren aufgel\u00f6st werden. Die Branche h\u00e4tte aber die Leute dringend ben\u00f6tigt. Hier w\u00e4re die Politik gefordert gewesen.&#13;<\/p>\n<h3>Wie?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Durststrecke muss mit \u00f6ffentlichen Geldern \u00fcberbr\u00fcckt werden. Denn die Jungen wollen dorthin, wo das Niveau hoch ist, wo sie sich weiterentwickeln k\u00f6nnen und wo der Lohn stimmt.&#13;<\/p>\n<h3>Sie verlangen Geld, damit kleinere Studieng\u00e4nge durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Ist es damit getan?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nEs braucht auch eine engere Koordination zwischen den Fachhochschulen. Jeder bietet heute irgendwelche Nachdiplomstudieng\u00e4nge an. Dabei fehlen aber oft die in der Praxis anwendbaren Grundlagenkurse. Weniger Kurse auf hohem Niveau \u2013 daf\u00fcr auch mal mit Grundlagen \u2013 w\u00e4ren vermutlich nachhaltiger als viele Kurse auf mittlerem Niveau. Denn: Wir Arbeitgeber m\u00fcssen uns auf die Qualit\u00e4t eines Abschlusses verlassen k\u00f6nnen.&#13;<\/p>\n<h3>Sind bei Ihnen auch ETH-Ingenieure einsetzbar?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nBeschr\u00e4nkt ja. Wir haben bei uns Physiker, Maschinen- und Elektroingenieure. Die brauchen aber eine Umschulung, da sie keine Praxiserfahrung in unserem Fachgebiet haben. Es tut sich aber was. Die ETH hat nun auch einen entsprechenden Studiengang lanciert. Denn die Bedeutung der Geb\u00e4udetechnik steigt angesichts der Energiewende.&#13;<\/p>\n<h3>Viele Branchen leiden unter dem starken Franken. Sie scheinen da nicht stark davon betroffen zu sein.<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nWir haben kaum Probleme. Da sich die Normen national und sogar kantonal stark unterscheiden, ist es f\u00fcr die ausl\u00e4ndische Konkurrenz schwieriger, in den Markt zu kommen. Dennoch nehme ich das durchaus als Risiko wahr. Die Bauingenieure sp\u00fcren die Konkurrenz bereits. Denn die Preisdifferenzen zwischen der Schweiz und dem Ausland sind gewaltig: Wir sind dadurch im Ausland kaum konkurrenzf\u00e4hig.&#13;<\/p>\n<h3>Sind wir denn im internationalen Vergleich noch Spitze?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nAbsolut. Vor zwei Jahren war ich mit Bundesr\u00e4tin Doris Leuthard im Rahmen der Standortf\u00f6rderungs-Agentur des Bundes Swissnex in Boston. Was man uns da an angeblicher Innovation zeigte, hatten wir in der Schweiz bereits Anfang der Neunzigerjahre in der fundierten Grundausbildung am Technikum Luzern.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herr T\u00f6bben, Sie haben urspr\u00fcnglich Heizungs-, L\u00fcftungs- und Klimaingenieur am damaligen Technikum Luzern gelernt. War es schwierig, danach eine Stelle zu finden? &#13; Nein, das war schon damals eine Traumsituation. Wir waren Anfang der Neunzigerjahre drei Absolventen aus der Region Bern. 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Nach einer Lehre als L\u00fcftungszeichner schloss der heute 48-j\u00e4hrige Berner am Technikum Luzern das Studium als Heizungs-, L\u00fcftungs-und Klimaingenieur ab, studierte an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich Umweltwissenschaften und an der Universit\u00e4t St. Gallen Betriebswirtschaft. Seit 2007 unterrichtet er an der Fachhochschule Nordwestschweiz Energie- und Geb\u00e4udetechnik; zuvor dozierte er nebenamtlich von 1993 bis 2002 am Abendtechnikum in Bern.&#13;\n&#13;\nBei <em>Eicher und Pauli<\/em> und deren Tochterfirmen arbeiten an den Standorten Bern, Biel, Liestal, Luzern, Olten und Z\u00fcrich rund 170 Mitarbeiter. Die meisten absolvierten eine Lehre als Heizungs-, L\u00fcftungs- oder Sanit\u00e4rplaner. 70 schlossen ein Ingenieursstudium ab oder studierten an einer h\u00f6heren Fachschule \u2013 4 von ihnen\u00a0sind Frauen. Derzeit bildet Eicher und Pauli 18 Geb\u00e4udetechniklehrlinge aus. Das Planungsb\u00fcro ist spezialisiert auf energiearmes Bauen und den Einsatz von erneuerbarer Energie. 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