{"id":112365,"date":"2016-07-25T15:42:53","date_gmt":"2016-07-25T15:42:53","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2016\/07\/jud-08-09-2016-franz\/"},"modified":"2023-08-23T23:09:06","modified_gmt":"2023-08-23T21:09:06","slug":"jud-08-09-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2016\/07\/jud-08-09-2016\/","title":{"rendered":"Dienstleistungen weiterhin im Vormarsch"},"content":{"rendered":"<p>Im internationalen Vergleich war die Erwerbslosenquote in der Schweiz in den letzten Jahren vergleichsweise tief, und das Besch\u00e4ftigungswachstum zeigte sich sehr robust. So hielt sich die Schweiz insbesondere auch in der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise von 2008\/2009 relativ gut. Die Erwerbslosenquote bildete sich rasch zur\u00fcck, und die Zeichen standen auf anhaltendes Besch\u00e4ftigungswachstum. Allerdings wurde die Wirtschafts- und Arbeitsmarktentwicklung 2011 und 2015 durch eine starke Aufwertung des Frankens gegen\u00fcber dem Euro gebremst, womit das tiefe Vorkrisenniveau der Erwerbslosigkeit bisher nicht wieder erreicht werden konnte.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Nationalbank im Januar 2015 hatte eine wirtschaftliche Abk\u00fchlung zur Folge, wodurch die Arbeitslosigkeit etwa in der Industrie anstieg. Lassen sich diese Entwicklungen in die strukturellen Trends der letzten Jahre einbetten? Um diese Frage beantworten zu k\u00f6nnen, lohnt sich ein Blick auf die l\u00e4ngerfristige Entwicklung der Besch\u00e4ftigung und der Erwerbslosigkeit in den letzten Jahren.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Tiefgreifender Strukturwandel <\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDabei zeigt sich: In struktureller Hinsicht waren zahlreiche Verschiebungen \u2013 insbesondere zwischen den einzelnen Wirtschaftssektoren \u2013 zu verzeichnen. Im ersten Sektor (Land- und Forstwirtschaft) wie auch im zweiten Sektor (Industrie) bildete sich die Besch\u00e4ftigung in den letzten Jahrzehnten deutlich zur\u00fcck. So sank die Besch\u00e4ftigung im zweiten Sektor in den letzten 25 Jahren von 32 Prozent auf 21 Prozent. Dabei hat der Besch\u00e4ftigungsanstieg im Dienstleistungssektor den erw\u00e4hnten R\u00fcckgang mehr als kompensiert. So hat die Zahl der Erwerbst\u00e4tigen im erw\u00e4hnten Zeitraum netto um rund 880\u2019000 zugenommen.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDer Blick auf die einzelnen Branchen seit der Jahrtausendwende zeigt teilweise gegenl\u00e4ufige Entwicklungen. W\u00e4hrend im zweiten Sektor die Besch\u00e4ftigung besonders in den klassischen Branchen des verarbeitenden Gewerbes (Textilindustrie, Papier und Druckgewerbe, Maschinen- und Metallindustrie) r\u00fcckl\u00e4ufig war, verzeichneten etwa die Pharmabranche oder\u00a0die Hersteller von Uhren und Elektronik ein \u00fcberdurchschnittliches Besch\u00e4ftigungswachstum. Im dritten Sektor hatten die privaten Dienstleistungen wie Unternehmensberatung, Forschung und Entwicklung, ICT sowie die sogenannt staatsnahen Dienstleistungen wie die Bildung, das Sozial- und Gesundheitswesen Wachstumsraten \u00fcber dem Durchschnitt zu verzeichnen. Demgegen\u00fcber stagnierte der Handel, und im Gastgewerbe hatte sich die Besch\u00e4ftigung bereits vor der Mindestkursaufgabe merklich zur\u00fcckgebildet.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nMit der Verlagerung hin zum Dienstleistungssektor sowie den Verschiebungen innerhalb der Sektoren war ein bildungsintensives Besch\u00e4ftigungswachstum \u2013 etwa in der IT-Branche, der Unternehmensberatung sowie der Forschung und Entwicklung \u2013 verbunden (siehe <em>Abbildung 1<\/em>). Es spiegelt die Spezialisierung auf Aktivit\u00e4ten mit h\u00f6herer Wertsch\u00f6pfung.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 1: Durchschnittliches j\u00e4hrliches Besch\u00e4ftigungswachstum (2000\u20132016)<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class=\"legacy_chart_custom\"><div class=\"chart chart--normal\" id=\"Jud_1_DE\"><\/div>\n<script>\n$(function () {\n    $('#Jud_1_DE').highcharts({\n        chart: {\n            type: 'column'\n        },\n              plotOptions: {\n            series: {\n                marker: {\n                    enabled: false\n                }\n            }\n        },\n           \n        title: {\n            text: ''\n        }, colors: [\n                '#7cb5ec', '#434348', '#90ed7d', '#f7a35c', '#8085e9', \n   '#f15c80', '#e4d354', '#2b908f', '#f45b5b', '#91e8e1'\n            ],\n        tooltip: {\n            valueSuffix: '%'\n        },\n        xAxis: {\n            categories: ['Pharma','Uhren und Elektronik','Baugewerbe','Metallerzeugnisse','Maschinenbau','Holzwaren, Papier und Druck','Textilien und Bekleidung','Unternehmensberatung','Forschung und Entwicklung','ICT','Gesundheits- und Sozialwesen','Erziehung und Unterricht','\u00d6ffentliche Verwaltung','Banken und Versicherungen','Handel','Gastgewerbe'\n\n            ],\n            crosshair: false\n        },\n        yAxis: {\n   \n            \n            title: {\n                text: ''\n            }\n            , labels: {\n                format: '{value} %'\n            },\n        },\n          plotOptions: {\n            series: {\n                marker: {\n                    enabled: false\n                }\n            }\n        },\n        series: [{showInLegend: false, \n\n            name: 'Branchen',              \n            data: [  {y: 3.9, color: '#88c0d3'},{y: 1.9, color: '#88c0d3'},{y:1.0, color: '#88c0d3'},{y: -0.6, color: '#88c0d3'},{y: -1.2, color: '#88c0d3'},{y: -1.7, color: '#88c0d3'},{y: -3.9, color: '#88c0d3'},\n            \n            {y: 4.9, color: '#d2d803'},  {y: 3.8, color: '#d2d803'},  {y: 3.1, color: '#d2d803'},  {y:2.7, color: '#d2d803'},  {y: 1.8, color: '#d2d803'},  {y: 1.7, color: '#d2d803'},  {y: 1.1 , color: '#d2d803'},  {y:  0.3, color: '#d2d803'},  {y: -0.8, color: '#d2d803'}]\n      \n\n        }, \n         {\n            type: 'spline',\n                    name: 'Alle Branchen',\n                    color: '#ee7452',\n            data: [1.1,1.1,1.1,1.1,1.1,1.1,1.1,1.1,1.1,1.1,1.1,1.1,1.1,1.1,1.1,1.1]\n        }]\n    });\n});\n\n<\/script>\n<\/div>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: BFS, Besta (Vollzeit\u00e4quivalente, jeweils im 1. Quartal) \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Analyse der Erwerbslosigkeit zeigt eine weitgehend parallele Entwicklung. So wies insbesondere das Gastgewerbe bereits \u00fcber die letzten f\u00fcnfzehn Jahre eine deutlich erh\u00f6hte Erwerbslosenquote auf, w\u00e4hrend staatsnahe Dienstleistungen, freiberufliche T\u00e4tigkeiten wie Unternehmensberatung sowie die Wissenschaft deutlich unterdurchschnittliche Quoten verzeichneten (siehe <em>Abbildung 2<\/em>).&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 2: Erwerbslosenquote nach Branchen (gem\u00e4ss ILO; 2003\u20132015)<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class=\"legacy_chart_custom\"><div class=\"chart chart--normal\" id=\"Jud_2_DE\"><\/div>\n<script>\n\n$(function () {\n    $('#Jud_2_DE').highcharts({\n      chart: {\n            type: 'column'\n        },\n        title: {\n            text: ''\n        },\n        xAxis: {\n            categories: [\n        'Erziehung und<br>Unterricht','\u00d6ffentliche Verwaltung','Gesundheits- und<br>Sozialwesen','Freiberufl., techn. und wissenschaftl.<br>DL','Kredit- und<br>Versicherungsgewerbe','Verkehr und Lagerei','Baugewerbe','Kunst, Unterhaltung,<br>private Haushalte','Information und<br>Kommunikation','Verarbeitendes Gewerbe,<br>Industrie','Handel, Reparaturwesen','Immobilien, sonstige<br>wirtschaftliche DL','Gastgewerbe'\n\n            ],\n            crosshair: true\n        },\n        yAxis: {\n            min: 0,\n            \n            title: {\n                text: ''\n            }\n            , labels: {\n                format: '{value} %'\n            },\n        },\n      \n        plotOptions: {\n            series: {\n                marker: {\n                    enabled: false\n                }\n            }\n        },\n        tooltip: {\n            valueSuffix: '%'\n        },\n        \n      \n        series: [{showInLegend: false,\n            name: 'Branchen',  color: '#88c0d3',\n            data: [1.8,2.0,2.3,2.7,2.9,3.3,3.5,3.5,3.8,3.8,4.1,4.5,9.0]\n      \n\n        }, \n         {\n            type: 'spline',\n                    name: 'Durchschnitt',\n                    color: '#ee7452',\n            data: [4.0,4.0,4.0,4.0,4.0,4.0,4.0,4.0,4.0,4.0,4.0,4.0,4.0]\n        }]\n    });\n});\n\n<\/script>\n<\/div>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: BFS, Sake 2003\u20132015 (eigene Auswertungen) \/ Die Volkswirtschaft&#13;<br \/>\n<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBesonders deutlich zeigen sich die beschriebenen strukturellen Ver\u00e4nderungen in den Erwerbslosenquoten nach Ausbildungsstufe (siehe <em>Abbildung 3<\/em>): Die Gruppe ohne Berufsabschluss (Sekundarstufe I) bekundet im Vergleich zu den besser ausgebildeten Gruppen (Sekundarstufe II und Terti\u00e4rstufe) schon seit Beginn der Nullerjahre gr\u00f6ssere Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt. Dieser Trend verst\u00e4rkte sich nach der Rezession von 2002\/2003. Anschliessend stabilisierte sich der Abstand zu den besser Ausgebildeten auf diesem Niveau. Seit rund drei Jahren hat er sich erneut vergr\u00f6ssert.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 3: Erwerbslosenquote nach Qualifikationsstufen<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class=\"legacy_chart_custom\"><div class=\"chart chart--normal\" id=\"Jud_3_DE\"><\/div>\n<script>\n\n$(function () {\n    $('#Jud_3_DE').highcharts({\n          title: {\n            text: '',\n            x: -20 \/\/center\n        },labels: {\n                format: '{value}%'\n            },   plotOptions: {\n            series: {\n                marker: {\n                    enabled: false\n                }\n            }\n        },\n        xAxis: {\n            categories: ['2000','2001','2002','2003','2004','2005','2006','2007','2008','2009','2010','2011','2012','2013','2014','2015']\n        },\n        yAxis: {\n           title: {\n                text: ''\n            }\n            , labels: {\n                format: '{value} %'\n            },\n            plotLines: [{\n                value: 0,\n                width: 1,\n                color: '#808080'\n            }]\n        },\n        tooltip: {\n            valueSuffix: '%'\n        },\n        series: [{\n            name: 'Sekundarstufe I',\n            data: [4.6,4.8,4.6,6.7,7.5,7.9,7.1,6.9,6.1,7.5,6.5,6.3,6.8,7.5,8.3,9.3]\n        }, {\n            name: 'Sekundarstufe II',\n            data: [2.6,2.2,2.7,3.8,4.1,4.1,3.8,3.4,3.4,3.9,4.7,3.3,3.6,4.1,4.3,3.6]\n        }, {\n            name: 'Terti\u00e4rstufe',\n            data: [1.4,1.5,2.2,3.0,2.7,2.8,2.4,2.2,1.9,2.7,2.4,2.4,2.4,2.8,3.0,2.9]\n        }]\n    });\n});\n\n<\/script>\n<\/div>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: BFS, Erwerbslosenstatistik \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Altersstruktur der Erwerbslosenquote verzeichnete mit Ausnahme der Rezession von 2002\/2003, als die Jugendarbeitslosigkeit hochschnellte, keine altersspezifische Entwicklung. Im Niveau war die Jugendarbeitslosigkeit jeweils h\u00f6her als die Arbeitslosigkeit der anderen Altersgruppen, im internationalen Vergleich fiel sie jedoch vergleichsweise tief aus, was unter anderem auch am dualen Bildungssystem liegt.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Frankenaufwertung: Mehr Erwerbslose in der Industrie&#13;<br \/>\n<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Aufhebung des Mindestkurses vom Januar 2015 wirkte sich insbesondere auf wechselkurssensible Sektoren der Exportwirtschaft wie die Maschinen- und Metallindustrie aus. Der Besch\u00e4ftigungsr\u00fcckgang spiegelt sich in der Arbeitslosenstatistik: Die Zahl der bei einem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) gemeldeten Arbeitslosen stieg in der Industrie<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> saison- und zufallsbereinigt zwischen Dezember 2014 und Mai 2016 um rund 21 Prozent \u2013 auf 23\u2019600. Im gleichen Zeitraum stieg die Arbeitslosenzahl in der Gesamtwirtschaft um rund 10 Prozent auf 150\u2019200.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDiese Entwicklung f\u00fcgt sich nahtlos in den Erosionsprozess der Besch\u00e4ftigungsentwicklung im zweiten Sektor ein. Allerdings hatte sich der Strukturwandel vor dem Ausbruch der Frankenst\u00e4rke noch nicht in einer erh\u00f6hten Arbeitslosigkeit in der Industrie niedergeschlagen. Folglich beschleunigte die abrupte Frankenaufwertung den Strukturwandel. In etwas geringerem Ausmass betroffen waren das Gastgewerbe und der Detailhandel.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIm Zuge des Stellenabbaus im Industriesektor hatten M\u00e4nner einen st\u00e4rkeren Anstieg der Erwerbslosenquote zu verzeichnen. Auch bei Personen mit niedrigem Qualifikationsniveau und Ausl\u00e4ndern beider Geschlechter stieg die Erwerbslosigkeit st\u00e4rker an. Frauen und gut ausgebildete Personen profitierten demgegen\u00fcber st\u00e4rker vom Besch\u00e4ftigungswachstum in staatsnahen Branchen wie dem Gesundheitswesen oder in der Bildung. Ihre Erwerbslosenquote stieg somit weniger stark an.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZuletzt verst\u00e4rkt ins Blickfeld getreten ist die Arbeitslosigkeit von \u00e4lteren Erwerbst\u00e4tigen. Sie sind nach wie vor im Vergleich zu j\u00fcngeren weniger h\u00e4ufig von Arbeitslosigkeit betroffen. Allerdings sind die einmal arbeitslos gewordenen \u00e4lteren Personen im Mittel sp\u00fcrbar l\u00e4nger als die j\u00fcngeren Personen auf Besch\u00e4ftigungssuche. Die leichte Zunahme der Erwerbslosenquote in j\u00fcngerer Zeit bei den 55- bis 64-J\u00e4hrigen k\u00f6nnte ein Indiz daf\u00fcr sein, dass \u00e4ltere Personen von den negativen Auswirkungen der starken Aufwertung des Frankens etwas st\u00e4rker betroffen sind als j\u00fcngere. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie j\u00fcngsten Entwicklungen im Zuge der Frankenst\u00e4rke verdeutlichen somit in vielen Aspekten, in welche Richtung sich der Strukturwandel des Arbeitsmarkts in der Schweiz schon seit l\u00e4ngerer Zeit bewegt: Der Anteil des Dienstleistungsbereichs w\u00e4chst weiter, und das Besch\u00e4ftigungswachstum bleibt ausgesprochen bildungsintensiv. In der Industrie setzt sich die Konzentration auf wertsch\u00f6pfungsstarke Produktionsprozesse weiter fort. Wechselkursexponierte Branchen verlieren an Konkurrenzf\u00e4higkeit, was zumindest vor\u00fcbergehend zu einer erh\u00f6hten Arbeitslosigkeit f\u00fchrt. Diese bereits bekannten Entwicklungen treten in den Phasen mit einer starken Aufwertung des Frankens noch deutlicher hervor.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">BFS, Erwerbst\u00e4tigenstatistik.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Zweiter Sektor ohne Bauwirtschaft.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Siehe dazu auch Seco, Indikatoren zur Situation \u00e4lterer Arbeitnehmender, April 2016.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im internationalen Vergleich war die Erwerbslosenquote in der Schweiz in den letzten Jahren vergleichsweise tief, und das Besch\u00e4ftigungswachstum zeigte sich sehr robust. 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Der Artikel geht der Frage nach, inwiefern die j\u00fcngsten Entwicklungen langfristige Arbeitsmarkttrends verst\u00e4rkt oder aber neue Entwicklungen angestossen haben. Der Langfristvergleich zeigt, dass die aktuelle Frankenst\u00e4rke den bereits anhaltenden Strukturwandel weiter vorangetrieben hat. So ist die Besch\u00e4ftigung des Dienstleistungssektors seit der Jahrtausendwende stark angestiegen. 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