{"id":112690,"date":"2016-06-22T15:59:50","date_gmt":"2016-06-22T15:59:50","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2016\/06\/thierstein-07-2016-franz\/"},"modified":"2023-08-23T23:09:08","modified_gmt":"2023-08-23T21:09:08","slug":"thierstein-07-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2016\/06\/thierstein-07-2016\/","title":{"rendered":"Missverst\u00e4ndnis oder K\u00f6nigsweg?"},"content":{"rendered":"<p>Be attractive! Be competitive! Be sustainable! Be smart! Wer m\u00f6chte nicht in einer \u00abSmart City\u00bb leben? Um das Konzept Smart City zu verstehen, hilft es, sich vorzustellen, wie das Leben in einer Nicht-Smart-City auss\u00e4he. Hier zeigt sich, dass es sich bei Smart City sowohl um ein funktionierendes Gesamtsystem, das unsere Zukunft neu umreisst, als auch um ein Vorhaben, das unsere Stadt lebensf\u00e4higer macht, handelt. Somit sehen die einen darin die Vorstellung eines besseren st\u00e4dtischen Lebens, das vision\u00e4r vor uns liegt. Andere verstehen Smart City als ein Infrastruktur- und Technikprojekt, das der Stadt zur Zukunftsf\u00e4higkeit verhilft.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nSt\u00e4dte sind die Wiegen der kreativen Menschheit. Als \u00f6konomische sowie institutionelle Treiber sind sie unabdingbar f\u00fcr die Weiterentwicklung unserer Gesellschaften.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> \u00abStadt\u00bb ist ein komplexes Ph\u00e4nomen von Netzen, das durch die Leistungsf\u00e4higkeit der technischen Infrastruktur und der dazu geh\u00f6renden sozialen Interaktion definierbar ist.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Im Zeitalter von vernetzten Rechnern und Big Data lassen sich die Grenzen dabei nicht mehr rein geografisch ziehen.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Aus der Perspektive von Akteuren steht im Vordergrund, was die Menschen aus ihrer Stadt machen: Wie wollen sie \u00absmart\u00bb \u2013 geschickter, r\u00fccksichtsvoller, vertr\u00e4glicher als bisher \u2013 sein?&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEine zentrale Bedeutung kommt der Technologie zu: Durch den Einsatz von mehr vernetzter, digitaler Technologie und grossen Datenbest\u00e4nden sollen unsere St\u00e4dte \u00f6konomisch produktiver und effizienter werden, mit der Folge eines geringeren \u00f6kologischen Fussabdrucks. Aus diesen Beweggr\u00fcnden werden in Asien und auf der Arabischen Halbinsel aktuell Stadtteile mit Smart Buildings, Smart Homes und Smart Living aus dem Boden gestampft.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAllerdings konnte die Hoffnung auf eine \u00f6kologischere Zukunft bisher nicht eingel\u00f6st werden, der Alltagsgebrauch erz\u00e4hlt eine andere Geschichte: Lebensqualit\u00e4t entsteht nicht alleine durch technologische Vernetzung und \u00f6konomisches Wohlergehen, sondern durch die Identifikation mit der eigenen T\u00e4tigkeit, der Interaktion mit seinem pers\u00f6nlichen Umfeld sowie mit der Weise, wie die gebaute Umwelt den Menschen \u00abwillkommen\u00bb heisst. Diese Aneignungsprozesse gehen in der Debatte um Smart City meist vergessen.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Verkappte Industriepolitik<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nZiel der EU-Kommission ist es, die Entwicklung und Implementierung intelligenter st\u00e4dtischer Technologien voranzutreiben. Zu diesem Zweck etablierte sie im Jahr 2012 die Initiative \u00abEurop\u00e4ische Innovationspartnerschaft f\u00fcr Intelligente St\u00e4dte und Gemeinschaften\u00bb<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a>, welche mit Geldern des EU-Forschungsprogramms Horizon 2020 Vorzeigeprojekte im st\u00e4dtischen Raum f\u00f6rdert.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDiese sogenannten Leuchtturmprojekte aus den Bereichen Energie, Verkehr und IT zielen alle auf eine h\u00f6here Lebensqualit\u00e4t. Die Hoffnung ruht dabei auf einer Reduzierung der Energiekosten f\u00fcr alle Akteure, auf einem beschleunigten, umweltfreundlichen Verkehr, auf einer verbesserten Mobilit\u00e4t, auf neuen Arbeitspl\u00e4tzen, auf einer verbesserten Resilienz im Klimawandel \u2013 wie Reduktion von Hitzeinseln \u2013 sowie auf einer besseren Luftqualit\u00e4t.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEin starker Treiber im Hintergrund ist Industriepolitik. In der EU scheint Smart City eine magische Verbindung von wichtigen Zielen zu bieten: Die internationalen Verpflichtungen zur CO<sub>2<\/sub>-Reduktion kombiniert sie mit \u00fcberf\u00e4lligen Erneuerungen der bisherigen technischen Infrastrukturen, der Herausforderung der Digitalisierung aller Lebenswelten, also des Internets der Dinge, sowie der Wettbewerbsposition europ\u00e4ischer Technologiefirmen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Begeisterung f\u00fcr Smart City erkl\u00e4rt sich auch durch die nach wie vor untergeordnete Rolle, welche Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik \u2013 im Gegensatz zu Agrarpolitik und Strukturhilfe f\u00fcr schw\u00e4chere Regionen \u2013 spielt. Zudem erhofft man sich davon, gegen\u00fcber aufstrebenden Regionen in Asien den Anschluss halten zu k\u00f6nnen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie noch junge Geschichte von Smart City bietet drei Lesarten, die im Folgenden erl\u00e4utert werden.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Smart City 1.0 als Strategie von Institutionen<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nSmart City startete als Projekt von Eliten. Die Akteure stammen dabei vorwiegend aus der zentralisierten Verwaltung, aus der leistungsstarken Industrie und aus Interessengruppen: Big Government, Big Business, Big Advocacy. Die zentralen wirtschaftlichen Interessen werden besonders deutlich, wenn man versteht, dass die Schaffung eines digitalen Binnenmarktes eine von zehn Priorit\u00e4ten von Kommission, Rat und Parlament in Br\u00fcssel darstellt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nVor diesem Hintergrund liest sich Smart City 1.0 als \u00abDurchbruchsstrategie\u00bb von Grossinstitutionen, die einerseits in der Lage sind, ihre Steuerungs- und Regulationskompetenz einzusetzen, und anderseits \u00fcber die Erfahrung verf\u00fcgen, ihre Kompetenzen zu Technologieentwicklung, Systemintegration sowie Finanzierung und Betreibermodellen f\u00fcr St\u00e4dte zu b\u00fcndeln. Eine neue Runde von Public-Private-Partnerships wird damit eingel\u00e4utet, welche die F\u00e4higen \u2013 Technologie- und Regulationsanbieter \u2013 zusammenbringen mit den Willigen \u2013 den von strukturellen Haushaltsschw\u00e4chen gezeichneten Stadtkommunen in Europa.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAls Normalb\u00fcrger k\u00f6nnten wir uns entspannt zur\u00fccklehnen und sarkastisch sagen, bei Smart City handle es sich nur um ein weiteres von \u00aboben\u00bb geplantes, angebotsorientiertes Infrastrukturprojekt, das \u00abunten\u00bb kaum mit nennenswerten Effekten ankomme. Wir alle haben aber Anlass, genauer hinzuschauen, denn die digitale Durchdringung unseres Alltages bietet bereits ausreichend Anschauungsmaterial (siehe <em>Kasten<\/em>).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEin ausschliesslich technologiebezogener Fokus verstellt aber den Blick f\u00fcr Herausforderungen und Chancen urbaner Transformation. Denn \u00abStadt\u00bb hat viele Gesichter und wird letztlich gemacht durch Interaktion. Je nach disziplin\u00e4rer Herkunft lesen wir das St\u00e4dtische anders: morphologisch-siedlungsstrukturell, funktional-wirtschaftlich, sozial-demografisch, institutionell-politisch, relational-vernetzt oder transformationsorientiert.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nSmart City 1.0 ist als Grundkonzept auf die Physis der Stadtfunktionen ausgerichtet. Grosse Technologiefirmen des Hard- und Softwaresektors wie ABB, Siemens, IBM oder Cisco versprechen mit ihren Systeml\u00f6sungen signifikante Skalenvorteile und Wirkungsspr\u00fcnge. St\u00e4dte wie Wien b\u00fcndeln ihre urbanen Technologien in Dienstleistungsagenturen.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> Dabei zeigt sich: Die 24-Stunden-Stadt funktioniert nur mit einem leistungsstarken, hoch vernetzten infrastrukturellen R\u00fcckgrat \u2013 \u00abStadtmachen\u00bb wird insgesamt zum Abenteuer des 21. Jahrhunderts.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Google &amp; Co. dominieren bei Smart City 2.0 <\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nSmart City 2.0 f\u00fcgt neu die \u00abSystemmanager\u00bb hinzu, deren Kernkompetenz im Sammeln von Daten und dem Verarbeiten zu Information liegt: Google, Apple, Facebook, Amazon und andere lassen uns erahnen, dass sie die \u00abMaster of Ceremony\u00bb sein k\u00f6nnen und das Internet der Dinge letztlich die Stadt der Zukunft bestimmt. Diese Internetkonzerne verkn\u00fcpfen die sich weiter ausdifferenzierenden Teile des Internets der Dinge schrittweise zu neuen, r\u00e4umlich wirksamen Wertsch\u00f6pfungsketten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nF\u00fcr die Nutzer von Smart City 2.0 erscheinen diese neuen Angebotssysteme zun\u00e4chst attraktiv, denn sie zahlen geringe Grenzkosten f\u00fcr Netzwerk-Dienstleistungen. Zugleich sind sie aber die zentralen individuellen Lieferanten von Bewegungs- und Attributsdaten und werden euphemistisch als \u00abDatenspender\u00bb bezeichnet.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Smart City 3.0: Wissen entsteht in Interaktion<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nChancen bestehen, dass sich daraus Smart City 3.0 entwickeln k\u00f6nnte. Neuartige Nutzerkooperationen entwickeln sich als Public-Private-Partnerships, wo das Geben und Nehmen von Daten und Leistungen ausgeglichener als heute erfolgt. Smart City 3.0 bedingt, dass wir Stadt als Ph\u00e4nomen der sozialen Interaktion begreifen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie relational verstandene Stadt hat sich seit je durch Austausch zwischen Akteuren und Standorten transformiert.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> Als Ergebnis entsteht Wissen. Es ist das Kapital der Wissens\u00f6konomie, die wir als jenen wachsenden Teil der Wirtschaft definieren, der\u00a0hoch spezialisiertes Wissen und F\u00e4higkeiten aus verschiedenen Segmenten der Wertsch\u00f6pfungskette strategisch miteinander kombiniert, um Innovation zu erm\u00f6glichen und Konkurrenzvorteile zu wahren.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWirtschaften ist ein st\u00e4ndiger Neuerungsprozess, der im Begriff Innovation zusammengefasst ist. Als strategischer Wettbewerbsfaktor spielt Wissen hier eine entscheidende Rolle \u2013 etwa bei der Steuerung von unternehmerischen Wertsch\u00f6pfungsketten. Das Produzieren von Wissen ist heute ein zentraler Treiber der r\u00e4umlichen Transformation von Stadt. In den Worten das US-Stadt\u00f6konomen Ed Malecki: \u00abIf knowledge is not found everywhere, then where it is located becomes a particularly significant issue.\u00bb<a href=\"#footnote_8\" id=\"footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor\">[8]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nInformations- und Kommunikationstechnologien sind verantwortlich f\u00fcr die gesteigerten M\u00f6glichkeiten der Entstehung und Nutzung von Wissen. Distanzunabh\u00e4ngige Technologien bedeuten aber mitnichten das Ende von lokalen Qualit\u00e4ten. Vielmehr verdeutlichen empirische Arbeiten das scheinbare Paradoxon der Komplementarit\u00e4t von r\u00e4umlicher und relationaler N\u00e4he f\u00fcr die Wissensgenerierung. Wissen wird erst im Austausch zwischen Menschen geschaffen, die sich sowohl r\u00e4umlich als auch in Netzwerken nahe und vertraut sowie gleichzeitig zu diesem Austausch bereit und in der Lage sind. Der systematische Einsatz von Wissen im Sinne einer Kombination von wissenschaftlichem und erfahrungsgest\u00fctztem Wissen im unternehmerischen Wertsch\u00f6pfungsprozess tr\u00e4gt heute wesentlich zur Transformation des Raumes bei.<a href=\"#footnote_9\" id=\"footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor\">[9]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Selbstreflexion der Stadtbewohner entscheidend<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDas menschliche Bed\u00fcrfnis des Austausches, Sich-Begegnens und Erkannt-Werdens kann als Konstante der Raumnutzung betrachtet werden: Das ist meine Hypothese. Die Smart City wird uns nur dann die erhofften Wirkungen bescheren, wenn smart nicht nur die Eigenschaft von Menschen oder Institutionen meint, sondern vor allem auch die Anordnung und Organisation von gebauter und nicht bebauter Umwelt. Ziel sollte sein, Smart City 3.0 als Instrument der Steuerung von Stadttransformation zu begreifen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDas Konzept umfasst zwei Lesarten: Erstens f\u00fchrt die Implementierung zu besserer Performance der St\u00e4dte. Zweitens muss diese von Nutzern reflektiert werden k\u00f6nnen und zu neuem Wissen \u00fcber r\u00e4umliche Entwicklungsdynamik selber f\u00fchren, beispielsweise \u00fcber die r\u00e4umlichen Konsequenzen des eigenen Nutzerverhaltens. Solches Wissen wiederum ist Grundlage f\u00fcr eine wirkungsvollere Steuerung der St\u00e4dte.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZielt politisches Handeln letztlich auf wirkungsorientierte Stadttransformation<a href=\"#footnote_10\" id=\"footnote-anchor_10\" class=\"inline-footnote__anchor\">[10]<\/a> \u2013 also auf absichtsvolle Kenntnisse von Ursache-Wirkungs-Zusammenh\u00e4ngen \u2013, dann dient Smart City der gesellschaftlichen Verst\u00e4ndigung \u00fcber Wissen. Smart City 3.0 k\u00f6nnte der K\u00f6nigsweg darstellen und die Chance bieten, den Stadtbewohner wieder als Master of Ceremony ins Stadtmachen zur\u00fcckzubringen. Wir m\u00fcssen uns gleichzeitig als Produzent und Nutzer unserer eigenen steuerungsrelevanten Information begreifen. Indem wir Steuerungswissen \u00f6ffentlich herstellen, l\u00e4sst sich die Entwicklung von Stadt wirkungsvoller diskutieren.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Glaeser 2011, Storper 2013.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Bettencourt 2013, Batty 2013.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Kitchin 2014.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">European Commission o. J.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Vgl. Tinavienna.at&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Taylor 2013.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Bentlage, Thierstein und L\u00fcthi 2014.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_8\" class=\"footnote--item\">Malecki 2000.:110&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_9\" class=\"footnote--item\">Bentlage, Thierstein und L\u00fcthi 2014.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_10\" class=\"footnote--item\">F\u00f6rster 2014.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_10\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Be attractive! 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Boston: MIT Press.<\/li>&#13;\n\t<li>BBSR, Bundesinstitut f\u00fcr Bau-, Stadt- und Raumforschung (2015a): <a href=\"http:\/\/www.bbsr.bund.de\/BBSR\/DE\/FP\/ExWoSt\/Studien\/2015\/SmartCities\/SmartCities-Gamification\/01_Start.html?nn=431364\" target=\"_blank\">Smart Cities \u2013 Gamification, Prognosem\u00e4rkte, Wikis &amp; Co: Neues Wissen f\u00fcr die Stadt.<\/a><\/li>&#13;\n\t<li>BBSR, Bundesinstitut f\u00fcr Bau-, Stadt- und Raumforschung (2015b). Smart Cities International \u2013 Strategien, Strukturen und Pilotvorhaben, Eva Schweitzer (Hrsg.). Bonn: BBSR, Bundesinstitut f\u00fcr Bau-, Stadt- und Raumforschung.<\/li>&#13;\n\t<li>Bentlage, Michael, Alain Thierstein und Stefan L\u00fcthi (2014). Knowledge Hubs: Poles of Physical Accessibility and Non-physical Connectivity. In: Ben Derudder, Sven Conventz, Alain Thierstein und Frank Witlox (Hrsg.): Hub Cities in the Knowledge Economy. Seaports, Airports, Brainports. London: Ashgate, 31\u201354.<\/li>&#13;\n\t<li>Bettencourt, Luis M. A. (2013). The Origins of Scaling in Cities. In: Science 340(1438), 1438\u20131441.<\/li>&#13;\n\t<li>European Commission (o. J.). Smart Cities and Communities. <a href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/eip\/smartcities\/index_en.htm\" target=\"_blank\">The European Innovation Partnership on Smart Cities and Communities. Operational Implementation Plan: First Public Draft.<\/a><\/li>&#13;\n\t<li>F\u00f6rster, Agnes (2014). <a href=\"https:\/\/mediatum.ub.tum.de\/node?id=1210593\" target=\"_blank\">Planungsprozesse wirkungsvoller gestalten \u2013 Wirkungen, Bausteine und Stellgr\u00f6\u00dfen kommunikativer planerischer Methoden.<\/a> Doktor der Ingenieurwissenschaften (Dr-Ing), Fakult\u00e4t f\u00fcr Architektur, Lehrstuhl f\u00fcr Raumentwicklung. M\u00fcnchen: Technische Universit\u00e4t.<\/li>&#13;\n\t<li>Glaeser, Edward (2011). Triumph of the City: How Our Greatest Invention Makes Us Richer, Smarter, Greener, Healthier, and Happier. New York: The Penguin Press.<\/li>&#13;\n\t<li>Kitchin, Rob (2014). Big Data, New Epistemologies and Paradigm Shifts. In: Big Data &amp; Society 1(1).<\/li>&#13;\n\t<li>Malecki, Edward J. (2000). Creating and Sustaining Competitiveness. Local Knowledge and Economic Geography. In: John Bryson, Peter Daniels, Nick Henry und Jane Pollard (Hrsg.): Knowledge, Space, Economy. London, New York, 103\u2013119.<\/li>&#13;\n\t<li>Storper, Michael (2013). Keys to the City. How Economics, Institutions, Social Interactions, and Politics Shape Development Oxford: Princeton University Press<\/li>&#13;\n\t<li>Taylor, Peter J. (2013). Extraordinary Cities: Millennia of Moral Syndrome, World-Systems and City\/State Relations. Edward Elgar Pub.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":[{"kasten_title":"Deutschland geht voraus","kasten_box":"Die deutsche Regierung treibt Smart City voran. Laut dem <em>Bundesinstitut f\u00fcr Bau-, Stadt- und Raumforschung<\/em> dient in erster Linie die dabei eingesetzte Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) dazu, \u00abdie stadtplanerischen Leitbilder im Bereich Klima, Verkehr und Mobilit\u00e4t, Verwaltungsmodernisierung, Daseinsvorsorge und \u00f6ffentliche Sicherheit umzusetzen\u00bb.<sup>a<\/sup>&#13;\n&#13;\nEin Beispiel aus <em>M\u00fcnchen<\/em>: Hier untersucht ein weiteres Forschungsteam im Projekt \u00abGamification, Prognosem\u00e4rkte, Wikis &amp; Co: Neues Wissen f\u00fcr die Stadt?\u00bb<sup>b<\/sup> innovative Ans\u00e4tze der Wissens- und Entscheidungsfindung, die Herausforderungen und Zukunftsaufgaben in den Kommunen begegnen helfen. Die Autoren versprechen sich davon neue Ans\u00e4tze zur Sicherung der kommunalen Grundversorgung, zur St\u00e4rkung der Transparenz in Verwaltungsabl\u00e4ufen, f\u00fcr neue M\u00f6glichkeiten des Monitorings r\u00e4umlicher Entwicklungsdynamiken, f\u00fcr ein verbessertes Risikomanagement komplexer urbaner Systeme, f\u00fcr neue Wege, dezentrales Steuerungswissen in der Kommune zu b\u00fcndeln sowie f\u00fcr vertiefte Kenntnisse \u00fcber wichtige Zielgruppen f\u00fcr die kommunale Entwicklung und M\u00f6glichkeiten deren gezielter Ansprache und Aktivierung.&#13;\n&#13;\n<span class=\"text__quelle--kasten\"><sup>a<\/sup>BBSR (2015b):7.<\/span>&#13;\n&#13;\n<span class=\"text__quelle--kasten\"><sup>b<\/sup>BBSR (2015a).<\/span>"}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":112693,"main_focus":[156481,157150],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":112697,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"56227","post_abstract":"Vernetzte Rechner, Big Data und individualisierte Mikrotechnologien verheissen die neue, bessere und \u00f6kologischere Stadt: die Smart City. Smart Buildings, Smart Homes und Smart Living wecken grosse Hoffnungen. Eine Koalition aus Big Government, Big Business, Big Advocacy hat sich innerhalb der EU aufgemacht, neue Lebensqualit\u00e4t zu erzeugen und die technologische Wettbewerbsf\u00e4higkeit Europas zu st\u00e4rken. Der Alltag der Menschen in den st\u00e4dtischen R\u00e4umen sieht bis heute jedoch anders aus. Die Diskussion \u00fcber die nutzerfreundliche Umsetzung und Aneignung von Smart City wird in der Nische gef\u00fchrt. Grosse Technologieunternehmen versprechen effizientere, integrierte Infrastruktursysteme f\u00fcr die St\u00e4dte (Smart City 1.0); grosse Informationsverarbeiter aus dem Silicon Valley durchdringen alle Poren des Alltags (Smart City 2.0). Smart City 3.0 kann dann sein, wenn die Stadtnutzer nicht nur Datenspender sind, sondern sich auch als Produzenten von Stadt verstehen. 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