{"id":113000,"date":"2016-05-25T16:03:43","date_gmt":"2016-05-25T16:03:43","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2016\/05\/renold-06-2016-franz\/"},"modified":"2023-08-23T23:09:27","modified_gmt":"2023-08-23T21:09:27","slug":"renold-06-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2016\/05\/renold-06-2016\/","title":{"rendered":"Leistungsstarke Jugendliche st\u00e4rken das Ansehen der Berufsbildung"},"content":{"rendered":"<p>Das Center on International Education Benchmarking attestiert der Schweiz bei einem internationalen Vergleich von Berufsbildungssystemen den \u00abGoldstandard\u00bb.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> In der Tat ist es durch kontinuierliche Reformen wie der Einf\u00fchrung der Berufsmaturit\u00e4t und der Fachhochschulen sowie den Ausbau der h\u00f6heren Berufsbildung gelungen, attraktive Laufbahnm\u00f6glichkeiten in s\u00e4mtlichen Arbeitsmarktbereichen zu entwickeln. Zu dieser Attraktivit\u00e4t hat das j\u00fcngste Berufsbildungsgesetz massgeblich beigetragen. Es setzt auf zahlreiche innovative Bestimmungen und auf Bildungsstandards, die sich an Handlungskompetenzen orientieren.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nRund zwei Drittel der Jugendlichen in der Schweiz w\u00e4hlen als erste nachobligatorische Ausbildung eine berufliche Grundbildung. Dieser hohe Anteil ist weltweit einzigartig. Einer der Gr\u00fcnde daf\u00fcr ist die hohe Durchl\u00e4ssigkeit in andere Bildungsg\u00e4nge. Trotzdem werden in der \u00d6ffentlichkeit regelm\u00e4ssig Debatten dar\u00fcber gef\u00fchrt, ob die Berufsbildung heute noch zeitgem\u00e4ss sei. Auf \u00f6ffentlichen Podien und bei Berufswahlfragen wird der tiefe soziale Status der Berufsbildung beklagt. Doch wer selbst einen Berufsbildungsweg<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a>\u00a0durchlaufen oder vertiefte Kenntnisse der Schweizer Berufsbildung hat, f\u00fcr den ist diese tiefe soziale Wertsch\u00e4tzung wenig nachvollziehbar.&#13;<\/p>\n<h2>Umfragen zeigen nicht das ganze Bild<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEtwa die H\u00e4lfte der Schweizer Wohnbev\u00f6lkerung ist der Meinung, dass der soziale Status von Personen mit einer Berufsbildung tiefer ist als jener von Personen mit einer Maturit\u00e4t oder einem Universit\u00e4tsabschluss. Dies zeigt eine repr\u00e4sentative Umfrage aus dem Jahr 2012, die im Auftrag der Schweizerischen Koordinationsstelle f\u00fcr Bildungsforschung (SKBF) durchgef\u00fchrt wurde.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Allerdings attestiert die befragte Bev\u00f6lkerung Personen mit einer Berufsbildung gute Arbeitsmarktchancen: Nur rund ein F\u00fcnftel denkt, dass diese schlechter f\u00fcr den Arbeitsmarkt ger\u00fcstet sind.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nSolche Umfragen sind mit verschiedenen Schwierigkeiten verbunden: Einerseits erheben sie stets einzelne Aspekte des sozialen Status, wie die Arbeitsmarktchancen oder das soziale Prestige von Personen mit Berufsbildung. Dadurch verm\u00f6gen sie die soziale Wertsch\u00e4tzung der Berufsbildung nicht ganzheitlich abzubilden. Der soziale Status des gesamten Regelsystems \u2013 d. h. die Einbettung von Berufsbildungswegen ins Bildungssystem mit Zulassungsbedingungen und Anschlussm\u00f6glichkeiten \u2013 werden nicht erfasst. Andererseits birgt diese Art der Messung die Gefahr, dass Teilnehmende nicht ehrlich antworten. Stattdessen antworten sie das, von dem sie glauben, dass es von ihnen erwartet wird und die Gesellschaft als richtig erachtet. Dieses Ph\u00e4nomen nennt man soziale Erw\u00fcnschtheit.&#13;<\/p>\n<h2>Status ist eine relative Gr\u00f6sse<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nUm diese methodischen Probleme zu umgehen, haben wir in der Studie \u00abMeasuring the Social Status of Education Programmes\u00bb<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a>\u00a0eine neue Messgr\u00f6sse entwickelt, die auf den sozialen Status der dualen Berufsbildung als Regelsystem fokussiert. Der soziale Status ist dabei eine relative Gr\u00f6sse. Das bedeutet, dass er nicht nur die soziale Wertsch\u00e4tzung in der Bev\u00f6lkerung beschreibt, sondern auch, wie die duale Berufslehre im Vergleich mit anderen Bildungswegen wahrgenommen und in Bezug zu diesen positioniert wird.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEine relative Messgr\u00f6sse verwendet auch das Europ\u00e4ische Zentrum f\u00fcr die F\u00f6rderung der Berufsbildung (Cedefop): In einer Studie aus dem Jahr 2014 nutzt\u00a0es\u00a0daf\u00fcr den Anteil Berufslernender in einer Kohorte. Wendet man diese Methodik auf die Schweiz an, so zeigt sich, dass der soziale Status der Berufslehre in der Deutschschweiz wesentlich h\u00f6her ist als in der Westschweiz. Um diese Messgr\u00f6sse zu verfeinern, gehen wir davon aus, dass sich mit h\u00f6herem sozialem Status der Berufsbildung kognitiv leistungsf\u00e4higere Jugendliche f\u00fcr eine Berufslehre entscheiden. Wenn also die relativen Kompetenzen von 15-j\u00e4hrigen Jugendlichen, die eine Berufslehre w\u00e4hlen (im Folgenden \u00abBerufslernende\u00bb genannt), steigen, ist \u2013 bei gleichbleibenden Rahmenbedingungen \u2013 auch der soziale Status der Berufslehre gestiegen. Weil aber ein Referenzmassstab fehlt, kann das Niveau dieser Messgr\u00f6sse nicht interpretiert werden. Stattdessen k\u00f6nnen nur Unterschiede zwischen Gruppen und Ver\u00e4nderungen \u00fcber die Zeit festgestellt werden.&#13;<\/p>\n<h2>Immigranten untersch\u00e4tzen Wert der Berufsbildung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Studie der SKBF kommt zum Schluss, dass Ausl\u00e4nder signifikant h\u00e4ufiger den gymnasialen Weg bevorzugen als Schweizer. In unserer Studie nehmen wir deshalb an, dass Immigranten, die noch nicht lange in der Schweiz sind, das Schweizer Berufsbildungssystem zu wenig bekannt ist und sie daher den wahren Wert einer Berufslehre noch nicht einsch\u00e4tzen k\u00f6nnen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nMit der von uns verfeinerten Messgr\u00f6sse haben wir diese Hypothese gepr\u00fcft. <em>Abbildung 1<\/em> zeigt die relativen Kompetenzen von in der Schweiz und im Ausland geborenen \u00abBerufslernenden\u00bb anhand von Daten der internationalen Schulleistungsuntersuchungen.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> Die Abbildung best\u00e4tigt, dass in der Schweiz geborene Jugendliche den sozialen Status einer Berufslehre h\u00f6her einsch\u00e4tzen. Dies zeigt der Umstand, dass sich auch Jugendliche mit h\u00f6heren kognitiven Kompetenzen f\u00fcr diesen Bildungsweg entscheiden.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 1: Relative Kompetenzen von \u00abBerufslernenden\u00bb nach Geburtsland<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"renold_rageth_DE\"><\/div>\n<script>\n\n$(function () {\n    $('#renold_rageth_DE').highcharts({\n\n        chart: {\n            type: 'column'\n        },\n\n        title: {\n            text: ''\n        },\n\n        xAxis: {\n            categories: ['CH\/FL', 'Anderes Geburtsland']\n        }, \n\n        yAxis: {\n            \n            title: {\n                text: 'Relative Kompetenzen von \u00abBerufslernenden\u00bb (Kompetenz-Verh\u00e4ltnis)'\n            },\n                        min: 0.86\n        },\n\n        tooltip: {\n           \n        },\n\n        plotOptions: {\n            column: {\n                stacking: ''\n            }\n        },\n\n        series: [{\n            name: 'Lesekompetenzen',\n            data: [0.940, 0.909]\n        }, {\n            name: 'Mathematikkompetenzen',\n            data: [0.950,0.921]\n        }]\n    });\n});\n\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Relative Kompetenzen = Kompetenzen \u00abBerufslernende\u00bb \/ Kompetenzen Kohorte. <\/span><span class=\"text__legend\">Gewichtete Daten f\u00fcr die Deutschschweiz aus den Jahren 2000, 2003 und 2009; Lesen: N=15\u2018731, Mathematik: N=14\u2018186.&#13;<br \/>\n<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">\u00abBerufslernende\u00bb, die in der Schweiz oder in Liechtenstein geboren sind, weisen im Vergleich zu Jugendlichen in anderen Bildungswegen ein Lesekompetenz-Verh\u00e4ltnis von 0,940 auf. F\u00fcr Immigranten liegt dieser Wert mit 0,909 klar tiefer. Damit w\u00e4hlen bei den hier Geborenen schulisch bessere Jugendliche eine Berufslehre als bei den Immigranten.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Pisa \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<\/p>\n<h2>Erfahrungen mit Berufsbildung pr\u00e4gen die Einstellung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDoch weshalb schreiben Immigranten der Berufslehre einen tieferen sozialen Status zu? Wir vermuten, dass dies mit der Unkenntnis von neu immigrierten Personen bez\u00fcglich des Schweizer Berufsbildungssystems zusammenh\u00e4ngen k\u00f6nnte. <em>Abbildung 2<\/em> zeigt, wie sich dieser Status ver\u00e4ndert, wenn Immigranten l\u00e4nger in der Schweiz leben. Interessanterweise steigt der soziale Status der Berufslehre mit l\u00e4ngerem Aufenthalt in der Schweiz. Bei Immigranten mit l\u00e4ngerer Aufenthaltsdauer entscheiden sich zunehmend auch kognitiv leistungsf\u00e4higere Jugendliche f\u00fcr eine Berufslehre.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 2: Relative Kompetenzen von im Ausland geborenen \u00abBerufslernenden\u00bb in Abh\u00e4ngigkeit zu den\u00a0in der Schweiz verbrachten Jahren<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2016\/05\/Renold_Abb_1_DE.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-53776\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2016\/05\/Renold_Abb_1_DE.png\" alt=\"Renold_Abb_1_DE\" width=\"1528\" height=\"1114\" \/><\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Relative Kompetenzen = Kompetenzen \u00abBerufslernende\u00bb \/ Kompetenzen Kohorte. Gewichtete Daten f\u00fcr die Deutschschweiz aus den Jahren 2000, 2003, 2009; Lesen: N=1310, Mathematik: N=1172.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Die gestrichelten Linien zeigen die durchschnittliche Ver\u00e4nderung der relativen Kompetenzen von immigrierten \u00abBerufslernenden\u00bb in Abh\u00e4ngigkeit zu der bis zur Ausbildungswahl in der Schweiz verbrachten Zeit. \u00abBerufslernende\u00bb, die erst kurz vor der Ausbildungswahl immigriert sind, weisen ein Lesekompetenz-Verh\u00e4ltnis von leicht \u00fcber 0,850 auf. Im Gegensatz dazu entscheiden sich bei den Immigranten, die fast ihr ganzes Leben hier verbrachten, kognitiv leistungsf\u00e4higere Jugendliche f\u00fcr eine Berufslehre (etwa 0,950).<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Pisa \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDer in <em>Abbildung 2<\/em> dargestellte Anstieg trifft jedoch nicht f\u00fcr Jugendliche aus Deutschland und \u00d6sterreich zu. Denn diese kennen ein \u00e4hnliches Berufsbildungssystem. Auch Jugendliche, bei denen mindestens ein Elternteil in der Schweiz geboren ist, sind davon ausgenommen. Diese Resultate unterst\u00fctzen unsere Vermutung zus\u00e4tzlich, dass der unterschiedliche Wissensstand zur Schweizer Berufsbildung die Ver\u00e4nderung beim sozialen Status erkl\u00e4rt. Eine alternative Erkl\u00e4rung f\u00fcr diese Ver\u00e4nderung ist die zunehmende Anpassung an Schweizer Normen und Werte. Je mehr Zeit die Jugendlichen und ihre Eltern in der Schweiz verbringen, desto eher erkennen sie den wahren Wert der Berufsbildung.&#13;<\/p>\n<h2>Integration verhilft zu besserer Berufswahl<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDiese Resultate unterstreichen, dass die fr\u00fche Integration von Immigranten in das Schweizer Bildungssystem bedeutsam ist. Informations- und Beratungsangebote zum Bildungssystem f\u00fcr neu Immigrierte und ihre Kinder sind wesentliche Massnahmen, die den sozialen Status der Berufsbildung beeinflussen k\u00f6nnen. Sie erm\u00f6glichen, dass Immigranten eine optimale Ausbildungswahl treffen k\u00f6nnen, die zu ihren Kompetenzen und Interessen passt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDoch die Forschung ist damit nicht abgeschlossen. Noch in diesem Jahr wollen wir die Ergebnisse zum sozialen Status der Berufsbildung durch zus\u00e4tzliche Analysen verfeinern. Insbesondere die Determinanten des sozialen Status m\u00fcssen weiter untersucht werden. Dazu sollen verschiedene Bev\u00f6lkerungsgruppen beispielsweise nach Geschlecht, Sprachregion, Bildungshintergrund und sozio\u00f6konomischem Status verglichen und deren Ver\u00e4nderung \u00fcber die Zeit untersucht werden.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">(Hoffman und Schwartz (2015)&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Berufsbildungswege k\u00f6nnen die duale Berufslehre oder die Vollzeit-Berufsschule sein.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">(Cattaneo und Wolter 2013)&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Die <a href='http:\/\/www.kof.ethz.ch\/de\/publikationen\/p\/kof-working-papers\/403\/' target=\"_blank\">Studie<\/a> wird von der Hirschmann-Stiftung finanziert.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">PISA.ch (2004, 2011, 2012)&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Center on International Education Benchmarking attestiert der Schweiz bei einem internationalen Vergleich von Berufsbildungssystemen den \u00abGoldstandard\u00bb. 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Im Vergleich zu Schweizern geniesst sie bei neu zugezogenen Immigranten aber einen schlechteren Ruf. Doch eine Studie zeigt, dass sich diese Skepsis mit der Zeit verfl\u00fcchtigt.","post_hero_image_description":"Angehende Winzerin im Wallis: Gute Berufslernende sind das Aush\u00e4ngeschild des dualen Bildungssystems.","post_hero_image_description_copyright_de":"Keystone","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"<ul>&#13;\n\t<li>Bolli, T. und\u00a0 L. Rageth (2016). Measuring the Social Status of Education Programmes: Applying a New Measurement to Dual Vocational Education and Training in Switzerland, KOF Working Papers No. 403, March, Zurich.<\/li>&#13;\n\t<li>Cattaneo, M. A. und\u00a0S. C. Wolter (2013). Nationale Eigenheiten von Bildungssystemen in Zeiten der Globalisierung. SKBF Staff Paper 10. Aarau.<\/li>&#13;\n\t<li>Cedefop (2014). Attractiveness of Initial Vocational Education and Training: Identifying What Matters. Luxembourg: Publications Office of the European Union.<\/li>&#13;\n\t<li>Hoffman, N. und R. Schwartz (2015). Gold Standard: The Swiss Vocational Education and Training System. Washington, DC: National Center on Education and the Economy.<\/li>&#13;\n\t<li>PISA.ch (2004, 2011, 2012). Messung der Kompetenzen und Befragung der Sch\u00fclerInnen in der Schweiz im 9. Schuljahr \u2013 2000, 2003, 2009 [Datasets]. Bundesamt f\u00fcr Statistik BFS, Neuenburg; Schweizerische Konferenz der Kantonalen Erziehungsdirektoren \u2013 EDK, Bern. Distributed by FORS, Lausanne.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":113003,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":113007,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"52997","post_abstract":"Rund zwei Drittel der Jugendlichen in der Schweiz w\u00e4hlen eine Berufsbildung als Erstausbildung. Mit diesem Anteil ist die Schweiz weltweit f\u00fchrend. Dennoch wird der tiefe soziale Status einer Lehre immer \u00f6fter beklagt. Gem\u00e4ss einer Umfrage ist rund jeder zweite Schweizer der Meinung, dass Personen mit einer Berufsbildung weniger Ansehen geniessen als jene mit einem Maturit\u00e4ts- oder Universit\u00e4tsabschluss. Noch extremer ist diese Sicht bei Immigranten, welche viel \u00f6fter den gymnasialen Weg bevorzugen. Die vorliegende Studie zeigt, dass sich mit l\u00e4ngerem Aufenthalt in der Schweiz kognitiv leistungsf\u00e4higere Immigranten f\u00fcr eine Berufslehre entscheiden. Dies deutet darauf hin, dass Immigranten mit zunehmender Zeit mehr Informationen und damit den wahren Wert der Berufsbildung erfahren. 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