{"id":113202,"date":"2016-05-25T15:56:35","date_gmt":"2016-05-25T15:56:35","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2016\/05\/vannoni-06-2016-franz\/"},"modified":"2023-08-23T23:09:59","modified_gmt":"2023-08-23T21:09:59","slug":"vannoni-06-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2016\/05\/vannoni-06-2016\/","title":{"rendered":"Bauern profitieren von Freihandel"},"content":{"rendered":"<p>Geografisch ist die Schweiz klein: Gemessen an ihrer Einwohnerzahl schafft sie es knapp in die Top 100 aller Staaten. Noch weiter zur\u00fcck f\u00e4llt sie im Fl\u00e4chenvergleich. Fast halb so gross wie \u00d6sterreich, liegt sie nur einen Platz vor Bhutan und noch hinter den Niederlanden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEs geht aber auch anders: Die Schweiz gilt heute als eines der wohlhabendsten L\u00e4nder der Welt.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Lediglich Luxemburg, Norwegen und das arabische Emirat Katar weisen ein h\u00f6heres Bruttoinlandprodukt (BIP) pro Kopf auf. Auch absolut ist die Wirtschaftsleistung der Schweiz mit rund 650 Milliarden Franken<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> bemerkenswert: Auf knapp 0,003 Prozent der Landfl\u00e4che der Erde erwirtschaften unsere Unternehmen mit 0,1 Prozent der Weltbev\u00f6lkerung gut 1 Prozent des globalen BIP.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nMassgeblichen Anteil am Wohlstand der Schweiz haben die unz\u00e4hligen innovativen Unternehmen mit ihren gut ausgebildeten Fachkr\u00e4ften, die sich tagt\u00e4glich im globalen Wettbewerb behaupten m\u00fcssen und dies auch sehr erfolgreich tun. Nicht selten sind auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) als Nischenplayer regelrechte \u00abHidden Champions\u00bb und fest in internationale Wertsch\u00f6pfungsketten eingebunden. Zusammen mit den Grossunternehmen sichern sie damit Arbeitspl\u00e4tze, Steuerertr\u00e4ge der \u00f6ffentlichen Hand und Investitionen in den Wirtschaftsstandort Schweiz.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Internationale Handelsbeziehungen elementar<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nHeute wird in der Schweiz jeder zweite Franken in Zusammenarbeit mit dem Ausland erwirtschaftet. Rund 70 Prozent der Exporte gehen in die beiden M\u00e4rkte EU und USA. Der eigene Heimmarkt \u2013 der erst noch sprachlich segmentiert ist \u2013 ist schlicht zu klein, um den Wohlstand zu finanzieren. Unternehmen in der Schweiz waren deshalb seit je gezwungen, international wettbewerbsf\u00e4hig zu sein.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWegen dieser Rahmenbedingungen sind starke Handelsbeziehungen mit dem Ausland f\u00fcr die Aufrechterhaltung und die Weiterentwicklung des Wohlstands elementar. Dabei sind insbesondere multilaterale Handelsliberalisierungen \u2013 im Rahmen der WTO \u2013 von grosser Bedeutung. Gerade f\u00fcr kleine Staaten sichern sie verl\u00e4ssliche, international verbindliche Regeln f\u00fcr den weltweiten Handel.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn Anbetracht der wachsenden Bedeutung regionaler und bilateraler Freihandelsabkommen zwischen wichtigen Handelspartnern \u2013 wie des geplanten transatlantischen Freihandelsabkommens (TTIP) zwischen der EU und den USA \u2013 muss die Schweiz aber darauf achten, nicht ins Abseits zu geraten.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Andernfalls drohen dem Wirtschaftsstandort Handelsumlenkungen und ein Verlust an Investitionen mit schmerzhaften Einbussen an Wohlstand und Arbeitspl\u00e4tzen. Entsprechend muss die Schweiz auch das umfangreiche Netz an Freihandels-, Investitionsschutz- und Doppelbesteuerungsabkommen mit relevanten Drittstaaten zielgerichtet ausbauen. Oberste Maxime ist dabei die Sicherung des gr\u00f6sstm\u00f6glichen handelspolitischen Spielraums f\u00fcr in der Schweiz ans\u00e4ssige Unternehmen.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t entpuppt sich als Mythos<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nW\u00e4hrend im zweiten und im dritten Sektor der Volkswirtschaft die internationale Perspektive allgegenw\u00e4rtig ist, wird sie im ersten Sektor zumindest politisch immer wieder ausgeblendet. So pochen Bauernvertreter immer wieder auf eine Ern\u00e4hrungssicherheit, die auf eine m\u00f6glichst hohe Selbstversorgung setzt. Zugrunde liegt dieser Perspektive die \u00dcberlegung, dass wir unsere Nahrung selber produzieren m\u00fcssen, die Schweiz also so autark wie m\u00f6glich funktionieren soll.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDieser Ansatz f\u00fchrt in die Irre: Eine sichere Lebensmittelversorgung ist nicht mit einer hohen Inlandproduktion zu verwechseln. Zahlreiche Vorleistungen der Landwirtschaft wie Futtermittel, Saatgut, Setzlinge, D\u00fcnge- und Pflanzenschutzmittel oder Elterntiere in der Gefl\u00fcgelproduktion werden vom Ausland bezogen. Ferner steht jeder Traktor still, wenn die daf\u00fcr n\u00f6tigen Erd\u00f6lprodukte und Ersatzteile nicht importiert werden k\u00f6nnen. Die inl\u00e4ndische Lebensmittelproduktion kann jedoch nur aufrechterhalten werden, solange diese Vorleistungen verf\u00fcgbar sind.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Landwirtschaft ist somit, wie andere Sektoren auch, eng in die internationale Arbeitsteilung und Spezialisierung eingebunden. Auch f\u00fcr die Landwirtschaft ist der internationale Marktzugang elementar. Politisch, gesellschaftlich und auch in der Werbung f\u00fcr landwirtschaftliche Produkte werden diese Zusammenh\u00e4nge aber kategorisch ausgeblendet. Dabei zeigt beispielsweise die schlechte Kartoffelernte im letzten Jahr, dass Produktionsschwierigkeiten durchaus auch im Inland auftreten k\u00f6nnen und Importe solche Engp\u00e4sse ausgleichen k\u00f6nnen.&#13;<\/p>\n<h2><strong>K\u00e4seproduktion gesteigert&#13;<br \/>\n<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAuch den Exportchancen von einheimischen Produkten wird noch viel zu wenig Beachtung geschenkt. Dabei zeigt der Freihandel mit der EU im K\u00e4semarkt seit 2007 die Vorteile auf: Die inl\u00e4ndische K\u00e4seproduktion konnte trotz steigender Importe erh\u00f6ht wer&shy;den. Der Ab&shy;bau von Z\u00f6l&shy;len und Zollkontin&shy;gen&shy;ten f\u00fchr&shy;te zu h\u00f6he&shy;ren Markt&shy;an&shy;teilen der Schwei&shy;zer Un&shy;ternehmen in der EU, und die Handelsbilanz dieser Produkte ist positiv.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nVor al&shy;lem Frisch- und Halbhartk\u00e4se ha&shy;ben an Bedeu&shy;tung gewonnen, und seit der Einf\u00fchrung des K\u00e4s&shy;efreihandels mit der EU exportiert die Schweiz ten&shy;den&shy;zi&shy;ell teu&shy;re&shy;ren K\u00e4se in die EU. Importiert werden eher g\u00fcnstige&shy;re Pro&shy;dukte. Auch die Handelserleichterungen beim Weisswein im Jahr 2001 haben zu einer besseren Produktequalit\u00e4t in der Schweiz gef\u00fchrt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nNebst den Betrieben, die sich offensichtlich erfolgreich im Qualit\u00e4tswettbewerb positionieren, profitieren\u00a0auch die Kon&shy;sumen&shy;ten \u2013 von ei&shy;ner gr\u00f6sse&shy;ren Aus&shy;wahl und von ten&shy;den&shy;zi&shy;ell sinken&shy;den Preisen. Es \u00fcberrascht deshalb nicht, dass der K\u00e4sekonsum gestiegen ist.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Mangelnde Dynamik durch fehlende Markt\u00f6ffnung <\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDer derzeitige Verzicht auf eine generelle Markt\u00f6ffnung im Agrarbereich hingegen bringt nicht nur f\u00fcr die Konsumenten, sondern auch f\u00fcr die produzierenden Betriebe Nachteile. Einerseits lassen sich die Vorleistungen nicht g\u00fcnstiger einkaufen, und andererseits f\u00fchrt der Mangel an Wettbewerb zu langfristig wenig konkurrenzf\u00e4higen Strukturen. So sind in der Schweiz beispielsweise der Einsatz von neuen Technologien in der Landwirtschaft oder neue Formen der Arbeitsteilung und Zusammenarbeit \u2013 wie beispielsweise die gemeinsame Nutzung von Maschinen \u2013 noch wenig verbreitet.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGleichzeitig f\u00fchrt die \u00dcbersch\u00e4tzung der eigenen St\u00e4rken (Know-how, Qualit\u00e4t, Umwelt, Tierwohl) bzw. die Untersch\u00e4tzung der ausl\u00e4ndischen Konkurrenz zu mangelnder Dynamik. Um als Schweizer Landwirtschaftsbetrieb langfristig erfolgreich zu sein, sind jedoch die stetige \u00dcberpr\u00fcfung und eine allf\u00e4llige Korrektur der Produktionseffizienz und der eigenen Position in der Wertsch\u00f6pfungskette zentral.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Markt\u00f6ffnung in \u00d6sterreich erfolgreich<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEin Vergleich mit unserem Nachbarland \u00d6sterreich zeigt: Bei einem Freihandelsszenario mit der EU ist nicht mit \u00fcberdurchschnittlichen Umw\u00e4lzungen bei den Betriebsstrukturen zu rechnen. Zwar erfasste der Strukturwandel die \u00f6sterreichische Landwirtschaft nach dem EU-Beitritt im Jahr 1995 stark. In der Schweiz reduzierte sich aber die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe bis heute in praktisch demselben Ausmass \u2013 und dies ohne gr\u00f6ssere Handelsliberalisierungen. Trotz EU-Konkurrenz konnten in \u00d6sterreich die im internationalen Vergleich kleinr\u00e4umigen und nicht industriellen Strukturen im hohen Masse erhalten werden. \u00c4hnlich wie in der Schweiz befinden sich neun von zehn Betrieben nach wie vor in Familienbesitz. Und obwohl die durchschnittliche Betriebsgr\u00f6sse in \u00d6sterreich klar stieg, liegt die landwirtschaftliche Nutzfl\u00e4che pro Betrieb mit rund 19 Hektaren immer noch auf dem Niveau der Schweiz (19,7 Hektaren<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a>).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGleichzeitig hat sich die \u00f6sterreichische Landwirtschaft seit der Markt\u00f6ffnung jedoch eine respektable Wettbewerbsf\u00e4higkeit erarbeitet. Die nominalen Exporte haben sich in den letzten zwanzig Jahren verf\u00fcnffacht (siehe <em>Abbildung<\/em>). Die Entwicklung erwies sich auch dann als robust, als im Rahmen der EU-Osterweiterung 2004 mit der Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn gleich vier Nachbarl\u00e4nder mit g\u00fcnstigeren Kostenstrukturen in den europ\u00e4ischen Binnenmarkt eintraten.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">\u00d6sterreich: Aussenhandelsbilanz mit Agrarprodukten und Lebensmitteln (1995\u20132014, zu jeweiligen Preisen)<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"ramo_vannoni_de\"><\/div>\n<script>\n$(function () {\n    $('#ramo_vannoni_de').highcharts({\n        chart: {\n            type: 'column'\n        },\n        title: {\n            text: ''\n      \n        },\n        xAxis: {\n            categories: [ '1995','1996','1997','1998','1999','2000','2001','2002','2003','2004','2005','2006','2007','2008','2009','2010','2011','2012','2013','2014'\n            ],\n            crosshair: false\n        },\n        yAxis: {\n            min: 0,\n            title: {\n                text: 'In Mrd. 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In der Schweiz sind die Wirtschaftsbeziehungen mit der EU heute unter anderem dank bilateralen Abkommen ebenfalls eng \u2013 ausser im Agrarsektor.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn \u00d6sterreich galt der erste Sektor in den Neunzigerjahren ebenfalls als kaum wettbewerbsf\u00e4hig.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> Der fehlende Druck der ausl\u00e4ndischen Konkurrenz machte sich in \u00e4hnlicher Weise in vor- und nachgelagerten Industrien bemerkbar, was sich unter anderem in hohen Preisen f\u00fcr landwirtschaftliche Vorleistungen \u00e4usserte. Als Konsequenz daraus gab es auf Konsumentenseite substanzielle Preisunterschiede gegen\u00fcber vergleichbaren EU-L\u00e4ndern. Zudem war auch in \u00d6sterreich die Landwirtschaft von vielen kleinen Betrieben gepr\u00e4gt, von denen mehr als die H\u00e4lfte in topografisch benachteiligten Gebieten \u2013 in der Regel in H\u00fcgel- oder Berggebieten \u2013 angesiedelt war.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie \u00d6ffnung der M\u00e4rkte innerhalb der EU erm\u00f6glichte es den Landwirten in \u00d6sterreich, sich auf die jeweiligen St\u00e4rken zu konzentrieren und einen Mehrwert f\u00fcr die Konsumenten zu bieten. Trotz Strukturwandel \u00fcben sie weiterhin einen attraktiven Beruf in vorwiegend kleinr\u00e4umigen Strukturen aus.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Offene Grenzen sichern Wohlstand<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIm Gegensatz zu \u00d6sterreich ist in der Schweiz auf den entscheidenden Schritt einer breiteren Handelsliberalisierung bisher verzichtet worden: Verhandlungen \u00fcber ein entsprechendes Agrarfreihandelsabkommen mit der EU wurden im Jahr 2012 vom Schweizer Parlament sistiert.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nOffene Grenzen schm\u00e4lern den langfristigen Erfolg der Landwirtschaft auch in kleinen Alpenl\u00e4ndern nicht \u2013 im Gegenteil, wie das Beispiel \u00d6sterreich zeigt. Sie f\u00fchren zu verst\u00e4rktem Unternehmergeist, Innovation und h\u00f6herer Produktivit\u00e4t. Es ist klar: Der durch die Liberalisierung forcierte Strukturwandel m\u00fcsste begleitet werden. Unter anderem sieht beispielsweise die aktuelle Schweizer Agrarpolitik 2014 bis 2017 entsprechende \u00dcbergangsbeitr\u00e4ge vor.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDas Scheitern der Bem\u00fchungen um ein Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und den USA im Jahr 2007 (unter anderem am Widerstand gewisser politischer Kreise aus der Landwirtschaft) zeigt als Negativbeispiel, welches Schadenspotenzial f\u00fcr den Wirtschaftsstandort und unseren Wohlstand verpasste handelspolitische Chancen mittel- und langfristig bergen. So h\u00e4tte ein erfolgreicher Verhandlungsabschluss das drohende Diskriminierungspotenzial durch die laufenden TTIP-Verhandlungen f\u00fcr die Schweizer Exportwirtschaft deutlich gesenkt und auch f\u00fcr die Landwirtschaft den Zugang zu \u00fcber 300 Millionen Konsumenten wesentlich erleichtert.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nHandelsliberalisierungen sind demzufolge f\u00fcr s\u00e4mtliche Wirtschaftssektoren ein erfolgversprechender Ansatz. Von attraktiven Marktzug\u00e4ngen profitiert auch die Landwirtschaft. Denn: Freihandel, offene Grenzen und eine auf Unternehmertum und Produktionseffizienz ausgerichtete, marktorientierte Agrarpolitik erg\u00e4nzen sich gut. Je besser ihr Zusammenspiel funktioniert, desto gr\u00f6sser sind der handelspolitische Spielraum zur Sicherung des Wohlstands und der langfristige Erfolg der Schweizer Landwirtschaft.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">2014 betrug das BIP pro Kopf gem\u00e4ss Weltbank 78\u2019432 Franken.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Bundesamt f\u00fcr Statistik, gem\u00e4ss Produktionsansatz f\u00fcr das Jahr 2014.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Weitere Beispiele sind die Transpazifische Partnerschaft (TPP), das Wirtschafts- und Handelsabkommen zwischen der EU und Kanada (Ceta) oder das Freihandelsabkommen EU \u2013 Japan.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Bundesamt f\u00fcr Statistik (2015), landwirtschaftliche Nutzfl\u00e4che pro Betrieb&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Vgl. Hofreither M. F. (2006). Anpassungsprozesse der \u00f6sterreichischen Landwirtschaft als Folge des EU-Beitritts. In: Die Volkswirtschaft 09\/2006.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geografisch ist die Schweiz klein: Gemessen an ihrer Einwohnerzahl schafft sie es knapp in die Top 100 aller Staaten. Noch weiter zur\u00fcck f\u00e4llt sie im Fl\u00e4chenvergleich. 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Ein Blick nach \u00d6sterreich, das \u00e4hnliche Landwirtschaftsstrukturen wie die Schweiz aufweist, ist aufschlussreich. Im Zuge des EU-Beitritts wurde der Agrarsektor dort im Jahr 1995 liberalisiert. Seither haben sich die nominalen Exporte von Agrarprodukten und Lebensmitteln verf\u00fcnffacht. Trotz des Strukturwandels ist die durchschnittliche Betriebsgr\u00f6sse nicht \u00fcberm\u00e4ssig gewachsen, und auch zwanzig Jahre nach der \u00d6ffnung sind die meisten Betriebe weiterhin in Familienbesitz. In der Schweiz w\u00fcrden \u2013 nebst den Produzenten \u2013 auch die Konsumenten dank tieferer Preise und einer gr\u00f6sseren Produkteauswahl von einer Liberalisierung profitieren. 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