{"id":113228,"date":"2016-05-25T15:31:19","date_gmt":"2016-05-25T15:31:19","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2016\/05\/heller-baird-06-2016-franz\/"},"modified":"2023-08-23T23:09:38","modified_gmt":"2023-08-23T21:09:38","slug":"heller-baird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2016\/05\/heller-baird\/","title":{"rendered":"Sie sind gar nicht so anders"},"content":{"rendered":"<p>In den Medien wird h\u00e4ufig kolportiert, zwischen den Erwerbst\u00e4tigen verschiedener Generationen best\u00fcnden grosse Unterschiede. Gem\u00e4ss einer Mehrgenerationen-Studie des amerikanischen IT-Konzerns IBM aus dem Jahr 2015 werden diese viel beschworenen Unterschiede jedoch stark \u00fcbertrieben dargestellt.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a>Myths, Exaggerations and Uncomfortable Truths, IBM Institute for Business Value, Somers NY.&#8220; data-mce-resize=&#8220;false&#8220; data-mce-placeholder=&#8220;1&#8243; \/&gt; Aus der Studie geht hervor, dass die Einstellung der Generation Y h\u00e4ufig falsch beschrieben wird. In Wirklichkeit weisen die Generationen X und Y sowie die Babyboomer (f\u00fcr Definition siehe <em>Kasten 1<\/em>) in Bezug auf ihre Karriereziele, das Bed\u00fcrfnis nach Anerkennung und die Faktoren, die Angestellte an ihrer Arbeitsstelle besonders sch\u00e4tzen, grosse \u00c4hnlichkeiten auf.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDoch ein grundlegender Unterschied besteht tats\u00e4chlich zwischen der Generation Y und ihren Vorl\u00e4ufern: Die Ypsiloner sind als erste Generation in einer digitalen Welt aufgewachsen. Dies macht sie bereits heute f\u00fcr die Firmen interessant. Denn genau im Zeitraum, in dem die Unternehmen ihre eigene digitale Transformation durchlaufen und dringend digitale Kompetenzen und eine entsprechende Denkweise ben\u00f6tigen, starten die Digital Natives ihre Berufskarriere und \u00fcbernehmen verantwortungsvolle Funktionen. Viele Unternehmensverantwortliche sind \u00fcberzeugt, dass insbesondere die Ypsiloner \u00fcber die F\u00e4higkeiten verf\u00fcgen, die f\u00fcr die digitale Transformation ben\u00f6tigt werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDen Unternehmensf\u00fchrern ist bewusst, dass ihre Firmen f\u00fcr neue Talente attraktiv sein m\u00fcssen und dass es ihnen gelingen muss, diese an ihr Unternehmen zu binden. In diesem Zusammenhang fragen sie sich, welches Arbeitsumfeld und welche Unternehmenskultur sie entwickeln m\u00fcssen, um die Ypsiloner f\u00fcr ihr Unternehmen zu gewinnen. Dabei gehen sie davon aus, dass diese andere Vorstellungen und Bed\u00fcrfnisse als \u00e4ltere Arbeitnehmende haben.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nUm diese Dynamik besser zu verstehen, befragte das IBM Institute for Business Value \u00fcber 1700 Angestellte von grossen und kleinen Unternehmen aus verschiedenen Branchen weltweit.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a>\u00a0Dabei wurden die Antworten der befragten Ypsiloner mit den Antworten der Erwerbst\u00e4tigen, die zur Generation\u00a0X oder zu den Babyboomern geh\u00f6ren, verglichen. In Bezug auf die Arbeitswelt stellte sich heraus: \u00dcber die Vorlieben der Generation Y bestehen f\u00fcnf weitverbreitete Mythen (siehe <em>Kasten 2<\/em>).&#13;<\/p>\n<h2><strong>Karriereziele und Lob<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDer erste Mythos besagt, die Generation Y habe andere Karriereziele als die anderen beiden Generationen (siehe <em>Abbildung 1<\/em>). Hier zeigt sich: Die Ziele und Erwartungen der befragten Ypsiloner sind durchaus zahlreich und vielf\u00e4ltig. Da viele \u00e4ltere Vertreter dieser Generation w\u00e4hrend der sogenannten grossen Rezession nach der Finanzkrise das Erwachsenenalter erreichten, ist es nicht \u00fcberraschend, dass sie finanzielle Sicherheit anstreben.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGleichzeitig haben sie den Anspruch, in ihrer Organisation Positives zu bewirken. Ausserdem w\u00fcnschen sie sich eine inspirierende Unternehmensf\u00fchrung, klar definierte Gesch\u00e4ftsstrategien, eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sowie Flexibilit\u00e4t, ein maximales Mass an Entscheidungsfreiheit und Eigenverantwortung sowie eine leistungs- und erfolgsabh\u00e4ngige Anerkennung und entsprechende Bef\u00f6rderungen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDoch wer w\u00fcnscht sich all dies nicht? Aus den Daten geht denn auch hervor: Die Erwerbst\u00e4tigen der Generation X und die Babyboomer haben \u2013 was die Karriereplanung und die Erwartungen anbelangt \u2013 \u00e4hnliche W\u00fcnsche und Bed\u00fcrfnisse wie die Generation Y.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 1: Wichtige Karriereziele nach Generation<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"heller_1_de\"><\/div>\n<script>\n\n$(function () {\n    $('#heller_1_de').highcharts({\n        chart: {\n            type: 'column'\n        },\n        title: {\n            text: ''\n        },\n        xAxis: {\n            categories: ['Generation Y', 'Generation X', 'Babyboomer']\n        },\n        yAxis: {\n            min: 0,\n            title: {\n                text: ''\n            },\nlabels: {\n                formatter: function () {\n                    return this.value + '%';\n                }\n            },\n            stackLabels: {\n                enabled: false,\n                style: {\n                    fontWeight: 'bold',\n                    color: (Highcharts.theme && Highcharts.theme.textColor) || 'gray'\n                }\n            }\n        },\n        legend: {\n            \n        },\n        tooltip: {\n            headerFormat: '<b>{point.x}<\/b><br\/>',\n            pointFormat: '{series.name}: {point.y}%<br\/>'\n        },\n        plotOptions: {\n            column: {\n                stacking: 'normal',\n                dataLabels: {\n                    enabled: false,\n                    color: (Highcharts.theme && Highcharts.theme.dataLabelsColor) || 'white',\n                    style: {\n                        textShadow: '0 0 3px black'\n                    }\n                }\n            }\n        },\n        series: [{\n            name: 'Positives in meiner Organisation bewirken',\n            data: [25, 21, 23]\n        }, {\n            name: 'Mithelfen, soziale und\/oder die Umwelt betreffende Herausforderungen anzupacken',\n            data: [22,20,24]\n        }, {\n            name: 'In einer heterogenen Gruppe arbeiten',\n            data: [22,22,21]\n        }]\n    });\n});\n\n\n\n<\/script>\n<span style=\"color: #ff00ff;\">&#13;<br \/>\n<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Die befragten Mitarbeiter mussten von zehn Aussagen die zwei wichtigsten ausw\u00e4hlen. Generation Y: N=1153, Generation X: N=353, Babyboomer N=278.&#13;<br \/>\n<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: IBM (2015) \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nLaut einem weiteren Mythos wollen die Ypsiloner permanent gelobt werden \u2013 schon daf\u00fcr, dass sie ganz einfach ihre Arbeit erledigen. Auch dieser Mythos wird durch die erhobenen Daten nicht best\u00e4tigt. Auf die Frage, was einen \u00abperfekten Vorgesetzten\u00bb ausmache, antworteten viele Vertreter der Generation Y, dass sie sich einen Chef w\u00fcnschten, der seine Mitarbeitenden moralisch einwandfrei und fair f\u00fchre. Ausserdem m\u00f6chten sie einen Vorgesetzten, der Informationen bereitwillig weitergibt sowie verl\u00e4sslich und konsequent ist.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWeniger wichtig ist f\u00fcr die Ypsiloner ein Vorgesetzter, der ihre Leistungen anerkennt. Die Auffassung,\u00a0 dass alle Mitglieder eines erfolgreichen Teams belohnt werden sollten, ist bei der Generation X st\u00e4rker verbreitet als bei den Ypsilonern. Von der Generation X sind sogar 66 Prozent der Meinung, Angestellte sollten f\u00fcr den Austausch und die Zusammenarbeit belohnt werden \u2013 w\u00e4hrend von der Generation Y nur 55\u00a0Prozent zustimmen.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Internet und Selbstst\u00e4ndigkeit<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nWeitverbreitet ist auch die Auffassung, die Yspiloner seien s\u00fcchtig nach der digitalen Welt und wollten <em>alles<\/em> online erledigen und gemeinsam nutzen. Zwar sind sie mit der Nutzung von Onlinetechnologien vertraut. Doch das bedeutet nicht, dass sie ausschliesslich virtuelle Interaktionen w\u00fcnschen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nSo geh\u00f6rt beispielsweise bei der Frage, auf welche Weise sie neue berufliche Kenntnisse erwerben m\u00f6chten, auch die direkte Interaktion von Mensch zu Mensch zu ihren drei bevorzugten Varianten: Messen und Veranstaltungen, pers\u00f6nliche Ausbildung im Schulungsraum, Zusammenarbeit mit einem kompetenten Kollegen (siehe <em>Abbildung 2<\/em>). Gleich dahinter auf dem vierten Rang folgt zwar der Zugriff auf interaktive Module oder Apps. Doch der entscheidende Punkt besteht darin: Ypsiloner w\u00fcnschen, wie Erwerbst\u00e4tige anderer Generationen, verschiedene Erfahrungen.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 2: Wie erwerben Ypsiloner am liebsten neue berufliche Kenntnisse?<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"heller_2_de\"><\/div>\n<script>\n\n$(function () {\n    $('#heller_2_de').highcharts({\n        chart: {\n            type: 'bar'\n        },\n        title: {\n            text: ''\n        },\n        subtitle: {\n            text: ''\n        },\n        xAxis: {\n            categories: ['Messen\/Events besuchen', 'Schulungen mit anderen <br>Teilnehmern besuchen', 'Mit erfahrenen Kollegen <br>zusammenarbeiten'],\n            title: {\n                text: null\n            }\n        },\n        yAxis: {\n            title: {\n                text: '',\n                align: ''\n            },\n            labels: {\n                formatter: function () {\n                    return this.value + '%';\n                }\n            },\n            \n        },\n        \n        tooltip: {\n                       enabled: false\n\n        },\n        plotOptions: {\n            bar: {\n            stacking: '',\n                dataLabels: {\n                    enabled: false\n                },\n               \n            }\n        },\n       \n        \n        credits: {\n            enabled: true\n        },\n        series: [\n        {\n            name: 'Stimmen zu',\n            data: [39,37,36],\n            color: 'rgba(210, 216, 3,1)',\n\n        }]\n    });\n});\n\n\n\n\n\n\n\n<\/script>\n<span style=\"color: #ff00ff;\">&#13;<br \/>\n<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung. Die Frage an die Mitarbeitenden der Generation Y lautete: Auf welche Weise erwerben Sie am liebsten neue berufliche Kenntnisse und F\u00e4higkeiten? N=1153.<\/span>&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: IBM (2015) \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWeiter heisst es oft, im Gegensatz zu ihren \u00e4lteren Berufskollegen k\u00f6nnten Ypsiloner keine Entscheidungen treffen, ohne zuerst die Meinung aller Arbeitskollegen einzuholen. Zwar sind 56 Prozent der Befragten der Generation Y der Auffassung, dass sie bessere Entscheidungen treffen, wenn sie sich vorg\u00e4ngig bei verschiedenen Personen nach deren Ansichten erkundigen. Doch von den befragten Erwerbst\u00e4tigen der Generation X \u00e4usserten sich sogar 64 Prozent in gleicher Weise; bei den Babyboomern waren es knapp 50 Prozent.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEs trifft somit zu, dass Ypsiloner bei anstehenden Entscheidungen gerne zuerst R\u00fccksprache mit Arbeitskollegen nehmen und davon \u00fcberzeugt sind, dass sie damit eher positive Ergebnisse erzielen. Doch offensichtlich sind viele ihrer \u00e4lteren Berufskollegen der gleichen Meinung.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Geld zieht auch bei den Jungen<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDer letzte Mythos betrifft den Jobwechsel. Er besagt, j\u00fcngere Mitarbeiter neigten st\u00e4rker dazu, den Arbeitgeber zu wechseln, wenn sie sich ihrer Auffassung nach im Rahmen ihrer Anstellung nicht verwirklichen k\u00f6nnen. Auch hier deuten die Umfragedaten darauf hin, dass die Angestellten aller drei Generationen aus \u00e4hnlichen Gr\u00fcnden die Stelle wechseln.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDas Ziel, in einem kreativeren Arbeitsumfeld mehr Geld zu verdienen, wird von \u00fcber 40 Prozent aller Generationen als Grund angegeben und ist damit der wichtigste Motivationsfaktor f\u00fcr einen Stellenwechsel. Zwei gel\u00e4ufige Klischees werden ebenfalls widerlegt: Nur 21\u00a0Prozent der befragten Ypsiloner sagten, sie w\u00fcrden ihre Stelle aufgeben, um einer interessanteren Arbeit nachgehen zu k\u00f6nnen. Und lediglich 13 Prozent w\u00fcrden die Stelle wechseln, um sich Aufgaben widmen zu k\u00f6nnen, die ihren sozialen oder \u00f6kologischen Anliegen besser entsprechen.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Klischees \u00fcber Generationen f\u00fchren in die Sackgasse<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDiese Erkenntnisse haben Konsequenzen f\u00fcr die Firmen. So m\u00fcssen die Vorgesetzten in erster Linie davon absehen, Mitarbeitende anhand von Klischees \u00fcber Generationen zu f\u00fchren. Stattdessen sind alle Angestellten als Individuen mit spezifischen St\u00e4rken und Verbesserungsm\u00f6glichkeiten zu betrachten. Um die besten Talente zu rekrutieren und an das Unternehmen zu binden, ben\u00f6tigen Organisationen eine zuverl\u00e4ssige Personalbedarfsanalyse sowie Strategien und Programme, in deren Rahmen die Mitarbeitenden als einzigartige, komplexe Individuen verstanden werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWie ihre \u00e4lteren Arbeitskollegen m\u00f6chten auch die Jungen das Gef\u00fchl haben, dass sie mit ihrer T\u00e4tigkeit einen positiven Beitrag zum Unternehmen leisten. Zudem soll ihre Arbeit von Bedeutung sein. Schliesslich w\u00fcnschen sie sich inspirierende Vorgesetzte und m\u00f6chten sich darauf verlassen k\u00f6nnen, \u00fcber wesentliche Dinge in Kenntnis gesetzt zu werden und Zugang zu den Informationen, Daten, Hilfsmitteln und Technologien zu haben, die sie f\u00fcr ihre bestm\u00f6gliche Leistung ben\u00f6tigen.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Gezielte Anreize setzen<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nWelche Vorkehrungen sollten die Unternehmen also treffen, um ein solches Arbeitsumfeld zu gew\u00e4hrleisten? Wichtig ist eine entsprechende Kommunikation \u2013 aber den Worten m\u00fcssen auch Taten folgen. Die Unternehmen m\u00fcssen darauf achten, wie sie die Leistungen ihrer Angestellten anerkennen und welche Leistungsanreize sie f\u00fcr ihre Mitarbeitenden schaffen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWelche Programme sind erforderlich, um die F\u00fchrungsverantwortlichen und ihre Teams auf sinnvolle Weise zusammenzuschweissen? Welche Ausbildung ben\u00f6tigen die Vorgesetzten, damit sie die Zusammenarbeit mit ihren Mitarbeitenden verbessern k\u00f6nnen? Ypsiloner sch\u00e4tzen zwar die Vorteile, die mit kurzen Textmitteilungen, SMS oder Tweets verbunden sind, doch sie m\u00f6chten nicht in einer virtuellen Blase leben. Die Unternehmen m\u00fcssen sich daher Gedanken \u00fcber ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen realen und virtuellen Aktivit\u00e4ten und Kommunikationsformen machen. Da immer mehr Angestellte von zu Hause aus arbeiten, wird dies weiterhin eine Herausforderung sein.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nVon wettbewerbsf\u00e4higen L\u00f6hnen und einem kreativen Arbeitsumfeld, in dem sich alle Mitarbeitenden an der Entwicklung innovativer Ideen beteiligen k\u00f6nnen, f\u00fchlen sich sowohl Ypsiloner als auch \u00e4ltere Angestellte angesprochen. Gerade Unternehmen, die bislang mit einem Top-down-Ansatz und in einem isolierten Umfeld operierten, stehen unter Umst\u00e4nden vor wesentlichen Herausforderungen: Verlangt werden\u00a0der Einsatz von elektronischen Werkzeugen zur Zusammenarbeit (\u00abCollaboration Tools\u00bb), der Aufbau von bereichs\u00fcbergreifenden Communities und die Entwicklung einer Kultur, mit der die Konsensbildung gef\u00f6rdert wird. Doch insbesondere dank solcher \u00c4nderungen werden die Unternehmen in der Lage sein, im Wettbewerb um die besten K\u00f6pfe zu bestehen und ihre Mitarbeitenden aller Altersgruppen bei deren Entfaltung zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Carolyn Heller Baird (2015), <a href=&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Die untersuchten Staaten sind Australien, Brasilien, China, Frankreich, Deutschland, Indien, Japan, Mexiko, S\u00fcdkorea, Spanien, Grossbritannien und USA. Die Branchen umfassen Banken, Versicherungen, Detailhandel, Medien und Unterhaltung, Unterhaltungselektronik sowie Telekommunikation.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den Medien wird h\u00e4ufig kolportiert, zwischen den Erwerbst\u00e4tigen verschiedener Generationen best\u00fcnden grosse Unterschiede. 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Eine weltweite Studie von IBM r\u00e4umt damit auf.","post_hero_image_description":"Die Ypsiloner sind im Internetzeitalter gross geworden. Das macht sie f\u00fcr Unternehmen interessant.","post_hero_image_description_copyright_de":"123RF","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"","post_kasten":[{"kasten_title":"Kasten 1: Generationen X, Y und Babyboomer","kasten_box":"Die <em>Generation Y<\/em> (auch <em>Millennials<\/em>) umfasst die Jahrg\u00e4nge 1980 bis 1996; in der IBM-Studie werden nur die Jahrg\u00e4nge 1980 bis 1993 gez\u00e4hlt. Zur <em>Generation X<\/em> geh\u00f6ren die Jahrg\u00e4nge 1965 bis 1979 und zu den <em>Babyboomern<\/em> die Jahrg\u00e4nge 1954 bis 1964."},{"kasten_title":"Kasten 2: F\u00fcnf Mythen zur Generation Y","kasten_box":"<ol>&#13;\n\t<li>Ypsiloner haben andere Karriereziele und Erwartungen als Erwerbst\u00e4tige \u00e4lterer Generationen.<\/li>&#13;\n\t<li>Ypsiloner wollen permanent gelobt werden und sind der Auffassung, dass alle Mitglieder ihres Teams f\u00fcr ihre Leistungen ausgezeichnet werden sollten.<\/li>&#13;\n\t<li>Ypsiloner sind s\u00fcchtig nach der digitalen Welt (Digital Addicts). Sie wollen alles online erledigen und gemeinsam nutzen.<\/li>&#13;\n\t<li>Im Gegensatz zu ihren \u00e4lteren Berufskollegen k\u00f6nnen Ypsiloner keine Entscheidungen treffen, ohne zuerst die Meinung aller Arbeitskollegen einzuholen.<\/li>&#13;\n\t<li>Ypsiloner neigen eher als Angestellte anderer Generationen dazu, zu einem anderen Arbeitgeber zu wechseln, wenn sie sich ihrer Auffassung nach im Rahmen ihrer Anstellung nicht verwirklichen k\u00f6nnen.<\/li>&#13;\n<\/ol>"}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":113231,"main_focus":[156495,157160],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":113235,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"52910","post_abstract":"","magazine_issue":"05-2016","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":[4127,0],"korrektor":4139,"planned_publication_date":"20160526","original_files":[{"file":113243},{"file":113247}],"external_release_for_author":"19700101","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/56fe1db05025a"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/113228"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4403"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=113228"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/113228\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":126626,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/113228\/revisions\/126626"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4127"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4403"}],"acf:post":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/157160"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/156495"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/29616"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=113228"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=113228"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=113228"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=113228"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=113228"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=113228"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}