{"id":113352,"date":"2016-04-27T16:23:58","date_gmt":"2016-04-27T16:23:58","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2016\/04\/osterfeld-05-2016-franz\/"},"modified":"2023-08-23T23:10:32","modified_gmt":"2023-08-23T21:10:32","slug":"osterfeld-05-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2016\/04\/osterfeld-05-2016\/","title":{"rendered":"Eine Br\u00fccke zur Arbeitswelt"},"content":{"rendered":"<p>Der technische Fortschritt, der demografische Wandel und die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative stellen den Schweizer Arbeitsmarkt vor grosse Herausforderungen. Einerseits werden in zahlreichen Berufsfeldern Menschen durch Maschinen ersetzt, andererseits f\u00fchren die alternde Gesellschaft und die Begrenzung der Migration zu einem akuten Fachkr\u00e4ftemangel. Um negative Auswirkungen auf die Schweizer Wirtschaft zu vermeiden, wird der Arbeitsmarktintegration und der Aussch\u00f6pfung des Inl\u00e4nderpotenzials zuk\u00fcnftig eine noch st\u00e4rkere Bedeutung zukommen. Die Tempor\u00e4rarbeit ist im Schweizer Arbeitsmarkt traditionell verankert. Doch wie steht es bei dieser zeitlich befristeten Arbeitsform um die integrative Kraft, im Arbeitsmarkt zu bleiben oder eine Festanstellung zu finden?&#13;<\/p>\n<h2>Meist eine \u00dcbergangsl\u00f6sung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nUnter den inzwischen 3000 befragten Personen<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a>\u00a0w\u00e4hlten 58 Prozent eine tempor\u00e4re Besch\u00e4ftigung als \u00dcbergangsl\u00f6sung, weil sie keine Feststelle gefunden hatten. Sogar 77 Prozent geben an, langfristig auf der Suche nach einer Feststelle zu sein. Diese Zahlen zeigen: Viele Arbeitnehmende begreifen ihr tempor\u00e4res Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnis als berufliche Zwischenstation auf der Suche nach einer neuen Stelle. Dank der Tempor\u00e4rarbeit bleiben sie im Erwerbsleben integriert, k\u00f6nnen in den Einsatzbetrieben durch ihre Leistung \u00fcberzeugen und werden vom Personaldienstleister bei der Stellensuche begleitet. So k\u00f6nnen Tempor\u00e4rarbeitende ihre F\u00e4higkeiten in verschiedenen Berufsfeldern testen und sich so im Arbeitsmarkt orientieren.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAber m\u00fcnden die W\u00fcnsche der Stellensuchenden auch tats\u00e4chlich in eine langfristige Erwerbst\u00e4tigkeit? Die Ergebnisse sprechen eine klare Sprache: Die Tempor\u00e4rarbeitenden, die eine Feststelle suchen, sind ein Jahr nach ihrem letzten Einsatztag mit einer Wahrscheinlickeit von 88 Prozent in den Arbeitsmarkt integriert. Das heisst: Sie arbeiten tempor\u00e4r, stehen in einem festen oder einem befristeten Anstellungsverh\u00e4ltnis, oder sie sind selbstst\u00e4ndig. Ihr langfristiges Ziel, eine Festanstellung zu finden, erreichen sie mit einer Wahrscheinlichkeit von 51 Prozent (siehe<em> Abbildung 1<\/em>). Dies ist ein sehr guter Wert, wenn man bedenkt, dass mehr als 75 Prozent der tempor\u00e4r besch\u00e4ftigten Feststellensuchenden vor ihrem Tempor\u00e4reinsatz keine entsprechende Stelle gefunden hatten.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 1: Die Chancen von Tempor\u00e4rarbeitenden auf eine Festanstellung ein Jahr sp\u00e4ter<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"osterfeld1\"><\/div>\n<script>\n$(function () {\n    $('#osterfeld1').highcharts({\n        chart: {\n            zoomType: ''\n        },\n        title: {\n            text: ''\n        },\n        xAxis: [{\n            categories: ['\u00dcber 50-J\u00e4hrige', 'Unter 50-J\u00e4hrige', 'Ausl\u00e4nder', 'Schweizer', 'Feststellen suchende Tempor\u00e4r-<br>arbeitende', 'Flexibilit\u00e4t suchende Tempor\u00e4r-<br>arbeitende']\n        }],\n        yAxis: [{ \/\/ Primary yAxis\n            labels: {\n                format: '{value}%'\n                \n            },\n            title: {\n                text: ''\n                \n            }\n        }, { \/\/ Secondary yAxis\n            title: {\n                text: '',\n                \n            },\n            labels: {\n                format: '{value} mm',\n                \n            },\n            opposite: true\n        }],\n\n        tooltip: {\n            shared: true\n        },\n\n        series: [{\n            name: 'Wahrscheinlichkeit einer Festanstellung',\n            type: 'column',\n            data: [32,44,42,43,51,12],\n            tooltip: {\n                pointFormat: '{series.name}<\/span>: <b>{point.y}%<\/b> '\n\n            }\n        }, {\n            name: 'Konfidenzintervall',\n            type: 'errorbar',\n            data: [[26, 38], [42, 46], [39, 46], [40, 46], [49, 54], [9, 15]],\n            tooltip: {\n                pointFormat: '(Konfidenzintervall: {point.low}-{point.high}%)<br\/>'\n            }\n        }]\n    });\n});\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Die Grafik zeigt, welche Chancen\u00a0auf eine Feststelle ein Tempor\u00e4rarbeitender ein Jahr nach seinem Einsatz hat. Die Konfidenzintervalle geben die Bandbreite an, in der sich der wahre Wert des Sch\u00e4tzers mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent bewegt.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Swissstaffing \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<\/p>\n<h2>Begehrt, aber f\u00fcr eine Festanstellung zu teuer<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDoch wie steht es um die integrative Wirkung der Tempor\u00e4rarbeit bei Gruppen, die es bekanntermassen schwer auf dem Arbeitsmarkt haben? In der politischen Diskussion stehen derzeit die \u00fcberdurchschnittlich langen Arbeitslosenzeiten bei den \u00fcber 50-J\u00e4hrigen und die hohen Arbeitslosenraten bei den Ausl\u00e4ndern im Fokus. Dabei zeigt sich bei den \u00fcber 50-j\u00e4hrigen Tempor\u00e4rarbeitenden ein \u00fcberraschendes Bild: Wenn man Festanstellungen, Tempor\u00e4rarbeit, befristete Arbeitsverh\u00e4ltnisse und Selbstst\u00e4ndigkeit mit einbezieht, liegt die Wahrscheinlichkeit, ein Jahr nach der Besch\u00e4ftigung noch im Erwerbsleben zu stehen, mit 85 Prozent signifikante 5 Prozent h\u00f6her als bei den j\u00fcngeren Tempor\u00e4rarbeitenden (siehe <em>Abbildung 2<\/em>). Eine Feststelle zu finden, ist in dieser Alterskategorie allerdings schwerer: Die Chancen liegen mit 32 Prozent fast 12 Prozent tiefer als bei den j\u00fcngeren Tempor\u00e4rarbeitenden (siehe <em>Abbildung 1<\/em>).&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 2: Die Erwerbschancen von Tempor\u00e4rarbeitenden ein Jahr sp\u00e4ter<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"osterfeld2de\"><\/div>\n<script>\n\n$(function () {\n    $('#osterfeld2de').highcharts({\n        chart: {\n            zoomType: ''\n        },\n        title: {\n            text: ''\n        },\n        xAxis: [{\n            categories: ['\u00dcber 50-J\u00e4hrige', 'Unter 50-J\u00e4hrige', 'Ausl\u00e4nder', 'Schweizer', 'Feststellen suchende Tempor\u00e4r-<br>arbeitende', 'Flexibilit\u00e4t suchende Tempor\u00e4r-<br>arbeitende']\n        }],\n        yAxis: [{ \/\/ Primary yAxis\n            labels: {\n                format: '',\n               \n            },\n            title: {\n                text: '',\n                \n            }\n        }, { \/\/ Secondary yAxis\n            title: {\n                text: '',\n               \n            },\n            labels: {\n                format: '',\n                \n            },\n            opposite: true\n        }],\n\n        tooltip: {\n            shared: true\n        },\n\n        series: [{\n            name: 'Wahrscheinlichkeit einer Erwerbst\u00e4tigkeit',\n            type: 'column',\n            data: [85, 80, 86, 76, 88, 52],\n           tooltip: {\n                pointFormat: '{series.name}<\/span>: <b>{point.y}%<\/b> '\n\n            }\n        },  {\n            name: 'Konfidenzintervall',\n            type: 'errorbar',\n            data: [[80, 89], [78, 81], [83, 88], [74, 79], [87, 90], [48, 57]],\n            tooltip: {\n                pointFormat: '(Konfidenzintervall: {point.low}-{point.high}%)<br\/>'\n            }\n        }]\n    });\n});\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Die Grafik zeigt, welche Chancen auf eine Erwerbst\u00e4tigkeit ein Tempor\u00e4rarbeitender ein Jahr nach seinem Einsatz hat. Als erwerbst\u00e4tig gilt, wer tempor\u00e4r arbeitet, befristet oder fest angestellt ist bzw. sich selbstst\u00e4ndig gemacht hat. Die Konfidenzintervalle geben die Bandbreite an, in der sich der wahre Wert des Sch\u00e4tzers mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent bewegt.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Swissstaffing \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie hohe Erwerbsquote zeigt: Auf dem Arbeitsmarkt sind die \u00fcber 50-J\u00e4hrigen gefragte Arbeitskr\u00e4fte, die sogar bessere Erwerbschancen haben als ihre j\u00fcngeren Kollegen. Dennoch scheint es Faktoren zu geben, die einer Festanstellung im Weg stehen. Welche Faktoren das sind, kann mit dem vorhandenen Datensatz nicht empirisch gezeigt, sondern nur vermutet werden. Ein Grund d\u00fcrfte sein, dass L\u00f6hne und Sozialabgaben bei \u00fcber 50-J\u00e4hrigen h\u00f6her sind. Aufgrund der h\u00f6heren Personalkosten halten sich die Einsatzbetriebe mit einer Festanstellung zur\u00fcck. Bringen die \u00fcber 50-J\u00e4hrigen in ihrem Rucksack zus\u00e4tzlich die Flexibilit\u00e4t der Tempor\u00e4rarbeit mit, gleichen Flexibilit\u00e4t und Fachwissen die h\u00f6heren Kosten aus und machen die \u00e4lteren Arbeitnehmer zu gesuchten Fachkr\u00e4ften. Ob dies tats\u00e4chlich mit ein Grund ist und ob es weitere Faktoren gibt, die bei den Feststellenchancen von \u00e4lteren Stellensuchenden eine Rolle spielen, sollte in Zukunft genauer untersucht werden.&#13;<\/p>\n<h2>Weiterbildung als Schl\u00fcssel<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIm Vergleich zu den Schweizern liegen bei Ausl\u00e4ndern die Chancen, eine Festanstellung zu finden, ein Jahr nach der tempor\u00e4ren Besch\u00e4ftigung 5 Prozent tiefer. Sie liegen bei 40 Prozent. Dieser Unterschied verschwindet, wenn man bei der Berechnung des Effekts das Ausbildungsniveau von Schweizern und Ausl\u00e4ndern mitber\u00fccksichtigt.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a>\u00a0Die Feststellenwahrscheinlichkeit liegt dann bei 42 bzw. 43 Prozent (siehe Abbildung 1). Das heisst: F\u00fcr die unterschiedlichen Feststellenchancen zwischen Schweizern und Ausl\u00e4ndern sind allein die Unterschiede in der beruflichen Qualifikation verantwortlich. Bildung ist somit der Schl\u00fcssel, um f\u00fcr Ausl\u00e4nder eine stabilere Br\u00fccke in den Feststellenmarkt zu bauen. Dank dem Weiterbildungsfonds Temptraining, der 2012 mit dem Gesamtarbeitsvertrag Personalverleih eingef\u00fchrt wurde, steht auch ausl\u00e4ndischen Tempor\u00e4rarbeitenden ein effektives Instrument zur Verf\u00fcgung. Nach einem Tempor\u00e4reinsatz von nur einem Monat k\u00f6nnen sie Weiterbildungsleistungen im Wert von bis zu 5000 Franken beziehen. Damit ist ein wichtiger Meilenstein zur beruflichen Qualifikation gesetzt. Im \u00dcbrigen: Mit einer Erwerbswahrscheinlichkeit von \u00fcber 86 Prozent sind auch Ausl\u00e4nder ein Jahr nach ihrem Tempor\u00e4reinsatz gut in den Arbeitsmarkt integriert. Damit liegen ihre Erwerbschancen sogar 10 Prozentpunkte h\u00f6her als bei Schweizern (siehe <em>Abbildung 2<\/em>). Der wesentliche Grund: Von den Schweizer Tempor\u00e4rarbeitenden w\u00fcnschen sich rund 13 Prozent weniger eine feste Erwerbst\u00e4tigkeit.&#13;<\/p>\n<h2>Flexibilit\u00e4t ausdr\u00fccklich erw\u00fcnscht<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\n23 Prozent der Tempor\u00e4rbesch\u00e4ftigten w\u00fcnschen sich langfristig keine Festanstellung und f\u00fchlen sich in der flexiblen Arbeitswelt wohl. Zw\u00f6lf\u00a0Monate nach ihrem letzten Einsatztag haben nur 12 Prozent dieser Arbeitnehmenden trotzdem eine Feststelle angenommen (siehe <em>Abbildung 1<\/em>). Diese Zahl unterstreicht: Der Wunsch nach flexibler Arbeit ist in dieser Personengruppe kein Lippenbekenntnis, sondern gelebte Realit\u00e4t. Nach Flexibilit\u00e4t suchende Tempor\u00e4rarbeitende sind \u00fcberdurchschnittlich oft Schweizer mit einer abgeschlossenen Berufsbildung. Zwischen den verschiedenen Branchen gibt es hingegen keine signifikanten Unterschiede. Flexibilit\u00e4t scheint mithin bei Arbeitnehmenden aller Wirtschaftszweige gleichermassen gefragt zu sein.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIm Jahr 2014 arbeiteten in der Schweiz \u00fcber 315\u2019000 Menschen tempor\u00e4r. Die Analyse von Swissstaffing hat gezeigt: F\u00fcr einen grossen Teil dieser Menschen ist die Tempor\u00e4rarbeit der Schl\u00fcssel, um im Erwerbsleben zu bleiben. Gerade f\u00fcr Gruppen, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind, ist die Tempor\u00e4rarbeit eine wichtige Br\u00fccke ins Erwerbsleben. Die Tempor\u00e4rbranche kommt jedoch nicht an den Realit\u00e4ten des Arbeitsmarkts vorbei. Tempor\u00e4rarbeitende mit grunds\u00e4tzlichen Schwierigkeiten bei der Feststellensuche haben deshalb auch hier geringere Chancen. Aus psychologischen, sozialen und wirtschaftlichen Gr\u00fcnden ist es f\u00fcr diese Gruppen jedoch besonders wichtig, dass Ihnen dank dieser flexiblen Arbeitsform die T\u00fcr in den Arbeitsmarkt weit offen steht.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Der Datensatz enth\u00e4lt insgesamt 3030 Beobachtungen. Aufgrund von fehlenden Werten stehen f\u00fcr die Logit-Sch\u00e4tzungen circa 2500 Beobachtungen zur Verf\u00fcgung.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Bei allen \u00fcbrigen Zahlen im Text basieren die Average Partial Effects auf einem Logit-Modell, in das alle verf\u00fcgbaren Variablen einbezogen werden. In den Grafiken finden sich ausschliesslich die Sch\u00e4tzergebnisse der Vollspezifikation.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der technische Fortschritt, der demografische Wandel und die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative stellen den Schweizer Arbeitsmarkt vor grosse Herausforderungen. 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Eine zentrale Frage ist: Wie gross sind die Chancen der Tempor\u00e4rarbeitenden, im Arbeitsmarkt integriert zu bleiben oder eine Festanstellung zu finden? In drei repr\u00e4sentativen, von GFS Z\u00fcrich durchgef\u00fchrten Umfragen werden je 1000 Tempor\u00e4rarbeitende circa ein Jahr nach ihrem Tempor\u00e4reinsatz zu ihrer tempor\u00e4ren Besch\u00e4ftigung, ihren Motiven und ihrer beruflichen Situation befragt. Aus dieser soliden Datenbasis kann man sch\u00e4tzen, wie gross die Chancen von Tempor\u00e4rarbeitenden sind, eine Erwerbst\u00e4tigkeit bzw. eine Feststelle zu finden. Die Sch\u00e4tzungen basieren auf Logit-Modellen, in denen sowohl f\u00fcr den sozio\u00f6konomischen Hintergrund der Tempor\u00e4rarbeitenden als auch f\u00fcr die Arbeitsmarktsituation im Befragungsjahr kontrolliert wird. Bei den gesch\u00e4tzten Effekten handelt es sich um Average Partial Effects. 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