{"id":113408,"date":"2016-04-27T16:23:58","date_gmt":"2016-04-27T16:23:58","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2016\/04\/la-suisse-est-prete-pour-le-renminbi\/"},"modified":"2023-08-23T23:09:59","modified_gmt":"2023-08-23T21:09:59","slug":"die-schweiz-ist-bereit-fuer-den-renminbi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2016\/04\/die-schweiz-ist-bereit-fuer-den-renminbi\/","title":{"rendered":"Die Schweiz ist bereit f\u00fcr den Renminbi"},"content":{"rendered":"<p>Im November 2015 entschied der Internationale W\u00e4hrungsfonds (IWF), dass die als Renminbi (RMB) oder auch als Yuan bezeichnete chinesische W\u00e4hrung mit einem Gewicht von 10,9 Prozent neben dem Dollar, dem Euro, dem japanischen Yen und dem britischen Pfund per 1. Oktober 2016 in den W\u00e4hrungskorb der Sonderziehungsrechte aufgenommen werden soll. Sonderziehungsrechte dienen unter anderem als offizielle Rechnungseinheit des IWF. Die Aufnahme ist gem\u00e4ss bestimmten Kriterien des IWF nur den wichtigsten W\u00e4hrungen vorbehalten. Der Beschluss markiert den vorl\u00e4ufigen H\u00f6hepunkt einer W\u00e4hrung, welche vor dem Ausbruch der globalen Finanzkrise ausserhalb der chinesischen Landesgrenzen noch kaum Beachtung fand. Bereits damals stand dies in starkem Kontrast zu Chinas Status als globale Handelsmacht.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDurch den Aufstieg Chinas zur internationalen Handelsmacht schien es naheliegend, dass der RMB fr\u00fcher oder sp\u00e4ter an internationaler Bedeutung gewinnen w\u00fcrde, sobald China ein aktives Interesse daran entwickelt. Es gibt gute Gr\u00fcnde, warum es f\u00fcr China attraktiv ist, seine internationalen Finanzstr\u00f6me vermehrt in der eigenen W\u00e4hrung abzuwickeln. Dazu geh\u00f6ren etwa tiefere Wechselkursrisiken und Transaktionskosten im Aussenhandel sowie eine h\u00f6here Wettbewerbsf\u00e4higkeit von chinesischen Finanzdienstleistungsunternehmen aufgrund des privilegierten Zugangs zu RMB-basierter Liquidit\u00e4t und Infrastruktur. Ein weiterer Grund ist auch die reduzierte Notwendigkeit, Devisenreserven zur Absicherung vor W\u00e4hrungskrisen zu halten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDen Verfechtern der chinesischen Finanzreformen dienten wom\u00f6glich auch Prestige\u00fcberlegungen, um die Internationalisierung des RMB auf die Agenda der h\u00f6chsten Entscheidungsebenen der chinesischen Regierung zu bringen.&#13;<\/p>\n<h2>Der lange Schatten der Asienkrise<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nErste Schritte einer Liberalisierung der chinesischen W\u00e4hrungspolitik leitete man bereits Mitte der Neunzigerjahre ein. Als Reaktion auf die asiatische W\u00e4hrungskrise kamen diese durch eine feste Anbindung des RMB an den Dollar sowie eine Versch\u00e4rfung der Kapitalverkehrskontrollen jedoch schon bald wieder zum Stillstand. China \u00fcberstand die Asienkrise schliesslich vergleichsweise gut, was in den Folgejahren oft als Legitimation f\u00fcr die Weiterf\u00fchrung einer isolationistischen W\u00e4hrungs- und Finanzpolitik herangezogen wurde. Nach dem Beitritt Chinas zur Welthandelsorganisation (WTO) im Jahr 2001 war die chinesische Wirtschaft auf hohes quantitatives Wachstum getrimmt. Damals unterst\u00fctzte man die Wettbewerbsf\u00e4higkeit des Exportsektors indessen mit einer kompetitiven Wechselkurspolitik. Die daraus resultierenden Handelsbilanz\u00fcbersch\u00fcsse f\u00fchrten zu einem Aufwertungsdruck auf den RMB. Um diesem entgegenzuwirken, intervenierte die chinesische Zentralbank mit grossen Dollark\u00e4ufen am Devisenmarkt. Dies f\u00fchrte zu einem dramatischen Anstieg der chinesischen Devisenreserven auf \u00fcber 2 Billionen Dollar.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIm Lichte der anhaltenden Dollarschw\u00e4che und des latenten Ausfallrisikos der amerikanischen Anlagen stellten die massiven Dollarreserven der chinesischen Zentralbank jedoch ein zunehmendes Klumpenrisiko f\u00fcr China dar.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a>\u00a0Vor diesem Hintergrund \u00e4usserte sich der Gouverneur der chinesischen Zentralbank im M\u00e4rz 2009 in einem viel beachteten Aufsatz zur Notwendigkeit einer internationalen Reservew\u00e4hrung auf der Basis der IWF-Sonderziehungsrechte, um das globale Finanzsystem zu stabilisieren. Damit stellte er die Rolle des Dollars als globale Leitw\u00e4hrung infrage.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a>\u00a0W\u00e4hrend der Finanzkrise stieg die Akzeptanz des RMB angesichts der angespannten Situation auf den Finanzm\u00e4rkten weiter. Dies f\u00fchrte zur Unterzeichnung verschiedener Swap-Abkommen zwischen der People\u2019s Bank of China (PBOC) und anderen asiatischen Zentralbanken. Der Zeitpunkt schien der chinesischen Regierung somit g\u00fcnstig, die Internationalisierung des RMB einzuleiten und diese \u00fcber verschiedene Stossrichtungen voranzutreiben.&#13;<\/p>\n<h2>Aufstieg zur Handelsw\u00e4hrung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nWichtig ist dabei, dass es sich bei der Verwendung des RMB als internationale Handels- und Reservew\u00e4hrung und der Liberalisierung der Kapitalbilanz zwar um verwandte, aber grunds\u00e4tzlich unterschiedliche Aspekte der Internationalisierung des RMB handelt. Hinsichtlich der Kapitalbilanz entwickelte die chinesische Regierung den Ansatz, grenz\u00fcberschreitende Kapitalfl\u00fcsse im Rahmen verschiedener Lizenzierungs- und Quotenregimes zu regulieren. Darunter fallen beispielsweise das Qualified-Foreign-Institutional-Investor-(QFII)-Programm oder dessen in RMB denominierte Weiterentwicklung, das Renminbi-Qualified-Foreign-Institutional-Investor-(RQFII)-Programm. Mit diesen Programmen erhalten ausl\u00e4ndische Investoren Zugang zu den chinesischen Finanzm\u00e4rkten. Umgekehrt erm\u00f6glicht das Qualified-Domestic-Institutional-Investor-(QDII)-Programm lizenzierten chinesischen institutionellen Investoren, Anlagen im Ausland zu t\u00e4tigen. Daneben existieren weitere Regimes und Investitionskan\u00e4le, wie beispielsweise Verbindungen zwischen chinesischen und ausl\u00e4ndischen B\u00f6rsen, die grenz\u00fcberschreitende Kapitalfl\u00fcsse erm\u00f6glichen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie gezielten und selektiven Massnahmen, um die Konvertibilit\u00e4t des RMB zu f\u00f6rdern, f\u00fchren dazu, dass der Grad der Internationalisierung je nach Verwendungsart der W\u00e4hrung unterschiedlich stark ausgepr\u00e4gt sein kann. Vor allem in seiner Rolle als Handelsw\u00e4hrung entwickelte sich der RMB im Verlauf der letzten Jahre, gerade\u00a0in einem regionalen Kontext, sehr dynamisch. Dies ist insbesondere auf die stufenweise Zulassung des RMB im grenz\u00fcberschreitenden Handel ab dem Jahr 2009 zur\u00fcckzuf\u00fchren. W\u00e4hrend der RMB im Januar 2012 lediglich 0,25 Prozent der weltweit \u00fcber die Kommunikationsplattform f\u00fcr internationale Zahlungen Swift\u00a0abgewickelten internationalen Zahlungen repr\u00e4sentierte, betrug dieser Anteil vier Jahre sp\u00e4ter bereits 2,45 Prozent. Das entspricht einem Vorr\u00fccken vom zwanzigsten auf den f\u00fcnften Rang. Zum Vergleich: Der Anteil des Schweizer Frankens betr\u00e4gt 1,63 Prozent.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2>Hoher Entwicklungsbedarf trotz Liberalisierung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nTrotz dieser dynamischen Entwicklung der letzten Jahre scheint es zum jetzigen Zeitpunkt vermessen, von einem Durchbruch des RMB als aufstrebender Leitw\u00e4hrung zu sprechen. Trotz rascher Fortschritte stellen Marktteilnehmer noch immer einen hohen Entwicklungsbedarf der chinesischen Finanzm\u00e4rkte fest, etwa was die Verf\u00fcgbarkeit von liquiden Finanzinstrumenten f\u00fcr Absicherungsgesch\u00e4fte anbelangt. Zudem haben direkte oder indirekte staatliche Eingriffe auf den chinesischen M\u00e4rkten trotz der erfolgten Lockerung der Zins- und Wechselkurspolitik noch immer einen namhaften Einfluss. Die Korrekturen an den chinesischen B\u00f6rsen, welche Mitte 2015 einsetzten, sind mitunter Symptome der fortbestehenden Fragilit\u00e4t des chinesischen Finanzsystems.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Tatsache, dass solche Korrekturen stattfinden k\u00f6nnen, ist jedoch gleichermassen Anzeichen daf\u00fcr, dass Marktkr\u00e4fte in China zunehmend eine gr\u00f6ssere Rolle spielen. Schliesslich bestehen wenig Zweifel daran, dass China am eingeschlagenen Kurs einer graduellen Liberalisierung seiner Kapitalbilanz und der Internationalisierung seiner W\u00e4hrung festhalten wird. Dabei kann es auch zu zeitweiligen Verlangsamungen kommen. Unterschiedliche Auffassungen bestehen jedoch hinsichtlich der optimalen Abfolge der einzelnen Liberalisierungsschritte. Dabei scheint die chinesische Regierung derzeit die Stossrichtung zu verfolgen, die Liberalisierung der Kapitalverkehrsbilanz einer Flexibilisierung des Wechselkursregimes vorzulagern. So will man explizite Kapitalverkehrskontrollen zunehmend durch weichere administrative \u00dcberwachungsmechanismen ersetzen.&#13;<\/p>\n<h2>Chancen f\u00fcr ausl\u00e4ndische Finanzdienstleister<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIm Zuge der genannten Entwicklungen bot Hongkong von Anfang an ein optimales Testgel\u00e4nde f\u00fcr erste Bem\u00fchungen zur Internationalisierung des RMB. Dies f\u00fchrte zur Entstehung eines liquiden Offshore-Markts in Hongkong im Umfang von ungef\u00e4hr einer Billion RMB. Als Konsequenz der chinesischen Kapitalverkehrskontrollen existieren dabei zwei unterschiedliche Wechselkurse f\u00fcr den Onshore-Markt (CNY) und den Offshore-Markt (CNH), wobei Letzterer grunds\u00e4tzlich frei handelbar ist.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZudem begann China ungef\u00e4hr ab 2012, die Internationalisierung des RMB auch auf anderen Offshore-M\u00e4rkten aktiv zu f\u00f6rdern. Dabei fokussierte es zun\u00e4chst auf seine wichtigsten Handelspartner sowie auf bedeutende Finanzzentren. Im Lichte dieser Entwicklung er\u00f6ffnete die Internationalisierung des RMB auch f\u00fcr Finanzdienstleister ausserhalb Chinas und Hongkongs neue Gesch\u00e4ftsopportunit\u00e4ten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAuch in der Schweiz besteht angesichts der volkswirtschaftlichen Bedeutung des Finanzsektors ein grosses Interesse, an den entsprechenden Entwicklungen teilzunehmen \u2013 zumal auch die Realwirtschaft von einem breiteren Angebot von RMB-basierten Finanzdienstleistungen in der Schweiz profitieren kann. Vor diesem Hintergrund stiess die Positionierung des Schweizer Finanzplatzes als sogenannter RMB-Hub auf breites Interesse. Dabei l\u00e4sst sich ein RMB-Hub nicht auf einzelne institutionelle Voraussetzungen, wie beispielsweise die Pr\u00e4senz einer Clearing-Bank, reduzieren. Vielmehr definiert sich ein RMB-Hub \u00fcber die Gesamtheit von institutionellen Voraussetzung und Gesch\u00e4ftsaktivit\u00e4ten, welche die Abwicklung von RMB-basierten Finanzdienstleistungen erm\u00f6glichen und zur Entstehung eines liquiden RMB Offshore-Markts beitragen. Wichtig dabei ist, dass es sich beim Aufbau und der Weiterentwicklung des Hubs um einen kontinuierlichen Prozess handelt.&#13;<\/p>\n<h2>Finanzdialog zwischen der Schweiz und China<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Schweiz pflegt intensive wirtschaftliche und diplomatische Beziehungen mit China und hat fr\u00fch damit begonnen, Reformbestrebungen unterschiedlicher Art zu unterst\u00fctzen. Ein wichtiger Meilenstein stellt das im Juli 2014 in Kraft getretene Freihandelsabkommen dar. Mit der Zunahme realwirtschaftlicher und anderweitiger bilateraler Verstrebungen w\u00e4chst auch die Notwendigkeit einer ausreichenden Infrastruktur zur Abwicklung der entsprechenden Finanzstr\u00f6me. \u00dcberdies messen Schweizer Finanzdienstleister der Internationalisierung des RMB und den damit verbundenen Gesch\u00e4ftsopportunit\u00e4ten hohe strategische Bedeutung f\u00fcr den Schweizer Finanzplatz zu.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIm Mai 2013 legten die chinesische Zentralbank (PBOC) und das Staatssekretariat f\u00fcr internationale Finanzfragen (SIF) in einer gemeinsamen Erkl\u00e4rung den Grundstein f\u00fcr einen j\u00e4hrlichen Finanzdialog. Federf\u00fchrend bei diesem offiziellen Dialog sind das SIF und die chinesische Zentralbank. Ebenfalls beteiligt sind die Schweizerische Nationalbank (SNB), die Schweizerische Finanzmarktaufsicht (Finma) und das Departement f\u00fcr ausw\u00e4rtige Angelegenheiten (EDA) sowie verschiedene chinesische Finanzmarktaufsichts- und Regulierungsbeh\u00f6rden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDer Finanzdialog mit China hat sich seither als n\u00fctzliche Plattform f\u00fcr den Aufbau und die Pflege privilegierter Kontakte mit den relevanten chinesischen Beh\u00f6rdenstellen erwiesen. Er erm\u00f6glichte es, die bilaterale Zusammenarbeit im Finanzbereich innert kurzer Zeit zu vertiefen. Ausdruck dieser intensivierten Beziehungen ist auch die Einladung an die Schweiz zur Teilnahme an den Arbeiten der G-20 im Finanzbereich. Dort erfolgen wichtige Weichenstellungen f\u00fcr die Entwicklung des internationalen Finanzsystems und die Regulierung der Finanzm\u00e4rkte.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nInhaltlich umfasst der Finanzdialog mit China ein breites Themenspektrum. Einerseits erfolgt ein Meinungs- und Erfahrungsaustausch zu nationalen und internationalen finanzpolitischen und regulatorischen Entwicklungen sowie zur Positionierung in internationalen Finanzforen. Ein zentrales Thema stellte bei den bisherigen Treffen auch die Teilnahme der Schweiz an der Internationalisierung des RMB und der damit verbundenen Bereitstellung der institutionellen Rahmenbedingungen in der Schweiz dar. Das Engagement seitens der Schweizer Beh\u00f6rden basierte auf einer starken Interessenbekundung des Privatsektors und der Politik.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAuf chinesischer Seite bekr\u00e4ftigte der chinesische Premierminister Li Keqiang anl\u00e4sslich eines Spitzentreffens am Rande des WEF im Januar 2015 das Interesse an einer intensivierten bilateralen Zusammenarbeit im Finanzbereich und gab somit ein wichtiges politisches Signal f\u00fcr den Schweizer Finanzplatz als RMB Offshore-Markt.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2>Vorteile f\u00fcr die Schweiz<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIm Rahmen dieser Beh\u00f6rdenkontakte konnte w\u00e4hrend der vergangenen drei Jahre auf eine verst\u00e4rkte Teilnahme der Schweiz an der Internationalisierung des RMB hingewirkt und die notwendige Infrastruktur f\u00fcr die Abwicklung RMB-basierter Finanzdienstleistungen aus der Schweiz errichtet werden. Darunter f\u00e4llt beispielsweise ein W\u00e4hrungsswap-Abkommen zwischen der Schweizerischen Nationalbank und der PBOC. Mit diesem kann China der Schweiz bei Bedarf Liquidit\u00e4t im Umfang von bis zu 150 Milliarden RMB bereitstellen. Weiter dehnte China im Januar 2015 das RQFII-Programm mit einer Quote von 50 Milliarden RMB auf die Schweiz aus. Diese Quote er\u00f6ffnet institutionellen Anlegern aus der Schweiz einen direkten Investitionskanal zu den chinesischen Finanzm\u00e4rkten. Ebenfalls hat die PBOC im November 2015 den direkten Handel zwischen dem RMB und dem Franken im China Foreign Exchange Trade System (CFETS), der offiziellen chinesischen Devisenhandelsplattform, bewilligt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEin direkter Wechselkurs zwischen dem RMB und dem Schweizer Franken kann zu einer Verringerung der Transaktionskosten beitragen, da bei einem Devisenaustausch zwischen RMB und Schweizer Franken in China nicht mehr wie bisher ein Umweg \u00fcber den Dollar erfolgen muss. Positive Impulse f\u00fcr das Wachstum der Gesch\u00e4ftsvolumen von RMB-basierten Finanzdienstleistungen in der Schweiz sind im \u00dcbrigen insbesondere von der PBOC-designierten RMB-Clearing-Bank, der China Construction Bank, zu erwarten. Diese verf\u00fcgt seit Herbst 2015 \u00fcber eine Lizenz f\u00fcr eine Zweigniederlassung in der Schweiz. Abgesehen vom Vorteil eines lokalen RMB-Clearings in der Schweiz ist die Pr\u00e4senz von chinesischen Banken in der Schweiz auch unter dem Gesichtspunkt wichtig, dass\u00a0diese \u00fcber das notwendige Know-how und Netzwerk f\u00fcr Gesch\u00e4fte mit China-Bezug verf\u00fcgen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nLetztlich sind\u00a0die Gesamtheit der bilateralen Handels- und Finanzverflechtungen sowie das Zusammenspiel der verschiedenen Gesch\u00e4ftsaktivit\u00e4ten und institutionellen Mechanismen ausschlaggebend daf\u00fcr, dass profitable Gesch\u00e4ftsvolumen generiert werden k\u00f6nnen und sich ein liquider Offshore-Markt entwickelt. Mit den genannten Massnahmen hat die Schweiz die Rahmenbedingungen geschaffen, damit sich der Schweizer Finanzplatz auf Augenh\u00f6he mit anderen europ\u00e4ischen Finanzpl\u00e4tzen als Plattform f\u00fcr RMB-basierte Finanzdienstleistungen und als Br\u00fccke zu den chinesischen Finanzm\u00e4rkten etablieren kann. Es liegt nun an der Finanzbranche selbst, diese Chance zu nutzen.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Siehe Xinhuanet.com vom 13. M\u00e4rz 2009: <a href=' http:\/\/news.xinhuanet.com\/english\/2009-03\/13\/content_11008377.htm' target=\"_blank\">\u201ePremier worries about safety of Chinese assets in U.S\u201d<\/a>.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Zhou Xiaochuan: <a href=' http:\/\/www.bis.org\/review\/r090402c.pdf' target=\"_blank\">\u201cReform the international monetary system\u201d<\/a>. Siehe www.bis.org.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Siehe <a href='https:\/\/www.swift.com\/our-solutions\/compliance-and-shared-services\/business-intelligence\/renminbi\/rmb-tracker\/document-centre#topic-tabs-menu' target=\"_blank\">SWIFT RMB Tracker<\/a> auf www.swift.com&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Siehe Xinhuanet.com vom 20. Januar 2015: <a href='http:\/\/news.xinhuanet.com\/english\/china\/2015-01\/20\/c_133933749.htm' target=\"_blank\">\u201cPremier Li arrives in Switzerland for Davos forum, working visit\u201d<\/a>.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im November 2015 entschied der Internationale W\u00e4hrungsfonds (IWF), dass die als Renminbi (RMB) oder auch als Yuan bezeichnete chinesische W\u00e4hrung mit einem Gewicht von 10,9 Prozent neben dem Dollar, dem Euro, dem japanischen Yen und dem britischen Pfund per 1. Oktober 2016 in den W\u00e4hrungskorb der Sonderziehungsrechte aufgenommen werden soll. 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November 2015: <a href=\"http:\/\/www.bloomberg.com\/news\/articles\/2015-11-30\/a-timeline-the-chinese-yuan-s-journey-to-global-reserve-status\">A Timeline: The Chinese Yuan's Journey to Global Reserve Status.<\/a><\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":113411,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":113415,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"51434","post_abstract":"China entwickelt sich auch im Finanzbereich zunehmend zu einem wichtigen globalen Akteur und treibt die Internationalisierung seiner W\u00e4hrung, des Renminbi (RMB), gezielt voran. Die Aufnahme des RMB in den W\u00e4hrungskorb der Sonderziehungsrechte des IWF markiert den vorl\u00e4ufigen H\u00f6hepunkt des dynamischen Aufstiegs dieser W\u00e4hrung, welcher bis vor wenigen Jahren noch kaum Beachtung geschenkt wurde. Da der RMB aufgrund der chinesischen Kapitalverkehrskontrollen nicht frei handelbar ist, unterst\u00fctzt China mit gezielten Massnahmen den Aufbau sogenannter RMB-Hubs im Ausland, um die Internationalisierung seiner W\u00e4hrung zu unterst\u00fctzen. Mitunter besteht in diesem Zusammenhang ein gegenseitiges Interesse der Schweiz und China, im Rahmen eines Finanzdialogs die bilaterale Kooperation im Finanzbereich zu intensivieren. Mit gezielten Massnahmen konnten somit die notwendigen Rahmenbedingungen f\u00fcr die Positionierung der Schweiz als RMB-Hub, sprich als Zentrum f\u00fcr die Abwicklung von RMB-basierten Finanzgesch\u00e4ften sowie als Verbindungsbr\u00fccke zum chinesischen Finanzplatz, geschaffen werden.","magazine_issue":"20160501","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":[3988,0],"korrektor":4139,"planned_publication_date":"20160428","original_files":null,"external_release_for_author":"20160426","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/56e2e20e74b73"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/113408"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4400"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=113408"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/113408\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":126638,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/113408\/revisions\/126638"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3988"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4400"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/29820"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=113408"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=113408"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=113408"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=113408"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=113408"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=113408"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}