{"id":113567,"date":"2016-04-24T15:52:21","date_gmt":"2016-04-24T15:52:21","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2016\/04\/guenther-franz-03-2016\/"},"modified":"2023-08-23T23:10:32","modified_gmt":"2023-08-23T21:10:32","slug":"guenther-03-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2016\/04\/guenther-03-2016\/","title":{"rendered":"Wirksame Entwicklungshilfe baut auf Fakten"},"content":{"rendered":"<p>Die UNO hat letztes Jahr mit der Agenda 2030 die Anzahl der internationalen Entwicklungsziele erh\u00f6ht: von 8 Millenniumszielen auf 17 Nachhaltigkeitsziele (SDG) mit 169 Unterzielen. Fast gleichzeitig wurde in einigen L\u00e4ndern \u2013 darunter die Schweiz \u2013 das Budget f\u00fcr Entwicklungszusammenarbeit gek\u00fcrzt. Wie passt das zusammen? Wie soll mit weniger Mitteln mehr erreicht werden? Klar ist: Begrenzte Mittel erfordern einen effektiven Einsatz von Geldern und eine wirksame Entwicklungszusammenarbeit.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEin Massstab f\u00fcr die Wirksamkeit ist weder die plangetreue Umsetzung von Projekten noch, ob jeder Rappen bei den Armen ankommt. Sondern es geht darum, wie stark jeder Rappen, der ankommt, die Lebensbedingungen armer Menschen langfristig verbessert (siehe <em>Kasten<\/em>).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn den letzten 25 Jahren wurde die globale Armut halbiert. Welchen Beitrag die Entwicklungszusammenarbeit hierzu geleistet hat, ist mit makro\u00f6konomischen Studien nicht pr\u00e4zise zu analysieren.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Allerdings zeigen viele wissenschaftliche Studien auf, dass spezifische Interventionen in unterschiedlichen Kontexten effektiv die Lebensbedingungen \u00e4rmerer Bev\u00f6lkerungsgruppen verbessert haben.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Trotz grosser Fortschritte in der Vergangenheit bleibt jedoch die weltweite Reduktion von Armut und Ungleichheit eine Herausforderung f\u00fcr die Zukunft.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Mit wissenschaftlichen Methoden lernen<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nWie kann die Wirksamkeit erh\u00f6ht werden? Von Erfolgen und Fehlern in der Entwicklungszusammenarbeit muss noch mehr gelernt werden. Es ist an der Zeit, endlich von der alten Debatte \u00abWirkt Entwicklungshilfe, ja oder nein?\u00bb wegzukommen und eine neue Debatte anzustossen: \u00abWelche Form der Entwicklungszusammenarbeit in welchen Kontexten wirkt und welche nicht?\u00bb Die Identifizierung von wirksamen Entwicklungsinterventionen mithilfe von wissenschaftlich anerkannten Methoden<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> sollte nicht nur im Interesse der Bef\u00fcrworter der Entwicklungshilfe sein, zu denen 9 von 10 Einwohnern in der Schweiz z\u00e4hlen,<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> sondern auch im Sinne der Kritiker.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nArmutsbek\u00e4mpfung ist komplex. Das sollte uns aber nicht davon abhalten, bessere Mittel und Wege zu suchen, um diese Herausforderung anzugehen. Dazu muss bestehendes Wissen genutzt und Wissensl\u00fccken m\u00fcssen identifiziert und geschlossen werden. Entwicklungszusammenarbeit sollte so weit wie m\u00f6glich auf Fakten und nicht auf Meinungen aufbauen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDas heisst nun nicht, dass jedes einzelne Projekt oder Programm der Entwicklungszusammenarbeit evaluiert werden muss. Es muss auch nicht jedes Unterfangen seinen eigenen Datenfriedhof generieren. Daten werden gesammelt, aber oft fehlen die Zeit und die Kapazit\u00e4t, diese Daten auszuwerten und die daraus gewonnenen Erkenntnisse anzuwenden. Studien zur Wirksamkeit der Entwicklungshilfe sollten nicht nur der Rechenschaftspflicht einer Organisation dienen, sondern sollten vor allem zu einer kontinuierlichen Verbesserung von Entwicklungsprogrammen f\u00fchren, ganz im Sinne des franz\u00f6sischen Schriftstellers Andr\u00e9 Gide: \u00abCroyez ceux qui cherchent la v\u00e9rit\u00e9, doutez de ceux qui la trouvent.\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Generierung von entwicklungspolitisch relevantem Wissen sollte sich nicht auf die eigene Organisation beschr\u00e4nken: Lernen muss \u00fcber Institutionen hinweg stattfinden. Die Zukunft der Entwicklungszusammenarbeit liegt auch darin, mehr in globales Wissen zur Armutsreduktion zu investieren<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> und dieses zu nutzen.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Ehrlichkeit auch bez\u00fcglich der Herausforderungen <\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEntwicklungszusammenarbeit soll in Zukunft nicht nur zur Armutsreduktion beitragen, sondern soll sich gem\u00e4ss der Agenda 2030 zus\u00e4tzlich noch anderen globalen Problemen (wie Klimawandel und internationaler Sicherheit) stellen. Es ist sicher richtig, dass zur Verbesserung von weltweiten Lebensbedingungen nicht nur \u00f6konomische, sondern genauso soziale, politische und \u00f6kologische Entwicklung geh\u00f6rt und ein ganzheitlicher Ansatz gefragt ist. Aber k\u00f6nnen wir all diese Herausforderungen mit den Instrumenten der Entwicklungszusammenarbeit angehen, deren Finanzierung noch reduziert wird? Entwicklungshilfe ist nicht die L\u00f6sung f\u00fcr alle globalen Probleme.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Arbeitsgemeinschaft Schweizer Hilfswerke Alliance Sud hat 2015 ein Buch mit dem Titel \u00abZur Un\u00fcbersichtlichkeit der Welt\u00bb<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> publiziert. Dieser Un\u00fcbersichtlichkeit der Entwicklungszusammenarbeit w\u00fcrde ich gerne eine neue Ehrlichkeit der Entwicklungszusammenarbeit an die Seite stellen: Durch unz\u00e4hlige Studien<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a> haben wir in den letzten Jahren viel dar\u00fcber gelernt, welche Art von Interventionen funktionieren und welche nicht. Sowohl \u00fcber Erfolge als auch \u00fcber Misserfolge sollte offener kommuniziert und diskutiert werden, ohne dabei unsere humanit\u00e4re Pflicht gegen\u00fcber den eine Milliarde Armen der Welt<a href=\"#footnote_8\" id=\"footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor\">[8]<\/a> jedes Mal infrage zu stellen. Nur so k\u00f6nnen wir lernen und Verbesserungspotenziale identifizieren.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEbenso gilt es, offener zu kommunizieren, was mit den begrenzten Mitteln von insgesamt rund 3,5 Milliarden Franken \u00f6ffentlicher und privater Entwicklungsgeldern,<a href=\"#footnote_9\" id=\"footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor\">[9]<\/a> die in der Schweiz zur Verf\u00fcgung stehen, weltweit \u00fcberhaupt erreicht werden kann. Ehrlichkeit bez\u00fcglich der offenen Fragen von Entwicklungszusammenarbeit ist gefragt. Denn: F\u00fcr viele scheinbar einfache Entwicklungsprobleme, wie zum Beispiel die kosteng\u00fcnstige und nachhaltige Bereitstellung von sauberem Trinkwasser in ruralen Gebieten, gibt es (noch) keine guten L\u00f6sungen. Auch m\u00fcssen wir akzeptieren, dass aus methodischer Sicht nicht alle Entwicklungsprojekte und -programme bez\u00fcglich ihrer Wirksamkeit evaluiert werden k\u00f6nnen.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Kernkompetenzen st\u00e4rken<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nKontinuierliches Lernen f\u00fcr einen bestm\u00f6glichen Einsatz von Entwicklungsgeldern erfordert Fokussierung. Eine Entwicklungsorganisation kann nicht auf allen Gebieten der Entwicklungszusammenarbeit Spezialistin sein. Bei 169 Unterzielen der Agenda 2030 besteht des Weiteren die Gefahr, die Reduzierung der weltweiten Armut und Ungleichheit aus den Augen zu verlieren: Die Beendigung des weltweiten Hungers (Ziel 2.1) ist dort genauso aufgelistet wie die F\u00f6rderung von nachhaltigem Tourismus (Ziel 8.9).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nNach der breiten Auslegung der Agenda 2030, die richtigerweise die Komplexit\u00e4t von Entwicklung und Entwicklungszusammenarbeit widerspiegelt, sollten wir uns jetzt wieder fokussieren. Die Agenda 2030 ist nicht als Zielekatalog f\u00fcr Organisationen zu verstehen, sondern nur als normativer Rahmen f\u00fcr eine lebenswerte Zukunft, zu der jede Organisation ihren ganz spezifischen Beitrag leisten kann.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nFokus erlaubt es einer Organisation, sich zu professionalisieren, um ihre Mittel effektiv einzusetzen. Er erm\u00f6glicht es ihr, mehr Verantwortung f\u00fcr durchgef\u00fchrte Programme zu tragen. Fokus ist auch n\u00f6tig, um zu vermeiden, dass Gelder, die f\u00fcr Entwicklungszusammenarbeit vorgesehen wurden, f\u00fcr sachfremde Zwecke, wie zum Beispiel den Klimaschutz, verwendet werden. Daf\u00fcr sind andere Budgets erstellt worden.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Koordination der gesamten Politik<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nWill man die Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit erh\u00f6hen, m\u00fcssen die verschiedenen Politikbereiche \u2013 darunter etwa die Finanz- und Handelspolitik \u2013 besser koordiniert werden. Denn: Entwicklungszusammenarbeit ist ein wichtiger Baustein zur Armutsreduktion, aber nicht der einzige. Exemplarisch seien hier unlautere Finanzfl\u00fcsse aus den Entwicklungsl\u00e4ndern genannt, die j\u00e4hrlich ungef\u00e4hr das Zehnfache der internationalen Entwicklungszusammenarbeit ausmachen.<a href=\"#footnote_10\" id=\"footnote-anchor_10\" class=\"inline-footnote__anchor\">[10]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEine vollkommene Politikkoh\u00e4renz wird man nie erreichen. Zu gegens\u00e4tzlich sind die Interessen und Ziele von verschiedenen Akteuren. Jedoch kann eine verbesserte Politikkoordination und -kooperation mit Abw\u00e4gen von verschiedenen Interessen zu einer wirksameren Schweizer Entwicklungszusammenarbeit f\u00fchren.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEine verst\u00e4rkte Koordination der Politikbereiche f\u00fchrt nicht nur zu einer erh\u00f6hten Koh\u00e4renz der Schweizer Entwicklungspolitik, sondern kann zus\u00e4tzlich zu einer sinnvollen Arbeitsteilung f\u00fchren, um mit verschiedenen Instrumenten und Mitteln verschiedene globale Ziele wirksam anzugehen. Entwicklungsorganisationen k\u00f6nnen sich daf\u00fcr engagieren, dass auch andere Politikbereiche \u00f6konomische, soziale und politische Entwicklungsziele st\u00e4rker in ihren Agenden ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Channing Arndt, Sam Jones und Finn Tarp (2015).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Vgl. Datenbank \u00abImpact Evaluations\u00bb der Non-Profit-Organisation 3ie unter <a href='http:\/\/www.3ieimpact.org\/en\/evidence\/impact-evaluations' target=\"_blank\">www.3ieimpact.org<\/a>.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Angrist, Joshua und J\u00f6rn-Steffen Pischke (2014).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">GFS (2014).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Levine, Ruth und William Savedoff (2015).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Alliance Sud (2015).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">3ieimpact.org.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_8\" class=\"footnote--item\">Stichwort <a href='http:\/\/www.worldbank.org\/en\/topic\/poverty\/overview' target=\"_blank\">Poverty\u2013Overview<\/a> unter Weltbank.org.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_9\" class=\"footnote--item\">Deza, <a href='https:\/\/www.eda.admin.ch\/deza\/de\/home\/aktivitaeten_projekte\/zahlen_und_statistiken.html' target=\"_blank\">Zahlen und Statistiken<\/a>.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_10\" class=\"footnote--item\">Kar, Dev und Joseph Spanjers (2014).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_10\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die UNO hat letztes Jahr mit der Agenda 2030 die Anzahl der internationalen Entwicklungsziele erh\u00f6ht: von 8 Millenniumszielen auf 17 Nachhaltigkeitsziele (SDG) mit 169 Unterzielen. 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Monitorstudie Entwicklungszusammenarbeit 2014. Studie im Auftrag der Direktion f\u00fcr Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA. Schweiz: Bern.<\/li>&#13;\n\t<li>Kar, Dev und Joseph Spanjers (2014). Illicit Financial Flows from Developing Countries: 2003\u20132012. Global Financial Integrity.<\/li>&#13;\n\t<li>Levine, Ruth und William Savedoff (2015). The Future of Aid: Building Knowledge Collectively. Center for Global Development Policy Paper, 050.<\/li>&#13;\n<\/ul>&#13;\n<strong>Weblinks:<\/strong>&#13;\n<ul>&#13;\n\t<li><a href=\"http:\/\/3ieimpact.org\/en\/evidence\/impact-evaluations\" target=\"_blank\">3ieimpact.org\/en\/evidence\/impact-evaluations <\/a>(20.01.2016)<\/li>&#13;\n\t<li><a href=\"https:\/\/www.eda.admin.ch\/deza\/de\/home\/aktivitaeten_projekte\/zahlen_und_statistiken.html\">Eda.admin.ch\/deza\/de\/home\/aktivitaeten_projekte\/zahlen_und_statistiken.html<\/a> (20.01.2016)<\/li>&#13;\n\t<li><a href=\"http:\/\/www.worldbank.org\/en\/topic\/poverty\/overview\">Worldbank.org\/en\/topic\/poverty\/overview<\/a> (20.01.2016)<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":[{"kasten_title":"Wirkungsstudien","kasten_box":"Wirkungsstudien in der Entwicklungszusammenarbeit quantifizieren die Ver\u00e4nderung der Lebensbedingungen der Bev\u00f6lkerung (Individuen, Haushalte, D\u00f6rfer oder Firmen), die einem Projekt oder einer Politikmassnahme direkt zugeschrieben werden kann. 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