{"id":113755,"date":"2016-03-23T15:54:24","date_gmt":"2016-03-23T15:54:24","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2016\/03\/kemeny-04-2016-franz\/"},"modified":"2023-08-23T23:10:31","modified_gmt":"2023-08-23T21:10:31","slug":"kemeny-04-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2016\/03\/kemeny-04-2016\/","title":{"rendered":"Frauen und J\u00fcngere sch\u00e4tzen Inflation h\u00f6her ein"},"content":{"rendered":"<p>Nehmen die Konsumenten die Entwicklung der Preise richtig wahr, oder liegen sie systematisch falsch? Und werden die Richtung und die St\u00e4rke von zuk\u00fcnftigen Inflationsentwicklungen \u2013 zumindest im Mittel \u2013 korrekt vorausgesagt, oder haben die Konsumenten verzerrte Erwartungen? Antworten auf diese Fragen liefern Umfragen des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft (Seco) und der EU-Kommission zur Konsumentenstimmung, die im Folgenden f\u00fcr einen Vergleich von Schweiz und Euroraum sowie von verschiedenen Bev\u00f6lkerungsgruppen in der Schweiz verwendet werden (siehe <em>Kasten<\/em>).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nSowohl in der Schweiz als auch in der EU geben die Konsumenten eine qualitative Einsch\u00e4tzung ihrer Inflationswahrnehmung respektive -erwartung an. Die offiziell berechnete Inflation wird hingegen auf einer quantitativen Skala gemessen. Ein direkter Vergleich der jeweiligen Niveaus ist daher nicht m\u00f6glich, die jeweilige Entwicklung kann jedoch sinnvoll interpretiert werden.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Euroeinf\u00fchrung hinterl\u00e4sst Spuren <\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nVergleicht man die beiden Teilindizes zur Inflationswahrnehmung und -erwartung mit der offiziellen Inflation, f\u00e4llt sowohl f\u00fcr die Schweiz als auch f\u00fcr den Euroraum auf, dass alle drei Kurven \u00e4hnlich verlaufen (siehe <em>Abbildungen 1<\/em> und <em>2<\/em>): Im Schnitt erfassen die Konsumenten die Preisentwicklung gut, insbesondere auch in den Perioden, in welchen die Inflation gr\u00f6sseren Schwankungen unterliegt.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 1: <strong>Inflation und Konsumentenumfragen in der Schweiz<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2016\/03\/Abb.1_neu.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-49473\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2016\/03\/Abb.1_neu.png\" alt=\"Abb.1_neu\" width=\"1986\" height=\"1154\" \/><\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Beim Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) entspricht der angegebene Wert der Vorjahreswachstumsrate im ersten Monat jedes Quartals. Erwartete\/wahrgenommene Inflation: jeweiliger Teilindex der viertelj\u00e4hrlichen Umfrage zur Konsumentenstimmung.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: BFS, Seco \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 2: Inflation und Konsumentenumfragen im Euroraum<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2016\/03\/Abb.2_neu.png\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-49483\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2016\/03\/Abb.2_neu.png\" alt=\"Abb.2_neu\" width=\"2484\" height=\"1462\" \/><\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Beim harmonisierten Verbraucherpreisindex entspricht der angegebene Wert der Vorjahreswachstumsrate im ersten Monat jedes Quartals. Erwartete\/wahrgenommene Inflation: jeweiliger Teilindex der Umfrage zur Konsumentenstimmung im ersten Monat jedes Quartals.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quellen: Eurostat, Europ\u00e4ische Kommission \/ Die Volkswirtschaft&#13;<br \/>\n<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nSowohl die wahrgenommenen als auch die erwarteten Inflationsindizes verm\u00f6gen langfristige Tendenzen in der Preisentwicklung zu erfassen. So widerspiegeln beide Teilindizes den negativen Trend in den Schweizer Inflationsraten seit Anfang der Achtzigerjahre.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEine Besonderheit stellt die Periode zwischen Anfang 2002 und Mitte 2003 f\u00fcr den Euroraum dar, in welcher die wahrgenommene Inflation von der offiziell gemessenen Inflation stark abgewichen ist. Diese Abkopplung kann gr\u00f6sstenteils damit erkl\u00e4rt werden, dass kurz nach der Einf\u00fchrung der Einheitsw\u00e4hrung am 1. Januar 2002 in vielen Eurol\u00e4ndern die Preise von gewissen G\u00fctern \u2013 insbesondere jene von Nahrungsmitteln und Energie \u2013 stark angestiegen sind. Da diese G\u00fcter typischerweise h\u00e4ufig gekauft werden, weisen ihnen die Konsumenten in ihrer Inflationswahrnehmung ein gr\u00f6sseres Gewicht zu als den tats\u00e4chlichen Anteil am Referenzkorb, der f\u00fcr die offizielle Inflationsmessung gebraucht wird.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Vermutlich ist der hohe Anstieg der wahrgenommenen Inflation in dieser Periode ausserdem durch die umfangreiche Berichterstattung \u00fcber die m\u00f6glichen Effekte der Euroeinf\u00fchrung auf die Preise verst\u00e4rkt worden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDer Einfluss der Preise von h\u00e4ufig gekauften G\u00fctern auf die Inflationswahrnehmung wird auch an einem anderen Beispiel deutlich: Im Jahr 2008 stiegen unter anderem die Energie- und Rohstoffpreise und damit die Inflation stark an. Gleichzeitig wuchs die Inflationswahrnehmung der Konsumenten, insbesondere jener im Euroraum, deutlich. Die Inflationserwartungen blieben hingegen klar darunter (siehe <em>Abbildung 2<\/em>).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAllgemein deutet der Verlauf der Teilindizes auf eine gute Verankerung der Inflationserwartungen hin: Bei deutlich positiven Inflationsraten liegt der Index f\u00fcr die Wahrnehmung meist deutlich \u00fcber dem Index f\u00fcr die Erwartungen \u2013 umgekehrt \u00fcberschreitet die erwartete Inflation bei negativer Teuerung tendenziell die wahrgenommene. Ein anschauliches Beispiel daf\u00fcr bilden die Indexwerte von April und Juli 2015 f\u00fcr die Schweiz, wo der Teilindex f\u00fcr die wahrgenommene Inflation sogar ins Negative gerutscht ist: Obwohl die Konsumenten die negative Preisentwicklung erkannten, erwarteten sie gleichzeitig eine positive Teuerung.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nSolche Informationen sind f\u00fcr die Zentralbanken von besonderer Bedeutung, da sie darauf hindeuten, dass die Konsumenten das Eintreten einer negativen Lohn-Preis-Spirale als eher unwahrscheinlich einstufen.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Geschlecht, Alter und Ausbildung entscheidend<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDifferenzen in der Inflationswahrnehmung bestehen nicht nur zwischen W\u00e4hrungsr\u00e4umen, sondern auch zwischen soziodemografischen Gruppen. Im Rahmen der Seco-Umfrage zur Konsumentenstimmung werden gewisse pers\u00f6nliche Angaben wie Geschlecht, Alter oder Ausbildung erfasst, die eine tiefere Analyse erm\u00f6glichen. Auch hier gilt: Es k\u00f6nnen Vorzeichen und Ausmass der Differenzen zwischen den einzelnen soziodemografischen Gruppen interpretiert werden, nicht aber die absoluten Werte. Zudem lassen die Indexwerte keine R\u00fcckschl\u00fcsse \u00fcber die Genauigkeit der Inflationseinsch\u00e4tzungen zu.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Ergebnisse stimmen mit der Evidenz aus der internationalen Literatur \u00fcberein.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> So nehmen Frauen tendenziell h\u00f6here Preissteigerungen wahr als M\u00e4nner und erwarten dementsprechend f\u00fcr die kommenden Monate ebenfalls einen Anstieg (siehe <em>Abbildung 3<\/em>). Dies wird h\u00e4ufig mit dem unterschiedlichen Kaufverhalten begr\u00fcndet: Wenn die t\u00e4glichen Eink\u00e4ufe haupts\u00e4chlich von Frauen erledigt werden, sind diese h\u00e4ufiger mit Einzelpreisen konfrontiert und sind m\u00f6glicherweise sensibler f\u00fcr kleinere Ver\u00e4nderungen.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 3: <strong>Inflationseinsch\u00e4tzung von M\u00e4nnern und Frauen<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"kemenypochon3\"><\/div>\n<script>\n$(function () {\n    $('#kemenypochon3').highcharts({\n        chart: {\n            type: 'column'\n        },\n        title: {\n            text: ''\n        },\n        xAxis: {\n            categories: ['Alle', 'M\u00e4nner', 'Frauen']\n        },\nyAxis: {\n            title: {\n            text: 'Index'\n        }\n        },\n        credits: {\n            enabled: false\n        },\n        series: [{\n            name: 'Inflationswahrnehmung',\n            data: [83.21,77.45,88.64]\n        }, {\n            name: 'Inflationserwartung',\n            data: [68.56,66.67,70.38]\n        }]\n    });\n});\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Mittelwert 1972\u20132016<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Seco \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZwischen Inflationswahrnehmung und Lebensalter besteht ein nicht linearer Zusammenhang: Personen unter 25 Jahren und ab 65 Jahren haben leicht h\u00f6here Inflationswahrnehmungen als Personen im mittleren Lebensalter (siehe<em> Abbildung 4<\/em>). Oft wird dieser Zusammenhang damit begr\u00fcndet, dass nicht erwerbst\u00e4tige Personen (z. B. Studenten, die meistens j\u00fcnger als 25 Jahre sind) eher mit beschr\u00e4nkten Budgets zurechtkommen m\u00fcssen und sich daher in ihrer Einsch\u00e4tzung st\u00e4rker durch erlebte Preissteigerungen leiten lassen. Bei den Erwartungen zeigt sich hingegen ein anderes Bild: \u00c4ltere Personen haben tendenziell tiefere Inflationserwartungen als j\u00fcngere, was m\u00f6glicherweise damit zusammenh\u00e4ngt, dass ihr gr\u00f6sserer Erfahrungsschatz in die Bildung der Erwartungen einfliesst.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 4: <strong>Inflationseinsch\u00e4tzung nach Alterskategorie<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"kemenypochon4\"><\/div>\n<script>\n$(function () {\n    $('#kemenypochon4').highcharts({\n        chart: {\n            type: 'column'\n        },\n        title: {\n            text: ''\n        },\n        xAxis: {\n            categories: ['15-24 Jahre', '25-64 Jahre', '\u226565 Jahre']\n        },\n         yAxis: {\n            title: {\n            text: 'Index'\n        }\n        },\n        credits: {\n            enabled: false\n        },\n        series: [{\n            name: 'Inflationswahrnehmung',\n            data: [84.96,82.09,86.05]\n        }, {\n            name: 'Inflationserwartung',\n            data: [72.13,68.62,65.78]\n        }]\n    });\n});\n\n\n\n\n\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Mittelwert 1972\u20132016<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Seco \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nUnterschiede in den verf\u00fcgbaren Budgets liefern auch eine (Teil-)Erkl\u00e4rung f\u00fcr die Differenzen in Inflationswahrnehmungen und -erwartungen zwischen Personen mit unterschiedlichen Ausbildungsniveaus (siehe<em> Abbildung 5<\/em>). Ein h\u00f6heres Ausbildungsniveau geht typischerweise mit besseren Chancen am Arbeitsmarkt und letztlich mit einem h\u00f6heren Einkommensniveau einher. Gr\u00f6ssere finanzielle M\u00f6glichkeiten k\u00f6nnen wiederum dazu f\u00fchren, dass Preisver\u00e4nderungen weniger bemerkt werden und die Inflationseinsch\u00e4tzung tiefer ausf\u00e4llt.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 5: <strong>Inflationseinsch\u00e4tzung nach Bildungsniveau<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"kemenypochon5\"><\/div>\n<script>\n$(function () {\n    $('#kemenypochon5').highcharts({\n        chart: {\n            type: 'column'\n        },\n        title: {\n            text: ''\n        },\n        xAxis: {\n            categories: ['Hoch', 'Mittel', 'Tief']\n        },\n         yAxis: {\n            title: {\n            text: 'Index'\n        }\n        },\n        credits: {\n            enabled: false\n        },\n        series: [{\n            name: 'Inflationswahrnehmung',\n            data: [41.41,50.15,65.21]\n        }, {\n            name: 'Inflationserwartung',\n            data: [42.87,46.73,53.34]\n        }]\n    });\n});\n\n\n\n\n\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Mittelwert 1997\u20132016; Hoch = Hochschule, h\u00f6here Fachschule, h\u00f6here Berufsausbildung; Mittel = Maturit\u00e4t, Berufslehre; Tief = obligatorische Schule.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Seco \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBei allen betrachteten Gruppen d\u00fcrfte zudem die Informationsgrundlage eine Rolle spielen. So l\u00e4sst sich die internationale Literatur dahin gehend deuten, dass M\u00e4nner tendenziell einen st\u00e4rkeren Bezug zu Wirtschaftsnachrichten haben als Frauen. Ein h\u00f6herer Bildungsgrad geht zudem in der Tendenz mit besseren F\u00e4higkeit einher, die verf\u00fcgbaren Wirtschaftsdaten und Informationen zu interpretieren.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">European Central Bank (2012).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Z. B. Gnan et al., 2011 und Menz\/Poppiz, 2013; Regressionsmodelle (Logit) best\u00e4tigen die Signifikanz der kommentierten Variablen bez\u00fcglich des Antwortverhaltens auf die relevanten Fragen.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nehmen die Konsumenten die Entwicklung der Preise richtig wahr, oder liegen sie systematisch falsch? Und werden die Richtung und die St\u00e4rke von zuk\u00fcnftigen Inflationsentwicklungen \u2013 zumindest im Mittel \u2013 korrekt vorausgesagt, oder haben die Konsumenten verzerrte Erwartungen? 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Households\u2019 Disagreement on Inflation Expectations and Socioeconomic Media Exposure in Germany, Discussion Paper Deutsche Bundesbank No 27\/2013.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":[{"kasten_title":"Umfragen zur Konsumentenstimmung in der Schweiz und in der EU","kasten_box":"In der Schweiz f\u00fchrt das Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco) viermal im Jahr (Januar, April, Juli, Oktober) eine repr\u00e4sentative <em>Umfrage zur Konsumentenstimmung<\/em> durch.<sup>a<\/sup> Die Umfrage existiert seit 1972 und enth\u00e4lt zwei Fragen zur Preisentwicklung:&#13;\n<ul>&#13;\n\t<li>Wie haben sich Ihrer Ansicht nach die Preise in den letzten zw\u00f6lf Monaten entwickelt?<\/li>&#13;\n\t<li>Wie werden sich Ihrer Ansicht nach die Preise in den kommenden zw\u00f6lf Monaten entwickeln?<\/li>&#13;\n<\/ul>&#13;\nAus den Antworten (f\u00fcnf Stufen von \u00abstark steigen\u00bb bis \u00abdeutlich zur\u00fcckgehen\u00bb) wird ein Teilindex zur Inflationswahrnehmung und einer zur Inflationserwartung berechnet.<sup>b<\/sup>&#13;\n&#13;\nAuch in der von der Europ\u00e4ischen Kommission f\u00fcr alle Mitgliedstaaten seit Januar 1985 monatlich erhobenen <em>Business and Consumer Survey<\/em> werden praktisch identische Fragen gestellt, mit kleineren Unterschieden bei den Antwortm\u00f6glichkeiten.<sup>c<\/sup>&#13;\n&#13;\n<span class=\"text__quelle--kasten\"><sup>a<\/sup> Mehr Informationen unter dem Stichwort <a href=\"http:\/\/www.seco.admin.ch\/themen\/00374\/00453\/index.html?lang=de\" target=\"_blank\">\u00abKonsumentenstimmung\u00bb<\/a> auf Seco.admin.ch<\/span>&#13;\n&#13;\n<span class=\"text__quelle--kasten\"><sup>b<\/sup> Siehe Doytchinov (2009) f\u00fcr ein Musterbeispiel einer Teilindexberechnung.<\/span>&#13;\n&#13;\n<span class=\"text__quelle--kasten\"><sup>c<\/sup> Vgl. <a href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/economy_finance\/db_indicators\/surveys\/index_en.htm\" target=\"_blank\">Business and Consumer Surveys<\/a> auf Ec.europa.eu.<\/span>"}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":113758,"main_focus":[156516,157175],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":113762,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"49148","post_abstract":"Im Rahmen der Umfragen zur Konsumentenstimmung \u00e4ussern sich die Befragten zu ihrer Wahrnehmung und ihren Erwartungen bez\u00fcglich der Preisentwicklung. Die Ergebnisse werden in Form von Indizes publiziert. Ein Vergleich mit der offiziellen Inflation in der Schweiz und im Euroraum zeigt, dass die Konsumenten die Preisentwicklung gut erfassen. Die jeweiligen Indizes widerspiegeln sowohl kurzfristige Schwankungen als auch langfristige Tendenzen in den Inflationsraten. Eine detailliertere Betrachtung der Schweizer Daten zeigt Unterschiede zwischen soziodemografischen Gruppen auf: Frauen, j\u00fcngere und \u00e4ltere Personen sowie Personen mit einem tieferen Bildungsniveau haben in der Tendenz h\u00f6here Inflationswahrnehmungen.","magazine_issue":"20160401","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":[4127,0],"korrektor":4139,"planned_publication_date":"20160324","original_files":[{"file":113770},{"file":113774},{"file":113778}],"external_release_for_author":"20160301","external_release_for_author_time":"18:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/56bd8d58cdfb6"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/113755"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4189"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=113755"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/113755\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":126661,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/113755\/revisions\/126661"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4127"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4190"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4189"}],"acf:post":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/157175"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/156516"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/30225"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=113755"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=113755"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=113755"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=113755"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=113755"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=113755"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}