{"id":113822,"date":"2016-03-23T15:52:55","date_gmt":"2016-03-23T15:52:55","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2016\/03\/friedli-04-2016-franz\/"},"modified":"2023-08-23T23:10:51","modified_gmt":"2023-08-23T21:10:51","slug":"friedli-04-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2016\/03\/friedli-04-2016\/","title":{"rendered":"F\u00fcr den Verbleib in der Schweiz gibt es gute Gr\u00fcnde"},"content":{"rendered":"<p>In den vergangenen Monaten haben zahlreiche Industrieunternehmen angek\u00fcndigt, ihre Produktion teilweise ins Ausland zu verlagern oder gar ganze Standorte in der Schweiz zu schliessen. Bei den Entscheiden argumentierten sie massgeblich mit den Lohnkosten \u2013 auch aufgrund des zeitlichen Zusammenfallens mit der Aufhebung des Mindestkurses von Anfang letzten Jahres.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nLohnkostenunterschiede sind jedoch nicht die alleinige Ursache f\u00fcr die aktuell schlechte Lage der Schweizer Industrie. Der Branchenverband Swissmechanic teilte letztes Jahr mit, eine Kombination aus hohen Lohnkosten, schwachem Euro und schwacher Konjunktur im europ\u00e4ischen Ausland habe die Lage negativ beeinflusst.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKlar ist: F\u00fcr die Verlagerung von Produktionsvolumen gibt es gute Gr\u00fcnde. Allen voran ist dies die Sicherung von strategisch wichtigen Marktzug\u00e4ngen. So k\u00f6nnen Produzenten durch eine Verlagerung beispielsweise Einfuhrbeschr\u00e4nkungen umgehen. Oder die Standortverlegung hilft ihnen, einen verlangten Wertsch\u00f6pfungsanteil im Absatzmarkt (local content) zu erf\u00fcllen. Zudem k\u00f6nnen je nach Produkt die Logistikkosten gesenkt werden.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Lohnkosten in China stark angestiegen<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nKosteng\u00fcnstige Produktionsfaktoren geh\u00f6ren zu den g\u00e4ngigen Gr\u00fcnden f\u00fcr die Internationalisierung<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a>: Eine Untersuchung von mehr als 60 internationalen Produktionsnetzwerken ergab, dass von den 475 erfassten Standorten 120 prim\u00e4r wegen des Zugangs zu \u00ablow cost\u00bb als strategischen Grund aufgebaut wurden.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> Dies zeigt: Standortverlagerungen oder -gr\u00fcndungen aufgrund von Lohnkostenvorteilen haben durchaus eine gewisse Historie.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDer Zugang zu kosteng\u00fcnstigen Ressourcen ist jedoch oftmals nicht von langer Dauer, wie am Beispiel China klar wird. W\u00e4hrend ausl\u00e4ndische Unternehmen dort noch in den Nullerjahren bei Markteintritten massgeblich mit Lohnkostenvorteilen argumentierten, steht heute die Sicherung des Zugangs zum chinesischen Absatzmarkt im Vordergrund. Ursache daf\u00fcr sind auch die w\u00e4hrend der letzten zehn Jahre um rund 270 Prozent gestiegenen durchschnittlichen Lohnkosten \u2013 eine dynamische Entwicklung, die von den wenigsten Unternehmen zum Zeitpunkt des Verlagerungsentscheids so ber\u00fccksichtigt wurde.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> Entsprechende Dynamiken bei den Faktorkosten m\u00fcssen bei jedem Verlagerungsentscheid ausreichend antizipiert werden und in die Gesamtbewertung einfliessen.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Teure Aufbauphase<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nBei der finanziellen Analyse m\u00fcssen auch Entscheidungsfaktoren wie das Hochfahren der Produktion am neuen Standort dynamisch betrachtet werden. So wirkt sich die Phase, bis die Produktion angelaufen ist, negativ auf den Zeitpunkt des Break-even aus.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> Offen bleibt zudem, ob ein neuer Standort mittel- bis langfristig in der Lage sein wird, die an ihn gestellten Erwartungen zu erf\u00fcllen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nUnternehmen ergreifen in der Regel noch Jahre nach einer Standorter\u00f6ffnung diverse Unterst\u00fctzungsmassnahmen, um die Leistungsf\u00e4higkeit der neuen Produktionsstandorte auf die gew\u00fcnschten Zielwerte zu heben. Experten f\u00fcr Logistik, Anlauf, Qualit\u00e4t <a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a>, Produktionstechnologien und -prozesse m\u00fcssen an die ausl\u00e4ndischen Standorte entsendet werden \u2013 in der Regel zu finanziellen Lasten der Stammwerke.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nSolche Anlauf- und Anschubkosten werden bei der Verlagerungsplanung h\u00e4ufig nicht ber\u00fccksichtigt und sp\u00e4ter nicht verursachungsgerecht im Produktionsnetzwerk verrechnet. Auf der Kostenseite wirken sich die geringeren Produktivit\u00e4tsniveaus gewisser Auslandsstandorte im Vergleich zum Schweizer Werk negativ aus. Um eine wahre Kostenbetrachtung zu erm\u00f6glichen, greift eine reine Betrachtung der Stundenl\u00f6hne daher zu kurz. Insbesondere, wenn das Automatisierungs- und Technologieniveau beibehalten wird.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAuch sollten die zum Teil enormen Kosten f\u00fcr eine Standortschliessung ber\u00fccksichtigt werden. Zwar bestehen gewisse Unterschiede zwischen den europ\u00e4ischen L\u00e4ndern; Posten wie Sozialpl\u00e4ne, Abschreibungen usw. fallen aber meist hoch aus.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Freihandelsabkommen als Standortvorteil<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEin finanzieller Pluspunkt f\u00fcr den Standort Schweiz sind die vielen Freihandelsabkommen \u2013 unter anderem mit China, Japan und Hongkong. Sie bieten f\u00fcr den Export von Waren eine gewisse Attraktivit\u00e4t.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn die Entscheidungsfindung m\u00fcssen auch weiche (nicht finanzielle) Faktoren einfliessen. Das sind beispielsweise das Einflusspotenzial von Gewerkschaften, die kulturelle Distanz zum fremdsprachigen Standort, die dortige Flexibilit\u00e4t der Arbeitszeitmodelle sowie die Verf\u00fcgbarkeit von loyalen und vor allem kompetenten Arbeitskr\u00e4ften. Zudem muss der Standortentscheid in die Gesamtstrategie des Unternehmens passen.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Strategische \u00dcberlegungen sind wichtig<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nForscher haben dem Ph\u00e4nomen der R\u00fcckverlagerung in den letzten Jahren vermehrt Aufmerksamkeit gewidmet. In empirischen Studien<a href=\"#footnote_8\" id=\"footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor\">[8]<\/a> werden folgende Gr\u00fcnde f\u00fcr eine R\u00fcckverlagerung von einst ausgelagerten Produktionsaktivit\u00e4ten genannt:&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>Probleme mit der Qualit\u00e4t;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>unzureichende Liefergeschwindigkeit aus dem Auslandsstandort heraus;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>gestiegene Lohnkosten;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Aufwand f\u00fcr Koordination und Monitoring des Auslandsstandorts;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>gestiegener Einsatz von Automatisierungstechnologien;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Fokus auf die Kernaktivit\u00e4ten.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;<br \/>\nEbenso werden positive Effekte wie die r\u00e4umliche N\u00e4he von Produktion und Entwicklung als Argumente f\u00fcr R\u00fcckverlagerungen ins Heimatland angef\u00fchrt.<a href=\"#footnote_9\" id=\"footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor\">[9]<\/a> Abgesehen von den Qualit\u00e4tskosten weisen diese Gr\u00fcnde einen stark strategischen Charakter auf. Sie lassen sich daher nur schwer in der finanziellen Bewertung von Standortalternativen ber\u00fccksichtigen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nJedes Unternehmen sollte \u2013 abh\u00e4ngig von den produkt-, leistungs- und unternehmensspezifischen Rahmenbedingungen \u2013 \u00fcberpr\u00fcfen, welche Rolle die Produktion im Unternehmen tats\u00e4chlich spielt oder spielen kann: Handelt es sich um eine Aktivit\u00e4t ohne strategischen Mehrwert, welche vielerorts ausgef\u00fchrt werden kann? Oder stellt die Produktion einen integralen und wertvollen Bestandteil des Unternehmens dar, der einen strategischen Wettbewerbsvorteil zu schaffen vermag?&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDiese Diskussion wird seit den sp\u00e4ten Sechzigerjahren f\u00fcr die USA gef\u00fchrt \u2013 ausgel\u00f6st durch einen Beitrag des ehemaligen Harvard-Professors Wickham Skinner zur Bedeutung der Produktion f\u00fcr die Wettbewerbsf\u00e4higkeit von Unternehmen.<a href=\"#footnote_10\" id=\"footnote-anchor_10\" class=\"inline-footnote__anchor\">[10]<\/a> Ihm folgend, pl\u00e4dieren wir gegen eine Betrachtung, die ausschliesslich kosten- und effizienzgetrieben ist. Vielmehr gilt es die gegenseitige Abh\u00e4ngigkeit zwischen Gesch\u00e4ftsstrategie und Produktionsstrategie anzuerkennen und das strategische Potenzial der Produktion zu nutzen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGegebenenfalls sind \u2013 unausweichlich \u2013 einzelne Teilaktivit\u00e4ten auszulagern. Strategisch bedeutsame Aktivit\u00e4ten d\u00fcrfen hingegen nicht leichtfertig im selben Handstreich mit ausgelagert werden. Das gilt etwa f\u00fcr komplexe, anspruchsvolle und auf die individuellen Bed\u00fcrfnisse zugeschnittene Produkte, welche in kurzer Zeit entwickelt und geliefert werden m\u00fcssen, oder f\u00fcr Waren mit dem Swissness-Label.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Analyse statt Bauchgef\u00fchl<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nSelbstverst\u00e4ndlich geh\u00f6ren eine kontinuierliche Verbesserung sowie Effizienz- und Produktivit\u00e4tssteigerungen zu den Pflichtaufgaben der Schweizer Produktionsstandorte. Ausgehend von unseren Erfahrungen der letzten 15 Jahre mit Industrieunternehmen, raten wir den Unternehmen, ein Konzept f\u00fcr das strategische Produktionsmanagement auszuarbeiten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDen Ausgangspunkt stellt dabei die Gesch\u00e4ftsstrategie dar. Daraus m\u00fcssen die Unternehmen klare Bekenntnisse bez\u00fcglich Leistungsumfang, Ressourcen, Organisation von Standort und Gesamtnetzwerk sowie beteiligter Mitarbeiter ableiten. Und: Um den bisher oftmals am Bauchgef\u00fchl orientierten Entscheidungen eine belastbare Datenbasis gegen\u00fcberzustellen, m\u00fcssen sie die Produktion mit intelligenten Mess- und Steuerungsans\u00e4tzen analysieren. Auch die vorhandene Datenbasis k\u00f6nnen sie effektiver nutzen. Aktuell greifen nur wenige Unternehmen auf die in grossem Umfang gesammelten Maschinen- und Prozessdaten \u2013 Stichwort Big Data \u2013 zur Hebung von Verbesserungspotenzialen zu.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEbenso geh\u00f6ren die aus Deutschland stammenden Ans\u00e4tze zur integrierten Implementierung von Technologien und Konzepten, die im Kontext von Industrie 4.0 diskutiert werden, dazu. In den USA werden \u00e4hnliche Inhalte unter dem Stichwort Smart Manufacturing diskutiert, und in China werden \u2013 auch aufgrund der angesprochenen Lohnkostenproblematik \u2013 im Rahmen der Initiative \u00abMade in China 2025\u00bb enorme Anstrengungen in dieselbe Richtung unternommen. Ein deutsch-chinesisches Abkommen soll die Zusammenarbeit von Unternehmen beider L\u00e4nder in puncto intelligenter Fertigung und digitaler Vernetzung der Produktion f\u00f6rdern. Schweizer Unternehmen sollten m\u00f6glichst rasch pr\u00fcfen, welche Potenziale sich auch f\u00fcr sie aus dieser Entwicklung ergeben, und diese zur Verbesserung ihrer Prozesse und zur Schaffung neuer Gesch\u00e4ftsmodelle nutzen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nInsbesondere international agierende Unternehmen m\u00fcssen kl\u00e4ren, wie bestehende St\u00e4rken des Schweizer Standorts f\u00fcr ihre Produktionsnetzwerke zu nutzen sind. Reife Produktionsstandorte, wie wir sie in der Schweiz h\u00e4ufig vorfinden, sind oftmals besser in der Lage, mit komplexen Produkten und Produktionsverfahren umzugehen. Sie verf\u00fcgen \u00fcber die n\u00f6tige Flexibilit\u00e4t in der Produktion und k\u00f6nnen auch anspruchsvolle Produkte in die Serienreife bringen. Damit meistern sie auch die herausfordernde Aufgabe des An- und Hochlaufs von Produkten f\u00fcr andere Standorte.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nErstaunlicherweise bereitet es gegenw\u00e4rtig einer Vielzahl von Unternehmen Schwierigkeiten, einen Entscheid aus einer Gesamtperspektive abzuleiten. So fokussiert die Diskussion fast ausschliesslich auf die Produktionskosten \u2013 obwohl sich der starke Franken auf administrative Aufgaben, F&amp;E-Aktivit\u00e4ten usw. gleichermassen stark auswirkt.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Einmal weg \u2013 immer weg<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAus gesamtwirtschaftlicher Sicht sind Verlagerungsentscheidungen insofern problematisch, als es sich jeweils nicht nur um Entscheidungen mit isolierten Auswirkungen auf ein einzelnes Unternehmen handelt. Denn: Gehen in grossem Umfang Arbeitspl\u00e4tze und damit indirekt auch F\u00e4higkeiten und Know-how verloren, l\u00e4uft die Schweiz Gefahr, dieses Wissen langfristig zu verlieren.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nMit dem Wegbrechen von Schl\u00fcsselunternehmen einer Branche besteht die Gefahr des Auseinanderbrechens der zugeh\u00f6rigen Industriecluster. In jedem Fall gehen damit Industriearbeitspl\u00e4tze verloren. Dieser Effekt kann am Beispiel der Textilindustrie in der Ostschweiz gut nachvollzogen werden: Zun\u00e4chst verlassen die Hersteller der Vorprodukte (Garne und Stoffe) wegen des Preisdrucks das Land; die Zulieferindustrie (Textilmaschinen) folgt. Letztlich stirbt ein ganzes \u00d6kosystem aus Unternehmen mitsamt den zugeh\u00f6rigen F\u00e4higkeiten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZwar k\u00f6nnen die Arbeitnehmer mit diesen F\u00e4higkeiten, sofern es sich um generalistische F\u00e4higkeiten handelt, anderen Branchen zur Verf\u00fcgung stehen; so profitierte die Medizinalbranche in hohem Masse von den Kompetenzen, die in der Schweiz aufgrund der Uhren- und Feinmechanikbranche vorhanden sind.<a href=\"#footnote_11\" id=\"footnote-anchor_11\" class=\"inline-footnote__anchor\">[11]<\/a> Einmal verlorene spezifische F\u00e4higkeiten und Kompetenzen sind jedoch kaum mehr zu erlernen. Und R\u00fcckverlagerungen sind \u00e4usserst schwierig, wie Beispiele aus den USA zeigen.<a href=\"#footnote_12\" id=\"footnote-anchor_12\" class=\"inline-footnote__anchor\">[12]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBei den aktuellen Verlagerungen handelt es sich nicht um einen branchenspezifischen Vorgang. Vielmehr scheint es, dass Industriearbeitspl\u00e4tze im Allgemeinen zur Disposition stehen. Diese Irreversibilit\u00e4t hat langfristige Konsequenzen f\u00fcr die Schweiz als Industriestandort und damit f\u00fcr den Wohlstand der Schweiz.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Swissmechanic (2015).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Vgl. Bartlett und Ghoshal (1998).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Vgl. Kinkel (2009).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Nicht ver\u00f6ffentlichte Untersuchung von Produktionsnetzwerken in Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz des Instituts f\u00fcr Technologiemanagement der Universit\u00e4t St. Gallen im Jahr 2011.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">China Statistical Yearbook-2014 (2015).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Kinkel (2009).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">V. a. bez\u00fcglich Etablierung von Pull-Produktion, des Fliessprinzips und der kontinuierlichen Verbesserung von Abl\u00e4ufen.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_8\" class=\"footnote--item\">Vgl. Kinkel (2014); Arlbj\u00f8rn und Mikkelsen (2014); Fratocchi u. a. (2014).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_9\" class=\"footnote--item\">Kinkel (2012); Arlbj\u00f8rn und Mikkelsen (2014).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_10\" class=\"footnote--item\">Skinner (1969); Wheelwright und Hayes (1985).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_10\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_11\" class=\"footnote--item\">Gelb und Glauser (2014).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_11\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_12\" class=\"footnote--item\">Vgl. Davidson (2015).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_12\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den vergangenen Monaten haben zahlreiche Industrieunternehmen angek\u00fcndigt, ihre Produktion teilweise ins Ausland zu verlagern oder gar ganze Standorte in der Schweiz zu schliessen. 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Stats.gov.cn<\/li>&#13;\n\t<li>Davidson, Paul (2013). <a href=\"http:\/\/www.usatoday.com\/story\/money\/business\/2013\/07\/04\/some-apparel-manufacturing-returns-to-us\/2454075\" target=\"_blank\">Some Apparel Manufacturing \u2039Reshoring\u203a to USA.<\/a> USA Today.<\/li>&#13;\n\t<li>Fratocchi, Luciano, Carmela Di Mauro, Paolo Barbieri, Guido Nassimbeni und Andrea Zanoni (2014). When Manufacturing Moves Back: Concepts and Questions, in: Journal of Purchasing and Supply Management 20 (1): 54\u201359.<\/li>&#13;\n\t<li>Gelb, Stephen und Mich\u00e8le Glauser (2014), Wie sich Unternehmen in die globalen Wertsch\u00f6pfungsketten integrieren, in: Die Volkswirtschaft, Nr. 12: 27\u201330.<\/li>&#13;\n\t<li>Kinkel, Steffen, Hrsg. (2009). Erfolgsfaktor Standortplanung: in- und ausl\u00e4ndische Standorte richtig bewerten, 2, \u00fcberarb. Aufl., Berlin.<\/li>&#13;\n\t<li>Kinkel, Steffen (2012). 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Competing Through Manufacturing, in: Harvard Business Review 65 (1): 213\u201323.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":113825,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":113829,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"46562","post_abstract":"Entscheide \u00fcber die Verlagerung von Produktionsarbeitspl\u00e4tzen ins Ausland haben durch die Aufhebung des Mindestkurses an Relevanz gewonnen. Folgende Fragen dr\u00e4ngen sich auf: Ist eine Massnahme richtig f\u00fcr das betreffende Unternehmen? Und ist sie sinnvoll f\u00fcr den Standort Schweiz? Den Lohnkostenvorteilen im Ausland stehen in der Regel diverse finanzielle Nachteile gegen\u00fcber. Hinzu kommen Auswirkungen auf die Wettbewerbsf\u00e4higkeit bei der Erf\u00fcllung von Kundenanforderungen, welche die reinen Produktkosten \u00fcbersteigen. H\u00e4ufig bleiben solch schwer quantifizierbare Auswirkungen auf die strategische Wettbewerbsf\u00e4higkeit unber\u00fccksichtigt. Es besteht die Gefahr, dass durch die Abwanderung von nur wenigen Schl\u00fcsselunternehmen ganze Branchen negativ beeinflusst werden. In der Folge kann sich die Verlagerung von Industriearbeitspl\u00e4tzen als irreversibel herausstellen, mit negativen Auswirkungen auf die gesamte Schweizer Industrie. 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