{"id":114086,"date":"2016-02-24T15:58:43","date_gmt":"2016-02-24T15:58:43","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2016\/02\/stadler-03-2015-franz\/"},"modified":"2023-08-23T23:10:52","modified_gmt":"2023-08-23T21:10:52","slug":"stadler-03-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2016\/02\/stadler-03-2016\/","title":{"rendered":"Weniger Armut \u2013 mehr Ungleichheit"},"content":{"rendered":"<p>Kriege, Wirtschaftskrisen und Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6me: Die Schlagzeilen der Medien malen ein d\u00fcsteres Bild der Welt. Vergessen gehen dabei h\u00e4ufig die beachtlichen Fortschritte im Kampf gegen eine der gr\u00f6ssten Miseren, mit denen wir uns konfrontiert sehen: die extreme Armut.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nSo ist der Anteil der Menschen, die mit weniger als 1.90 Dollar pro Tag auskommen m\u00fcssen, in den letzten 15 Jahren um \u00fcber die H\u00e4lfte gesunken. Heute leben rund 10 Prozent der Weltbev\u00f6lkerung in extremer Armut. Zum Vergleich: Im 19. Jahrhundert waren noch mehr als 8 von 10 Personen davon betroffen (siehe <em>Abbildung 1<\/em>). Nennenswert sind auch die Fortschritte im Kampf gegen die Kindersterblichkeit, welche heute beinahe vier Mal tiefer ist als vor 50 Jahren.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a>&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 1: Anteil der Armen an der Weltbev\u00f6lkerung<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2016\/02\/Stadler_1_DE.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-46809\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2016\/02\/Stadler_1_DE.png\" alt=\"Stadler_1_DE\" width=\"2260\" height=\"1042\" \/><\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Roser (2015a), Bourguignon\/Morrisson (2002), World Bank (2015) \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDas durchschnittliche Einkommen in Europa vor 200 Jahren glich jenem der \u00e4rmsten L\u00e4nder Afrikas von heute. Damals war nahezu die gesamte Weltbev\u00f6lkerung arm (siehe <em>Abbildung 2)<\/em>. Im Jahr 1970 hatte sich der Kontext als Folge von \u00fcber einem Jahrhundert Industrialisierung drastisch ver\u00e4ndert. Die Welt war nun zweigeteilt in entwickelte und arme L\u00e4nder, was visuell an die H\u00f6cker eines Kamels erinnert. 50 Jahre sp\u00e4ter, um die Jahrtausendwende, hat sich das Kamel in ein Dromedar verwandelt: Die klare Unterscheidung zwischen entwickelter und unterentwickelter Welt ist Geschichte, das weltweite Einkommen deutlich gestiegen und gleichm\u00e4ssiger verteilt.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 2: Weltweite Einkommensverteilung 1820, 1970 und 2000<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2016\/02\/Stadler_DE_2.png\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-46745\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2016\/02\/Stadler_DE_2.png\" alt=\"Stadler_DE_2\" width=\"2502\" height=\"1676\" \/><\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Das Jahreseinkommen der Menschen ist hier weltweit in \u00abInternationalen Dollars\u00bb angegeben. Diese Vergleichsw\u00e4hrung basiert auf einem Warenkorb, gemessen in Dollar (1990).<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Roser (2015b), OECD (2014) \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<\/p>\n<h2>Innerstaatliche Ungleichheit nimmt zu<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nW\u00e4hrend diese Entwicklungen optimistisch stimmen, ist seit den Achtzigerjahren eine neue Tendenz feststellbar: Die Ungleichheit zwischen den L\u00e4ndern nahm in den letzten 25 Jahren zwar ab, die innerstaatliche Ungleichheit stieg aber deutlich.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a>\u00a0Aufstrebende Volkswirtschaften wie China und Indien verzeichneten jahrelang hohe Wachstumsraten, was wesentlich zur Armutsreduktion beitrug. Gleichzeitig wurde jedoch der Graben zwischen den verschiedenen Bev\u00f6lkerungsschichten immer gr\u00f6sser. Die wachsende Ungleichheit ist mitunter ein Nebeneffekt der wirtschaftlichen Fortschritte der vergangenen Jahrzehnte, wie Wirtschaftsnobelpreistr\u00e4ger Angus Deaton konstatiert.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a>\u00a0Denn die Wohlstandsgewinne eines aufstrebenden Staates kommen nicht allen Bewohnern zur gleichen Zeit und in gleichem Masse zugute.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nVon den M\u00f6glichkeiten einer offenen, globalisierten Weltwirtschaft haben nicht zuletzt wohlhabende Schichten profitiert. Gem\u00e4ss Sch\u00e4tzungen der Grossbank Credit Suisse verf\u00fcgen heute 0,7 Prozent der Bev\u00f6lkerung \u00fcber knapp die H\u00e4lfte des weltweiten Verm\u00f6gens. Die untersten zwei Drittel besitzen demgegen\u00fcber weniger als 3 Prozent (siehe <em>Abbildung 3<\/em>).&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 3: Weltweite Verm\u00f6gensverteilung (2015)<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2016\/02\/Stadler_DE_3.png\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-46746\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2016\/02\/Stadler_DE_3.png\" alt=\"Stadler_DE_3\" width=\"2828\" height=\"1718\" \/><\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: James Davies, Rodrigo Lluberas and Anthony Shorrocks, Credit Suisse Global Wealth Databook 2015 \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEntsprechend sind Verteilungsfragen in den letzten Jahren ganz zuoberst auf die politische Agenda ger\u00fcckt. Zahlreiche Beobachter sprechen von strukturellen Herausforderungen, die angegangen werden m\u00fcssen. So macht der franz\u00f6sische \u00d6konom Thomas Piketty die h\u00f6heren Renditen von Kapital im Vergleich zum Wirtschaftswachstum hauptverantwortlich f\u00fcr die zunehmende Ungleichheit in entwickelten Volkswirtschaften<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a>: Das Einkommen auf Arbeit wachse langsamer als das Einkommen auf Kapital, was das Gros der Bev\u00f6lkerung systematisch benachteilige. Neue Analysen von \u00d6konomen des Internationalen W\u00e4hrungsfonds (IMF) zeigen zudem auf, dass Ungleichheit nicht nur potenziell negative soziale oder politische Folgen hat, sondern l\u00e4ngerfristig auch zu tieferem Wachstum f\u00fchren kann.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Weltbank geht mit \u00abShared Prosperity\u00bb voran<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie wachsende Ungleichheit in vielen L\u00e4ndern wirkt sich auch auf die internationale Zusammenarbeit aus. Neben dem traditionellen Fokus auf die Reduktion von Armut und globalen Risiken wie dem Klimawandel befassen sich Entwicklungsakteure vermehrt mit den Folgen zunehmender Disparit\u00e4ten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nExemplarisch ist in dieser Hinsicht die 2013 verabschiedete Strategie der Weltbank namens Shared Prosperity. Diese enth\u00e4lt das ambitionierte Ziel, die extreme Armut<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a>\u00a0bis 2030 zu \u00fcberwinden \u2013 respektive auf wenige Prozentpunkte zu reduzieren. Gleichzeitig soll der Lebensstandard der untersten 40 Prozent in jedem Land drastisch verbessert werden, um den Graben zwischen Arm und Reich zu vermindern.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Inklusives Wachstum als Ziel<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie wirtschaftliche Entwicklungszusammenarbeit des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft (Seco) geht in der Strategie 2017\u20132020 ebenfalls verst\u00e4rkt auf Disparit\u00e4ten ein. So stellt das Seco seine entwicklungspolitischen Aktivit\u00e4ten unter den Begriff \u00abnachhaltiges und inklusives Wachstum\u00bb: Wachstum soll \u00f6konomische wie soziale und \u00f6kologische Aspekte ber\u00fccksichtigen und den Wohlstand k\u00fcnftiger Generationen nicht beeintr\u00e4chtigen (siehe <em>Kasten<\/em>). Der neue Akzent auf inklusives Wachstum zielt darauf ab, allen Bev\u00f6lkerungsschichten der Seco-Partnerl\u00e4nder<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a>\u00a0Perspektiven zu bieten \u2013 unter anderem \u00fcber Jobs.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nNachhaltiges und inklusives Wachstum bedingt wirksame Institutionen und Dienstleistungen, die allen Bev\u00f6lkerungsschichten zugutekommen. Ohne Rechtssicherheit oder funktionierende Energieversorgung k\u00f6nnen Kleinunternehmer nur mit M\u00fche eine Firma aufbauen und Arbeitspl\u00e4tze schaffen. Ein verantwortungsvoller Umgang mit \u00f6ffentlichen Finanzen und Investitionen sowie ein gut entwickelter Finanzsektor wirken sich positiv auf die wirtschaftliche Leistung eines Landes aus, was wiederum die Armut reduziert. Konkret unterst\u00fctzt das Seco beispielsweise Ghana mit Expertise und IT-Infrastruktur beim Aufbau eines effizienten und fairen Steuersystems. Dadurch konnten die Staatseinnahmen erh\u00f6ht und die Steuerlast breiter verteilt werden.<a href=\"#footnote_8\" id=\"footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor\">[8]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nMehr und bessere Arbeitspl\u00e4tze sind der Schl\u00fcssel zu einer wirtschaftlichen Entwicklung, die m\u00f6glichst viele einbezieht. So stellt ein w\u00fcrdiger Arbeitsplatz das wohl wirksamste Mittel gegen Armut dar. Damit neue Stellen entstehen, braucht es neben einem f\u00f6rderlichen Gesch\u00e4ftsklima auch Zugang zu Finanzierungsquellen und Fachkr\u00e4ften. Gleichzeitig m\u00fcssen Arbeitspl\u00e4tze Mindestanforderungen erf\u00fcllen, um ein sicheres und menschenw\u00fcrdiges Umfeld zu bieten. \u00dcber die Finanzierungsinstitution Swiss Investment Fund for Emerging Markets (Sifem) stellt das Seco deshalb Unternehmen in Entwicklungsl\u00e4ndern Kapital zur Verf\u00fcgung, damit diese expandieren und neue Stellen schaffen k\u00f6nnen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nL\u00e4ngerfristiges Wachstum setzt einen st\u00e4rkeren Handel und h\u00f6here Wettbewerbsf\u00e4higkeit voraus. Entwicklungsl\u00e4nder profitieren jedoch h\u00e4ufig nicht von den ertragreichen Etappen in der Wertsch\u00f6pfungskette eines Produkts. Denn G\u00fcter durchlaufen heute komplexe Wertsch\u00f6pfungsketten in verschiedenen Staaten, bis sie die Konsumenten erreichen. Geeignete wirtschaftliche Rahmenbedingungen tragen dazu bei, dass die Produktivit\u00e4t von kleinen und mittleren Unternehmen kontinuierlich steigt und lukrative Produktionsschritte mit hoher Wertsch\u00f6pfung vermehrt vor Ort anfallen. Aus diesem Grund st\u00e4rkt das Seco in Indonesien beispielsweise die Managementkapazit\u00e4ten von Kakao-Kleinbauern und sorgt damit f\u00fcr stabilere Einkommen.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Arme st\u00e4rker vom Klimawandel betroffen<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEine emissionsarme und klimaresiliente Wirtschaft ist angesichts der Herausforderungen des Klimawandels von zentraler Bedeutung. Entwicklungsl\u00e4nder sind besonders exponiert und bekommen die Folgen extremer Klimaereignisse st\u00e4rker zu sp\u00fcren als entwickelte Staaten. Gerade die \u00c4rmsten in diesen L\u00e4ndern sind \u00fcberproportional von \u00dcberschwemmungen und anderen Katastrophen betroffen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKlimarelevante Strategien umfassen sowohl Massnahmen zur Reduktion der Treibhausgase als auch solche zur Anpassung an die Folgen der Klimaerw\u00e4rmung. Im Zentrum stehen Massnahmen in St\u00e4dten, weil sie bedeutende Verursacher klimarelevanter Gase sind und immer mehr Bewohner z\u00e4hlen. In Tadschikistan hat das Seco zu einem zuverl\u00e4ssigeren und nachhaltigeren Zugang zu Elektrizit\u00e4t beigetragen. Das Energienetz wurde saniert, was unter anderem Energieverluste reduzierte. Subventionen trugen dazu bei, dass auch die \u00c4rmsten einen verbesserten Elektrizit\u00e4tszugang erhielten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAbschliessend kann gesagt werden: Disparit\u00e4ten sind mitunter ein Nebeneffekt der wirtschaftlichen Fortschritte der vergangenen Jahrzehnte. Mit ihren potenziell hohen politischen und sozialen Kosten stellen sie f\u00fcr Entwicklungsl\u00e4nder eine Herausforderung dar, die sie noch lange besch\u00e4ftigen d\u00fcrfte. Die internationale Zusammenarbeit der Schweiz, insbesondere des Seco, begleitet sie auf diesem Weg.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Roser (2015a).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Milanovic und Lakner (2015) sowie Anand und Segal (2014).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Deaton (2013): \u00abInequality is often a consequence of progress. Not everyone gets rich at the same time, and not everyone gets immediate access to the latest life-saving measures, whether access to clean water, to vaccines, or to new drugs for preventing heart disease.\u00bb&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Piketty (2013\/2014).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">IMF Staff Discussion Note (2015).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Einkommen pro Person von weniger als 1.90 Dollar pro Tag (kaufkraftbereinigt, 2011).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Schwerpunktl\u00e4nder im S\u00fcden: Indonesien, Vietnam, \u00c4gypten, Ghana, S\u00fcdafrika, Tunesien, Kolumbien und Peru. Im Osten: Albanien, Serbien, Kirgistan, Tadschikistan, Ukraine.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_8\" class=\"footnote--item\">Die Projektbeispiele basieren auf laufenden oder fr\u00fcheren Projekten, welche bereits einen starken Bezug zu inklusivem Wachstum aufweisen. Siehe auch die Beitr\u00e4ge von Alain B\u00fchlmann, Stephan Leiser und Mike Ducker sowie Franziska Sp\u00f6rri und Sibylle H\u00e4gler in dieser Ausgabe.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kriege, Wirtschaftskrisen und Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6me: Die Schlagzeilen der Medien malen ein d\u00fcsteres Bild der Welt. 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C..<\/li>&#13;\n\t<li>Milanovic, Branko and Christoph Lakner (2015). Global Income Distribution: From the Fall of the Berlin Wall to the Great Recession, in: The World Bank Economic Review, 12. August 2015.<\/li>&#13;\n\t<li>OECD (2014). How Was Life? Global Well-being Since 1820, Paris.<\/li>&#13;\n\t<li>Piketty, Thomas (2013\/2014). Capital in the Twenty-First Century, Paris.<\/li>&#13;\n\t<li>Roser, Max (2015a). Child Mortality, Oxford, Ourworldindata.org.<\/li>&#13;\n\t<li>Roser, Max (2015b). Inequality Between World Citizens, Oxford, Ourworldindata.org.<\/li>&#13;\n\t<li>World Bank (2015). Global Monitoring Report 2015\/2016, Washington.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":[{"kasten_title":"Seco-Entwicklungsziele 2017\u20132020","kasten_box":"Das Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft will nachhaltiges und inklusives Wachstum in den Partnerl\u00e4ndern \u00fcber vier Wirkungsziele erreichen. 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Da grosse Ungleichheiten politische und soziale Kosten verursachen k\u00f6nnen, r\u00fcckt das Thema zusehends auf die Agenda der internationalen Zusammenarbeit. Die wirtschaftliche Entwicklungszusammenarbeit des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft (Seco) hat den Akzent auf nachhaltiges, inklusives Wachstum gelegt. 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