{"id":114349,"date":"2015-12-21T17:41:34","date_gmt":"2015-12-21T17:41:34","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2015\/12\/baeurle-11-2015-franz\/"},"modified":"2023-08-23T23:11:01","modified_gmt":"2023-08-23T21:11:01","slug":"baeurle-11-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2015\/12\/baeurle-11-2015\/","title":{"rendered":"Ungewohnt, aber vorteilhaft: Konjunkturanalyse aus Sicht der Produktionssektoren"},"content":{"rendered":"<p>Die Zusammensetzung des realen Bruttoinlandprodukts (BIP) kann aus drei verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden. Die Nachfrage- oder Verwendungsseite gliedert das BIP nach Zweck der damit get\u00e4tigten Ausgaben. Die Einkommensseite fokussiert auf die Bezahlung der Produktionsfaktoren, das heisst auf die L\u00f6hne und die Gewinne. Schliesslich betrachtet die Produktions- oder Entstehungsseite die Wertsch\u00f6pfung in den verschiedenen Produktionssektoren, welche in der Summe ebenfalls dem BIP entsprechen. Produktionssektoren sind zum Beispiel die verarbeitende Industrie, der Banken- oder der Gesundheitssektor. Die meisten empirischen Modelle fokussieren bei der Analyse von \u00f6konomischen Entwicklungen auf die Verwendungsseite und somit auf das Zusammenspiel der wichtigsten Nachfragekomponenten wie den Konsum, die Investitionen sowie die Exporte und Importe.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn der vorliegenden Studie wird ein anderer Ansatz verfolgt. Im Rahmen eines dynamischen Faktormodells analysieren wir das BIP in der Schweiz aufgegliedert nach Sektoren und liefern damit eine produktionsseitige Perspektive. Konjunkturelle Entwicklungen wirken sich unterschiedlich auf die verschiedenen Sektoren aus. Zudem beeinflussen typischerweise auch wirtschaftspolitische Massnahmen nicht alle Sektoren gleich. Das Ziel unserer Studie ist es deshalb, die Wirkung solcher \u00c4nderungen auf die verschiedenen Sektoren abzubilden und so eine Grundlage f\u00fcr wirtschaftspolitische Entscheide zu liefern.&#13;<\/p>\n<h2>Bessere Prognosen des BIP<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDer gew\u00e4hlte Ansatz bietet zudem auch Vorteile bei Prognosen zur Entwicklung des BIP. Ein erster Vorteil ist, dass das BIP prognostiziert werden kann, ohne dass eine Prognose f\u00fcr die Vorratsver\u00e4nderungen erstellt werden muss. Diese Nachfragekomponente beinhaltet sehr volatile statistische Abweichungen, welche schwierig zu interpretieren und zu prognostizieren sind (siehe <em>Abbildung<\/em> <em>1<\/em>). Diese statistischen Abweichungen entstehen aufgrund der Berechnungsweise des BIP. Typischerweise, so auch in der Schweiz, werden die viertelj\u00e4hrlichen Vorratsver\u00e4nderungen nicht direkt gemessen, sondern als Differenz zwischen dem BIP und der Summe von Konsum, Investitionen und Nettoexporten berechnet. Das BIP selber wird gem\u00e4ss Europ\u00e4ischem System der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (ESVG) als Summe der Wertsch\u00f6pfung in den einzelnen Sektoren bestimmt. Der produktionsseitige Ansatz erlaubt somit eine direktere Prognose des BIP.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb.1: Reales Bruttoinlandprodukt<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Ver\u00e4nderungsraten zum Vorquartal: Saison- und kalenderbereinigte Daten, nicht annualisiert<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/?attachment_id=39856\" rel=\"attachment wp-att-39856\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-39856\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2015\/10\/Bildschirmfoto-2015-09-30-um-08.43.22-1170x740.png\" alt=\"Baeurle Steiner Studie\" width=\"1170\" height=\"740\" \/><\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Seco \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEin zweiter Vorteil des produktionsseitigen Ansatzes f\u00fcr die BIP-Prognose ist, dass sich die meisten f\u00fcr den aktuellen Wirtschaftsverlauf relevanten, vorlaufenden Indikatoren auf sektorielle Entwicklungen beziehen. So k\u00f6nnen beispielsweise die Informationen aus den Umfragen des Schweizerischen Baumeisterverbands, von Swissmem oder aus der Detailhandelsumsatzstatistik direkt mit der prognostizierten Entwicklung des entsprechenden Sektors verglichen werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nNicht zuletzt ist ein dritter Vorteil eines nicht auf nachfrageseitigen Daten basierenden Prognoseansatzes, dass im Rahmen einer umfassenden Analyse mit verschiedenen Modellen Diversifikationseffekte genutzt werden k\u00f6nnen. Die Literatur zeigt, dass die Kombination von unterschiedlichen Ans\u00e4tzen h\u00e4ufig zu besseren Prognoseresultaten f\u00fchrt als das Abst\u00fctzen auf wenige und \u00e4hnliche Modelle. Aus diesem Grund kann sich die Kombination von nachfrage- und produktionsseitigen Modellen vorteilhaft auf die Prognoseg\u00fcte auswirken.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nVor diesem Hintergrund ist es erstaunlich, wie wenig empirische Arbeiten diese Vorteile zu nutzen versuchen. Es existieren zwar einige Untersuchungen bez\u00fcglich der verschiedenen Segmente der Industrieproduktion. Allerdings existieren kaum Arbeiten, welche das Zusammenspiel von gesamtwirtschaftlichen Faktoren mit allen Produktionssektoren einer Volkswirtschaft modellieren und analysieren. Die vorliegende Studie f\u00fcllt diese L\u00fccke f\u00fcr die Schweiz, die vorgeschlagene Modellstruktur l\u00e4sst sich aber ohne Weiteres auch auf andere L\u00e4nder anwenden.&#13;<\/p>\n<h2>Sektoren entwickeln sich unterschiedlich<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nF\u00fcr die Schweiz berechnet das Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco) \u2013 unter Ber\u00fccksichtigung der j\u00e4hrlichen Informationen vom Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS) \u2013 viertelj\u00e4hrliche Daten zur Wertsch\u00f6pfung in der Schweiz. Diese sind aufgeteilt nach 16 Produktionssektoren sowie den G\u00fctersteuern und -subventionen (siehe <em>Abbildung 2<\/em>). Mithilfe des von uns vorgeschlagenen Modells kann bestimmt werden, wie diese Produktionssektoren auf \u00c4nderungen in zentralen \u00f6konomischen Variablen wie der Nachfrage im Ausland, dem Wechselkurs oder den Zinsen reagieren.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a>\u00a0Durch Aggregation der sektoriellen Ergebnisse ist es m\u00f6glich, den Einfluss auf das BIP zu berechnen.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 2: Produktionssektoren als Anteil des BIP<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Nominelle Anteile, 2014<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<div class=\"legacy_chart_custom\"><div class=\"chart chart--normal\" id=\"B\u00e4uerle_Steiner1\"><\/div>\n<script>\n$(function () {\n\n    $(document).ready(function () {\n\n         Highcharts.setOptions({\n     colors: ['#e84066', '#d2d803', '#88c0d3', '#ee7452', '#ffdd0c', '#37a932', '#00b3d4', '#ae097f', '#0074be', '#23318a' , '#dd77ad', '#8600b1', '#e4022d' , '#e5007d'  , '#cbe9fb' , '#b0bd12', '#c0c0c0']\n    });\n        \/\/ Build the chart\n        $('#B\u00e4uerle_Steiner1').highcharts({\n            chart: {\n                plotBackgroundColor: null,\n                plotBorderWidth: null,\n                plotShadow: false,\n                type: 'pie'\n            },\n            \n            title: {\n                text: ''\n            },\n            tooltip: {\n                pointFormat: '{series.name}: <b>{point.percentage:.1f}%<\/b>'\n            },\n            plotOptions: {\n                pie: {\n                    allowPointSelect: true,\n                    cursor: 'pointer',\n                    dataLabels: {\n                        enabled: false\n                    },\n                    showInLegend: true\n                }\n            },\n            series: [{\n                name: \"Nomineller Anteil\",\n                colorByPoint: true,\n                data: [{\n                    name: \"Landwirtschaft\",\n                    y: 0.7289828072986900000000000000\n                }, {\n                    name: \"Bergbau\",\n                    y: 0.1200182790720290000000000000\n                }, {\n                    name: \"Verarbeitende Industrie\",\n                    y: 18.3843225507750000000000000000\n                }, {\n                    name: \"Energie- und Wasserversorgung\",\n                    y: 1.7513649262365200000000000000\n                }, {\n                    name: \"Baugewerbe\",\n                    y: 5.1698967614500900000000000000\n               }, {           \n                   name: \"Handel\",\n                    y: 13.9581660844689000000000000000\n                }, {\n                    name: \"Verkehr und Kommunikation\",\n                    y: 7.8767284048531500000000000000\n                }, {\n                    name: \"Gastgewerbe und Beherbergung\",\n                    y: 1.7147982817097900000000000000\n                }, {\n                    name: \"Finanzdienstleistungen\",\n                    y: 5.4342430283283000000000000000\n                }, {\n                    name: \"Versicherungsdienstleistungen\",\n                    y: 4.0699512695948900000000000000\n                }, {\n                    name: \"Unternehmensnahe Dienstleistungen\",\n                    y: 10.6020104486605000000000000000\n                }, {\n                    name: \"\u00d6fffentliche Verwaltung\",\n                    y: 10.4706407530341000000000000000\n               } , {\n                    name: \"Erziehung und Unterricht\",\n                    y: 0.5356554138531200000000000000\n                }, {\n                    name: \"Gesundheits- und Sozialwesen\",\n                    y: 7.3992316691245800000000000000\n                }, {\n                    name: \"Private Dienstleistungen\",\n                    y: 1.9739543262794400000000000000\n                }, {\n                    name: \"Produktion der Haushalte\",\n                    y: 6.6599006912328300000000000000\n               }, {\n                    name: \"G\u00fctersteuern und -subventionen\",\n                    y: 3.1501343040281500000000000000\n               } ]\n            }]\n        });\n    });\n});\n<\/script>\n<\/div>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Seco \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie zentrale Schwierigkeit bei der Modellierung ist, dass die relativ grosse Anzahl Sektoren unterschiedlich stark und teilweise zeitlich verz\u00f6gert auf Ver\u00e4nderungen im \u00f6konomischen Umfeld reagiert. Ein Modell muss also einerseits in der Lage sein, den unterschiedlichen Reaktionen in den verschiedenen Sektoren Rechnung zu tragen. Andererseits darf die Komplexit\u00e4t des Modells ein gewisses Mass nicht \u00fcbersteigen, sodass eine robuste empirische Bestimmung der Modellparameter m\u00f6glich bleibt. Es zeigt sich, dass die Struktur eines dynamischen Faktormodells und dessen Sch\u00e4tzung mit Bayesianischen Methoden einen erfolgreichen Kompromiss zwischen Flexibilit\u00e4t und Robustheit erlauben. Es wird dabei angenommen, dass der Verlauf in jedem Sektor von wenigen Faktoren, die allen Sektoren gemeinsam sind, und sektorspezifischen Komponenten getrieben ist. Die Dynamik der gemeinsamen Faktoren widerspiegelt die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen der Schweiz, die sektorspezifischen Komponenten erfassen Faktoren, welche nur f\u00fcr einzelne Sektoren relevant sind. Die gemeinsamen Faktoren k\u00f6nnen sowohl beobachtete Variablen \u2013 beispielsweise Zinsen oder Wechselkurse \u2013 als auch unbeobachtete Variablen abbilden. Unbeobachtete (oder zumindest schwierig zu messende) Variablen sind zum Beispiel technologischer Fortschritt, der alle Sektoren beeinflusst, oder die Risikowahrnehmung der Wirtschaftsakteure.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Aufteilung in sektorspezifische und gemeinsame Faktoren erlaubt es, die Anzahl zu sch\u00e4tzender Parameter zu limitieren, ohne zu restriktive Annahmen bez\u00fcglich des Zusammenspiels von gesamtwirtschaftlichen Faktoren und sektoriellen Entwicklungen treffen zu m\u00fcssen. Die Bayesianische Sch\u00e4tzmethode erm\u00f6glicht zudem, f\u00fcr alle interessierenden Gr\u00f6ssen \u2013 das heisst f\u00fcr alle Parameter oder auch Prognosen \u2013 nicht nur eine Punktsch\u00e4tzung zu erstellen, sondern zus\u00e4tzlich die ganze Verteilung dieser Gr\u00f6ssen zu bestimmen und damit die enthaltene Unsicherheit darzustellen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nMithilfe des gesch\u00e4tzten Modells k\u00f6nnen wir bestimmen, welcher Anteil an den Schwankungen in jedem einzelnen Sektor und damit auch am BIP durch sektorspezifische Faktoren getrieben ist. Es stellt sich heraus, dass in der kurzen Frist die gesamtwirtschaftlichen Faktoren eine untergeordnete Rolle spielen. So erkl\u00e4ren sektorspezifische Faktoren bis zu 80 Prozent der BIP-Schwankungen im ersten prognostizierten Quartal.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a>\u00a0Erst mittelfristig, nach ungef\u00e4hr einem Jahr, werden die gesamtwirtschaftlichen Faktoren dominant und erkl\u00e4ren mehr als die H\u00e4lfte der BIP-Schwankungen.&#13;<\/p>\n<h2>Entscheidend ist die Nachfrage im Ausland<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIn unserem Modell identifizieren wir den Einfluss einer \u00c4nderung der Nachfrage im Ausland, des Wechselkurses und des Zinses. Es zeigt sich, dass der Konjunkturzyklus in der Schweiz stark von der Nachfrage im Ausland getrieben wird. So f\u00fchrt eine Erh\u00f6hung des Wachstums im Ausland um 1 Prozent zu rund 0,4 Prozent mehr Wachstum in der Schweiz. Auch die Entwicklung des Wechselkurses und der Geldpolitik hat\u00a0sp\u00fcrbare Auswirkungen. Eine Aufwertung um 1 Prozent f\u00fchrt zu einem Verlust im BIP von ungef\u00e4hr 0,15 Prozent und eine Zinserh\u00f6hung um 1 Prozentpunkt zu einem rund 0,5 Prozent tieferen BIP nach jeweils einem Jahr. Unter Ber\u00fccksichtigung der typischen Schwankungen in diesen drei Einflussfaktoren implizieren diese Sensitivit\u00e4ten aber, dass die Nachfrage im Ausland den gr\u00f6ssten Teil der BIP-\u00c4nderungen erkl\u00e4rt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDiese gesamtwirtschaftliche Einsch\u00e4tzung verdeckt jedoch, dass die Sektoren sehr unterschiedlich auf Ver\u00e4nderungen des konjunkturellen Umfelds reagieren. So sind die gesch\u00e4tzten Auswirkungen des Wechselkurses auf das BIP zwar vergleichsweise moderat. Eine \u00c4nderung des Wechselkurses kann aber in einzelnen Sektoren einen erheblichen Effekt haben, w\u00e4hrend die Wertsch\u00f6pfung in anderen Sektoren kaum beeinflusst wird. Zu den sehr sensitiven Sektoren geh\u00f6ren insbesondere der Finanzsektor, also Banken und Versicherungen, und der Energiesektor. Etwas \u00fcberraschend ist der nicht sehr ausgepr\u00e4gte Effekt des Wechselkurses auf die Wertsch\u00f6pfung in der verarbeitenden Industrie. Unsere Resultate zeigen hingegen, dass dieser Sektor stark von der Nachfrage im Ausland gepr\u00e4gt ist. Nicht \u00fcberraschend gibt es Sektoren, welche recht robust sind bez\u00fcglich Schwankungen der untersuchten Einflussfaktoren. Zu diesen geh\u00f6ren die Dienstleistungen der privaten Haushalte, der Gesundheitssektor, aber auch die \u00f6ffentliche Verwaltung.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nUnsere Resultate zeigen also, dass eine produktionsseitige Perspektive detaillierte Aussagen \u00fcber die einzelnen Sektoren erlaubt. Ein besseres Verst\u00e4ndnis des Zusammenspiels von gesamtwirtschaftlichen Faktoren und sektoriellen Entwicklungen stellt eine wichtige Erg\u00e4nzung der nachfrageseitigen Analysen dar.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Wir beschr\u00e4nken uns bei der Analyse auf Sektoren mit einem Anteil am BIP von mindestens 1%. Das heisst, es werden 13 Sektoren modelliert.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Es handelt sich dabei um den Anteil an der Prognosefehlervarianz.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Zusammensetzung des realen Bruttoinlandprodukts (BIP) kann aus drei verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden. 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Eine differenzierte Analyse der Produktionsseite erlaubt ein besseres Verst\u00e4ndnis dieses Zusammenspiels und liefert so bessere Prognosen des BIP.","post_hero_image_description":"Weniger die \u00c4nderungen des Wechselkurses als die Nachfrage im Ausland pr\u00e4gt die Wertsch\u00f6pfung in der verarbeitenden Industrie. 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Diese Studie verfolgt einen anderen Ansatz. Sie analysiert die wirtschaftliche Entwicklung aus Sicht der Produktionssektoren. Dies erm\u00f6glicht es, die Wirkung konjunktureller Ver\u00e4nderungen und wirtschaftspolitischer Massnahmen auf die verschiedenen Sektoren abzubilden, und bietet zudem Vorteile bei der Prognose der BIP-Entwicklung. Dabei zeigt sich, dass der Konjunkturzyklus in der Schweiz stark von der Nachfrage im Ausland getrieben wird. Auch die Entwicklung des Wechselkurses und der Geldpolitik hat\u00a0sp\u00fcrbare Auswirkungen. Die Studie zeigt aber, dass die einzelnen Produktionssektoren sehr unterschiedlich auf Ver\u00e4nderungen des konjunkturellen Umfelds reagieren. 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